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parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichienblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen
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flmtsdlatt des Senats der ZrÄen Hansestadt vremen
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Das amtliche verkündungsblatt des I
Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen j
Anzeigen-Srundpreiie: Die 22-mm-Aeile im Anzeigenteil 12 M, die 70-iuw-Zeiks im Teftteil 7ö Rps. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Drzeigen sE-S« Be^
liste k (Nachlatzstafiel 61. Für Anzeigen durch Fern precher keine Gewahr. Annahmekchluß lb unr. Sprechzeit: Verlag werltäglich 12-13 Uhr; Schriitleitung Dienstag und Freitag 12^18',. llyr.
Nr. Z2S / 7. Jahrgang
Menslag, Z0. November 19)7
kinzelpreis 15 Npf.
sinnälierung an die Mse Verlin-Nom?
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Unser lagvsspiegel
Z» London begannen die englisch-sranzö- fische« Besprechungen.
Auf den ägyptischen Ministerpräsidenten wurde ein Anschlag verübt.
Die ungarischen Staatsmänner sandten nach , ihrer Heimkehr Danttelegramme an den Führer und ». Neurath.
Der Führer verlieh der italienischen Königin das Frauenkreuz des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes.
General Lndendorss ist schwer erkrankt.
Prinz Bernhard der Niederlande erlitt bei Amsterdam einen schweren Antounsall. Staatssekretär Stnckart sprach in Breslau über „Verfassung und Verwaltung im Dritten Reich«.
/Die Focke-Wuls-Flugzeugbau-A.-G, überführte ihre beiden Mustermaschinen des „Convoi" nach Berlin zur Abnahme durch die Deutsche Lufthansa.
Eauwirtschastsberater Pg. Hossmann und Ministerialrat Pg. Dregler-Andreg sprachen vor den Vertretern der Wirtschaft unseres Gaues.
SA.-Obersührer Clausen übernahm die Ma- rine-SA.-Standarte 89.
Gruppenführer Jürgens«» hielt in Hülse» einen NSKK.-FLHrerappell ab.
In Worpswede wurde eine neue Reichsarbeitsdienst-Abteilung eingerichtet.
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veneral Ludendorfs schwer erkrankt
München, Sv. November General Lndendorss, der schon seit längerer Zeit von einem schweren Blasenleiden heimgesucht wird, ist am 4. November von Professor Kiel- leutner-München operiert worden. Nachdem der Patient bereits einige Tage das Bett verlassen konnte, trat in den letzten Tagen infolge Störungen des Kreislauses. die den Krästezustand in gefahrdrohender Weise beeinflussen, eine Verschlimmerung ein, so daß der Zustand von den behandelnden Aerzten zurzeit als ernst bezeichnet wird.
Ueber das Befinden des Generals wird die Oeffentlichkeit laufend unterrichtet werden. 2m Interesse des Kranken wird dringend darum gebeten, von unmittelbaren Anfragen abzusehen.
*
Das deutsche Volk vernimmt mit tiefstem Bedauern die Nachricht von der Erkrankung des Generals und wünscht dem großen Feldherrn des Weltkrieges baldige Genesung.
frauenkreuz für Königin klena
Dank des Führers für Schaffung der Königin- Elena-Klinik in Kassel
Berlin, 30. November.
Der deutsche Botschafter in Rom (Quiriyal). Herr von Hassest, überreichte gestern rm Auftrage des Führers und Reichskanzlers Ihrer Majestät der Köniain Elena von Italien, Kaiserin von Aethiopien, das „Frauenkreuz des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes" in einer blonderen Ausführung und mit Brillanten besetzt. Der Führer und Reichskanzler hat durch die>e Ehre^abe seiner Dankbarkeit für die Stiftung Ausdruck gegeben die die Königin während ihres Aufenthaltes in Kassel durch die Schaffung der dortigen Königin-Elena-Klinik zur Bekämpfung der Kops- grippe (ülvesvkslibis Ivtibargro») und durch ihre Fürsorge für solche Kranken dem deut,chen Volke gemacht hat. In. einem die Auszeichnung begleitenden Handschreiben dankt der Führer und Reichskanzler der Königin namens des deut,chen Volkes in herzlichen Worten für dieses segensreiche Wirken. (Siehe auch unser nebenstehendes Bild.)
NeichsSeutsche Mütter beschlagnahmt
Die Erklärungen im Memel-Landtag werden unterschlagen
Kowno, 30. November. Auf Anordnung der Press-zensur «urdew in Litauen alle reichsdeutschen 3 -'tungen beichlag- nahmt. die Berichte über Re letzte SchuK; 7? Memelliindischen Landtags brachte"- Der Memel- ländische Landtag hat. wie berichtet, ,n ei"« eindrucksvollen Sitzung ,chars gegen das litauische Enteignungsgesetz Stellung genommen.
Sieg der temberger Studenten
Warschau, 39. November. Die polnischen Studenten der Lemberger Universität haben einen entscheidenden Sieg rm Kampfe um die Absonderung der Juden in den Hör- und Uebungssälen davongetragen. Wie der rechtseingestellte' „Dziennik Narodowy berichtet haben bei der Abstimmung über d,e Verweisung der Juden auf besondere Dame die der Rektor der Universität soeben veranstaltete, 2300 Studierende nir die notwendig gewordene Magnahme gestimmt. Für die Juden erklärten sich lediglich 15. wahrend 550 Studenten roerge Karten abgaben.
Englisch-französische slussprache in London
Unter leilnahmeLord Kalifat
(Dixsusi .Lsrieüri cksr „8r«wsr Avibüug")
rck. London, 39. November
Die englisch-französischen Besprechungen, die im Haus des Ministerpräsidenten. Dmvningstreet Nr. 10, stattfinden, nahmen gestern fast den ganzen Tag in Anspruch und werden heute fortgesetzt. An ihnen nahmen Chamberlain, der englische Ministerpräsident, Außenminister Eden, Lord Halifax. Staatssekretär Vansittart einerseits und der französische Ministerpräsident Chaniemps, Außenminister Delbos, Botschafter Lorbin sowie die Staatssekretäre Leger und Massigli. andererseits teil. Zu dem Frühstück das Chamberlain den französischen Gästen gab, waren außerdem Schatzkanzler Simon, Lordkanzler Hailsham und Verteidigungsminister Jnscip eingelaven. Abends gab Eden in seiner Privatwohnnng ein Diner. Heute sind die französischen Minister vom König zum Frühstück in den Buckingham-Palast eingeladen.
In unterrichteten Kreisen wird erklärt, daß alle außenpolitischen Probleme zwischen den englischen und französischen Staatsmännern aufgerollt wurden. Dazu gehöre vor allem der Ferne Osten, wo die weiteren Entwicklungen sowohl , in London wie in Paris mit großen Besorgnissen verfolgt werden. Ferner habe man sich über Spanien
und die Mittelmeerfrage unterhalten, wobei die Beziehungen der beiden Länder zu Italien geprüft wurden. Hauptthema war aber zweifellos das Verhältnis zu Deutschland, wobei, wie verlautet, deck Kolonialfrage im Vordergrund stand.
Im einzelnen wurden folgende Mitteilungen gemacht: Zunächst berichtete Lord Halifax in vollem Umfang über den Verlauf seiner Besprechungen in Deutschland. Die französischen Minister erklärten hierauf, daß sie den Zweck des Besuches voll verständen und daß sie glaubten, daß er seinen begrenzten Zweck erfüllt habe. Hinsichtlich der Kolonialfrage habe Uebereinstimmung darüber geherrscht, daß sie eine weitere Prüfung erfordert. Hierauf wurde die Rundreise Delbos' nach Polen, Rumänien, Jugoslawien und der Tschechoslowakei erörtert. Bezüglich Spanien wurde festgestellt, daß die Politik der Nichteinmischung sich als absolut richtig erwiesen habe.
Von offiziöser Seite wird nachdrücklich vor voreiligen Ueberschiitzungen dieser Besprechungen gewarnt. Nach „Daily Mail" verfolgen sie den Zweck, die durch den Besuch des Lord Halifax in Deutschland geöffnete Tür noch weiter aufzumachen, damit in die überhitzte Atmosphäre Europas mehr frische Luft eindringen kann. Auch andere Blätter erinnern an die Halifax-Reise und betonen zur Widerlegung böswilliger Gerüchte, daß es gar keinen Zweck gehabt hätte, die französischen Minister »ach London einzuladen, wenn
die Mission Halifax' eine Enttäuschung gebracht hätte.
Nach „Daily Telegraph" besteht die Ausgabe des englisch-französischen Meinungsaustausches darin, die Möglichkeit einer Annäherung und Zusammenarbeit zwischen der Achse Berlin —Rom und den beiden „westlichen Demokratien" zu untersuchen. In sehr scharfer Weise wenden „Times" sich gegen die Kommunisten, die nach ihrer Meinung allein ein Interesse daran hätten, die Spannungen in Europa zu verschärfen. Das Blatt stellt dann fest, daß die Bestimmungen des Bersaister Diktats sehr wohl auf friedlichem Wege abgeändert werden könnten.
Die Einkreisungspolitik gegen Deutschland sei zweifellos mit Recht zusammengebrochen. Man könne eine Nation von nahezu 70 Millionen Menschen nicht einfach einschließen und kommandieren. Das wäre gerade so, wie wenn man den Gols-Strom ablenken wollte. Normalen historischen Prozessen könne man nie aus die Dauer entgegentreten. Dagegen sei es möglich, mit gutem Willen und Konzessionsbereitschaft große Dinge i» Europa zu erreichen.
Ueber die englisch-französischen Besprechungen wird nach ihrem Abschluß ein Communiquö veröffentlicht. Wahrscheinlich . wird Premierminister Chamberlain in dieser Woche noch vor dem. Unterhaus dazu Stellung nehmen.
Her Nus m öle besten strbeiter
Vr. Leu unS valSur von Schirach ;um Neichsberufswettkampk
Berlin, 30. November.
Zum Reichsberufswettkampf aller schaffenden Deutschen erlassen Reichsorganisationsleiter der NSDAP. und Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, sowie der Reichsjugendführer Baldur von Schirach folgende Aufrufe:
„2n den Jahren der Machtübernahme sind die Leistungen auf allen Lebensgebieten unseres Volkes in einem noch nie vorhandenen Ausmaße gesteigert worden. Das ist nicht zuletzt aus dem hohen Können und dem unermüdlichen Fleiß des deutschen Arbeiters geboren.
In früheren Zeiten hat der gegenseitige Kampf der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände zur Minderung der Leistung geführt. Heute, nach kaum viereinhalb Jahren, können wir es wagen, zum Leistungskampf aufzurufen. , Im Gegensatz zum antreiberischen Stachanowsystem in Sowjetrußland haben wir den sportlichen Geist in die Betriebe hineingetragen. Mit stets wachsenden Erfolgen hat sich die deutsche Jugend freiwillig der Feststellung ihres Könnens im Reichsberufswettkampf unterzogen. Seine leistungssteigernde Wirkung gibt die Veranlassung, ihn von nun am auf alle Meister, Facharbeiter und Gesellen zu erweitern.
Aeußern Sie Ihren Willen, der beste Arbeiter in der Welt zu sein und leisten Sie damit Ihrer Volksgemeinschaft, der Sie Ihre Anlagen und
Fähigkeiten verdanken, einen großen und ehrenvollen Dienst! ' .
gez. Dr. Ley."
„Vor mehr als vier Jahren habe ich euch zum erstenmal zum Reichsberufswettkamps der deutschen Jugend aufgerufen. Ihr habt damals und auch in der folgenden Zeit meinem Ruf in vorbildlicher Weise Folge geleistet. Die Hitler-Jugend ist mit ihrer Teilnahme um> ihren Leistungen mit dem besten Peispiel vorangegangen. Aus ihren Reihen kam die weitaus größte Anzahl aller Reichssieger. Allein 48 Prozent der Reichssieger waren aktive Führer der Hitler-Jugend. Damit sind jene böswilligen Einwände entkräftet, die besagen, daß der Dienst in der Hitler-Jugend die Leistungsfähigkeit im Beruf beeinträchtige. Es ist der klare Beweis vorhanden, daß sich die Erziehung der nationalsozialistischen Jugendbewegung auch aus die Berufsarbeit leistungs- steigernd auswirkt. Die Erfolge des Reichsberuss- wettkampfes der Jugend sind Veranlassung gewesen, ihn auch auf die Meister, Facharbeiter und Gesellen zu übertragen. Die Grundsätze und Erfahrungen des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend sind auch für den Wettkampf der Erwachsenen vollkommen berücksichtigt worden. Darauf kann die Hitler-Jugend mit Recht stolz sein. In diesem Jähr gilt es nun, den Einsatz der Hitler-Jugend weiterhin zu steigern. Ich
richte an euch den Appell, im Zeichen des allgemeinen Aufbaus eurem Wollen zur persönlichen Leistungssteigerung durch die Teilnahme am Reichsberufswettkampf Ausdruck zu geben. Sorgt durch eure Leistungen dafür, daß auch auf dem Gebiet der Berufsarbeit die Rangordnung der Tüchtigen geschaffen wird.
gez. Baldur von Schira ch."
?ronlkömpfertaguirg in Paris
Paris, 30. November.
Die Pariser Tagung des Ständigen Internationalen Frontkämpferkomitees, zu der eine deutsche Abordnung unter Führung des Vizepräsidenten der Vereinigten deutschen Frontkämpfer- verbände, -Brigadeführer von Humann-Hein- hoven, in Paris eingetroffen ist, der als Vertreter der NSKOV. Reichskriegsopferführer SA.-Erup- penführer Oberliwdober und als Vertreter des Reichskriegerbundes Kyffhäuser ^-Gruppenführer Reinhard angehören, wurde am Montagvormittag feierlich eröffnet. In einer mit großer Begeisterung aufgenommenen Ansprache umriß der Vorsitzende des Ständigen Internationalen Frontkämpferkomitees, der.italienische Senator Carls Delcroix, die Aufgabe der Frontkämpfer für die Herstellung kameradschaftlicher Beziehungen zwischen den Völkern.
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M Loge der Landwirtschaft
Von
Reichshauptamtsleiter Dr. Hermann Reifchl«
Innerhalb der deutschen Gesamtwirtschaft hat die Landwirtschaft zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen. Einmal mutz sie ein Volk von 67 Millionen Menschen mit Nahrung versorgen und zum anderen Rohstoffe für den industriellen Be- darf zur Verfügung stellen. Damit wird das deutsche Landvolk zu. einem unentbehrlichen Arbeiter für Volk und Wirtschaft. Denn Nahrungsfreiheit und Rohstofffreiheit sind die Grundpfeiler für die Sicherheit eines nationalbewußten Staates. In der Vergangenheit konnte die deutsche Landwirtschaft diese Anforderungen nicht erfüllen, da der Staat damals weder den Willen noch die Macht hatte, dem Landvolk ernstlich zu helfen. Zwar versuchte er hier und dort einmal mit kleinen Mittelchen, die gröbsten Schäden zu kurieren, aber eine befreiende Tat zur Rettung der Landwirtschaft wurde von keiner Regierung der damaligen Zeit gewagt.
Me front, die alle vereint
„Tag der nationale» Solidarität«
Berlin, 30. November.
WinterhilsswerL — das ist die tatgewordene Volksgemeinschaft. Ähren wohl sinnfälligsten Aus- druck findet fie am „Tag der nationalen Solidarität", der am kommende» Sonnabend, 4. Dezember, durchgeführt wird.
Wieder werden sich an diesem Tag« die führenden Männer von Staat und Partei, namhafte Persönlichkeiten der Wirtschaft, der Kunst und der Wissenschaft, der Presse «nd des Sportes einreihen in die gemeinsame Front gegen Hunger und Kälte. Sie alle werden, wenn fie am Sonnabend die Sammelbüchse in die Hand nehme», erneut ein Beispiel geben der inneren Geschlossenheit «nd der Hilfsbereitschaft.
Nationale Solidarität bliebe «in leeres Wort, wenn es nicht jeder fördernd erlebte als eine sozialistische Tat im Dienste an Staat »nd Volk. Darum reiht euch am Sonnabend ein in die nationalsozialistische Front, die alle vereint: Spender und Sammler!
Vielmehr glaubte man allein die Industrie um ihrer Warenausfuhr willen fördern zu müssen, während der landwirtschaftliche Betrieb vernachlässigt wurde. Dabei hatte die bäuerliche Wirtschaft am meisten unter dem außerordentlichen Tiefstand und den unerträglichen Schwankungen der Preise zu leiden. Die Ursache dieser Entwicklung lag in der liberalistischen Wirtschaftsauffassung mit ihrem Gesetz der freien Preisbildung, das unverantwortliche Treiben der Börsenspekulanten, die Uebersetzung des Ver- teilungshandels, eine falsch geführte Handelspolitik, fle alle wirkten darauf hin, die landwirtschaftlichen Preis« nachteilig zu beeinflussen.
Trotz aller Bemühungen und Arbeit kam der Bauer und Landwirt nicht auf seine Kosten. Gewaltige Schulden von mehr als 12 Mrd. RM. wurden der deutschen Landwirtschaft vorwiegend durch Aufnahme von Auslandskrediten aufge- zwungen. Sie sind vor allem unbezahlte Arbeitslöhne, die der Händler, der Kreditgeber und teilweise auch der Verbraucher dem Bauern vorenthalten habe. Nur die große Liebe zur Heimat- scholle veranlaßte ihn, seine Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Wenn sich diese Entwicklung damals nicht in einer gigantischen Landflucht auswirkte, so nur deshalb, weil man nicht wußte, wohin man fliehen sollte. Das Ausland verschloß sich der deutschen Einwanderung. In den deutschen Städten, entwickelte sich infolge einer verkehrten Wirtschaftspolitik nach den Jahren der Scheinblüte 1927 bis 1929 bald wieder ein Zustand, den die Bevölkerung des platten Landes schon lange am eigenen Leibe verspürt hatte. So ließ das Gespenst der Arbeitslosigkeit Bauern, Landwirte und Landarbeit«! ihr Schicksal aus dem Lande noch besser erscheinen als in der Stadt. Das war die Lage damals.
Heute hingegen ist die Unsicherheit und Unübersichtlichkeit der Märkte überwunden, der Verschuldung Einhalt geboten und die Ernährung wieder auf eine neue, feste Grundlage gestellt worden. Der Bauer wurde befähigt, alle Kräfte des Bodens und des Hofes der Ertragssteigerung nutzbar zu machen. Uebersieht man die Entwicklung und landwirtschaftlichen Verkaufserlöse >eit der Machtergreifung, so zeigt sich das erfreuliche Bild einer steten Aufwärtsentwicklung Betrug im Wirtschaftsjahr 1932/33 der Gesaun- weri der landwirtschaftlichen Erzeugung 0.4 Mrd. RM.. so stieg er im Wirtschaftjahr 1936/37 aus 8,9 Mrd RM. an. Mit Hilfe dieser wirtschaftlichen Beiftrstellung erfuhr einmal die heimische Erzeugung an Nahrungsmitteln in den letzten Jahren eine fühlbare Steigerung. So konnte der Anslandsanftil an der Nahrungsversvrgung van 34 v. H. im Jahre 1925 bereits auf 16 'v. H. rm Jahre 1936 herabgesetzt werden. Zum anderen