Ausgabe 
(23.3.1937) Nr. 81
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der Nationa

parteiamtliche Tageszeitung

liachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Vremen

flmtsdlatt des Senats der Zreien kjansestadt Vremen

Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezug: NM. 2.38 einschl. Zustellgebühr: durch die Post RM. 2.30 eirnch^52,64Pf.Uberwelsungsgebühr,ausschl.Postbestellgeld. Bezugspreis istim voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 1/2 «2. Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch ausErstattung oderErsatz. NS.-Gauverlag Wcscr-Ems G. m. b. H., Bremen. Gieren 8/8 / Fernsprecher: 841 21 und 51115.

Nr. Sl / 7. lalirgcmg

Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstatchalters in Oldenburg und Dremen

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der nationalsozialistischen vewegung

Zu seinem öeburtstag

Am heutigen 23. März wäre Dietrich Eckart Kg Jahre alt geworden.

Mit dem NamenDietrich Eckart" hat der FührerMein Kampf" abgeschlossen und so ein bleibendes Denkmal gesetzt einem Manne, der unter den ersten war. die an die Seite des Füh­rers traten, dessen ganzes Leben aber auch im Zeichen des Kampfes für ein neues

Unser lagesspiegel

König Leopold von Belgien ist in London eingetroffen.

Antilommunistifche Organisationen planen die Einberufung eines antibolschewistischen Weltkongresses.

Die Explosionslatastrophe in New London hat eine überraschende Aufklärung gefunden.

Reichserziehungsminister Ruft hat einen Forschungsrat gebildet.

Generaloberst von Vothmer wurde in Mün­chen beigesetzt.

In Anwesenheit des SA.-Ernppensührers Vöhmcker wurde das Literarische Museum in Eutin eingeweiht.

Die Steuereinnahme« des Reiches sind in weiterem Ansteigen begrisfen.

Der bremischen Denkmalspflege erwächst in der Säuberung der Weseruser von unschönen Beschriftungen eine bedeutsame Ausgabe.

Deutschland stand. Ein unverständliches Schicksal hat es gefügt, daß er die Tage nicht mehr erleben durfte, die seinem Denken den stolzesten Sieg, seinem Namen historische Bedeutung brachten.

Ebenso wie der Führer immer und immer wieder dieses großen Mitkämpfers ehrend gedenkt, j so läßt auch die Partei keinen Erinnerungstag vergehen, ohne den Namen Dietrich Eckarts zu s rennen. Immer klarer zeichnet sich im Lichte der Dietrich-Eckart-Forschung und der parteigeschicht- / lichen Erinnerung die revolutionäre Größr dieses / deutschen Kämpfers und Denkers. Dabei wird uns '! offenbar, daß es nicht genügt, Dietrich Eckarts Schauspiele zur Aufführung zu bringen, wenn wir lein kämpferisches Wirken den Volksgenossen von heute nahebringen wollen.

Immer deutlicher tritt aus der Geschichte seines Lebens, beim Studium seiner Schriften neben den Dichter der Journalist Dietrich Eckart. Freilich, ein Journalist, der zu seiner Zeit nichts gemein hatte mit dem Journalismus von damals, denn er war

der erste kämpferische Journalist

nicht nur aus Beruf, sondern aus Be­rufung.

Noch als Student, im Alter von 22 Jahren, ist Dietrich Eckart zum erstenmal journalistisch tätig

als Lokalberichterstatter. Seitdem reißt seine unmittelbare Verbindung zur Presse niemals wie­der ab 1894 finden wir ihn, von der Augsburg» Abendzeitung entsandt, bei den Bayreuther Fest- spielen. SeineBayreuther Briefe" glossieren in geistvoller Weise die Bühnen- und Festereignisse. 2m Jahre 1991 findet er die erste feste Anstellung in der Schristleitung der Berliner ZeitungDer Morgen". Hier zeigt er sich zum erstenmal als Politiker. Neben seiner Arbeit für das Feuilleton des Blattes schreibt er aktuelle poli­tische Gedichte wieAn England",Das Volkslied von Miguel", dem damaligen Finanzminister Waldersee",Ehre den Reichskanzler". 2n Utopie" befaßt er sich bereits sarkastisch mit den marxistischen Lügen vom sogenanntenZukunfts- staat". Seine Zeitung.begann damals mit dem Abdruck eines Romans von Dietrich EckartDer Zeitungskönig". Dieser Roman ist nicht mehr voll­ständig erschienen, denn die Zeitung stellte ihr Erscheinen ein.

Die Presseprobleme der damaligen Zeit, die er in seinemZeitungskönig" bereits aufgegriffen hatte, beschäftigten ihn außerordentlich stark. Sein StückFamilienväter" ist eines der wenigen dra­matischen Werke der deutschen Literatur, die rn tiefer Weise die Probleme des journalistischen Wirkens behandeln. Dietrich Eckart hält dabei mit seiner Meinung nicht zurück und geißelt mit robuster Deutlichkeit jene Auffassungen von der Zeitung, die in ihr vor allem eine Kapitals­anlage und nicht eine politische und künstlerische Aufgabe sehen wollten. Er hat noch viele Jahre vor dem Kriege denAllerwelts-Jour- nalisten", den farbenlosen Routiner mit Tinte und Blei, in Worten gekennzeichnet, die sür den deutschen Journalismus als dauernde Mahnung lebendig zu bleiben verdienen, weil sie zeigen daß erst mit der klaren Haltung der wirkliche Journalist beginnt. Er läßt einen Schriftleiter der so recht bürgerlichen und ge- schäftsgewandtenUniversalzeitnng" u. a. sagen:

Bei uns handelt es sich doch nicht darum, daß man etwas gegen seine Ueberzeugung schreiben muß, nein, sondern darum, daß man nichts für seine Ueberzeugung schreiben darf, niemals für

seine Ueberzeugung, denn wir sind ja unparteiisch, wir dürfen niemanden zu nahe kommen, wir müssen es mit allen zu gleicher Zeit halten, mit Hund und Katze, Wasser und Feuer, Sonne und Mond."

In jene Zeit fällt auch der Dietrich Eckart von einem Juden, Maximilian Wolf, vom Lokal­anzeiger gegebene Rat:Bei allem Talent wer­den Sie es nie zu etwas bringen, wenn Sie nicht vor den Juden Kotau machen."Da könnt ihr lange warten" das war alles, was Dietrich Eckart erwiderte. Aber es schien, als ob der Jude Wolf praktisch recht behalten sollte. Immer wieder gibt Dietrich Eckart kurze Gast­rollen in Zeitnngsredaktionen. Es sind mit einer Ausnahme die einzigen festen Anstellungen seines Lebens. Dabei gerät er aber in immer schärfe­ren persönlichen .

Segensay ;ur damaligen presse

Das trifft ihn besonders in seiner dichterischen Arbeit. So stark ist das Kesseltreiben der Ber­linerKritiker" gegen ihn, daß er zweimal sich in eigenen Broschüren gegen die Methoden wen­det, mit denen die Berliner Presse ihn offen­sichtlich in leiser Vorahnung, daß er später ein­mal der Erste einer neuen Epoche des Journalis­mus werden sollte schlechtzumachen versuchte. Seine Auffassungen über die Theaterkritik» in der Zeitung entbehren heute nicht einer gewissen Aktualität. Er schreibt in der zweiten dieser Schriften u. a.:

Hat man es in einem Rechtsstaat schon erlebt, daß jemand vor Gericht verurteilt worden wäre, ohne dort zu Wort gekommen zu sein? Oder auch nur, daß er sich vor einem anderen Tribunal hätte verteidigen müssen, als vor welchem die Anklage vertreten worden war? Nein. Noch im­mer durfte der Beschuldigte zu seiner Entlastung vorbringen, was er nur konnte, und durfte es an derselben Stelle, wo der Ankläger gesprochen hatte, sofort nach diesem. Wenn einer ein The­aterstück geschrieben oder, wie es bezeichnender­weise nicht selten heißt,verbrochen" hat und bringt es zur Aufführung, so sieht auch er sich augenblicks als Angeklagter vor ein Tribunal gestellt. Als Ankläger entpuppt sich der Zeitungs­kritiker, und dessen Leser sind der Gerichtshof, welcher über das Wohl und Wehe des Delin­quenten letzterdings die Entscheidung trifft.""

In denFamilienvätern" hatte er sicki anderer­seits in positiver Form zu der außerordent­lichen Bedeutung bekannt, die die Zeitung'für den jungen Künstler besitzen kann, wenn ver­ständnisvolle Journalisten in ihr wirken. Er schrieb da u; a.:Und wasDie öffentliche Mei­nung" betrifft: Wenn sie es nur einigermaßen mit ihrem Gewissen vereinbaren können, so loben sie! Verstanden? Man muß die jungen Talente unterstützen und fördern, soweit es nur geht. Das ist die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Presse."

Ebenso wie der Führer es von sich selbst schil­dert, so wurden auch bei Dietrich Eckard die Tage der Revolution zu den entscheidenden seines Le­bens. Auch für den Journalisten Dietrich

Eckart. Hat die Arbeit für Zeitungen, die Sorge und die Verbitterung über die Presse der dama­ligen Zeit die ganzen Schaffensjahre durchzogen jetzt tritt

die politisK-pudlizisrische rSNgkeil

völlig in den Vordergrund von Dietrich Eckarts Leben und Kampf. Aus dem sarkastischen Kritiker der Pressezuftände wird nun der erste kämpfe­risch e I o u r n « l i st eines neuen Deutschlands. Kaum ein Monat ist seit der Revolte vergangen, da tritt Dietrich Eckart erstmals auf den Plan. Auf gut deutsch!" so heißt sein Kampf­blatt, das wöchentlich erscheint und in dem fast ausschließlich er allein die Feder ins Feld führt gegen die Lllgenparolen der damaligen Zeit. Ueber sein damaliges Beginnen schreibt er später einmal:Als Eisner auf den Plan trat, duldete es mich nicht mehr in meiner beschaulichen Dich­terstube: es war mir, als hörte ich unablässig den Notruf:Burschen heraus! Und so griff ich zu, ohne viel zu fragen, ob ich auch würde durchholten können."

Und den tiefen sittlichen Ernst: den er mit seiner journalistischen Arbeit verband und der uns nationalsozialistischen Journalisten sein be­sonderes Vermächtnis ist, kennzeichnete er mit den wunderbaren Worten:Goethe schrieb ein­mal, es sei keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt habe; und vielleicht ist es mein Bedürfnis, alle Dinge im Zusammen­hang mit dem Weltganzen, d. h. eben respekt­voll zu betrachten, woraus mir als Tages­schriftsteller soundso oft die größten Schwierig­keiten erwachsen." An anderer Stelle:Wenn nicht das Innere spricht, lieber schweigen als flunkern."

In packender Sprache, mit durchschlagenden Ar­gumenten, führt Dietrich Eckart Woche für Woche seine Zeitschrift im Kampf gegen Juden und Noveinberverbrecher ins Feld. Er nimmt den Streit aus gegen die jüdisch-marxistische Presse. Keine Ausgabe vonAuf gut deutsch", in der er nicht seinenKollegen" von einst die Meinung sagt, mit einer Deutlichkeit, die nichts zu wünschen übrigläßt. Er steht als echter, geborener Jour­nalist dabei mit beiden Beinen im Tageskampf. Seine wöchentlichen Artikel sind Meisterstücke einer kämpferischen Feder. Man merkt ihnen direkt an, wie Dietrich Eckart damals schon über 59 Jahre alt hier im politisch-publizisti­schen Kampf seine vielleicht mit stärkste Begabung entdeckt hat und sich ihrer freut, indem er, aus dem Vollen schöpfend, sie einsetzt für neue große Ideen. Eckart trägt sich bereits mit dem Ge­danken des Ausbaues seiner Zeitschrift zu einer Tageszeitung, einerZeitung, für das werktätige Volk", dieMittendurch" heißen soll. Der Plan ließ sich nicht verwirklichen. Bedeutungsvoll an ihm ist aber die Tatsache, daß Dietrich Eckart da­mals offensichtlich bereits der Gedanke der politi­schen Volks zeitung vorschwebte, derdie brei­ten Massen erfassenden völkischen Zeitung", wie der Führer im Jahre 1921 den nationalsozialisti­schen Zeitungstyp bezeichnet hat, der heute in der Parteipresse, den politischen Massenzeitungen des deutschen Volkes, Gestalt gewonnen hat. lFortsetzung auf Seite 2)

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K. K4U. Bremen, 23. März.

. . . und nun steht ihr", so redete der Schulmeister von gestern" im Rahmen frü­herer Schulentlassungsfeiern den Scheiden­den ins Gewissen,an einem Wendepunkt eures Lebens. Hinter euch liegt das sonnige Land einer ungetrübt-heiteren Kindheit, das Feld unwiederbringlicher Sorglosigkeit, vor euch strebt der Weg, den ihr nun allein wan­dern müßt", plötzlich steil in die Höhe. Der Kampf ums Dasein steht euch bevor, der Kampf mit allen seinen wachsenden Gefah­ren, seinen wechselnden Fronten, seinen hef­tigen Schicksalsschlägen. Ungeduldig, wenn auch erwartungsfroh stoßt ihr das Tor der Zukunft aus. Noch zeigt sich euch die Welt im Licht schmeichelnder Phantasie, und doch: Bald werdet ihr erkennen, wieviel ihr mit dem heutigen Tag verloren habt! Denn der

stnllkommunistischtr Weltkongreß

öemeinsamer Kampf aller Natioyen gegen den bolschewistischen Weltfeind

Newyork, 22. März.

Der Schwede Nils von Bahr, der zum General­sekretär des Organisationsbüros sür den Ersten Antikommunistischen Weltkongreß bestellt wurde, hat der Associated Preß jolgende Erklärung ge­geben:

Auf Anregung zahlreicher antikommunistischer Organisationen verschiedener Länder kam im letz­ten Herbst eine vertrauliche antikommunistische Konserenz zustande, an der 44 Vertreter aus 29 Ländern und drei Erdteilen teilnahmen. Die De­legierten trugen in einzelnen Fällen offiziösen Charakter, im übrigen waren es Bevollmächtigte von antikommunistischen Vereinigungen verschie­dener Art aus den betreffenden Staaten. Ge­nannt seien beispiesweise dieEntente Inter­nationale contre la Jllieme Internationale" in Genf, dasInstitut zur wissenschaftlichen Erfor­schung des Kommunismus" in Warschau und der Eesamtoerband deutscher antikommunistischer Ver­einigungen e. V.Antikomintern" in Berlin. Aus der Konferenz wurde die seit dem 7. Weltkongreß in Moskau verstärkte Wühlarbeit der Komintern in den verschiedenen Ländern klargelegt, und es wurden Borschläge eingebracht und Beschlüsse darüber gefaßt, wie dieser Zersetzungsarbeit am besten und wirksamsten auf geistig-moralischem Gebiet begegnet werden könnte, um sie zunichte zu machen.

Im Zusammenhang damit beschloß die Konfe­renz, sich als Jinitiatiogruppe zur Durchführung eines Antikommunistischen Weltkongresses zu be­trachten. Die Konserenz hat es als dringend er­kannt, einen solchen Weltkongreß zusammenzubc- rusen, der dem geistigen Kamps gegen den roten Weltseind in aller Oefsentlichkeit einen neuen und starken Impuls verleihen soll. Die Konfe­renz hat weiterhin einstimmig beschlossen, zur Vorbereitung und Durchführung des Weltkon­gresses ein internationales Büro einzusetzen. Ich wurde als schwedischer Teilnehmer zum General­sekretär dieses Büros bestellt.

Das Büro tritt von Zeit zu Zeit, so wie es die Vorbereitungsarbeiten erfordern, in verschie­denen Ländern zusammen. Das Organisations­

büro hat somit einen klaren internationa­len und unabhängigen Charakter, sowohl in bezug auf die Zusammensetzung als auch bezüglich seiner Tätigkeit und Zielsetzung.

Als vorbereitende Arbeit ist eine aus breitester Grundlage organisierte Aufklärüngstätigkeit durch Bücher, Broschüren, Vortrage, Ausstellungen, Filme usw. geleistet worden. An Hand von au­thentischem Beweismaterial soll die Eesahr der kommunistischen Wühlarbeit in all ihren Phasen und Tarnungen als die größte Bedrohung der Kul­tur, des Friedens und der nationalen Wohlfahrt und Freiheit aller Völker klargelegt werden.

In dieser Hinsicht dient das Büro als eine Art von Clearing st eile, wo das Material und die Erfahrungen der verschiedenen nationa­len Kampforganisationen, die die Vorbereitungs­arbeiten sür den Kongreß betreffen, gesichtet und zum Austausch gebracht werden sollen. Auf das bestimmteste möchte ich zum Ausdruck bringen, daß sich das Organisationsbüro hierbei lediglich als ein vermittelndes Glied betrachtet und selbstredend auch nicht im entferntesten daran denkt, sich direkt oder indirekt in die inneren An­gelegenheiten der einzelnen Länder einzumischen. So Ruß auch der Kampf gegen den Kom­munismus in den einzelnen Ländern indi­viduell und verschiedenartig geführt werden. Das hindert jedoch nicht eine ebenso freie wie enge Zusammenarbeit und die gegen­seitige Förderung der antikommunistischen Auf­klärungsarbeit.

Die koinmunistisch-bolschewistischen Lehren sind ein Eist, das den Staatskörper, in den es ein­dringt, aufzulockern und schließlich zu zerstören droht. Es gilt daher, die Wirkung dieses Gistcs zu erforschen und zu paralysieren, Mittel und Wege zu finden, wie man sich rechtzeitig dagegen schützen kann.

Dies bildet sozusagen die erste Etappe unserer Tätigkeit zur Vorbereitung des Kongresses, bei der wir gegenseitig Fühlung nehmen, um unter möglichst allen antikommunistischen Organisatio­nen der Welt eine Verbindung herzustellen. Hier­aus erwächst die zweite Etappe, die darin besteht,

den Ersten Antikommunistischen Weltkongreß un­mittelbar und konkret vorzubereiten, dessen Auf­gaben^ klarzulegen, die Vertreter aller Gruppen und Schichten in jedem Land zu gewinnen, um so der Weltbewegung gegen die zerstörenden Pläne der Kominrern und ihrer Helfershelfer ein festes Ziel und einen großen Rahmen zu geben.

Wann und wo dieser Antikommunistische Welt­kongreß stattfinden soll, steht noch nichi fest. Die Beteiligung an ihm muß so umfassend sein, daß er wirklich die Weltmeinung und deren Protest gegen die Umsturzarbeit der Komintern eindeutig zum Ausdruck bringt. Der Kongreß soll das.Tri­bunal werden, vor dem die bolschewistischen Welt- verschwörer abgeurteilt werden; er soll den Weg weisen und die Bahn frei machen für einen wahr­haft wirkungsvollen Äbwehrkampf. Somit bildet der Weltkongreß selbst den Auftakt zur dritten Etappe, zu einer immer intimeren und umfassen­deren internationalen Zusammenarbeit im Kampfe gegen den Bolschewismus.

Es kann in diesem Kampfe, den die Komintern und ihre Drahtzieher und Bundesgenossen ver­anlaßt und angefangen haben, nur ein Entweder- oder, nur ein Für oder ein Wider geben. Wer da glaubt, daß dieser Kampf durch ein Kompro­miß beigelegt werden könnte, der kennt nicht das weltrevolutionäre und kriminelle Wesen des Bol­schewismus. Wer sich hier einer Täuschung hin­gibt, wird selber zum unfreiwilligen Wegbereiter und Steigbügelhalter des Bolschewismus. Der Standpunkt einer bequemenNeutralität" muß vor allen Dingen überwunden werden, wenn die Welt wieder gesunden soll und wenn zwischen den einzelnen Völkern und Ländern wieder volles gegenseitiges Vertrauen und eine fruchtbringende Zusammenarbeit zustande kommen soll.

Der Kamps, um den es sich handelt, ist keines­wegs ein Kamps zwischen zwei Ideologien. Es ist vielmehr ein Kamps gegen Zersetzung, Gottlosig­keit, Terror und Umsturz, gegen Bürgerkrieg und Roten Imperialismus ein Kamps für Glauben, Ordnung und Recht, Gerechtigkeit, Verständigung und Frieden. Das sind die Ideale, denen wir bei unserem Kämpfe gegen den Bolschewismus zu dienen bestrebt sein wollen.

Ernst des Lebens tritt nun ohne Zögern an euch heran, der Ernst, von dem ihr bisher so wenig spürtet, weil eure Eltern die schwer­sten Sorgen nicht mit euch teilen konnten ... Welt und Mensch sind nicht so, wie euer Glaube sie euch jetzt noch sehen läßt; mit der Wahrheit über ihr innerstes Wesen lassen auch die ersten Enttäuschungen nicht lange auf sich warten! Ohne euer Zu­tun, ja gegen eurqn Willen eilen von heute an die Wochen, Monate und Jahre heran, in denen ihr euch der entschwundenen Kind­heit nicht ohne Wehmut als der glücklichsten Zeit des Lebens erinnern werdet . . .!"

Diese und ähnliche Worte, die auf das Kommendevorbereiten" sollten, klingen wohl uns Aelteren noch in den Ohren. Sprach aus ihnen wirklich die Erfahrung? Nun, die hier skizziertePsychologie" sollte sich erst später als falsch erweisen, doch schon damals fühlten wir mit jenen Wendungen uns durchaus nicht emporgehoben zu den Höhen der B e g e i st e r u n g und der Lebens­freude, die nicht in uns zum Schweigen zu bringen waren. Auch die tiefernste Miene des uns innerlich fremd gebliebenen Schulmeisters (selbstverständlich: es gab auch Ausnahmen!) vermochte uns nicht irre zu machen. Aber wir wollen nicht den Stab über Personen brechen, sondern den Pes­simismus einer morschen Zeit, der aus ihnen sprach, kennzeichnen. Vor allem wollen wir uns vor Augen halten, daß erst die nationalsozialistische Revolution die Vor­aussetzung für den Geist geschaffen hat, von dem heute die Worte des Lehrers an die abgehenden Schüler getragen sein können. Geben wir deshalb dem nationalsozia­listischen Schulmann das Wort:

Ihr Scheidenden habt nun einen Lebens­abschnitt beendet und tretet mit frischem Mut in die Gemeinschaft der Schaffenden ein, der ihr für alle Zeiten verbunden blei­ben sollt. Die Gestaltung eurer Zukunft liegt von heute ab mehr als bisher in eurer eigenen Hand. Ihr seid der Volksgemein­schaft gegenüber vielleicht spornt euch ge­rade dies so tatenfreudig zu Leistungen an jetzt unmittelbar verantwortlich, und es wird sich zeigen, daß eure Kräfte im Dien st an der Nation zum Wohle des Ganzen und damit auch zu eurem eigenen Wohle wachsen. Ja, zu eurem eigenen Wohl und Glück, denn das Tiefste und Schönste, das euch das Leben bieten kann, liegtn,och vor euch. Die Mitarbeit am Aufbauwerk des Führers wird euch im er­hebenden Bewußtsein, einem geeinten, ehr- liebenden, opferbereiten Volk anzugehören, reich und stark und widerstandsfähig machen. Möglich, daß den einen oder den anderen unter euch das Schicksal nicht mit Seiden- handschuhen anfassen wird. Doch ihr seid bereits in jungen Jahren gewohnt, euch nach dem Vorbild des unbeugsamen Kämp­fers auszurichten, ihr denkt gar nicht daran, zu kapitulieren . . . Nicht lastet mehr die Arbeitslosigkeit, die so vielen früheren Jahr­gängen den Weg in das Berufsleben ver-