der Nationluloziausten Bremens
flmtsblatt des Senats der freien Hansestadt Bremen
parteiamtliche ^geszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Bremen
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Das amtliche Derkündungsblatt des Deichsstatchalters in Oldenburg und Dremen
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Nr. Zastrgang
Montag, 15. Mar; 1S5?
tinzelpreis 15 ^pf.
fln frankreichs Westküste wütet die Sturmflut
Unser lagesspiegel
Der Ueberwachungsplan sür Spanien befindet sich nunmehr in Kraft.
In der Provinz Valencia haben sich spanische Bauern gegen ihre bolschewistischen Unterdrücker erhoben.
Eine Sturmflut hat an der Westküste Frankreichs schwere Verwüstungen angerichtet.
Der Führer des SS.-Abschnitts XIV, SS.- Standartenführer Scherner, besichtigte die. Bremer SS.
Bier Eemeinschastsessen wurden am letzten Cintopfsonntag dieses Winters in Bremen »kiLnstaltet.
Eine« eindrucksvollen 1v:2-Sieg errang der MeSersachsenmeister Werder in Eöttingen.
Der ASV. Vlnmenthal schlug Holstein-Kiel überraschend 1:3.
Ein voller Erfolg wurde das Hallenturnier des SA.-Reitersturms 1/62 in der Bahr.
Bremens Hockey-Stiidteels unterlag gegen Nordholland nur knapp 3:1.
vekremmg von Mutter und Kind
Aus 200 009 verhärmten Müttern wurden wieder frohe Frauen
Berlin, 11. März.
Entsprechend der großen Bedeutung der Familie im nationalsozialistischen Staat steht die Betreuung von Mutter und Kind im Mittelpunkt der weitgreifenden Sozialarbeit der NSV. Und hier ist es wieder die Mutter- erholung, die sich zum Segen für die Volksgemeinschaft vor allem auswirkt; verhilft sie doch solchen deutschen Müttern zu einem mehrwöchigen Erholungsaufenthalt, die dem Volk erbgesun- den Nachwuchs schenken und die augenblicklich nicht in der Lage find, sich selbst in ausreichender Weise für die verantwortungsvolle und schwere Arbeit der Hausfrau und Mutter zu kräftigen. Im Jahre 1936 hat die NSV. 308 Mütter- erholungsheime belegt und darin 69 876 Müttern Ferien verschafft. 7061 Säuglinge und Kleinkin- der begleiteten ihre Mutter. Die Mütterver- schickung wurde im Mai 1931 aufgenommen. Seit diesem Termin konnten schon nicht weniger alsl7Z892 Mütter verschickt werden. Da- bei sind nicht eingerechnet die Tausende von Müttern, die in der Familie absolut unabkömmlich sind und die in den überall geschaffenen örtlichen Erholungsstätten Ruhe und Ausspannung fanden. Mindestens 200 000 in der Systemzeit verhärmte und gesundheitlich heruntergekommene deutsche Mütter haben in gut zwei Jahren NSV.- Arbeit durch diese Betreuung wieder lachen gelernt. Dabei handelt es sich in erster Linie um Mütter mit mindestens zwei Kindern. Voraussetzung dafür, daß sie auch wirklich beruhigt in die Ferien gehen können, ist für sie, daß sich jemand um ihren verwaisten Haushalt kümmert. Soweit nicht Verwandte oder Nachbarn das tun können, sorgt die NSV. für „Urlaubsvertretung", indem sie sich mit der NS.-Frauenschaft, dem weiblichen Arbeitsdienst oder dem BDM. in Berbindung setzt.
weite Strecken tand überschwemmt
Zahlreiche veichbrüche
Paris, 11. März
I» ganz Frankreich, vor allem aber an der Westküste, herrscht seit Sonnabend nacht ein äußerst heftiger Sturm. Zahlreiche Verwüstungen wurden angerichtet. Die gleichzeitig einsetzende Springflut hat überall im gesamten Küstengebiet umfangreiche Ueberschwemmungen verursacht.
Aus Südwestfrankreich, besonders aus der Gegend von Vayonne, wird gemeldet, daß Elektri- zitäts- und Telegraphenleitungen zerstört worden seien. Mehrere Straßen sind durch die Ueber- schwemmungen unbenutzbar geworden. In Lorient sind die Hafenkais und die Stadtviertel am Ha
fen von der Hochflut überschwemmt. Die Feuerwehr wurde eingesetzt, um Menschen und Tiere aus den tief gelegenen Gebäuden zu retten. Der schwedische Dampfer „Togny Lagman", der am Sonntagfrüh in Seenot geraten war und SOS.- Rufe ausgesandt hatte, konnte mit eigener Kraft in den Hafen von Velle-Jsle-au-Mer einlaufen. Auf der Insel de Ray brachen die Deiche. Viele Hektar Land sind dort überschwemmt worden, Häuser wurden vom Wasser abgeschnitten; die Einwohner mutzten flüchten. Auch auf der Insel Olöron ist ein Deich gebrochen. Bei Quimper hat der Sturm zahlreiche Dächer abgedeckt und Häuser beschädigt. Bei Barre de Mont hat die Flut die Salinen überschwemmt. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Francs. Aus
Vendöe werden ebenfalls Deichbrüche gemeldet, und zwar sind auch dort weite Strecken Land überschwemmt worden. Zahlreiche Schiffe erlitten Beschädigungen oder verloren Teile , ihrer Ausrüstung. Der Hasen von la Rochelle mutzte für die Ausfahrt gesperrt werden.
Sturmwarnung
Bremen, 11. März.
Von der Deutschen Seewarte wurde Sonntag abend um 21.15 Uhr folgende Sturmwarnung für die südliche Nordseeküste und die Helgoländer Bucht bekanntgegeben: Gefahr von Südweststurm, westdrehend, Stärke 8 bis S.
fluslehnung spanischer Sauern gegen die Koten
kmpörung über Ven bolschewistischen lerror in der provini Valentin
Salamanca, 11. März.
Die Sender bringen Berichte über eine Verzweiflungstat der Landbevölkerung in der Provinz Valencia. In der Ortschaft Vigoresa weigerten sich die Landwirte, weiter den bolschewistischen Häuptlingen für ihre dem Wohl der arbeitenden Bevölkerung hohnsprechenden Zwecke Abgaben zu entrichten. Eine große Menschenmenge sei vor das Gemeindeamt gezogen und habe ihrer Empörung Ausdruck verliehen durch Drohungen gegen die Sowjetmachthaber. Als die örtliche „Polizei" einschreiten wollte, entspann sich ein blutiges Handgemenge. Die Bewaffneten waren gegenüber der Volksmasse machtlos, so daß sie sich aus den umliegenden Ortschaften Hilfe herbeiholen mußten. Ein größeres Aufgebot ging nun mit Waffengewalt gegen die Bauern vor. Mehrere Landwirte wurden festgenommen und sofort erschossen.
Hilferuf Madrids an Valemia
Paris, 11. März
Die Pariser Rechtspresse erwartet, daß demnächst auch die letzten Zugänge nach Madrid von den nationalen Truppen besetzt werden. „Jour" läßt sich melden, 4aß Madrid beschlossen habe, die Bolschewisten in Valencia um sofortige Hilfe zu ersuchen. Sollte diese Hilfe ausbleiben, so werde ein allgemeiner Rückzug angeordnet werden.
vluttalen während der flucht
Paris, 11. März.
Der Havas-Vertreter in Siguenza berichtet Einzelheiten über die Besetzung von Vrihuega durch die spanischen nationalen Truppen. Dort hätten 130 Personen, die von den Roten ins Gefängnis geworfen waren, befreit werden können. Allerdings hatten die bolschewistischen Mörder noch kurz vor der Einnahme des Ortes 62 Einwohner, darunter vier Priester, erschossen. Nach der Eroberung von Eogolludo erhielten die nationalen Truppen Kenntnis von einer neuen
Sowjetrußland - richtig gesellen
englische Bergknappen geben einen ungeschminkten Neisebericht
London, 11. März.
. Eine Abordnung englischer Bergknappen, die ioeien von einer Reise durch Sowjetrußland zurückgekehrt ist, faßt ihre Eindrücke in einer öffentlichen Erklärung zusammen, die an Deutlichkeit »ichts zu wünschen übrigläßt und in der Feststellung gipfelt, daß sie in Sowjetrußland entgegen den Lobpreisungen jüdisch-bolschewistischer Agitatoren nicht das „kommende Himmelreich" gefunden habe. In dem Bericht wird u. a. aus die kümmerlichen Wohnungsverhältnisse, die haarsträubenden hygienischen Zustände und die beinahe unbefahrbaren Straßen im „Sowjetpara- bres" hingewiesen. Die Abordnung geißelt schließ- «ch die Heranziehung von Frauen zu schwerer Arbeit in den sowjetrussischen Bergwerken.
Aarenversorgung imSowjetparadies
Spekulanten nehmen im freien Handel den doppelten Preis
Moskau, 11. März.
Ein Sonderkorrespondent der „Jswestija" beichtet aus der innerrussischen Eebietshauptstadt rvoronesch über das selbst für sowjetrussische Ver- , ungeheuerliche Ueberhandnehmen der ^-pelutatlon mit sogenannter „Defizitware", zu „,^'usbe,andere Kleider. Schuhe, Haushalts- bö?°» ^.über auch viele Lebensmittel ge- saren. der Hauptstraße in Woronesch habe
sich vor einigen Geschäften ein überaus lebhafter „Zwischenhandel" entwickelt. Den doppelten Preis forderten und erhielten die Spekulanten unmittelbar vor den Türen der staatlichen Geschäfte für die von ihnen dank ihrer besonderen Beziehungen aufgekauften „Defizitwaren". Die Spekulanten gingen dabei sogar so weit, die Türen der Geschäfte zu belagern und den gewöhnlichen Käufern den Zutritt zu verwehren.
MißstanSe im käsen von Vdessa
Die Katastrophe des sowjetrussischen Eisbrechers „Semjorka"
Moskau 11. März.
Der nach dem Untergang des sowjetrussischen Eisbrechers „Semjorka" eingesetzte Untersuchungsausschuß hat, wie die Blätter melden, seine Nachforschungen abgeschlossen. Für die Katastrophe, der bekanntlich die ganze aus 36 Mann bestehende Besatzung des Eisbrechers zum Opfer fiel und die auf ungewöhnliche Mißstände im Hafen von Odessa zurückzuführen ist, wird eine Reihe von Schisfahrtsfunktionären in höchsten Stellungen verantwortlich gemacht, so der stellvertretende Leiter der Schwarzmeer-Schiffahrt Mastin, der Ehef der Odessaer Hafenwirtschaftsverwaltung Bakschuk, und der Bevollmächtigte des Schifffahrtskommissariats in Odessa, Pusankow. Wie aus Odessa verlautet, sollen sich die meisten der Funktionäre bereits in Haft befinden.
Greueltat der Sowjetbehörden. Ein 18jähriges Mädchen war den nationalen Truppen mit dem Ruf: „Die Befreier kommen!" entgegengeeilt. Obwohl die Bolschewisten bereits vor den heran- stürmenden Nationalen das Weite suchten, fanden sie noch Zeit, das junge Mädchen niederzuschießen.
Ueberwachungsplan In Kraft
London, 11. März.
Der internationale Ueberwachungsplan für Spanien trat am Sonnabend um Mitternacht in Kraft. Die Sonntagsblätter weisen darauf hin, daß die Durchführung des Planes nur schrittweise erfolgen könne. Bevor der Plan in vollem Umfange funktioniere, würden wahrscheinlich noch mehrere Wochen vergehen. Der diplomatische Korrespondent des „Observer" schreibt, daß der Nichteinmischungsausschuß zunächst abwarten wolle, ob der Kontrollplan seinen Zweck erfülle. Wenn dies der Fall sei, wolle der Ausschuß mit
der Untersuchung der Möglichkeit einer Zurückziehung der in Spanien befindlichen auswärtigen Freiwilligen beginnen.
Her watzlkampf in Brüssel
Flämisch-nationaler Verband unterstützt die Kandidatur Dcgrelles
Brüssel, 11. März.
Der erweiterte Vorstand des flämisch-nationalen Verbandes hat beschlossen, bei den Neuwahlen in Brüssel auf die Aufstellung eigener national-flämischer Kandidaten zu verzichten und die Kandidatur des Rexistenführers Leon De- grelle zu unterstützen.
Bekanntlich haben die Kommunisten sich entschlossen, die Wahl des Ministerpräsidenten van Zeeland zu unterstützen. Van Zeeland wendet sich jedoch in einer Erklärung in der „Libre Bel- gique" gegen diese Unterstützung. Er verdanke den Kommunisten nichts und er erwarte auch nichts von ihnen. Er lehne es auch ab, die von den Kommunisten als Lohn für ihre Unterstützung geforderten Zusagen zu machen.
Osteuropa und der lüde
Stuttgart, 11. März.
Den Abschluß und Höhepunkt der Tagung des Bundes Deutscher Osten bildete am Sonntagvormittag eine Rede des Professors Dr. Oberländer- Königsberg. Oberländer unterstrich die Notwendigkeit einer richtigen und planmäßigen Förderung der Siedlung und sprach eingehend über die Judenfrage im gesamten osteuropäischen Raum. Das osteuropäische Judentum erweist sich als der beste Schrittmacher des Bolschewismus. Bemerkenswert sei, daß das echte Bauerntum in ganz Osteuropa antijüdisch denke. Darum sei erforderlich, in ganz Osteuropa über das Wesen des Bolschewismus eine klare Vorstellung zu schaffen.
»wir lasten uns nicht kleinkriegen"
Prag, 11. März.
2n Nieder-Einsiedel, Schönlinde und Haida in Nordböhmen fanden Fahnenweihen der Sudeten- deutschen Partei statt. Die Weihe nahm Konrad Henlein selbst vor und erklärte dabei u. a. in seinen Ansprachen: „Wir kämpfen um unser Recht. Das Volk allein hat zu entscheiden, ob es untergehen oder sich eine Zukunft erkämpfen will. Wir wollen, wenn die Not auch noch so groß ist, hoffen, daß bessere Tage kommen und uns unter keinen Umständen kleinkriegen lassen. Wehe dem Volk, das nicht mehr den Mut aufbringt zum Kämpfen und zum Leben. Man kann uns Schwierigkeiten machen, wir werden um so geschlossener, fest und willensstark werden."
fluch in Lettland ...
Tagung der Zentralorganisation der deutschen Volksgruppe
Riga, 11. März.
Die am Sonnabend und Sonntag abgehaltene Tagung der Zentralorganisation der deutschen Volksgruppe in Lettland, der „Deutsch-baltischen Volksgemeinschaft", stand im Zeichen des ungebrochenen Lebenswillens des Deutschtums in Lettland. Aus allen auf der Tagung erstatteten Berichten ging hervor, daß trotz aller Schwierigkeiten Aufbauarbeit geleistet wird mit dem Ziel der Schaffung einer geschlossenen lebendigen Volksgemeinschaft. die alle Deutschen Lettlands umfaßt. Die Anzahl der zur Verteilung gelangten Mitgliedskarten der Deutich-baltischen Volksgemeinschaft ist gegenüber dem Jahre 1935 auf das Doppelte gestiegen.
Mussolinis Lriumptzfatzrt
Rom, 11. März.
Der Duce begab sich am Sonntag von Cyrene über Barce nach Benghasi. Seine Fahrt gestaltete sich zu einem Triumphzug. In allen Orten wechselten Reiterspiele der Araber mit volkstümlichen Darbietungen der Frauen und Kinder italienischer Kolonisten ab. Große Kundgebungen wurden Mussolini besonders in Barce und To-kra zuteil, wo er immer wieder als der Freund und Veschützerder Mohammedaner gefeiert wurde.
Bisher 15 Lote
des Eisenbahnunglücks bei Vourget in Frankreich
Paris, 11. März.
Das Eisenbahnunglück bei Vourget hat bisher 13 Todesopfer gefordert. Die ganze Nacht hindurch dauerten die Bergungs- und Aufräumungsarbeiten an. Der entgleiste V-Zug war in Paris am Sonnabend früh mit Wintersportlern und Wochenendfahrern nach Mont-Dore abgegangen. Der Sturm hatte in einem Schloßpark unweit der Ungliicksstelle eine mächtige Ulme entwurzelt. Der Baum war einen Abhang hinuntergerollt und hatte sich über die Schienen gelegt. Auf das weithin hörbare Krachen des stürzenden Baumes war der Schloßherr mit allen verfügbaren Leuten herbeigeeilt. Er benachrichtigte den nächsten Streckenwärter und versuchte, mit Sägen und Aexten den Baum zu zerlegen, um die Schienen frei zu machen. Leider stand bis zum Herannahen des V-Zuges nur wenig Zeit zur Verfügung. Obwohl der Streckenwärter mehrere hundert Meter entfernt Knallkapseln als Notsignale auf die Schienen gelegt hatte, konnte der Zug nicht mehr angehalten werden. Die Explosion der beiden ersten Signalkapseln scheint der Lokomotivführer im heulenden Sturm überhört zu haben. Als er schließlich die Gefahr erkannte und alle Bremsen anzog, war es bereits zu spät. Die Lokomotive fuhr mit etwa 80 Kilometer Geschwindigkeit gegen den Baumriesen und kippte nach wenigen Metern um. Der erste leichte Holzwagen 3. Klasse schob sich in den Tender. Sieben Abteile dieses Wagens wurden völlig zerstört. Ihre Insassen fanden den Tod.
Wintermanöver in Sowjetrußland. In mehreren Militärbezirken Sowjetrußlands, vor allem unweit der polnischen Grenze, werden zurzeit größere Wintermanöver durchgeführt.
Hilse für die „Silverlarch". Dem englischen 5000-Tonnen-Motorschiff „Silverlarch". das 300 Meilen von Honolulu in Brand geriet, ist durch den USA.-Kreuzer „Louisville" Hilfe gebracht worden.
Ver Künstler stestl im Volk
Eröffnung der Eaukulturwoche Magdeburg- Anhalt
Dessau, 11. März.
In der festlich geschmückten Stadt Dessau fand am Sonntag die Eröffnung der Kulturwoche des Gaues Magdeburg-Anhalt statt, bei der Reichskulturwalter Hinkel sprach. Der Redner gab einen Ueberblick über die bisherigen Leistungen der Reichskulturkammer und betonte den nationalsozialistischen Willen zur Freude, die zur Schaffung einer heiteren Hausmusik, einer heiteren Unterhaltungsmusik, einer volkstümlichen Tanzmusik, kurzum, zu einer volksnahen Kulturpflege führe. Der Strom deutschen Kulturwollens und deutschen Kulturschaffens müsse ungehindert fließen, das habe den Nationalsozialismus vielleicht zum erstenmal im Wandel der Geschichte des deutschen Volkes erreicht. Eindringlich rief der Redner den Künstlern ins Gedächtnis, daß es gerade der Nationalsozialismus sei, der den Künstler wieder hineinstellte in das Volk. Neue Aufgaben würden dem Künstler gestellt, die er allerdings nur lösen könne, wenn er sich in die große Gemeinschaft einreiht. Erst aus dem Erleben dieser Gemeinschaft, aus der Kameradschaft heraus, könne der Künstler das schaffen, was er dem Volk geben könne und geben müsse. — Am Nachmittag erfolgte die feierliche Eröffnung der großen Eaukulturausstellung durch Gauleiter Staatsrat Eggeling.
letzt auch Schistsbrieftelegramme an deutsche Schifte
Berlin, 11. März.
Für den Austausch von Nachrichten auf funk- telegraphischem Wege mit deutschen Schiffen in See bestand neben den Seefunktelegrammen zu gewöhnlicher Gebühr die Möglichkeit, in Richtung von See nach dem Lande durch Schiffsbries- telegramme und vom Lande nach See durch Bries- Seefunktelegramme Funknachrichten verbilligt zu übermitteln. Die letztere Art wird vom 1. Mai 1937 an durch die versuchsweise Zulassung von Schiffsbrieftelegrammen auch in dieser Richtung ersetzt. Die Schiffsbrieftelegramme unterscheiden sich von andern Seefunktelegrammen dadurch, daß sie bis zur Kllstenfunkstelle als Brief befördert und von dort unmittelbar auf dem Funkweg an das Bestimmungsschiff gesandt werden. Sie sind bei den Telegramm-Annahmestellen der Deutschen Reichspost aufzuliefern. Vor der Anschrift erhalten sie den gebührenpflichtigen Dienstvermerk — SLT. — Die Telegramme sind nur über deutsche Kllstenfunkstellen zugelassen. Die Wortgebühr für Schiffsbrieftelegramme beträgt 25 Pfg., die Mindestgebühr für ein Telegramm 5 RM. Außer Schmuckblatt-Ausfertigung sind besondere Dienste nicht zugelassen; die Schmuckblattgebühr beträgt 1 RM.
Modellschiste vom Stapel gelaufen
r. Berlin, 11. März.
Die stolze kleine Flotte der unter Oberleutnant a. D. Bartsch stehenden Schiffsmodellbauschule in Potsdam wurde soeben um zwei neue. Modellschiffe bereichert. Es erfolgte die Taufe der kleinen „Tannenberg" durch Marine-SA.-Oberführer Jakobson, dem Kommandanten des Turbinenschnelldampfers „Tan- nenbera", und die Taufe der „Königsberg" durch den Oberbürgermeister der ostpreußischen Hauptstadt, Dr. Will. Räch dem Kommando für den Stapellauf glitten die beiden Modelle langsam ins Wasser, warfen ihre Motors an und machten ihre Jungfernfahrt. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und den Nationalhymnen schloß der feierliche Taufakt.
Die neu vom Stapel gelaufenen jüngsten Modellschiffe der Schule werden gemeinsam mit dem Modell des Schlachtkreuzers „Hindenburg", dem größten Schlachtkreuzer der deutschen Hochseeflotte im Kriege, und dem Modell „Franz Clasen". dem steten Begleiter und Brennstoffver- sorger der Flotte, eine Werbefahrt durch Deutschland unternehmen.
Schiffszusammenstoß
Kiek, 11. März.
Am Sonntagmorgen ereignete sich im Fehmarn- Belt in dichtem Nebel ein schwerer Zusammenstoß zwischen dem Dampfer „Werner Kunstmann" der Reederei W. Kunstmann in Stettin und dem Fahrzeug „Maria Llausen". Die „Maria Clau- sen" ist gesunken. Einzelheiten fehlen noch.
Vier Lawinenopfer in Österreich
Wien, 11. März
In den Alpen bei Salzburg ereignete sich ein schweres Vergunglück. Eine Lawine begrub zwei Touristen namens Peter und Wladimir Ru- Ichitzka, sowie einen Bergführer. Die Leiche des Bergführers wurde bereits geborgen. Die Touristen, die ohne Zweifel ebenfalls tot sind, konnten in den Schnexmassen noch nicht gefunden werden. Peter und Wladimir Riychitzka stammten aus der Tschechoslowakei. Ein viertes Todesopfer forderte eine Lawine im Hochschwabgebiet in Steiermark.
Rechtsanwalt als Wasfenschieber. Der kommunistische Züricher Rechtsanwalt Rosenbaum- Ducommun, der den Kommunisten nahesteht ist auf Anordnung der Bundesanwaltschaft als Waffenschieber der spanischen Bolschewisten verhaftet worden.