Ausgabe 
(28.11.1937) Nr. 327
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IlachrichtenblaN der Deutschen flrbeitssront Dremen

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Vas amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Mdenburg und Vremen

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Nr. Z27 / 7. Jahrgang

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(Orslitbsrictit uvssrsr Lsrlinsr LekriktlsituiiZ)

. V e r lt n, 28. November. Gestern nachmittag legte der Führer und Reichskanzler in einem Festakt, der über alle Sender übertragen wurde, am Teuselssee im Berliner Grunewald den Grundstein des von Professor Speer entworfenen Gebäudes der wehr­technischen Fakultät.

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Unser lagesspiegel

Ein japanisches Nachrichtenbüro bringt Ent­hüllungen über sowjetrussische Pläne in China.

Der Memelländische Landtag bezeichnet das Litauer Enteignungsgesetz als unvereinbar mit dem Memelstatut.

Die deutsche Kunst erzielte auf der Pariser Weltausstellung 15 Grands Prix.

Dr. Goebbels sprach auf der Jahrestagung des Reichskultursenates.

Mit der Grundsteinlegung zum Gebäude der wehrtechnischen Fakultät leitet der Führer die Umgestaltung Berlins zur ewigen Haupt­stadt des Reiches ein.

Am 11. Dezember spricht der Gauleiter Carl Rover in Bremen.

Der Zubringer Bremen wurde durch Dr. Todt dem Verkehr übergeben.

' Auch die Torfitwerke in Hemelingen er­hielten das Leistungsahzeichen für vorbild­liche Förderung vonKraft durch Freude". Bremer Baumwollfirma nimmt ihre Tradition als Reederei wieder auf.

Gauleiter Rover sprach in Oldenburg über die Kameradschaft zwischen Partei und Wehr­macht. ,

Ernst Jachtmann stellte einen neuen Tegel- slug-Weltrekord auf.

Eder errang einen geradezu klassischen K.o.- Sieg über Kalter.

I. »KM

Die Wiedererringung her Wehrfreiheit für das deutsche, Volk hat die wchrtechnische Fakultät an der T, H. in Berlin die einzige ihrer Art in Deutschland vor so große und neue Aufgaben gestellt, daß ihre bisherigen Fovschnngs- und Lohrstätten nicht mehr genügen.

Ein kalter Novemberwind fegte über die Bäume des Erunewalhs, als Tausende und aber Tausende von Berlinern nach Arbeitsschluß in, dichten Scharen hinausströmten zum Bahnhof Heer­straße. An der über 1 Kilometer langen Wald­straße, die vom Bahnhof Heerstraße zu dem Ge­lände führt, auf dem das neue Institut entstehen soll, hatten die Männer der Leibstandarte Auf­stellung genommen

Jubelnd begrüßt traf um 15 Uhr der Führer ein. In seiner Begleitung befanden sich Ecncral- seldmarschall von Blomberg, Ministerpräsident Generaloberst Göring und Reichsminister Rüst. Unter den Anwesenden bemerkte man noch die Reichsminister Dr. Goebbels und Dr. Frank, Finanzminister Popitz, Reichsstatthalter Mutsch- mann, Gauleiter Rover, den Eeneralbau- inspektor der Reichshauptstadt, Architekt Pros. Lpeer, Stadtpräsident Dr. Lippert und die Rek­toren der Berliner Hochschulen. .

Zwei Ehrenformationen der Leibstandarte und der Wehrmacht zogen im Paradeschritt vor die Ehrentribüne. Dann sprach General der Artillerie, Professor Dr. Becker über die Geschichte des wehrtechnischen Instituts. Nach der Gründung der preußischen militärischen Akademie im Jahre 1903 habe sich das Institut in zehn Jahren zwar internationalen Weltruf geschaffen/jedoch nach Ausbruch des Krieges müßte man die Hörsäle schließen, und unter dem Druck des Versailler Vertrages sei die Anstalt endgültig aufgelöst worden. Nach der Machtübernahme, im Jahre 1933, erhielten die Bestrebungen um Wiederer­richtung des Instituts einen entscheidenden Auf­trieb, und bereits im Herbst konnte die' wehr- technische Fakultät an der Technischen Hochschule in Berlin neu ins Leben gerufen werden. Aber es sei doch keine glückliche Lösung des Problems gewesen, da andere Interessen zurücktreten muß­ten und viel'wertvolle Einrichtungen in ihrem Aufbau behindert würden seien.

Der Entschluß des Führers, für alle diese mili­tärischen Studienabterlungen eine eigene Anstalt zu errichten, habe endlich Abhilfe geschossen. In dem neuen Bau würden sieben wehrtechnische In­stitute genügend Bewegungsraum für die Er­füllung ihrer Ausgaben erhalten.

Dann ergriff Reichsminister Rüst das Wort zu grundlegenden Ausführungen, in denen er die revolutionäre Neugestaltung des deutschen Hoch- schullebens durch die geplante Einrichtung umriß. Wenn wir heute", so betonte der Minister,da­mit beginnen, der wehrtechnischen Fakultät auf diesem weiten Feld vor den Toren Berlins ein Haus zu errichten, so heißt das, daß die Technische Hochschule mit ihren Einrichtungen und die Ber­liner Universität mit ihren Einrichtungen folgen werden, daß hier die Technische Hochschule und Universität eine neue Stätte finden sollen.

Damit wird die heutige Grundsteinlegung der wehrwissenschastlichen Fakultät nach dem Wille» des Führers eine geschichtliche Wende für die Ent­wicklung des gesamten deutschen Hochschulwesens bedeuten. Mein Führer! Auch die deutsche Hoch­schule ist seit der Machtergreifung und mit dem Ausbruch des jungen Geschlechts sogar schon in den Jahren des Kampfes durch Sie in einen tiefen Umwandlungsprozeh hineingeführt worden, der von späteren Generationen noch größer gesehen werden wird, als wir es heute können."

Nachdem Reichsminister Ruft den Wortlaut der Urkunde zu'dem stolzen Bau verlesen hatte, erreichte die festliche Stunde ihren Höhepunkt. Das, alte KampfliedVolk ans Gewehr" klang auf. Maurermeister, Geselle und Lehrling im Braunhemd nahmen jetzt nach altöM Brauch die Vorbereitungen zur Grundsteinlegung vor

Anspräche des süiirers

Dann trat der Führer vor den mächtigen, auf einem hohen Postament ruhenden Block, um die Grundsteinlegung zu vollziehen. Bevor Adolf Hitler diese symbolische Handlung erfüllte, ver­kündete er in einer kurzen Ansprache die gewal­tigen Bauaufgaben det Reichshauptstadt,

Mit dem heutigen Tage beginnt in Berlin eine Periode baulicher Neugestaltung, die das Bild und wie ich überzeugt bin auch den Charakter dieser Stadt aus das tiefste verändern wird. Die ehemalige Residenz Hohenzollecscher Fürsten, Könige und Kaiser soll nunmehr zur ewigen Hauptstadt des Ersten Deutschen Volk­reiches werden.

In ihr wird für alle Zukunft jene Not behoben fein, die einen großen Historiker zu der erkenntnis- reichen Feststellung führte, daß es stets das tlngliick der Deutschen gewesen sei, wohl Hauptstädte, aber niemals eins wahre Hauptstadt besessen zu haben-

Denn eine wirkliche, dauernde staatliche Gestaltung einer volklichen Gemeinschaft erscheint uns nach aller Einsicht und nach allen geschichtlichen Er­fahrungen nur dann denkbar, wenn die Führung einer solchen Gemeinschaft auch örtlich ihren un­bestreitbaren führenden Mittelpunkt besitzt

Es sind daher nicht wenige ver großen ver­gangenen Staatenbildungen verbunden gewesen nicht nur mit der Geburt, sondern sogar mit dem Namen ihrer Hauptstädte. Die Meinung ober, daß der Verfall dieser Staaten bedingt gewesen sei durch die Ausbildung dieser ihrer dominie­renden Hauptstädte als Organisationsinittelpunkte des gesamten Lebens, beruht auf einem Trug­schluß. Denn gerade die antiken Staaten sind nicht an ihren Städten zugrunde gegangen, sondern die antiken, Städte gingen zugrunde an der Verkennung und Mißachtung der sie bedingenden und damit tragenden Vlutgesetze.

So verfiel das römische Reich nicht wegen Rom, denn ohn« Rom als° Stadt hätte es nie ein rö­misches Reich gegeben! Der natürl-chste Weg der meisten großen' Staatengrllndungen beginnt in seinem Ausgang fast immer von einem ersten Kristallisationspunkt des politischen und späteren kulturellen Lebens, der dann sehr ost als Haupt­stadt dem ganzen Staat seinen Namen verleiht!

So wie aber das Deutsche Reich das späte Er­gebnis eines wcchselvollen Ringens verschiedener deutscher Stämme und Staaten nach einer staat­lich-politischen Einheit unseres Volkes ist, so fehlt dieser nunmehr endlich erreichten Staatsgründung gerade deshalb die natürliche überragende macht- politische Zentrale. Denn wir wollen sür die Be­deutung einer solchen Hauptstadt nicht so sehr die Zahl ihrer Einwohner als vielmehr die Größe und den Umfang ihres Gesamtbildes und damit ihres Gesamtwertes ansehen. Den Einwohnern nach ist Berlin mit IlH Millionen Menschen ohne weiteres die Hauptstadt des Reiches. Sie ist es aber nicht, wenn wir darüber hinaus das Gewicht ihrer kulturellen und monumentalen Bedeutung und Gestaltung in Vergleich setzen zu den ähn­lichen Werten anderer deutscher Städte.

Es ist daher mein unabänderlicher Wille und Entschluß, Berlin nunmehr mit jenen Straßen, Bauten und öffentlichen Plätzen zu versehen, die es sür alle Zeiten als geeignet und würdig er­scheinen lassen werden, die Hauptstadt des Deut­schen Reiches zu sein.

Es soll dabei die Größe dieser Anlagen und Werke nicht bemessen werden nach den Bedürf­nissen der Jahre 1937, 88, 39 oder 10, sondern sie soll gegeben sein durch die Erkenntnis, daß es unsere Aufgabe ist, einem tausendjährigen Volk mit tausendjähriger geschichtlicher und kultureller Vergangenheit für die vor ihr liegende unabseh­bare Zukunft eine ebenbürtige tausendjäh­rige Stadt zu bauen. Wir entziehen daher die in den kommenden 29 Jahren zu diesem Zweck in Berlin zu leistende Arbeit bewußt der Kritik der Gegenwart und unterwerfen sie dafür der Be­urteilung jener Generationen, die, einst nach uns kommen werden. Wie immer dieses Urteil aber auch ausfallen wird, eine Rechtfertigung soll man uns dann nicht versagen können: Wir haben auch bei dieser Arbeit nicht an uns gedacht, sondern an jene, die nach uns kommen.

In dieser heiligen Ueberzeugung lege ich nun den Grundstein zur wehrtechnischen Fakultät der Technischen Hochschule in Berlin als dem ersten Bauwerk, das in Vollzug dieser Pläne entsteht. Es soll ein Denkmal werden der deutschen Kultur, des deutschen Wissens und der deutschen Kraft.

Mit drei wuchtigen Hammerschlägen nahm dann der ,Führer die Grundsteinlegung des ersten Bau­werkes vor. das die neue bauliche Entwicklung Berlins einleitet.

Mmelveutsche wehren sich gegen übergriffe

Litauisches knteignungsgeset, mit dem Memelstatut unvereinbar - Sitzung des memelländischen Landtags

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Memel, 28. November.

Unter außerordentlicher Beteiligung des memel- liindischcn Publikums fand in Anwesenheit zahl­reicher ausländischer und reichsdeutscher Prchse- »ertreter eine Sitzung des memelländischen Land­tages statt. Sie gestaltete sich zu einer eindrucks­vollen Kundgebung gegen die zahlreichen Ver­letzungen des Memelstatuts durch Litauen und msbesonderc gegen das unter Umgehung des Memeldirektoriums von der litauischen Regie­rung erlassene Entcigungsgesctz vom 6. September ds. Js. für Gelände in und um Memel.

Die Aussprache eröffnete der memelländische Abgeordnete Monien mit einer Darlegung der oeiichjedenen Schritte die das Memeldirektorium und eine besondere Landtagskommission bei den litauischen Behörden im Sinne einer Lösung der Enteigungsfrage unternommen hatten. U. a. ver- las hierbei Abg. Monien ein Schreiben des Diiel- ioriumspräsidenten Baldszus an den litauischen Memclgouverneur vom 23. Oktober, in dem es u. a. heißt, daß das litauische Gesetz vom 6. Sep­tember 1937 betr. Enteignungen im Memelgebiet mit den Bestimmungen des Memelstatuts nicht vereinbar sei.

.Eine folgerichtige Anwendung des in dem schreiben des Gouverneurs zum Ausdruck ge­brachten Grundsatzes betreffend Gültigkeit litaui­scher Gesetze im Memelgebiet würde der litaui- lchen Regierung die Möglichkeit geben, sich über

alle den autonomen Gewalten vorbehaltenen Zu­ständigkeiten hinwegzusetzen. Dies würde aber im krassen Gegensatz zu den im Memelstatut aus­drücklich festgelegten Grundsätzen stehen.

Das Memeldirektorium müsse außerdem mit Bedauern feststellen, daß die litauische Regierung sich bis heute nicht irgendwie mit dem Direk­torium wegen ihres Wunsches, in der Umgebung der Stadt Memel neue öffentliche Anlagen zu er­richten und zu diesem Zweck Grundstücke zu er­werben, in Verbindung gesetzt hat. Manien charakterisierte sodann die tatsächliche Lage des Memelgebietes dahin, daß Landtag und Direk­torium infolge des seit vielen Jahren von der litauischen Regierung verhängten Kriegszustandes eigentlich nur ein S -h e i n d a s e i n führten und wandte sich scharst gegen die Handhabung der Presse zensur durch den litauischen Knegs- kommandanten, der bisher jede Veröffentlichung über die Entoignungsfrage unterdrückt habe Geqen die Auswirkungen des Kriegszustandes w^idten sich weiterhin mehrere Abgeordnete, worauf de" Sejm-Abgeordnete Pokallnifchkis seinen im litauischen Sejm vorgebrachten eben- alls von der Pressezensur unterdrückten Protest gegen das Enteignungsgesetz verlas " Dann ergriff der Präsiden! des Menieldireb tvriums Baldszus das Wort. Er begründete zunächst eingehend den memellandiichen Rechts- l Standpunkt, betonte aber anschließend die gründ- 1

sätzliche Bereitschaft des Memeldirektoriums zur Mitwirkung bei tatsächlich notwendigen Ent­eignungen. Er widerlegte dann den litauischen Einwand, daß das Gesetz nicht existiere, weil es praktisch bisher nicht durchgeführt werde. Ab­schließend warnte Präsident Baldfzus, seine bisher gezeigte Verständigungsbereitschaft litauischerseits als Schwäche anzusehen, da diese Verständigungs­bereitschaft niemals die Preisgabe memelländischer Rechte zulassen würde. Eine kurze Entgegnung des litauischen Abgeordneten Gailius, der die Ent­eignungen durch die Höhe der zu zahlenden Emt- chädigungen schmackhaft zu machen versuchte, wurde von Baldszus zurückgewiesen.

Die darauf vom Landtagsoizepräsidenten, dem memelländischen Abgeordneten Monien, einge­brachte Entschließung, daß die Vornahme von Ent­eignungen im Memelgebiet zur Zuständigkeit der lokalen Gewalten gehöre, daß die vom Direk­torium und der Landtagskommisiion bisher unter nommenen Schritte ausdrücklich gebilligt würden und daß die Kommission beauftragt werde, auch weiterhin alle gesetzmäßigen Schritte zu unterneh men, um die memelländischen Rechte zii wahren und statutmäßige Zustände im Memelgebiet z» schassen, wurde von der memelländischen Einheits sraktion einstimmig mit überwältigender Mehrheit zögen die Stimmen der litauischen Abgeordneten angenommen.

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i. 8. o. Bremen, 28. November

Es ist eine erklärliche, aber nichtsdesto­weniger peinliche Notlage des Großteils der ausländischen Presse, daß sie, um Leser' zu bekommen, sich fortlaufend gezwungen sieht, in Sensationen zu machen. Was die deutsche Presse nicht nötig hat, um inter­essant zu sein, nämlich heute die guten Absichten dieses und morgen die bösen Pläne jenes Ministers in Europa oder Amerika ans Licht zu zerren" und entsprechend mit einer Soße salbungsvoller Zustimmung oder mit bösartiger Kritik zu übergießen das pflegt von jeher zur Unterhaltung der Leser mit herkömmlich wirkungsvoller Koch­kunst der größte Teil der Auslandspreise schamlos und verantwortungslos zu tun.

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Deutschlands Presse brauchte weder vor noch nach dem Besuche von Lord Halifax in großen Tönen zu sprechen und etwa vor der Unterredung mit dem Führer ihre Leser Wunder politischer Staatskunst erwarten zu lassen oder solche nach der Unterredung zu verkünden. Deutschlands Presse brauchte weder vor dem Besuch der ungarischen Mi­nister in Deutschland so zu tun, als ob die­ser Besuch ein Weltschicksal in sich schlösse, noch nach dem Besuch, der natürlich ganz in gegebenen Bahnen herkömmlich deutsch­ungarischer Freundschaft und im herzlichsten Einvernehmen verlief. Denn das deutsche Volk braucht und will keine künstlichen Sensationen. Es hat nämlich das, was andere Völker in gekünstelten Sensationen suchen und finden, also die Befriedi­gung eines mehr oder weniger in den Massen liegenden Dranges, an den großen Gescheh­nissen der Politik, wenn schon nicht aktiv, so doch bewundernd oder ablehnend beteiligt zu sein bei der täglichen Mitarbeit an dem grandiosen Aufbauwerk- des Führers in höchst befriedigender und zwar aktiver Weise. Der Leser deutscher Zeitungen findet Sensationen wenn man das so nennen will, genug in der deutschen Presse an den Tatsachenmeldungen von Dingen, die das In- und Ausland immer wieder in gleicher Weise voll Bewunderung oder je nachdem auch mit Neid erfüllen.

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Man mag es Sensation nennen, jeden­falls ist es wieder einmal der Bewunderung der ganzen Nachwelt gewiß, was gestern mit der Grundsteinlegung zum Bau der wchr - technischen Fakultät der Technischen Hochschule in Berlin im fünften Jahre nach § der nationalsozialistischen Revolution als i Wille und Tat des gegenwärtig lebenden ^ deutschen Geschlechtes neu in Erscheinung trat und womit, wie der Führer sagte, eine j Periode baulicher Neugestaltung, die das > Bild und den Charakter Berits aufs tiefste - verändern ioll. beginnt. Deutschland wird m Zukunft eine wirkliche Hauptstad.üben, wo Berlin bisher nur seine größte Stadt gewesen ist. Diese Hauptstadt werden Stra­

ßen durchziehen und Bauten und öffentliche Plätze zieren, die für ^ taufend .Jahre den Zweck erfüllen, Kristallisationspunkt. des politischen und kulturellen Lebens der deut­schen Nation zu sein. Sensation? Sie sollen es so nennen, wir.nennen es den Ausdruck nationalsozialistischen Wollens und..erken­nen darin eine folgerichtige Tat..Mit.solcher Art Sensationen .Kanin Deutschland, aller­dings fast täglich von neuem aufwarten? Die deutsche Presse ist jedenfalls ni>e in Ver­legenheit, mit solchen Taten ihre Leser be­kannt zu machen. Oder -braucht.es Beispiele aus jüngster Zeit ? Braucht es des Hinw.eisss auf die Straßen des Führers, von. denen gestern in Anwesenheit Dr. 'Todts .hich .in Bremen wieder ein Stück der Bestimmung Angeführt wurde? Ist es nicht kennzeich­nend, daß dieses Werk des Führers (das nur ein Teilausschnitt aus seinem großen Aufbauwerk am neuen Deutschland ist) heute in den angelsächsischen Ländern als beispiel­gebend anerkannt wird und daß England sowohl wie Amerika sich diese Straßen be­reits zum Muster nahmen, um in ihrem eigenen Lande Aehnliches erstehen zu lassen? Braucht es des Hinweises auf den Erfolg Deutschlands bei der soeben ge­schlossenen Pariser Weltausstellung, wo an der Spitze der preisgekrönten Nationen neben Frankreich Deutschland steht? Und ist- es nicht wiederum kennzeichnend für den beispiellosen Erfolg deutschen Streb-ens beim Wiederaufbau nach den Weisungen des Führers, daß neben 15 Großen Preisen für deutsche Kunst, gerade auch die deutschen Werkstoffe den Großen Preis in Paris erhielten, deren Bedeutung wir und die Welt im Kampf um Deutschlands wirt­schaftliche Unabhängigkeit im Rahmen des Vrerjahresplans kennengelernt haben?

Wir freuen uns oes unvoreingenommenen Urteils der Fachleute, die in Parts als Preis­richter ihres Amtes walteten, um so mehr als wir selbst ja stets der Ueberzeugung waren, daß es bestimmt nicht am französi­schen Volke liegt, (das mit dem deutschen ebenso wie das deutsche mit dem französi­schen Volke gern in Freundschaft und Frie­den leben möchte), wenn es bisher noch nicht möglich war, die politischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen, so wie sie im Interesse Europas sein sollten, zu gestalten. Soeben erst war Henri Pichot, der Führer des bedeutsamsten französischen Front­kampferbundes, hier in Bremen und aus seinem Munde haben wir vernommen, was wir ohnehin nie bezweifelt haben, daß auch das französische Frontkriegergeschlecht kei­nerlei feindliche Gefühle für das deutsche Volk empfindet, im Gegenteil, daß es ebenso wie das deutsche Frontkriegertum und auch d>e deutsche Jugend gern ein dauernd ge- Uchertes friedliches deutsch-französisches Ver- haltnls sähe und erstrebe. Unvergeßlich blecht das große französische Treffen in