Ausgabe 
(18.11.1937) Nr. 317
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parteiamtliche Tageszeitung

ilachrichtenblaN der Deutschen Arbeitsfront Bremen

flmtsbtatt des Senats der Kceim Hansestadt Bremen

«Ä begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz

N-.-Gauv°rlag Weser-Ems G. m. b. H.. Bremen. G-eren 8-8 / F-rnspr-ch-r: 81121 und 8111L

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. Z 1 ? / 7 . Jahrgang

Vonnerotag, 19 . November 1 S 5 ?

kinzelpreis 15 Npf.

Nechts-Umstur; in frcmkreiH geplant

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Lord Halifax ist i» Berlin eingetroffen.

Der chinesische Staatspräsident ist ans Nan­king geflohen.

2n Frankreich wurde der Plan eines bewaff­neten Rechts-Umsturzes aufgedeckt.

Die «atioualspanische Regiernng dementiert aufs schärfste Lügenmeldungen der Agentur Haoas.

Auf einer Großkundgebung spricht heute abend in den Centralhallen Regierender Bürgermeister, SA.-Eruppenfiihrer Böhmcker. Eine eindrucksvolle Morgenfeier gestaltete der SA.-Sturm k 31/78.

2n" einem WHW.-Spiel in Bremen besiegte Westdeutschlands Fußballelf Norddeutsch­land 2:V.

Gottfried v. Cramm wurde japanischer Ten­nismeister.

Ln den Punktspielen des niedersächsischen Hockeysports ist der Club zur Bahr auch weiter ungeschlagen.

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vettew des wahrer

Berlin 18. November.

Der Führer und Reichskanzler hat dem Prinzeik Ludwig von Hessen seine aufrichtige Anteilnahme an dem tragischen Flugzeugunglücks zum Ausdruck gebracht, durch das fast die gesamte Familie des ehemaligen Erotzherzogs von Hessen den Tod fand. *

Die liebe rWhvung der Leichen nach Deutschland wird voraussichtlich am Donnerstag nachmittag er­folgen. Bis dahin ruchen die Opfer im der Kapelle des Krankenhauses in OsteUde. Dem Transport der Särge in das Krankenhaus wohnt« der deutsche Gesandte bei, der den ganzen Tag über im Ostende weilte.

0er Mette lag auf Sonitrofen

Sonthofe«, 18. Nüvember.

Am zweiten Vortragstag der großen Partei- tagung auf der Ordensburg Sonthofen wurden in vier Reden die Forderungen der Führeraus- bildung im Reichsarbeitsdienst, die Bedeutung der Leibesübungen im Dritten Reich, die Schu­lung als entscheidender Faktor politischer Willens- Lildung sowie Aufbau und Arbeit des NS.- Flieaerkorps behandelt. Umfassende Ausführungen hierfür machten Reichsleiter Hierl, Reichssport­führer von Tschammer und*Osten, der Leiter des Hauptschulungsamtes, stellvertretender Gauleiter Schmidt, und Korpsführer Christiansen. Die Tagungsteilnehmer dankten den Rednern, vor allem dem Leiter des Hauptschulungsamtes, dessen für die Schulunasarbeit der Partei höchst be­deutsame Ausführungen im Mittelpunkt des zweiten Tages standen, durch stürmischen Beifall.

Aufbau des NSsK.

Berlin, 18. November.

Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Dr. Robert Sey und der Korpsführer des NSFK. Generalleutnant Christiansen geben eine Vereinbarung über den Aufbau des National- sozialistischen Fliegerkorps bekannt, in dem die Organisation,- die Personalangelegenherten und die Schulung des NSFK. in engster Zusammen­arbeit mit den zuständigen Stellen der Partei festgelegt wird.

deutsche flrbetterobordnung in Nom

Rom, 18. Nov.

Den 300 deutschen Arbeitern, die ihre Urlaubs­reife auf den KdF.- Schiffen in Neapel unter­brachen, um sich als offizielle Abordnung der Deutschen Arbeiterschaft zur Teilnahme an der Feier des zweiten Jahrestages des Beginns des Genfer Sanktionskrieges nach Rom zu begeben wurde bei ihrem Eintreffen ein be­geisterter Empfang zuteil. Als der Zug in die Bahnhofshalle von Rom einlief, erklangen die Nationalhymnen der beiden Länder, worauf Ab­geordneter Eianetti als Präsident des faschptl- ichen Jndustriearbeiterverbandes die deutschen Gäste willkommen hieß.

k).-sichrer in vadajor

Salamanca, 18. November

Die in Spanien weilenden deutschen Jugend­führer trafen am Dienstagabend in Badajoz ein, wo sie vom Provinzialleiter der Falange begrüßt wurden. Gestern verließen die deutschen Gaste in einem Sonderzug die Stadt, um über Ligabon die Heimreise anzutreten.

Milchner vor der Nückkel^

Dehradun (Britisch-Jndien), 18. November

Der deutsche Forscher und Nationalpreis­träger Filchner, der gerade seine Messungen abge­schlossen und damit sein gesamtes Programm lückenlos durchgeführt hat, rechnet im Laufe des Dezember mit seiner Heimreise. Die Berechnungen und die wissenschaftliche Ausarbeitung der kartographischen Ergebnisse der Expedition werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Schelme oraanlsationen ausgeheckt

Mefige waffenlager

Paris, 18. November Die Pariser Presse berichtet, daß die Polizei des Departements Seine augenblicklich eine große Untersuchung in ganz Frankreich durchführe, die sich gegen eine geheime Rechisorganisation richte, deren Ziel ein gewaltsamer Umsturz der republi­kanischen Einrichtungen gewesen sei. Es handele sich nicht etwa um eine kleine Gruppe aufgehetzter junger Leute, sondern um eine große militärisch organisierte Organisation, der Zehntausend« an­gehören sollen und die bereits seit 18 Monaten einen bewaffneten Handstreich gegen die Regie­rung vorbereitet habe. Das Stillschweigen, das man in polizeilichen und amtlichen Kreisen sürs erste über die Nachforschungen an den Tag lege, scheine den Ernst der Angelegenheit zu beweisen.

Ueber die Bildung und die Ziele dieser Or­ganisation machen die Blätter folgende Angaben: Nach Auflösung der nationalen Bünde hätten sich von diesen Splittergruppen abgelöst. Die stärkste bildeten - frühere Anhänger derAction Franyaise", die von einem angesehenen Ari­stokraten geführt wurden. Diesem sei es gelun­

gen, sämtliche nebeneinander bestehenden Grup­pen zu einer militärähnlichen Organisation zu­sammenzuschließen, die sichgeheime revolutionäre Milizen" nannte.

In drei Punkte« seien sich sämtliche Gruppen einig geworden, und zwar: 1. Eine direkte Altion zur Schaffung einer faschistischen Regierung aus völkischer Grundlage; 2. Kampf gegen den Kom­munismus; 3. Kamps gegen das Judentum. Des weiteren habe sich diese Organisation gegen de la Rocque und seine französische Sozialpartei zu­sammengefunden.

Durch Zufall sei die Polizei in Dieppe einem früheren Feuerkreuzler aus die Spur gekommen, der Waffenlieferungsaufträge für eine Rechts­organisation ausgeführt habe. Der Mann habe anfangs behauptet, diese Aufträge vom Kriegs­ministerium erhalten zu haben. Eine telefonische Rückfrage habe jedoch seine Aussage, als unrichtig erwiesen. Bei einer Haussuchung vorgefundene Schriftstücke gaben der Polizei Fingerzeige, die nach Paris führten. Es wurde dann in dem Pariser Vorort Rueil eine Villa entdeckt, die unterirdische Verstecke enthielt, sowie Waffen- und Munitionskammer«. Weiter entdeckte man im

Zentrum von Paris eine Garage, die durch Be­tonmauern bie Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gelenkt hatte; sie gehörte einem Mitglied einer bekannten Rechtsorganisation namens Robert de la Motte-Saint Pierre. Der Waffen- aufkäufer in Dieppe, ein Arbeiter, der die Auf­träge aussührte, sowie Motte-Saint Pierre seien am Dienstagnachmittag eingehend von der Polizei verhört und dann ins Polizeigefängnis eingeliefert worden.

Das radikalsozialeOeuvre" glaubt zu wissen, daß die Polizei^ am Dienstagabend in der Nähe des Bors de Boulogne ein großes Waffen-, Munitions- und Sprengstofslager gesunden habe. Das Blatt behauptet, die Nachforschungen würden binnen kurzer Zeit sensationelle Enthüllungen bringe».

Der französische Innenminister Dormoy hat eine Abordnung der Volksfront empfangen, die den Minister auf die angebliche Bildung einer judenseindlichen Vereinigung und aufrassische Machenschaften in Frankreich" aufmerksam machte. Nach demPopulaire" soll Dormoy der Ab­ordnung befriedigende Versicherungen abgegeben haben.

tord halifak In verlln eingetroffen

Vefuch der JagSausfleUung / rimes:freundschaftliche jUmosplwre wiedertiergestellt"

Berlin, 18. November

Der englische Lordpräfident Halifax traf gestern srüh mit dem Nordexpreß um 8.13 Uhp in Berlin ein. Zu seiner Begrüßung hatten sich aus dem Bahnhof Friedrichstrabe der englische Botschafter Sir Neville Henderson und der Chef des Proto­kolls Gesandter von Biilow-Schwante eingesunde».

Am Nachmittag stattete Lord Halifax der interntiouwlen Jagdausstellung seinen ersten Be­such in Begleitung von Botschafter Sir Neville Henderson ab. Vor der Ehrenhalle wurde der Gast von Oberstjägermeistet Scherping und dem Aufbauleiter her Ausstellung, Jägermeister Löben- berg, im Auftrag des Reichsjägermeisters begrüßt. Bei seinem Rundgang wurde Lord Halifax von den zahlreich erschienenen Besuchern herzlich begrüßt. Sein besonderes Interesse fänden die Rekordtrophäen in der Ehrenhalle, die prähisto­

rische Sonderschau in der deutschen Abteilung, die Trophäen des Botschafters Henderson in der Ab­teilung Jugoslawien sowie die internationale Jagdkunstausstellung.

Die Londoner Blätter betonen nochmals, daß es sich lediglich um eine Informationsreise handele. DieTimes" bringt einen Berliner Bericht, in dem es heißt, unter den Diplomaten der beiden, Länder herrsche jetzt ein neues Ver­trauen.

Man habe den Eindruck, daß eine offene und freundschaftliche Atmosphäre wiederhergestellt worden sei und daß der Besuch in sich alle Mög­lichkeiten für eine neue Periode eines besseren Verständnisses zwischen England und Deutschland berge.

Daily Telegraph" schreibt, die britische Regie­rung erwarte keine sofortigen Ergebnisse von dem. Gedankenaustausch zwischen Hitler und Lord

Ilolellsiiiliil-Uei' Dr. Onelibels in üer polig^olien /vvtelliina Her Intel »nilonnie»

Rslestswiuioii-r vr. Goebbels bosnekte äie International,- äex<I-i.».-,><.-»ui>L in ü.-rli» und UM! sied .von Oberstsägsrmeistrs Lcbsrping (neben ibw) die sinx.-lnen dllueste der Leben erklären.

^.nkn.: kresSL-IIokkwarm

Halifax. Halifax werde es aber möglich sein, in offener Weise auf all« Fragen zu antworten, die Hitler ihm stellen könnt». Soweit es Lord Hali­fax betreffe, würden keine Fragen aus der Dis­kussion ausgeschlossen.Daily Herold" betont, es könne keine Rede von einer Abmachung oder etwas Aehnlichem sein. Die große Mehrheit des friedlichen Volkes wünsche heiß den Frieden. Der Friede sei aber nicht möglich ohne eine Verstän­digung mit Deutschland.

Nom auf dem laufenden gehalten

Rom, 18. November.

Zu der Reise von Lord Halifax nach Berlin wird in unterrichteten italienischen Kreisen erklärt, Italien beobachte «ach der klärende« Polemik der letzten Tage den Verlaus der Reise mit lebhaftem Interesse. Gleichzeitig betont man, daß die italienische Regierung von der Reichs­regierung über die Reise auf dem laufenden gehalten werde.

englische fragen

Daily Expreß" über die Kolonialfrage

(Mgsnsr Orabtbsiiöbt, äsiLrsmsr 2sit,nnZ")

London, 18. November

Die englische ZeitungDaily Expreß" bringt eine Darstellung der Kolonialfrage und ihrer Ent­wicklung seit der Kongoakte 1887 und stellt am Schluß folgende Fragen an die Leser:Sollen wir heute auf die deutsche Forderung erklären: Nein, wir geben keinen Quadratzentimeter Kolo- nialboden zurück? Ihr habt die Kolonien im Krieg verloren, und wenn Ihr sie zurückhaben wollt,, dann müßt Ihr einen neuen Krieg machen und sie zurückzuerobern versuchen? Oder sollen wir zu Deutschland sagen: Wenn Ihr eine gemäßigte demokratische Regierung hättet, dann müßten wir die armen Eingeborenen nicht einer tyrannischen Diktatur ausliefern? Sollen wir Berlin einen Kuhhandel anbieten, indem wir sagen: Wenn Deutschland in Europa ein friedlicher Nachbar zu werden verspricht, bekäme es wenigstens einige seiner Kolonien zurück? Oddr sollen wir arg­wöhnen. daß der Tiger mit einigen Brocken Fleisch seinen Appetit um so stärker angereizt fühlt? Sollen wir damit sagen, daß die Rück­gabe der Kolonien Deutschland veranlassen könnte, zu deren Schutz wieder ein großes Flottenwett- rüsten zu beginnen?" Nach diesen Fragen fordert das Blatt seine Leser auf, die Lage klar zu durch- denken, um zu einer klaren Stellungnahme zu kommen.

Wer die Stimmung der Engländer hier auf der Straße ausfindig zu machen versucht, wird bald zu der Ueberzeugung kommen, daß das eng­lische Volk in seiner überwiegenden Mehrzahl überraschenderweise einer Rückgabe der Kolonien an Deutschland positiv gegenübersteht. Meist ist allerdings das Verständnis für die wirtschaftliche Notwendigkeit des Kolonialbesitzes für eine große Jndustrienation zu gering, was z. T. daher rührt, daß die Engländer den Besitz eines großen Ko­lonialreiches schon als etwas Selbstverständliches empfinden, daß sie sich kaum mehr vorstellen können, wie weit ihr Wohlstand und ihre wirt­schaftliche Sorglosigkeit auf der Tatsache des Ko­lonialbesitzes beruht. (Siehe auch Seite 2)

fln versorge«: und Verbraucher!

Von Kustolk ließ,

Keictisminister uncl Ztellvertretcr <tes kwkr«»

Was bedeutete es doch im Januar 1988, einen Staat zu übernehmen, der vor dem Zusammenbruch stand, eine Wirtschaft, die eigentlich längst den Konkurs hätte ansagen müssen, und dann innerhalb kürzester Frist mittels dieses Staates, mittels dieser Wirt­schaft die Gesundung herbeizuführen, Millio­nen wieder in Arbeit zu bringen, eine mo­derne Wehrmacht aufzubauen und zugleich mit diesen gewaltigen Anstrengungen un­serem Volke das Brot zu sichern! Diese Sicherung der Ernährung für das deutsche Volk mußte geschehen durch die Erhöhung der Eigenerzeugung ay Lebensmitteln. Was trotzdem fehlt, mutz eingeführt werden. Ein­geführt werden müssen jedoch nicht nur Le­bensmittel, sondern ebenso, wie bekannt, eine große Zahl von Rohstoffen, die notwen­dig sind, unsere Industrie in Gang zu halten, die Arbeit von Millionen zu sichern» die Aus­rüstung zu vollenden. Einführen können wir nur Waren im Austausch gegen Waren, die wir selbst erzeugen. Voraussetzung für die­sen Warenaustausch ist wieder, daß das Aus- land auch bereit ist, uns diese Waren abzu­nehmen.

Hier hat sich in den letzten Jahren die große Schwierigkeit, ergeben; Unsere Aus- suhrmöglichkeiten nach der ganzen übrigen Welt sind immer mehr zurückgegangen; teils weil viele Länder, die früher Waren kauften, diese selbst Herstesten, teils weil die Welt­wirtschaft glücklich so weit durcheinanderge- bracht wurde, die Produktion und die Preise teilweise auf derart abweichenden Grund­lagen aufgebaut sind und so hohe Zollmauern errichtet wurden, daß der Austausch von Waren stockt. Gewiß könnten wir viel mehr Waren als augenblicklich absetzen! Denn es wäre ein leichtes, sie mit Hilfe von Valuta­experimenten herauszuschleudern und damit zugleich unser 'Volksvermögen herauszu­schleudern. Wir brauchten nur den Wert unserer Mark so zu senken, daß die auslän­dischen Markbesitzer sie wieder zum Ausver­kaufen Deutschlands verwenden könnten. Das wäre aber ein schöner Export? Er käme einem gewissenlosen Verschenken nationalen Kapitals gleich, mit neuerlicher Verarmung unseres Volkes mittels der Inflation. Aber glaubt vielleicht jemand, daß wir uns macht- mäßig solche Experimente nicht zu leisten vermöchten? Wir könnten um solchen Preis schon Waren absetzen. Doch wir mosten 'weder unsere Sparer betrügen noch unsere heranwachsende Generation ausfleddern, in­dem wir das Nationalvermögen, welches wir ihr zu verwalten haben, leichtfertig vertun.

Wir wollen keine Experimente, keinen Betrug, sondern wir wollen einen in ehr­licher Arbeit, auf solider Grundlage und in guten kaufmännischen Sitten sich vollziehen­den Warenhandel. Dazu brauchen wir na­türlich und selbstverständlich Absatzmärkte. Aber Absatzmärkte, die wir im Krieg ver­loren, können wir nicht mehr zurückerobern, weil andere Staaten sie nun besitzen und sie nicht mehr hergeben. Daher reicht Unsere Ausfuhr zur Zeit nicht aus, um alles, was wir benötigen, einzuführen.

Wir wissen, daß obendrein in den vergan­genen Jahren die Juden in aller Welt am Werke waren, durch Boykotthetze und der­gleichen unsere Ausfuhr weiter zu drosseln. Eine Zeitlang hatten sie Teilerfolge mit Hilfe ihrer Rasfegenossen in den Waren- zentralen der liberalistischen Länder. Heute ist ihr Bemühen bereits vergeblich; der Ver­such, ein großes, arbeitsames Volk durch Aushungern zur Kapitulation zu bringen, ist gescheitert! Und die Herren da draußen sollen es sich gesagt sein lassen: auch alle weiteren Versuche werden scheitern! Ihr werdet uns nicht niederzwingen! Das Volk Adolf Hitlers weiß, worum es geht! Es nimmt es auf sich, wenn nötig, sich da­zwischen etwas einzuschränken kapitu­lieren wird es nicht! Und niemand glaube, daß, wenn der wirtschaftliche Kampf gegen unser Volk fehlschlug. Deutschland etwa durch Waffengewalt überwältigt werden könnte, vielleicht durch das Inmarschseßen des sowjetrussischen Militarismus. Wir haben vorgesorgt!

Wir sind bereit, auch künftig, wenn not­wendig. mal etwas weniger Fett, etwas weniger Schweinefleisch, ein paar Eier weniger M verzehren, weil wir wissen, daß dieses kleine Opfer ein Opfer bedeutet auf dem Altar der Freiheit unseres Volkes. Wir wissen, daß die Devisen, die wir dadurch sparen, der Aufrüstung zugute kommen. Auch heute noch gilt die Parole:Kanonen statt