Ausgabe 
(19.8.1937) Nr. 226
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

parteiamtliche Tageszeitung

Hachnchtmblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

der Natrona

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen

mnnatl.2,3»3y<i: im voraus zahlbar

Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen beö?ündLnbk!?nanM^s^^Ä'^^' voraus zalsibar.

Nr. 22ö / 7. Jahrgang

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in oidenburg und Nremen

Anzeigen-Grnndpreift: Tic SZ-mm-Zelle im Anzeigenteil 12 lH/, die 70-mm-Zeile im Textteil 7S Ermäßigte Grundpreise liür kleine ffamilien-Anzeigen in a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlaßstassel 0,. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlusz 16 Uhr. Sprechzeit: B-rlag werktäglich 12 - 13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag I2-L - 131-4 Uhr.

Vonnerstag, 19. flugust 1957

kinzelpreis 15 Nps.

Prag vollführt einen neuen kiettan;

Versuch einer Verteidigung der rechtswidrigen Minderiieitenpolitik des firadschin mit untauglichen Mitteln

Veutfchland

und die Mechoflowakei

(vredtboriebt uvssrsr Vsrlivsr Lobriktlsituvg)

. Berlin, 19. August

In derPräger Preise" ist als erster Artikel einer Serie, die sich offenbar zu einer antideut­schen Broschüre zu internationalem Gebrauch ver­dichten soll, ein sogenannterBeitrag zu einer historisch-politischen Diskussion" erschienen, der mt allen Anzeichen offiziöser Herkunft weniger

kelkrien, sondern nur durch Taten beseitigen lassen.

Was ^ das außenpolitische Verhältnis der Tschechoslowakei zu Deutschland betrifft, so predigt zwar die geographische Lage dem Hradschin täg­lich eins fundarnentale Wahrheit; aber von den Tagen der Pariser Friedensverhandlunqen an bis heute hat man sich dort über diese Wahrheit hin­weggesetzt. Es.hat seit dem Jahre 1919 keine Kombination und keine Situation gegeben, in der wir nicht die Tschechoslowakei auf der Seite jener fanden, die in der Niederhwltung des Rei­ches die Lösung der europäischen Frage suchten. In der Reparations-, der Rüstungsfrage, in unse­

rem Verhältnis zu Oesterreich und zum Donau­raum haben wir die Tschechoslowakei stets als Gegner der besonderen deutschen Interessen an­getroffen. Sie war ein maßgebender Mitträger jener Bündnis- und Cinkreisungspolitik, die Europa in zwei Lager spaltete, und ist es bis heute geblieben.

Wenn noch ein Zweifel darüber möglich ge­wesen wäre,womit und mit wem wir in Zu­kunft zu rechnen haben und womit und mit wem nicht", so hat ihn der Veitritt der Tschechoslowakei zum sowjetrnssischen Bündnissystem beseitigt.

Hinsichtlich der angeblichen deutschen Presse­kampagne aber mutz man die Tschechoslowakei daran erinnern, datz sie sich vom Tage der natio­nalsozialistischen Machtergreifung an dafür her­gegeben hat. Organisations- und Aufmarschgebiet der antideutschen Hetzer aller Richtungen zu sein. Die tschechische Presse hat mit wenigen Ausnah­men jeder Feder zur Verfügung gestanden, die sich gegen das Dritte Reich in Bewegung setzte. Daran hat sich ebenfalls bis heute nichts ge­ändert.

Die Welt. die die tschechoslowakische Wirklich­keit kennt, lägt sich jedenfalls auch von X P kein U vormachen.

Unser lagesspiegel

Die japanisch-chinesischen Kämpfe stehen im Zeichen lebhafter Fliegertätigkeit.

Der italienische DampferViktoria" verlieh Schanghai mit 8V deutschen Flüchtlingen. Franco lehnt in der Frage des Kriegsrechts jegliche Zugeständnisse ab.

Danzig hat an die Warschauer Regierung eine Protestnote gerichtet.

DiePräger Presse" vollführt einen neuen politischen Eiertanz.

Im deutsch-litanischen Schiedsverfahren über Staatsangehörigkeitsfiille wurde dem deut- ' scheu Antrag entsprochen.

Im Juli ist die deutsche Ausfuhr von Fertig­waren wieder gestiegen.

Fast ein Drittel der deutschen Handelsflotte ist in Bremen beheimatet.

Der Standartenbeste, Sturm 15M 82, er­ledigte gestern weitere Ausscheidungs- iibungen.

In Vremerhaven begannen die Filmauf­nahmen zu dem FilmPetermann im Gegen­wind".

. Lehrerinnen aus dem Gau Weser-Ems weil­ten 14 Tage in einem Austauschlager der Er­zieherinnen im Rheinland.

eine Diskussion als ein Selbstgespräch einleitet und mit anderen Worten etwa folgendes behaup­tet: Die Tschechoslowakei ist ein Vorbild guter Nachbarschaft, ein Paradies der Minderheiten Europas gewesen. Gleich jenen Frauen, die des­halb die Besten sind, weil man nicht von ihnen spricht, hat die Tschechoslowakei in völliger Un­schuld dahingelebt, bis die boshaften Deutschen ansingen, durchheftige Pressekampagnen" diesen Frieden zu stören. Aber siehe da! Selbst diese böse Absicht" mutzte der Tschechoslowakei zum Besten dienen: Ihr Ruf ist gestiegen, der seiner Angreifer aber hat sich verdunkelt ...

Nun kann aber selbst tschechische Beredsamkeit zwei fundamentale Tatsachen nicht aus der Welt schaffen: 1. Daß, wie der Artikel selbst zugibt, alle Stimmen, die von einem lleberfall der Tschechoslowakei durch Deutschland sprechen, kate­gorisch und überzeugt widerlegt" werden muhten und 2., datz das Verhältnis der Tschechoslowakei zu mindestens drei seiner Nachbarn ebenso zu wünschen übrigläßt, wie das zu den in seinem Staat vereinten Volksgruppen. Ist es denn nur ein Zufall, datz neben dem Reich auch Polen und Ungarn die nachbarlichen Tugenden der Tschecho­slowakei vermissen und datz neben den Sudeten- deutschen auch die Polen, Magyaren und Slo­waken in erbitterten Kämpfen um ihre elemen­taren nationalen Rechte mit ihren tschechischen Herren liegen? Sollte Unverstand, Bosheit und schlechter Wille wirklich nur auf leiten der an­deren, Recht und Vernunft dagegen nur bei den Tschechen liegen?

Alle diese Nachbarn und alle diese Volksgrup­pen haben ja an die Tschechen nicht nur normale Forderungen zu richten, sondern können von ihnen noch ein höheres Verständnis verlangen als von anderen Staaten, denn wenn ein Volk seine staatliche Existenz und Wiedergeburt aus die unverlierbaren Rechte der nationalen Selbst­bestimmung gegründet hat, so sind es die Tschechen gewesen. Es ist noch nicht vergessen, wie sie diese Naturrechte im gleichen Augenblick verleugnet haben, als sie am Ziel ihrer nationalen Wünsche waren. Um so mehr tonnten die gegen ihren Willen dem tschechischen Staat einverleibten Volksgruppen von ihm erwarten, datz er mit Ge­rechtigkeit seine Treuhänderpflicht, aus die er zu­dem völkerrechtlich festgelegt ist, ernst nahm.

. Datz dies nicht der Fall ist, beweisen die er­schütternden Anklagen aller Volksgruppen und die tatsächlichen Zustände, die den Tschechen selbst st unangenehm sind, Latz sie ausländischen Be­schern, die sich dafür interessieren, nicht mehr ungehinderten Einblick erlauben können. Der Volkstod der Sudetendeutschen allein ist «ine erschütternde Anklage gegen die tschechische serrschaft. Die chinesische Mauer, die sie gegen brn geistigen, kulturellen und menschlichen Ver­kehr des böhmischen Deutschtums mit dem Reichs- beutschtum errichteten, das Verbot der Kinder- uestchickung, die fortschreitende Einschränkung der politischen und kulturellen Freiheit der Polks- bnippen stnd Tatsachen, die sich nicht durch Arti-

Neuttalislerung der Schanghai« fremdenstM?

englischer Vermittlungsvorschlag / flbletinende Haltung ll,lnas / rruppenkonrenlration in lsingtau

London, 19. August.

Die englische Regierung hat am Mittwoch der chinesischen und der japanischen Regierung einen Porschlag unterbreitet, der die internationale Siedlung in Schanghai aus den Kampfhandlungen heraushalten soll. Der Vorschlag sieht vor, datz sowohl die chinesische wie die japanische Regierung ihre Truppen aus der internationalen Nieder­lassung herausziehen und sich künftig jeder Kampfhandlung in diesem Gebiet enthalten sollen. Dagegen ist die britische Regierung, und zwar zusammen mit der französischen und amerrka-. nischen Regierung, falls diese sich einverstanden erklären, bereit, die Interessen sämtlicher Mächte, d. h. also auch der Japaner, zu garantieren und dafür Sorge zu tragen, datz Leben und Eigentum aller Interessenten innerhalb der internationalen Siedlung geschützt werden.

Der Vorschlag ist vom englischen Botschafter in Nanking der chinesischen Regierung übergeben und auch nach Tokio weitergeleitet worden. Gleichzeitig hat sich die englische Regierung mit der französischen Regierung und der Regierung der Vereinigten Staaten in Verbindung gesetzt. Eine Antwort Chinas oder Japans liegt noch nicht vor. Laut Reuter hat der englische Vor­schlag jedoch^ keine günstige Ausnahme bei den chinesischen Behörden gefunden. Die Nachrichten- Agentur will von zuverlässigen chinesischen Kreisen erfahren haben, datz die Vorschläge von den Chinesen abgelehnt würden. Sie betrachteten sie als undurchführbar.

Tokio, 19. August

Die japanische Nachrichtenagentur Domei meldet ein Zunehmen der Spannung in Tsingtau und in der Schantung-Provinz. In der Um­gebung Tsingtaus wird eine neugebildete chinesi­sche Division zmsammengezogcn und weitere drei Divisionen wurden aus Westschantung in das süd­östliche Schantunggebiet herangezogen. Auch süd­lich der Eisenbahnlinie PeipingTientsin hat sich die militärische Aktivität verstärkt. Das Haupt­quartier der japanischen Nordchina-Earnison

meldet den Vormarsch der Truppen der chinesischen Zentral-Regierung westlich der Eisenbahn Hankau Peiping. Sie sollen sich schon bis aus 15 Kilo- meter Peipina genähert haben.

In Schanghai wurden zahlreiche japanische Staatsbürger, die an Bord der japanischen Schisse Shanghai Maru" undNagasiki Maru" auf der Rückkehr nach Japan begriffen waren, durch chi­nesische Artilleriebeschietzung getötet.

Lebhafte liittgkett der yomber

Schanghai, 19. August.

Die japanische Luftflotte hat die Stützpunkte der chinesischen Luftflotte in Pengfu.(nordwestlich von Nanking), Hwaiyin (nordöstlich von Nan­king) und Haining-Fu (nordöstlich von Hang- tschau) mit Bomben beworsen und acht Flugzeuge sowie drei Flughallen zerstört, ohne ihrerseits Schaden zu erleiden. Mittwochvormittag hat die japanische Luftflotte den chinesischen Flughafen in Lonha (Vorort von Schanghai) angegriffen und dabei mehrere chinesische Militärflugzeuge, die in den Hallen lagen, vernichtet.

Chinesische Flugzeuge warfen mehrere Bomben über einem Schanghaier Stadtviertel ab, das vorwiegend von Japanern bewohnt wird. Eine Bombe fiel auf einen japanischen Tempel und tötete einen Priester. Eine andere Bombe fiel auf ein Kinotheater und verletzte zahlreiche Frauen und Kinder.

Aus Nanking wird gemeldet, datz die chinesische gesetzgebende Körperschaft ein Gesetz über die nationale Mobilisierung" angenommen habe. Das neue Gesetz sei nunmehr der chinesischen Regierung vorgelegt worden.

Italienisches Schiff mit deutschen Flüchtlingen

Schanghai, 19. August

Der italienische DampferViktoria" verließ am Mittwoch Schanghai mit 480 italienischen, deutschen, belgischen, französischen und englischen

Flüchtlingen. Die Zahl der Deutschen betrug etwa 60. An Bord des DampfersMackinley" wurden ebenfalls am Mittwoch 600 amerikanische Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht.

ü-

Es ist für den Europäer nicht ohne wei­teres zu verstehen, datz sich in Schanghai chinesische und japanische Truppen plötzlich gegenüberstehen, und datz ebenso unvermit­telt französische Flakartillerie auf chinesische Flugzeuge feuert. Und doch sind diese selt­samen Verhältnisse das Ergebnis einer Ent­wicklung von fast hundert Jahren. Schang­hai ist infolge dieser Entwicklung mehr das Einfallstor des ausländischen Handels und das Zentrum der ausländischen Interessen in China, als eine chinesische Stadt. In sei­nen Hochhäusern konzentrieren sich Welt­handel und Weltfinanz. Heute gibt es in der Stadt eine internationale und eine franzö­sische Niederlassung (in denen Fremde und Chinesen wohnen, die daher von Fremden und Chinesen verwaltet werden) und die eigentliche Chinesenstadt, die eine rein chine­sische Verwaltung hat. Dem Schutze der bei­den Fremdenniederlassungen dient ein Frei­willigenkorps in Stärke von 1800 Mann, darunter rund 1000 Engländer. An Frem­den wohnen in der Stadt etwa 11 800 Eng­länder, 11 000 Russen, 3800 Amerikaner, 2600 Franzosen, 1838 Deutsche und An­gehörige anderer Staaten, ferner 20 000 Japaner. Ganz Schanghai hat über 3 Millio­nen Einwohner. Die Verträge haben die Fremden nicht ausreichend schützen können, und so bleibt Schanghai ein Problem der internationalen Politik.

"7

eiiinvsiscllv I?iauen Kloben mit ibi-en Kinilei'v »iick ilivoii v'viuxxl-i, Ilabseli-xboiteii aus ckvn KamMonvn in Innere üos lurmle«. slVultbilO

(IVoltors tMina-Lilcksr im Innern ckss Blattes)

Neuland wird gewonnen

Die wirtschastspolitische Bedeutung des Arbeitsdienstes

In den letzten Tagen erreichten uns zwei Nach­richten über den Reichsarbeitsdienst, die von Be­deutung für die gesamte Nation sind: 1. Im

Sprottebruch in Niederschlesien wurde im Rah­men eines großen Staatsaktes das erste Neu- bauerndorf, das dort durch die Tätigkeit des Arbeitsdienstes entstanden ist, eingeweiht. 2. Die Dienstzeit des in diesem Sommerhalbjahr dienenden Jahrganges wurde bis Ende Oktober 1937 verlängert, um eine sichere Einbringung der Hackfruchternte zu gewährleisten.

Stärkster verantwortungsbewußter Einsatz im Rahmen des Vierjahresplanes, Sicherung und Steigerung der deutschen Ernährungsbasis sind die Leitgedanken des Reichsarbeitsdienstes, in dem augenblicklich 233 000 junge Deutsche ihren Dienst tun, eine Zahl, der 1938 auf 270 090 ge­steigert werden soll, um dann 1939 mit 300 000 auf ihren Höchststand gebracht zu werden. 1509 900 Jungmänner haben bis heute bereits in den Reihen des Arbeitsdienstes gestanden.

Vielfältig sind neben den erzieherischen die wirtschastspolitlschen Aufgaben des Arbeitsdien­stes. Jeder hat wohl schon von dieser Tätigkeit des RAD. etwas zu spüren bekommen, und jeder, der einmal durch eines seiner Erotzarbeitsvor- haben, wie das Emsland oder den Sprotte­bruch, gegangen ist, wird erfüllt , von Achtung gewesen sein für die Arbeit, die dort im Osdland zu bewältigen ist.

Aber nur wenige werden einen klaren Tleber- blick über die volkswirtschaftliche Bedeutung des bereits Geleisteten und des noch Geplanten haben. Man weiß, datz der landwirtschaftlich genutzte Boden unseres Vaterlandes in den einzelnen Ge­bieten völlig verschiedene Erträge ausweist und datz darüber hinaus noch weite Flächen Osdland aller Art bestehen, denen bisher überhaupt kein Ertrag abzugewinnen war. Wer jedoch weiß, datz es sich Lei der Fläche, auf der durch Landes­kulturarbeiten aller Art eine Ertragssteigerung zu erreichen ist, um einen Raum von 220 090 Quadratkilometer, also nahezu die Hälfte unseres Heimatbodens handelt? Ge­winnung von Neuland und Verbesserung vorhan­denen Bodens sind demnach die beiden großen Aufgabengebiete, die der Erweiterung unserer Ernährungsbasis dienen sollen. Vielfältig sind die Arbeiten, die dabei zur Durchführung kom­men müssen. Die zu entwässernde Fläche ist so groß wie Schlesien und Brandenburg mit der Grenzmark, die zu bewässernde Fläche so groß wie das Gebiet von Mecklenburg und Pommern. Die noch zu kultivierenden Moor- und Tlnland- flächen einschließlich der längs der Flüsse ein­zudeichenden Gebiete entsprechen der Größe Ost­preußens. Der im Augenblick möglich erschei­nende Landgewinn wird auf 250 000 Hektar, also flächenmätzig ein Sechstel der Provinz Schleswig- Holstein angegeben.

Die Form der Arbeitsvorhaben und die An­forderungen an die technische Leistungsfähigkeit der Arbeitsmänner ist dabei verschiedenartigster Natur. Hochwasserschutz, Flutzregulierung, Ent- und Bewässerung, Straßen- und Wegebau, Auf­forstung, Unterstützung beim Siedlungsbau, Um- legung, aber auch plötzlicher außergewöhnlicher Einsatz, wie Katastrophenschutz bei Unwettern, Ueberschwemmungen und Waldbränden oder aber auch Arbeiten zur Sicherung der Ernte werden verlangt Besondere Stellen arbeiten daher ledig­lich an einer immer weitergehenden Verbesserung der Arbeitstechnik, um allen Anforderungen zu genügen.

Die Tätigkeit des Reichsarbsitsdienstes ist ja noch verhältnismäßig jung, und noch müssen viel­fältige Erfahrungen gesammelt werden. Aber trotzdem sind bereits beachtliche Ergebnisse der Arbeit zu verzeichnen. Für das Arbeitsjahr 1035/36 ergaben sie folgende Zahlen: Durch

Deichbauten und Flutzregulierungen wurde eine Fläche von rund 56 000 Hektar den regelmäßigen Hachwasssrüberflutungen entzogen. Vorflutungs- ausbau. Bmnenentwässerung und Dränung haben eine Fläche von 140 000 Hektar nicht voll aus­genutztes Kulturland in seinen Erträgen um rd. 20 Prozent gesteigert. 25 000 Hektar bäuerlicher Besitz wurden durch Tlmlcgungsarbeiten zu ge- 'chlolsenen Mirtschaftsbetrieben zusammengefaßt. Der Erfolg dieser Landeskulturarbeiten kommt damit einer Vergrößerung des deutschen Rau­mes um 17 000 Hektar, d. h. mehr als einem Viertel des Saargsbietes gleich. Durch Neu- vnlage und Ausbau von rund 1100 Kilometer WirtiKaftsw-gen wurde uittäbl'iren bäuerlichen

OOOn l-uumiiörten wurde durch Bai. und Wevebr-u aeiördcrl In den deutschen For­cen -urden Kilometer Grabe- und Hack-

n angele 10 000 000 Pflanzen gesetzt, Wildgatter von 300 Kilometer Länge gebaut,