Ausgabe 
(6.2.1937) Nr. 36
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Je

der Nationa

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

parteiamtliche Tageszeitung

Ilachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Vremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 56 / 7^ Jahrgang

Sonnabend, 6. Februar 1SZ7

kinzelprels 15 Npf.

So arbeitet die Partei im Sau Veser kms!

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ks verstellt sich von selbst, daß Mischen der Partei und der parteieigenen presse ein besonders enges Ver­hältnis besteht) ein Verhältnis, das sich aus dem histo­rischen Werdegang der Parteipresse erklärt, die niemals entstanden wäre, wenn die Haltung der übrigen presse sie überflüssig gemacht hätte, vie Kämpfer der Partei­presse sind mit den übrigen Kämpfern der Vewegung durch die Sesangnisse des Sgstemstaates gegangen und sollten hierdurch und durch Seldstrafen in der Ireuezu ihrer Idee wankend gemacht werden, die besondere Verbundenheit der Partei mit ihrer Presse bewirkt den flppell an ihre flngehörigen, die Mitglieder ihrer akti- vistischen Niederungen und die deutsche veamtenschast, in erster Linie die parteieigene presse zu beziehen und durch die tägliche Verbundenheit mit diesem Instrument der Partei die Kampfgemeinschaft und Verschworenheit aller Kämpfer des Nationalsozialismus immer wieder zu erneuern.

ksichslsitsr ^maan cws cksm bcntsitog clsi- ssrsißsit

' unserem Sauleiter

Nm rs. und ;o. Mai 1SZ7: seier der s. Wiederkehr des großen wahlsiegtages in Oldenburg und kröffnung der neugestalteten Sedenkstätte „Stedingsehee"

Die nationalsozialistische Parteipresse ist die alte Kampfgefährtin der Bewegung. Sie ist das Vertrauensorgan der Führung und die Mittlerin zwischen Partei und Volk. Ihr ist von dem Reichspreffechef die Aufgabe gestellt, eine Rückschau zu halten auf die Arbeit der Bewegung im vergangenen Jahr und zugleich die Ziele aufzuzeigen für die Parteiarbeit des kommenden Jahres. Niemand ist berufener, die Aeberschau für diese Gesamtarbeit zu geben, als der Mann, der seit nunmehr 15 Jahren in Oldenburg und im Raume Weser-Ems für den Führer und seine Idee und damit für die Existenz des deutschen Volkes gerungen hat: der Gauleiter in Weser-Ems, des Füh­rers Paladin, unser Pg. Carl Rover. Der Gauleiter gab einem Vertreter des NS.-Gauverlages in einer Unter­redung in großen Zügen diesen Rückblick auf das vergangene Jahr, den er verband mit einer Rückschau auf die Aufbauarbeit seit der Machtergreifung in Oldenburg im Jahre 1932.

Frage: Aus welchen Gebieten lag im letzten Jahr die Hauptarbeit der Partei im Gau Weser-Ems?

Antwort: Die Hauptarbeit der Partei lag auf dem Gebiet, das ihr vom Führer selbst als ihre Bestimmung gegeben worden ist, Willens­trägerin des deutschen Volkes zu sein, dem Volke weltanschaulich «ine unzerstörbare einheitliche Auffassung zu gsben, alle Deutschen im Geiste Adolf Hitlers zu führen. 2m Gau Weser-Ems kennzeichnen die Arbeit der Partei drei Namen, drei Stätten, die der weltanschaulichen Ausrich­tung der deutschen Menschen in Weser-Ems einer­seits und des politischen Führerkorps des Gaues andererseits zu dienen bestimmt sind: Die

Niederdeutsche Gedenkstätte Ste- Lingsehre; sie ist das Mahnmal und das bleibende Gedächtnis des Heldenkampfs der Ste- dinger durch die Ausführung des Volksschauspiels „De Stedinge", sie wird dazu durch die künftige Eauschulungsburg und die Eebietsführerschule der H2. der Erziehung und Ausrichtung der Hitlerjugendführer und der Politischen Leiter im Gau dienen. Was dort entstehen soll, ist durch die erfolgreiche Tat in Pewsum vorgezeichnet. Die Voraussetzung für jede künftige Leistung aber ist die völlig einheitliche Zusammenschwei- ßung des Korps der führenden Politischen Leiter, wie sie sich in den Tagungen im Eaukame- radjchafts-Vlockhaus Ahlhorn in immer stärkerer Form vollzieht.

So steht das Jahr 193g in der Parteiarbeit im Gau als ein bedeutsames llebergangsjahr da, das anknüpft an die Arbeit der vergangenen Jahre und hinauswerft auf die kommenden. Es steht in direkter Parallele zum Vollzug des großen Auf­baues des Führers im Reich 1936. 1936 gingen die ersten vier Aufbaujahre des Dritten Reiches mit großartigem Erfolg zu Ende. Im gleichen Jahr noch verkündete der Führer auf dem Par­teitag der Ehre den jetzt in Angriff genommenen Vierjahresplan. Ihm gilt in allem auch die ein­setzende Parteiarbeit für das kommende Jahr: denn bei einem Rückblick auf die Erfolge des ersten Aufbaus und dem Ausblick auf den vor uns liegenden großen Plan soll uns ein Wort des Führers, das er auf einer Eauleitertagung sprach, Richtschnur sein. 2n den kommenden Jah­ren, so sagte der Führer, wird sich nach dem Erfolg des hinter uns liegenden Kampfes der Nationalsozialismus bewähren müssen. Große und gewaltige Aufgaben sind zu erfüllen, wir haben keine Zeit der Ruhe vor uns, die Zukunft fordert noch mehr als die Vergangenheit in jedem von uns den ganzen Mann. Jeder Par­teigenosse und jeder Volksgenosse soll sich der Tatsache bewußt sein, daß es des vollen Einsatzes eines jeden einzelnen bedarf, um die' absolute Freiheit des deutschen Volkes auf allen Gebie­ten zu erringen und damit die Zukunft unseres Volkes sicherzustellen.

Frage: In welchem Ausmaß und auf welchen Wegen gelang es. in unse­rem Gau die Erwerbslosigkeit praktisch zu beseitigen? Wie vollzog sich in dieser Arbeit das Zusammenwirken von Par­tei und Staat?

Antwort: Das Entscheidende in dem Auf­bau war die Wandlung des Geistes, die sich voll­zog. Männer der Bewegung zogen in die füh­renden Stellen der Staatsapparatur ein, sie er­füllten die ganze Staatsapparatur in immer stär­kerem Maße mit dem Geist Adolf Hitlers, indem sie durch ihren Schwung alle mitrissen. Daß auf diesem Wege das erste große sachliche Ziel erreicht wurde, beweist die Entwicklung der Arbeitslosig­keit, die heute in Weser-Ems als beseitigt gelten kann. Bei der Machtergreifung 1933 waren im Gau 125 509 Erwerbslose vorhanden, gegenüber 7300 zu Beginn des Herbstes 1936 und 16 800 an der Jahreswende 1936/37, also mitten im Winter, wo sich rein saisonmäßige Einflüsse gel­tend machen. Ueberall wieder aufblühendes Le­ben, in allen Teilen des Gaues, in dem bei der Machtergreifung schwer darniederliegenden Un­terwesergebiet ebenso wie in der damaligen Not­gemeinde Stadt Delmenhdrst, in den Jadestädten

wie in Emden. Entscheidend ist das Wie, der Weg, auf dem dieser Erfolg erreicht wurde. Denn getragen wurde er letzten Endes allein von der Bewegung. Sie gab die Initiative, sie räumte mit ihrer Kraft und ihrem Schwung die äußeren Hemmungen ebenso hinweg wie die inneren Hem­mungen in den Menschen.

Frag«. Spielte nicht gerade diese Kraft der Bewegung in dem ersten Auf­takt zum Aufbau in Weser-Ems nach der Machtergreifung in Oldenburg im Juni 1332 eine entscheidende Rolle?

Antwort: Allein mit dem Siegsswillen und der zähen Kraft der Partei konnten wir 1932 in Oldenburg den Grund legen für die dann sich vollziehende beschleunigte Gesundung dieses Kern­landes des Gaues, aber auch den Grund für die Entwicklung auf einzelnen wirtschaftlichen Ge­bieten, die heute noch nicht abgeschlossen, sondern z. T. noch in voller Entfaltung ist. Mit der Schaffung gesetzmäßiger Möglichkeiten allein war die Arbeitsbeschaffung selbst noch nicht erzwungen. Wir haben im Herbst 1932 schon in Oldenburg einen Kommissar für Arbeitsbeschaffung eingesetzt, einen Kommissar für Verwal­tungsreform und haben einen der beiden Kommissare zugleich die Vorarbeiten für die Zu­sammenfassung der Elektrizitätswirt­schaft im Lande Oldenburg übertragen. Wir

vie Partei ist für das Volk da, und das Volk soll wissen, was lnnerlzald der Partei geleistet wird.

Dr. Otto Oistricii klsicliLprssLscchsl cksr

sind aber vor allem hinausgegangen ins Volk und zu den Männern in der Selbstverwaltung, in der Wasserwirtschaft, in den Genossenschaften, und haben sie erfüllt mit dem Willen, den Weg der Tat zu beschreiten. Der Geist war also entscheidend. So wurde es möglich, daß im Winter 1932/33 alle erforderlichen Vorbereitun­gen für die Inangriffnahme unter anderem der wasserwirtschaftlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnah­men getroffen waren. Schon im Frühjahr konn­ten überall die vorbereiteten Maßnahmen in Gang gesetzt werden, an einigen Stellen schon im Laufe des Winters selbst. Ueberall wurden hierbei die Erwerbslosen der drei durch den Nie­dergang in der Systemzeit vornehmlich getroffe­nen Jndustrieecken des Landes angesetzt: die Er­werbslosen aus Delmenhorst,' von der Un­ter w e s e r und aus dem Vareler Gebiet. Die ersten Arbeitsmaßnahmen größeren Stils im Reich setzten 1933 erst vier bis sechs Monate später, z. T. über ein Jahr später ein. Um ein Einzel­beispiel aus der Reihe der Maßnahmen heraus­zugreifen: Der Landeselektrizitätsverband allein hat durch die Zusammenfassung der bisher zer­splitterten Elektrizitätswirtschaft in einer Hand eine Stromverbilligung für den Landesteil Ol­denburg um jährlich 1 Million RM. ermöglicht. Dieser Verband ist inzwischen über den Dharak- ter eines rein oldenburgischen Verbandes hin­ausgewachsen und wird in immer stärkerem Maße Landeselektrizitätsverband Weser-Ems.

Frage: Welche Bedeutung kommt im Rahmen dieser Entwicklung der Verwaltungsresorm in Oldenburg zu?

Antwort: Die oldenburgische Verwaltungs­reform war notwendig und richtig. Sie hat sich bewährt und sie hat nach vielen Richtungen hin und in vielen Einzelbeispielen gezeigt, wie die Zusammenlegung von kleinen leistungsschwachen zu größeren leistungsstarken Eemeindegebilden erst die Voraussetzung wurde für die volle Aus­wirkung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Stratzenbauten unter Beteiliming von Gemein­den, zur Erschließung von Moorgebieten, zum besseren Anschluß von Jndustriewerken, sind nur denkbar gewesen auf der Grundlage der Kredit­fähigkeit dieser Gemeinden. Vor allem aber war die Uebersichtlichkeit der ganzen Vsrwaltungs- apparatur, zugleich die innere Ausgleichsmöglich­keit im Rahmen größerer Selbstverwaltungskör­per die Voraussetzung dafür, daß Oldenburg Ende 1933 keine Gemeinde mehr ohne ausgeglichenen Etat besaß. War zunächst an einigen Stellen noch der Ausgleich durch den übergeordneten Verband notwendig, so folgte dann die Gesundung aus eigener Kraft. Olden­burg kennt keine Gemeinde mehr mit Kassenkrediten. Die verkleinerte Zahl der Gemeinden erleichterte uns andererseits die Besetzung der Bürgermeisterposten ausschließlich mit erfahrenen und erprobten Nationalsozialisten. So war nach dem Staat auch in den Gemeinden die Voraussetzung für die Durchdringung der Verwaltung mit nationalsozialistischem Geist ge-> geben. Es entstand in Oldenburg und später dann auch überall in Weser-Ems die Zusammenarbeit von Partei und Staat, die der Führer von uns fordert. Neben dem Bürgermeister steht der Ortsgruppenleiter, neben dem Amts­hauptmann oder Landrat der Kreisleiter, und sie arbeiten auf den Gebieten, die es erfor­dern, aufs engste zusammen. Die Partei vermag auf Grund der ihr gestellten Aufgabe der poli­tischen Führung Mittler zwischen den Staats­stellen und dem letzten Volksgenossen zu sein. Sie ist überall die Betreuerin des Volkes, sie ersaßt mit ihrer lebendigen und feinnervigen Organisa­tion die Wünsche und Sorgen des Volkes und bringt dann an die Staatsapparatur befruchtende Anregungen heran, die vom Staat als Exekutive verwertet werden.

Ich will Ihnen einen von vielen Fällen nennen, in denen sich die Partei einschaltet, um Reibungs­punkte oder Unebenheiten, die überall in einem so hoch entwickelten und vielverzweigten Körper, wie der heutigen Wirtschaft, eintreten können, zu beseitigen: Für die Gemüsebauern des Bezirkes Emden waren Schwierigkeiten für schnelle Ver­wertung und Absatz ihrer Produkte eingetreten. Die Eauleitung setzte sich bei den zuständigen führenden Stellen des Reichsnährstandes, z. T. auch der NSV. und des ReichsarbeitSdienstss, ein und erreichte innerhalb kürzester Zeit die Be­seitigung der aufgetretenen Schwierigkeiten. So wie hier in einem größeren Bereich durch Ein­greifen der Eauleitung das wirtschaftliche Ee- lamtwohl des Volkes an dem betreffenden Punkt wahrgenommen wird, so erfährt in einer großen Zahl von Fällen ein einzelner Volksgenosse durch einen Blockleiter oder einen Zellenlei- ter oder durch die Ortsgruppe eine soziale Be­treuung: so gilt in steter Arbeit und steter Ver­folgung einer joden einzelnen wichtigen Frage die Sorge der Eauleitung und der ihr Nach­geordneten Parteistellen der Förderung der wirt­schaftlichen Aufbauarbeit.

Ich denke da im einzelnen an die Maßnahmen zugunsten des Unterwesergebiets, an den Ausbau des Midgardpiers, der Bananenflotte. der Fisch- dampser- bzw. Loggcrslotte, der Auftragsbeschaf- fung für Emder Werke, des Einsatzes siir die Erweiterung des Dortmund-Ems-Kanals, der Kanalisierung der Mittclweser und der 1S3S voll­zogenen Vollendung des Küstenkanals. Der Stadt Oldenburg selbst, dem Sitz der Gauleitung, wurde die Wiederinbetriebnahme.der jahrelang stillge­legten Glashütte ermöglicht.

Wir haben im Eau Weser-Ems kein besonderes Wirtschaftsamt gehabt und haben dennoch alle erforderlichen Maßnahmen mit Aufmerksamkeit und dem notwendigen Einsatz der Partei getroffen.

Frage: Welche Aufgaben fallen m'N dem Eau Weser-Ems im Rahm-n des Vierjahresplans zu?

Antwort: Gerade der Gau Weser-Ems hat außerordentlich große Möglichkeiten für den Ein­satz im Rahms-. VierjaLresplans» E- ist in

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