parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Dremen
-er Nationa
Amtsblatt -es Senats -er Freien kjansesta-t Dremen
Das amtliche Verkiindungsblatt des Nelchsstatchalters m Oldenburg und Vremen
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Nr. 524 / 7 . Jahrgang
Vonnerstag, 25 . November 1 S )7
kinzelpreis 15 Npf.
thamberlain weist englische Lügen zurück
Unser Togvsspivgel
Lhautemps und Delbos fahren demnächst nach London.
Die belgische Regierungskrise fand ihre« ASschluh.
Der japanische General llgaki erklärte, Japan habe keine territorialen Ansprüche an China.
Rote Flugzeug« Lombardierten in National- spanien offene Städte.
Chamberla^l bezeichnete die Besprechungen Halifax' in Deutschland als wertvoll zum gegenseitigen Verständnis.
Auf der M-Jahrf«ier des Ungarischen Instituts sprachen Ministerpräsident von Daranyi und Reichsminister Ruft.
Der Führer der französischen Frontkämpfer spricht heute in Bremen.
Mit den Vorarbeiten des Nordstrangs des Hansa-Kanals soll im nächsten Jahre begonnen werden.
Am Sonnabend wird die Zubringerstrecke der Reichsautobahn Vnrgdamm—Optra eröffnet. Die ersten SO WO Bolksgasmasken sind in Bremen eingetroffen.
Ab 3. Januar 1338 tritt eine Anordnung zur Aenderung der Schweinepreis« in Kraft. Der italienische Radrennfahrer Saponetti legte die IW-Kilometer-Strecke in 2:27:11 Stunden zurück.
Bei einer Explosion in einer Kattowitzer Gießerei wurden 17 Arbeiter durch flüssiges Eisen schwer verletzt.
Mussolini spendet für das WKW.
Rom, 25. November.
Die wegen ihrer Bücher über das faschistische Italien bekannte deutsche Schriftstellerin Luise Diehl, die sich zurzeit auf einer Studienreise durch Aethiopien befindet, ist nach italienischen Zeitungsberichten in Addis Abeba eingetroffen. Während ihres Aufenthaltes in Harrar wurde ihr die freudige Mitteilung gemacht, daß der Duce ihr 1VVV Doppelzentner Kaffee aus der Provinz Harrar für das deutsche Winterhilsswerk zur Verfügung stellte, Die Verfrachtung dieser schönen und dankenswerten Spende, die in Deutschland allgemein mit Freude aufgenommen werden wird, erfolgt in den allernächsten Tagen.
Belgische Kabinettskrise beendet
Brüssel, 25. November
Nach vierwöchiger Dauer der Regierungskrise ist gestern vormittag die neue belgische Regierung unter dem Vorsitz des Staatsministers Paul Emile Zanson gebildet worden. Das neue Kabinett setzt sich folgendermaßen zusammen: Ministerpräsident Paul Emile Janson (liberal); Außsnminister: Spaak (Socialdemokrat); Innenministerium: Dierck (liberal): Landesverteidigung: Generalleutnant Denis (parteilos): Justiz: Bus de Varnaffe (Katholik); Finanzen: de Man (Sozialdemokrat): Wirtschaft: van Jsacker (Katholik); Verkehr: Marck (Katholik); Landwirtschaft: Pierrot (Katholik); Volksbildung: Hoste (liberal); Kolonien: Rubbens (Katholik); öffentliches Gesundheitswesen: Wauters (Socialdemokrat); Soziale Fürsorge: Delattre (Sozialdemokrat): öffentliche Arbeiten: Merlot (Socialdemokrat); Post und Telegraphie: Bouchery (Sozialdemokrat).
In der politischen Kräfteverteilung hat sich innerhalb der Regierung gegenüber dem Kabinett von Zceland nichts geändert. Die Socialdemokraten haben ihre sechs Posten, die Katholiken ihre Hins Portefeuilles und die Liberalen ihre drei Posten behalten.
Mwlnow-sinkelslern sättig?
(Ligsnsr Orabtbsriobt stör „Bremer Zsttnng") Warschau, 25. November.
Wie von verschiedenen Seiten gleichlautend berichtet wird. steht die Beseitigung Litwinow- Zinkelsteins schon in allernächster Zeit bevor. Zur Tarnung dieser Maßnahme soll, wie es heißt, Litwinow ab 1. Dezember einen „Erholungsurlaub" antreten und diesen aus der Krim verbringen. Seine Vertretung soll Krestinski übernehmen. Ab 1. Januar wird dann der „Kranke" endgültig kaltgestellt. Als Nachfolger wird der gegenwärtige Sowjetbotschastcr in Paris. Potemkin, genannt. Litwinow hatte mit Ttalin eine einstündige Unterredung, die sehr er- § regt verlief. s
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ssraberscheich ;um lobe oerurieili i
Jerusalem, 25. November Das Militärgericht in Haifa führte als ersten Militärgerichtspiozeß eine Verhandlung gegen den ältesten der vor kurzem gefangenen vier arabischen Freischiirler durch. Der Angeklagte, der lebe Schuld abstritt, war der 80jährige Scheich Farhan Saadi. ein enger Freund Fauzi Kau- kadschiz, der im vorigen Jahr der Anführer der arabischen Freischiirler war und jetzt verbannt ist. Dre Verteidigung protestierte vergeblich gegen die zu kurz bemessene Vorbereitungszeit zur Zeugen- beichaffuna. so daß nur die Anklageseite Zeugen stellte. Den Antrag der Verteidigung, angesichts aes Alters, der nicht bewiesenen Schuld sowie der Wen Herkunft des Angeklagten mildernde Umstände anzuerkennen, lehnte der Anklagevertreter ao und beantragte seinerseits die Todesstrafe. Der Attlitärgrrichtshof fällte das Todesurteil.
Moskau und prao werden nicht besucht!
-Wer französische Minister kommen nach London
(ÜliASnsr OrsLtibsriädt äsr „Bremer 2sitmng")
. London, 25. November.
Vor vollbesetztem Haus gab der englisch« Premierminister Ehamberlain gestern im Unterhaus die angekündigte und mit großer Spannung erwartet« Erklärung über den Besuch des Lordpräsidenten Halifax in Deutschland ab. Chamber- lain unterstrich zunächst den völlig privaten Charakter dieser Reise und die Vertraulichkeit der dabei von Halifax geführten Unterredungen und erklärte: „Das Haus wird daher von mir nicht erwarten, daß ich in diesem Augenblick weitere Erklärungen abgeben werde.
Ich bin jedoch davon überzeugt, daß der Besuch wertvoll war, indem er der Förderung des Wunsches zur Herstellung engeren gegenseitigen Verständnisses diente, wobei ich glaube, daß dieser Wunsch von Leiden Ländern in gleicher Weise gehegt wird."
Auf die Frage eines konservativen Abgeord
neten, ob dem Premierminister die von der englischen Presse über die Unterhaltungen des Lordpräsidenten mit dem Führer aufgestellten Kombinationen bekannt seien, stellte Ehamberlain
fest:
„Ich möchte hier klar zum Ausdruck bringen, daß diese Spekulationen nicht nur unverantwortlich, sondern auch im höchsten Maße unzutreffend sind."
Auf weitere Fragen erklärte Ehamberlain, daß das Unterhaus im Falle konkreter Abmachungen verständigt würdet Die französische Regierung sei natürlich noch nicht über das Ergebnis der Besprechungen in Deutschland unterrichtet worden.
Ein weiterer Abgeordneter fragte Ehamberlain schließlich, ob er es nicht für zweckmäßig halte, auch Ministerbesuche mit Moskau und Prag zu arrangieren. Ehamberlain lehnte die-r mit einem klaren „Nein!" ab.
Zum Schluß teilt« er dem Unterhaus mit, daß die englische Regierung den französischen Ministerpräsidenten Chautemps und den französischen Außenminister Delbos zu einem Besuch nach Lon
don eingeladen habe. Die beiden Staatsmänner würden am 29. November eintreffen und voraussichtlich zwei Tage in London bleiben
Paris enttäuscht
Paris, 25. November.
Die Erklärungen des englischen Premierministers Ehamberlain war eine schwere Enttäuschung für die französische Oeffentlichkeit. Nachdem der Quai d' Orsay — wie auch Ehamberlain betonte — bisher über den Inhalt der Gespräche Lord Halifax mit dem Führer nicht unterrichtet war, hätte man geglaubt, wenigstens jetzt Einzelheiten erfahren zu können. Die Folge dieser Enttäuschung sind wilde Kombinationen auch der französischen Presse. Die Volksfront- blätter sind darüber hinaus besonders verärgert über die glatte Ablehnung, des britischen Regierungschefs. Ministerbesuche mit Prag und Moskau auszutauschen. Sie machen ihrer schlechten Laune in allen möglichen Schimpfkanonaden Luft. während andere Blätter wieder über eine Gefährdung der französisch-englischen Solidarität jammern. und Wer einb angebliche Bedrohung der „kollektiven Sicherheit" zetern.
Politische bangster- .' am prangte
ein englisches Blatt verleumdet iniinverschämtesler weiseveuischland
Berlin, 26. November.
Unter dieser lleberschrift schreibt die Nationalsozialistische 'Parteikorrespondenz: . „Erst vor kurzem sahen wir uns genötigt, mit deutlichen Worten Pressemanövern entgegenzutreten, die noch vor dem Besuch des Lordpräsidenten Halifax versuchten, mit dreisten Unterstellungen die internationale politische Atmosphäre zu vergiften. Man hätte annehmen sollen, daß diese überall verstandene klare Antwort auf derartige für die Besserung der internationalen Beziehungen denkbar „ungeeignete Methoden" genügt hätte, nun den verantwortungslosen Elementen in der ausländischen Presse die Lust zu nehmen, ihre ebenso lächerlichen wie gefährlichen Machenschaften fortzusetzen.
Diese Hoffnung war trügerisch! Nach dem Besuch des Lordpriisidenten Halifax wurde die Lügenflut eines Teils der ausländischen Presse schlimmer denn zuvor. Angebliche „Forderungen" „Wünsche" und Behauptungen über mehr oder weniger „politische Erpressungen" des Führers sind nach wie vor in den Spalten dieser Blätter Themen.des Tages. So liefert uns neuerdings der „Manchester Guardian" ein Musterstück lügenhafter Berichterstattung. Der diplomatische Korrespondent dieses Blattes berichtet, daß deutscherseits in den Besprechungen mit Lord Halifax „Forderungen" gestellt worden seien, die sich in folgenden Punkten zusammenfassen ließen:
1. Deutschland sei bereit, dem Völkerbund unter einer Reihe von Bedingungen, die sich aus bestimmte Punkte des Bersailler Vertrags und die Anerkennung der italienischen Oberhoheit über Abessinien beziehen, wieder bei- zutreten.
2. England werde von Deutschland aufgefordert, einer Reorganisation des tschechischen Staats nach dem Muster des Schweizer Vundes- systems zuzustimmen, wobei das Sudetenland den Charakter eines Schweizer Kantons erhalten solle.
3. England werde aufgefordert, sich zu verpflichten, der österreichischen Regierung keinerlei diplomatischen, politischen oder militärischen Beistand zu geben.
1. Deutschland verpflichte sich, die Kolon, rl- frage für eine Periode von sechs Jahren nichi anzugreifen und verspreche, später keinerlei Flotten- oder Militärbasen in seinen früheren Kolonien einzurichten.
5. Deutschland verpflichte sich. den Frieden in Spanien wiederherzustellen, sobald die britische Regierung die Regierung in Salamanra <lv jui-e anerkannt habe usw.
Soviel Worte, so viel Lügen! Wir wissen nicht, aus welcher trüben Quelle diese „Informationen" stammen, aber wir wissen, daß sie von Anfang bis Ende lügenhafte Erfindungen sind! Der englische Ministerpräsident Ehamber
lain sah sich veranlaßt, auf diesbezügliche Anfragen im Unterhaus alle diese Spekulationen nicht nur als unverantwortlich, sondern auch als höchst unrichtig zu bezeichnen. Wir möchten sie als freche und unverschämte politische Verleumdungen, ihre Verbreiter als internationale Brunnenvergifter brandmarken! Mit solchen publizistischen Gangster-Methoden kann man dem nationalsozialistischen Deutschland nicht mehr kommen! -
Wie oft sollen wir es sagen: Es ist bei uns nicht üblich, den Minister eines befreundeten Landes, der nach Deutschland kommt zwecks „Förderung des Wunsches zur Schaffung eines engeren gegenseitigen Verstehens" Forderungen zu stellen und ihm die Pistole auf die Brust zu setzen! Alle Kombinationen in dieser Richtung tragen also schon von vornherein den Stempel der Lüge aus der Stirn! Wenn der diplomatische Korrespondent des „Manchester Guardian" dann seinem lügnerischen Elaborat die Krone aufseht, indem er seine Regierung auffordert, diese uns so dreist unterschobenen „Borschläge", die das „größere Deutschland im Embryo" enthielten, als unannehmbar zurückzuweisen, weil ihre Annahme eine „Krise der englisch-französischen Beziehungen" bedeuten und außerdem die „englisch-amsrikani- - sehen Beziehungen" stören würde usw., dann wissen wir, was man mit diesen fortgesetzten infamen Unterstellungen Deutschland gegenüber bezwecken möchte.
HAK,
Dr. üdvrxab üvio Biibyvr. äis äritte Opäensdarx;: Sontdokev. Llloi- in äsn Lurzbok. 2ur Blaken äie LckIatMe <isr äuuker.
(sVeltbilä.)
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Das muß anders werden!
flrbettseinsa«, durch verufsfürsorge
Berlin, 25. November
Die Sondererhebung der Reichsakstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung über die Ende Juni 1937 noch vorhandenen 648 000 Arbeitslosen — bis Ende September ist ihre Zahl auf rund 470 000 gesunken — hat klar gezeigt, daß wir in Deutschland nennenswerte Reserven volleinsatzfähiger Arbeitslosen nicht mehr haben. Der größte Teil der noch vorhandenen Arbeitslosen wohnt entweder in Gebieten, in denen aus Wirtschaftsstrukturellen Gründen noch besonders hohe Arbeitslosigkeit herrscht, die er aber durch Bindungen an Familie, Besitztum und dergleichen nicht verlassen kann, oder ist wegen be-' stehender Erwerbsbeschränkungen weder im Beruf noch sonst als vollwertige Arbeitskraft anzusetzen. Der Anteil dieser sogenannten „halben Kräfte" an der Gesamtzahl der Arbeitslosen belief sich Ende September 1937 auf etwa 157 090, d. h. auf fast ein Drittel. Die Unterbringung dieser erwerbsgeminderten Arbeitslosen ist eines der wich-, tigsten Probleme zukünftiger Arbeitsvermittlung!
Unter diesen 157 090 arbeitslosen „halben Kräften" befinden sich zweifellos Zehntausend«, die einen Teil ihrer Erwerbsfähigkeit durch Betriebsunfall eingebüßt haben. Ihre Erwerbsminderung wird zwar teilweise, wenigstens bei schwereren Unfällen, durch eine Unsallrente abgegolten, reicht aber im allgemeinen zum Lebensunterhalt nicht aus. Ein Arbeiter etwa, der einen Unterschenkel durch Betriebsunfall verloren hat und im Jahr vor dem Unfall einen Jahresverdienst von 1809 RM. hatte, bezieht eine Monatsrente von rd. 59,— RM., ist also gezwungen, noch hinzuzuverdienen und wäre auch dazu durchaus in der Lage, wenn er einen entsprechenden Arbeitsplatz bekäme. Zwar hat es sich in den letzten Jahren unter dem Einfluß nationalsozialistischer Erziehungsarbeit mehr und mehr eingebürgert, daß die Betriebe für die Unfallverletzten Arbeitskameraden geeignete Arbeitsplätze frei machen, aber noch ist das nicht überall der Fall, in ganz kleinen Betrieben oft auch nicht möglich. Hinzu kommen jene Arbeitskameraden, deren Betriebe in der Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs zusammengebrochen und nicht wieder erstanden sind.
Unfallverletzte, die eine Unfallrente von wenigstens 50 v. H. beziehen, genießen den Schutz des Schwerbeschädigten-Gesetzes. Für viele von ihnen ist auf Grund dieses Gesetzes schon ein Arbeitsplatz gesunden worden, und vielen werden auch in Zukunft Arbeitsstellen zugewiesen werden können. Das Problem der Arbeitsvermittlung liegt also zunächst bei den Unfallverletzten, die Renten »on 20 bis 50 v. H. beziehen. Sicherlich haben die Arbeitsämter für die Unterbringung dieser Er- werbsbeschränkten getan, was in ihrer Macht steht. Der langsame Rückgang der Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe zeigt aber die Grenzen der Arbeitsvermittlung durch die Arbeitsämter.
Hier könnte die V e r u f s f L r s o r g e, die Unfallverletzten auf Grund der Reichsverstcherungs- ordnung zusteht, Hilfe bringen. Danach soll die .Berufsfürsorge mit allen geeigneten Mitteln den Verletzten zur Wiederaufnahme seines früheren Berufes oder, wenn dies nicht möglich ist, zur Aufnahme eines neuen Berufes befähigen und ihm zur Erlangung einer Arbeitsstelle helfen. Diesem Zweck dienen die berufliche Ausbildung zur Wiedergewinnung oder Erhöhung der Erwerbsfähigkeit, nötigenfalls die Ausbildung für einen neuen Beruf, und die Hilfe zur Erlangung einer Arbeitsstelle. Während der Zeit der beruflichen Ausbildung sind dem Verletzten und seiner Familie die Kosten des notwendigen Unterhalts zu erstatten, es können für eine Uebergangszeit Anlernzuschllsse gewährt werden, Darlehen für Beschaffung einer Arbeitsausrüstung sind gestattet usw. Eine Fülle von Möglichkeiten besteht also, den Verletzten wirksam zu helfen und die Bestrebungen der Arbeitsämter zu unterstützen.
Leider ist seitens der Verussgenossenschaften —
! von Ausnahmen abgesehen — von diesen viel- ! fachen Möglichkeiten bisher nur ein unzuläng- ! licher Gebrauch gemacht worden. Im Jahre 1935 ! z. B. wurden bei Eesamtentschädigungen der Un- , sallversicherung in Höhe von 274,2 Millionen RM. für Zwecke der Verufsfürsorge nur 111 330,- Reichsmark ausgegeben. Für jeden erstmals entschädigten Betriebsunfall wurden? 1935 an Leistungen der Berufsfürsorge im Reichsdurchschnitt l,33 RM. aufgewandt, das ist zwar schon ein Drittel mehr als 1934, aber noch immer nicht ausreichend. Es fällt auf, daß die Leistungen jener Gruppen von Verussgenossenschaften, deren angeschlossene Betriebe der Wehr- und Bauwirt- ! schaff im Dritten Reich außerordentlich viel ver- ! danken, in bezug auf die Berufsfürsorge weit ! unter dem Durchschnitt bleiben Das gilt für die IN Berufsgenossenschaften der Eisen-, Stahl-, Äle lall-, Hütten-, feinmechanischen und elektrischen Industrie ebenso wie für die 12 Baugewerks- berussgenosjenschajten. Die letzteren haben 1935 wgnr noch weniger als 1934 für die Berufssür- . sorge aufgewandt.
! Es ist dringend zu wünschen, daß sich die deut- l schen Berufsgenossenschaften der' Verufsfürsorge