Ausgabe 
(30.3.1937) Nr. 86
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parteiamtliche Lageszeitung

liachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Dremens

Amtsblatt des Senats der Zreien liansestadt vremen

MonatZbczug. RM Z.M einfchl. Zustellgebühr: durch die Pust RM. L.3Ü m .Ä^äM^berwelsun^ Bezugspreis istim voraus zu entrichten.

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Nr. 86 / ?. Jahrgang

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalter s in Mdenbmg und Vremen

Menswg, Z0. März 1SZ5

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kinzelpreis 15 Npf.

Stalins vlutdurst noch lange nicht gestillt

Unser lagesspiegel

Stalin hat eine» nenen Kamps gegen die „in­neren Feinde" der Sowjetunion angekündigt.

Holland wird überschwemmt von einem Strom sowjetrussischer Agenten.

Der tschechoslowakische Ministerpräsident Hodza setzt sich für eine Zusammenarbeit in Mittel- europa ein.

Die Hauptversammlung des Deutschen Schil­lerbundes steht im Zeichen enger Zusammen­arbeit mit der HJ.

Die siegreichen deutschen Oasenflieger wurden vom bulgarischen König empfangen.

Werder-Bremen spielte in Mannheim gegen den Badenmeister Waldhof 1:1.

Nach seinem Sieg über den „Club" schlug der Dresdner SC. auch Schalke 04.

Ein reichhaltig beschicktes Hockey-Turnier fand in der Bahr statt.

K1. bekennt sich zur klassischen Vergangenffeit

Weimar, 29. März.

Die diesjährige Hauptversammlung des Deut­schen Schillerbundes in Weimar steht im Zeichen der engen Zusammenarbeit mit der Hitler-Jugend. Obergebietsführer Cerf, der erste Mitarbeiter des Neichsjugendführers in Kultursragen, überbrachte die Grütze des Reichsjugendsührers und berichtete, datz die Hitler-Jugend bereit sei, freudigen Herzens sich für die Ziele des Schiller-Bundes einzusetzen, um die Idee des Bundes in allen Herzen lebendig zu machen. Praktisch gesehen wird sich die Mit­arbeit der Hitler-Jugend im Rahmen des Schillerbundes zunächst dahin auswirken, datz die Sieger des abgeschlossenen Reichsberufswett- kampfes in einer Stärke von 1900 Mann an den diesjährigen Festspielen teilnehmen. Außerdem hat der Reichsjugendführer in Aussicht genom­men, die diesjährigen Spiele selbst zu eröffnen, indem er zu Beginn der ersten Wochenreihe in einer grundsätzlichen Ansprache das Bekenntnis der Jugend zur klassischen Vergangenheit und insbesondere zu Goethe ablegen wird.

Slückwünftke des süffrers

an Prinz Paul und Mussolini

Berlin, 29. März

Aus Anlaß des Abschlusses des Belgrader Ab­kommens hat der Führer und Reichskanzler so­wohl dem Prinzregenten Paul von Jugoslawien als auch dem italienischen Regierungschef seine Glückwünsche durch die deutschen diplomatischen Vertreter aussprechen und dabei zum Ausdruck bringen lassen, daß der Führer in diesem Ab­kommen einen bedeutsamen Beitrag zur Festigung des europäischen Friedens erblickt.

Nekchskaffen

behalten Sflf.-veitrSge ein

Berlin, 29. März.

In Abänderung seiner bisherigen anderen Stellungnahme hat der Reichsfinanzminister sich damit einverstanden erklärt, datz mit .Wirkung vom 1. April 1937 die Beiträge der Reichsbedien­steten zur Deutschen, Arbeitsfront durch die lohn- zahlenden Kasten der Reichsverwwl-tung einbe- hulten und an die Dienststellen der DAF. abge­führt werden. Der Minister hat sich hierzu ent­schlossen, nachdem die DAF. sich bereit erklärt hat, alle Verwaltungsaobeit aus den Lohnbüros her­auszunehmen und sie durch eigene Organe (Ver­trauensmänner in den Betrieben) ausführen zu lasten. Außerdem ist eine Vergütung für die den Reichskasten verbleibende Mehrarbeit vorgesehen.

deutsche slieger bei König Saris

Sosia, 29. März

Auf dem Rückflug.nach Deutschland trafen die beiden erfolgreichen deutschen Teilnehmer am Oasen-Wettflug Hauptmann von Sternburg und Hauptmann von Blomberg in Sofia ein, wo ihnen ein herzlicher Empfang zuteil wurde. König Boris empfing die Heiden Flieger und ihren Begleiter Dr. von Salomon vom Deutschen Aero-Klub in längerer Privataudienz. Die Flie­ger setzten am Ostermontag ihren Ruckflug in Richtung Budapest fort.

Schneesturm in Vorpommern

Stettin, 29. März

Ein starker Schneesturm richtete in Vorpom­mern schwere Verheerungen an. Auf den Land­straßen mutzten viele Kraftwagen aus dem Schnee geschaufelt werden. Zahlreiche Licht- und Fern- sprechleitungen wurden zerrissen, so daß viele Orte in Vorpommern und auf Rügen ohne Strom und ohne Verbindung mit der Außenwelt waren. In Stralsund mutzte die Straßenbahn ihren Be­trieb einstellen. Der Zugverkehr war besonders durch umgelegte Telegraphenstangen und Beschä­digungen der Zjigmeldeeinrichtungen behindert. .

Kamps gegen den „Inneren sttnd"

Sitzung des bolschewistischen Zentralkomitees

Moskau, 29. März.

Die Sowjet-Presse veröffentlicht eine Rede, die Stalin aus einer in aller Heimlichkeit ein­berufenen Plenarsitzung des bolschewistischen Zentralkomitees gehalten hat. Die Rede, die sür die gegenwärtig in der Sowjetunion herr­schende Atmosphäre überaus bezeichnend ist, hat nur ein Thema: Den schonungslosen Kampf ge­gen den Feind aus den eigenen Reihen.

Stalin beginnt mit der erneuten Feststellung, datz die Staatsfeinde, Schädlinge, Spione, Mör­der, Terroristen und Attentäter „in fast alle Or­ganisationen des Sowjetstaates eingedrungen sind". Die meisten Funktionäre der Partei hätten einige Grundtatsachen der politischen Si­tuation in den letzten Jahren vergessen. Als eine dieser grundlegenden Tatbestände führt Stalin — die angebliche „kapitalistische Ein­kreisung der Sowjetunion" an. Hierbei setzt er sich in bemerkenswerten Widerspruch zu der bei jeder 'Gelegenheit verkündeten angeblichen Ideen- und Interessengemeinschaft der Sowjet­

union mit den „großen Demokraten des Westens", die bekanntlich zum Grundpfeiler fürdie bolschewistische Auslands­propaganda geworden ist. Stalin zieht es vielmehr für den inneren Gebrauch vor, die „bourgeoisen und kapitalistischen" Länder ohne Unterschied zu natürlichen Gegnern des Sowjetstaates zu erklären, „die nur die Gelegenheit abwarten, die Sowjetunion zu über­fallen, sie zu zertrümmern oder jedenfalls ihre Macht zu untergraben und sie zu schwächen". In dieser Absicht entsendet, so führt Stalin weiter aus, die feindliche Umwelt ein Heer von Spionen, Schädlingen, Terroristen usw. nach der Sowjetunion, deren willigste Werkzeuge dort die „Trotzkisten" seien.

Bei den Schandtaten des „Trotzkismus" ver­sucht Stalin noch einmal, mit diesem „feind­lichen Bruder" des Bolschewismus abzurechnen. Obwohl er betont, datz der Trotzkismus keine reale Macht mehr darstelle, keine politische Strömung mehr sei, sondern eine „prinzipien- und ideenlose Bande von Schädlingen, divergen­ten Spionen und Mördern", scheint Stalin doch die Gefahr des Trotzkismus sür das bolsche- stische Regime als enorm zu veranschlagen. Die Trotzkisten seien für den Sowjetstaat um so ge­fährlicher, als sie nicht mehr als „klassensremde" Elemente und lleberbleibsel der vernichteten

„Bourgeosie" ohne weiters erkenntlich seien, son­dern mit dem Parteiausweis in der Tasche auf­träten und damit den naiven bolschewistischen Funktionär politisch zu übertölpeln suchen!

Ferner unterzog Stalin noch den internationa­len Trotzkismus und die sogenannte „4. In­ternationale einer besonderen Polemik. Er nannte die „4. Internationale" schlechtweg die „Spionen- und Schädlings-Jnternatio- nale". Stalin schloß seine Rede mit der Aufforderung an die Partei, den Feldzug gegen den inneren Feind mit erneuter Wucht und Schonungslosigkeit wei­terzuführen und alle Gegner zu zerschmet­tern.

wieder ein Jude beauftragt

Moskau, 29. März.

Wie die Tatz amtlich mitteilt, hat der.Zentral- vollzugsausschutz der Sowjetunion zum Leiter der Bank für Industriekapital-Investierungen den Juden Lew in ernannt. Die Jndustriebank, Prombank genannt, ist eines der wichtigsten Institute im Aufbau der sowjetrussischen Schwer- und Kriegsindustrie. Lewin wurde zu diesem Zweck von seinem Posten des stellvertretenden Finanzkommissars enthoben.

Sowsekagenken überschwemmen Holland

ftussekenerregende kntiiittlungen über Waffen- und Munitionsschmuggel sür die spanischen Solschewisten

tzodza für Zusammenarbeit Mitteleuropas

Prag, 29. März.

In einem Interview gegenüber einem Presse­vertreter erklärte der tschechoslowakische Mini­sterpräsident Hodza, datz das Zusammenwirken der Staaten im Donauraum im letzten Jahr Fortschritte gemacht habe. Wir wollen, so er­klärte Hodza, indem er auf die bereits erfolgte Ausweitung des Verkehrs mit Deutschland hin­wies, ein Zusammenwirken mit Deutschland, das schon in der geographi­schen Lage und in der Länge unserer Grenzen begründet ist. Mitteleuropa soll nicht zum Ob­jekt der Großen werden, sondern ein fester Grund für positive Einstellung zu seinen großen Nach­barn. Deshalb müssen wir hier in Mitteleuropa unsere Angelegenheiten selbst in Ordnung brin­gen, sonst werden andere das besorgen, was wir versäumen. Zu der Frage einer tschechisch­deutschen Verständigung erklärte Hodza, datz er keinerlei Milde werde walten lassen, wenn sich Widerstände besonders hinsichtlich der Durch­führung der deutschen Beamtenernennungen zeigen sollten.

Sekeimnisooller kinbruch in lannes

Paris, 29. März

In Cannes wurde in dem Hotel, in dem der polnische Außenminister Oberst Beck abgestiegen war, ein geheimnisvoller Einbruch verübt. So­weit bisher bekannt ist drang ein Unbekannter mit Hilfe falscher Schlüssel in das Zimmer eines der engsten Mitarbeiter des polnischen Außen­ministers ein, öffnete mit Nachschlüsseln das Ge­päck des Betreffenden und suchte nach wichtigen Schriftstücken. Da das Zimmer dicht neben den Zimmern des Obersten liegt, kann man anneh­men, der geheimnisvolle Besuch hahe dem Zimmer des Obersten Beck gegolten.

(Ligsus Orabtwsläuog cksr Lrsmsr Leitung) rä. Amsterdam, 29. März.

„Het Nationale Dagblad" veröffentlicht auf­sehenerregende Enthüllungen üb« die unter­irdische Tätigkeit von Sowjetagenten in den Niederlanden. Die mysteriöse Gründung einer Reederei des als Erotzschiebers bekannten Juden Daniel Wolfs, die N. V. Rambon, die zum Zwecke der Munitionsversorgung der spanischen Roten erfolgt sei, habe nach Erlag des niederländischen Nichteinmischungs-Eesctzes ihre Tätigkeit ver­legt. Die Reederei des Juden Daniel Wolsf, die engsten Kontakt zum Nederlandsch Vevrach- tingskantoor unterhalte, habe niederländische Seeleute in Flugzeugen nach Kopenhagen trans­portiert, um sie als Besatzung sür sowjetspanische Munitionsdampfer zu verwenden. Die N. V. Rambon habe ferner eine stattliche Flotte sür die spanischen Volschewisten in Fahrt, Es han­dele sich hierbei im einzelnen um die Dampfer „Rambon", „Sarkani", „Warmond", „Dobesa", die unter niederländischer Flagge fahren; ferner um die Dampfer „Autom", „Anton", „Andra" und „Tinge" unter der Flagge von Panama, um den Dampfer „Elfte" unter dänischer und um den Dampfer „Prina" unter belgischer Flagge.

Es sei bezeichnend, datz ein Bruder des Juden Daniel Wolfs einen führenden Posten im Han­delsministerium in Moskau bekleide. Von den Drahtziehern Moskaus in den Niederlanden lege ein gewisser Peters en, der im Besitze der sowjetrussischen Staatsangehörigkeit sei, eine be­sonders unheilvolle Aktivität an den Tag. Dieser Petersen sei es gewesen, der in den Jahren, in denen die niederländische Handelsflotte zu einem sehr großen Teil aufgelegt war, den Verkauf der niederländischen Flotte an die Sowjetregierung

Berlin, 29, März.

Der Reichsbund der Deutschen Beamten (RDB.) e, V. erhebt von seinen sämtlichen Mit­gliedern einen monatlichen Einheitsbeitrag. Bei der Mitgliederzahl von weit über 1 Million stehen dem Reichsbund der Deutschen Beamten erhebliche Mittel zur Verfügung, Es ist von Interesse zu wissen, für welche Zwecke das Bei­tragsaufkommen verwendet und wie es verwaltet wird. Der Leiter der Zentralfinanzverwaltung des Reichsbundes der Deutschen Beamten (RDB.) e. V., .Reichshauptstellenleiter Pg. Dr. Zahn, gewährte einem Schriftleiter der NS.-Beamten- zeitung jetzt eine Unterredung, in der er interessante, die Finanzgebarung des RDB. be­leuchtende Zahlen nannte und damit die Be­deutung der einzelnen Aufgabengebiete heraus­hob.

Die Ausführungen zeigen, datz der größte Teil der Beiträge den Mitgliedern des RDB. unmittelbar wieder zufließt. Es liegt ganz im Sinne nationalsozialistischer Auffassung von Volksgemeinschaft, wenn dabei eine gewisse „E i n- kommensverschiebung" zugunsten wirtschaftlichschwacherBerufskame-

raden stattfindet. Im einzelnen erwähnte der Leiter der Zentralfinanzverwaltung, datz bei der Zentralfinanzverwaltung des Reichsbundes der Deutschen Beamten nach Abzug einiger Einzugs­gebühren und Beitragsnachlässen ein Betrag von 2,26 RM. pro Mitglied eingeht. Von diesen em-

betrieben habe. Es habe sich hier um einen g e - nau umrissenen Plan der Dritten Internationale gehandelt. Gemeinsam mit dem Makler Pierot habe Petersen als „der Mann im Hintergrund" die N. V. Rambon aufgezogen, während Daniel Wolsf Proviant­käufe und Moses Wolsf Waffen- und Munitions- käuse sür die spanischen Roten getätigt hätten. Das Anwerben der Besatzungen für die Muni­tionsdampfer sei durch Vermittlung der Transportarbeiterzentrale erfolgt. Leider müsse man die Feststellung machen, datz die Macht des Geldes der Sowjets auf der ganzen Linie gesiegt habe.

Spanischer dampfer beschaffen

Paris, 29, März,

Von französischer Seite wird gemeldet: In der Nacht zum Ostermontag wurde der spanische Dampfer „M are Caspi o", der von England mit einer 2909-Tonnen-Kohlenladung für eine französische Firma unterwegs war, innerhalb der französischen Hoheitsgewässer bei Cap Bre­ton von zwei nationalen spanischen Schaluppen gestellt, die auf ihn etwa 15 Granaten schössen. Der Dampfer wurde leck und lief an der Adonr- Mündung auf Grund. Eines der spanischen Boote, das den Namen „Ealerna" führt, nahm die „Mare Laspio" unter heftiges Maschinen­gewehrfeuer. Es wurde jedoch kein Mitglied der Besatzung verwundet.

Sowjettanks erbeutet

Salamanca, 29. März

Nachrichten von der Cordobafront besagen, datz bei den Kämpfen um Pozoblanco die natio-

gehenden 2,26 RM. pro Kopf steht dem Reichs­bund der Deutschen Beamten nur ein verhältnis­mäßig geringer Betrag frei zur Verfügung, denn es müssen allein an Prämien- für das Sterbegeld der Mitglieder, das 600 RM. beträgt, monatlich 0,99 RM, an die Ver­sicherungsgesellschaft abgeführt- werden. Für die kostenlose Herausgabe der Veamten- zeitschriften erhält der Verlag Beamten­presse monatlich einen Zuschuß von etwa 0,25 RM. pro Mitglied. Für Schulung und fach­liche Ertüchtigung der Mitglieder in Ee- meinschaftsabenden. Sommerlagern und Redner­lehrgängen sowie für Unterstützungen von Fach- kursen u. ä. ist ein Betrag von 0,10 RM. pro Kopf ausgesetzt. Für Propagandazwecke, wie Teil­nahme an Ausstellungen, Filmveranstaltungen und Tagungen werden etwa 0,05 RM. pro Kopf verausgabt.

Außerdem führt der Reichsbund der Deutschen Beamten ein großzügiges Sozialunter­stützungswerk durch, und zwar wird für Not- falluyterstlltzungen, Unterstützung für Veamten- kinder, Unterstützung für Tuberkulosekranke, Unterstützungen zu Erholungszwecken sowie Ge­währung von Rechtsschutz und Rechtshilfe, ferner für Beiträge an die NS.-Gemeinschaft „Krasi durch Freude" zwecks Lrmöglichung der Teilnahme der RDV.-Mitglieder an den Einrichtungen dieser Gemeinschaft ein Betrag von insgesamt 0,12 RM. pro Mitglied ausgegeben. Darüber hinaus be­teiligt sich der Reichsbund der Deutschen Beamten an Spenden und Zuschüssen, die der Reichsbund

nalen Truppen zwei sowjetrussische Tanks erbeu­teten. Sie machten ferner mehrere Gefangene, die zur Internationalen Brigade gehört hatten. An der Nord front überflogen nationale Flieger zahlreiche baskische Städte und warfen Flugzettel mit der Aufforderung zur Uebsrgabe und zum Anschluß an das nationale Spanien ab.

Der bolschewistische Sender in Barcelona gab eine Mitteilung der katalanischen Machthaber wieder, derzufolge die Krise in Katalonien wegen der Forderungen der Anarcho-Syndikalisten noch nicht gelöst werden konnte,

Companys beabsichtige mit seinen Freunden, eine neue Machtclique zu bilden, die nach seiner Meinung in noch höherem Matze als bisher die Unterstützung des Auslandes erhalten und von ihren bolschewistischen Gesinnungsgenossen in Valencia unabhängiger sein würde.

An der Front von Teruel haben die natio­nalen Truppen der 5, Division im Abschnitt Calamocha eine bedeutende gegnerische Stellung erobert. An der Nordfront liefen 46 Angehörige der Miliz in das Lager der Nationalisten über. An der Soria-Front wurde ein Angriff der Bol- schewisten auf den Berg Cruz unter starken Ver­lusten für den Gegner abgewiesen. An der Front von Madrid war leichtes Ärtillerie-Feuer im Gang. Auch hier sind einige Angehörige der Miliz zu den Nationalen übergelaufen.

Aus den Berichten der Uebetläufer geht her­vor, datz es zwischen einer Abteilung bolsche­wistischer Miliz und der „Mateotti"-Abteilung der Internationalen Brigade zu einem Feuer­gefecht gekommen ist, bei dem es 26 Tote gab. Die politischen Kommissionäre beider Abteilungen wurden abgesetzt und vor ein Kriegsgericht gestellt.

— ein der NSDAP. angeschlossener Verband — als Beitrag zum Aufbauwerk des Dritten Reiches leistet, Sie machen einen Betrag von weiteren 6,68 RM. aus. So liegen also von dem Beitragsaufkommen der Mitglieder schon 1,59 RM, pro Kopf fest.

Die genannten Zahlen sind dem Haushaltsplan sür das Jahr 1937 entnommen. Dieser Haus­haltsplan. der, wie alljährlich, dem Reichs­ich atzm eiste r der NSDAP. zur Ge­nehmigung vorgelegt wurde, bedeutet für die Finanzverwaltung des Reichsbunües der Deut- ichen Beamten die Richtlinie, die unbedingt das Jahr über eingehalten werden mutz.

Die Frage nach dem restlichen Beitragsauskom­men, das nach den genannten Leistungen noch verbleibt, beantwortet Pg. Dr. Zahn mit folgen­den Darlegungen über den Einsatz für die poli­tischen Aufgaben des Beamtentums: Diese Aus­gaben enthalten sämtliche Kosten sür die tech­nische Durchführung der gesamten politischen Auf­gaben des Hauptamtes für Beamte und des Reichsbundes der Deutschen Beamten, wie Be­amtenpolitik. Beamtenselbsthilfewerk, Schulungs­werk, Beamtenentschuldungswerk und die anderen Aufgaben, Die eingangs erwähnten Zahlen für Schulung, Selbsthilfewerk usw., sind tatsächlich nur die Beträge, die den Mitgliedern des RDB, wieder zufließen! Das Beitragsaufkommen der besonders genehmigten Schulungsgemeinschaften in den einzelnen Gauen deckt nur die lausenden Betriebskosten für den Unterhalt der Eauschulen bei den betreffenden Eauwaltungen des RDB.

Japaner im Kampf mit vanditen

Tokio, 29. März.

Im Nordosten Mandschukuos kam es zu Zu­sammenstößen zwischen 500 Vanditen und einer Abteilung des japanischen Heeres. Bei den Kämpfen fielen ein japanischer Hauptmann und 20 japanische Soldaten. Ueber die Verluste der Banditen liegen noch keine Nachrichten vor. Die Zusammenstöße ereigneten sich als Nachspiel eines Ueberfalles, den die Vanditen am 26. März auf die Stadt 2lan am Sungari verübt hatten. Japanische Abteilungen hatten die Verfolgung der Banditen aufgenommen, um sie zu zer­streuen.

Ein Verfahren, das zur Untersuchung gegen eine umfangreiche bolschewistische Umsturz-Orga­nisation in den Provinzen Mulden und An- tung eingeleitet worden war, fand jetzt seinen Abschluß, Mehr als 260 zum Teil hohe Beamte, Lehrer und Kaufleute wurden wegen Beteili­gung oder Billigung hochverräterischer Umtriebe in den Provinzen Mukden und Äntung kiegs- gerichtlich entweder zum Tode oder zu langen Gefängnisstrafen verurteilt.

Nun auch die Moslems ...

Die Schwierigkeiten bei der indischen Regierungsbildung

London, 29. März.

Die Regierung in Bombay gibt bekannt, nun­mehr habe auch der Führer der Mohammedaner in der Provinz Bombay sich außerstande erklären müssen, eine Regierung zu bilden. Die Moslems sind. nach der Ablehnung des „Indischen Kon­gresses", die stärkste Partei und wären somit für die Regierungsbildung in Frage gekommen. Ins­gesamt haben bereits in sechs Provinzen die Führer der Kongretz-Partei die Bildung der Re­gierung abgelehnt. Die Lage ist jetzt insofern schwierig, als die neue Verfassung am 1. April in Kraft tritt. Wenn es den Gouverneuren nicht gelingt, bis dahin die Krise zu lösen, werden sie eine Uebergangsregelung treffen müssen etwa derart, daß sie mit ihren Beamten ohne parlamentarische Billigung die Verwaltung führen. In Bombay hat der Gouverneur Mit­glieder der bei der Wahl unterlegenen Parteien aufgefordert, ihn bei der Bildung einer Regierung zu unterstützen. In .Madras hat sich der Gouverneur zu einem ähnlichen Schritt ent­schlossen.

Der Präsident der Vereinigten Staaten Roose- velt nahm Besprechungen über die Streiklage mit dem Arbeitsminister und den Parteiführern auf.

Vergwerksbrand in USA. In Krämer in Pennsylvanien ereignete sich in einer Grube der Northwestern Mining Company eine Gasexplo­sion, durch die neun Bergleute getötet wurden.

Die Belegschaft der größten ägyptischen Zucker­fabrik in Kom Ombo hat wegen Nichtbewilligung ihrer Lohn- und Arbeitszeitforderunaen die Fa­brikanlagen besetzt.

Schwere Zusammenstöße in Indien. Im Pund- schab (Vritisch-Jndien) ist es wieder zu folgen­schweren Zusammenstößen zwischen Hindus und Mohammedanern gekommen, wobei acht Personen getötet wurden.

In der chinesischen Stadt Lanchow ging ein Munitionslager in die Luft, wobei sechs Per­sonen den Tod fanden.

Verantwottungsstmk und pflichtbewußt

wie die Mitgliedsbeitrage der veamtenschast verwertet werden