Ausgabe 
(23.2.1937) Nr. 53
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parteiamtliche ^geszeitung

pachrrchtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

Amtsblatt des Senats der Lreien kjanseftadt Dremen

Nr. 55 / Jahrgang

. Zustellgebühr-, durch die Post RM. 2,38 Pofloeireltgeld, Bezugspreis istim voraus zu entrichten, . Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch ausErstattung oderCrsatz. »s G. m. b. H., Bremen, «Beeren 8/8 / Fernsprecher: 84121 und 81118.

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Dremen

Menstag, 25 . Februar 1957

Anzeigcn-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Pf., die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlaßstaffel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12^-13^ Uhr.

kinzelpreis 15 Npf.

Wnife umbrausten von Neuratli in Vien

kmpfSnge bei Niklas, Schuschnigy and Schmivt

vesterrelch als deutscher Staat Faktor des europäischen friedens

Wien, 22. Februar.

In Erwiderung des Berliner Besuches des österreichischen Staatssekretärs Schmidt traf Montag vormittag mit dem fahrplanmäßigen Schnellzug der Reichsaugenminister mit Freifrau von Neurath sowie den Herren seiner Begleitung,

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Unser Vagesspiegel

Reichsaugenminister Freiherr von Neurath wurde in Wien von -er Bevölkerung be­geistert empfangen.

Der deutsch-polnische Wirtschaftsvertrag sichert die Grundlage zur Erhöhung der Handels­umsätze.

Die englischen Konservativen verlangen Aus­rottung der kommunistischen Partei.

Dr. Goebbels sprach vor den Mitgliedern des Kulturkreises der SA.

Kreisleiter Blanke verpflichtete auf einer Kundgebung im Cafino 1182 Block- und Zellenleiter.

Ei» eindrucksvoller Appell vereinigte alle Bremer Teilnehmer am Schaufensterwett­bewerb.

Heute gedenkt auch Bremens SA. Horst Wessels.

Durch den Ausbau der Hochseefischerei werden 2888 neue Arbeitsplätze frei.

Die Satzungen der Bremer Landesbank (Staatsbank) find ergänzt worden.

Der Geschäftsumfang der Dresdner Bank hat sich 1S38 erheblich vergrößert.

Di« „Neptun" nimmt ihren Malaga-Dienst wieder auf.

Deutschlands Eishockey-Mannschaft wurde von Kanada 8:S (8:8, 8:4, 8:1) geschlagen.

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Gesandten Aschmann, Vortragenden Legations­rat von Kotze und Legationsrat Altenbnrg auf dem festlich geschmückten Wiener Westbahnhos ein. Der österreichisch« Gesandte in Berlin, Tauschitz, hatte die Gäste aus ihrer Fahrt begleitet.

Zur Begrüßung hatten sich Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und Botschafter vonPapeu mit sämtlichen Herren der Gesandtschaft ein- gefunden. Von österreichischer Seite waren ferner erschienen im Auftrag des Bundespräsidenten Miklas Kabinettsdirektor Hub er, Staats­sekretär des Aeußeren Dr. Schmidt mit Gattin und andere. Ferner waren der Beauftragte der Auslandsorganisation der NSDAP für Oester­reich, Konsul Bernard, Salzburg, der Beauf­tragte für Wien und Niederösterreich, Schliep - Hache, sowie der Obmann des Bundes der Reichsdeutschen mit dem gesamten Borstand an­wesend.

Vor dem Bahnhof wurden den Gästen von der Menge begeisterte Ovationen dargebracht. Auf dem Wege zum Hotel „Jmperial", wo die deutsche Abordnung als Gast der Bundesregierung wäh­rend der Dauer ihres, Aufenthalts wohnen wird, umsäumten dichte Menschenmassen die Straßen. Die Rufe „Heil Deutschland", „Heil Neurath", „Heil Hitler" und „Heil Oesterreich" pflanzten sich wie ein Lauffeuer fort.

Bald nach Ankunft im Hotel fuhr Reichsautzen- minister Freiherr von Neurath in Begleitung eines österreichischen Ehrenoffiziers und gefolgt von Botschafter von Papen und dem deutschen Militärattache Generalleutnant von Muff zum Heldendenkmal. Eine 'Ehrenkompanie des, Garde- bataillons leistete die Ehrenbezeugung. Unter den Klängen der Nationalhyinne schritt Freiherr von Neurath die Front der Truppe ab. Sodann legte er in der Krypta des Heldendenkmals einen Kranz mit Schleifen in den Farben des Reiches nieder.

In Anschluß an die Ehrung der Toten des Weltkrieges fand die erste politische Fühlung­nahme des Reichsaußenministers mit den verant­wortlichen österreichischen Staatsmännern statt. Ueber die im Bundeskanzleramt geführten Be­sprechungen wurde folgendes Kommunique ausge­

geben: „Der Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Neurath stattete heute mittag in Begleitung des Botschafters von Papen dem Staatssekretär für die Auswärtigen Angelegen­heiten Dr. Guido Schmidt einen Besuch ab. An­schließend wurde Reichsaußenminister von Neu­rath von Pundeskanzler Dr. Schuschnigg im Beisein des Staatssekretärs Dr. Schmidt empfan­gen. Die Staatsmänner erörterten in freund­schaftlicher Weise die beide Staaten berührenden aktuellen politischen und wirtschaftlichen Fragen.

Anschließend empfing Vundespräsident Miklas Freiherr» von Neurath am Ballhausplatz in Audienz. Hierbei waren der Staatssekretär für die Auswärtigen Angelegenheiten Dr. Schmidt und Kabinettsdirektor Huber anwesend. An die Audienz schloß sich ein Frühstück, das Staats­sekretär Dr. Schmidt und seine Gemahlin zu Ehren des Reichsaußenministers und seiner Ge­mahlin im Grand-Hotel gab. Dem Frühstück wohnten außer den deutschen Gästen und ihrer Begleitung, dem Botschafter von Papen und den Mitgliedern der Gesandtschaft noch bei: Die Ge­sandten Rudnay (Ungarn) und Salata (Italien), Vizekanzler Feldmarschallleutnant Hülgerth mit Mitgliedern der Regierung, der Präsident des Bundestages Hoyos, die Bundeskommissäre Pressechef Walter Adam und Hammerstein- Equord, der Bürgermeister von Wien Richard Schmitz, Nationalbankpräsident Dr. Kienböck, Fürstin Fanny Starhemberg, der, österreichische Gesandte in Berlin Ingenieur Tauschitz, die Spitzen der Generalität und hohe Funktionäre des Außenamts und des Bundeskanzleramts.

, Während des Frühstücks ergriff . Staatssekretär Dr. Guido Schmidt das Wort zN einer An­sprache, in der er u. a. ausführte: „Seit meinem Aufenthalt als Gast der Reichsregierung in Berlin im November vorigen Jahres habe ich mich in Erinnerung an diese für die beiden deut­schen Staaten und das ganze deutsche Volk bedeut­same erste Wiederbegegnung nach Jahren der Trennung von Herzen auf den Augenblick gefreut, in dem wir dem Außenminister des Deutschen Reiches in unserem geliebten österreichischen Vaterland die Gastfreundschaft erwidern können.

(Fortsetzung auf Seite 2),

Neichsmlorister Vr. voebbels über die kulturellen Aufgaben der Sfl.

Berlin, 22. Februar.

Die Mitglieder des Kalturkreises der SA. wur­den Montag anläßlich ihrer diesjährigen Arbeits­tagung von Reichsminister Dr. Goebbels im Pro­pagandaministerium empfangen. Dr. Goebbels richtete bei dieser Gelegenheit an die Mitglieder des Kulturkreises der SA. eine längere Ansprache, in der er, anknüpfend an die nationalsozialistische Revolution, dem Kulturkreis der SA. seine Stel­lung und seine Ausgabe im deutschen Kultur­leben zuwies.

Der Chef des Kultuvkreffes der SA. und Leiter der Abteilung Weltanschauung und Kultur der Obersten SA.-Führung, Sturmhauptführer Her­me!, stellte Reichsminister Dr. Goebbels die Mit­glieder des Kulturkreises vor. In einer kurzen Ansprache gab er der großen Freude der SA.- Jührer über diesen Empfang Ausdruck, weil sie wüßten, daß sich Dr. Goebbels, den Sturmabtei­lungen ganz besonders zugehörig fühle und an den kulturellen Arbeiten der SÄ. Anteil nehme. Er gab die Versicherung ab, daß die Kulturarbeit der SA. nicht etwa formationsgebunden sei, son­dern der Kulturkreis aus dem Geist der Sturm­abteilungen für die nationalsozialistische Bewegung und die Idee des Führers schaffen wolle. Alles, was an kulturellen Werten und Werken aus dem Kulturkreis der SA. entstanden sei, trage den un­verkennbaren Stempel des freiwilligen politischen Soldatentnms. „Wir haben die Kraft und den Willen", so schloß Sturmhaupt­führer Hermel, „entsprechend unserer Legitimation als die Sturmabteilungen der Bewegung auch auf kulturellem Gebiet der Idee des Führers die Bresche zu schlagen, weil wir daran glauben, daß der Zeitgeist der kommenden Generation der SA.- Ceist sein muß und sein wird!"

eichsminister Dr. Goebbels erinnerte in seiner e an den ihm im Jahre 1933 vom Führer Äonen Auftrag, das deutsche Kulturleben zu igen. „Wohl auf keinem anderen Gebiet un- s öffentlichen Lebens hatten sich die zer- nden Einflüsse des Judentums, des demokra- en Parlamentarismus und der marxistischen kweise so «ingefressen wie gerade auf dem Ge- der Kultur, so daß man eigentlich von einer eschen Kultur im wahren Sinne des Wortes chaupt nicht mehr sprechen konnte. Die natio- özialiftische Bewegung hatte in der Zeit ihres ositionellen Ansturmes gegen die Nooember- »ublik sehr wenig Gelegenheit, sich mit kni­fften Dingen zu befassen. So war es eine be­reis schwierige Ausgabe, in verhältnismäßig irr Zeit all« diese Fragen sowohl in kultureller auch in personeller-Hinsicht zu lösen.

! stolze Ergebnis der Neugestaltung des ens unter nationalsozialistischer Führung sminister Dr. Goebbels hervor, daß der urkammer als einer der ganz wenigen - außerhalb der Partei kein«

Juden, keine Halbjuden und keine jüdisch-versippten.Mitglieder ange­hören. Dr. Goebbels ging sodann auf einige praktische Probleme der nationalsozialistischen Kun stg e st a l tung ein. Der Nationalsozialis­mus sei sich von Anfang an darüber klar gewesen, daß er auf dem Gebiete der Kunst ein gewaltiges Erbe zu verwalten habe. Aus dem bestehenden Kunst- und Kulturvorrat müßten die Methoden und die Eedankengänge entwickelt werden, die für unsere Zeit maßgebend seien. Ein Dichter könne mit seiner historischen Witterung und Inspiration viel tiefer in die eigentlichsten Urgründe einer historischen Epoche eindringen als der Wissen­schaftler und er habe daher auch das Recht, von der sogenannten poetischen Freiheit Gebrauch zu machen. Schon in 10V oder 160 Jahren werde .es wahrscheinlich viele, Dramen und Filme geben/ die die -festlichsten Höhepunkte der national­sozialistischen Revolution behandeln. „Deshalb halte ich es füp richtig", so fuhr Dr. Goebbels fort, „daß wir uns heute dem eigentlich histori­schen Stoff des Nationalsozialismus gegenüber noch etwas reserviert verhalten.

Etwas anderes ist es, einer nationalsozialisti­schen Charakterkunst den Weg zu bahnen. So wenig ich es heute wünsche, daß Stosse aus der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung verfilmt oder dichterisch gestaltet werden, so sehr bin ich bestrebt, aus jedem künstlerischen Schaffen die nationalsozialistische Grundhaltung sprechen zu lassen.

Wenn wir eine so bedeutende Forderung an die deutsche Kunst stellen, dann müssen wir an­dererseits aber auch die Grenzen des Begriffes „Nationalsozialismus" sehr großzügig abstecken. Wir dürfen es dann nicht zulassen, daß der Nationalsozialismus zu einem begrenzten Dogma gemacht wird. Wir dürfen niemals Gefahr lau­fen, mit Millionen Menschen unseres Volkes in Widerspruch über Dinge zu geraten, die mit dem Nationalsozialiismus gar nichts zu tun haben, son­dern die nur ein paar Klugschwätzer in den Nationalsozialismus hineingepfusckff haben. Wir dürfen nicht stur- Dogmatiker werden, sondern wir müssen als nationalsozialistische Künstler versuchen, das Leben in seiner tausend­fältigen Vielgestaltigkeit einzufangen. Wir dür­fen nicht in den Geruch kommen, daß wir nur Parteikünstler oder Parteidichter seien, sondern wir müssen gewissermaßen der Stoßtrupp einer nationalsozialistischen Hal­tungskunst werden. Es soll z. B. nicht unser Ehrgeiz sein, nur SA.-Denkmäler zu bauen, son­dern die Monumentalität unserer Zeit in un­seren Bauwerken zum Durchbruch kommen zu lassen.

Unsere Dichter sollen die heroische, herbe und spartanisch« Lebensauffassung unserer Zeit in ihren Gedichten zur Darstellung bringe«. So

werden wir allmählich eine nationalsozialistische Kunst in diesem höheren Sinne bekommen. Wir werden einsehen lernen, daß die Kunst nicht für eine Minderheit, sondern für das ganze Volk da istz daß der Dichter, auch wenn er aus der SA. hervorgegangen ist und mit Stolz seine SA.- Uniform trägt, seinen Anruf an die ganze Nation zu richten hat, und daß ein Bildhauer, auch wenn er aus unseren Formationen kommt und die besten Kräfte seines Schaffens aus der SA. ge­schöpft hat, mit der Monumentalität seines Werkes die ganze Nation ansprechen muß."

Im Sinne dieser Ausführungen wies Dr. Goebbels auch dem Kulturkreis der SA. seine Aufgaben zu, mit denen er sich in seinen Schu- lungslagein beschäftigen müsse. Es werde zwar niemals in einem Lager ein Nichtkiinstler zum Künstler gemacht, aber ein Mann mit großer künstlerischer Veranlagung, der sich über seinen Weg noch nicht klar sei, könne hier auf den rich­tigen Weg geführt werden. Die große Kunst werde immer nur in der Einsamkeit geboren, und der wahre Künstler werde immer aus der Einsamkeit heraus zur Gemeinschaft sprechen. In der Einsamkeit finde der Künstler die starke und klare Linie seines künstlerischen Werkes: das Element zu seiner Dichtung aber und die Men­schen, die er darstellen wolle, müsse er in der Ge­meinschaft suchen. „Ihre Gemeinschaft", so rief Dr. Goebbels den Männern des SA.-Kultur- kreises zu, „ist dieSA., ist das größte Kunst­werk, das es in der heutigen Zeit gibt, nämlich die Organisation der Partei und ihrer Gliede­rungen.

Wahre Künstler haben hier für einen rohen Urstofs von Millionen durcheinanderwirbelnder Menschen eine vollendete Form gefunden, die in der Welt ohne Beispiel ist. Ich bin der Ueber­zeugung, daß die Männer, die in diesen sieghaft marschierenden Kolonnen ihre Heimat haben, aus dem Geist der Bewegung ihre beste und unversiegliche Kraft schöpfen werden. Ich wünsche und hoffe nur, daß sich aus den Mil­lionen Gliedern unserer SA. und HJ. allmählich die klaren und entschiedenen, erfahrenen und kenntnisreichen Köpfe herauskristallisieren, die in unserem Kulturleben einst die entscheidenden Po­sten einnehmen können."

In diesem Zusammenhang erklärte der Mi­nister, daß er stolz darauf gewesen sei, den Staats­preis je einem Mann der SA., der HJ. und der Parteiorganisation zuerkennen zu dürfen. In ein­dringlichen Worten wies Dr. Goebbels die SA.- Führer auf ihre große Aufgabe hin, als Fackel­träger einer neuen Zeit bei der politischen und kulturellen Neugestaltung des deutschen Volkes schöpferisch mitzuarbeiten. Und er zeigte ihnen in einem packenden Schlußwort das hohe Ziel auf:

„Das, wonach wir alle stieben, werden vielleicht viele von uns noch selbst erleben: Den großen Anbruch einer neuen Blütezeit im deutschen Kul­turleben."

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II-*)

Sie Neoolukioniecung Ses wirtschaftlichen Denkens

Man hat die Wirt­schaft das Stief­kind der national­sozialistischen Re­volution genannt. Sehr zu Unrecht. Denn wir begin­nen heute zu ah­nen, daß die wirt­schaftliche Revolu­tion des Nationalsozialismus einmal als einer seiner größten und gewaltigsten Lei­stungen verzeichnet werden wird. Gewiß, man hat den empfindlichen und feingliedri- gen Wirtschaftskörper pfleglich vor Erschüt­terungen bewahrt. Wir kennen ja alle das Beispiel von der Säge und dem Ast, auf dem man sitzt. Aber daß auch hier ein tiefgreifen­der Wandel herbeigeführt werden mußte, darüber war man sich keinen Augenblick im Zweifel. Hätte doch die unheilvolle Zer­splitterung unseres politischen Denkens ge­rade von der Wirtschaft her, von kapitali­stischer Verblendung und marxistischem Klassenwahn ihren Ausgang genommen. Hier war das Gift am tiefsten eingefressen. Und deshalb mußten hier erst die psychologi­schen Voraussetzungen und Erkenntnisse heranreifen, um einen Strukturwandel von innen heraus möglich zu machen, dessen Um­risse wir heute vor uns haben.

Gegenüber der wahrhaft babylonischen Verwirrung, des wirtschaftlichen Denkens bedurfte es erst eines praktischen Anschau­ungsunterrichtes und einer praktischen Er­ziehungsarbeit der wirtschaftenden Menschen, damit jenes neue wirtschaftliche Ideengut in den Hirnen und Herzen aller Schaffenden Gestalt annehmen konnte, das die geschlossene nationalsozialistische Welt­anschauung in sich birgt. Eine wahre Revo­lution des wirtschaftlichen Denkens! Das nationalsozialistische Wirtschaftssystem hat daher nicht mit theoretischen Erörterungen begonnen, sondern mit praktischer Arbeit. Es ließ das Notwendige zur Tat werden und hat dadurch den wirtschaftlichen Wahn­vorstellungen des kapitalistischen Liberalis­mus und des „wissenschaftlichen" Marxis­mus ein gründliches Ende bereitet. Der Ge­meinschaftsgedanke des Nationalsozialismus hat zum ersten Male in der Geschichte die Harmonie der wirtschaftlichen Interessen auf einer neuen Ebene menschlichen Zusam­menlebens verwirklicht! Jeder deutsche Ar> beiter, der auch nur eine Spur von Empfin­den für die natürlichen Zusammenhänge des Wirtschaftslebens hat, in dem er selbst steht,

-- Siehe auch den Leitartikel des Reichsprcssechef- der NsLAK- i» der gestrigen Ausgabe der ,Kremer Ztg."

weiß heute, daß weder seine Arbeit noch-die des Unternehmers oder dessen Kapital den Wert der Produkte bestimmen, die sie/ge­meinsam schaffen. . Wenn die Produktion nicht verkauft werden kann, hat sie wirt­schaftlich überhaupt keinen Wert. Ob sie aber verkauft werden kann, und ob zu ange­messenen Preisen oder nicht, das hängt von zahlreichen Faktoren und Umständen ab, dle durch, die gesamte .volkswirtschaftliche und politische Lage der Nation bestimmt werden. Alle haben , ihren Anteil am Erfolg, und dieser Erfolg.ist in seiner Gesamtheit um. so größer, je reibungsloser ihr Zusammen­wirken ist. Die Qualität einer Nation, die Form, in der sie sich befindet, ist es, die letzten Endes über den Wert ihrer Arbeit und die Höhe ihres Lohnniveaus entscheidet!

Es ist nicht so, daß der einzelne durch seine Arbeit wirtschaftliche Werte hervor­bringt, deren Summe die Volkswirtschaft ausmacht. Sondern es ist umgekehrt: Wirt­schaftliche Werte werden nur durch Zu­sammenarbeit in derGemein- schaft geschaffen, und der Anteil des ein­zelnen an ihnen leitet, sich aus der Gemein­schaft nach Maßgabe seiner Leistung für sie ab.. Mit anderen Worten: Das Wohl der Gemeinschaft ist das erste, die Voraussetzung und Bedingung für das wirtschaftliche Wohl­ergehen des einzelnen.

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das. Kunststück fertiggebracht, Gemein und Eigennutz auf einen gemeinsamen i) ner zu bringen! Gemeinnutz geht vor Eh nutz — das ist nicht nur eine notweni moralische Gesinnung, sondern die wc Parole wirtschaftlicher Vernunft. Sie m das wirtschaftliche Leben in der Na: fruchtbar, aber auch für den einzelnen solgreich. Und zwar sowohl für den Arb geber wie für den Arbeitnehmer.

Der Nationalsozialismus denkt n daran, das gesunde persönliche Erfolgstre zu unterbinden, und damit den stärk! Motor der menschlichen Wirtschaft ab drosseln. Er setzt der Persönlichkeitsleisti und dem privaten Erwerbsstreben nur! jenigen gemeinnützigen Grenzen, die für ! Ganze unerläßlich sind und letzten Eü den Interessen jedes einzelnen wie/ dienen. Es ist selbstverständlich, daß Wirtschaftsfreiheit im Innern da i Grenze finden muß, wo die Freiheit ! ganzen Wirtschaft von außen bedroht ist.

Den Arbeitern andererseits predigt i Nationalsozialismus nicht Lüe kindliche u aller Wirklichkeit hohnsprechende Lehre v der Gleichheit der Menschen, sondern er gi ihnen das Bewußtsein zurück, einem groß Volke anzugehören, mit dem sie auf Geck und Verderb verbunden sind und in ck jeder genau so viel erreichen kann, wie