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liachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Vremen
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Nr, 50 / 7. Jahrgang
Sonnabend, 20. sebruarIS57
kinzelpreis lS Npf.
Neutfchlands Nennfahrer die schnellsten der Welt
deute Würdigung Ilieer krsolge
erschlossener flustandsmarkt
Berlin, 19. Februar.
Zum erstenmal werden Lei der Eröffnung der Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung am Sonnabend die berühmtesten Meisterfahrer Deutschlands in dem festlichen Rahmen
Unser lagesspiegel
Morgen, am Heldengedenktag, wird in der Berliner Staatsoper ein Staatsakt in Anwesenheit des Führers stattfinden.
Der Führer eröffnet heute in Berlin die Automobil-Ausstellung.
Preisherabsetzungen für Kraftfahrzeugteile sollen den Auftakt für allgemeine Preissenkungen bilden.
In der Maschinenindustrie ist die Beschäftigung weiter gestiegen.
Das Reichsgericht hat eine Entscheidung über verzögerte Ausführung von Jnlandsbestellun- gen bei späterem Eingang von Auslandsaufträgen gefällt.
Das Wrack des Versuchsbootes „Welle" wurde gehoben.
Sturmbann 1/78 führte eine eindrucksvolle Feierstunde im Wilhelm-Decker-Hans durch. Durch eine Erotzübung bewies die Bremer Feuerwehr ihre ständige Einsatzbereitschaft. Bremens Sängerschaft bereitet sich auf das 12. Sänger-Vundessest in Schlesiens Hauptstadt vor.
In Rottach-Egern wurden die Wintersport- kämpfe der Gliederungen der NSDAP. eröffnet.
des Tages sichtbar herausgestellt. Damit erfährt der deutsche Rennsport vor den Augen des deutschen Volkes und der Weltöffentlichkeit erneut die Anerkennung, die er sich nach seinen grandiosen Erfolgen für Deutschland in den letzten drei Jahren verdient hat.
Der politische, wirtschaftliche und moralische Niedergang der Systemzeit hatte es gerade in den letzten Jahren vor der Machtübernahme mit sich gebracht, daß die deutsche Industrie mit den ausländischen Firmen, denen unbeschränkte Mittel zur Verfügung standen, nicht mehr in ernsten Wettbewerb treten konnte. Das änderte sich mit einem Schlage, als der Führer durch seine persönliche Initiative mit seiner klaren, weit vorausschauenden Erkenntnis dem deutschen Rennsport die Grundlage für einen nicht für möglich gehaltenen Aufschwung gab. In den letzten Januartagen des Jahres 1983 wurde auf Befehl des Führers mit dem Bau der neuen deutschen Rennwagen begonnen, und nach knapp anderthalb Jähren ging zum erstenmal wieder ein deutscher Rennwagen als Sieger durch das Ziel. Damit nahm eine fast ununterbrochene Kette von Erfolgen der deutschen Rennwagen auf allen Bahnen Europas, ja, selbst in Afrika, ihren Anfang.
Immer wieder ging die Hakenkreuzflagge an den Siegesmastsn der traditionsreichsten Rennstrecken im In- und Ausland zum Zeichen der wiedergewonnenen Weltgeltung der deutschen Kraftfahrt empor.
Bereits 1931 fielen vier der sechs vom Internationalen Automobil-Sportverband anerkannten Großen Preise an Deutschland, und zwar belegten die deutschen Rennwagen in den Großen Preisen von Deutschland, der Sch.vnz, Italien und Spanien sogar die beiden ersten Plätze. 1935 wurde der Erfolg noch gesteigert durch die fünf Siege in den Großen Preisen von Frankreich, Belgien, der Schweiz, Italien und Spanien. Im Jahre
1936 beendete Deutschland alle in diesem Jahre anerkannten Großen Preise siegreich, und zwar in Deutschland, der Schweiz und Italien. Außer bei diesen wertvollsten internationalen Prüfungen siegten die deutschen Rennwagen in den letzten drei Jahren auch in zahlreichen anderen international ausgeschriebenen Rennen, so bei den Preisen von Tripolis, Tunis, Monaco und der Tschechoslowakei, im Rennen um den Acerbo-Pokal, im Eifelrennen auf dem Nür- burgring, im Großen Bergpreis von Deutschland auf dem Schauinslaitd usw. Diese Erfolge in den schweren und schwersten, mit zahllosen Kurven gespickten Rundstrecken- und Vergrennen werden noch unterstrichen durch die Tatsache, daß es den deutschen Werken gelang, wieder in den Besitz von zahlreichen Welt- und internationalen Klassenrekorden zu kommen.
Großen Anteil an den Erfolgen des deutschen Motorsports hatten auch die Krafträder. Auch sie erkämpften auf bedeutendsten internationalen Rennen dieser Jahre große Siege und stellten die schnellste Maschine der ganzen Welt, die zahllose absolute Keschwin- digkeitsrekorde für Deutschland eroberte.
Die Wiedererringung der Vorherrschaft im Rennsport ging parallel mit der Wiedererkämp- sung des ausländischen Marktes für den deutschen Kraftwagen. Die deutschen Rennwagen legten Zeugnis von der Wiedererftarknng, dem konstruktiven und technischen Fortschritt des deutsche» Kraftfahrwefens ab..Sie waren das aller Welt sichtbare Symbol der vom Führer befohlenen Motorisierung Deutschlands. Sie waren es, die auch den ausländischen Markt wieder für Deutschland erschlossen. Dafür zeugt die Tatsache, daß das deutsche Kraftfahrzeug aus dem Straßenbild selbst der entferntesten Länder nicht mehr wegzudenken ist.
Ille Motorisierung wird weiterorttleben
eindrucksvoller Nechenschastsbeercht des Institutes für Konjunkturforschung
Berlin, 19. Februar
Am 11. Februar 1933 eröffnete der Führer die erste Automobilausstellung im nationalsozialistischen Deutschland mit einer programmatischen Rede, in der er feine Idee, die Idee der deut - scheu Motorisierung entwickelte. Damit wurden die Wicderaufrichtung der Kraftfahrzeug- und Motorenwirtschaft, der rasche Aufbau der deutschen Kraftfahrzeugbostände, die Schaffung eines dem modernen Kraftverkehr gemäßen Autostraßennetzes zu entscheidenden Aufgaben im Rahmen der Ar- bsitsschlacht.
Die schnelle und gewaltige Belebung der Kraftfahrzeugmarkte m den vergangenen vier Jahren ist ein überzeugendes Beispiel nationalsozialistischer Berbrauchs- lenkunq und Derbrauchsentfaltung durch staatliche Initiative unter gesamtwirtschaftlichen und staatspolitischen Gesichtspunkten, ^zns Werk gesetzt wurde sie vornehmlich durch steuerliche Maschinen, die eine durchschlagende Propaganda und sorgfältige Pflege des Kraftverkehrswe,ens begleiteten. > . ^
Ueber die Erfolge, dieser Arbeiten gibt Las Institut für Konjunkturforschung im Auftrage des Reichsverkehrsministers in einer kleinen Son- derschrift zusammenfassend Rechenschaft. Das Institut stellt fest: 1. Der Jnlandsachaß von „Personenkraftwagen hat stch >eit 1932 verfünffacht, der Lastkraftwagenabsatz sogar versieb e n f a ch t. Ja. selbst die Zulassungen von Krafträdern sind seit 1932 auf das dreifache gestiegen, obgleich sich die Nachfrage starker vom Kraftrad zum Kleinwagenmarkt verlagert hat. 2. Die Motorisierung, d. h. die Ausrüstung unseres Landes mit Kraftfahrzeugen, hat in dieser Etappe des Aufbaues schon sehr erhebliche Fortschritte gemacht, obgleich ein großer Teil der neu eingestellten Automobile und Krafträder zunächst dem Ersatz iiberalteter, ausscheidender Fahrzeuge diente. Don Mitte 1932 bis Mitte 1936 stiegen beispielsweise die Personenkraft- rv<rcren von 861000 auf 961000, d. h. um mehr als 76 v. H. 1932 war in Deutschland auf fe 166 Einwohner ein Kraftwagen im Verkehr 1936 wurde schon bei je 54 Einwohnern ein Kraft- wagen gezählt. 3. Die Beschäftigung in der Kraftfahrzeugindustrie ist in vier Jahren von etwa 34 006 auf schätzungsweise 129 900 gestiegen. Zählt man die Arbeitenden und nebengeordneten Industrien hinzu, so ergibt sich, daß durch die Herstellung von Kraftfahrzeugen. Kraftfahrzeugteilen und -zubehör 1936 N Million Menschen Arbeit und Brot fanden. 4. Die Automobilindustrie ist nunmehr erstmalig rentabel geworden. Der Bericht des Institutes für Konjunkturforschung erinnert daran, wie die Rationalisierung der deutschen Kraftfahrzeugproduktion nach dem Kriege Jahre hindurch ohne Erfolg blieb, weil der Absatz fehlte. Erst seit 1933 hat sich dies grundlegend gewandelt. Die Gesamterzeugung erreichte 1936 schon schätzungsweise 1,2 Milliarden RM. wurde also gegenüber 1932 vervierfacht. Entsprechend ist auch der Wert der von d^r Kraftfahrzeugindustrie an die übrige Wirt
schaft erteilten Aufträge gestiegen. Das Institut für Konjunkturforschung schätzt ihn für 1936 auf 600 . Millionen RM: 1932 war er auf nur 140 Millionen RM zusammengeschmolzen.
War die Ankurbelung der Motorisierung ein Beispiel nationalsozialistischer Verbrauchslenkung und Verbrauchsentfaltung, so zeigt der Autobahnbau und der Straßenbau der letzten vier Jahre vielleicht am augenfälligsten, wie der Nationalsozialismus in der staatlichen Lenkung der volkswirtschaftlichen Anlagen die Führung und Initiative ergriffen hat. Der ungeheure Einsatz produktiver Kräfte für die Lösung dieser Aufgaben spiegelt .stch in den seit 1933 hierfür aufgewendeten Mitteln wider. Für den Autobahnbau wurden im Rechnungsjahr 1933/34 bis 1936/37 mehr als anderthalb Milli- ardenReichsmark verausgabt. Gleichzeitig wurden die Aufwendungen für das übrige deutsche Straßenwesen stark gesteigert. Seit der Machtübernahme wurden hierfür fast sieben Milliarden Reichsmark verausgabt. Von den 7060 Kilo- metern geplanter Reichsautobahn waren Ende 1936 'schon 1648 Kilometer dem Verkehr übergeben. 2m Bau befanden sich weitere 1462 -Kilo- meter und 1738 Kilometer waren zum Bau freigegeben.
Die Aussichten der . Kraftverkehrsentwicklung faßt das Institut für Konjunkturforschung wie folgt zusammen: Unter den gegebenen Umständen scheint es nicht unwahrscheinlich, daß der deutsche Markt 1937 schon eine Viertelmillion Personenkraftwagen wird aufnehmen können und daßauch der schnelle Auftrieb des Lastkraftwagenabsatzes
seinen Fortgang nimmt. Dabei ist nicht außer acht gelassen, daß die Motorisierung wie das Schicksal der deutschen Wirtschaft überhaupt heute auf das schärfste von der Beschaffung der Rohstoffe abhängt. Aber die nationalsozialistische Regierung ist entschlossen, die Motorisierung weiterzutreiben. Daher ist gerade die Treibstoff- und Gummierzeugung aus deutschen Rohstoffen einer der wichtigsten Bestandteile des neuen Vierjahresplanes.
Jude katz Pros. für kindererriekung
Stockholm, 19. Februar.
Der schwedische Ministerrat hat dem Vorschlag der Stockholmer Hochschule stattgegeben, den jüdischen Emigranten Pros. David Katz, der früher in Rostock „wirkte", mit dem durch private Spenden gestifteten Lehrstuhl für Kinderpsychologie zu betrauen.
„Nya Daglight Allehanda" erklärt u. a., es.sei ! bedauerlich, daß Schweden den ersten Lehrstuhl ' für Kindererziehung einem Ausländer übertrage, ! der „den schwedischen Charakter nicht kenne und auch nicht kennenlernen könne". Der Jude Katz werde ein Fremdling unter Fremden bleiben. „Aston Bladet" bezeichnet den Beschluß der Regierung als „verblüffend" und erklärt, eine sehr starke und sachliche Kritik habe gezeigt, daß die Kandidatur des Juden Katz weder mit
^liebstes 2 isl der Truppen Iruncus nacü der büuiialuue Rniagas: ^.Imoria,
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kntliüllungsn llksr I'i'onlcl'siclis k'i'Slmoui'Si'
Für die Eingeweihten ist es nicht mehr notwendig, auf die'Z.ersetzung der französischen Armee durch den Bolschewismus hinzuweisen. Ferner ist es nicht mehr notwendig, oie tatsächliche Zusammenarbeit zwischen den Freimaurern und den Komintern Moskaus nachzuweisen. Beide Erscheinungen sind Tatsachen. Folgerichtig hat sich nunmehr die Freimaurerei auch auf die Armee verlegt und sucht, in treuer Anhänglichkeit zu Moskau, die französische Armee, die bisher immer noch den stärksten Gegner der sowjetischen Volsche- wisterungspläne in Frankreich darstellt, ihrerseits zu sersetz'en.
In planmäßiger Arbeit hat sich das unterirdische Treiben der Großlogen zuerst an die französische. P r e s s e herangemacht, dann folgte der Griff nach der Schule als Zentrale der Jugenderziehung, und nun ist der dritte Garant einer gesunden, nationalen Entwicklung an der Reihe: die Armee. Schon diese systematische Fortführung der Arbeit zeigt den bolschewistischen Lehrmeister der Freimaurerei.
Bis vor etwa zwanzig Jahren hat sich die Freimaurerei überhaupt nicht um die militärischen Stellen irgendeines Landes gekümmert. Man wußte in den maßgebenden Kreisen zu genau, daß diese „Militärs" sich grundsätzlich von jeder Politik fernhielten, und sie waren deshalb für die politischen Bestrebungen der Freimaurerei ganz ungefährlich. Diese Lage änderte sich grundsätzlich schon während des Krieges, da die Freimaurerei einsah, daß auch die politische Führung zum großen Teil in die Hand von Militärs übergehen mußte, und zwar aus militärischen Gründen. Die Kriegszeit war jedoch für die zersetzenden Bestrebungen der Freimaurerei nicht günstig, und so suchte man sich in diesen Kreisen durch eine nationale Vetätigung für Offiziere freundschaftlich einzuführen, um dann später darauf hinweisen zu können. Nach dem Kriege war die Verfolgung der freimaurerifchen Pläne nicht mehr so dringlich geworden, und deshalb suchte man zuerst die Nächstliegenden Ausgasten zu erledigen.
Trotzdem hat man die Bearbeitung der Armee nicht ganz aus dem Auge gelassen und immer wieder versucht, maßgebende Führer zum Eintritt in die Logen zu bewegen, was allerdings nur in sehr wenigen Fällen möglich war. Um diese Ve>
dem Wunsche noch mit dem Sinn des Testamen- f strebüngen erfolgreicher zu gestalten, wurde durch tes des Stifters übereinstimme. « die Freimaurerei ein besonders national gerich-
litt sielvengevenktag in der NeichsiMptslM
Staatsakt in der Staatsoper unter veteiligung des siikrers
Berlin, 19. Februar. hatt' einen Kameraden" und der gemeinsame Ge- Am Heldengedenktag, der in diesem Jahre am fang der Nationalhymnen. Der Staatsakt wird
auf alle deutschen Sender über
kommenden Sonntag begangen wird, werden im ganzen deutschen Reichsgebiet wie in den Vorjahren Gedenkfeiern veranstaltet. In den Standorten der Wehrmacht ist der Träger dieser Veranstaltungen der Truppenälteste des Ortes, sonst der Hoheitsträger der Partei. Diese Feiern werden mit Aufmärschen verbunden, an denen sich die Partei, ihre Gliederungen, die angeschlossenen Verbände, die Soldatenbünde und die Hinterbliebenenverbände beteiligen.
In Berlin findet in althergebrachter Weise unter Beteiligung des Führers in der Staatsoper Unter den Linden ein Staatsakt statt, der um 12 Uhr beginnt. Zunächst bringt die Staatskapelle unter Leitung von Professor Heger den Trauermarsch aus der III. Sinfonie von Beethoven, der Eroica, zu Gehör. Es folgt dann die Gedenkrede des Reichskriegsministers. Den Abschluß bilden das Lied „Ich
tragen.
An der Feier in der Staatsoper werden teilnehmen: Der Führer, Eeneralseldmarschall von Mackensen, die Reichsregierung, das diplomatische Korps, Reichsleitor und hohe Offiziere der alten und neuen Armee sowie Vertreter der Soldatcn- bünde und der Kriegerhinterbliebenenverbände, außerdem 36 Fahnen der alten Armee und drei Fahnen der alten Kriegsmarine.
Nach Beendigung dieses Staatsaktes begeben sich die Gäste aus der Staatsoper auf eine Tribüne gegenüber dem Ehrenmal. In der Zwischenzeit haben vor dem Zeughaus die Fahnenkom- panie mit den ruhmreichen Feldzeichen der alten Armee und je eine Kompanie des Heeres, der Luftwaffe und der Kriegsmarine Aufstellung genommen. Zwischen dem Denkmal Friedrichs des Großen bis zur Schloßbriicke werden die. Ver
bände aufmarschieren, an bevorzugter Stelle die Hinterbliebenen-Verbändo und Soldatenbünde.
Gegen 13 Uhr wird stch derFührer zum Zeughaus begeben und die Fronten der Ehrenkompanien sowie der Verbände abschreiten. In seiner Begleitung werden stch der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Vlomberg und der Eeneralfeldmarschall von Mackensen befinden. Anschließend erfolgt die Kranzniederlegung am Ehrenmal. Die Reichsregierung, das diplomatische Korps und die Generalität nehmen dabei westlich vom Ehrenmal Aufstellung, die Schwerkriegsver- letzten und Kriegerhinterbliebenen östlich vom Ehrenmal. Wenn der Führer das Ehrenmal verlassen hat, beginnt der Vorbeimarsch der vier Ehrenkompanien. Anschließend wird der Führer die Kriegerhinterbliebenen und Schwerkriegsbeschädigten begrüßen. Damit hat der Staatsakt für Berlin sein Ende erreicht. — An dem Heldengedenktag in Berlin wird auch General Krauß von der österreichischen Armee teilnehmen.
toter Kurs eingeschlagen, der sich in einer sturen Gegnerschaft gegen jede Abrüstung äußerte. Durch diese Taktik erreichte die Freimaurerei, daß sich seit dem Jahre 1924 einige führende Persönlichkeiten der Armee in die Freimaurerei aufnehmen ließen, die durch militärische Vortrüge die Logenbruder über die militärische Schulung und Entwicklung unterrichteten. Trotzdem war der Zustrom der Offiziere und Unteroffiziere in die Logen sehr mangelhaft, da einesteils die gesellschaftlichen, andernteiks die finanziellen Voraussetzungen hierfür fast vollständig fehlten. Erft'nach dem 6. Februar 1934 änderte der Eroß-Orient plötzlich seine bisherige Taktik. Man fühlte in den ntaß- gebenden Kreisen des Konvents, daß die'Bestrebungen der Freimaurerei in der Armee unbeliebt waren. Aus politischen Gründen mußte diese Voraussetzung geändert werden.
Auf Beschluß des Konvents vom , 6. Februar 1934 wurde eine umfassende Aktion für'die Freimaurerei unter den Offizieren und Unteroffizieren der französischen Armee eingeleitet. Man faßte sie von zwei verschiedenen Seiten an, die in dem Endziel zusammenliefen, unbedingten Einfluß der Freimaurer in der Armee zu gewinnt». Auf der einen Seite gründete man besondere Klubs für Offiziere und Unteroffiziere, und zwar hauptsächlich für solche der Reserve. Auf der andern Seite warb man mit allen Mitteln Lei den aktiven Offizieren und Unteroffizieren, die militärisch in der Armee Karriere machen wollten, um auch sie in bestimmten „Klubs" zusammenzufassen. Diese Aktion hatte einen erstlich bescheidenen Erfolg. Durch die persönliche Verpflichtung eines jeden Bruders, zum mindesten einen Waffengefährten anzuwerben, vermehrte sich der Bestand an Reserve- und aktiven Offizieren und Unteroffizieren in der Freimausrei zusehends, so daß man schon zu Beginn des Jahres 1936 von einer wirklichen Durchdringung des Offizierskorps durch die Frei- marerei sprechen konnte. Schließlich konnten insgesamt in Frankreich, Algerien und Marokko 348 rein militärische Logen im Grotz-Orient gezählt werden, welche je nach den Waffengattungen, wie auch nach dem Rang gesondert unter- geteilt sind.
Die Logen „Pro Solis" unt> „Paris" sind allen Offizieren der Garnison Paris offen,, wobei in der Logs „Paris" das „artilleristische Moment" besonders vorwiegt. Die Loge „Eole" indes ist nur den Fliegeroffizieren zugänglich. In den ersten beiden Logen sind nachweisbar über 350 aktive Offiziere der Pariser Garnison eingeschrieben- In der Loge „Eole" vereinigt sich die Zahl der „Republikaner" der Luftwaffe. In diefer Log- ist der Jude Sadi-Lecointe, Präsident der französischen Sportaoiatik, und Bruder Eduard Serro Mitglied, die in Verbindung mit der Entführung von sechs englischen Flugzeugen von Paris nach Barcelona ziemlich international bekannt wurden. Diese maßgebenden Führer der Fliegerloge „Eole" haben aus ihren Sympathien zu den Bolschewisten in Spanien kein Hehl gemacht und sind durch den bekannten Flieger Didier Poulain öffentlich der tMgzeugbelieferung der Roten in Spanien beschuldigt worden. Die, Anzahl der in der Loge „Eole" eingeschriebenen Fliegeroffiziere wird mit 172 angegeben.
Die Unteroffiziere sind in den drei Logen „Freundschaft", „Wahrheit" und „Der freie Gedanke" zusammengefaßt. Sie werden unter den gleichen Grundsätzen aufgenommen wie Offiziere und wiederholt werden „hervorragende" Bruder zu Vortrügen in den Logen eingeladen. In diesen Vortrügen werden Organisation, Bewaffnung usw. der zuständigen Truppenteile offen bärge l e g t, so daß jeder Bruder stets „im Bilde" ist.