Ausgabe 
(29.11.1937) Nr. 328
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varteramniche Tageszeitung

Nachnchtenblatt der Deutschen flrbeitssront Vremen

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lalisten Vremens

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flmisblatt des Senats der Zreien kjanlestadt vremen

^2.30 einschl. Zustellgeb.; Postbezugspreis monatl. 2.30 ^ tze-tungsgebahr) zuzOgl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck. Hamburg 17L72. Betriebsstörungen begrn n keinen Anspruch ausErstattung oder Ersatz. Ns.-Gaud-rlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen, .eren 6-8 / Fernsprecher: 54121 und 511 15.

Das amtliche Verkundungsblatt des

Deichsstatchalters in Oldenburg und Dremen

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Ermäßigte Grundpreise Mir kleine Familien-Anzeigen u. a.> sowie sonstige Bedingungen Preis- liste 5 lNachlaßftassel 6). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmsschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich >2-13 Uhr-, Schristleitung Dienstag und Freitag I2'/r—l3>/, Uhr.

Nr. Z 2 S / 7 . Jahrgang

Montag, 29 . November 1 SZ 7

kinzelpreis lS Npf.

Unser Sau rüstet;um verufswettkampf lSZS

krste Sitzung des Sau-flusschusses weser-kms / fllle Schaffenden sollen teilnetzmen l

Notwendige Forderung der vegabten

(Lixsllsr OvsikÄbsvivtrt ckvi „Li-swer 2situux".)

Oldenburg, 29. November.

Am gestrigen Sonntag fand im Schloßsaal zu Oldenburg die erste Sitzung des Gauausschusses Weser-Ems und des Eauarbeitsausschusses aus Anlaß des Berufswettkampfes aller schaffenden Deutschen statt. Nach dem Einmarsch der Fahnen der Bewegung leitete ein Thor aus Angehöri­gen der Hitlerjugend, des VDM. und der Werk- schar die Veranstaltung ein. Dann eröffnete der Beauftragte für den Verufswettkampf aller schaf­fenden Deutschen im Gau Weser-Ems, Bann-

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Unser logssspivgsl

Die ungarischen Gäste find nach achttägigem Aufenthalt in Deutschland wieder abgereist. In Oldenburg fand die erste Sitzung des Eauansschusses Weser-Ems für den Berufs- wettkamps aller schaffenden Deutschen 1938 statt.

Nach der Großveranstaltung der Postkame- raden in der Hamburger Hanseatenhall« sprach der Reichspostminister auf dem Käm«, radschaftstreffeu der 1000 Teilnehmer an, Bremen.

Odernenland» Parteiha«, wurde feierlich eingeweiht.

Reichsbetriebsgemriuschaltsleiter Tbenböck sprach aus einer Kundgebung der RBE. Druck und Papier im Cafino.

Werder-Bremen unterlag i« Hannover gegen 9K unglücklich mit 1:8.

Simson-Bremen wurde mit 1500 Kilogramm Kaumeister im Mannschastskamps der Ge­wichtheber.

Club zur Bahr konnte durch einen Sieg über Hannover 78 oie Stafselmeisterschast erringen. Der deutsche Motorrad-Rennfahrer Henne stellte 12 Weltrekorde für Deutschland auf.

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sichrer Riecke na, in Gegenwart des Gauob- manns der DAF^ Dieckelmann, und des Führers des Gebietes 7 (Nordsee), Obergebiets­führer Lühr Hogrefe, die Sitzung, der zahl­reiche namhafte Vertreter der Parte, und ihrer Gliederungen, des Staates, der Wehrmacht und des Arbeitsdienstes beiwohnten.

Sannsillsrer Mekena

hob hervor, daß der umfassende Wettkampf aller Kräfte heute das Symbol der Jugend geworden sei. Waren es im Gau Weser-Ems 1934 noch nicht einmal 19 000 Jungen und Mädel, die sich zur Teilnahme am Reichsberufswettkampf meldeten, so stieg 1938 die Teilnehmerzahl bereits auf 17 498 uno 1936 auf 29 076. Im letzten Reichsberufs­wettkampf standen im Gau Weser-Ems über 41000 Teilnehmer im eifrigen Wettstreit.

Das gesamte schassende Deutschland soll im kommenden Verufswettkampf antreten. Doch nicht der Streber wird die besten Gewinnaussichten habe», die Bedingungen des Wettstreits erfasse» nicht nur die beruflichen Fähigkeiten, sondern den totalen Menschen, denn nur die harmonische Lei­stung kann unser Ziel sein.

Folgende Aufgabengebiete sind vorgesehen: Praktische Arbeit, theoretische Arbeit, (bei den weiblichen Teilnehmern) hausrvirtschaftlichs Ar­beit und Weltanschauung. Außerdem werden alle Teilnehmer und zwar die männlichen bis zum 25. Lebensjahr und die weiblichen bis zum 25. Lebensfahr sportliche Aufgaben zu erfüllen haben.

Alle schaffenden Deutschen können sich an dem Wettstreit beteiligen. Eine Begrenzung gibt es nicht. ,Der Reichsberufswettkampf beginnt am 13. Februar 1938 mit dem sportlichen Wettkampf aller Teilnehmer. Vom 13. bis 27. Februar fin­den die Ortswettkämpfe statt, durch die die Kreissieger aller Berufsgruppen ermittelt werden. Vom 20. bis 23. März wird der Gau- wettkampf durchgeführt. Nach Ermittlung der Eausieger wird in Hamburg vom 22. bis 30. 4. für alle teilnehmenden Berufe die end­gültige Entscheidung ermittelt.

Vannfllhrer Niesten« wies darauf hin, daß die Begabten ganz besonders gefördert werden müßten, wenn der einmal beschrittene Weg auch zu Ende gegangen werden soll.

obergebietssiitzror tiitzc ffogrefe

betonte, daß die Jugend von einem starken Lei­stungswillen beseelt sei. Von diesem Geiste sei auch die Arbeit der HJ. durchdrungen, der in allen Aufgabengebieten der körperlichen Ertüch­tigung, der weltanschaulichen Schulung und nicht zuletzt im beruflichen Streben der Jugend selbst Issinen Ausdruck findet. Als die HJ. in Erschei- nung trat haben manche Eltern und Erzieher ge­glaubt, der Dienst in der HJ. würde die Jugend in der'Berufsbildung behindern. ,

Aus den Ergebnissen der Re,chsberu,swet1- kämpfe aber ist ersichtlich, daß das erhöhte Stre- ben der Hitlerjugend und der DAF. tatsächlich zu einer Besserung l)er beruflichen Leistung unserer Jugend geführt hat. Der Prozentsatz derienigen, die mit gut und sehr gut sowohl m den prak­tischen und theoretischen, wie auch m den welt­anschaulichen Aufgaben abgeschnitten haben, ist

von Jahr zu Jahr gestiegen. Es ist natürlich, daß in den wenigen Jahren noch nicht alle Fehler ausgemerzt werden konnten.

Wir find aber überzeugt, daß in den kommen­den Jahren, wenn der Reichsberufswettkampf von allen schaffenden Deutschen durchgeführt wird, im­mer mehr besondere Fach- und Allgemeinleistun^ gen erzielt werden. Im Gau Weser-Ems stieg die Prozentzahl der mit gut und sehr gut ausge­zeichneten Wettkämpfer von 52 v. H. im Jahre 193K aus 81 v. H. im Jahre 1937; der Anteil der als mangelhaft bewerteten Ergebnisse sank von 18 aus 9 v. H. Die gleiche Auswirkung war im Reiche zu beobachten.

Noch andere Ergebnisse der vier ersten Berufs- wettkämpfe und besonders diejenigen des Jahres 1937 sind bemerkenswert. Es sei nur erwähnt, daß die Gausieger häufig aus kinderreichen Familien stammen, und daß gerade die werktätige Bevölkerung, den größten Prozentsatz der Gau- sieger stellte. '

Die Folgerungen aus den Ergebnissen des Be- russwettkampfes müßen mit allem Ernst gezogen werden. Es muß eine starke Vegabtenförderung einsetzen. Hier liegt eine große Aufgabe auch für die Teilnehmer dieser Tagung. Ich wünsche, daß

diese Stunde, die wir gemeinsam erleben, dahin auswirkt, daß auch im Gau Weser-Ems irgendwie Mittel freigemacht werden, um alljährlich den Gausiegern und Eausiegerinnen eine berufliche Förderung zuteil werden zu lassen. Wer als Wirt­schaftler und Betriebssichrer durch die höheren Leistungen seiner Eefolgschaftsmitglieder die Segnung des Reichsberufswettkampfes zu spüren bekommt, sollte sich verpflichtet fühlen, der Ju­gend das Recht zu geben, was sie braucht. So müssen wir z. V. den Lehrlingen mehr Freizeit geben für sportliche Betiitigung für den Dienst in der Organisation und damit am Leben des Volkes.

Der Urlaub ist ja nicht nur dazu da, daß der Junge frisch und gestärkt wieder am Arbeits­tisch stehen kann, sondern er soll ihn auch inner­lich weiterbringen und ihm einen größeren Ge­sichtskreis geben, damit er das Volk in seiner Ge­samtheit sieht, die Schönheit der Heimat erlebt und wei^ für was er sein Leben und seine Lei­stung einsetzen soll." Zum Schluß ergriff

öauobmann Vieckelmann

das Wort. Er schilderte kurz die falsche Ein­stellung der Nachkriegszeit, die das „Ich" zum

Gott erhoben hatte und ging dann darauf ein, wie durch das Werk eines Mannes, der das Steuer fest in die Hand nehme, ein ganzes Volk vom „Ich" zur Gemeinschaft geführt wurde. Nicht nur die Jugend soll sich dem Berufswett- kampf anschließen, sondern auch die Meister und Gesellen sollen sich freiwillig melden.

Wenn der Führer die vorbildlichen Vetriebs- führer belohnt, soll auch der schaffende deutsche Mensch in den Betrieben gefördert werden. Die Jugend war es, die sich damals um die Fahne Adolf Hitlers scharte, um den Staat wieder auf­zubauen, und der Glaube der Jugend hat Deutsch­land wieder groß gemacht. Unsere Kraft soll in den Dienst der Nation gestellt werden. Der schönste Lohn für den Sieger im Berufswettkamps ist der Tag der Nationalen Arbeit, an dem ihm der Dank des ganzen Volkes wird und er dem Führer die Hand drücken darf. Ueber die Leistun­gen steht jedem Deutschen der Weg zum Führer offen.

Die deutschen Lieder und der Führergruß be­endeten die erste Sitzung des Eauausschusses Weser-Ems.

Meisterbrief des Volkssteißes

Ein Nachwort zur Pariser Weltausstellung

Kann das Lob deutscher Arbeit noch überzeu­gender klingen, als es jetzt von Paris aus ange­stimmt worden ist? Auf der Weltausstellung erhielt Deutschland bei 1007 Ausstellern 933 Aus­zeichnungen! Somit wurden 92 v. H. aller deutschen Aussteller ausgezeichnet! Dieser ein­drucksvolle Sieg deutscher Wertarbeit, an dem vor allem die deutschen Werkstoffe ausnahmslos durch die Verleihung des Grand Prix einen her­vorragenden Anteil hatten, ist um so bedeutungs­voller, als er in einer Atmosphäre errungen wurde und unter Vorzeichen, die alles andere als günstig waren. Damit ist das deutsche Abschneidest zugleich aber auch ein Sieg der gerechten, sach­lichen Wägung durch das internationale Preis­gericht über eine zeitweilig üble Stimmungs­mache.

Keiner kann uns den berechtigten Stolz auf diesen Erfolg deutscher Arbeit verargen. Der Sieg wurde einwandfrei gegen die Konkurrenz der Welt und unter erschwerenden Umständen errun­gen. Wieder einmal hat deutsche Arbeit vor aller Welt und vor mehr als 33 Millionen Ausstel­lungsbesuchern die harte Probe auf ihre Güte und Gründlichkeit bestanden. Diesmal noch mehr als sonst, denn die Gesamtheit der Auszeich­nungen bedeutet auch ein» Eesamtprämiierung der nationalsozialistischen Grundidee: der Volks­und Betriebsgemeinschaft! So wie sich die deutsche Leistungsschau auf der Weltausstellung in Form, Inhalt und Gehalt als eine Eemeinschaftsleistung darbot, so wär jedes einzelne Stück auch ein Stück deutscher Gemeinschaftsarbeit, des Zusammenhanges von Wissenschaft und Wirt­schaft, Technik und Handarbeit! Gewissenhaftig­keit und Gründlichkeit, Fleiß und Sauberkeit haben schon immer der deutschen Arbeit ihren Klang in aller Welt gegeben. Nun aber hat die nationalsozialistische Betriebsgemeinschaft die Güte, Verläßlichkeit und Brauchbarkeit deutscher Ware zu einer Welthöchstleistung gesteigert, die zum Standardtyp der Wertung überhaupt wird.

Was aber im einzelnen Werk- und Wertstück als hervorragende Einzelleistung ausgezeichnet wurde, das stellt sich in der Eesamtschau und in dieser Wertung als Eemeinschaftsleistung dar, als die Gesamtleistung eines ganzen Volkes, das sich vor die Aufgabe gestellt sieht, sein Leben zu meistern gegen die Ungunst der Naturgegeben­heiten und gegen den Unverstand einer Welt. So ist denn diese Menge von höchsten Pariser Welt­auszeichnungen zugleich der Meisterbrief der deut­schen Volksgemeinschaft, die hier in friedlichstem Wettbewerb unter den Völkern ihre Prüfung und Probe bestanden hat!

Immer schon und ganz unnötig hat die Welt in die deutsche Arbeit etwas hineingeheimnißt, das ihr gar nicht eigen ist und ihr gar nicht liegt. So sehr deutsche Arbeit in ihrer Esschicklichkeit und Gründlichkeit, in ihrer Sauberkeit und geschliffenen Vollendung unser ganzer Stolz war und ist, so stark aber auch hat schon ihr bloßes Auftreten, zuweilen gar nur ihr Dasein den Neid anderer gereizt. Das war und ist so gegenüber der Einzelleistung des anstelligen, fleißigen, ver­läßlichen deutschen Schaffenden, das gilt auch dem deutschen Arbeitsleben in seiner Gesamtheit. In der Kolonne der schaffenden Völker gilt eben der Deutsche als der — Vorarbeiter.

Es genügt schon, daß der Deutsche hart arbeitet, wie es einmal seines Blutes ist, um ihn oft ver­dächtig zu machen. Von der harten Arbeit, die vielen so ungewohnt ist, daß sie ihnen ein Dorn ist, kann der Deutsche nun einmal nicht lassen. Die Schöpfung hat seiner Väter Land mit natür­lichen Elücksgütern, die anderen Strichen und fremden Völkern freigebiger, oft verschwenderisch zugemessen wurden, nur spärlich bedacht. Dafür aber hat die Schöpfung den Deutschen mit etwas anderem begnadet, sie hat ihn vor die Aufgabe gestellt, vor allen anderen in Schweiß und Schwielen um sein Brot zu ringen und sein Leben zu verdienen, seiner Erde alles mühsam abzu­ringen, oft abzutrotzen. Darum aber auch hat gerade der Deutsche die Erde, den Boden so lieben, die Arbeit so achten und ihren Segen so schätzen gelernt. So wuchs einem ganzen Volke diese Tugend des Fleißes als Lebenskraft zu. Das aber ist das ganze, den anderen so verdächtige „Geheimnis" um die deutsche Arbeit und ihren Erfolg: harte und fleißige Arbeit ist den Deut- schen zur ersten Natur geworden. Dieser Deutsche kann gar nicht mehr anders, als zähe und fleißig schaffen. - wenn er einmal eine Idee gefaßt und eine Arbeit angepackt hat, dann macht er ganze Arbeit! ' "

Wen das Wanderglllck durch fremde Länder über die Straße der Welt und mitten unter andere Volker geführt hat, der wird immer wieder ins tiefste ergriffen und in namenlosem Stolz vor den Wundern deutscher Arbeit und Werthöchstleistung in aller Welt gestanden haben, der hat im Größten wie im Kleinsten immer wieder das ewige Wunder deutscher Arbeit erlebt. Etwa wie deutsche Eesamtarbeit aus der Wüsten-

Menschenflißruno von fachsragen getrennt

Neichsmlnister Vr. Sffnesorge vor ZSSSS schaffenden der Neichspost In ffambmg

Hamburg, 29. November.

In der Hanseatenhall« in Hamburg sprach gestern Reichspostminister Dr. Ohnesorge in einer von den Reichspostdirektionen Hamburg, Kiel, Bremen, Schwerin, Hannover und Magdeburg mit dem Reichsbund-.der Deutschen

Zeamten und der Deutschen Arbeitsfront veran­stalteten . Großkundgebung. Nicht weniger als 80 000 Menschen füllten sie Halle bis auf den letzten Platz. Vor der Hanseatenhalle empfing Postschutz den mit Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann eingetreffenden Reichsminister. Der Präsident der Reichspostdirektion Hamburg, Erüneklee, hieß Reichsminister und Reichsstatt- halter herzlich willkommen.

Dann nahm Reichspostminister Dr. Ohne­sorge das Wort. Er stellte die Kundgebung den politischen Gemeinschaftsveranstaltuiwen früherer Zeiten gegenüber, die bei mühevollem Werben nur eine spärliche Beteiligung erreichten und ein besseres Ergebnis nur dann erzielen konnten, wenn die Trommel des Klassenkampfes gerührt und damit auf die niederen Instinkte der Mensch­heit eingewirkt wurde. Das Geheimnis für den Wandel auch in dieser Beziehung liegt allein im Namtzn des Führers. Mit seinem Auftreten und Wirken trat in die deutsche Politik eine neue Lo­sung, die Begkiffssetzung des Lebendigen. Der Führer stellte die Losung des Lebens auf.

Damit wird eine neue Schau des Weltbil­des eröffnet, für die das Mechanische und Rechenbare und alle davon abgeleiteten Werte keine selbständige Existenz mehr besitzen, in der als alleiniger Wert und Maßstab nur das Leben­dige herrscht. Leben und Persönlichkeit in der Staatsverwaltung, die nach den gleichen Idealen ausgerichtet sein muß, können nur in der Ka­meradschaft gebunden sein.

Kameradschaft in der Deutschen Reichspost för­dert und stärkt das Leben in der Gefolgschaft und wirkt sich aus in der Schulung für den Nach­wuchs und in der Postsportbewegung und im Postschutz für die Aelteren.

Der Strom des Lebens in der Verwaltung geht gleich .dem Lebensstrom der Bewegung von der Leitung über die Schar der alten Kämp­fer in den Gesamtpersonalkörper. Bei der Ver­waltungsreform wird diesem Verlauf Rechnung dadurch getragen, daß bei den Direktionen und dem Ministerium die Menschenfllhrung von der Erledigung der reinen Fachaufqaben ge­trennt wird. Im Ministerium ist diese Trennung jetzt durchgeführt.

Die Menschenführung für die gesamte Verwal­tung ist mir allein vorbehalten. Zur Seite steht mir eine neugegründete, nur mit alten Partei­genossen besetzte politische Abteilung. Sie entscheidet ohne eine andere Instanz des Mmi-

t mir die Angelegenheit unmit- . Jetzt ist die unmit-

steriums oder b telbar zur Entscheidung vor, telbare persönliche Verbindung zwischen mir und jedem einzelnen der Kameradschaft hergestellt und gewährleistet. Die Menschenfiihrung ist damit dem bürokratischen System entzogen. Die bisherigen Ahteilungen des Ministeriums behandeln nur noch reine Fächfragen, bei den Direktionen soll nach einiger Zeit die gleiche Neugliederung vor­genommen werden.

Reichsstatthalter und Gauleiter Kaufmann wies auf die große politische Verpflichtung hin, d'er alle Schaffenden im Dienst und Freizeit un­terworfen sind. Beamte, Angestellte und Arbeiter

der Deutschen Reichspost seien dienende Organe zum Gemeinwohl der Gesamtheit der Nation. Da­bei sei es selbstverständlich, daß-die Männer der Reichspost im Hinblick auf eigene gesicherte Exi­stenz auch an die vielen Männer der Arbeit däch­ten, die außerhalb einer derartigen Sicherung den Schwankungen und der Unbill des Lebens aus­gesetzt seien. Nur Kameradschaft und Verständnis aller Polksschichten und Berufe seien imstande, das Aufkommen zerstörerischer Einflüsse von vorn­herein zu verhindern.

(Ueber das Kameradschaftstressen der 4000 Bremer Teilnehmer nach der Großveranstaltung siehe den örtlichen Teill)

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