s-ll
.°nch»3j.
eren
^tennis
S-?s
-L"LN
m Einzel der
«8. Nsi -»KL?N
' Kollo«
--ätze. Da/ von Beck» >.
ch HeaS"
den BDE.«/ wen. Auch
» ko* cn_.^.,.
d» N-ustÄllr
n, und der lediglich
--»-UNI da?^!
chwachb. -. a , °nnten lediM Ä > Gegnern, g«T§s Widerstand
^schlagen. Die
LNE
"Z 5 Z-
Herren-V-ML Nj »pfl.). HeineU^
'S S
ik R°t-E Bauschule Hamb«,/ Sonnabend, U. K:
fL-K'ss,
chSnebecker ,,
",lvhd 2 — Zch^K
'tut MartiniUch^
rdam im T«M i
„Haniburg kj ischen den Klipp«,, -tragen, den di- ich kür fich entscheid,^' ie wird in diek ii r S,igelt - " iabrovits,
Zs
anislamps
stowakei
3,
Linlauss-stti
, Regine. WW'ß
«,V«M
LsW
L
MlDZß
MM
N-Us, SÄ-^'L,! !
pLäK
siswett- »2:1°. S" ^
Snnrinig- ,b°r. l-ig,?« - kS- "
n,
--s° O, SW^,
sZtt- MilM
: -i'L"p
. Renne»! tz L w
! Perielli"N> , .
z Mänlein. n?>!
li,s-'
-l iÄ
Liinperm. °ss'k. s W-lk-nslng, lW-rMi A ^ PO 24 , L',«l-> Christ-, ja. ^
Nußknacker,
", ck-ch
Freiherr, ^^
-S. Tarn--
er?!^.'"^
isiagen:
,30 U'
Ugan^'M^
iirun.
^»ria?^
r°'K-nr
lausten Vremens
parteiamtliche Tageszeitung
Nachnchienblatt der Deutschen flrbeitssrant Vremen
der National
Amtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Bremen
Mchl^7 60 ^ßö^eiMnosk?^ ^^^»-'nschllZustellgeb.: Postbezugspreis monatl, 2.38 Postscheck-Hambura I7L72 Zuzugl, 42 3^2 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar,
NZ Gauv»^« W?^ begründen keinen Anspruch aufErstattung odel Ersah,
^ «auoeriag W-s-r-Ems G. in. b. H., Bremen, Geeren k-8 / Fernsprecher: 54t 21 und 811 15.
Nr. 515 / ?. Jahrgang
Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatttzalters in Oldenburg und Vremen
Menstag, 16. November 195?
Anzeigen-Grundpreise: Tic ZZ-mm-Zeile im Anzeigenteil l 2 ^-/. die 70 -mm--^eile im Tertteil 75 Rps. Ermäßigte Grundpreise liür kleine Familien 'Anzeigen u n.) sowie sonstige Bedingungen Prers» liste ti (Nuchlnßstniiel Oi Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr- Annichmeschlich 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr. Schriitleitung Dienstag und Freitag l 2 l/, l 3 >/, Uhr.
kinzelpreis 15 Npf.
Lord ftalifar tritt heute seine keile an
eegenseitlgkeltsgeschäste kommen nicht In frage
freundschaftliche Aussprache
(ÜIASII«! Ors-llbbsriolit äsr „Lrsmsr 2sibu,iig") London, 16. November.
. Nach Meldungen Londoner Blätter wird Lord Halifax heute nachmittag um 2 Uhr London verlassen, um sich nach Berlin zu begeben. Sein Aufenthalt in Berlin wird auf vier bis fünf Tags berechnet. Die scharfe Zurückweisung der Lügen- kampagne gewisser englischer Blätter durch die
NN0N
traße
Meier-Kickn
') - 8-l. ..
sungUsieckmmnU-t 8; Frau MM, ' S, Meyer t:L l<
: Damm wir ich tut während die ÄMl is überlegen w ler m best
t-krgebnislt
lk!g, Dk-Htin« l>> ,
- (W, W-W:
3. Einlausswitt!
— 2, Rom«: s l-i gr-si-: 3, r,tilu>,^ Einlausswiii! M> .e, Barpn S, Em>3.
- 3. Renne»: 1,
!. Lniensweit, A>
,er 'liefen: ?-»», » »nd-r lH, P Wbsil- 17, 14,
arte, SBi-h, W- litzs Dncko lW,
Int, 111, Pl, »,,L s : Eralsboti», llnO- n: 1, Stall W»-,r itel. Tot, St, A i liefen: WM-N-,^ in-tln-lin, - 1,
° /inlauss-i-8-M i, Rennen: 1, Ws, mann): 2, B»«>- Einl°nis»-ch BaNIln,
rrs«.,(lL,
Sl, 1», kS,
Serenade, 3 u>!t. ^
Onssr lagesspssgsl
Die Fernost-Konserenz hat sich abermals vertagt.
Lord Halifax tritt heute seine Reise an. Wegen Verbreitung von Lügen über die Maul- und Klauenseuche in Deutschland wurde der Berliner Havas-Vertreter aus dem Reiche gewiesen.
Die Strohmänner Barmats entpuppten sich als mehrfach vorbestrafte Subjekte.
Die Arbeitstagung des Führerkorps der NSDAP. 'aus Burg Sonthofen nimmt heute ihren Ansang.
Die deutsche Ein- und Ausfuhr hat während der ersten neun Monate des Jahres 1837 beträchtlich zugenommen.
Die Ueberwachnngsstelle für Mineralöle fordert, dah Kraftfahrzeughalter gebrauchte Schmieröle abliefern!
Die Argo-Reederei stellt heute einen Neubau in Dienst.
Eine Arbeitstagung für den Salzheringsverbrauch vereinte ma'ggebliche Vertreter aus 8 Gauen in Bremen.
Im Polizeihaus fand in Anwesenheit unseres Gauleiters zu Ehren des scheidenden Kommandeurs Dr. Lankenau ein Kamcrad- schaftsabenö statt.
In Bremen stellte sich eine luxemburgische Boxstaffel vor.
Nationalsozialistische Parteikorrespondenz hat in London ernüchternd gewirkt. Einige Blätter verzeichnen sie ausführlich. Nur „Evening Standard", der am Sonnabend die stärksten Lügen über die Halifax-Reise aufgetischt hatte spielt jetzt den Beleidigten und beschwert sich über die „heftige Sprache der deutschen Presse",
Nach „Daily Telegraph" hat Lord Halifax für seinen Berliner Besuch den Auftrag, in osfener
und sreundschastlicher Weise die verschiedenen Probleme der deutsch-englischen Beziehungen zu erörtern, den deutschen Standpunkt in Erfahrung zu bringen und die englische Ausfassung zu erläutern. Das Blatt weist die Behauptung energisch zurück, datz der Besuch einem politischen Kuhhandel diene, denn dazu habe Lord Halifax keinerlei Vollmacht.
Ob Lord Halifax später auch nach Rom reisen werde, stehe noch nicht fest, da diese Frage durch den Gang der Dinge in Spanien beeinflußt werde.
„Times" schreibt, die verschiedenen Vermutungen der englischen Presse über Beratungen zwischen Halifax und dem Führer fänden überhaupt keine Bestätigung in zuständigen politischen Kreisen. Wie im Unterhaus von Sir John Simon betont worden sei, handele es sich »m eine völlig private und inoffizielle Reise. Jede Idee eines Zusammentreffens zwischen dem Führer und Lord Halifax, wobei jeder eine ausgearbeitete Liste von Fragen oder Vorschlägen für einen deutsch-englischen Handel vorbringen würde, sei der britischen
I-oiü Ilalikux, .
äsr Lräsicksut äss sugliscbsv Ltustsratss, cksr iu eiuiZsn Dagsu vom !?ülirsr smpkangsu n-se äsn virä. , (l?rssss-IlotkwLnu)
Regierung fremd. Das Zusammentreffen solle der Anfang einer rein untersuchenden Ausgabe sein, und zwar darüber, wo und wie man britische und deutsche Bestrebungen in Einklang bringen könnte.
„Evenina News" schreibt, es sei keine Rede davon, daß Lord Halifax etwa nach Berlin reisen solle, um mit Adolf Hitler ein „Eegenseitigkeits- geschäft" abzuschließen zu suchen. Vielmehr sei eine ruhige, inoffizielle und klärende Aussprache zwischen zwei freundschaftlichen, , vernünftigen Staatsmännern zu erwarten.
Zwecklose sranMscke Spekulation
Paris, 16. November.
Nachdem der Besuch Lord Halifax in Berlin endgültig feststeht, konzentriert sich das Interesse der französischen Presse in verstärktem Maße auf dieses Ereignis, Die unmißverständliche Erklärung der Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz zu der LUgenhetze über die angekündigte Unterredung Lord Halifax mit dem Führer spiegelt sich insofern in manchen Blättern, als deren Berliner sich festzustellen bemühen, daß an einer Aenderung der deutschen Haltung gegenüber Italien, dem Antikominternpakt und seinen Kolonialansprllchen nicht zu denken ist. Die Möglichkeit einer Beseitigung der von der NSK. aufgezeigten Störungsherde haben jedoch diejenigen Kreise, denen absolut nichts an einer Entgiftung der Pressediskussionen liegt, stark beunruhigt. Die französische Nachrichtenagentur Havas gibt ihnen neue Nahrung, indem sie über ungünstige Vorzeichen orakelt, unter denen die deutsch-englische Fühlungnahme stehen werde. Um sich das scheinheilige Alibi zu schaffen, werden die unsinnigsten Kombinationen, die immer noch aufgestellt und verbreitet wercen, aus London datiert
-Verständigung mit der sich e ver.in-Nom"
Rom, 16. November.
Die Meldungen über die Deutschland-Reise von Lord Halifax werden auch von den römischen Abendblättern mit lebhaftem Interesse verzeichnet. „Lavoro Faszista" stellt fest, daß der Besuch von Lord Halifax in Berlin die politische Freundschaften Deutschlands nicht erschüttern könne. Der Pariser Korrespondent des Blattes schreibt, die französische Presse solle niemals vergessen, daß man nicht ohne oder gegen Rom nach Berlin und ebenso ohne oder gegen Berlin nach Rom gelangen könne, Chamberlain habe bereits klar zu verstehen gegeben,, daß die Lösung des Friedensproblems nicht in einer Verständigung mit Berlin oder mit Rom, sondern in der Verständigung mit der Achse Berlin—Rom zu suchen sei.
stas Mrerkotps Verstatte! ausvurg Sonthofen
1500 Sauamtsleiter und Kreisleiter osriammelt — Keule beginnt die strdeitstagung
(Ligsosr vratikbsriolli äsr „Srswsr Leitung") I das Morgenrot" wird von dort morgens um sie- ' - ^ < den Uhr erklingen, der „Hohenfricdberger" am
Mittag und am Abend spielt das Glockenspiel Melodien von Bach und Beethoven. Vier große Stahlglocken — die größte von ihnen wiegt 186 Zentner — müssen hier noch aufgehangen werden.
in. Sonthofen, 16. November.
Der wuchtige Turm d«r Ordensburg Sont- hosen grüßt in das schneebedeckte Tal der Aller, das AUgäu hat sein Winterkleid angezogen. Den Gästen aus dem Reiche bietet sich ein prachtvolles Bild des Hochgebirges. 1S66 Gauamtsleiter und Kreisleiter sind gestern in dem stillen Allgäuer Städtchen Sonthofen eingetroffen.
Sonthofen ist die dritte der großen Ordensburgen der NSDAP. Durch die Anpassung an die Hochgebirgstano^cyast ergaben sich völlig neue Ge- sichtspuirrie für die Gestaltung der Anlage. Die envguilige Ferrigstellung der ganzen Anlage wird (Hr zm ^ahre 1940 zu erwarren jem. Die unter- kunftsräume und die großen Versammln ngs- säie stnv bereits ausgevaut. Ihnen wrrd die gewaltige Festhalte solgen, deren Fassade die riesige Froni des großen Hoses abschliegr, um den sich die Gebäude lagern.
Testern herrschte aus der Burg ein gewaltiger Betrieb Die einzelnen Gau«, die durch Zander- züge nach Sonthofen gebracht wuvoen, trafen im Lause des Tages ein. KdF.-Omnibusse Hollen sie ab und brachten die Gäste nach der au; einer Anhöhe gelegenen Burg.
Die Schulungstagung beginnt heute vormittag mit dem Empfang des Relchsteirers Dr. Ley, der die Front der Gauamtsterler und Kreisleiler abschreiten und anjchtiegenü das Wort zu einer Anfpraa-e ergreifen wird. Außerdem sind Vortrage der Reichsteiter Buch uno Bouhier zu erwarten, so dag >chon der erste Lag für die Gau- amlsteiter und die xreisleiter aus dem Reiche mit Arbeit ausgefüllt ist. 2m Laufe der Tagung werden sämtliche Reichsteiter der Partei das Wort ergreifen. Für jeden Tag sind vier Vortrüge geplant, die all« Fragen der Gegenwart erfassen.
Vom 15. bis 24. November wird so die Ordensburg Sonthofen das politische Führerkorps der Parket versammelt sehen. Der Rahmen der Tagung entspricht ihrer Bedeutung. Symbolischer Mittelpunkt der ganzen Burganlage ist der wuchtige Turm von 45 Meter Höhe, der ein G l o -kennte l von 16 Glocken birgt. ^Siechst du im Osten
flneekennung Ses süstrers
KdF.-Fahrt für die gesamte deutsche Belegschaft aus der Weltausstellung
Paris, 16. November.
Vor der Schließung der Internationalen Ausstellung Paris 1937' vereinigte der Reichskommissar Ministerialdirektor Dr. Nuppel als Betriebsführer die gesamte Belegschaft des Deutschen Hauses und der anderen deutschen Beteiligungen der Weltausstellung zu einem Kameradschaftsabend. In seiner Ansprache dankte der Reichskommissar allen Gefolgschaftsmitgliedern für ihre Mitarbeit
Keinen schöneren Dank könne es für diese Arbeit geben als die Anerkennung durch den Führer selbst, der die Belegschaft zu einer KdF.-Fahrt eingeladen hat. Die Berkündung dieser Einladung bildete d«n Höhepunkt des Kameradschaftsabends und wurde mit Begeisterung dankbar angenommen.
2n einem Telegramm an den Führer dankte Reichskommissar Dr. Nuppel im Namen aller Ar- beitskamerabcn für diese hohe Anerkennung.
Der Führer und Reichskanzler antwortete hierauf: „Reichskommissar Nuppel, Paris. Für Ihr Telegramm und die darin zum Ausdruck gebrachte Kesolgschaststreue danke ich Ihnen. Ich bitte Sie, den Arbeitskameradcn der deutschen Abteilung aus der Weltausstellung zu Paris meine besten Grüße und Wünsche zu übermitteln."
Neichsfinanjlckule in verlin
Berlin, 16. November.
In den neuen Richtlinien über Fachanwälie für Steuerrecht ist bestimmt, daß der Befähigungsnachweis u. a. durch ein Zeugnis einer Reichs- finanzjchul« darübe.r geführt werden kann, daß der
Antragsteller sich die auf den Gebieten des Vuch- sührungs- und Vilanzwesens und des Steuerrechts notwendigen Kenntnisse erworben hat. Wie Staatssekretär Reinhardt in der deutschen Steuerzeitung mitteilt, wird^zu diesem Zweck eine besondere Reichsfinanzschule in Berlin errichtet werden, deren erster Lehrgang voraussichtlich im Januar 1938 beginnen wird.
KZ.-süstrer in loiedo
Sän Sebastian, 16. November.
Die Abordnung der Hitler-Jugend, die zurzeit in Spanien weilt, traf in Toledo ein. In dem mit deutschen und spanischen Fahnen geschmückten Theater Rojas fand eine Begrüßungsfeier statt, an der auch General Asensio sowie die Spitzen der militärischen und zivilen Behörden teilnahmen. Vor dem Theater hatten Abordnungen der Falanae Aufstellung genommen. Eine große Menschenmenge umsäumte die Zugangsstratze und begrüßte die deutschen Gäste mit begeisterten Hochrufen auf Deutschland und Spanien.
1500 v aue Zungens in Kom
Rom, 16. November.
1300 Mann der Besatzung der vor Gaeta liegenden „Deutschland" und der sie begleitenden vier Torpedoboote besichtigten unter sachkundiger Führung von Parteigenossen der Ortsgruppe Rom die Sehenswürdigkeiten der ewigen Stadt. Diese beiden Tage haben die kameradschaftliche Verbundenheit zwischen den Ausländsdeutschen und den Besatzungen der fünf Kriegsschiffe zu einem tiefempfundenen Erlebnis werden lassen. Das zeigt sich in ganz besonderem Maße bei dem Eintopfessen, .das die deutsche Kolonie mit ihren Gästen abhielt. Botschafter von Hasset begrüßte die Gäste der deutschen Kriegsflotte im deutschen Heim mit einer kurzen Ansprache. Der erste Offizier des Panzerschiffes „Deutschland", Fregattenkapitän Mollmann dankte in herzlichen Worten im Namen der Besatzung, aber auch des Befehlshabers der deutschen Seestreitkrüfte im Mittelmeer. Konteradmirals MaFchall.
Später haben das Panzerschiff „Deutschland" und die vier Torpedoboote Eaeta nach zehntägigem Aufenthalt wieder verlassen.
Denkmal kür IVillielm tliisllokt. In kiostook a-uräe äurod ktöiebsstuttüs,Irsr unä 6nulsitsr Ailäsdkanär eins lZüsts kür äsn suslsnäsäsutselisn nationulsomslistiselien LIutLSugsn sntstüllt.
(?rssss,Aokkws,nn)
Porr HestAiMAckec Warte
VsrKebliebes Störun^skeuer — IVegsekniinnivnäs stelle — stin erkolAreieksr Staatsmann — LrvsvkniäDige VerkassnnK — Die Saat äes stükrers — kksalpolitik in stnx- lanä — DinorieutierunK strankreiebs? — steue Deäeutiing krüsssls — Der sternöst- lieliv strivK — Rann striecke einkvbren?
I. 8. o. Bremen, 16. November.
Das war nun einmal vergebliches 2tö- rungsfeuer, das der dem Bolschewismus geistesverwandte Teil der englischen Presse gegen die Verwirklichung des Berliner Besuches des englischen Lords gelegt hat Das deutsche Volk empfindet mit Genugtuung, daß weder die englische Regierung noch das englische Volk auf dieses heimtückische Manöver hereinfiel und daß Lord .Halifax heute bereits das englische Gestade verläßt, um seinen Besuch in der Reichshauptstadt zu machen. So groß die Enttäuschung über das Zustandekommen des Besuches bei denen sein mag, deren ganzes Streben darauf gerichtet ist, Deutschland und England gegen- einanderzuhetzen, so groß kann die Befriedigung in aller Welt sein, wenn aus einer noch so losen Tuchfühlung der beiden Nationen ein gedeihliches und Europa zum Nutzen gereichendes Verhältnis entsteht. Die Sowjets allerdings machen ein schiefes Gesicht. Ihnen sind freilich auch sonst noch wertvolle Felle in letzter Zeit davongeschwommen, und wie es scheint, werden den dcwongeschwom- menen bald weitere folgen. Als betrübte Lohgerber haben die Bolschewisten in Moskau in wenigen Tagen auf ihrer Verlustliste zu buchen: den Fehltritt in Rom, die Abfuhr in Brüssel und vor allem die Errichtung eines weiteren autoritären Staates — diesmal jenseits des Atlantiks — in Südamerika. Alles dies nach der entscheidenden Niederlage in Asturien! Dazu kommen nun unverkennbare Anzeichen einer Neuorientierung der englischen, ja sogar — wenngleich noch etwas im Hintergrund — Anzeichen für eine grundlegende Aenderung der französischen Politik. Abkehr von Moskau! Grund genug, daß Litwinow-Finkelstein in übelster Laune Europas Boden verließ und sich seitwärts in die Büsche Rußlands schlug. Grund genug für Stalin, mit seinem Kommissarius für die Außenpolitik reichlich unzufrieden zu sein.
Der Umbruch in Brasilien ist der Welt nicht überraschend gekommen. Es standen die Dinge hier wie seinerzeit in Spanien zur letzten Entscheidung: Für oder gegen den Bolschewismus. Nachdem Vargas — Erster Präsident der zweiten Republik Brasilien nennt er sich — seit der Oktober- Revolution, die ihn im Jahre 1830 aus den Präsidentenstuhl brachte, unablässig bestrebt war, im Kampf gegen jegliche ausländische Ueberfremdung. vor allem >m Kanwf gegen Marxismus und Bolschewismus, der autoritären Staatsfllhrung in seinem Land die Bahn frei zu mache», mußte schließlich sein Streben sich durchsetzen oder der Bolschewismus zusammen mit dem Marxismus an die Macht kommen. Daß Norgas mit dem Bolschewismus und 'einen' >mlw: der d-m Marxismus, nmmgehen versteh!, hol er übrigens schon früher, im Iabre 1935, gegenüber dem Aufrührer Prestes bewiesen,, dem
es — den Bolschewismus national tarnend — mittels der /Aüsnrs UbertsOora schon gelungen war, einen Teil des Militärs und der Beamtenschaft Brasiliens zu verführen. Daß damals beim rücksichtslosen Durchgreisen gegenüber den Aufrührern mit den Rädelsführern auch Sowjetrussen Vargas in die Hand fielen, öffnete nicht bloß dem Großteil der Verführten, sondern dem ganzen brasilianischen Volke die Augen. Und da Bargas sich nicht allein als starker und erfolgreicher Gegner des Bolschewismus, sondern auch als aufbauender Staatsmann erwies — mit einer glücklichen Hand bei Lösung wirtschaftlicher und sozialer Probleme —, konnte er es nach der Festigung seines Ansehens und seiner Macht im Lande sehr wohl wagen, den nunmehr geglückten Staatsstreich zu unternehmen.
k
Vargas hat über Nacht Brasilien eine neue Verfassung gegeben und die parlamentarische Körperschaft des Landes aufgelöst. Als kluger Mann tat er es nicht unvorbereitet und nicht von ungefähr. Schon die Verhängung des Belagerungszustandes vom 2. Oktober für die Zeit bis zum 3. Januar 1938 sowie die Festnahme mehrerer namhafter Kommunisten, — außerdem die Verhängung der Pressezensur und die Einsetzung von Generalen als Gouverneure in den Einzelstaaten des Bundesstaates Brasilien — lieh erwarten, datz ein entscheidender Schlag kommen werde. Mit der Verfassung von 1934, derzufolge die Befugnisse des Chefs der vollziehenden Gewalt für die gedeihliche Entfaltung einer erfolgreichen Staatsführung in Brasilien zu sehr beengt waren, ließ sich den kommunistischen Wühlern auf die Dauer nicht tatkräftig genug bei- kommen. Noch weniger konnte bei dieser Verfassung ein dem Lande gerecht werden- der Ausfall der am kommenden 3t. Januar angesetzten Präsidentenwahlen erhofft werden. Das hat der brasilianische Botschafter m Berlin denn auch bei seinem Besuch im Auswärtigen Amt dargetan und jeder Deutsche wird es begrüßen, wenn nun an Stelle einer die Staatsgewalt unzureichend festigen- den Verfassung eine neue --- übrigens durch Volksabstimmung zu sanktionierende — Verfassung in Brasilien getreten ist, eine Verfassung, die bei Aufrechterhaltung der demokratisch-republikanischen Staatsform und der Selbstverwaltung der brasilianischen Einzelstaaten dem Präsidenten.der Republik weilestgehende Vollmachten gewährt — nicht zuletzt bei Bekämpfung des Bolschewismus als des Weltfeindes Nr. 1.
^Die Erwartung, daß der autoritäre staat Brasilien achtzehnmal so groß wie Deutschland und größer als Nord- ovnnstw u i ch t v e r einzige seiner AN aus dem a m e r ich a n i s ch e n K o n t i - , n e n t bleiben wird, ist zweifellos begründet. Da auch die übrigen Staaten Latein-Ameri-