Ausgabe 
(15.2.1937) Nr. 45
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen

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Nr. 45 / 7. Jahrgang

Montag, l5. Februar 1SZ7

kinzelpreis 15 Npf.

Verantwortungsvolle sirbeit der NSM.

Umfassende Arbeitstagung der öruppe birnverletzter Krieger, Abteilung Niedersachsen, in vremen

Vedeutfame Vortröge

Vremen, 14. Februar.

Mit einer außerordentlich umfangreichen Tagesordnung wurde die Arbertstagung der NS­KOV., Gruppe hirnoerletzter Krieger, Abteilung Niedersachsen Sonntag in derUnion" fortgesetzt. Zahlreiche Vertreter der Partei, des Staates und der Wissenschaft nahmen ander Veranstaltung teil; unter ihnen Staatsminister a. D. Eebietsinspetteur Pg. Spangemacher, weiter der Leiter der Gruppe hirnoerletzter Krieger Pg. Schii'gler-Miinchen, der

ilnssr lagesspisgel

Die deutsch-polnischen Wirtschaftsverhand­lungen gelangten zu einem vorteilhasten Abschlug.

Der österreichische Bundeskanzler Dr. Schuschnigg äußerte sich über die politische Lage.

Die Arbeitstagung der Gruppe, hirnoerletzter Krieger in der NSKOV. sand ihren Abschluß. Der zweite Tag des RVWK. stand im Zeichen eine Grohkampses.

Vor 49 699 Zuschauern wurden in Altenberg in Sachsen die deutschen Ski- und Heeres- meisterschasten abgeschlossen.

In Düsseldorf besiegten Deutschlands Amateurboxer Polen 11:5.

In der Bremer Kampfbahn festigte der SB. Werder durch einen Sieg über Arminia- Hannover sein« Tabellenführung.

Eine überraschende 1:2-Niederlage erlitt der ASV. Blumenthal durch VsL. Oldenburg. Niedersachsens Handball-Eaumannschast siegte in Eörlitz in der Pokalvorrunde über Schlesien mit 10:7.

Leiter des Instituts für klinische Psychologie und Leiter des Hirnoerletztenheimes Bonn, Pros. Poppelreuter, als Vertreter des Senats und Prä­sident des Amtes für Wohlfahrt und Versiche­rungswesen Ortsobmann der NSKOV. Pg. Kaoser, der Direktor des Hauptversorgungsamtes Hannover, Ministerialrat Ott, der Abteilungs­leiter der Abteilung Niedersachsen der Gruppe hirnoerletzter Krieger Pg. Gotisch, der Landes­betreuungsarzt der Hauptsürsorgestelle Hannover Pros. Dr. Willige und zahlreiche Regierungsräte, Inspektoren, Leiter der Versorgungsämter und Abteilungsleiter. .

Namens der Gruppe hirnoerletzter Krieger. Ab­teilung Niedersachsen. begrüßte Abteilungsleiter Pg. Gotisch nach dem Fahneneinmarjch tue Versammelten.

Dann ergriff der Leiter der Gruppe hirnver- letzter Krieger in der NSKOV. Pg. Rudolf Schütz! er,' München, das Wort zum Thema Die Entwicklung und die künftigen Aufgaben der Sonderbetreuung der hirnverletzten Krieger . Mit der Machtübernahme, so führte er aus, habe auch für die Kriegsopfer und insbesondere für die Hirnverletzten unter ihnen, eine neue Zeit begonnen.'Pg. Oberlindober habe damals sämt­lich e K r i e g s o p f e r z u s a m m e n g efuh rt;

so entstand die NSKOV., der große Einheits­verband in der nationalsozialistischen Bewegung. Gleichzeitig übernahm Pg. Schützler die Führung der Hirnverletzten. Der Redner machte dann längere Ausführungen über die Organisation der Fachgruppe und schilderte, wie seit dem «onder- aufruf Hindenburgs vom Februar 1917 an die Betreuung für Hirnverletzte immer mehr zunahm. Ein Auf- und Ausbau der Wissenschaft war mit

der Errichtung von Sonderlazaretten gegeben m

München würbe der Bund deutscher hirnoerletzter Krieger gegründet und Heime entstanden in München, Bonn, Frankfurt, später auch in Vreslau und Königsberg, während em weiteres in Berlin heute kurz vor der Eröffnung steht.

Ein besonderes Kapitel sei die H e i l b eh a n s- lunq, die in Zukunft nur noch in den Heimen durchgeführt werden solle. Weiter wurde durch die Organisation der Fürsorge im neuen Deutsch­land viel für die Hirnverletzten getan. Als einen der wesentlichsten Faktoren müsse man die Er­hol u n g s fllrsorqe ansehen. Es sei aber unbe­dingt notwendig, datz während der Erholungszelt des' Mannes auch die Frau Entspannung finde. Um dem Rechnung zu tragen, wurde dasNSKOV.- Frontkämpferheim Ilsenstein bei Ilfenburg am Harz geschaffen.

Eebieisinspekteur Pg. Spangemacher, Hannover, überbrachte die herzlichsten Grütze Pg. Öberlindobers und führte aus. datz heute die ein­stige stumpfe Behördenarbeit der Kamerad­schaft gewichen sei. Im Zeichen dieser Kamerad­schaft sei aufgebaut worden und im gleichen Zei­chen werde das vollendet werden, was noch not­wendig sei.

Universitätsprofessor Dr. Poppelreuter sprach über die Wissenschaft und Für­sorge für die Hirnverletzten. Er be­gann seine Ausführungen mit der Feststellung, datz die Sonderbetreuung für die Hirnverletzten aus

einer fachlichen Entwicklung heraus schon während des Krieges notwendig geworden sei. Während man im Verlauf des Krieges Uebungsschulen und UöbungswerkstLtten für Hirn­verletzte schuf, um ihnen die Arbeits- und Er- werbsfähigkeit zu erhalten, trat nach Kriegsende die Begutachtung auf Eignung in den Vordergrund. Man bemühte sich immer mehr, erwerbslose Hirnverletzte in den Arbeitsprozeß einzuschalten.

Sein besonderer Kampf, so sagte Prof. Dr. Pop­polreuter. gelte den Schlafmitteln. Auf Grund der wissenschaftlichen Befunde glaube man den Kriegsbeschädigten heute und bringe ihnen in der Praxis großes Wohlwollen von feiten der Behörden und allen anderen Stellen entgegen. Es sei eine unbedingte Forderung, datz man sich außer­dem in Zweifelsfällen für den Kriegsbeschädigten entscheide. Er könne feststellen, daß die neue Atmosphäre der Zusammenarbeit zwischen Organi­sation, Behörden und Aerzteschaft denkbar gut sei.

Nach einer kurzen Pause verlas Abteilungs­leiter Pg. Göttsch ein Telegramm an den Reichskriegsopferführer und erteilte dann dem Landesbetreuungsarzt Prof. Dr. Willige das Wort zu einem Bericht über seine Tätigkeit, die sich vor allen Dingen auf eine Begutachtung, Beratung und eingehende Prüfung er­streckt.

Ortsobmann der NSKOV., Pg. Kayser, Vremen. überbrachte als Vertreter des Bremischen Senats herzliche Grütze und wünschte weiter als Präsident der Behörde für Wohlfahrt und Ver­sicherungswesen der Tagung einen weiterhin guten Verlauf. Sein Referat, das die Leistungen Bremens auf dem Gebiet der Kriegsopferfürsorge eindeutig heraus­stellte, begann mit der Feststellung, datz der Schwerpunkt jeder Fürsorge insbesondere auch für die Hirnverletzten in der Arbeits sürsorge und nicht in der reinen Arbeitsvermittlung liegen müsse. Wenn auch die Eingliederung der Kriegs­beschädigten in das Erwerbsleben nicht immer leicht sei, so könne er doch die erfreuliche Mit­teilung machen, datz in Vremen kein er­werbsfähiger Hirnoerletzter ohne Arbeit sei. Dieser Arbeitsfürsorge folge in Bremen eine ständige arbeitsfürsorgerische Be­treuung. die es ermögliche, bei eintretenden Schwierigkeiten Abhilfe durch Arbeitsplatz- austausch zu schaffen. Für die Schwersthirn- verletzten werde durch erhöhte Renten und andere Maßnahmen gesorgt. Was die Behörde anbe­treffe. so hätten im Bremer Bereich die Hirnver­letzten das Gefühl, in der Hauptfürsorgestelle nicht nur mit Beamten sondern mit Kameraden, die oft selbst schwerkriegsbeschädigt seien, ihre Nöte besprechen zu können.

Nach diesen Vortragen hatten die Vertreter der Staatsdienststellen das Wort. Minifteriakrat Ott sprach insbesondere über Renten höhe und Pflegezulage und führte aus, daß das Hauptziel immer bleiben werde, allen Hirnver­letzten sobald wie möglich die gerechte und stetige Versorgung zu gewähren. Dr. Mumm vom Landesgesundheitsamt Bremen erklärte mit herzlichen Worten seine Mitarbeit. Dann ergriff Landesverwaltungsrat Sachse von der Hauptverwaltungsstolle Hannover das Wort. Ihm folgten Regierungsrat Dr. Schnei­der, der Leiter der Hauptfürsorgestelle Vraun- schweig, und Dr. Vallin als Leiter der Haupt­fürsorgestelle Oldenburg, die weitgehende Unter­stützung und Mitarbeit zusicherten.

Anschließend an das gemeinsame Soldaten­esse n in den unteren Räumen der Union wurde eine Stadtrundfahrt unternommen, die allen Teilnehmern die Möglichkeit gab, die alte Hansestadt Vremen aus eigener Anschauung kennenzulernen.

Als Zeichen der Treue der hirnverletzten Kriegskameraden Niedersachsens wurde zum Schluß der Tagung Pg. Rudolf Schütz ler- München, einem der ersten sieben Mitkämpfer des Führers, eine Hansekogge überreicht. Sicht­lich gerührt dankte der Alte Kämpfer für dieses Geschenk. llok.

erbitterter IWKamps In einem Sibaumlmln

Vle spanischen Nalionallruppen bereits SV Kilometer über Motrtt hinaus

Note slugzeuge ins Meer gestürrt

Salainanca, 14. Februar

Im Arama-Abschnitt setzte die Abteilung des Obersten Burruaga den Vormarsch fort. Von Ventorro-de-Pajares drang die Abteilung in einen Oelbaumhain vor, der gute Deckungen bot. Der feindliche Widerstand war groß, da die bol­schewistischen Söldlinge jeden einzelnen Baum verteidigten. Es entspann sich ein erbitterter Nah- kampf mit Messern und Handgranaten. Nachdem die Nationaltruppen zwei bedeutende Schläge des Hains erobert hatten, gaben die Volschewisten ihre Stellungen auf und flüchteten. Wie festgestellt werden konnte, befand sich während des Angriffs auf Vacia Madrid hinter der ersten bolschewi­stischen Linie eine zweite, die mit Elementen der fogenannten internationalen Kolonne besetzt war, um etwaige Flüchtlinge der ersten Linie mit Knuten zurückzutreiben oder zu erschießen. Sogar Maschinengewehre waren im Rücken der Volsche­wisten aufgestellt, zu dem offensichtlichen Zweck, die eigenen Leute am Zurückweichen zu hindern.

Im Abschnitt Carabanchel und User« versuchten die Volschewisten einen Gegenangriff, wurden aber mit großen Verlusten zurückge­schlagen. An der SUdsront setzten die nationalen Truppen ihren Vormarsch in Richtung auf Al- meria fort. Laut Angaben der nationalen Sender befinden sich die Nationaltruppen bereits 50 Kilo- meter östlich von Motril bei Adra. Daraus geht die außerordentliche Schnelligkeit des natio­nalen Vormarsches im Süden hervor.

In Ausnutzung des guten Wetters entwickelte auch die nationale Luftwaffe an allen Fronten eine lebhafte Tätigkeit. An der Südfront wurden erneut die feindlichen Stellungen bei Almeria

Warschau, 14. Februar.

Sonnabend sind die deutsch-polnischen Wirt- schastsoerhandlungen abgeschlossen worden. Sie haben zu einer Verlängerung und Ergänzung des bisherigen Abkommens um zwei Jahre, also vom 1. März 1937 bis zum 28. Februar 1939, ge­suhlt. Dieses Ergebnis wird als ein Zeichen der Stabilität und Festigkeit der deutsch-polnischen Beziehungen im allgemeinen gewertet. Es ist daraus hinzuweisen, daß es sonst üblich ist, Wirt­schaftsabkommen nur für ein Jahr abzuschließen. Wenn die Gültigkeit des jetzt zunächst paraphier­ten deutsch-polnischen Wirtschaftsabkommens zum erstenmal in der Geschichte der Handelspolitik für einen zweijährigen Zeitraum festgelegt wurde, so ist das als ein Zeichen des Vertrauens der beiden Vertragspartner in die Stetigkeit sowohl der wirtschaftlichen Verhältnisse des anderen Lan­des wie der beiderseitigen freundlichen Beziehun­gen in allgemeiner politischer Hinsicht anzusehen.

Ueber die Bestimmungen des neuen Abkommens, das das frühere Wirtschaftsabkommen vom 4. No­vember 1935 ergänzt und verlängert, wird weiter bekannt, daß es auf der Basis eines jähr­lichen Warenaustausches in einer Höhe von 176 Millionen Zloty auf­gebaut ist. Auf Grund der Erfahrungen, die aus dem alten Abkommen gewonnen wurden, werden

Bomben belegt. An der Front von Madrid und im Abschnitt von Aranjuez wurden die bolsche­wistischen Stellungen ebenfalls bombardiert. Die Tätigkeit der Luftwaffe wird rege unterstützt von der Marine, die eine ganze Reihe bolschewistischer Häfen an der Mittelmeerkllste beschoß.

Wie der offizielle Heeresbericht vermerkt, mel­den sich in der gesamten Provinz Malaga große Mengen bolschewistischer Söldner zum Dienst im nationalen Heer.

Wien, 14. Februar.

Im Wiener Haus der Vnndesgesetzgebung fand Sonntag ein Eeneralappell der Vaterländischen Front statt, bei dem der Frontführer Bundes­kanzler Dr. Schuschnigg grundsätzliche Ausführun­gen zu allen inner- und außenpolitischen Fragen Oesterreichs machte.

Zum Abkommen vom 11. Juli mit dem Reich erklärte der Kanzler, datz dies Oesterreich mit Genugtuung erfülle. Es bedürfe keines Hin­weises, datz die österreichische Regierung ent­schlossen sei, alles daran zu setzen, diese Beziehun­gen zu vertiefen. Mit großer Freude stelle überdies die österreichische Staatsführung die Uebereinstimmung mit der Auffassung des Kanz­lers des Deutschen Reiches hinsichtlich der not­wendigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit im mitteleuropäischen Raume fest. Bei aller staat-

die Kontingente gerade auch für die deutschen Ausfuhrwaren den wirklichen Absatzmöglichkeiten und Verhältnissen in Polen angepaßt, so daß eine wirkliche Ausschöpfung des im Vertrag vorge­sehenen Warenaustausches erwartet werden kann, zumal auch gewisse Erleichterungen in den Zollbestimmungen vorgesehen sein dürften. Die technische Abwicklung der Warenver- rechnung wird auf polnischer Seite §urch die Gründung des staatlichen Verrech­nungsinstituts erleichtert.

Unter den Kontingenten, die im einzelnen fest­gelegt worden sind, ist übrigens die Regelung zu erwähnen, die dem deutschen Film in einem unver­gleichlich größeren Ausmaß als bisher den pol­nischen Markt erschließt. Auch auf dem Gebiet der Holzeinfuhr nach Deutschland dürfte der deutschen Forderung weitgehend entsvrochen werden. In Danftger Kreisen dürfte die Berück­sichtigung der auf dem Gebiet des Deutsch-Dan- -ioer Veredeluvgsverkehrs liegenden Wünsche der Dan-iqer Wirtschaft mit besonderer Befriedigung zur Kenntnis genommen werden.

In diesem Zusammenhang sei darauf hinge­wiesen. datz wegen des Abschlusses eines ober- schlesisiben E i s e n 5 ü t t e n a b ko m m e n s an Stelle des am 1. März ablaufenden in der nächsten Woche neue Verhandlungen in Berlin beginnen.

Paris, 14. Februar.

Die französische Nachrichtenagentur Radio meldet aus Almeria, datz zwei bolschewistische Flugzeuge, die Malaga überflogen, von einem nationalen Jagdgeschwader angegriffen und ab­geschossen worden seien. Die Apparate seien un­weit der Küste ins Meer gestürzt. Die Insassen konnten das Ufer schwimmend erreichen.

lichen Souveränität fühlten sich die Österreicher als gerade echte Deutsche. Zwischen Wien und Prag ebenso wie Belgrad beständen keiner­lei Differenzen. Mit Frankreich und England würden freundschaftliche Beziehungen unterhalten.

In den Mittelpunkt der innerpolitischen Be­trachtungen stellte Dr. Schuschnigg die Frage der Restauration sowie das Problem der Be­friedung des Landes. Angesichts der verschiedenen Deutungen, die das Habsburger Problem gerade auch in letzter Zeit im Auslande erfahren habe, formulierte Dr. Schuschnigg die Haltung der öster­reichischen Staatsfllhrung folgendermaßen: 1. Das Wecken und Wachhalten der Ehrfurcht vor den großen geschichtlichen Werten typischer österreichi­scher Tradition ist im Geiste der Front gelegen. 2. Die Frage der Staatsform in Oesterreich wird einzig und allein und ausschließlich vom Volk Oesterreichs entschieden, und zwar auf demselben der Verfassung. 3. Es wird nicht experi­mentiert. Die monarchistische Propaganda hat sich in den inner- und außenpolitischen Rahmen des heutigen Oesterreichs einzufügen. Das österreichi­sche Polk im gegebenen Falle zur Entscheidung zu rufen, ist ausschließlich Sache der Führung von Staat und Front.

In seinen weiteren Ausführungen wandte sich der Bundeskanzler kurz der kommunistischen Pro­paganda zu, die ausschließlich von landfremden Elementen ins Volk hineingetragen werde, denen man aber schonungslos die Maske vom Gesicht reißen werde. In einem anderen Zusammenhang gab der Bundeskanzler Zahlenmaterial über das Ausmaß der politischen Amnestie bekannt. Danach wurden nach dem 11. Juli 16 359 Personen be­gnadigt. Am 1. Februar befanden sich noch 1162 Personen in Strafhaft, davon 725 National­sozialisten. Von diesen wiederum wurden 574 nach dem 11. Juli von den Gerichten abgeurteilt.

Sprengstoffanschlag auf eine deutsche Versammlung in polen

Posen, 14. Februar.

Wie erst jetzt bekannt wird, wurde in der letzten Woche am Donnerstag gegen eine Mitglieder­versammlung der Deutschen Vereinigung in Grudno bei Neutomischel ein Sprenstoffanschlag verübt. Wie verlautet, wurde bei diesem Anschlag Dynamit verwandt. Sämtliche Fensterscheiben des Versammlungsraumes gingen in Trümmer. Der Versammlungsteilnehmer bemächtigte sich eine Panik. Die Polizei fahndet nach den Tätern, von denen bisher jede Spur fehlt.

sowie die Häfen von Adra und Berza mit

Wirtschaftsabkommen verlin-warschau

Verlängerung und krgänzung des bisherigen Vertrages um zwei Zähre

ks wirb nicht experimentiert"

Kroße politische Nede des österreichischen Vundeskanrlers Vr. Schuschnigg

Deutschlands Kolonien gestohlen!"

London, 14. Februar

Sunday Ehronicle" veröffentlicht einen Aufsatz ihres Mitarbeiters Veverley Nichols über die deutsche Kolonialforderung. Die Frage der deut­schen Kolonien sei die wichtigste aller internationalen Fragen und von über­ragender Bedeutung für den Weltfrieden.Wie kommt es", so fragt Nichols,daß jedes andere Land in der Welt mit Ausnahme Deutschlands Kolonien besitzen darf? Wie kommt es, daß Hol­land ein großes Kolonialreich hat, aber nicht Deutschland? Warum darf Polen und die Tschecho­slowakei über nationale Minderheiten herrschen, nicht aber Deutschland? Wie lange wird die große deutsche Nation noch auf uns hören, wenn wir ihr sagen, daß sie nicht geeignet sei, dieselben Rechte zu haben, wie wir sie den Holländern und Portugiesen ohne weiteres zugfttehen. Wir hab e'n das deutsche Kolonialreich g e - stohlen. So hart das Wort klingen mag, es entspricht den Tatsachen. Die deutsche Kolonial- verwaltung vor dem Kriege rief größte Bewunde­rung von Männern wie Theodor Roosevelt und Lecil Rhodes hervor!"

Er weist dann die lügenhaften Behauptungen über die deutsche Kolonialforderung zurück. Es sei eine unverschämte Lüge, wenn man behaupte, daß Deutschland die Eingeborenen militarisieren würde, wenn man ihm die Kolonien zurückgäbe. Deutschland habe seine schwarzen Untertanen niemals militarisiert.

Kottands Stellung;ur sührerrede

Amsterdam, 14. Februar

Der holländische Außenminister de Graeff hat in einer Antwort an den Abgeordneten der Ersten Kammer, van Vessem, die Stellungnahme der niederländischen Regierung zu dem Teil der Führerrede vom 30. Januar dargelegt, in dem der Führer die deutsche Bereitschaft erklärte, Holland und Belgien als unantastbare neutrale Gebiete anzuerkennen und zu garantieren, de Graeff er­klärte dabei, daß die niederländische Regierung die in jedem Angebot zum Ausdruck kommenden guten Absichten voll würdige. Holland könne je­doch hinsichtlich der llnantastbarkeit des nieder­ländischen Staatsgebietes mit einem anderen Lande einen Vertrag nicht abschließen, da die lln- antastbarkeit des niederländischen Staatsgebietes für die Niederlande eine Mtion sei. die sich nicht znm Gegenstand eines durch die Niederlande abzu­schließenden Vertrages eigne.

Vas neueste 0pfer:viewoigadeutschen

Moskau, 14. Februar

Die nach dem Moskauer Theaterprr^ überall in Gang gesetzteSäuberungsaktion" hat auch auf die Wolgadeutschen Gebiete übergegriffen^ Die LokalzeitungNachrichten" berichtet von der an­geblichenEntlarvung trotzkistischer staatsfeind­licher Elemente, Schädlinge und Saboteure" in zahlreichen Wolgadeutschen Bezirken.

so källser in flammen

Tokio, 14. Februar.

Im chinesischen Theater der mandschurisch­koreanischen Grenzstadt Antung brach ein Brand aus, der bisher etwa 799 Tote gefordert hat. Mehr als 299 Personen werden noch vermißt. Die Zahl der Verletzten ist unübersehbar. Die Opfer sind meist Frauen und Kinder, aber auch viele Helfer aus Militär und Polizei.

Das Unglück entstand durch fahrlässiges Um­gehen mit einer offenen Kerze unter der Bühne. Die Bühnendekorationen fingen Feuer, das aus die hölzernen Galerien und sehr bald auf das ganze Holzgebäude und etwa 5V anliegende Häu­ser übergriff.

In Lyon kam es anläßlich einer Versammlung der französischen Sozialpartei zu kommunistischen Ruhestörungen, in deren Verlauf mehrere Personen verletzt wurden.

Der Generalstabschef der Roten Armee Mar­schall Jegorow, ist nach Kowno abgereist. Von dort wird er Riga und Reval aufsuchen.

Sowjetrussischer Spion in Nordnorwegen ver­hütet. In Tana, einem Städtchen an einem der nördlichsten Fjorde Norwegens, wurde der iowjst- russische Spion Eduard Belgonen verhaftet in dessen Wohnung sowjetrüssisches Funkgerät ge­funden wurde.

Ein technisches Versehen verursachte über r der Sonntagsausgabe einen sir entstellenden Fehler. Die Ueberschrift muß, E u ropa hat keine Zeit zu verliere Helgen und nichtDeutschland hat '-iye Zeit verlieren".

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