Ausgabe 
(27.8.1937) Nr. 234
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llavtLiamiiicha Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsstont vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchaiters in Oldenburg und Vremen

Anzeigcn-Grundpreise: Die 22-ww-Zeile im Anzeigenteil 12 die 70-mm-Zeile im Textteil 75

Ermäßigte Grundpreise (siir kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis- liste k (Nachlaßstassel 0). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12.1» Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4 -13)4 Uhr.

Nr. 2Z4 / ?. Zakrgtmg

sreitag, 2?. flugust 1SZ?

kinzelpreis 15 Npf.

britischer votschaster in tchna schwer verletzt

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Der britische Votschaster in China wurde durch Maschinengewehrfener japanischer Flug­zeuge schwer verletzt.

Die bolschewistischen Häuptlinge des Vasken- landes sind vor der Einnahme Santanders »ach Frankreich geflüchtet.

Die Maßnahmen zur Unterbringung älterer arbeitsloser Angestellter haben sich erfolgreich ausgewirkt.

Reichsleiter Dr. Ley kündigte die Errichtung einer neuen Ordensburg im Osten an.

Generaladmiral Raeder besichtigte die in Wesermünde »nd Bremerhaoen stationierten Truppenteile.

Der Regierende Bürgermeister, SA.-Eruppen- siihrer Vöhmcker, zieht einen Trennungsstrich zwischen arbeitswilligen und arbeitsun- willigen Erwerbslosen.

Der Marschblock Hochland in der Adols-Hitler- Freiplatzspende traf in Bremen ein.

Der Bremer DampferSturmfels" rettete ein italienisches Wasserflugzeug aus Seenot.

Von den 7. Akademischen Weltspielen in Paris werden weitere deutsche Siege ge­meldet.

Der Boxkampf LouisFarr wurde wegen anhaltenden Regens aus Montag verlegt.

Vr. Leg kündigt an:

der Vsten bekommt eine Ordensburg

'(bligsvsr Drabtbsricbi: cksrBremse 2sitmvg") Dresden, 27. August.

Reichsleiter Dr. Ley nahm am Donnerstag im Dresdener Belvodere die Ausmusterung von 172 Führeranwärtern für den vierjährigen Lehrgang auf den Ordensburgen der Bewegung vor. Dabei umriß er die gewaltigen Aufgaben, die den Or­densjunkern bevorstehen, und äußerte sich über die weitere Entwicklung der Ordensburgen. Da­nach steht die Errichtung einer vierten deutschen Ordensburg bevor, die voraussichtlich neben der Marienburg erbaut werden soll.

In seiner Ansprache betonte Reichsleiter Dr. Ley, daß nur die Aktivsten, Klügsten und rassisch Besten den Fllhrernachwuchs der Partei stellen können. Die Partei habe einen Begriff der Er­ziehung geschaffen, der nicht zu vergleichen ist mit dem Erzrehungsprinzip des Lernen? und Anler- nens vergangener Zeiten. Die Erziehung des Na­tionalsozialismus habe als Ziel die Einheit von Körper, Geist und Seele. Unbedingter Gehorsam sei dabei Voraussetzung. Auf die Ausbildung der Führeranwärter eingehend, erklärte Dr. Ley, daß die Ordensjunker ein Jahr auf Burg Vogelsang. ein Jahr auf Crössinsee, anderthalb Jahre auf Burg Sonthofen und ein halbes Jahr auf der Burg im Osten zum Studium der Ostfragen ver­bringen werden. Jeder Ordensjunker werde jähr­lich drei Monate zur Arbeit in der Bewegung abkommandiert, um die Verbindung mit der Front nicht zu verlieren. Während dieser Zeit werden auf den Ordensburgen Schulungslehr­gänge der Politischen Leiter durchgeführt.

Skeirifüie Vuchljändler wehren sich

Wien, 27. August.

Der Verein der Buchhändler in der Steiermark hat in einer Vollversammlung beschlossen, wegen des Ueberfalls auf Grazer Buchhandlungen, die das FllhrerbuchMein Kampf" in die Auslage gestellt hatten, zu protestieren und ein« Straf­anzeige an die Grazer Polizei zu richten. Wie von dieser mitgeteilt wird. ist ein Verfahren wegen des lbeberfalles bereits im Gang«.

folgenschwerer Wischenfa» bei Schangtzai

Japanische Flugzeuge beschießen Viplomaten-flulo

London, 27. August.

Wie Reuter aus Schanghai meldet, wurde der britischer Votschaster in China, Sir Hughes Knatchbull-Hughessen, auf der Rückfahrt von Nan­king nach Schanghai in seinem Kraftwagen, der die englische Flagge zeigte, durch Maschinen­gewehrgeschosse angreifender Flugzeuge schwer ver­letzt. Er wurde einem Hospital zugeführt.

Der Botschafter reiste im Wagen mit dem Militärattache Oberst Lovat-Fraser. In der Nähe des Wagens wurde von japanischen Flugzeugen eine Bombe abgeworfen. Auch wurde mit einem Maschinengewehr auf das Auto gefeuert. Der Bot­schafter erhielt eine Verletzung am Rückgrat. Das Rückgrat ist gebrochen, jedoch ist das Rückenmark nicht zerrissen. Vor 24 Stunden kann man nicht sagen, ob der Botschafter sich außer Lebensgefahr befindet. Ferner wird berichtet, der Botschafter sei zu schwach, um sich einer Operation zur Be­seitigung der Kugel unterziehen zu können. Die Aerzte hätten eine Blutübertragung vorgenom­men und Morphiumeinspritzungen geben müssen.

In japanischen Marinekreisen erklärt man, eine britische Flagge am Kühler des Wagens sei kein genügendes Erkennungszeichen. Außerdem sei der Wagen auf einer strategischen Straße in Kriegs­zeiten gefahren und habe leicht mit einem chine­sischen Eeneralstabswagen verwechselt werden können.

Am Donnerstagnachmittag statteten der japa- nllche Marineattacho Admiral Honda sowie der Chef des Marinestwbes, Konteradmiral Sugiya- ma, dem stellvertretenden britischen General­konsul in Schanghai einen Besuch ab, um diesem ihre Anteilnahme an dem Befinden des britischen

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Botschafters äuszusprechen. Zu gleicher ein Mitglied der japanischen Botschaft das kenhaus auf, in dem der Botschafter gepflegt wird. und erkundigte sich nach dem Votschaster. Auch sonst wird auf japanischer Seite die Verwundung des britischen Botschafters auf das tiefste bedau­

ert. Es wird darauf hingewiesen, daß die Japaner von der Reise des Botschafters nicht unterrichtet gewesen seien.

London in Heller Aufregung

(Oigsnsr Orubtbsriokt ckorLrsmsr 2s!tuvg") London, 27. August.

Die Meldung von der Verwundung des briti­schen Botschafters in China hat in London außer- vordentliche Erregung hervorgerufen. Im amt­lichen Kreisen hält man zwar vorläufig noch mit einer Stellungnahme zurück, deutet aber bereits an. daß die Regierung nach Abschluß der Er­mittlung energische Schritte unternehmen werde, um für den lleberfall auf den Botschafter Sühne und Bestrafung der Schuldigen zu verlangen. Die Nervosität der britischen Presse angesichts der Lage im Fernen Osten hat durch dieses Ereignis eine weitere Steigerung erfahren.

Japan meldet fortschritte

Tokio, 27. August.

Wie Meldungen von der japanischen Front be­sagen. haben die japanischen Aktionen Fortschritte gemacht. Die japanischen Truppen sollen an der Norbfront beim Nankau-Paß an der Großen Mauer vorgestoßen sein und zwar in Richtung auf die Stadt tzuailai. deren Einnahme bevorstehe. Südwestlich von Kalgan hätten sie die Eisenbahn­linie überschritten, so. daß der Verkehr der Ssti- yuan-Nankau-Vahn unterbrochen sei. Die chinesi­schen Truppen würden auf Grund dieser beiden Bewegungen in südwestlicher Richtung nach Schaust abgedrängt. Die Front von Schanghai sei durch weitere Landungen von Armeetruppen außerhalb der internationalen Niederlassung nach Norden ausgedehnt worden.

(Siehe auch Seite 2)

kechtMio aus Sem Staube semachl

Me bolschewistischen Vberbonzen von SanlanSer im »sicheren Hasen"

Paris, 27. August.

Der sogenanntePräsident" der sogenannten LaskischenRepublik" ist mit einer Reihe weite­rer bolschewistischer Häuptlinge nach seiner Flucht aus Santander in Paris aufgetaucht. Am Don- .nerstagmorgen trafen nicht weniger als 25 Fisch- dampfer mit rund 1508 bolschewistischen Flücht­lingen, darunter etwa 600 Milizen, an der Küste von Frankreich ein.

Vor allem in der französischen Hafenstadt Bayonne trafen gestern ununterbrochen Flücht­lingsschiffe ein. Zwischen 14 und 17 llhr landeten fünf Dampfer 2400 Personen. Bei einem Passa­gier beschlagnahmten die französischen Behörden 200 000 Peseten. In Bayonne ist durch die neue Ankunft zahlreicher Flüchtlinge aus Santander das sogenannte Flüchtlinasviertel überfüllt; die Flüchtlinge müßen zum Teil auf den Gebäude- höfen untergebracht werden.

Die französischen Behörden haben den Flücht­lingen jedes Betreten der Stadt und jede Be­rührung mit der Bevölkerung untersagt. Die polizeiliche Ucberwachung ist verstärkt worden, da sich im Flüchtlingslager bereits Akte von Disziplinlosigkeit undProtestkundgebungen" be­merkbar gemacht haben.

Von St. Jean de Luz trafen Donnerstag früh zwei Handelsschiffe aus Santander mit 60 Marxisten ein. 20 von ihnen haben eine poli­tische Rolle gespielt. Unter ihnen befinden sich der baskischeAbgeordnete" Leizeola, sowie der Häuptling der linksrepublikanischen Partei in Santander Cordero.

HeLK Ettactiece Are Lmsece

den großen Aufmarsch in Nürnberg getroffen, der seinen Höhepunkt durch den Vorbeimar,ch

vor dem Führer findet. ^ ^

Immer wenn es galt. Männer der Bewegung in Bremen -» zunehmen, hat die Be- oölkeruna bewiesen, daß sie stets opfer- und hilfsbereit zur Stelle ist. So ergeht auch dies­mal an die Bremer Volksgenossen die Aufforderung und Bitte, die SA.-Manner, welche ^««-rieben ünd die SA.-Mmppe Nordsee auf dem Reichsparteitag zu vertreten, ,rcund-

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'man Quartiere sind erforderlich zur Unterbringung. Sämtliche Dienststellen der SA., und Ortsäruvven nehmen Anmeldungen für Quartiere, die möglichst mit ^ entgegen. In besonderen Fällen kann hierfür eine

Vergütung in N v"n RM. 1.- pro. Tag ausgebracht «erden; jedoch w.rd darum gebeten, nach Möglichkeit Freiquartiere zu gewähren. -

Volksgenossen und Volksgenossinnen! Die K°m°rad°n der SA. sollen auch diesmal wie­der fühlen, daß sie in Bremens Mauer» willkommen pnd. ^

Kreisleiter

Ferner lief der englische ZerstörerKeith" aus Santander kommend im Hafen von St. Jean de Luz «in. An Bord befanden sich 38 aus den Ge­fängnissen von Santander befreite Geiseln mit ihren Wärtern, der ehemalig« bolschewistische Erenzkommandant von Jrun, Troncoso und seine Adjutanten", ein Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes sowie die englischen Konsuln von St. Jean de Luz und Santander. Die Gefangenen befinden sich im Gewahrsam der französischen Behörden und warten eine Entscheidung der französischen Regierung über ihre Freilassung ab.

stuf der flucht abgeschossen

Sän Sebastian, 27. August.

Zum Fall von Santander wird noch bekannt, daß in der Stadt eine Bevölkerung von 150 000 angetroffen worden ist. Da Santander in nor­malen Zeiten nur 90 000 Einwohner hat, be­trägt der Bevölkerungszuwachs aus der Provinz und aus Bilbao etwa 60 000.

Die roten Milizen, die sich noch nicht ergeben haben oder noch nicht in Gefangenschaft geraten sind, haben sich nördlich von Santander am Sar- dinenfischereihafen gesammelt, sich des Flughafens bemächtigt und die Flucht ihrer Häuptlinge ver­hindert. Ein Flugzeug mit fünf bolschewistischen Militärs" wurde nach dem Ausstieg von ihnen abgeschossen. Die nationalen Wachschiffe haben ein zweites Schiff aufgebracht, auf dem sich zahl­reiche bolschewistische Rädelsführer befanden.

Die Zahl der in der Proviin Santander ab­geschnittenen bolschewistischen Milizen wird auf etwas über 40 000 geschätzt, ohne Berücksichtigung der Tausende, die sich bereits den Nationalen er­geben haben. Der größte Teil der marxistischen Führer ist, soweit die Flucht nicht gelungen ist, bereits gefangengenommen worden.

Santander im flaggenfchmuck

Santander, 27. August.

Nach dem vorangegangenen Einmarsch der Vor­hut zogen am Donnerstagmittag die national­spanischen Brigaden von Navarra und die Legio­närtruppen unter dem Jubel der Bevölkerung in Santander ein. Die ganze Stadt prangt im Schmuck nationaler Flaggen.

Ein Versuch bolschewistischer Elemente, vor dem Einzug der Nationalen in die Stadt den Rundfunksender zu zerstören, ist von Patrouillen, die aus nationalen Einwohnern gebildet wor­den waren, im letzten Augenblick durchkreuzt wor­den. Der Rundfunksender arbeitet bereits unter nationaler Leitung.

»Unvorstellbares Srauen"

London, 27. August.

Ein britischer Leutnant, der von einem eng­lischen Kriegsschiff in letzter Minute aus San­tander mit anderen britischen Staatsangehörigen gerettet worden war, schildert dem Reuter-Ver­treter in St. Jean de Luz die letzten Stunden in Santander vor der Einnahme der Stadt durch

die Truppen General Francos. Der Leutnant hatte auf feiten der Bolschewisten gekämpft. Er erklärte, daß es in der Nacht zum Mittwoch in Santander weder Wasser noch Licht gegeben habe. In jeder Straße seien Schießereien an der Tagesordnung gewesen, ohne daß auch nur eine Spur vonOrdnungsdienst" undPolizei" zu bemerken gewesen sei.

Die schlimmsten Szenen von Räuberei und Plünderei habe man beobachten können. Das Ganze sei ein unvorstellbarer Zustand der Anar­chie und des Grauens gewesen. In der Morgen­dämmerung habe der Kamps der Flüchtenden um Boote und Schiffe begonnen. Der britische Leut­nant meinte schließlich, daß bei dem überaus schnellen Fall der Verteidigungslinie von San­tander die Disziplinlosigkeit und die Unordnung der bolschewistischen Heerhaufen eine große Rolle gespielt hätten.

Katalonien bittet um frieden

Franco fordert bedingungslose Unterwerfung Paris, 27. August.

In politischen Kreisen geht das Gerücht um, daß ein Beauftragter der roten Machthaber von Barcelona in Biarritz versucht habe, mit einer Delegation der nationalspanischen Regierung in Fühlung zu treten. Angeblich soll er um Waffen­stillstand und Frieden ^gebeten haben. Die natio­nalspanischen Bevollmächtigten hätten jedoch er­widert, daß General Franco nur eine bedingungs­lose Unterwerfung annehmen werde.

Paris unbelehrbar

(bllgsnsr Vorlebt äsrVrsmsr Leitung") Paris, 27. August.

Der Fall von Santander hat in Paris ein seltsames Echo gefunden.Jour" undEcho de Paris" sowie einige andere Rechtsblätter die je­doch keinen Einfluß auf die französische Politik haben, würdigen den Sieg der Truppen General Francos als einen entscheidenden Erfolg. Um so perfider ist das Wutgeschrei der Linken, die sich bemüht, die Eroberung Santanders als neben­sächliches Ereignis zu charakterisieren, das für den spanischen Bürgerkrieg kaum von Bedeutung sei. Der Pferdefuß dieser Taktik wird klar erkennbar, wenn an diese Behauptung die Bemerkung ge­knüpft wird. daß die französische Regierung keine Aenderung ihrer bisherigen Haltung vornehmen dürfe und eine Anerkennung Francos als krieg­führende Macht nicht in Frage komme.

kontrollMem und finan;frage

London, 27. August.

Der Unterausschuß des Nichteinmischungs-Aus- schußes ist für Freitag vormittag zusämmen- beruzen worden. Wie verlautet, wird dem Aus- schuß der Bericht des Admirals van Dulm vor­gelegt werden, der Vorschläge zur Verbesserung des Kontrollsystems enthält. Weiter stehen Finanzfragen auf der Tagesordnung.

Latkeaft in aller Welt

Bon

Eugen Beinhauer,

Leiter des Presseamtes der A.O. derNETAP.

Tausende von Ausländsdeutschen kommen nach Stuttgart zur V. Reichstagung der Ausländs­deutschen, die die Auslands-Organisation der NSDAP. vom 28. August bis 5. September ver­anstaltet. Wie in den letzten Jahren wird diese Zeit vor dem Reichsparteitag dem Leiter der Auslands-Organisation der NSDAP, Gauleiter Bohle, Gelegenheit geben, in Besprechungen und Tagungen mit den Politischen Leitern neue Richtlinien und Weisungen für die Arbeit zu geben. Darüber hinaus wird diese Tagung Zeug­nis ablegen von der Einsatzbereitschaft der Aus­ländsdeutschen. Und die Großkundgebungen, auf denen führende Männer des neuen Deutschlands zu den Ausländsdeutschen sprechen, werden die enge Verbundenheit zwischen den Deutschen im Reich und den Volksgenossen in allen Teilen der Welt zeigen.

Die Leistungen, die die nationalsozialistische Heimat unter ihrem Führer Adolf Hitler in den vergangenen Jahren auszuweisen hat, sind bei­spielgebend auch für den Einsatz der Ausländs­deutschen geworden. Die Ausländsdeutschen, d. h. die deutschen Staatsbürger im Auslande, haben

Jeder Nationalsozialist trägt jetzt die Reichsparteitagsplakette I

sich dort draußen in über 600 Gruppen der Aus­landsorganisation zusammengefunden, um der Heimatund dem Führerzu dienen. Wo einst Spießbürgertum und Vereinsmeierei Triumphe feierten, da ist heute durch den nationalsoziali­stischen Geist eine neue Gemeinschaft auf­gerichtet worden, von der nicht nur Worte, sondern vor allen Dingen zahlreiche Taten be­redtes Zeugnis ablegen.

Es sind die Erfolge einer zielbewußten Arbeit, wenn unter den Symbolen des Dritten Reiches die Deutschen in Sao Paulo gemeinsam den deut­schen Nationalfeiertag begehen und die riesige Kundgebung im vergangenen Jahr 28 000 Deutsche einte oder wenn am gleichen Tage in Buenos Aires sich 15 000 Deutsche zu einer gewaltigen Kundgebung zusammenfanden. Wenn dieser Tag aber nicht nur in den großen Städten bei den Deutschen in aller Welt gefeiert wird, sondern auch die Kolonisten im Urwald, die Pflanzer von weitentlegenen Farmen zusammen­kommen, um diesen Tag als Teutsche gemeinfam zu begehen und dabei kleine noch so mühevollen und langen Wege scheuen, wenn vom Hause eines Deutschen auf dem bekannten BergeFujiyama" in Japan die Hakenkreuzfahne weht, wenn in den Prinz-Heinrich-Vergen" bei Tsingtau sich die Hitlerjugend auch wie in Deutschland zu einem Lager zusammenfindet, wenn in Kanton ein deut­sches Oktoberfest die Volksgenossen zusammenführt, in Teneriffa ein freiwilliger Arbeitsdienst, von der Partei organisiert, sich zum Bau eines eige­nen deutschen Schulhauses einsetzt, wenn deutsche Matrosen, deutsche Seeleute in fremden Häfen an Land gehen und dort gastliche Aufnahme durch die Parteigenossen finden, dann sind dies alles Bei­spiele von der schaffenden Tatkraft deutscher Menschen, die durch den gewal­tigen Impuls, den ihnen der Nationalsozialismus gegeben hat, neue Werke für die deutsche Gemein­schaft in aller Welt aufrichten.

Von dieser Tatkraft spricht auch dasWilhelm- Eustloff-Haus" in Curitiba oder das selbstgebaute Deutsche Heim" der Gruppe Nova Europa, die im freiwilligen Arbeitsdienst erbaute Schule in Sao Paulo, das Altersheim für die Deutschen in Buenos Aires, das Braune Haus der Deutschen in Tsingtau, das KdF.-Haus in Schanghai, das Hitlerjugendhaus für die deutsche Jugend in Skaramanga. Davon reden die Leistungen auf dem Gebiete der sozialen Betreuung und vor allem auch die Leistungen, die die auslandsdeut- schen Frauen vollbringen, welche in derArbeits­gemeinschaft der deutschen Frau im Auslande" zu­sammengefaßt sintz und genau wie in der Heimat für Mllttererholung, Kinderverschickung und in Nähstunden und Arbeitsgemeinschaften für andere Werks deutscher Volksgemeinschaft sorgen. Und wenn in manchen Staaten den Deutschen der Auf- bau ihrer Organisation nicht gestattet wird, dann wissen wir, daß auch hierdurch der Deutsche seinem Vaterland nicht entfremdet werden kann. Stärker und fester als je zuvor hängt er am Deutschtum, offenen Auges blickt er auf die Heimat, sieht er ein Deutschland, das durch Adolf Hitler seine Wehrfreiheit wiedererhielt und das ihm ein starker Schutz ist, ein Hort für jeden Deutschen in der Welt, der als Pionier dort draußen auf Posten steht und seine Pflicht erfüllt.

Wenn nunmehr die Ausländsdeutschen zur V. Reichstagung nach Stuttgart kommen, dann dürfen wir gewiß sein. daß die Heimat sie mit offenen Armen empfängt. Schon vor der Tagung finden zahlreiche Unterredungen zwischen dem Gauleiter und den Hoheitsträgern