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Nr. 52 / ?. Jahrgang
Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen
Vienslas, 2. februar 1S5?
Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mw-Zeil« im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-mm-Aetle im Textteil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 (Nachlaßstaffel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-13)4 Uhr.
kinzelpreis 15 Npf.
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vie Pattei Imger der deutschen Nation
sim Pulsschlag des Volkes
Die Feierstunden des 30. Januar liegen hinter uns. Ihr Echo im Ausland läßt erkennen, daß der Tag der nationalsozialistischen Revolution ein Tag von weltpolitischer Bedeutung geworden ist. Die Persönlichkeit
Unssf lagesspiegel
Die Reichstagsrede des Führers findet in der Welt weiter ein starkes zustimmendes Echo. In einem Tagesbefehl legt der Reichskriegsminister erneut ein Treuegelöbnis der Wehrmacht für Führer und Volk ab.
Heute beginnt eine Sonderaktion der N».- Presse.
Die Einrichtung der Ehestandsdarlehen hat zu bedeutenden bevölkerungspolitischen Erfolgen geführt.
Reichsernährungsminister R. Walther Darr« entlarvt in feinem soeben erschienenen Buch das Judentum als Anstifter des „Schweinemordes ISIS".
Die im Moskauer Schauprozetz verurteilten 13 „Trotzkisten" wurden erschossen.
Der ungarische Innenminister ist zurückgetreten.
Morgen findet die Einweihung des neuen Bremer Lustschutzhauses statt.
Auf dem Berliner Reitturnier zeigten SA.- und SS.-Reiter hervorragende Leistungen. Der deutsche Schwergewichtler Walter Reuse! besiegte den Engländer Jack Petersen zum dritten Male durch k. o.
des Führers und sein Werk sind weit über die Grenzen des Reiches hinausgewachsen und zu einem Kraftfeld im Strom der internationalen Politik geworden. Das spürt man gerade in diesen Tagen an der Wirkung der Führerrede besonders deutlich. Aber vielleicht ist es nicht nur die geistige Ueber- legenheit, die überragende staatsmännische Befähigung und der erfrischende Mangel an Ehrfurcht vor den verstaubten Götzen der liberalen Demokratie, die die Welt anr Führer bewundert, sondern mehr die geniale
schöpferische Organisationskraft, die sie an ihm fürchtet oder fürchten zu müssen glaubt. Warum?
Der Führer hat dem deutschen Volke eine neue wunderbare Idee menschlichen Zusammenlebens geschenkt. Mit ihr hat er Kräfte aus dem Boden gestampft, die mit einem bisher unvorstellbaren Maß von Energie die gewaltigsten Aufgaben meistern, die sich jemals eine Nation gestellt hat. Er hat also dem deutschen Volk nicht nur Erfolge, sondern gewissermaßen die Zauberformel für die Welt des Erfolges gegeben. Und er hat der Nation nicht nur die Idee des Nationalsozialismus geschenkt, sondern ihr auch das genial durchdachte unvergängliche Instrument'zu ihrer Verwirklichung geschaffen: die nationalsozialistische Partei!
Wer eine Zeit verstehen will, mutz ihre inneren Gesetze kennen. Wer die Leistungen, die das deutsche Volk in den vergangenen vier Jahren der Welt gezeigt hat, in ihrer ganzen Bedeutung erfassen will. mutz die nationalsozialistische Partei und das Gesetz ihres Handelns kennen. Denn die Partei ist nicht nur das entscheidende Grundelement unserer autzenpolitischen Krastentsaltung. Nicht nur unsere Tanks und Flugzeuge sind es, die die Welt heute beeindrucken. Was entscheidend ist, hat ein Franzose in diesen Tagen ausgesprochen, als er sein Urteil über das nationalsozialistische Deutschland in die Worte zusammenfatzte: „Wenn man mit einem Deutschen spricht, hat man das Gefühl, mit allen Deutschen zugleich zu sprechen."
Am 30. Januar 1933 wurde die Partei der deutschen Erhebung zur Partei der deutschen Nation. Sie hat den zersetzenden Gebilden des Parlamentarismus gegenüber die Partei des deutschen Volkes ergriffen! Selbst
aus dem Volke herausgewachsen, hatte sie alle Funktionen des Gemeinschaftslebens bereits von Grund auf in sich entwickelt. Darum konnte und kann sie in so einzigartiger und geradezu idealer Weise ihre Aufgaben erfüllen: das unaufhörlich wirksame, lebende Bindeglied zwischen Volk und Staat zu sein, das beide zu einer unzertrennlichen Einheit werden läßt. Ihre Organisation reicht bis in den Wurzelboden des Volkes hinunter und erfaßt die ganze Nation bis in die letzten Verzweigungen ihres öffentlichen Lebens. Die Partei hält ihre Hand am Pulsschlag des Volkes. Sie spürt seine feinsten Regungen, seine Sorgen und Nöte, seine Bedürfnisse und Wünsche, seine Freuden und Leiden; sie ist sein Helfer und Berater, der unaufhörliche Träger seiner Anregungen von unten nach oben.
In der Partei verkörpert sich der Wille des Volkes. Sie ist die politische Schule der Nation. Ihr Wirken befruchtet alle Gebiete unseres nationalen Lebens.
Bier Jahre sind vergangen, seit die Partei diese großen Ausgaben im deutschen Volke und für das deutsche Volk übernommen hat. Und in diesen vier Jahren ist die Partei mit ihrer Aufgabe gewachsen. Wie umfassend, wie lebendig, aber auch wie interessant dieses Wirken der Partei heute ist, das wollen die Journalisten der Parteipresse in diesen Wochen allen deutschen Volksgenossen zeigen. Die Partei ist für das Volk da, und das Volk soll wissen, was innerhalb der Partei geleistet wird. Das deutsche Volk einen tiefen Blick tun zu lassen in die tausendfältige tägliche Arbeit der Partei, das ist der Zweck und Leitgedanke der journalistischen Sonderaktion
Me Partei im Kampf für Peutfchland!
vlomberg: „vie höchste Vrdensausieichnung"
keneutes Ireuegelöbnis der Wehrmacht für sichrer und Volk
Berlin, 1. Februar.
Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht hat folgenden Tagesbefehl erlassen: Am 30. Januar 1937 hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht dem Generalfeldmarschall von Blomberg, Generaloberst Freiherr« von Feilsch, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, General der Flieger Milch das Goldene Parteiabzeichen
verliehen.
Der Führer hat damit diesen Offizieren die höchste Ordensauszeichnung zuteil werden lassen, über die das nationalsozialistische Deutschland verfügt. Diese Ehrung gilt über den einzelnen hinaus sür die ganze Wehrmacht.
Der Führer hat ausgesprochen, daß Partei und Wehrmacht die beiden aus ewig verschworenen Garanten für die Behauptung des Lebens unseres Volkes sind und daß er den zahllosen Soldaten und Offizieren danke, die im Sinne der nationalsozialistischen Bewegung in Treue zu ihm gestanden, haben.
Das haben wir getan und werden es in allen Zeiten tun. Unsere Kraft und unser Handeln, unser Gut und unser Blut
gehören dem Führer und dem deutschen Volke! ^ F^r!
tte küstenverlewrgmlg
Berlin, 1. Februar.
>as Oberkommando der Kriegsmarine Seit. wird mit dem 1. Lkt. 1937 die Festungs- dantnr Borkum ausgelost Die F^tungs. danten führen ab 1. 10. 1937 die Bez ch- Kommandant der Befestigungen von Ost- d (bisher Bereich Wilhelmshaven-Bor- Kommandant der Befestigungen von Norö- id (bisher Bereich von Luxhaven), Kom- -t der Befestigungen der westlichen Ostsee Festungskommandant Kiel) und Komm er Befestigungen der pommerschen nu>re -her). An der Bezeichnung des Festungs- danten von Pillau ändert sich nichts.
Ruheposten, sondern Stützpunkte
Berlin. 1. Februar
sinnenmin-ister Dr. Fri ck Aussatz in der „National, ozialistischen ütung" die kämpferische Haltung '
, die vor dem 3V. Januar 1933 der Ueber
nähme der Macht und seit diesem Tage dem AuDau und der Gestaltung von Volk und Reich gilt. Der nationalsozialistische Kampswille sei das Lebenselement der Bewegung. Die Mini st er posten des Dritten Reiches, so erklärt Minister Frist, sind für die NSDAP. keine Ruheposten, sondern Stützpunkte unseres Kampfes Mit ungebrochener Tatkraft gehe das junge nationalsozialistische Reich in einen neuen Kampfabschnitt, den der Führer dem deut,chen Volke gewiesen habe. Gestützt auf die drei tragen- gen Säulen. Bewegung, Wehrmacht und
Beamtenschaft baue der national,oziali,ti,che Staat die Volksgemeinschaft auf.
veutsch-englische vespeechungen
London, 1. Februar
Die deutsch-englischen Besprechungen über den Abschluß eines qualitativen Abkommens in Er- gäM-nq des deutsch-englischen Flottenvertrages vom Juni 1935 sind am Montag im Augenamt wieder ausgenommen worden.
oliickwunfch srancos
Berlin, 1. Februar
Zum 30. Januar hat der Chef des spanischen Staates, General Franco, an den Führer und Reichskanzler «in Telegramm geschickt, das in Usbersetzung wie folgt lautet:
„Am vierten Jahrestage der Berufung Eurer Exzellenz zur höchsten Staatsführung, während welcher Zeit Deutschland Größe, Macht und Ansehen wiedererlangt hat, sende ich Ihnen im Namen des gegen die marxistische Barbarei kämpfenden nationalen Spaniens meinen begeisterten Glückwunsch und herzlichen Gruß mit dem innigen Wunsch, daß das große Teutsche Reich unter dem ruhmvollen Zeichen des Hakenkreuzes und Ihrer genialen Führung das Ziel seiner unsterblichen Bestimmung erreichen möge. Heil Hitler! (gez.) General Franco."
Der Führer hat dem General Franco telegraphisch mit herzlichen Worten gedankt.
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l)is Vsrsoillsk Kri'sgsscfiuIZ-IIisss ru clsn Gleisn gslsgt
K. Xlü. Der Führer hat am Sonnabend in seiner weltpolitisch so bedeutsamen Reichstagsrede die deutsche Unterschrift von der „einer schwachen Regierung, wider deren besseres Wissen abgepreßten Erklärung, daß Deutschland die Schuld am Kriege besitze", feierlich zurückgezogen. Damit ist eine Anklage endgültig in sich zusammengebrochen, die unter dem Namen „Versailler Kriegsschuldlüge" als warnendes Beispiel eines ebenso sinnlosen wie gefährlichen Angriffs auf die. Ehre eines Volkes mit der Geschichte der vergeblich versuchten Diskriminierung Deutschlands verknüpft ist und gegen die Adolf Hitler als erster in großangelegter politisch-propagandistischer Form Front gemacht hat. Der Artikel des Versailler Schand- vertrages, aus den sich die inhaltsschweren Worte des Führers und Reichskanzlers beziehen. hat folgenden Wortlaut:
„Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären und Deutschland erkennt an, daß Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Schäden und Verluste verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des ihnen durch den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten aufgezwungenen Krieges erlitten haben."
Dieser zynischen Erklärung lag ein „Bericht der Kommission der alliierten und assoziierten Regierungen für die Feststellung der Verantwortlichkeit der Urheber des Krieges und die aufzuerlegenden Strafen vom 29. März 1819" zugrunde. Der Bericht enthält folgende unwahre Behauptung, deren ungeheuerliche Leichtfertigkeit nicht zu überbieten ist:
„Der Krieg ist von den Zentralmächten ebenso wie von ihren Verbündeten, der Türkei und- Bulgarien, mit Vorbedacht geplant worden, und er ist das Ergebnis von Handlungen, die vorsätzlich und in der Absicht begangen wurden, ihn unabwendbar zu machen. In Uebereinstimmung mit Oesterreich-Ungarn hat Deutschland voyätzlich daran gearbeitet, die zahlreichen vermittelnden Vorschläge der Ententemächte auf die Seite zu schieben und ihre wiederholten Bemühungen um Verhütung des Krieges zunichte zu machen."
Um das bewußt Verleumderische dieses Kommissionsberichtes und die spätere Er
pressung der deutschen Unterschrist, unter den „§riedens"-Vertrag in ihrem ganzen Umfang durchschauen zu können,. mutz man wissen, daß bereits nach . Abschluß der Waffenstillstandsvexhandlungen von alliierter Seite der Vorschlag.Deutschlands, eine neutrale Kommission zur Prüfung der Kriegsschulöfrage einzusetzen, mit der Bemerkung abgetan wurde, es sei „die Verantwortlichkeit Deutschlands sür den Krieg längst unumstößlich festgestellt". Damit wurde eine bewußte Lüge wiederholt, denn weder war Deutschland wirklich für den Krieg verantwortlich zu machen, noch hatte eine einwandfreie Feststellung erfolgen können. Wie wenig es sich in Versailles um den Versuch einer gerechten Beurteilung historischer Tatsachen, geschweige denn um eine ernsthafte Erforschung der Wahrheit handelte, geht nicht zuletzt auch daraus hervor, daß die dem Schein zuliebe eingesetzte Kommission ausschließlich aus Mitgliedern des Feinübundes bestand und Deutschland zu ihren „Arbeiten" in keiner Weise hinzugezogen wurde.
schen Archive und die unermüdliche Arbeit deutscher (wie auch einiger ausländischer) Wissenschaftler konnte die Versailler Schuldthese bereits bis ins einzelne widerlegt und als eine raffiniert inszenierte Verschleierung der tatsächlichen Schuldverhältnisse gekennzeichnet werden. Selbst in den Reihen unserer früheren Gegner hat man inzwischen offen zugegeben, daß die Behauptung, Deutschland habe zum Zwecke der Unterjochung Europas Jahrzehnte hindurch eine kriegerische Politik getrieben, durchaus nicht mit den Ergebnissen der Vorkriegs- geschichtsforschung in Einklang zu bringen ist. Ebenso ist die Anschuldigung, das Deutsche Reich habe im besonderen den Weltkrieg vorsätzlich entfesselt, nach den umfangreichen Aktenpublikationen über die Iulikrise 1914 auch jenseits unserer Grenzen als irrsinnig erkannt und gebvandmarkt worden. Wie lagen die Dinge in Wirklichkeit? Das Hauptbestreben der verantwortlichen deutschen Staatsmänner vor dem Weltkriege war angesichts der Einkreisungspolitik Paris- London-Petersburg auf die Verhindern n a des Volkerringens gerichtet. Und was