Ausgabe 
(20.11.1937) Nr. 319
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parteiamtliche Tageszeitung

TlarstriksttenblaN der Deutschen flrbeitsftont Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsdlntt des Senats der jreien kjansestadt vremen

Das amtliche verkündungsblatt des IWchsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzcigen-Grundpreise.: Die 22-mm-steile im Anzeigenteil l2 4V, die 70-mw-Aeils im Tertteil 75 Rpf. Ermäßigte Grundpreise linr kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie Bedingungen Preis­

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Nr. 51 S / ?. Ztchrgang

Sonnabend, 20 . November 1 SZ?

kinzelpreis 15 Npf.

stussprache des fülirers mit tord dalifar

ls vernMse! io ausseklieüt.

llnssr lagesspivgsl

Die Japaner habe» Tschangtschu genommen. Ein Taifun richtete erneut auf den Phi­lippinen schwere Schaden an.

In Paris mutzte für die Ministeriumwache Schießbefehl erlassen werden.

Der ungarische Ministerpräsident und sein Außenminister treffen morgen in Berlin ein. Der Führer empfing aus dem Obersalzberg Lord Halifax.

Auf Sonthofen sprachen Hühnlein, v. Schirach, Darrö und Kerrl.

Generaloberst Göring übergab der Luftwaffe SO Fahnen.

Die Führertagung der SA.-Gruppe Nordsee begann.

Im Gau Weser-Ems wurde das erste Lei­stungsabzeichen für Berufserziehung ver­liehen.

Aus der Bremer Getreideverkehrsanlage wurde ein Rekord im schnellen Umschlag erzielt.

Gegen den Wettbewerb ausländischer Nord- seehäfen tritt ein neuer Ausnahmetaris in Kraft.

Der Reichsnährstand hat Mastverträge für 1 Million Schweine abgeschlossen.

Der englische Rekordfahrer Eyston fuhr mit einem Ueberrennwagen eine Höchstgeschwin­digkeit von 518 Kilometer.

Nttel

Probleme, die beide Staaten interesiieren"

vestchligung

der Münchener parteibauken Obersalzberg,. November.

Der Führer und Reichskanzler empfing gestern auf dem Obersalzberg im Beisein des Reichsministers des Auswärtigen den Lordpräsidenten des englischen Staatsrates, Viscount Halifax, zu einer längeren Aus­sprache über die Deutschland und Großbri­tannien interessierenden Probleme der inter­nationalen Politik.

Nach seinem Besuch auf dem Odersalzberg be­gab sich Lord Halifax im Sonderzug mit dem

Reichsautzenministex Freiherr« von Neurath nach München. Hier besichtigte Lord Halifax die Bauten der Partei, nämlich das Braune Haus, den Führerbau und das Verwaltungsgebäude auf dem Königlichen Platz, nachdem er vorher kurz an den Ehrentempeln verweilt hatte. Um 22.20 Uhr verließ Lord Halifax mit dem fahr­planmäßigen Zug München wieder, um die Reise nach Berlin anzutreten.

London, 20. November.

Die Schlagzeilen der Londoner Presse beziehen sich fast ausnahmslos auf den Besuch des Lord Halifax' Leim Führer. Die Korrespondenten be­richten eingehend über die Reise des Lords in Begleitung des Reichsaußenministers nach Berch- tesgaden und schildern teilweise in Reportagen das Haus Wachenfeld und seine herrliche Um­gebung.

Soweit politische Betrachtungen mit dem Empfang Lord Halifax' beim Führer verknüpft werden, sind diese äußerst zurückhaltend. Mehrere Blätter berufen sich auf den Wunsch der eng­lischen Regierung, das deutsch-englische Gespräch nicht durch Kombinationen und sonstige Mut­maßungen zu stören. Aehnlich wie in den letzten Tagen wird dagegen in der englischen Presse der Hoffnung auf einen erfolgreichen Meinungsaus­tausch Ausdruck gegeben; ferner werden die viel­leicht außerordentlich bedeutsamen Zukunftsmög­lichkeiten dieser Fühlungnahme hervorgehoben. Sie könnten sich für.die ganze Welt segensreich auswirken, schreibt z. V.Evening Standard". Das Blatt weist zugleich auf die Stärke Englands hin und meint, daß England gerade wegen sei­ner Stärke eine erfolgreiche Friedenspolitik füh­ren könne.

Abwehr aller kirchlichen klnmlschung

Vor vierte flrbeitstag auf Sontftofen flnsprachen IMnleins, v. Schirachs, VarrLs und Kerrls

Parteiprogramm als Schriftkunstblatt

Berlin, 20. November.

Jeder Parteigenosse besitzt im Parteibuch der NLDAP. den Wortlaut des Parteiprogramms als des Lebemsgrundgfetzes des nationalsoziali­stischen Deutschlands. Seine durch nichts zu erschüt­ternden Eruüdsätze und Forderungen bestimmen die Aufgaben der Volks- und Staatsführungund werden mit jeder nationalsozialistischen Maß­nahme der Verwirklichung näher gebracht. Nicht ^allein es zu erkennen ist wichtig, nach ihm zu ^ lebey und zu handeln ist ausschlaggebend.

Der Gedanke, den deutschen Volksgenossen immer wieder auf die Forderungen der NSDÄP. hinzulenken, hat das Kulturamt der Reichsjugendführung bewogen, ein Kunstblatt herauszugeben, das den Wortlaut, des Parteiprogramms enthält und in Dienst­stellen, öffentlichen Gebäuden und Eemeinschafts- räumen nicht als beliebiger Schmuck, sondern als lebendig wirksame Mahnung Platz finden soll. Das Original, von dem Offenbacher Schriftkünst­ler Hans Kühne auf Kalbfellpergament ge­schrieben, wird in handgeschmiedetem Stahlrah­men dem Führer übermittelt, währen die Repro­duktionen der ausgezeichneten graphischen Arbeit, durch den Vertag Karl und Alfred Walker, Stuttgart, hergestellt, in zwei verschiedenen Gro­ßen (104 mal 88,4 und 78 S mal 67 Zentimeter), in Natüreiche gerahmt, Herausgebracht werden.

Velriebsappell im Neichsforstamt

Berlin, 20. November.

Im Anschluß an seine Amtsübernahme im Reichsforstamt hielt Generalforstmeister Staats­sekretär Alpers gestern den ersten Betmebsappell ab. Nur bei unerschütterlicher Geschlossenheit der Gefolgschaft unter dem Leistungsprinzip, tteuer deutscher Kameradschaft mit preußischem «olda- tentum gepaart, voller Einsatzbereitschaft jedes einzelnen als unentwegten Gefolgsmannes Adolf Hitlers und des Neichsforstmeisters Hermann Göring, so betonte Eeneralforstmeister Alpers in seiner Rede vor der Gefolgschaft, konnten die großen Aufgaben erfüllt werden die gerade dem Reichsforstamt jetzt und in den kommenden Iah- ren im Aufbau des neuen Deutschlands gestellt seien.

ragung des flmlesSchönster» der fiedelt"

Hamburg, 20. November. Das ReichsamtSchönheit der Arbeit" in der Deutschen Arbeitsfront hatte die Vertrauens­und Werkarchitekten aus den Gauen schleswig- Holstein. Hamburg. Ost-Hannover. Weser- Ems, Mecklenburg, Pommern und Ostpreußen nach Hamburg zu einer Arbeitstagung zusammen­gerufen. Der stellvertretende Leiter des Reichs­amtes, Dipl.-2ng. Steinwarz, zeigte in eurem Lichtbildervortrag die Erfolge aus, dre in den letzten Jahren bereits hinsichtlich der Verschöne­rung der Arbeitsplätze erzielt worden sind. Einen außerordentlich anschaulichen Vortrag hielt so­dann Dipl.-2ng. Stolper (Berlin) über das ThemaDie Einschaltung der Vertrauensarchi tekten in die Saalverbesserungsaktron auf dem Lande" Gemeinsam mit dem AmtFeierabend sollten auf dem Lande vorbildliche Versammlung^ stätten geschaffen werden, eine Arbeit, die sich aus lange Sicht erstrecken würde.

Spanische Jpgendsüstrecinnen bei Vr. Soebbels

Berlin, 20. November.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing gestern sechs spanische Jugendführerinnen. die von Gene- rat Franco mit der Organisation der Mädel- arbeit in Nationalspamen beauftragt worden sind und seit Anfang September d. I. zum Stu- dium der nationalsozialistischen Jugendarbeit in Deutschland weilen.

Sonthofen, 20. November.

Den Auftakt am vierten Vortragstag auf der Ordensburg Sonthofen bildete eine mit starker Zustimmung aufgenommene Rede des Korpsfüh- rers HLHnlern. Er wandte sich sehr deutlich gegen eine Auffassung, daß das NSKK. nur als eine technische Formation angesehen werden könnte. Ueberall ginge das Korps als politische Kampftruppe an die Probleme und Forderungen der Motorisierung und der gleichzeitig von ihm verkörperten Weltanschauung, so daß seine Lei­stungen stets eine Mehrung der Stärke der Par­tei bedeuteten. Bei seiner motorischen Jugend­ertüchtigung, die in planmäßiger Zusammen­arbeit mit der H i t l e r - Im g e nd in letzter Zeit hunderttausend Jungen der Motor-HJ. zwi­schen 16 und 17 Jahren eine gründliche Ausbil­dung und Schulung erteilt habe, verfolge das Korps das Ziel, jedem Jungen, der sich zum Motor hingezogen fühle, eine motorsportliche technische und handwerkliche Ausbildung zu über­mitteln. Als der Korpsführer den Kraftfahrsport behandelte, wies er darauf hin, daß das Motor­

sportprogramm des kommenden Jahres noch häufiger deutsche Vertretungen ins Ausland schicken werde. Im Verkehrserziehungs­dienst stünden heute bereits 14 000 Mann, die ehrenamtlich zum Wohl und zur Sicherung aller Verkehrsteilnehmer eintreten.

Den zweiten Vortrag hielt der Roichsjugend- führer. Baldurvon Schirach sprach über die Beziehungen der Jugend des Dritten Reiches zu den Jugendorganisationen der uns umgebenNen Welt. Die Tatsache, daß zahlreiche Gruppen der Hitlerjugend Gäste des Auslandes gewesen sind, könne als Beweis für die herzliche Zusammen­arbeit mit der Jugend vieler Völker geweitet werden. Aus einer anfangs verwehrten Gleich­berechtigung der HJ. in der internationalen Ju­gendarbeit werde heute im Gegensatz hierzu die nationalsozialistische Jugendbewegung in der ganzen Welt wegen ihrer umfassenden Organi­sation, ihres bedeutungsvollen Wirkens und ihrer sportlichen Tätigkeit wegen anerkannt und geachtet.

Valdur von Schirach wies besonders aus das beherzte Anpacken des deutsch-französischen Problems hin, das durch den Kontakt und die Ini­tiative der Jugend eine nicht unwesentliche Ent­spannung der politischen Atmosphäre mit sich gebracht hätte. Unter Hinweis aus die Bau­tätigkeit der Hitlerjugend erklärte der Reichs- jugendsllhrer, daß in den deutschen Jugend­herbergen mehr Jugendliche übernachten als in allen Jugendherbergen der Welt zusammen.

Reichsleiter DarrS kennzeichnete die frühere falsche Agrarpolitik, die trotz günstiger Eegeoen- heiten versagt habe und im Kriege zu den schwer­sten Schädigungen der Volkskraft führte. Die Fehler von damals müssen uns heute immer eine deutliche Lehre sein. betonte Reichsleiter Darrs und entwickelte die Maßnahmen und Erfordernisse für die Sicherung der Ernährung, an deren Durch­führung und Erfolg die Partei und ihr politisches Führerkorps entscheidend beteiligt sind. Anschlie­ßend gab der Redner eine überzeugende Uebersicht aus der geleisteten Jahresarbeit, die Klarheit und Zielstrebigkeit des eingeschlagenen Weges erkennen ließ.

Obwohl die Voraussetzungen nicht günstig ge­wesen seien, hätte die Getreideernte das Ergebnis des Vorjahres wieder erreicht. Es sei abermals gelungen, die Eetreideversorgung sicherzustellen. Durch die Entziehung des Brotgetreides von der Verfiitterung sei darüber hinaus eine Erhöhung allein der Roggenbelieferung um 400 000 Tonnen erreicht worden.

Die diesjährige Kartoffelrekordernte beweise, daß der Bauer mit Verständnis der Pa­role der Mehrerzeugung gefolgt sei, verlange andererseits aber auch in gleichem Maße, daß der Verbraucher diese Kartoffelmehrerzeugung mit einem Mehrverbrauch beantworte.

Gerade für die Frauen läge hier eine hoch- verpflichtende Aufgabe. Auch der Kamps gegen den Verderb müsse mit noch mehr Verständnis und orößcrer Entschiedenheit von allen Volks­genossen geführt werden, um gerade die Brot- versorgung sichern zu helfen.

llebergchend auf die Erörterung der Lenkung und der Anforderungen der Fleischvevsorgung macht- Reichsleiter Darre die Feststellung/ daß 6 v. H des Verbrauchs heute allein in Schweine- lle!;ch bestünde. Diese Tatsache erhelle nachdrück­lich die entscheidende Bedeutung der Ver­blau ch s l e n k u n g, der allein es zu danken sei, daß bis beute alle Komplikationen überwunden werden konnten.

Als letzter Redner sprach SA.-OLergruppen- führer Reichsminister Kerrl zur Kirchenfrage. Nach Entwicklung der philosophischen Grundlage von Weltanschauung und Religion ging der Red ner unter Behandlung der in diesem Zusammen­hang wichtigen Judenfrage auf die Probleme des Tages ein. Er schilderte hierbei die Kirche vergangener Zeiten, wie sie die Bekenntnisse lediglich dazu benutzte, sie politischen Zwecken dienstbar zu machen.

Unter Hinweis auf das Parteiprogramm stellte Reichsministcr Kerrl bei lebhaftester Zu stimmung aller Kreis- und Eauamtsleiter aus drücklich die in jeder Beziehung notwendige und gewahrte Freiheit für alle religiösen Bekennt Nisse in Deutschland fest. Man werde es aber ebenso entschieden von den verantwortlichen Stellen mit allen Mitteln zu unterbinden wissen, daß sich auch noch künftig die Kirche in Dinge einmischt, die sie nichts angehen.

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äis aas krviviliigsn Hslksru uuä Soldaten dos.übt, bot Einer Llarwüdung. Im Vordergrund stiz moderner Hörapparat. (krssss-IIoömann.)

18000 ftrbelter brotlos

Das Werk kommunistischer Strcikhetzer in USA Nswqork, 20. November. Die Fishcrbodq-Werke in Pont'ac in Mlchiga sowie die Eisengießerei der Cadillac-Werke in Detroit, die beide General-Motors gehören, sind von etwa 500 Kommunisten besetzt worden Dir Kommunisten -mangen. die Werklcitung zur Still- legung des gesamten Betriebes, wodurch etwa 18 000 Arbeiter brotlos gemacht wurde«.

Sie Neise nach Moskau

Pläne des französischen Außenministers

(Von unserem ständigen Lsrissr ^litarbsttsr)) Paris, 20. November.

Es war kein Zufall, daß die Reisepläne des Kanzystschen Außenministers Delbos gerade wäh­rend der Deutschlandfahrt des Duce das Licht der Welt erblickten und kurz nach den römischen Vereinbarungen über die Abwehr gegen den Bolschewismus aus der Taufe gehoben wurden. Gewiß, die Freunde des Ministers hatten ihm schon mehrfach nahegelegt, Frankreich dürfe bei der allgemeinen diplomatischen Aktivität nicht ins Hintertreffen geraten, und eine besondere Aktion zu dem Versuch einer Neubefestigung des französischen Bündnisringes im Südosten war seit langem fällig. Aber ihren eigentlichen In­halt erhielten diese Pläne erst durch den Aus­bau der Achse BerlinRom, durch das Hilfe­geschrei derVolksfront" für die angeblich be­drohte Tschechoslowakei sowie durch die Ansicht Moskaus, im Interesse des Ansehens der fran- zösisch-sowjetrussischen Zusammenarbeit und zum Ausbau des Sowjetpaktes sei eine Ausdehnung der beabsichtigten Reise bis nach Moskau geboten.

Die seltsame Entwicklung des ins Auge gefaß­ten erweiterten Projektes der Delbos-Reisen darf als bekannt vorausgesetzt werden: allmähliche Vorbereitung der Öffentlichkeit durch ankündi­gende Notizen, daß neben den Besuchen bei der Kleinen Entente und bei Polenandere" Reisen geplant seien; Bezeichnung von Warschau und Wien, Athen und Ankara als nächstfolgende Aus­flugsziele; schließlich, noch einen Schritt weiter, Einbeziehung Skandinaviens, von wo aus man ja so leicht weiter ostwärts eilen kann. . . Zwi­schendurch indiskrete kommunistische Forderungen mit offener Nennung Moskaus; halbe Zusage, die Reise.noch im laufenden Jahr zu absolvieren; Verschiebung bis Beginn 1938, weil eine längere Vorbereitung nicht nur einiger Verbündeter, sondern auch der eigenen Öffentlichkeit ratsam erschien. Hier liegt der interessanteste Punkt die­ser Reise, von der Doriot in derLiberte" schrieb:Die Reise nach Moskau würde endgültig eine der wenigen Friedensaussichten kompromit­tieren, die noch vorhanden sind."

Es hat eine Zeit gegeben, in der Reisen nach Moskau angetreten wurden in der Hoffnung auf eine Wandlung Sowjetrußlands zu einem angeb­lichen Nationalismus hin; diesem Trugbild, das schon vor zehn Jahren verflogen war, erlagen noch vor wenigen Jahren Eden und Laval. Durch die letzte Entwicklung des Sowjetsystems, wie sie sich in der Verbindung zwischen Stalins Schreckensregiment und den Weltbrandstiftungs­plänen Dimitroffs offenbart, sind die Tatsachen derart klar geworden, daß keine Entschuldigung für Mißverständnisse mehr gelten kann. Die Er­kenntnis in der Welt von dem wahren Charakter und dem Ausmaß dieser Gefahr hat inzwischen Fortschritte gemacht, selbst innerhalb des fran­zösischen Volkes, selbst bei den liberalen Klopf­fechtern allerDemokratien", die sich durch die VerwirrungsparolenKeine Zweiteilung Euro­pas" die Köpfe vernebeln ließen.

Die Erfahrungen während des spanischen Bran­des sind nicht spurlos vorübergegangen. In Frankreich hat sich was noch vor einem Jahre unmöglich gewesen wäre die Erkenntnis dessen, was die Kommunisten und der internationale Bolschewismus hierbei bezweckten, mit beachtlicher Schärfe verbreitet. Diese Volksbewegung hat allerdings noch nicht dazu ausgereicht, derVolks­front", dem von Moskau geschaffenen Werkzeug zur Vollstreckung seines Willens, den Boden zu entziehen, weil dem leider innenpolitische Gege­benheiten und die parlamentarisch demokratischen Beharrungsmittel entgegenstanden. Aber sie hat immerhin seit mehr als einem Jahr das Abglei­ten des Landes in verschiedene ihm zugedachte gefährliche Abenteuer verhindert. Sie hat gegen bestimmte Möglichkeiten und Pläne eine Sperre aufgerichtet, die sich bisher als unüberwindlich erwies. Es ist immerhin beachtlich, und die Kom­munisten haben bei den Gemeindewahlen die Wir­kung dieser Propaganda zu spüren bekommen, daß die französische Sektion der Komintern in zahllosen Artikeln, Flugblättern, Reden von Leu­ten, die leider oft genug viel zu deutschfeindlich sind, als daß man ihre Motive mißdeuten könnte, alsPartei des Krieges" angeprangert wird. Es ist eine außerhalb der französischen Grenzen viel­leicht allzu diskret behandelte Tatsache, daß vor einigen Wochen, als tatsächlich mit dem Gedan­ken einer Öffnung der Pyrenäengrenze gfpielt wurde, acht Kabinettsmitglieder namentlich be­schuldigt wurden, durch Unterstützung eines sol­chen Plans Frankreich an den Rand eines Krie­ges gebracht zu haben. Es ist ebenfalls nicht tot- >uichweigen. was eine Reihe von Frontkämpfer- oünden am Waffenstillstandsiag dem französischen Volk in die Ohren geschrien hat:Hüte dich vor ''mein Krieg, der dir unter d-m Pos dacht wird. eine Ideologie, einen : .uud

oder verbündete Parteien zu retten!". Proteste solcher Art haben obwohl sie leider nicht mit entsprechenden positiven Erkenntnissen verbunden