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der Nationa
parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichtenblau der Deutschen flrbeitsfront vremen
flmtsblatt des Senats der Freien kjansestadt Nremen
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Nr. ZS / 7. Jahrgang
Montag, S. februar 1SZ7
kmzelpreis 15 Npf.
«deutsche Meitssronl;um klnsatz bereit"
die durchsülirung des vierjallresplanes
Unser lagssspisgvl
Die Frontlinie der Truppen Francos konnte sowohl vor Madrid wie vor Malaga weiter vorgeschoben werde».
Dr. Ley gab wichtige Erklärungen über die Mitwirkung der DAF. Lei der Durchführung des Bierjahresplanes ab.
Die Bremer Sauarbeitstagung der Reichs- ' arbeitsgemeinschaft Schadenoerhütung fand ihren Abschluß.
Der 5. Reichsstraßensammlung war auch in Bremen ein großer Erfolg be,Hieben.
Für den Endkamps um den Reichsbnnd-Po- kal setzten sich die Fußball-Gaue Sachsen und - Niederrhein durch.
I« einem Freundschaftsspiel gegen Hessen verlor Niedersachsens Eauelf 1:3.
Eine nicht erwartete 3:S-Niederlage mußte Bremens Fußball-Städtemannschaft in Osnabrück einstecken.
Nicht weniger als 11:1 schlug der VfB. Komet S»S. Nordwolle Delmenhorst.
In der Deutschlandhalle fand das große Berliner Reit- und Fahrturnier seinen Abschluß.
Lin ritterlicher kntschluß
Kreuzer „Linden« erhält Kriegsslagge der alten „Emden« zurück
Schanghai, 7. Februar.
Am Sonntagmorgen fand in Schanghai auf dem Schulhof der Kaiser-Wilhelm-Schule ein Feldgottesdienst für die Besatzung der „Emden" statt, an dem u. a. Generalkonsul Kriebel, der Landesgruppenleiter Lahrmann, Schanghaier HJ. und BDM. sowie viele' Angehörige der deutschen Kolonie teilnahmen. Ein Holländer van Herwijnen gab mit einer Ansprache, in der er der Taten der ruhmreichen „Emden" gedachte, eine alte Kriegsflagge der „Emden" zurück und wünschte der Besatzung des neuen Kriegsschiffes immer gute Fahrt.
Vor Slütkstreffer
Berlin, 7. Februar.
Am Sonntag, dem letzten Ausstellungstag der „Grünen Woche", wurde in der Halle II bei einem der grauen Glücksmänner ein Tausendmark-Ee- winn gezogen und sofort ausgezahlt. Der glückliche Gewinner ist ein Aussteller aus der Lüneburger Heide, der schon jahrelang zur „Grünen Woche" kommt. Das gewonnene Geld kann er sehr gut gebrauchen, um seinen Betrieb auszubauen. 2n echt kameradschaftlicher Haltung ließ er auch den Elücksmann an seinem Gewinn teilnehmen und Kiftete außerdem einen Betrag für die Winterhilfe. _
Die „Grüne Woche« wurde von insgesamt 300 000 Besuchern besucht.
Die Neichsstraßensammlung verlies auch in Berlin außerordentlich erfolgreich. In Begleitung des Reichskriegsopserführers sammelten der Präsident des ungarischen Jnoalidenverbandes, Szma- tana, und der Vorsitzende der nordschleswig>chen Kriegerhintevbliedenen, Andresen Tondern.
Eden in Monte Carlo. Der englische Außenminister Eden ist mit seiner Frau und seinem Sekretär am Sonntag in Monte Carlo eingetroffen. Er hat in demselben Hotel Wohnung genommen, in dem der polnische Außenminister Oberst Beck abgestiegen ist.
Britische Zugeständnisse? 2n politischen Kreisen 2erusalems spricht man von einem Garantie- angebot des britischen Oberkommissars an die Araber, daß die Juden in Palästina niemals die Majorität erlangen sollten.
lüigcncr Orslitbcriccht)
rck. Paris, 7. Februar.
In Pariser Finanzkreisen vertritt man die Ansicht, daß durch den Abschluß der französischen Anleihe in London der Bedarf des französischen Schatzamtes nur zu einem kleinen Teil gedeckt wird. Aller Voraussicht nach werden die Finanz- schwierigkeiten der französischen Regierung schon in absehbarer Zeit weiter zunehmen.
Die französische Regierung wird in diesem Falle gezwungen sein, sich in Amsterdam, in der Schweiz oder sogar auch in Skandinavien nach Krediten umzusehen. Es verlautet, daß französischerseits bereits Schritte unternommen werden, um die Kieditfreudigkeit der einzelnen Länder zu erkunden. In Finanzkreisen schätzt man den Kreditbedarf der französischen Regierung auf etwa 100 Millionen englische Pfund.
krkliirimgen Vr. Leus
Berlin, 7. Februar.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, machte im Verlauf einer Unterredung mit einem Berliner Journa- listen wichtige Mitteilungen über die Mobilisierung des Volkswillens für die Durchführung des Vierjahresplanes. Er führte u. a. aus: Erst wenn der Mensch wirklich in der Lage ist, sein, Leben völlig frei zu gestalten, kann er auch seelisch die Kräfte der Freiheit entwickeln, die ihm die große, in ihm wohnende Leistungsfähigkeit ^ einzusetzen gestatten. Genau so ist es bei den Völkern.
Das internationale Judentum hat schon gefühlt, wohin unser Weg jetzt geht. Es fängt wieder an zu hetzen. Deshalb spricht man draußen von den „Gefahren« des Vierjahresplanes. Die Gefahren liegen nicht in unserem Wollen, sie liegen für das internationale Judentum und alle internationalen Händler, die das wirtschaftliche Schicksal der Völker in ihre Hände gebracht haben, darin, daß, wenn es Deutschland gelingt, sich frei zu machen, auch andere Völker nach dem gleichen Ziele streben können. Das Beispiel unseres Vier- sahresplanes wird dem Marxismus außerhalb unserer Grenzen erheblich schaden.
Wir erwarten vom Vierjahresplan u. a. neben der Ausschaltung der Juden aus der Führung der Wirtschaft die grundsätzliche Steigerung unserer Eiitererzeugung überhaupt. Damit wäre dann das höchste Ziel des Sozialismus erreicht: Mehr Leistung, mehr Ordnung, volle Freiheit. „Wir sehen sie Auswirkung für den
Salamanca, 7. Februar.
Der Oberste Befehlshaber der nationalen Truppen in Salamanca teilt in seinem Heeresbericht vom Sonnabend mit, daß die vor Madrid liegenden Divisionen ihre Vorhutstellungen bedeutend verbessern konnten. Hierbei wurde» die Ortschaften La Maranosa, Voque und Cienpozuelo (am Frontabschnitt südöstlich Madrids zwischen den Landstraßen Madrid—Aranjuez und Madrid- Valencia) eingenommen.
Von der Südarmee wird berichtet, daß im Frontabschnitt von Alhama die nationalen Truppen im Laufe des Sonnabend 12 Kilometer vor Velez de Malaga angelangt sind. Im Frontabschnitt von Soja konnte die Ortschaft Colmenar, 20 Kilometer vor Malaga, besetzt werden. Ueber diese Ortschaft hinaus drangen die nationalen Truppen weitere sieben Kilometer in südlicher Richtung vor. Die gegen Malaga vorstoßenden Nationaltruppen nahmen die Ortschaft Almogia ein. Die im Frontabschnitt von Marbella kämpsen- den Heeresteile haben nach einem siegreichen Gefecht mehrere Stellungen erobert. Der Gegner floh unter Hinterlassung mehrerer Panzerwagen, Maschinengewehre und sonstigem Kriegsmaterial.
Die Sonderberichterstatter des DNB. berichten in Ergänzung des Heeresberichtes weitere Einzelheiten von der Madrider Front, aus denen hervorgeht, daß hier nach einem längeren durch das schlechte Wetter bedingten Stillstand wieder lebhafte Bewegung eingetreten ist. Die Truppen des Generals Narela sollen in der Nacht zum Sonnabend im Schutz der Dunkelheit überraschend vorgestoßen sein. Der Vormarsch erfolgte von Parla, Pinto und Valdemoro aus in nördlicher Richtung. 'Die Frontlinie der nationalen Truppen führt nunmehr 15 Kilometer am Jerama- Fluß entlang bis vor Sän Martin de la Vega.
Inzwischen hält die Kapitalflucht aus Frankreich an. Die Diskonterhöhung der Bank von Frankreich von 2 auf 4 Prozent hat sich in bezug auf die beabsichtigte Wirkung als völlig ergebnislos erwiesen. Sie hat in keiner Weise eine Verminderung des Ankaufs von Devisen zur Folge gehabt, und die Kursbewegungen aus dem Wechselmarkt zeigen deutlich, daß die Diskonterhöhung wirkungslos geblieben ist. Das einzige Ergebnis ist, daß der Kurs des englischen Pfundes von 105,15-auf 105,06 zurückging. Der Diskonterhöhung der Bank von Frankreich kommt also nur „symbolische" Bedeutung zu, da die Bank keine wirksame aktive Haltung gegenüber der großen Kapitalflucht einnehmen kann. Dagegen wird sich die Diskonterhöhung in einer Steigerung der Warenpreise auswirken. Die Keldoerteuerung wird zweifellos eine Steigerung des allgemeinen Preisstandes nach sich ziehen. Wird der Franc auch dann noch zu halten sein? Die Inflationszeichen im Frankreich der „Volksfront" werden jedenfalls immer bedrohlicher!
deutschen Arbeite r", sagte Dr. Ley, „wir erwarten eine Stetigkeit der Beschäftigung, wie sie die Wirtschaft einer europäischen Nation überhaupt noch nicht gekannt hat. Wir erwarten eine Stetigkeit der Preise, weil es uns nicht mehr stören kann, wenn draußen irgendein Jude Getreide verbrennt oder Kaffee ins Meer schüttet. Internationale Preismanöver berühren Deutschland nicht mehr. Wir erwarten eine Stetigkeit der Ernährung, weil wir auf eine Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung bei mindestens gleichen Preisen rechnen können. Wir erwarten eine Stetigkeit der Löhne, weil alle für die Lohnbildung maßgebenden Faktoren stetig sind. Vor allem aber:
Wenn uns, wogegen wir uns mit aller Gewalt wehren werden, einst das Schicksal doch einen Krieg aufzwingt, dann wird der deutsch« Arbeiter nicht wieder das furchtbare Schicksal der Blockade, jenes gemeinen Hungerkrieges gegen Frauen und Kinder erleben, mit dem wir in Wahrheit den Krieg von 1014/18 verloren haben.
Jene internationalen und jreimaurerischen Kräfte, die die Schuldlüge und die Blockade oder die Sanktionen erfunden haben, werden uns dann gewappnet sehen. Ich kann noch mehr voraussagen: Wir erwarten am Ende des Merjahres- pläns eine Verbilligung des Baumaterials, eine Verbilligung der Wohnungen, eine Verbilligung der Kleidung, eine Freiheit des Weges der industriellen Produktion bis zur Herstellung wahrhaften Volksgutes, etwa des Volkswagens, «ine
In Maranosa, das besonders heftig umkämpft wurde, siel den nationalen Truppen eine der bedeutendsten Waffen- und Munitionsfabriken der Madrider Volschewisten, in der u. a. auch Giftgas hergestellt wurde, in die Hände.
Der nationale Sender Cordoba berichtet, daß im Hafen von Malaga fremde U-Boote, wahrscheinlich sowjetrussischer Nationalität, gesichtet worden seien. Der gleiche Sender meldet, daß die nationalen Truppen, die im Abschnitt Ronda eingesetzt waren, die Verbindung mit den nördlich von Marbella stehenden nationalen Streitkräften hergestellt hätten. Dadurch seien die Ee- birgszüge der Sierra de Ronda, der Sierra Ber- meja und der Sierra Miajas von Volschewisten gesäubert worden. Auch im Laufe des Sonnabend hätten die bolschewistischen Streitkräfte an der Cordoba-Front Gegenangriffe unternommen, doch seien sie überall zurückgeschlagen worden.
Die noch in den Händen der Volschewisten befindlichen Sender teilen die Beschießung der Küste von Eijon, Tudillero und Villäviciosa durch nationale Kriegsschiffe mit. Sie geben ferner zu, daß das Bombardement nationaler Flieger auf den Hafen von Malaga und wichtige militärische Gebäude in Malaga großen Schaden angerichtet hat.
Salamanca, 8. Februar.
Die nationalen Streitkräfte sind am Sonntagvormittag an der Malaga-Front weiter vorgestoßen und haben die Ortschaft Fuengirola eingenommen. „Radio Regnete", ein in den Schützengräben bei Madrid untergebrachter Sender der Nationalen, meldet, daß die an der Malaga- Front operierenden nationalen Truppen die alte und reiche Bischofsstadt Coin zwischen Marbella und Malaga besetzt haben.
Sie wollen nicht für Moskau bluten
Schwere Zusammenstöße bei Zwangsrekrutierungen in Sowjetspanien
Salamanca, 7. Februar.
Die bolschewistischen Häuptlinge der Provinz Almeria haben, wie die spanischen nationalen Sender berichten, die sofortige Zwangsrekrutierung aller noch nicht erfaßten jungen Männer befohlen. Da diese sich weigerten, der Aufforderung nachzukommen, sei es zu heftigen Zusammenstößen und schweren Schießereien zwischen den zum Frontdienst Gepreßten und den bolschewistischen Milizen gekommen. Dabei sei ein bolschewistischer Häuptling getötet worden.
Flugzeuge mlt dem Sowjetstern
Die Bombardierung der britischen Botschaft in Madrid
Salamanca, 7. Februar.
Vor wenigen Wochen erregte die Bombardierung der britischen Botschaft in Madrid allergrößtes Aufsehen. Jetzt gab ein an der Front von Madrid gefangengenommener bolschewistischer Soldat sehr bemerkenswerte Erklärungen ab, die von einem spanischen Blatl veröffentlicht werden. Danach haben die an dem Bombenüberfall beteiligten Flugzeuge sämtlich das Zeichen eknes Sowjetsterns getragen. Die kommunistischen
Verbilligung des Brennstoffes, die auch den Arbeiter in den Genuß der Erzeugnisse moderner Technik.setzt.
Im volle» Einvernehmen mit Pg. Göring wird die Deutsche Arbeitsfront zum Einsatz bereit in den Vierjahresplan besonders eingeschaltet. Wir werden uns um den Bau der Wohnungen für den Arbeiter kümmern, um die Ausgaben der Siedlung und die Ausgestaltung des Arbeitsplatzes.
Bei der Berufsschulung konnten wir mit einem völlig fertigen Plan zur Verfügung stehen. 500 Lehrwerkstätten sind fertig, 500 Lehrwerkstätten sind im Bau. Das System der Berufsausbildung ist bei uns fertig gestaltet. Wir werden keinen Drill, sondern Erziehung zur Leistung, zur Freude an der Arbeit, durchsetzen, auch wenn wir in gesteigertem Tempo arbeiten müssen. Ich werde weiter nicht davor zurückschrecken, alle Reserven der Arbeitsfront einzusetzen auch für die Ausgestaltung der Organisation „Kraft durch Freude". Wir. werden weiterhin Erholungsheime, Seebäder und Schiffe bauen. Ich wage diesen Einsatz, weil ich weiß. daß er sich hundertfach lohnen wird. Mit großer Freude kann ich feststellen, daß ich in diesen Fragen auch mit Dr. Schacht vollkommen einig bin. Mit der Hitlerjugend arbeiten wir in den Fragen der Berufserziehung auf das engste zusammen. Daneben steht die ständige Schulung der Politischen Leiter auf den Ordensburgen und in geplanten neuen Schullehrgängen. Wir werden dafür sorgen, daß die Leistung und der Wille des Volkes stets die gleiche Richtung haben.
' Funktionäre, die der Bombardierung zugesehen haben, gaben zwar Zeichen des Beifalls, ließen aber auch deutlich ihre Enttäuschung über den geringen Erfolg der Bombardierung erkennen.
»Sekeimnisvotter" waffendiebstakl
Paris, 7. Februar.
Havas berichtet, daß in. der französischen Kavallerieschule in Saumur «in beträchtlicher Waf- fendiebstahl entdeckt worden sei. 13 Maschinengewehre, Karabiner und Revolver sind verschwunden. ^ Nach dem „Journal" sollen die gestohlenen Waffen dazu bestimmt sein, nach dem bolschewistischen Spanien geschafft zu werden.
sötte Zustände im Neich Stalins
Warschau, 7. Februar.
Nach einer Pat-Meldung aus Moskau sollen in den sowjetrussischen Eisenbahn- und Industrie- unternehmungen wieder einmal „Maßnahmen" eingeleitet worden sein, um das wirtschaftliche und organisatorische Chaos, das bekanntlich als das Werk „trotzkistischer Schädlinge" bemäntelt wird, zu beseitigen. Wie das Blatt „Eodok" schreibt, befindet sich die politische Abteilung der Omsker Eisenbahnver-walt-ung in einem Zustand völliger Auflösung und zwar sowohl in organisatorischer wie moralischer Beziehung. Die Arbeitsmethoden dieser Abteilung bezeichnet das Sowjet- blatt selbst als geradezu vertollt. Mit ähnlichen Ausdrücken werden die Zustände in dem Komitee des Verufsverbandes der Eisenbahner in Kujby- schew gekennzeichnet. Hier seien zahlreiche Unterschlagungen seitens des Vorstandes zugelassen worden.
Schittingers Schillinge
Der Skandal um die Vadener Spielbank Wien, 7. Februar.
Der Skandal um die Vadener Spielbank zieht immer weitere Kreise. Besondere Empörung erweckt in der Bevölkerung die Enthüllung,' daß der Generaldirektor des Unternehmens,' Hans Schillinger, der ein Jahreseinkommen von 120 000 Schilling bezog, wobei ihm auch die Steuern noch bezahlt wurden, gleichzeitig Inhaber einer Wiener Glasbläserei ist, die eben erst umfangreiche Staatsaufträge erhalten hat.
Nicht weniger Aufsehen erregt ein Prozeß, den die Croupiers des Vadener Spielkasinos gegen dieses Unternehmen wegen angeblich rechtswidriger Zurückb eh altung von Trinkgeldern angestrengt haben. Dadurch erfährt man, daß in den letzten zwei Jahren von den Besuchern der Spielbank nicht weniger als 6 Millionen Trinkgeld bezahlt wurden. Davon beansprucht die Vadener Spielbank A.-E. 60 v. H„ während die Croupiers erklären, daß sie nur 30 v. H. abzuliefern verpflichtet gewesen seien.
Varrikaden der..Sihstreiker"
Detroit, 7. Februar.
^ Die .Sitzstreiker" in den Autowerken in Flint halten die Fabrik weiter besetzt und sind jetzt dazu übergegangen, sämtliche Eingänge zu' ver- barrikadieren. Der Gouverneur hat bisher noch keinen Befehl zur Räumung des Werkes erteilt Wie letzt bekannt wird, sind unter den 1200 „Sitz- Itreikern" zahlreiche Grippe-Fälle aufgetreten.
ks geht kuropa an
Eine italienische Stellungnahme zu Englands Flottenpläne»
Rom, 7. Februar
Die Ausführungen Sir Samuel Hoares über die beschleunigte britische Aufrüstung zu Wasser und zu Lande veranlassen den Direktor des „Gior- nale d'Jtalia" in der Sonntagsausgabe „Bore d'Jtalia zu einer kritischen Stellungnahme. „England an der Spitze des Wettrüstens" überschreibt das halbamtliche Blatt in großen Lettern seinen Leitartikel. Die Bekanntgabe Hoares, daß trotz verdreifachter Kosten das Flottenbauprogramm beschleunigt und rücksichtslos durchgeführt wird, sei eine eindeutige Berichtigung der Behauptungen Roosevelts, die den „faschistischen Nationen" die Verantwortlichkeit für die „den Demokratien so verhaßte" gewaltige Steigerung der Rüstungen aufbürden wällten.
Besondere Beachtung findet Hoares Plan, ein starkes Expeditionskorps zu schaffen, das jederzeit zur Verschiffung bereitstehe. Neben dem Ausbau seiner Flotte beabsichtige England also jetzt auch die Schaffung eines ständigen Landheeres, das es bisher nie besessen habe. Dieser Plan sei zwar im Hinblick auf das britische Imperium gefaßt worden, man könne ihn aber nicht von den so oft von Frankreich geäußerten Wünschen und der englisch-französischen militärischen Zusammenarbeit, die fast ein Bündnis sei, abtrennen. Die Tatsache, daß sich England dadurch vom Meer auf das Festland begebe, gehe ganz Europa und sein politisches und militärisches System an. Hoares Rede sei der beste Beweis, daß die von Mussolini am 1. November 1936 über die italienische und die von Adolf Hitler am 30. Januar 1937 über die deutsche Rüstung gesprochenen Worte vollauf berechtigt seien. Die nackte Wahrheit sei allein: Die Demokratien, die zuvor die Abrüstung hintertrieben hätten, nähmen jetzt eine umfassende Aufrüstung vor.
vos Sebot der Stunde...
„Absurd, daß Deutschland aus Kolonien verzichten soll!«
London, 7. Februar.
In einem Leitaufsatz über die deutsch-englischen Beziehungen erklärt der „Observer", daß auf dem alten diplomatischen Weg endlich in einer Atmosphäre des Vertrauens die praktische Frage behandelt werden müßte, was Deutschland und England voneinander wünschten und was sie einander geben könnten. Zunächst stehe fest, daß die Systeme von Versailles und Trianon Deutschland als einzigem Land Europas einen Status aufge- zwungen hätten, den man von keinem anderen Lande erwarte. Nach diesem System dürften England, Frankreich, Italien, Belgien und Holland Kolonien besitzen, nicht aber Deutschland. Aus moralischen Gründen könnten derartige Entscheidungen nicht verteidigt werden, und wenn man den gesunden Menschenverstand walten lasse, dann müßten sie als eine Gewalttätigkeit und eine Beschimpfung bezeichnet werden.' Obwohl schon 1918 im britischen Reich die Sonne niemals untergegangen sei. habe sich England deutsche Kolonien angeeignet.
Im Jahre 1919 habe man geglaubt, was heute bei einem Rückblick unglaubwürdig erscheine, daß von einem 70-Millionen-Volk eine „Schadener- satzzahluna" von rund 11 Milliarden Pfund erpreßt werden könnte. Ebenso absurd sei es auch, daß Deutschland für immer auf Kolonien verzichten solle. Das Gebot der Stunde laute, daß man sich des gesunden Menschenverstandes bediene, damit im Interesse der Vermeidung eines unnötigen Krieges ein durchaus mögliches stiel erreicht werde.
„saschingszug der Nationen"
München, 7. Februar.
Den Höhepunkt des diesjährigen Münchener Faschings bildete der fünf Kilometer lange prächtige bunte Faschingszug „Humor der Nationen", der am Sonntagnachmittag bei schönstem sonnigen Wetter durch die Straßen der Hauptstadt der Bewegung zog. Ganz München war auf den Beinen. Von nah und fern waren Volksgenossen nach München gekommen. In 95 Bildern schlängelte Nch der Faschingszug durch die von Menschenmassen umiaumten Straßen. Exotische Völkerscharen die großen Narren der Vergangenheit — Diogenes Till Eulenspiegel, Don Quichote, Reiter und Fußgänger, Roboter und Bewohner des Meeresgrundes, Bewohner aus allen Ländern der Welt bildeten diesen endlosen Zug, der in seiner weiteren Gestaltung zeitnahen Witz und Ulk brachte. Be- wnderen Beifall erhielt die Gruppe der Narx- balla. die in oräcktiaem Waaen dabei di-> a-a- schingsprinzessin im Hofgefährt, einherfuhr. Auch eine Gruppe der NS.-Gemeinschaft Kraft d."ch Freude", die Münchens Gastlichkeit Ner^'"--'-, ziehung usw, in heiteren Darstellungen ,e!->te war in dem stug vertreten. Natürs!» gleich'olls die Wehrmacht nickt die ihre denbes«- mit d-m laich.',na-ürob-n , Vsftner"
Mieder ergriffen
Stuttgart, 7. Februar.
Nach einer Mitteilung des Stuttgarter Polizei- prandenten haben die Fahndunasmaßnahmen gegen den am 1. Februar im Walde bei Oberndors entiprungenen vierfachen Mörder Joses Schäfer aus Betra sHohenzollernf am Sonntagn chmittaq zum Ziele geführt Schäfer war bereits in der Nacht zum Sonntag gesichtet worden doch konnte er noch einmal entfliehen. Schließlich qelanq es einem Iäaer. den unter einer Schicht Moos 'versteckten Mörder zu entdecken und festzunehmen Schäfer wurde sofort nach Stuttgart gebracht.
M Millionen englische Pfund gesucht
Verschärfung der französischen sinanzkrise — flichaltende Kapitalflucht
erfolge francos vor Madrid und Malaga
weitere Nusdeknung der nationalen srontlinie - volschewistische Munitionsfabrik erobert