Ausgabe 
(12.2.1937) Nr. 42
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parteiamtliche "Tageszeitung

Bachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Bremen

-er Nationalsozialisten Bremens

Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 42 / 7. Jahrgang

sreitag, 12. sebruar 1SZ7

kinzelpreis 15 Npf.

Vemaltungsneubau der NSNstP. übergeben

Mit neuer Kraft In neuen stimmen

-er Düstrer in München

München, 11. Februar. Der Führer übergab Donnerstag mittag dem Reichsschatzmeister Schwarz den Verwaltungs- »euban der NSDAP. am Königlichen Platz in München, einer der beiden Führerbauten, nnd führte ihn in seine neuen Amtsräume ein.

Der Führer, der am Münchener Hauptbahnhof von Reichsschatzmeister Schwarz erwartet wurde,

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Der Führer übergab in München den Ver- waltungsyeubau der NSDAP. dem Reichs­schatzmeister.

Der Reichskriegsminister und der Reichs- innenminister haben eine Verordnung über die nächsten Musterungen erlassen.

In Berlin fand eine Großkundgebung des Reichsbnndes der Kinderreichen statt.

Unser Gauleiter, Carl Rover, wird heute 18 Jahre alt.

Die englische Regierung kündigt die Aus­legung einer Rüstungsanleihe bis zu 490 Mil­lionen Pfund Sterling an.

Der Seegüterverkehr der Unterweserhäfen ist gegenüber 1938 um 7,9 v. H. auf 8 339113 t gestiegen.

Heute wird der Reichsberufswettkampf auch in Bremen feierlich eröffnet.

Dem LS.-llnterbann der Bremer HJ. wurde das Aermelabzeichen des DLL. verliehen.

begab sich unmittelbar nach seiner Ankunft in das neue Verwaltungsgebäude, in dem die wesent­lichsten Abteilungen der Dienststelle des Reichsschatz­meisters bereits ihre Arbeit aufgenommen haben. 2n seiner Begleitung befanden sich Reichsleiter Vor mann, Obergruppenführer Brückn er und der Stellvertretende Pressechef der Reichs­regierung, Ministerialrat Berndt. Vor dem Verwaltüngsneubau erwarteten die Hauptamts­leiter Oberstleutnant Roeder und Dr. Dresler den Führer. Obwohl der Besuch des Führers nicht bekanntgegeben war, hatte sich eine große Menschenmenge vor dem Verwaltungs­haus angesammelt, die den Führer mit herzlichen Heil-Rufen begrüßte.

Bei der ersten Besichtigung des Verwaltungs­neubaues nach seiner endgültigen Fertigstellung übernahmen gemeinsam mit dem Reichsschatzmei­ster Frau Trost, die Witwe des genialen Schöp­fers der Münchener Parteibauten, und Professor Gall, der Leiter des Ateliers Trost, die Füh­rung. Nachdem Adolf Hitler längere Zeit in dem in deutschem Marmor eingefaßten Lichthof ver­weilt hatte, besichtigte er eingehend die Zentral- kartei der NSDAP., wo ihm der Abteilungsleiter die anwesenden 82 Mitarbeiter meldete. Der Weg führte durch die Reihen der hier aufgestellten Panzerschränke, die ein anschauliches Bild von der Größe des Mitgliederbestandes der NSDAP., aber auch von der Gewissenhaftigkeit der bis ins kleinste durchdachten Organisation ihrer Verwal­tung geben. Auch die im Kellergeschoß unterge­brachten riesigen Säle mit Aktenschränken wurden eingehend besichtigt. Vor dem im ersten Stock ge­legenen Arbeitszimmer des Reichsschatzmeisters hatten seine engsten Mitarbeiter Aufstellung ge­nommen. Hauptdienstleiter Saupert stellte jeden einzelnen Amtsleiter der Dienststelle dem Führer vor.

Besonders eindrucksvoll ist der durch zwei Ge­schosse gehende ganz in Eiche gehaltene Biblio­theksaal, in dessen Mitte direkt unter dem Licht­schacht ein riesiger Globus Sinnbild der die

Reichsdeutschen in aller Welt umfassenden Organi­sation der NSDAP. Aufstellung gefunden hat. Der Führer besichtigte ferner die technischen Ein­richtungen des Hauses und die für die Gefolg­schaft bestimmten Aufenthaltsräume. Er sprach den Schöpfern des Hauses seine hoho Anerkennung über den wunderbaren Bau aus und beglück­wünschte den Reichsschatzmeister zum Arbeitsbe­ginn in seinen neuen Diensträumen, die nunmehr voll und ganz der Bedeutung dieser so überaus wichtigen Dienststelle der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei entsprechen. Der Führer verweilte dann noch längere Zeit in dem seiner Vollendung entgegengehenden Führer Neu­bau, der zusammen mit dem Verwaltungsge­bäude und der Ewigen Wache dem Königlichen Platz sein monumentales Gepräge gibt.

PersonaSkredite für Junghandwerker

R. Berlin, 11. Februar.

Der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Reichs­organisationsleiter Dr. Ley, hat nach einer Mel­dung desVölkischen Beobachters" folgende An­ordnung erlassen, der wir Nachstehendes ent­nehmen:Um jungen, fähigen und strebsamen Handwerkern, die wicht im Besitz eines entsprechen­den Vermögens sind, in Zukunft die Möglichkeit zu geben, sich eine Existenz zu gründen, wird die Deutsche Arbeitsfront durch die Bank der Deut­schen Arbeit jungen Handwerkern, die die gestell­ten Bedingungen erfüllen, die Schaffung einer Existenz durch Gewährung eines Perso­nalkredites ermöglichen. Die Höhe des Kre­dites wird bestimmt durch die Art des Handwerks. Der Kredit ist so hoch, daß der junge Handwerker sich erstens eine Werkstatt einrichten kann und zweitens über das notwendige Betriebskapital für die ersten drei Monate verfügt. Die Rück­zahlung des Kredits erfolgt in angemessener Weife, d. h., daß der neue Handwerksmeister nicht übermäßig belastet bzw. der neue Betrieb in kei­ner Weise gefährdet ist.

Me Partei hilft mit, das strich zu sichern

Vor kinfatz der Neichsdienststellen der NSSflp

Als der Führer die Parole zum neuen Vierjahres-Plan, der großen Durchbruchsschlacht des national­sozialistischen Wirtschastsdenkens gab, schrieb vor nunmehr süns Monaten die Nationalsozialistische Parteilrorrespondenz:Nicht um­

sonst sind die Nationalsozialistische Partei und ihre Gliederungen in der Verfügung des Führers besonders genannt und hervorgehoben: Sie, die politische Führungsorganisation der deutschenNation, wird in vorderster Front stehen beim Kamps für dieses Werk, sie wird stolz und freudig ihrem alten Vorkämpfer und Frontgenossen, dem Nationalsozialisten Hermann Göring, helfen, die ihm vom Führer übertragene nationalsozialistische Aufgabe zur Tat werden zu lassen."

Heute können wir im Rahmen der j o u r n a l i st i s ch e n Sonderaktion der parteiamtlichen Presse im

Neichsschaymeister Schwor;

errichtet dieZentralstelle für die Durchfüh­rung des Vierjahresplanes bei der NSDAP., ihren Gliederungen und angeschlossenen Ver­bänden".

Im Kampf für die wirtschaftliche Sicherung, des Reiches geht die Partei dem ganzen deutschen Volke mit Tat und Beispiel voran. Sie erfüllt nicht nur ihre politisch-weltanschauliche Aufgabe des Kampfes gegen den Wirtschafts­egoismus von ehedem und für die Wirtschafts­ethik des Nationalsozialismus, sondern sie hat auch verantwortungsbewußt die bcheutende Aufgabe der wirtschaftlichen Ausrichtung und Führung der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände in Angriff genommen, soweit diese in das große Aufgabengebiet der inne­ren Verwaltung der NSDÄP. fällt und durch deren sachliche Erfordernisse bedingt wird. nach den Richtlinien, die sich aus einer zielbewußten Durchführung des Vierjahres-Plänes ergeben,

Auf Wunsch des Beauftragten für den Pier- jahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring, und des Stellvertreters des Führers hat Reichsschatzmeistcr Schwarz die Ausgabe über­nommen, in der Partei, in allen ihren Gliede­rungen und angeschlossenen Verbänden, die im Interesse des Vierjahres-Planes erforderlichen Maßnahmen in zentraler Weise zu tressen.

Reichsschatzmeister Schwarz hat in Durchführung dieser großen Aufgabe die Schaffung einerZen­tralstelle für die Durchführung des Vierjahres- Planes bei der NSDAP,. ihren Gliederungen und angeschlossenen Verbänden" angeordnet Der Dienstsitz dieser Zentralstelle ist München, Im einzelnen gliedert sie sich wie dr - Reichsschatz-

im wirlschastspolitischerr Kampf der Segenwart

einzelnen berichten, in welchem Umfang die Partei und ihre Organisationen für diese Arbeit am Vierjahres-Plan eingesetzt werden. Hermann Göring hat gestern in seinem ArtikelUnsere Partei und die Wirtschaftsordnung" aus die wertvolle Mit­arbeit, die die Partei auch im einzelnen im Rahmen des Vierjahres-Planes leistet, hingewiesen. Wie umfassend sie ist, das soll in Zusammenstellungen über den Einsatz der Reichs­dienststellen der Partei dargestellt werden. Was wir alle in den Auswirkungen im Dorf und in der Fabrik miterleben hier in den Zentralen der Parteiarbeit vereinen wir die kleinen Hilfeleistungen der Volksgenossen zu großen, volkswirtschaftlich bedeutsamen Aktionen, die beitragen, das neue Wirtschafts- gesicht Deutschlands zu gestalten. Im Folgenden bringen wir zunächst wichtige Ausführungen über die vom Reichsschatz­meister Schwarz errichtete Zentralstelle für die Durchführung des Vierjahres-Planes bei der NSDAP. und verweisen außer­dem auf den Aussatz im Innern des Blattes über das Amt für Handel und Handwerk in Bremen. Weitere Artikel werden folgen.

ringern, sah er in der Beimischung von Reißwolle. Bereits im Mai 1934 wurde von der Reichszeugmeisterei beim Reichswirtschafts­ministerium der Antrag gestellt, alle Vorräte an Textilrohstoffen zu erfassen und außerdem Abfall­produkte jeder Art zu sammeln und dem Ver­brauch wieder zuzuführen. Ferner ließ der Reichs- schatzmeister im Juli 1934 beantragen, für sämt­liche Gewebe aus Wolle oder Baumwolle zu Be­kleidungszwecken einen Ve'imischungs- zwang von Zellwolle gesetzlich vorzu­schreiben. Ebenfalls vor der reichsgesetzlichen Reaelung durch die Anordnung über die Spinn- stofftusammensetzung von Waren für öffentliche Stellen vom 3. August 1936 wurden vom 27, Okt. 1934 ab die Herstellungsvorschriften der Reichs- zeuameisterei laufend auf Beimischung von Zellwolle oder Kunstseide umgestellt.

Aber nicht nur auf dem Gebiet der Textil- wirtickoft ist der Reichsschatzmeister hinsichtlich der Verwendung deutscher Werkstoffe beispiel- aebend vorangegangen, sondern auch ebenso auf dem Gebiete der Metallverarbeitung, Schon im Jabre 1934 wurden die Metallwarenfabriken und Metallveredelunasanstalten aufgefordert. Versuche in Austauschwerkstoffen durchzuführen Diese Maßnahmen zur Prüfung und Verwertung auch zahlreicher weiterer inländischer Merkstoffe bilden beute bereits einen wertvollen Beitrag zur Lösung zahlreicher Produktionsfragen,

In außerordentlich planmäßiger Arbeit hat die Partei somit bereits frühzeitig Maßnahmen, die im Nahmen der Neuordnung der deutschen Volks­wirtichakt zu immer größerer Bedeutung gelangen, vorbereitet und durchgeführt. Sowohl die Vor­bereitung als auch die Durckfübrunq dieses außer­ordentlich umfassende» Einsatzes der Partei im Sinne der Forderungen. die jetzt an die deutiche W-rti-bait überhaupt gestellt werden, können als Vorbild bezeichnet werden, indem die P a r t c i sich auch hier dem deutschen Volke zeigte.

Meister in einer Durchführungsverordnung be­stimmt hat in zwei Abteilungen. Die eine Ab­teilung ist eine allgemeine Prüfungs stelle für bedarfsscheinpflichtige Roh- stoffe und hat insbesondere die Aufgabe, den Schriftwechsel aller Dienststellen der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände in Vierjahres-Plan-Fragen mit den staatlichen Dienststellen durchzuführen. Die zweite Abteilung ist eine Prüfungsstelle für Bauvor­haben, auch für Projekte, die von der bekannten vierten Anordnung über den Dierjahres-Plan nicht berührt weiden. Die Zentralstelle bildet

Arbeiter

sprich« am Montag, 15. kskr.,

20,3V Ukr, im Losins

auch die Spitze sämtlicher Dienststellen der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände, welche in der einschlägigen Weile mit der Durch­führung des Vierjahres-Planes befaßt sind.

Der Reuhsschatzmeister hat schon lange vor

Erlaß der einschlägigen reichsgesetzlichen Be­stimmungen Maßnahmen veranlaßt, um die

heimische Werkstofferzeugung zu fördern. Ende des Jahres 1933 hat er durch die Reichszeugmeisterei die Industrie aufgefordert, eingehende Versuche für die Herstellung von parteiamtlichen Geweben mit Zell­wollebeimischung anzustellen, um die

Brauchbarkeit des deutschen Werkstoffes für diesen Zweck festzustellen. Eine weitere Möglichkeit, den Verbrauch ausländischer Spinnfasern zu oer-

Wn killst avs Sei- Kampkiieit. vor Oaulsitsr begrübt äsn §übrer am 10. Hai 1981 1p Oläsobui-A bei sinsm LK.-^ukivarseb. ^.ukuabms: Lgbosksr.

Unser Gauleiter und Reichsstatthalter Pg. Carl Röver begeht am ,heutigen Freitag sei­nen 48. Geburtstag. Neben allen Partei- und Volksgenossen in Bremen und darüber hin­aus im ganzen Gebiet des Gaues Weser-Ems grüßt ihn zu diesem Iubeltage in alter Kampfverbundenheit dieBremer Zeitung", denn er, der Beauftragte des Führers im Gau Weser-Ems, ist ihr seit ihrem Bestehen stets guter Kamerad und eifrigster Förderer gewesen.

Wir wissen es nur zu gut: In seiner schlichten, niederdeutschen Art liebt es unser Gauleiter nicht, daß von seiner Person viel Aufhebens gemacht wird. Deshalb wollen wir zu seinem heutigen Geburtstage an die­ser Stelle auch kein langes Loblied singen, sondern in einigen Sätzen die Bedeutung des Mannes aufzeichnen, den das Vertrauen des Führers auf den verantwortungsvollsten Posten im Gau Weser-Ems berief.

Am 12. Februar 1889 wurde Carl Röver in Lemwerder im Stedinger Land geboren. Aus seinen Iugendjahren her fühlt er sich besonders mit der alten Hansestadt Bre­men verbunden und kennt die Nöte und Sorgen des bremischen Wirtschaftslebens; denn hier war es, wo er in Im- und Export­geschäften seine kaufmännische Ausbildung erhielt. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit in einer deutschen Faktorei in Kamerun ließ er sich nach dem Kriege, in dessen Verlauf er zum etatsmäßigen Unteroffizier befördert wurde und in der Propagandaabteilung der Obersten Heeresleitung tätig war, in Olden­burg als selbständiger Kaufmann nieder.

Carl Röver gehört mit zu den ersten Na­tionalsozialisten im Gau Weser-Ems und ist seit 1923 führender Aktivist der NSDAP. Im Oktober 1928 betraute ihn der Führer mit der Leitung des Gaues Weser-Ems. In zäher Verbissenheit und niemals erlahmender Tat­

kraft hat Pg. Carl Röver den Kampf um, die politische Erneuerung Deutschlands geführt. Hier an der Wasserkante, wo man besonders stark dahin neigt, an überkommenen Vor­urteilen der Vergangenheit festzuhalten, war es schwer, die Volksgenossen für die natio­nalsozialistische Weltanschauung zu be­geistern; aber mit seinem unbändigen, durch nichts zu erschütternden Glauben an den Führer, mit der- trotzigen Festigkeit seines Willens und mit seiner selbstlosen Hingebung an die Volksgemeinschaft gelang es Pg. Carl Röver, die Herzen der Menschen an der Wasserkante für die Idee des National­sozialismus zu öffnen, die dann aber auch, nachdem sie von der geschichtlichen Sendung des Nationalsozialismus überzeugt waren, mit um so größerer Treue in immer neuen Gefechten und Kämpfen an der Seite ihres Gauleiters standen.

Unter der Führung Carl Rövers gelang es am 29. Mai 1932 in Oldenburg, die erste nationalsozialistische Parlamentsmehrheit in Deutschland zu erringen und am 16. Juni desselben Jahres die erste rein national­sozialistische Länderregierung zu, bilden. Mit klarem Blick für die Erfordernisse eines großen Staatswesens nahm Pg. Carl Röver das Projekt einer grundlegenden Ver- waltungsreform in Angriff, die vor­bildlich für das ganze Reich geworden ist. Nach seiner Ernennung zum Reichsstatthal­ter in Oldenburg und Bremen am 5. Mai 1933 ist er bis auf den heutigen Tag stets der eifrigste Kämpfer für die Ideen Adolf Hitlers im Gau Weser-Ems geblieben. Für jeden Partei- und Volksgenossen in unserem Gau gibt es keinen Zweifel daran, daß sich Carl Röver auch in seinem neuen Lebens­jahre mit ganzer Kraft dafür einsetzen wird, den Forderungen des Vierjahresplanes im Gau Weser-Ems gerecht zu werden.

Musterungen ab 2. stprtt

Eine Verordnung des Reichskriegsministers und Neichsinnenministers

(vrabtbsriebt unserer Berliner Lebriktlsituvg) R. Berlin, 11. Februar. Im Reichsgesetzblatt wird soeben eine vom Reichskriegsminister und Reichsinnenminister herausgegebene Verordnung veröffentlicht, in der es heißt: Es werden am 2. April 1987 beginnend durch die polizeilichen Mcldebehörden erfaßt und im Sommer 1937 gemustert: Die wehrpflichtigen Deutschen des Eeburtsjahrganges 1917, außerdem in Ostpreußen auch des Eeburtsjahrganges 1912. Die Dienstpflichtigen des Eeburtsjahrganges 1917 haben in der Zeit vom 1. Oktober 1937 bis 31. März 1938 oder vom 1. April 1938 bis zum 30. September 1938 Reichsarbeitsdienst zu leisten. Sie werden voraussichtlich vom l. Oktober 1938 an zum aktiven Wehrdienst herangezogen. Die Dienstpflichtigen des Eeburtsjahrganges 1912 in Ostpreußen werden zum Arbeitsdienst nicht mehr herangezogen, sondern haben vom 1, Oktober 1937 an Wehrdienst zu leisten. Für diejenigen Wehr­pflichtigen des Eeburtsjahrganges 1917, die im Ausland ihren Wohnsitz oder dauernden Auf­enthalt haben, gilt die Anordnung über die Erfassung der deutschen Staatsangehörigen im Ausland für den aktiven Wehrdienst und Arbeits­dienst vom 12. Januar 1937.

kmsland-§fl. beim sichrer

Berlin, il. Februar

Der Führer und Reichskanzler empfing eine Abordnung der Wachmannschaft der Straf- gefangenenlager Papenburg fEms), die auf einsamem Posten, fern von allen größeren Städten, ihren schweren Dienst versieht. Die Ab­ordnung überreichte dem Führer eine kunstvoll ge­schnitzte Kassette, die auf sieben Tafeln je einen Scheck über 1000 RM., insgesamt 7000 RM.. ent­hielt, als Spende für das Winterhilfswerk. Der Führer hat über die aufopfernde Hilfsbereitschaft der SA.-Männsr im Kampf gegen Hunger und Kälte seiner Freude Ausdruck gegeben und der Abordnung seinen Dank ausgesprochen.

Sauleiter Sohle verewigt

Berlin, 11. Februar.

Der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, nahm Donnerstag vormittag die Vereidigung des Gauleiters Bohle als Thef der Auslandsorganisation im Auswärtigen Amt vor. Anschließend führte der Reichsaußenminister in Gegenwart des stellvertretenden Staatssekretärs Dr. Dieckhofs und der leitenden Beamten des Auswärtigen Amts Gauleiter Bohle in sein neues Amt ein.