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der Nationa
parteiamtliche Tageszeitung
liachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Vremen
flmtsdlatt des Senats der Zreien kjansestadt Vremen
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der nationalsozialistischen vewegung
Zu seinem öeburtstag
Am heutigen 23. März wäre Dietrich Eckart Kg Jahre alt geworden.
Mit dem Namen „Dietrich Eckart" hat der Führer „Mein Kampf" abgeschlossen und so ein bleibendes Denkmal gesetzt einem Manne, der unter den ersten war. die an die Seite des Führers traten, dessen ganzes Leben aber auch im Zeichen des Kampfes für ein neues
Unser lagesspiegel
König Leopold von Belgien ist in London eingetroffen.
Antilommunistifche Organisationen planen die Einberufung eines antibolschewistischen Weltkongresses.
Die Explosionslatastrophe in New London hat eine überraschende Aufklärung gefunden.
Reichserziehungsminister Ruft hat einen Forschungsrat gebildet.
Generaloberst von Vothmer wurde in München beigesetzt.
In Anwesenheit des SA.-Ernppensührers Vöhmcker wurde das Literarische Museum in Eutin eingeweiht.
Die Steuereinnahme« des Reiches sind in weiterem Ansteigen begrisfen.
Der bremischen Denkmalspflege erwächst in der Säuberung der Weseruser von unschönen Beschriftungen eine bedeutsame Ausgabe.
Deutschland stand. Ein unverständliches Schicksal hat es gefügt, daß er die Tage nicht mehr erleben durfte, die seinem Denken den stolzesten Sieg, seinem Namen historische Bedeutung brachten.
Ebenso wie der Führer immer und immer wieder dieses großen Mitkämpfers ehrend gedenkt, j so läßt auch die Partei keinen Erinnerungstag vergehen, ohne den Namen Dietrich Eckarts zu s rennen. Immer klarer zeichnet sich im Lichte der Dietrich-Eckart-Forschung und der parteigeschicht- / lichen Erinnerung die revolutionäre Größr dieses / deutschen Kämpfers und Denkers. Dabei wird uns '! offenbar, daß es nicht genügt, Dietrich Eckarts Schauspiele zur Aufführung zu bringen, wenn wir lein kämpferisches Wirken den Volksgenossen von heute nahebringen wollen.
Immer deutlicher tritt aus der Geschichte seines Lebens, beim Studium seiner Schriften neben den Dichter der Journalist Dietrich Eckart. Freilich, ein Journalist, der zu seiner Zeit nichts gemein hatte mit dem Journalismus von damals, denn er war
der erste kämpferische Journalist
— nicht nur aus Beruf, sondern aus Berufung.
Noch als Student, im Alter von 22 Jahren, ist Dietrich Eckart zum erstenmal journalistisch tätig
— als Lokalberichterstatter. Seitdem reißt seine unmittelbare Verbindung zur Presse niemals wieder ab 1894 finden wir ihn, von der Augsburg» Abendzeitung entsandt, bei den Bayreuther Fest- spielen. Seine „Bayreuther Briefe" glossieren in geistvoller Weise die Bühnen- und Festereignisse. 2m Jahre 1991 findet er die erste feste Anstellung in der Schristleitung der Berliner Zeitung „Der Morgen". Hier zeigt er sich zum erstenmal als Politiker. Neben seiner Arbeit für das Feuilleton des Blattes schreibt er aktuelle politische Gedichte wie „An England", „Das Volkslied von Miguel", dem damaligen Finanzminister „Waldersee", „Ehre den Reichskanzler". 2n „Utopie" befaßt er sich bereits sarkastisch mit den marxistischen Lügen vom sogenannten „Zukunfts- staat". Seine Zeitung.begann damals mit dem Abdruck eines Romans von Dietrich Eckart „Der Zeitungskönig". Dieser Roman ist nicht mehr vollständig erschienen, denn die Zeitung stellte ihr Erscheinen ein.
Die Presseprobleme der damaligen Zeit, die er in seinem „Zeitungskönig" bereits aufgegriffen hatte, beschäftigten ihn außerordentlich stark. Sein Stück „Familienväter" ist eines der wenigen dramatischen Werke der deutschen Literatur, die rn tiefer Weise die Probleme des journalistischen Wirkens behandeln. Dietrich Eckart hält dabei mit seiner Meinung nicht zurück und geißelt mit robuster Deutlichkeit jene Auffassungen von der Zeitung, die in ihr vor allem eine Kapitalsanlage und nicht eine politische und künstlerische Aufgabe sehen wollten. Er hat — noch viele Jahre vor dem Kriege — den „Allerwelts-Jour- nalisten", den farbenlosen Routiner mit Tinte und Blei, in Worten gekennzeichnet, die sür den deutschen Journalismus als dauernde Mahnung lebendig zu bleiben verdienen, weil sie zeigen daß erst mit der klaren Haltung der wirkliche Journalist beginnt. Er läßt einen Schriftleiter der so recht bürgerlichen und ge- schäftsgewandten „Universalzeitnng" u. a. sagen:
„Bei uns handelt es sich doch nicht darum, daß man etwas gegen seine Ueberzeugung schreiben muß, nein, sondern darum, daß man nichts für seine Ueberzeugung schreiben darf, niemals für
seine Ueberzeugung, denn wir sind ja unparteiisch, wir dürfen niemanden zu nahe kommen, wir müssen es mit allen zu gleicher Zeit halten, mit Hund und Katze, Wasser und Feuer, Sonne und Mond."
In jene Zeit fällt auch der Dietrich Eckart von einem Juden, Maximilian Wolf, vom Lokalanzeiger gegebene Rat: „Bei allem Talent werden Sie es nie zu etwas bringen, wenn Sie nicht vor den Juden Kotau machen." „Da könnt ihr lange warten" — das war alles, was Dietrich Eckart erwiderte. Aber es schien, als ob der Jude Wolf praktisch recht behalten sollte. Immer wieder gibt Dietrich Eckart kurze Gastrollen in Zeitnngsredaktionen. Es sind mit einer Ausnahme die einzigen festen Anstellungen seines Lebens. Dabei gerät er aber in immer schärferen persönlichen .
Segensay ;ur damaligen presse
Das trifft ihn besonders in seiner dichterischen Arbeit. So stark ist das Kesseltreiben der Berliner „Kritiker" gegen ihn, daß er zweimal sich in eigenen Broschüren gegen die Methoden wendet, mit denen die Berliner Presse ihn — offensichtlich in leiser Vorahnung, daß er später einmal der Erste einer neuen Epoche des Journalismus werden sollte — schlechtzumachen versuchte. Seine Auffassungen über die Theaterkritik» in der Zeitung entbehren heute nicht einer gewissen Aktualität. Er schreibt in der zweiten dieser Schriften u. a.:
„Hat man es in einem Rechtsstaat schon erlebt, daß jemand vor Gericht verurteilt worden wäre, ohne dort zu Wort gekommen zu sein? Oder auch nur, daß er sich vor einem anderen Tribunal hätte verteidigen müssen, als vor welchem die Anklage vertreten worden war? Nein. Noch immer durfte der Beschuldigte zu seiner Entlastung vorbringen, was er nur konnte, und durfte es an derselben Stelle, wo der Ankläger gesprochen hatte, sofort nach diesem. Wenn einer ein Theaterstück geschrieben oder, wie es bezeichnenderweise nicht selten heißt, „verbrochen" hat und bringt es zur Aufführung, so sieht auch er sich augenblicks als Angeklagter vor ein Tribunal gestellt. Als Ankläger entpuppt sich der Zeitungskritiker, und dessen Leser sind der Gerichtshof, welcher über das Wohl und Wehe des Delinquenten letzterdings die Entscheidung trifft.""
In den „Familienvätern" hatte er sicki andererseits in positiver Form zu der außerordentlichen Bedeutung bekannt, die die Zeitung'für den jungen Künstler besitzen kann, wenn verständnisvolle Journalisten in ihr wirken. Er schrieb da u; a.: „Und was „Die öffentliche Meinung" betrifft: Wenn sie es nur einigermaßen mit ihrem Gewissen vereinbaren können, so loben sie! Verstanden? Man muß die jungen Talente unterstützen und fördern, soweit es nur geht. Das ist die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Presse."
Ebenso wie der Führer es von sich selbst schildert, so wurden auch bei Dietrich Eckard die Tage der Revolution zu den entscheidenden seines Lebens. Auch für den Journalisten Dietrich
Eckart. Hat die Arbeit für Zeitungen, die Sorge und die Verbitterung über die Presse der damaligen Zeit die ganzen Schaffensjahre durchzogen jetzt tritt
die politisK-pudlizisrische rSNgkeil
völlig in den Vordergrund von Dietrich Eckarts Leben und Kampf. Aus dem sarkastischen Kritiker der Pressezuftände wird nun der erste kämpferisch e I o u r n « l i st eines neuen Deutschlands. Kaum ein Monat ist seit der Revolte vergangen, da tritt Dietrich Eckart erstmals auf den Plan. „Auf gut deutsch!" — so heißt sein Kampfblatt, das wöchentlich erscheint und in dem fast ausschließlich er allein die Feder ins Feld führt gegen die Lllgenparolen der damaligen Zeit. Ueber sein damaliges Beginnen schreibt er später einmal: „Als Eisner auf den Plan trat, duldete es mich nicht mehr in meiner beschaulichen Dichterstube: es war mir, als hörte ich unablässig den Notruf: „Burschen heraus! Und so griff ich zu, ohne viel zu fragen, ob ich auch würde durchholten können."
Und den tiefen sittlichen Ernst: den er mit seiner journalistischen Arbeit verband und der uns nationalsozialistischen Journalisten sein besonderes Vermächtnis ist, kennzeichnete er mit den wunderbaren Worten: „Goethe schrieb einmal, es sei keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt habe; und vielleicht ist es mein Bedürfnis, alle Dinge im Zusammenhang mit dem Weltganzen, d. h. eben respektvoll zu betrachten, woraus mir als Tagesschriftsteller soundso oft die größten Schwierigkeiten erwachsen." An anderer Stelle: „Wenn nicht das Innere spricht, lieber schweigen als flunkern."
In packender Sprache, mit durchschlagenden Argumenten, führt Dietrich Eckart Woche für Woche seine Zeitschrift im Kampf gegen Juden und Noveinberverbrecher ins Feld. Er nimmt den Streit aus gegen die jüdisch-marxistische Presse. Keine Ausgabe von „Auf gut deutsch", in der er nicht seinen „Kollegen" von einst die Meinung sagt, mit einer Deutlichkeit, die nichts zu wünschen übrigläßt. Er steht als echter, geborener Journalist dabei mit beiden Beinen im Tageskampf. Seine wöchentlichen Artikel sind Meisterstücke einer kämpferischen Feder. Man merkt ihnen direkt an, wie Dietrich Eckart — damals schon über 59 Jahre alt — hier im politisch-publizistischen Kampf seine vielleicht mit stärkste Begabung entdeckt hat und sich ihrer freut, indem er, aus dem Vollen schöpfend, sie einsetzt für neue große Ideen. Eckart trägt sich bereits mit dem Gedanken des Ausbaues seiner Zeitschrift zu einer Tageszeitung, einer „Zeitung, für das werktätige Volk", die „Mittendurch" heißen soll. Der Plan ließ sich nicht verwirklichen. Bedeutungsvoll an ihm ist aber die Tatsache, daß Dietrich Eckart damals offensichtlich bereits der Gedanke der politischen Volks zeitung vorschwebte, der „die breiten Massen erfassenden völkischen Zeitung", wie der Führer im Jahre 1921 den nationalsozialistischen Zeitungstyp bezeichnet hat, der heute in der Parteipresse, den politischen Massenzeitungen des deutschen Volkes, Gestalt gewonnen hat. lFortsetzung auf Seite 2)
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K. K4U. Bremen, 23. März.
„. . . und nun steht ihr", so redete der „Schulmeister von gestern" im Rahmen früherer Schulentlassungsfeiern den Scheidenden ins Gewissen, „an einem Wendepunkt eures Lebens. Hinter euch liegt das sonnige Land einer ungetrübt-heiteren Kindheit, das Feld unwiederbringlicher Sorglosigkeit, vor euch strebt der Weg, den ihr nun allein wandern müßt", plötzlich steil in die Höhe. Der Kampf ums Dasein steht euch bevor, der Kampf mit allen seinen wachsenden Gefahren, seinen wechselnden Fronten, seinen heftigen Schicksalsschlägen. Ungeduldig, wenn auch erwartungsfroh stoßt ihr das Tor der Zukunft aus. Noch zeigt sich euch die Welt im Licht schmeichelnder Phantasie, und doch: Bald werdet ihr erkennen, wieviel ihr mit dem heutigen Tag verloren habt! Denn der
stnllkommunistischtr Weltkongreß
öemeinsamer Kampf aller Natioyen gegen den bolschewistischen Weltfeind
Newyork, 22. März.
Der Schwede Nils von Bahr, der zum Generalsekretär des Organisationsbüros sür den Ersten Antikommunistischen Weltkongreß bestellt wurde, hat der Associated Preß jolgende Erklärung gegeben:
Auf Anregung zahlreicher antikommunistischer Organisationen verschiedener Länder kam im letzten Herbst eine vertrauliche antikommunistische Konserenz zustande, an der 44 Vertreter aus 29 Ländern und drei Erdteilen teilnahmen. Die Delegierten trugen in einzelnen Fällen offiziösen Charakter, im übrigen waren es Bevollmächtigte von antikommunistischen Vereinigungen verschiedener Art aus den betreffenden Staaten. Genannt seien beispiesweise die „Entente Internationale contre la Jllieme Internationale" in Genf, das „Institut zur wissenschaftlichen Erforschung des Kommunismus" in Warschau und der Eesamtoerband deutscher antikommunistischer Vereinigungen e. V. „Antikomintern" in Berlin. Aus der Konferenz wurde die seit dem 7. Weltkongreß in Moskau verstärkte Wühlarbeit der Komintern in den verschiedenen Ländern klargelegt, und es wurden Borschläge eingebracht und Beschlüsse darüber gefaßt, wie dieser Zersetzungsarbeit am besten und wirksamsten auf geistig-moralischem Gebiet begegnet werden könnte, um sie zunichte zu machen.
Im Zusammenhang damit beschloß die Konferenz, sich als Jinitiatiogruppe zur Durchführung eines Antikommunistischen Weltkongresses zu betrachten. Die Konserenz hat es als dringend erkannt, einen solchen Weltkongreß zusammenzubc- rusen, der dem geistigen Kamps gegen den roten Weltseind in aller Oefsentlichkeit einen neuen und starken Impuls verleihen soll. Die Konferenz hat weiterhin einstimmig beschlossen, zur Vorbereitung und Durchführung des Weltkongresses ein internationales Büro einzusetzen. Ich wurde als schwedischer Teilnehmer zum Generalsekretär dieses Büros bestellt.
Das Büro tritt von Zeit zu Zeit, so wie es die Vorbereitungsarbeiten erfordern, in verschiedenen Ländern zusammen. Das Organisations
büro hat somit einen klaren internationalen und unabhängigen Charakter, sowohl in bezug auf die Zusammensetzung als auch bezüglich seiner Tätigkeit und Zielsetzung.
Als vorbereitende Arbeit ist eine aus breitester Grundlage organisierte Aufklärüngstätigkeit durch Bücher, Broschüren, Vortrage, Ausstellungen, Filme usw. geleistet worden. An Hand von authentischem Beweismaterial soll die Eesahr der kommunistischen Wühlarbeit in all ihren Phasen und Tarnungen als die größte Bedrohung der Kultur, des Friedens und der nationalen Wohlfahrt und Freiheit aller Völker klargelegt werden.
In dieser Hinsicht dient das Büro als eine Art von Clearing st eile, wo das Material und die Erfahrungen der verschiedenen nationalen Kampforganisationen, die die Vorbereitungsarbeiten sür den Kongreß betreffen, gesichtet und zum Austausch gebracht werden sollen. Auf das bestimmteste möchte ich zum Ausdruck bringen, daß sich das Organisationsbüro hierbei lediglich als ein vermittelndes Glied betrachtet und selbstredend auch nicht im entferntesten daran denkt, sich direkt oder indirekt in die inneren Angelegenheiten der einzelnen Länder einzumischen. So Ruß auch der Kampf gegen den Kommunismus in den einzelnen Ländern individuell und verschiedenartig geführt werden. Das hindert jedoch nicht eine ebenso freie wie enge Zusammenarbeit und die gegenseitige Förderung der antikommunistischen Aufklärungsarbeit.
Die koinmunistisch-bolschewistischen Lehren sind ein Eist, das den Staatskörper, in den es eindringt, aufzulockern und schließlich zu zerstören droht. Es gilt daher, die Wirkung dieses Gistcs zu erforschen und zu paralysieren, Mittel und Wege zu finden, wie man sich rechtzeitig dagegen schützen kann.
Dies bildet sozusagen die erste Etappe unserer Tätigkeit zur Vorbereitung des Kongresses, bei der wir gegenseitig Fühlung nehmen, um unter möglichst allen antikommunistischen Organisationen der Welt eine Verbindung herzustellen. Hieraus erwächst die zweite Etappe, die darin besteht,
den Ersten Antikommunistischen Weltkongreß unmittelbar und konkret vorzubereiten, dessen Aufgaben^ klarzulegen, die Vertreter aller Gruppen und Schichten in jedem Land zu gewinnen, um so der Weltbewegung gegen die zerstörenden Pläne der Kominrern und ihrer Helfershelfer ein festes Ziel und einen großen Rahmen zu geben.
Wann und wo dieser Antikommunistische Weltkongreß stattfinden soll, steht noch nichi fest. Die Beteiligung an ihm muß so umfassend sein, daß er wirklich die Weltmeinung und deren Protest gegen die Umsturzarbeit der Komintern eindeutig zum Ausdruck bringt. Der Kongreß soll das.Tribunal werden, vor dem die bolschewistischen Welt- verschwörer abgeurteilt werden; er soll den Weg weisen und die Bahn frei machen für einen wahrhaft wirkungsvollen Äbwehrkampf. Somit bildet der Weltkongreß selbst den Auftakt zur dritten Etappe, zu einer immer intimeren und umfassenderen internationalen Zusammenarbeit im Kampfe gegen den Bolschewismus.
Es kann in diesem Kampfe, den die Komintern und ihre Drahtzieher und Bundesgenossen veranlaßt und angefangen haben, nur ein Entweder- oder, nur ein Für oder ein Wider geben. Wer da glaubt, daß dieser Kampf durch ein Kompromiß beigelegt werden könnte, der kennt nicht das weltrevolutionäre und kriminelle Wesen des Bolschewismus. Wer sich hier einer Täuschung hingibt, wird selber zum unfreiwilligen Wegbereiter und Steigbügelhalter des Bolschewismus. Der Standpunkt einer bequemen „Neutralität" muß vor allen Dingen überwunden werden, wenn die Welt wieder gesunden soll und wenn zwischen den einzelnen Völkern und Ländern wieder volles gegenseitiges Vertrauen und eine fruchtbringende Zusammenarbeit zustande kommen soll.
Der Kamps, um den es sich handelt, ist keineswegs ein Kamps zwischen zwei Ideologien. Es ist vielmehr ein Kamps gegen Zersetzung, Gottlosigkeit, Terror und Umsturz, gegen Bürgerkrieg und Roten Imperialismus — ein Kamps für Glauben, Ordnung und Recht, Gerechtigkeit, Verständigung und Frieden. Das sind die Ideale, denen wir bei unserem Kämpfe gegen den Bolschewismus zu dienen bestrebt sein wollen.
Ernst des Lebens tritt nun ohne Zögern an euch heran, der Ernst, von dem ihr bisher so wenig spürtet, weil eure Eltern die schwersten Sorgen nicht mit euch teilen konnten ... Welt und Mensch sind nicht so, wie euer Glaube sie euch jetzt noch sehen läßt; mit der Wahrheit über ihr innerstes Wesen lassen auch die ersten Enttäuschungen nicht lange auf sich warten! Ohne euer Zutun, ja gegen eurqn Willen eilen von heute an die Wochen, Monate und Jahre heran, in denen ihr euch der entschwundenen Kindheit nicht ohne Wehmut als der glücklichsten Zeit des Lebens erinnern werdet . . .!"
Diese und ähnliche Worte, die auf das Kommende „vorbereiten" sollten, klingen wohl uns Aelteren noch in den Ohren. Sprach aus ihnen wirklich die Erfahrung? Nun, die hier skizzierte „Psychologie" sollte sich erst später als falsch erweisen, doch schon damals fühlten wir mit jenen Wendungen uns durchaus nicht emporgehoben zu den Höhen der B e g e i st e r u n g und der Lebensfreude, die nicht in uns zum Schweigen zu bringen waren. Auch die tiefernste Miene des uns innerlich fremd gebliebenen Schulmeisters (selbstverständlich: es gab auch Ausnahmen!) vermochte uns nicht irre zu machen. Aber wir wollen nicht den Stab über Personen brechen, sondern den Pessimismus einer morschen Zeit, der aus ihnen sprach, kennzeichnen. Vor allem wollen wir uns vor Augen halten, daß erst die nationalsozialistische Revolution die Voraussetzung für den Geist geschaffen hat, von dem heute die Worte des Lehrers an die abgehenden Schüler getragen sein können. Geben wir deshalb dem nationalsozialistischen Schulmann das Wort:
„Ihr Scheidenden habt nun einen Lebensabschnitt beendet und tretet mit frischem Mut in die Gemeinschaft der Schaffenden ein, der ihr für alle Zeiten verbunden bleiben sollt. Die Gestaltung eurer Zukunft liegt von heute ab mehr als bisher in eurer eigenen Hand. Ihr seid der Volksgemeinschaft gegenüber — vielleicht spornt euch gerade dies so tatenfreudig zu Leistungen an — jetzt unmittelbar verantwortlich, und es wird sich zeigen, daß eure Kräfte im Dien st an der Nation zum Wohle des Ganzen und damit auch zu eurem eigenen Wohle wachsen. Ja, zu eurem eigenen Wohl und Glück, denn das Tiefste und Schönste, das euch das Leben bieten kann, liegtn,och vor euch. Die Mitarbeit am Aufbauwerk des Führers wird euch im erhebenden Bewußtsein, einem geeinten, ehr- liebenden, opferbereiten Volk anzugehören, reich und stark und widerstandsfähig machen. Möglich, daß den einen oder den anderen unter euch das Schicksal nicht mit Seiden- handschuhen anfassen wird. Doch ihr seid bereits in jungen Jahren gewohnt, euch nach dem Vorbild des unbeugsamen Kämpfers auszurichten, ihr denkt gar nicht daran, zu kapitulieren . . . Nicht lastet mehr die Arbeitslosigkeit, die so vielen früheren Jahrgängen den Weg in das Berufsleben ver-