Ausgabe 
(8.2.1937) Nr. 38
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V. ?. Loodss

der Nationa

parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblau der Deutschen flrbeitsfront vremen

flmtsblatt des Senats der Freien kjansestadt Nremen

Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezug: NM. 3,3» einschl. Zustellgebühr: durch die Post RM 2 3» emschl.52,64Pf.Uberweisungsgebühr,ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz. RS.-Gauverlag Weser-Ei« G. m. b. H., Bremen, Geercn 6/8 / Fernsprecher: 84121 und 51118.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Mdenburg und Vremen

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Nr. ZS / 7. Jahrgang

Montag, S. februar 1SZ7

kmzelpreis 15 Npf.

«deutsche Meitssronl;um klnsatz bereit"

die durchsülirung des vierjallresplanes

Unser lagssspisgvl

Die Frontlinie der Truppen Francos konnte sowohl vor Madrid wie vor Malaga weiter vorgeschoben werde».

Dr. Ley gab wichtige Erklärungen über die Mitwirkung der DAF. Lei der Durchführung des Bierjahresplanes ab.

Die Bremer Sauarbeitstagung der Reichs- ' arbeitsgemeinschaft Schadenoerhütung fand ihren Abschluß.

Der 5. Reichsstraßensammlung war auch in Bremen ein großer Erfolg be,Hieben.

Für den Endkamps um den Reichsbnnd-Po- kal setzten sich die Fußball-Gaue Sachsen und - Niederrhein durch.

I« einem Freundschaftsspiel gegen Hessen verlor Niedersachsens Eauelf 1:3.

Eine nicht erwartete 3:S-Niederlage mußte Bremens Fußball-Städtemannschaft in Osna­brück einstecken.

Nicht weniger als 11:1 schlug der VfB. Ko­met S»S. Nordwolle Delmenhorst.

In der Deutschlandhalle fand das große Ber­liner Reit- und Fahrturnier seinen Abschluß.

Lin ritterlicher kntschluß

KreuzerLinden« erhält Kriegsslagge der alten Emden« zurück

Schanghai, 7. Februar.

Am Sonntagmorgen fand in Schanghai auf dem Schulhof der Kaiser-Wilhelm-Schule ein Feld­gottesdienst für die Besatzung derEmden" statt, an dem u. a. Generalkonsul Kriebel, der Landes­gruppenleiter Lahrmann, Schanghaier HJ. und BDM. sowie viele' Angehörige der deutschen Ko­lonie teilnahmen. Ein Holländer van Herwijnen gab mit einer Ansprache, in der er der Taten der ruhmreichenEmden" gedachte, eine alte Kriegs­flagge derEmden" zurück und wünschte der Be­satzung des neuen Kriegsschiffes immer gute Fahrt.

Vor Slütkstreffer

Berlin, 7. Februar.

Am Sonntag, dem letzten Ausstellungstag der Grünen Woche", wurde in der Halle II bei einem der grauen Glücksmänner ein Tausendmark-Ee- winn gezogen und sofort ausgezahlt. Der glückliche Gewinner ist ein Aussteller aus der Lüneburger Heide, der schon jahrelang zurGrünen Woche" kommt. Das gewonnene Geld kann er sehr gut ge­brauchen, um seinen Betrieb auszubauen. 2n echt kameradschaftlicher Haltung ließ er auch den Elücksmann an seinem Gewinn teilnehmen und Kiftete außerdem einen Betrag für die Winter­hilfe. _

DieGrüne Woche« wurde von insgesamt 300 000 Besuchern besucht.

Die Neichsstraßensammlung verlies auch in Ber­lin außerordentlich erfolgreich. In Begleitung des Reichskriegsopserführers sammelten der Prä­sident des ungarischen Jnoalidenverbandes, Szma- tana, und der Vorsitzende der nordschleswig>chen Kriegerhintevbliedenen, Andresen Tondern.

Eden in Monte Carlo. Der englische Außen­minister Eden ist mit seiner Frau und seinem Sekretär am Sonntag in Monte Carlo einge­troffen. Er hat in demselben Hotel Wohnung ge­nommen, in dem der polnische Außenminister Oberst Beck abgestiegen ist.

Britische Zugeständnisse? 2n politischen Krei­sen 2erusalems spricht man von einem Garantie- angebot des britischen Oberkommissars an die Araber, daß die Juden in Palästina niemals die Majorität erlangen sollten.

lüigcncr Orslitbcriccht)

rck. Paris, 7. Februar.

In Pariser Finanzkreisen vertritt man die An­sicht, daß durch den Abschluß der französischen An­leihe in London der Bedarf des französischen Schatzamtes nur zu einem kleinen Teil gedeckt wird. Aller Voraussicht nach werden die Finanz- schwierigkeiten der französischen Regierung schon in absehbarer Zeit weiter zunehmen.

Die französische Regierung wird in diesem Falle gezwungen sein, sich in Amsterdam, in der Schweiz oder sogar auch in Skandinavien nach Krediten umzusehen. Es verlautet, daß französischerseits bereits Schritte unternommen werden, um die Kieditfreudigkeit der einzelnen Länder zu erkun­den. In Finanzkreisen schätzt man den Kredit­bedarf der französischen Regierung auf etwa 100 Millionen englische Pfund.

krkliirimgen Vr. Leus

Berlin, 7. Februar.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, machte im Verlauf einer Unterredung mit einem Berliner Journa- listen wichtige Mitteilungen über die Mobili­sierung des Volkswillens für die Durchführung des Vierjahresplanes. Er führte u. a. aus: Erst wenn der Mensch wirklich in der Lage ist, sein, Leben völlig frei zu gestalten, kann er auch see­lisch die Kräfte der Freiheit entwickeln, die ihm die große, in ihm wohnende Leistungsfähigkeit ^ einzusetzen gestatten. Genau so ist es bei den Völ­kern.

Das internationale Judentum hat schon gefühlt, wohin unser Weg jetzt geht. Es fängt wieder an zu hetzen. Deshalb spricht man draußen von den Gefahren« des Vierjahresplanes. Die Gefahren liegen nicht in unserem Wollen, sie liegen für das internationale Judentum und alle internati­onalen Händler, die das wirtschaftliche Schicksal der Völker in ihre Hände gebracht haben, darin, daß, wenn es Deutschland gelingt, sich frei zu machen, auch andere Völker nach dem gleichen Ziele streben können. Das Beispiel unseres Vier- sahresplanes wird dem Marxismus außerhalb unserer Grenzen erheblich schaden.

Wir erwarten vom Vierjahresplan u. a. neben der Ausschaltung der Juden aus der Führung der Wirtschaft die grundsätzliche Steigerung un­serer Eiitererzeugung überhaupt. Damit wäre dann das höchste Ziel des Sozialismus erreicht: Mehr Leistung, mehr Ordnung, volle Freiheit. Wir sehen sie Auswirkung für den

Salamanca, 7. Februar.

Der Oberste Befehlshaber der nationalen Trup­pen in Salamanca teilt in seinem Heeresbericht vom Sonnabend mit, daß die vor Madrid liegen­den Divisionen ihre Vorhutstellungen bedeutend verbessern konnten. Hierbei wurde» die Ort­schaften La Maranosa, Voque und Cienpozuelo (am Frontabschnitt südöstlich Madrids zwischen den Landstraßen MadridAranjuez und Madrid- Valencia) eingenommen.

Von der Südarmee wird berichtet, daß im Frontabschnitt von Alhama die nationalen Trup­pen im Laufe des Sonnabend 12 Kilometer vor Velez de Malaga angelangt sind. Im Front­abschnitt von Soja konnte die Ortschaft Colmenar, 20 Kilometer vor Malaga, besetzt werden. Ueber diese Ortschaft hinaus drangen die nationalen Truppen weitere sieben Kilometer in südlicher Richtung vor. Die gegen Malaga vorstoßenden Nationaltruppen nahmen die Ortschaft Almogia ein. Die im Frontabschnitt von Marbella kämpsen- den Heeresteile haben nach einem siegreichen Ge­fecht mehrere Stellungen erobert. Der Gegner floh unter Hinterlassung mehrerer Panzerwagen, Maschinengewehre und sonstigem Kriegsmaterial.

Die Sonderberichterstatter des DNB. berichten in Ergänzung des Heeresberichtes weitere Einzel­heiten von der Madrider Front, aus denen hervor­geht, daß hier nach einem längeren durch das schlechte Wetter bedingten Stillstand wieder leb­hafte Bewegung eingetreten ist. Die Truppen des Generals Narela sollen in der Nacht zum Sonnabend im Schutz der Dunkelheit überraschend vorgestoßen sein. Der Vormarsch erfolgte von Parla, Pinto und Valdemoro aus in nördlicher Richtung. 'Die Frontlinie der nationalen Trup­pen führt nunmehr 15 Kilometer am Jerama- Fluß entlang bis vor Sän Martin de la Vega.

Inzwischen hält die Kapitalflucht aus Frankreich an. Die Diskonterhöhung der Bank von Frankreich von 2 auf 4 Prozent hat sich in bezug auf die beabsichtigte Wirkung als völlig ergebnislos erwiesen. Sie hat in keiner Weise eine Verminderung des Ankaufs von Devisen zur Folge gehabt, und die Kursbewegungen aus dem Wechselmarkt zeigen deutlich, daß die Diskont­erhöhung wirkungslos geblieben ist. Das ein­zige Ergebnis ist, daß der Kurs des englischen Pfundes von 105,15-auf 105,06 zurückging. Der Diskonterhöhung der Bank von Frankreich kommt also nursymbolische" Bedeutung zu, da die Bank keine wirksame aktive Haltung gegenüber der großen Kapitalflucht einnehmen kann. Dagegen wird sich die Diskonterhöhung in einer Steige­rung der Warenpreise auswirken. Die Keldoerteuerung wird zweifellos eine Steigerung des allgemeinen Preisstandes nach sich ziehen. Wird der Franc auch dann noch zu halten sein? Die Inflationszeichen im Frankreich derVolks­front" werden jedenfalls immer bedrohlicher!

deutschen Arbeite r", sagte Dr. Ley,wir erwarten eine Stetigkeit der Beschäftigung, wie sie die Wirtschaft einer europäischen Nation überhaupt noch nicht gekannt hat. Wir erwarten eine Stetigkeit der Preise, weil es uns nicht mehr stören kann, wenn draußen irgendein Jude Getreide verbrennt oder Kaffee ins Meer schüt­tet. Internationale Preismanöver berühren Deutschland nicht mehr. Wir erwarten eine Ste­tigkeit der Ernährung, weil wir auf eine Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung bei mindestens gleichen Preisen rechnen können. Wir erwarten eine Stetigkeit der Löhne, weil alle für die Lohnbildung maßgebenden Faktoren stetig sind. Vor allem aber:

Wenn uns, wogegen wir uns mit aller Ge­walt wehren werden, einst das Schicksal doch einen Krieg aufzwingt, dann wird der deutsch« Arbeiter nicht wieder das furchtbare Schick­sal der Blockade, jenes gemeinen Hunger­krieges gegen Frauen und Kinder erleben, mit dem wir in Wahrheit den Krieg von 1014/18 verloren haben.

Jene internationalen und jreimaurerischen Kräfte, die die Schuldlüge und die Blockade oder die Sanktionen erfunden haben, werden uns dann gewappnet sehen. Ich kann noch mehr voraus­sagen: Wir erwarten am Ende des Merjahres- pläns eine Verbilligung des Baumaterials, eine Verbilligung der Wohnungen, eine Verbilli­gung der Kleidung, eine Freiheit des Weges der industriellen Produktion bis zur Herstellung wahr­haften Volksgutes, etwa des Volkswagens, «ine

In Maranosa, das besonders heftig umkämpft wurde, siel den nationalen Truppen eine der be­deutendsten Waffen- und Munitionsfabriken der Madrider Volschewisten, in der u. a. auch Gift­gas hergestellt wurde, in die Hände.

Der nationale Sender Cordoba berichtet, daß im Hafen von Malaga fremde U-Boote, wahr­scheinlich sowjetrussischer Nationalität, gesichtet worden seien. Der gleiche Sender meldet, daß die nationalen Truppen, die im Abschnitt Ronda eingesetzt waren, die Verbindung mit den nörd­lich von Marbella stehenden nationalen Streit­kräften hergestellt hätten. Dadurch seien die Ee- birgszüge der Sierra de Ronda, der Sierra Ber- meja und der Sierra Miajas von Volschewisten gesäubert worden. Auch im Laufe des Sonnabend hätten die bolschewistischen Streitkräfte an der Cordoba-Front Gegenangriffe unternommen, doch seien sie überall zurückgeschlagen worden.

Die noch in den Händen der Volschewisten be­findlichen Sender teilen die Beschießung der Küste von Eijon, Tudillero und Villäviciosa durch nationale Kriegsschiffe mit. Sie geben fer­ner zu, daß das Bombardement nationaler Flie­ger auf den Hafen von Malaga und wichtige militärische Gebäude in Malaga großen Schaden angerichtet hat.

Salamanca, 8. Februar.

Die nationalen Streitkräfte sind am Sonntag­vormittag an der Malaga-Front weiter vorge­stoßen und haben die Ortschaft Fuengirola einge­nommen.Radio Regnete", ein in den Schützen­gräben bei Madrid untergebrachter Sender der Nationalen, meldet, daß die an der Malaga- Front operierenden nationalen Truppen die alte und reiche Bischofsstadt Coin zwischen Marbella und Malaga besetzt haben.

Sie wollen nicht für Moskau bluten

Schwere Zusammenstöße bei Zwangsrekrutierun­gen in Sowjetspanien

Salamanca, 7. Februar.

Die bolschewistischen Häuptlinge der Provinz Almeria haben, wie die spanischen nationalen Sender berichten, die sofortige Zwangsrekrutie­rung aller noch nicht erfaßten jungen Männer befohlen. Da diese sich weigerten, der Auffor­derung nachzukommen, sei es zu heftigen Zusam­menstößen und schweren Schießereien zwischen den zum Frontdienst Gepreßten und den bolschewi­stischen Milizen gekommen. Dabei sei ein bol­schewistischer Häuptling getötet worden.

Flugzeuge mlt dem Sowjetstern

Die Bombardierung der britischen Botschaft in Madrid

Salamanca, 7. Februar.

Vor wenigen Wochen erregte die Bombardie­rung der britischen Botschaft in Madrid aller­größtes Aufsehen. Jetzt gab ein an der Front von Madrid gefangengenommener bolschewisti­scher Soldat sehr bemerkenswerte Erklärungen ab, die von einem spanischen Blatl veröffentlicht werden. Danach haben die an dem Bombenüber­fall beteiligten Flugzeuge sämtlich das Zeichen eknes Sowjetsterns getragen. Die kommunistischen

Verbilligung des Brennstoffes, die auch den Ar­beiter in den Genuß der Erzeugnisse moderner Technik.setzt.

Im volle» Einvernehmen mit Pg. Göring wird die Deutsche Arbeitsfront zum Einsatz bereit in den Vierjahresplan besonders einge­schaltet. Wir werden uns um den Bau der Wohnungen für den Arbeiter kümmern, um die Ausgaben der Siedlung und die Aus­gestaltung des Arbeitsplatzes.

Bei der Berufsschulung konnten wir mit einem völlig fertigen Plan zur Verfügung stehen. 500 Lehrwerkstätten sind fertig, 500 Lehrwerkstätten sind im Bau. Das System der Berufsausbildung ist bei uns fertig gestaltet. Wir werden keinen Drill, sondern Erziehung zur Leistung, zur Freude an der Arbeit, durchsetzen, auch wenn wir in ge­steigertem Tempo arbeiten müssen. Ich werde wei­ter nicht davor zurückschrecken, alle Reserven der Arbeitsfront einzusetzen auch für die Ausgestal­tung der OrganisationKraft durch Freude". Wir. werden weiterhin Erholungsheime, Seebäder und Schiffe bauen. Ich wage diesen Einsatz, weil ich weiß. daß er sich hundertfach lohnen wird. Mit gro­ßer Freude kann ich feststellen, daß ich in diesen Fragen auch mit Dr. Schacht vollkommen einig bin. Mit der Hitlerjugend arbeiten wir in den Fragen der Berufserziehung auf das engste zu­sammen. Daneben steht die ständige Schulung der Politischen Leiter auf den Ordensburgen und in geplanten neuen Schullehrgängen. Wir werden dafür sorgen, daß die Leistung und der Wille des Volkes stets die gleiche Richtung haben.

' Funktionäre, die der Bombardierung zugesehen haben, gaben zwar Zeichen des Beifalls, ließen aber auch deutlich ihre Enttäuschung über den geringen Erfolg der Bombardierung erkennen.

»Sekeimnisvotter" waffendiebstakl

Paris, 7. Februar.

Havas berichtet, daß in. der französischen Ka­vallerieschule in Saumur «in beträchtlicher Waf- fendiebstahl entdeckt worden sei. 13 Maschinen­gewehre, Karabiner und Revolver sind verschwun­den. ^ Nach demJournal" sollen die gestohlenen Waffen dazu bestimmt sein, nach dem bolsche­wistischen Spanien geschafft zu werden.

sötte Zustände im Neich Stalins

Warschau, 7. Februar.

Nach einer Pat-Meldung aus Moskau sollen in den sowjetrussischen Eisenbahn- und Industrie- unternehmungen wieder einmalMaßnahmen" eingeleitet worden sein, um das wirtschaftliche und organisatorische Chaos, das bekanntlich als das Werktrotzkistischer Schädlinge" bemäntelt wird, zu beseitigen. Wie das BlattEodok" schreibt, befindet sich die politische Abteilung der Omsker Eisenbahnver-walt-ung in einem Zustand völliger Auflösung und zwar sowohl in organisa­torischer wie moralischer Beziehung. Die Arbeits­methoden dieser Abteilung bezeichnet das Sowjet- blatt selbst als geradezu vertollt. Mit ähnlichen Ausdrücken werden die Zustände in dem Komitee des Verufsverbandes der Eisenbahner in Kujby- schew gekennzeichnet. Hier seien zahlreiche Unter­schlagungen seitens des Vorstandes zugelassen worden.

Schittingers Schillinge

Der Skandal um die Vadener Spielbank Wien, 7. Februar.

Der Skandal um die Vadener Spielbank zieht immer weitere Kreise. Besondere Empörung er­weckt in der Bevölkerung die Enthüllung,' daß der Generaldirektor des Unternehmens,' Hans Schillinger, der ein Jahreseinkommen von 120 000 Schilling bezog, wobei ihm auch die Steuern noch bezahlt wurden, gleichzeitig Inhaber einer Wie­ner Glasbläserei ist, die eben erst umfangreiche Staatsaufträge erhalten hat.

Nicht weniger Aufsehen erregt ein Prozeß, den die Croupiers des Vadener Spielkasinos gegen dieses Unternehmen wegen angeblich rechtswidri­ger Zurückb eh altung von Trinkgel­dern angestrengt haben. Dadurch erfährt man, daß in den letzten zwei Jahren von den Besuchern der Spielbank nicht weniger als 6 Millionen Trinkgeld bezahlt wurden. Davon beansprucht die Vadener Spielbank A.-E. 60 v. H während die Croupiers erklären, daß sie nur 30 v. H. abzu­liefern verpflichtet gewesen seien.

Varrikaden der..Sihstreiker"

Detroit, 7. Februar.

^ Die .Sitzstreiker" in den Autowerken in Flint halten die Fabrik weiter besetzt und sind jetzt da­zu übergegangen, sämtliche Eingänge zu' ver- barrikadieren. Der Gouverneur hat bisher noch keinen Befehl zur Räumung des Werkes erteilt Wie letzt bekannt wird, sind unter den 1200Sitz- Itreikern" zahlreiche Grippe-Fälle aufgetreten.

ks geht kuropa an

Eine italienische Stellungnahme zu Englands Flottenpläne»

Rom, 7. Februar

Die Ausführungen Sir Samuel Hoares über die beschleunigte britische Aufrüstung zu Wasser und zu Lande veranlassen den Direktor desGior- nale d'Jtalia" in der SonntagsausgabeBore d'Jtalia zu einer kritischen Stellungnahme.Eng­land an der Spitze des Wettrüstens" überschreibt das halbamtliche Blatt in großen Lettern seinen Leitartikel. Die Bekanntgabe Hoares, daß trotz verdreifachter Kosten das Flottenbauprogramm beschleunigt und rücksichtslos durchgeführt wird, sei eine eindeutige Berichtigung der Behauptun­gen Roosevelts, die denfaschistischen Nationen" die Verantwortlichkeit für dieden Demokratien so verhaßte" gewaltige Steigerung der Rüstungen aufbürden wällten.

Besondere Beachtung findet Hoares Plan, ein starkes Expeditionskorps zu schaffen, das jederzeit zur Verschiffung bereitstehe. Neben dem Ausbau seiner Flotte beabsichtige England also jetzt auch die Schaffung eines ständigen Landheeres, das es bisher nie besessen habe. Dieser Plan sei zwar im Hinblick auf das britische Imperium gefaßt worden, man könne ihn aber nicht von den so oft von Frankreich geäußerten Wünschen und der englisch-französischen militärischen Zusammen­arbeit, die fast ein Bündnis sei, abtrennen. Die Tatsache, daß sich England dadurch vom Meer auf das Festland begebe, gehe ganz Europa und sein politisches und militärisches System an. Hoares Rede sei der beste Beweis, daß die von Mussolini am 1. November 1936 über die italienische und die von Adolf Hitler am 30. Januar 1937 über die deutsche Rüstung gesprochenen Worte vollauf berechtigt seien. Die nackte Wahrheit sei allein: Die Demokratien, die zuvor die Abrüstung hinter­trieben hätten, nähmen jetzt eine umfassende Auf­rüstung vor.

vos Sebot der Stunde...

Absurd, daß Deutschland aus Kolonien verzichten soll!«

London, 7. Februar.

In einem Leitaufsatz über die deutsch-englischen Beziehungen erklärt derObserver", daß auf dem alten diplomatischen Weg endlich in einer At­mosphäre des Vertrauens die praktische Frage be­handelt werden müßte, was Deutschland und England voneinander wünschten und was sie ein­ander geben könnten. Zunächst stehe fest, daß die Systeme von Versailles und Trianon Deutschland als einzigem Land Europas einen Status aufge- zwungen hätten, den man von keinem anderen Lande erwarte. Nach diesem System dürften England, Frankreich, Italien, Belgien und Hol­land Kolonien besitzen, nicht aber Deutschland. Aus moralischen Gründen könnten derartige Ent­scheidungen nicht verteidigt werden, und wenn man den gesunden Menschenverstand walten lasse, dann müßten sie als eine Gewalttätigkeit und eine Beschimpfung bezeichnet werden.' Obwohl schon 1918 im britischen Reich die Sonne niemals untergegangen sei. habe sich England deutsche Ko­lonien angeeignet.

Im Jahre 1919 habe man geglaubt, was heute bei einem Rückblick unglaubwürdig erscheine, daß von einem 70-Millionen-Volk eineSchadener- satzzahluna" von rund 11 Milliarden Pfund er­preßt werden könnte. Ebenso absurd sei es auch, daß Deutschland für immer auf Kolonien ver­zichten solle. Das Gebot der Stunde laute, daß man sich des gesunden Menschenverstandes be­diene, damit im Interesse der Vermeidung eines unnötigen Krieges ein durchaus mögliches stiel erreicht werde.

saschingszug der Nationen"

München, 7. Februar.

Den Höhepunkt des diesjährigen Münchener Faschings bildete der fünf Kilometer lange präch­tige bunte FaschingszugHumor der Nationen", der am Sonntagnachmittag bei schönstem sonnigen Wetter durch die Straßen der Hauptstadt der Be­wegung zog. Ganz München war auf den Beinen. Von nah und fern waren Volksgenossen nach München gekommen. In 95 Bildern schlängelte Nch der Faschingszug durch die von Menschenmassen umiaumten Straßen. Exotische Völkerscharen die großen Narren der Vergangenheit Diogenes Till Eulenspiegel, Don Quichote, Reiter und Fuß­gänger, Roboter und Bewohner des Meeresgrun­des, Bewohner aus allen Ländern der Welt bil­deten diesen endlosen Zug, der in seiner weiteren Gestaltung zeitnahen Witz und Ulk brachte. Be- wnderen Beifall erhielt die Gruppe der Narx- balla. die in oräcktiaem Waaen dabei di-> a-a- schingsprinzessin im Hofgefährt, einherfuhr. Auch eine Gruppe der NS.-Gemeinschaft Kraft d."ch Freude", die Münchens Gastlichkeit Ner^'"--'-, ziehung usw, in heiteren Darstellungen ,e!->te war in dem stug vertreten. Natürs!» gleich'olls die Wehrmacht nickt die ihre denbes«- mit d-m laich.',na-ürob-n , Vsftner"

Mieder ergriffen

Stuttgart, 7. Februar.

Nach einer Mitteilung des Stuttgarter Polizei- prandenten haben die Fahndunasmaßnahmen ge­gen den am 1. Februar im Walde bei Oberndors entiprungenen vierfachen Mörder Joses Schäfer aus Betra sHohenzollernf am Sonntagn chmittaq zum Ziele geführt Schäfer war bereits in der Nacht zum Sonntag gesichtet worden doch konnte er noch einmal entfliehen. Schließlich qelanq es einem Iäaer. den unter einer Schicht Moos 'ver­steckten Mörder zu entdecken und festzunehmen Schäfer wurde sofort nach Stuttgart gebracht.

M Millionen englische Pfund gesucht

Verschärfung der französischen sinanzkrise flichaltende Kapitalflucht

erfolge francos vor Madrid und Malaga

weitere Nusdeknung der nationalen srontlinie - volschewistische Munitionsfabrik erobert