Ausgabe 
(21.11.1937) Nr. 320
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Parteiamtliche 'tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfwnt Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des 3enats der Lreien kjansestadt Vremen

" ""g G. m. b. H.. Bremen, Teeren k-8 / Fernsprecher: 5«l 21 und 51115 .

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsslalchallers m Oldenburg und Vremen

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Nr. Zrn / 7. Jahrgang

Sonntag, 21. November 1SZ7

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Neuer druck Moskaus

Tokio, 21. November.

Wie das japanische Nachrichtenbüro Domei von der Schanghaisront meldet, haben die japanischen Truppen die Stadt Sutschau besetzt. Eine japa­nische Abteilung hat ferner Nanschuen an der

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Unser iagssspiege!

Die Japaner haben Sutschau eingenommen. Mussolini hat das Ministerium für Jtalie- nisch-Afrika übernommen.

Die Unterredung des Führers mit Lord Halifax wird in London allgemein als Grundlage für weitere deutsch-englische Be­sprechungen angesehen.

Der Empfang der ungarischen Minister wird heute in Berlin in festlichem Rahmen erfolgen. Am 27. November kannKdF." auf ein vier­jähriges Bestehen zurückblicken.

Unter Förderung der Reichsregiernng wurde ei» Verkehrsausschuh der deutschen See­häfen gebildet.

Die Passageraten nach Südamerika werden erhöht.

SA.-Eruppeufiihrer Böhmcker sprach zu 7l>v SA.-FLHrer».

DieOgo" erhielt einen vorbildlichen Kame­radschaftsraum.

Bei der Bremer Regierung wurde eine Abteilung für koloniale Frage»- ein­gerichtet.

An der westfranzösischeu und portugiesischen Küste herrscht seit einigen Tagen ein schwerer Sturm.

Vor dem Schöffengericht Königsberg fand ein Verbreckien im Straßenverkehr gerechte Sühne.

Südküste des Tai-Sees, Ig Kilometer nordwest­lich von Kasching, eingenommen. Damit ist eine starke chinesische Stellung in die Hände der japa­nischen Truppen gefallen, die jetzt mit Tempo trotz des schlechten Wetters ihre Operationen gegen die Festung Nanking fortsetze».

Teile der nördlich von Schanghai gelandeten japanischen Einheiten haben das im Norden des vorgestern genommenen Tschangshu gelegene Fuschan erreicht und rücken längs der Küste in Nichtung Kiangyin vor. Kiangyin'beherrscht als stärkstes Fort im Vorgelände der Festung Nan­king nicht nur den Pangtse, sondern stellt gleich­zeitig auch die Schlüsselstellung der befestigten Linie Kiangyin-Wusih dar. Die südliche Gruppe im Raume nördlich von Hangtschcm schiebt sich in Richtung Wutsching in den östlich Nanking gelegenen Festungsabschnitt vor. Die chinesischen Truppen gehen, wie es den Anschein hat, über­hastet auf Nanking zurück.

Das japanische Kriegsministerium gibt be­kannt. daß die japcnschen Truppen seit Ausbruch der Feindseligkeiten in Thina 16V48 Tote ver­loren., haben. Die chinesischen Verluste an Toten

Nevision der dttawaoertriigek

Paris, 21. November.

Der bevorstehenden Eröffnung offizieller eng­lisch-amerikanischer Handelsverhandlungen wird in Paris große Aufmerksamkeit geschenkt. Man weist darauf hin. dah bei ven ersten Erörterungen dieses Projektes ernste Hindernisse auftauchten, die in den Ottawa-Vereinbarungen ihre Wurzel haben. Nunmehr scheine der Widerstand der Do­minions beseitigt zu'sein. Aus Pariser.englischen Kreisen verlautet, daß eine Revision der Ottawa- Verträge bevorstehe und daß neben dem zwischen England und Amerika zu verhandelnden Vertrag noch ein Zusatzvertrag zwischen London und den Dominions geplant sei. Das PariserPetit Jour­nal" hält in diesen Zusammenhang die Mah­nung am Platze. Frankreich dürfe auf keinen Fall zulassen, daß der französische Markt die Kosten dieser anglo-amerikanischen Regelung trage.

und Verwundeten beziffert das Kriegsministe­rium mit 550 000.

Die chinesische Regierung gibt nunmehr ossiziell bekannt, daß sie ihren Sitz nach Tschungking in der Provinz Szetschuan verlegt hat. Wie weiter bekannt wird, soll von Sowjetseite ein Druck aus chinesische Regierungskreise ausgeübt worden sein, um ein Einstellen des Kampfes sowie Verhand­lungen zu verhindern.

oberste Kriegsverwaliungsbebörde in lokio

Tokio, 21. November.

Mit der Errichtung desKaiserlichen Haupt­quartiers". das seine Tätigkeit gestern aufge­nommen hat, sind, wie amtlich in Tokio bekannt­gegeben wird. das Kriegs- und das Marinemini­sterium zu einerObersten Kriegsverwaltungs­behörde" zusammengefaßt worden. Ferner wird bekanntgegeben, daß das Kaiserliche Hauptquar­tier zunächst für die Dauer des Krieges einge­richtet worden ist. Man hebt an zuständiger Stelle hervor, daß die Vereinigung der beiden obersten Kommandostellen unter dem Kaiser dazu berufen ist, die Durchführung dieses Krieges auch bei einer längeren Dauer sicherzustellen.

stmertkanische flugreuge für Wna

Washington, 21. November.

Nach einer in den amerikanischen Hearst-Zei- tungen verbreiteten Meldung find 20 Bellanca- Flugzeuge auf dem britischen FrachtdampferMa- lancha" verschifft worden. Hierzu erklärt das Staatsdepartement, die Flugzeuge seien für China bestimmt und würden über Liverpool nach Schanghai transportiert. Ursprünglich sollten sie im August mit dem amerikanischen Dampfer Wichitä" verschifft werden, was die amerika­nische Regierung verhinderte. Die Regierung hat jedoch keine Handhabe, wie das Staatsdeparte­ment erklärt, die Verschiffung von Kriegsmate­rial mit ausländischen Schiffen zu verhindern.

7 Minist« für Aliiienisch-slsrika

Henog von flosta M;ekönig von Miopien _ Der flusban des Imperiums

Rom, 21. November

In Rom wird amtlich verlautbart. -daß mit einem königlichen Dekret die Demission des Mi­nisters für Jtalienisch-Asrika, Lessona, angenom­men worden ist. Mussolini hat die Leitung dieses Ministeriums übernommen und Lessona seine An­erkennung für die während langer Jahre in der Verwaltung geleistete Arbeit ausgesprochen. Zum llnterstaatssekretär des Ministeriums für Jtalie- »isch-Afrika ist der Abgeordnete Ternzi, der frü­here Generalstabschef der faschistischen Miliz, er­nannt worden.

Weiter wird die Abberufung des Marichalts Hraziani vom Posten als Vizekönig von Aethio- pien und die Ernennung des Herzogs von Aosta ,n seinem Nachfolger bekanntgegeben. Mussolini hat an Marichall Graziani ein Handschreiben ge­richtet, in dem er ihm für seine in Krieg und Friedest geleistete Arbeit, die Eroberung und Be­

friedung des italienischen Imperiums, den Dank der Nation ausspricht Ferner besagt das amt­liche Kommunique, daß der Herzog von Aosta in der ersten Hälfte Dezember in Äddis Abeba ein­treffen wird und daß er dort von Marschall Era- ziani zur llevergabe seines Amtes erwartet wird.

Gleichzeitig wird amtlich bekanntgegeben, daß der bisherige Unterstaatssekretär im Erziehungs­ministerium, Abgeordneter Renata Ricci, sein Amt als Unterstaatssekretär in diesem Ministerium niedergelegt hat und mit königlichem Dekret zum Staatssekretär im Korporationsministerium er­nannt worden ist. Mit einem letzten königlichen Dekret wird das Staatssekretariat für den Han­dels- und Devisenverkehr zum Ministerium er­hoben. Der bisherige Unterstaatssekretär und Devisenkoinmissar Euarneri ist zum Leiter des neuen Ministeriums mit dem Range eines Mi­nisters und Staatssekretärs ernannt worden.

Die teilweise Umbildung des italienischen Ka-^ binetts, in dem Mussolini mit der Uebernahme des Kolonialministeriums und durch die Bei­behaltung des Innenministeriums sowie der drei Wehrmachtsministerien jetzt wieder fünf Ministe­rien in seiner Hand vereinigt, steht lautEior- nale d'Jtalia" in direktem Zusammenhang mit der organisatorischen Arbeit der faschistischen Regierung beim Ausbau des Imperiums. Es sei nur verständlich, daß der Duce als Gründer des Imperiums auch die Leitung des Ministeri­ums für Jtalienisch-Afrika und damit auch die unmittelbare Kontrolle über die ganze Uebersee- politik Italiens übernimmt. Diese Kontrolle er­scheine um so notwendiger in einer Zeit, in der die italienische Wirtschaft ausschließlich auf den Grundsatz der Autarkie umgestellt werde. Der Duce des Faschismus und des geeinten Italiens werde also zum Duce des Imperiums.

Me ungarischen Küste auf deutschem voden

Ministerpräsident von Varanpi und flußenminister von Kanpa in Passau eingetroffen

Passa«, 21. November.

i Sonnabend um 23.10 Uhr trafen mit dem lanmätzigen Zuge von Wien kommend der lich-ungarische Ministerpräsident von Da­mit Gattin und der kömglrch-ungarrsche ster des Aeugeren von Kanya inrt rhrer Be- mg in Passau ein, wo sie von dem deut- Ehrendienst unter Leitung des Chezs des rkolls. Gesandten von VLlow-Schwante, und >em Berliner königlich-ungarischen Eesaiüiten an begrüßt wurden. Die uns-r^chen Gaste gen dann den ihnen von der Reichsregie- entgegengesandten Sonderzug, der sie rn dre shauptstadt bringt.

r Besteigen des Zuges in Budapest erklärte sterpräsident von Daranyr, " glaube, daß Berliner Reise außerordentlich interessant

werde, um so mehr, als er das Deutschland )ritten Reiches noch nicht geiehen habe. Nach luß des offiziellen Programms werde er zwei Tage iiz Deutschland bleiben und erne - von Einrichtungen besichtigen.

pntialter Val,nt?of festlich geschmückt

(DralitOsriobt äussrer Ssrliusr Sedrlktleituvx) . Berlin, 21. November.

Zu Ehren der ungarischen Gäste, des Minister- Präsidenten von Daranyi und des Ministers des Aeußeren von Kanya, die heute in Berlin ein- , treffen, sind in der Reichshauptstadt bereits um­fassende Vorbereitungen getroffen worden. Der

Anhalter Bahnhof ist festlich ausgeschmückt wor­den. Der Empfangsraum, wie auch die breite Aufgangstreppe wurden ganz in weiß ausge- schlagen. Ein reicher Schmuck von Blattgrün und Blumen zusammen mit den grün-weiß-roten Fah­nen Ungarns und zahlreichen Hakenkreuzbannern geben auch der weiten Bahnhofshalle ein wir­kungsvolles Gepräge. Die ungarischen Gäste wer­den' nach ihrer Ankunft in Berlin der Gefalle­nen des Weltkrieges durch Kranzniederlegung am Ehrenmal Unter den Linden gedenken.

Ungarns Kultusminister empfing deutsche flrpeabordnung

Budapest, 21. November.

Der ungarische Kultusminister Homan empfing gestern die gegenwärtig in Budapest weilende deutsche Aerzteabordnung und. sprach ihr seine Befriedigung über die gelungene rassenbiologische Vortragsreihe aus. Am Abend hielt Pros. Eugen Fischer-Berlin den Schlußvortrag der Vortrags­reihe überRaste und Kultur".

6rohra»io gegen Nauschgischändler

Drei Rauschgiftkartelle in USA. gesprengt Newqork. 21. November. Die Beamten des USA.-Vundesbiiros zur Un­terdrückung des Rauschgifthandels unternahmen gleichzeitig im Chinesemnertel Newyorks» Chi-

kagos, Sän Franziskos und anderen Städten große Razzien. Als Erfolg des Kesseltreibens wird die Sprengung von drei großen Rauschgiftkar­tellen mitgeteilt, die das ganze Land umspann­ten, darunter ein chinesisches. Der Jahresabsatz dieser Kartelle betrug 500 000 bis 750 000 Dollar. Das Kesseltreiben fand sowohl in den Opium­höhlen der Ehinesenstadt als auch in vornehm eingerichteten Chinesenklubs, in Privatwohnun- gen und Restaurants statt. Zahlreiche Personen wurden verhaftet, darunter. 17 Importeur? und Großhändler.

kcht jüdisch

Freche Ausfälle gegen Polen

Newqork, 21. November.

1000 Delegierte der zur Zeit in Washington tagenden Jahreskonferenz desJüdischen Volks- ausschusses" nahmeneinmütig" eine Entschlie­ßung an, die die amerikanische Regierung auf­fordert, sofort zugunsten dergeknechteten polni­schen Juden" zu intervenieren. Die polnische Re­gierung müsse, so heißt es in der jüdischen Ent­schließung, an die Jnnehaltung des sogenannten kleinen Versailler Vertrages" erinnert werden, der mit den Unterschriften Amerikas, Englands und Frankreichs seinerzeit die Unabhängigkeit Polens begründete. Jetzt habe Polen die in die­sem Vertrag garantierten Rechte der Juden auf das schwerste verletzt.

I-orck Ualikkx beim Näbrer. Usebts: Usicdsanüsnministsr Vreibsrr v. bisnratd. (?r.-Uokkmann.>

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). v. v. B r e m e n, 21. November.

Der Verlauf des viel erörterten und zu Unrecht von einem Teil der Aussandspresse zur Sensation gemachten Besuchs Lord Halisax'beimFührer hat, wenn man dem einstimmigen Urteil der englischen Presse vertrauen darf, in England allge­mein Befriedigung ausgelöst. Und wenn die englische Presse bereits verlauten , läßt, daß die zweistündige, ganz zwanglose Aussprache die Voraussetzung zu weiteren deutsch-eng­lischen Besprechungen schuf, daß also sogar möglicherweise nunmehr der offizielle Be­such eines britischen Staatsmannes in Deutschland in Aussicht steht, so wollen auch , wir uns in Deutschland freuen, wenn solch ein Besuch recht bald verwirklicht werden kann und dazu feststellen, daß alles, was im Sinne des europäischen Friedens zur gegenseitigen Annäherung der Achse Berlin- Rom mit England beizutragen vermag, der ungeteilten Zustimmung des deutschen Vol­kes gewiß ist. Da nach der amtlichen Mit­teilung zwischen dem Führer und Lord Hali­fax alle die deutsch-englischen Angelegen­heiten betreffenden Fragen zur Erörterung kamen, dürfte es in England fortan nicht mehr allzu schwer sein, zu verstehen, daß Deutschland mit seiner Außenpolitik nichts Unrechtes erstrebt, und daß das, was es will, Europa ebenso dienlich als Deutschland zu sein vermag. Kann doch dann endlich er­stehen, was alle europäischen Staaten sich so sehr ersehnen ohne allerdings es immer redlich erstrebt zu haben nämlich: ein unerschütterlich gefestigter Frieden un­seres Erdteils.

So mögen denn die Beziehungen zwischen Deutschland und England dort wieder ange­knüpft werden, wo sie im Sommer ds. Is. kurz vor dem beabsichtigten Besuch des deutschen Außenministers von Neurath in England ein sowjetspanischer Torpedoschuß gewissenlos zerriß. Damals vermeinte Eng­land, sich nicht dazu verstehen zu können, den Ntchteinmischungs-Ausschuß zu einer demonstrativen Geste gegenüber den sowjet- spanischen Piraten zu veranlassen; damals hielt man es in London nicht für tunlich, den sowjetspanischen Machthabern entgegen­zutreten; aber heute hat England erkannt, daß General Franco und nicht sowjetspani- sches Untermenschentum die maßgebende Kraft der Pyrenäen-Halbinsel ausmacht und wir stellen mit Genugtuung dieses Fort­schreiten der richtigen Erkenntnis der spa­nischen Verhältnisse in England fest, zumal wir auch sehen, daß man sich sonst noch in London bemüht, dem politischen Wollen und. den politischen Zielen Deutschlands Ver-' ständnis abzugewinnen.

*

'Es war eine recht wohlklingende Begleit­musik zu Lord Halifax' Besuch, was sich von London her in der außenpolitischen Aus­

sprache des englischen Oberhauses über Deutschland im allgemeinen und über die Kolonialfrage im besonderen ver­nehmen ließ. Gern verzeichnen wir den Eindruck, wonach wenn wir richtig ge­hört haben zumindest im Hause der Lords die Neigung besteht, Deutschland Ge­rechtigkeit widerfahren zu lassen. Und wir wünschen nur, daß die Erkenntnisse, die im Oberhaus ihren Ausdruck fanden, besonders, was die Kolonialfrage betrifft, auch im eng- lichen Unterhaus sich durchsetzen möchten. Wenn man schon im Oberhaus begreift, daß es eine grundfalsche Ideologie ist, zu glau­ben, Nationalsozialismus müsse von Demo­kratie bekämpft werden, sollte män dies endlich auch einmal im Unterhaus verstehen lernen, und nicht nur im Unterhaus, sdndern überall dort, wo diese falsche Ideologie von Demokraten gepflegt und angebetet wird. Wenn man nämlich aus USA. verneh­men muß, daß, wie das angesehene und meist gut unterrichtete amerikanische Blatt Washington Post" behauptet, der nunmehr in einen Brennpunkt wirtschaftlichen Welt­interesses getretene Plan eines eng­lisch - amerikanischen Handelspaktes den Charakter eines Gegenstücks zurAlli­anz zwischen Deutschland, Italien und Ja­pan" tragen solle, und daß der Pakt auch gleichzeitig eine Antwort auf den brasilia­nischen Schritt zur Errichtung eines faschi­stischen Staatswesens in Südamerika sein würde, so muß man schon fragen, woher das Blatt die Stirn nimmt, so zu tun. als sei das Antikomintern-Abkommen gegen USA. oder etwa gegen England gerichtet und als sei der Schritt Brasiliens zur autoritären Staatsform eine Herausforderung der Vereinigten Staaten, ja, am Ende sogar noch von Deutschland und Italien insze­niert? Sieht es hierbei nicht gerade so aus, als ob tatsächlich wiederum die oben bezeich­nete Ideologie Orgien feiern möchte, indem einfachantikomintern" gleichantidemo­kratisch" gesetzt wird und somit sofort demo­kratische Kräfte sich feindlich einstellen, wo immer die Abwehr gegen den Bolschewismus in Erscheinung tritt?

Bolschewismüs ist das brauchen wir nicht noch einmal zu erklären und zu be­gründen gleichzusetzen mit dem Stre­ben des Judentums nach der Weltherrschaft. Wenn sich nun eine gewisse Art von Demokratie regelmäßig vor den Bolschewismus stellt, wo diesem in sei­nem Streben, die Welt in Brand zu setzen, ein Gegner erwächst, so m u ß das geradezu zur Annahme führen, daß solche Art von De­mokratie, die sich auf Gedeih und Verderb mit dem Bolschewismus verbunden fühlt, eben gleichfalls der Wurzel des Bolschewis­mus entsprungen ist, nämlich dem Herr­schaftsstreben des Weltjudentums. Wir Deutschen wissen genau Bescheid über jene Art von Demokratie, die identisch ist mit dem