Ausgabe 
(25.2.1937) Nr. 55
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parteiamtliche Lageszeitung

Tlachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt vremen

Das amtliche Derkündungsblatt des

NeicllgttciNlinltorc; in Nl^»niinrn 111?» Nv»nii>n

Ne. SS / 7. latirgana

oonnerstas» 25. sebruar 1SZ7

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Wolf ditler inmitten seiner ältesten Kämpfer

kinvnicksvolle krinnnungsstler in München

Ne bistoLifche Stunde

vor 17 Jahren

Verkündung des Programms der NSdflp.

München, 24. Februar. Der 24. Februar ist ei» Tag des Gedenkens. Die Gedanken eilen zurück in die Vergangenheit hin z» dem Tag, an dem vor 17 Jahre« Adolf Hitler im Hofbräuhans-Festsaal mit der Verkün­dung des Programms der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei zm» erstenmal ins

Unser lagesspisgel

Die spanischen Bolschewisten triebe« über 10 000 Söldner in den Tod.

Adolf Hitler sprach in München zu seiner Alten Garde.

Aus der Führertagung der SA.-Er«ppe Hoch­land sprach Stabschef Lutze.

Der Reichserziehnngsminister bat eine» Er­lab über die Stammhochschnlen herausgegeben. Ant« der Losung:Wille zum Welthandel­naranstaltei die Kommission für Wirtschafts­politik der NSDAP. aus der Leipziger Messe «in« Kundgebnng.

Die Bremer Schlepp schifffa-rto-Sesellschast konnt« 1938 den Verlustvortrag abdecke« und verwendet den Reingewinn zur Reserven» stärkung.

Die Vorbereitungen für den Film-Lolkstag am 7. März machen in Bremen gute Fort­schritte.

Am 11. Tag im «BWK. kämpften in Brenn» ^t^chgrNPpr« Druck, Bau, Eise« »nd

Volk gegangen ist na» jene, langen, schweren, opservolle« Weg angetreten hat, »er nach 13 Jah­re« des Kampfe» znm Sieg »nd znr Freiheit führte. Ueber dem Heute dürfen wir das Gestern nicht vergessen; an» einer Handvoll gläubiger Hitleranhänger von dvmals ist ein einiges, gläu­biges Volk, aus einem Deutschland der Schmach und der Schande ist etn freies, starkes Reich, aus einem anbekamtten Man» ohne Rang und Amt ist der Führer geworden, der nicht nur das Reich, sondern die Seele eines ganzen Volkes erobert hat. Die Saat des 24. Febrnar 1920 ist ausge­gangen, gewaltig und glorreich.

Es Ist-ASbeEeferung, daß sich am Geburtstag der Partei di« ersten «nd treuesten National­sozialisten in der Geburtsstadt der Bewegung an der Stätte des historischen Geschehens treffen, und es ist «weder stolze Ueberlieferung, daß an diesem Tag der Erinnerung auch der Führer Adolf Hitler unter seiner Alten Garde weilt.

See sestsaal -es liofbrSuhaiises

Mot wie vor 17 Jlchren keinen äußerlichen Schmuck, nur vor dem Rednennrlt spannt sich ein Hakenikreuztuch. Gedrängt voll Menschen ist der groß« Raum. Ueber 2000 Kampfgenos­se n warten auf den Führer. Es sind nur die ältesten Parteigenossen anwesend, die Träger des Blutordens, die Träger des Goldenen Ehrenzeichens, die Sternecker Gruppe und der 'Stoßtrupp Hitler mit seinem Führer, SA.-Bri- -tzadesührer Berchtold. Auch viele Frauen sind im Saal; denn auch sie standen in Glauben, Ver­trauen und Einsatzbereitschaft wicht hinter den Männern zurück.

Erinnerung acht durch den Saal; eine heilige, kiese Ergriffenheit erfüllt alle. Wohl haben sich

die Reihen dek ältesten Garde seit 1920 etwas gelichtet, find diese ersten Kämpfer und Streiter des Führers älter geworden. Die Jahre des Kampfes und der Arbeit sind nicht spurlos an ihnen vorübergegangen; aber in ihren Her­zen sind sie jung geblieben. Sie sind von dem gleichen Geist erfüllt, der sie damals beseelte, heut« wie damals und immer schlägt ihr Herz für Deutschland und den Führer. Die meisten, die hier sitzen, tragen des schlichte Braunhemd, viele auch den Waffenrock. Mar­kante Gesichter sieht man: Reichsleiter, Minister, Obergruppenführer und Gruppenführer Soldaten und Offiziere der Wehrmacht, di« aus der Be­wegung gekommen stnd, Weggenossen des Füh­rers aus vielen Gauen des Reiches sind einge­troffen. Neben den.bekannten Persönlichkeiten aus Partei und Staat sitzen die unbekannten Parteigenossen und -genossinnen, die als einfache SA.-Männer, als Block- und Zellenleiter, als NS.-Schwestern heute wie damals ihren Dienst tun, unermüdlich und unverdrossen füt Volk und Führer.

Die 2000 haben sich erhoben und grüße« , die Fahne, die getränkt ist mit dem Blut der 16 Mär-

November 1823, Sturmbannfiih

l. Hinter

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rer vom

rimminaer trägt sie in den Saal. der Rednertribüne bekommt sie ihren Platz. Und jetzt hat die erwartungsvolle Spannung der Alten Garde, die stets dem Kommen des Führers vor- ihren Höhepunkt erreicht. In wenigen wird der Führer den Saal betreten. Im Saal find jetzt all« alten Kampfgenossen. Man steht unter ihmen die Reichsleiter Dr. Frick, Dr. Ley, Stabschef Lutze, General Ritter von Epp, Fiehler, Darrä, Dr. Krank, Amann, Bouhler, den Reichsminister Ohnesora«, Gauleiter Julius Streicher, den Kommandierenden General des VII. Armeekorps, General der Artillerie von Rsichemru, den bayerischen Ministerpräsidenten Siebert, den Reichsarztefuhrer Dr. Wagner, den Gruppenführer Helfer, den Obergebietsfuhrer Klein und viele andere. Stehend erwarten die Mafien den Führer. Dom Eingang her branden Heilruf«. Jetzt dröhnt der Baden- weiler Marsch durch den Saal. Ein Meer von

Armen reckt sich dem Führer entgegen und dann bricht ein Sturm jubelnder Begeisterung los.

See sichrer hat den Saal betreten

Mit ihm stnd sei« Stellvertreter Rudolf Hetz, Obergruppenführer Brückner, Reichspreffechef Dr. Dietrich, Brigadesührer Schaub »nd der stellver­tretende Gauleiter Otto Nippold gekommen. Langsam «nd nach allen Seiten grüßend schreitet der Führer durch die Reihen seiner Getreuen. Die Begeisterung nimmt zu, schwillt an zu einem Sturm des Jubels. Adolf Hitler muß viele Hände schütteln, bis er zu. seinem Platz kommt. Der Vadenweiler Marsch verklingt. Langsam legt sich der Jubel. Dann steht

der Stellvertreter des sichrer« Nudolf Keß

vor dem Mikrophon. I« seiner Ansprache führte der Stellvertreter des Führers etwa folgendes aus: Mein Führer! Zum 17. Male jährt sich heute der Tag, da Sie Ihrer Kampfbewegung die geistigen und programmatischen Grundlagen gaben fiir den Kampf, der in einer Schnelle, in einer Schönheit und in einem Ausmaß, wie es niemand von uns damals Zu hoffen gewagt hatte, zum Siege geführt hat. Um Sie, mein Führer, sind Männer und Frauen, von denen viele da­mals bei der historischen Kundgebung dabei waren, und für die es Heute die schönste Erinne­rung ihres Lebens bedeutet, daß sie dabei waren. Um Sie, mein Führer, sind Männer und Frauen, deren schönster Stolz es ist, ein größerer Stolz als jeder Titel, jedes Amt, das sie inzwischen erhielten, der Stolz: Ihre alten Par­teigenossen und Parteigenossinnen zu sein. Und um Sie sind Männer, deren

Stolz es ist, daß sie Ihre alten Mit­kämpfer stnd inlden schwersten Tagen, Mitkämpfer aus den Jahren 1923 und Mitkämpfer aus den ganz schweren Stunden der Bewegung, da Sie es versuchten, zum ersten Male versuchten, deutsches Schicksal zu wenden. Der höchste Stolz für alle dies« Parteigenossen und Parteigenossinnen ist es, dieses kleine golden« Ehrenzeichen und den Vlutorden tragen zu dürfen.

Es ist die schönste «nd höchste Freude sür die Parteigenossen und Parteigenossinnen, daß sie unter Ihnen weilen wie einst. (Beifall) Es ist ihre höchste und schönste Freude, daß Sie zu ihnen sprechen «erden wie einst inmitten von ihnen." (Wieder stürmische Zustimmung).

Der Stellvertreter des Führers gab hierauf zwei Telegramme des Führers und der 2000 Par­teigenossen bekannt, an den Gauleiter des Tradi­tionsgaues, Adolf Wagner, und an den Reichsschatzmeister Schwarz, oie leider krank­heitshalber der Parteigründungsfeier nicht bei­wohnen konnten.

llnd jetzt betritt der Führer das Podium. Noch einmal rauscht Jubel auf. Sein Blick geht über die Reihen derer, die ihm 17 Jahre lang ihre Liebe und Treue bekundet haben, er kennt sie alle, seine alten Kameraden, er, der ihnen da­mals, vor 17 Jahren, nichts geben konnt« als eine heilige Idee «nd die ihm nichts schenken konnten Äs ihr« Herzen voll glühender Hingabe. Nur allmählich verebben die Keilrufe. Dann spricht der Führer.

Me ßnsproche des Whrsr«

löst« ungeheure Begeisterung aus. Der wunder- bare Geist der. Kameradschaft «nd der Treue, der über dieser historischen Versammlung im Hof» Lränhaus lag, kam gleich von Anfang am in der Rede Adolf Hitlers und in dem Widerhall Lei seinen alten Mitkämpfern packend und. mitreißend zum Ausdruck. Gebannt lauschten di« Männer der Alten Garde und die treuen Mitkämpferinnen der ersten Jahr« den Worten des Führers, als er sie an die groß« Zeit des Kampfes erinnert«, wo nur ganz fanatisch« Naturen und fa­natische Seelen sich zur nationalsozialisti­schen Bewegung bekennen konnten. Die sarkasti­schen Worte, mit denen der Führer mit den ewig Kleingläubigen abrechnete, denen damals das große Programm und die großen Prophe­zeiungen als Wahnsinn erschienen, riefen bei den Alten Kämpfern ein befreiend« Heiterkeit hervor.

Als der Führer die alten Parteigenossen zu Zeuge» aufrief und an sie die Frage richtete: War die Größe jener Prophezeiungen berechtigt 7" da antworteten ihm die 2080 Teilnehmer an die­ser historischen Stunde wie aus einem Munde mit brausenden Heilrufen und begeistertem Bei­fall. Sie bestätigten damit die Worte des Führers: Was wir damals versprochen haben, das haben wir eingelöst!"

(Fortsetzung auf Seite 2)

Vor sülirer In Nürnberg

Nürnberg, 24. Februar.

Der Führer besuchte am Mittwoch aus der Durchreise nach München die Reichsparteitags­stadt Nürnberg. Er besichtigte zunächst unter Führung von Gauleiter Streicher das neu­errichtete Eauhaus Franken. Anschließend begab sich der Führer zum Reichsparteitagsgelände, wo er sich im Beisein von Architekt Pros. Speer von dem Fortschritt der Reichsparteitagsbauten überzeugte. An der Besichtigung nahmen teil OLergrupenführer Brückner, die Reichsleiter Bouhler, Bormann und Reichspreffechef Dr. Dietrich sowie Oberbürgermeister Liebel.

fest wie eine Mauer aus braust

Stabschef Lutze auf See sützrertagung der Sfl.-Sruppe Hochland in München

München, 24. Februar.

ileichzeitig mit der Partei konnte am 24. Fe- ar auch die nationalsozialistische Sturmschar en Geburtstag begehen, die sich an jenem denk- rdigen Tag des Jahres 1920 im Hofbräuhaus- tsaal in München zum erstenmal als Saalschutz den Führer stellte. Der Weg, den von da die SA. ging, führte über Kampf und Opfer ch einen unbändigen Glauben zum Sieg. l SA.-Gruppe Hochland beging den Eeburts- der braunen Sturmscharen in Form einer hrertagung,die festliches Gepräge erhielt ch die Teilnahme des Stabschefs der SA.. Vik- Lutze. Das Programm wurde eingeleitet : einem Standkonzert des Musikzuges der Stan­de 16 (List) an der Feldherrenhalle, dem die völkerung der Hauptstadt der Bewegung in statt- er Zahl beiwohnte. In der ersten Nachmittaas- rde traten die Blutordensträger der SA.- uppe Hochland zu einem Marsch zur Ewi- n Wache an, um dort neue Kraft zum Wei- marsch für das Werk des Führers zu schöpfen.

der Spitze des Zuges schritt Gruppenführer llfer. Hinter ihm folgten die Träger zweier siger Lorbeerkränze. Mit dem stelloertreteu- t Gauleiter Nippold, der den Zug vor der rigen Wache erwartet hatte, begab sich Grup­

penführer Helfer zu den Ehrentempeln und legte die Kränze nieder.

Die Führertagung der LA.-Eruppe Hochland wurde nachmittags im Zirkusgebäude am Mars- feld in Gegenwart von über 3000 SA.-FLHrern sowie zahlreicher Ehrengäste, darunter mehrere Mitglieder der Obersten SA.-Führung, höhere Führer der SS., des NSKK., der HJ, des Staates und der Stadt, fortgesetzt. Im Mittel­punkt des Festaktes stand eine Ansprache des Stabschefs Lutze, der in Begleitung des stellver­tretenden Gauleiters Nippold, des Minister­präsidenten Siebert und des Staatssekretärs Hof­mann erschienen war.

Nach dem ChorspielDas ist S A.", eine Dich­tung des Oberscharführers Kujaw die Musik stammt von Sturmführer Dennerwein und SA.-Mann Schoenecker kennzeichnete Stabs­chef Lutze die Pflichten und'Aufgaben der SA.- Führer. Er erinnerte an den denkwürdigen Tag. an dem die Führertagung der Gruppe Hochland an historischer Stätte stattfinde und erklärte, er habe sich immer nur als National­sozialist, als Träger der Idee Adolf Hitlers gefühlt. So müßten auch alle SA.-Männer sich als Nationalsozialisten fühlen. Der Stabschef ging weiter auf die Aufgabender Zukunft

ein, um den SA.-Führern ihre Pflichten, nicht zu­letzt auch hinsichtlich des Führernachwuchses,'zu zeigen. Als die wichtickte Aufgabe des SA.- Führers bezeichnete der Stabschef die Tatsache, daß der SA.-Führer vor allem der geistige Führer sein muffe, der aus seinen Männern beste Nationalsozialisten mache. Die SA. und ihre Führer feinen nicht Selbstzweck.

Die SA.-Führer müßten an sich selbst arbeiten, damit sie fest wie eine granitene Mauer stünden und auch ihre SA.-Männer so fest machen könn­ten. Jeder SA.-Mann und jeder SA.-Führer habe immer uneigennützig dem Führer zur Ver­fügung zu stehen.

Wenn der Führer am Abend der Geburtstags­feier der Bewegung aus räumlichen Gründen nur den engeren Kreis der alten Kämpfer im Hof- bräuhaüs um sich versammeln konnte^ so waren

Hackerbräukeller zürn Kamerädschaftsabend zusam­mengefunden. Brigadesührer Eresler begrüßte mit herzlichen Worten die Gäste und verwies auf die Bedeutung des Tages. Mit gespanntester Auf­merksamkeit wurde die aus dem Hofbräuhaussaal übertragene Rede des Führers aufgenommen.

llviebSLvüeiiwIvIster v. kleninttw SssnÄi um LallLanspIatr. Osri RstodsanLewnlniotsy «Nil Lotsobakt«! ML kapS« bot äs« Lssppsvdnnxsll mit ä«m vstsrrsiodtsoben ktsavsssIrrstLr kür »n»- vklrtixs Xnxolegsvbsttsvi vr. Eniäo gobwlckt. ,(MeltbtIck)s

Ltt. LÜUL

Von OttO Hsioksprssssoksl cksr HSVLk.

IV

See SchrM über die Schwelle

Mit den folgenden Ausführungen schließen wir die bedeutsame Aufsatzrerh« des Reichs- preffechefs der NSDAP. ab.

(Schrift!, derBZ.")

Innerhalb von vier Jahren Werden wir die gefährliche weltwirtschaftliche Abhängigkeit unseres nationalen Lebens beseitigen! Ein ungeheurer, in der Geschichte einzigartiger Schritt, der hier unternommen wird! Und doch ist es nur ein erster Schritt.. Es ist die unumgängliche Voraussetzung zur Verwirk­lichung jener großen und kühnen wirtschaft­lichen Konzeption, die aus nationalsozialisti­schem Geist geboren und mit nationalsozia­listischem Willen gestaltet wirb.

Niemals vielleicht hat es ein Volk und einen Staat gegeben, durch dessen Lage, dessen autoritäre Führung und Verfassung alle Möglichkeiten und alle Voraussetzungen gegeben waren, um endlich einmal die wirt­schaftliche Vernunft ohne Rücksicht auf wie immer geartete selbstsüchtige Interessen zum Siege zu führen. Diese einmalige Chance der Weltgeschichte werden wir nicht ungenutzt vorübergehen lassen!

Dafür hat der Nationalsozialismus bereits jetzt in unserem Volke gewaltige organisa­torische und psychologische Vorarbeit ge­leistet. Wir haben nicht viel davon geredet, aber wir haben die libevalistische, kapita­listische Wirtschaftshülle praktisch bereits ab­gestreift und sie ersetzt durch ein aus unse­rem Organisationsgeist geborenes und un­serem Leben entsprechendes Wirtschafts­system. Welche Form hat diese Wirtschaft? Ist es freie Wirtschaft, ist es Planwirtschaft, ist es Staatssozialtsmus oder was sonst?

Irgendeine Form muß diese Wirtschaft doch haben! Diese Frage hört man oft. Aber wieder ist es der Blick überkommener Vor­stellungen, der hier auf uns gerichtet ist. Die Antwort ist einfach: Die Wirtschaft im na­tionalsozialistischen Staat ist weder eine freie Wirtschaft, noch eine Planwirtschaft, weil sie sich zwar die vorteilhaften Wirkun­gen beider zu eigen macht, aber ihre Nach­teile ausschließt. Die nationalsozialistische Wirtschaftsform ist ein reines Zweckge­bilde, das alle wirtschaftlichen Kräfte der Nation, seien sie nun privater oder staat­licher Initiative, vereinigt und zur größt­möglichen Entfaltung für die Gemeinschaft bringt. Die Welt besitzt noch keinen Namen für diese Wirtschaft, weil es noch niemals in der Geschichte weder in der Theorie noch in der Praxis eine solche Wirtschaftsform gege­ben hat!

Durch den ersten Vierjahresplan haben wir die Millionen schaffender deutscher Menschen wieder in Arbeit und Brot ge­bracht und das Räderwerk der deutschen Wirtschaft wieder in Gang gesetzt. Durch den zweiten Vierjahresplan werden wir die wirtschaftliche Freiheit in der Welt gewin­nen, um dann auch unser wirtschaftliches Le­

ben im Innern ungehindert und ungehemmt so entfalten zu können, wie es deutscher Schaffensfreude und deutscher Schaffens­kraft zum Wohle aller und zum Wohls jedes einzelnen entspricht.

Dem Volke werden daraus Überaus segensreiche Wirkungen erwachsen. Unser Parteigenosse Dr. Ley hat vor kurzem be­reits angedeutet, was die deutsche Arbeiter­schaft vom Vierjahresplan erwartet: Die all­gemeine Steigerung unserer Gütererzeugung. Die Ausschaltung der Juden aus der Füh­rung der Wirtschaft. Bei der Ausschaltung jeder Bedrohung des deutschen Arbeitsmark­tes von außen her eine Stetigkeit der Be­schäftigung, wie sie die Wirtschaft einer europäischen Nation noch nicht gekannt hat. Eine Stabilität der Preise, die durch keine Monopolmachenschaften mehr erschüttert werden kann. Eine Stetigkeit der Ernäh­rung, weil wir aus eine Steigerung der

Im Rahmen der Sonderaktüm der

parteieigenen Presse Unsere Alten

immer jung" bringen wir im Innern des Blattes unter dem LeitwertIhre

Taten sind Geschichte" den politischen Werde­gang von drei der ältesten süddeutsch« Parteigenossen

landwirtschaftlichen Erzeugung bei min­destens gleichen Preisen rechnen können. Eine Stetigkeit der Löhne, weil alle sür die Lohnbildung maßgebenden Faktoren stetig sind. Eine Verbilligung des Baumaterials, eine Verbilligung der Wohnungen, eine Ver­billigung der Kleidung und eine Durchorga» nisation der industriellen Produktion, die auch den Arbeiter in den Genuß der Erzeug» nisse moderner Technik setzt.

Was eine solche Entwicklung zu einer sich selbst tragenden lebendigen Dynamik der Nationalwirtschaft bedeutet, können wir heute noch kaum ermessen. Es ist der Schritt über die Schwelle eines neuen Zeitalters der Wirtschaft, den das nationalsoPalistische Deutschland z'u vollziehen im Begriff ist! Ich habe vor einem Jahre diese großen wirtschaftlichen Perspek­tiven der nationalsozialistischen Revolution in einem öffentlichen Äortrag aufgezeigt. Heute stehen wir bereits mitten in dieser ge­waltigen wirtschaftsorganisatorischen Auf­gabe.

Das deutsche Volk, das unter einer neuen großen Idee politisch geeint und zusammen­gefaßt ist, um den Marsch in eine neue An­kunft anzutreten, errichtet aus den Trum-