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parteiamtliche Lageszeitung
NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitssront Bremen
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Bremen
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englische Hetzer verlegen Lord tzalifar den weg
Niederträchtiger Schwindel londoner Mütter
Verschiebung des vesuches?
Berlin, 14. November.
Unter der Überschrift „Ungeeignete Methoden" schreibt die NSK.: „Eine Reihe von aus
ländischen Zeitungen hat sich der Tatsache des bevorstehenden Besuches Lord Halifax in Deutschland bemächtigt,-um diesen Besuch in tendenziösen Kombinationen zum Objekt ihrer politischen Sensationsbedürfnisse oder konkreter Absichten zu machen. In dieser verdächtigen Geschäftigkeit versuchen, wie sooft auch hier wieder, unverantwortliche journalistische Projektemacher, die Atmosphäre einer Aussprache zu vergiften oder auszulegen, noch bevor sie stattgefunden hat. , Sie unterschieben hier Absichten, die —
Unser lagesspiegel
Deutschfeindliche Unterstellungen in Londoner Blättern dürsten zu einer Verschiebung des geplanten Berliner Besuchs Lord Halifax' führen.
Die Japaner verzeichnen Fortschritte bei Schanghai.
Die Brüsseler Fernost-Konferenz wird voraussichtlich ohne Ergebnis vertagt.
Moskau hat eine scharfe Hetze der Pariser Blätter gegen Polen in Szene gesetzt.
Rote Flieger unternahmen von Frankreich aus eine« Uebersall auf Pamplona.
Henry Pichst, der Führer der französischen Frontkämpfer, spricht am 28. November in Bremen.
Auch auswärts begegnet die werdende Ausstellung „Bremen, Schlüssel zur Welt" bereits regstem Interesse.
Der Seehafenspedition wurde auf dem Spediteurtag besondere Anerkennung gezollt.
Am 1. Januar 1938 tritt eine neue Seehafen- Zollordnung in Kraft.
MUMM.. .....»>»»»»»
zum mindesten insoweit es die deutsche Seite angeht — nicht nur abwegig, sondern einfach albern sind.
Gegenüber diesen mehr oder weniger anmaßenden Versuchen, den Inhalt der Unterhaltungen, die Lord Halifax bei seinem Besuch in Deutschland haben wird, durch tendenziöse Stimmungsmache zu präjudizieren, scheu wir uns veranlaßt, die nüchternen politischen Gegebenheiten aus dem BerM durchsichtiger, publizistischer Tendenzen auf den Boden der politischen Realität zurückzuführen.
Bei den Unterhaltungen, die Lord Halifax in Deutschland mit maßgebenden deutschen Staatsmännern haben wird, sollte sicherlich offen und freimütig über manches gesprochen werden. Wenn sich aber jemand der Hossnung oder auch nur dem Gedanken hingibt, daß die politischen Freundschaften, die Deutschland mit Italien und Japan verbinden, Gegenstand der Diskussion sein könnten, dann zeugt das von einer völligen Ver- kennnng der Lage. An der politischen Realität der Achse Berlin—Rom und des Antikomintern-
paktes mit Japan kann durch niemand gerüttelt werden! Darüber darf auch nicht der mindeste Zweifel bestehen!
Auch die Unterstellungen, als ob Deutschland sich zu Einwirkungen auf seine politischen Freunde bereitfinden könnte hinsichtlich solcher Angelegenheiten, die nicht uns, sondern ausschließlich diese Staaten angehen, müssen als völlig abwegig und wirklichkeitsfremd abgelehnt werden.
In der Kolonialfrage hat die deutsche Öffentlichkeit die Auffassungen, die darüber in London und Paris bestehen, zur Kenntnis genommen. Sie wird die weitere Entwicklung der Dinge abzuwarten wissen.
Die kühne Behauptung, daß es Deutschland sei, das aus Anlaß des Besuches von Lord Halifax eine Annäherung an die Westmächte suche, um aus diese Weise endlich die großen Mächte zu der von ihm ersehnten Aussprache zu viert zu veranlassen, möchten wir vom deutichen Standpunkt aus dahin richtigstellen, daß das Reich von sich aus keine Veranlassung hat, sich nach dieser Aussprache zu sehnen, da ja keinerlei dafür in Frage kommenden Differenzen zwischen ihm und diesen. Mächten bestehen. Auch bei dieser Unterstellung dürfte der Wunsch der Vater des Gedankens sein.
Deutschland hat keine Lust, den allzu offenbar blamablen Mißerfolg einer soeben ausgelaufenen Konferenz der Mächte durch einen neuen zu verdecken!
Den Gipfelpunkt der Sensationsmacherei und tendenziösen Brunnenvergiftung erklimmen leider eine Reihe englischer Zeitungen, von denen der „Evening Standard" mit folgenden Ausführungen den Vogel abschießt. Das Blatt veröffentlicht unter der Überschrift „Hitler bereit zu einem Waffenstillstand — Keine Forderung auf Kolonien für zehn Jahre, wenn er freie Hand in Mitteleuropa erhält" eine Meldung seines diplomatischen Korrespondenten, in der es u. a. heißt: „Die britische Regierung besitzt eine Information aus Berlin, wonach Herr Hitler bereit ist, wenn er nur die leichteste Ermutigung erhält, Großbritannien einen zehnjährigen.Waffenstillstand in der Kolonialfrage anzubieten.
Als Entgelt für ein derartiges Ueberemkom- men erwarte Herr Hitler, daß die britische Regierung ihm freie Hautz. in Zentraleuropa läßt. Es sei in London bekannt geworden, daß Hitlers Idee einer freien Hand in Mitteleuropa darin bestehe, daß Großbritannien nicht intervenieren wolle, wenn:
„1. Deutschland auf freie Wahl oder ein Ple- biszit in Oesterreich dränge,
2. Deutschland der Tschechoslowakei eine Forderung auf sofortige Anerkennung der Rechte der deutschen Minderheit in diesem Lande auf administrative Autonomie innerhalb des Staates und kulturelle Einheit mit dem Volk des deutschen Reiches überreiche."
Diese dreisten Behauptungen des „Evening Standard" stellen einen geradezu unglaublichen Versuch dar, die politische Atmosphäre unmittelbar vor dem Besuch von Lord Halifax in Berlin in einer Weise zu vergiften, wie sie selbst in der Geschichte des westlichen Journalismus bisher selten ihresgleichen hat.
Wir stellen fest: an den Behauptungen des „Evening Standard" ist kein wahres Wort! Sie sind von Anfang bis Ende Erfindung und damit
bewußte Lüge. Nichts ist aber mehr geeignet, den Völkersrieden ,aus das schwerste zu gefährden, als derartige unverschämte Unterschiebungen, wie sie in dem geradezu niederträchtigen Schwindel des „Evening Standard" ihren Ausdruck finden. Deutschland hat seine kolonialen Forderungen durch den Mund des Führers der Welt zu wiederholten Malen mitgeteilt und hat dem nichts mehr hinzuzufügen.
Seine mitteleuropäischen Beziehungen aber hat Deutschland durch Verträge geregelt. Es benötigt weder zu ihrer Auslegung noch zu ihrer Ergänzung einer fremden Hilfe, Belehrung oder Erlaubnis!
Die ihm in so infamer Weise unterstellte Absicht, aus dem Wege des Kuhhandels durch den Verzicht aus Kolonien freie Hand in Mittel- europa zu erhalten, kann man nur als eine dreiste journalistische Unverschämtheit bezeichnen, die nicht scharf genug zurückgewiesen werden kann.
Wenn der Besuch von Lord Halifax in einer solchen Atmosphäre geschieht, erhebt sich die ernste Frage> ob es nicht im Interesse der politischen Entspannung nützlicher wäre, im Augenblick ihn zu verschieben und vielleicht erst dann stattfinden zu lassen, wenn besonders in der britischen Presse jene Beruhigung eingetreten ist, die man in anderen Ländern mit den Worten Anstand und Wahrhaftigkeit zu umschreiben pflegt.
kin offenes Wort
Forderungen Sir Edward Griggs
London, 14. November.
Der frühere englische Kolonialpolitikei Sir Edward Griggs machte soeben in Bristol vor der Königlichen Empire-Gesellschaft bemerkenswerte Ausführungen. Er sagte in seiner Ansprache, seit dem Kriege hätten die Dominien wie auch England angenommen, daß die Welt durch den Sieg über Deutschland und durch die Schaffung des Völkerbundes sicher für die Demokratie gemacht worden sei. Mit diesem Traum sei es nunmehr aus. Wieder einmal sei die zentrale Frage der Außenpolitik die der Beziehungen zwischen dem britischen Reich und dem Deutschen Reich. Die Geschichte wiederhole sich also.' Den Problemen, die den weitsichtigen Joseph Ehantberlain so sehr beschäftigt hätten, stünde jetzt auch sein Sohn (Neville Chamberlain) gegenüber.
Zwei Faktoren scheinen Edward Griggs von größter Bedeutung zu sein. Zunächst einmal seien noch immer Bestimmungen des Vertrages von Versailles in Geltung, die vernünftigerweise revidiert werden sollten. Großbritannien müsse sich bemühen, diese Revision aus friedlichem Wege sicherzustellen. Das bedeute allerdings Opfer für die anderen Staaten. Wenn Großbritannien ehrenhaft anderen Staate» ein Opfer zumute, so müsse es auch selbst bereit sein, eines zu bringen. Diese Erwägung werfe die Kolonialfrage auf. Hierzu erklärte der Redner, er wolle nur feststellen, daß die verleumderische Behauptung, die Deutschland als unfähig zur Verwaltung von Kolonialgebieten bezeichnet habe, niemals gerechtfertigt gewesen sei und daher beseitigt werden müsse. Großbritannien müsse aber bei allen Maßnahmen die Dominien mit einschalten.
felM roter flugMgtibersa» auf offene Stadt
Me bolschewistischen flngreifer kamen von Frankreich — über 100 lote und Verwundete in Pamplona
Salamanca, 14. November.
Die nationalspanischen Behörden geben bekannt: „Die nationalen Rundfunksender und die nationale Presse teilten bereits vor einigen Tagen mit, daß die spanischen Bolschewisten in Figueras in der Nähe der spanisch-französischen Grenze Flugzeuge mit nationalen Kennzeichen Lereitstehen haben, um — in der Absicht, einen internationalen Konflikt herbeizuführen — Angriffe auf ausländische Schiffe und auf die französischen Erenzorte durchzuführen Jetzt ereignete sich nun ein Fall, der mit diesen Meldungen in engem Zusammenhang steht. Zehn bolschewistische Flugzeuge überflogen, von französischer Seite kommend, die spanische Grenze bei Ochagavia, östlich des Pena Ormi in Richtung Tafalla.
Die Flugzeuge bombardierten Pamplona, verursachten über 199 Tote und Verwundete unter der Zivilbevölkerung und kehrten dann nach Frankreich in Richtung Roncesvalles zurück. Die Zeiten, in denen die Erenzortschaften überflogen wurden, find von nationalen Beobachtungsposte» aus die Minute genau festgehalten worden. Das nationale Spanien teilt der Welt diesen barbarischen lleberfall mit, dessen Opfer eine iried- liche, weit von militärischen Zielen entfernt liegende Stadt geworden ist. Das nationale Spanien gibt gleichzeitig seiner Empörung darüber Ausdruck, daß der Angriff von sranzö- sifchem Boden aus erfolgt ist, so daß angenommen werden muß, daß die französischen Behörden Kenntnis von diesem Angriff gehabt haben."
lkaos in Sowjerspanien
Auch der „Kultusminister" geflohen
Salamanca, 14. November.
Der „Kuttusxninister" des katalanischen Bol- schewiftenausfchusses ist gestern, wie der Ober- häuptliug Comoagnys, „ins Ausland abgereist". In den südwestfranzöfischen Städten befinden sich zur Zeit mehrere Beauftragte der spanischen Vol- schewisten, die die „prominenten" Flüchtlinge aus Noridspamen (die einfachen Parteigänger sind längst abgeschoben) zur Rückkehr in das noch von den Bolschewisten besetzte Gebiet veranlassen sollen. Der Erfolg dieser Bemühungen ist gleich Null, da die Flüchtlinge teilweise zur Besinnung gekommen sind und auch mit einer Enadenaktion General Francos rechnen, um dann sofort in ihre nordspanische Heimat zurückkehren zu können.
Auf dem Bahnhof von Ciudad Libre („Freie Stadt", vor der Revolution Ciudad Real: „Königliche Stadt") kam es bei dem Abtransport mehrerer hundert von den bolschewistischen Gewalthabern ausgehobener junger Leute zu einer Meuterei. Mit Rufen: „Wir lassen uns unsere Söhne nicht nehmen!" versuchten verzweifelte Frauen und Mütter die Abfahrt des Zuges zu verhindern. Bewaffnete wurden eingesetzt, die zahlreiche Personen ins Gefängnis abführten.
wie dir beiden vom stlkarar
Sän Sebastian, 14. November.
Die nationalspanischen Behörden haben Nachrichten erhalten, wonach sich in der Provinz Ee- rona mitten im roten Gebiet bei dem kleinen Ort
Mieres 200 junge Falangisten in den Bergen verschanzt haben und den Bolschewisten heroischen Widerstand entgegenstellen. Vor einigen Tagen erst schickten die roten Behörden von Eerona eine Abteilung Milizen dorthin, um die Falangisten gefangenzunehmen. Die Bolschewisten kehrten aber »»verrichteter Dinge wieder um, da es ihnen unmöglich war, die von den jungen Nationalen errichtete Bergfeste einzunehmen. Die Angreifer hatten bei dem Versuch, sechs Tote und mehrere Verwundete. Die Verteidiger, die schon vor der Revolution der spanischen Falange beigetreten waren, verfügen über reichlich Munition und Waffen. Sie verteidigen sich mit der gleichen todesmutigen Bereitschaft, wie ihre Kameraden vom Alcazar, von Oviedo und dem Wallfahrtsort Santa Maria de la Eaüeza es getan haben.
vor flnerkennung francos durch Japan
Tokio, 14. November.
Wie die japanische Zeitung „Tokyo Asahi Shimbun" zu berichten weiß, hat sich das japanische Außenministerium mit der Frage der Anerkennung der spanischen Nationalregierung beschäftigt. Das Blatt glaubt, daß im Hinblick aus die Unterzeichnung des Dreier-Abkommens die Anerkennung in kürzester Zeit erfolgen werde. Man gebe von dem Standpunkt aus, daß die formale Anerkennung der Regierung des nationalen Spaniens durch Japan nur noch eine Frage der Zeit sein könne, nachdem die befreundeten Mächte Deu.schland und Italien die Nationalregierung bereits lange anerkannt hätten
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T'seboekoslorvkckisdio 6rsnrvsrrieAoIuvAon im BrnAebirAv. In dsv lstttsv Tagen bat man in dsr Tsebseboslovaksl begonnen, dis (ürsnss Deutschland gegenüber ru verbarrikadieren. Mit viel iknlrvand an Material und /.rbsitskrakt rvurds an allen gröberen und kleineren kleb ergangen die (ürsnLs wlt lülssnbabnseblsnsn, die tlsk ln Lstonsoeksl eingelassen sind, verrammelt, bliebt nnr bei IVsgübsrgängsn vsrdsn türeimspsrrsn srriebtst, sondern ancb, rvis unser Bild Leigt, im kreisn Osiänds. (Mbsrss im Innern des Blattes. (IVsltbild)
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Den dom „Institut zum Studium der Judcn- sragc" herausgegebenen Mitteilungen entnehmen wir die folgenden aufschluhrcichen Ausführungen:
Daß der Antisemitismus noch heute in einigen Ländern nicht als salonfähig gilt, ist weniger auf echte prosemitische Gefühle in den maßgebenden Kreisen dieser Länder zurückzuführen, als vielmehr auf die geschickt und beharrlich betriebene jüdische Propaganda, die es verstanden hat, dem Antisemiten niedrige und verächtliche Motive unterzuschieben. Meistens lauten sie auf Wirt- schaftsnerd und allgemeine „Rückständigkeit". Ost genug hat die jüdische Phantasie allerdings weiter ausgeholt, wenn es darum ging, durch Vortragen von Scheingründen die naheliegende Wahrheit zu vertuschen, daß der Antisemitismus wie jede Bewegung einfach nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung zu entstehen pflegt und überall da in Erscheinung tritt, wo die jüdische Ueberfremdung ein gewisses Maß überschritten hat.
Den tollsten Streich auf dem Gebiet dieser Ablenkungsversuche leistete sich jetzt die Präger „Jüdische Revue" in einem Aufsatz über die Lage der österreichischen Juden. „Oesterreich ist Alpen- land", so heißt es in dem Aufsatz, „das ist das Unglück. In den Alpen ist der Antisemitismus zu Zause, in den Alpen muß der Antisemitismus nicht erst gemacht, nicht organisiert werden, in den Alpen erfüllt er sich selbsttätig. In den Alpen gibt es sogar überschüssigen Antisemitismus, die Fülle der Judenfeindschaft, die dort herrscht, hat in Oesterreich nicht genug Betätigungsmög- lichkeit gefunden, darum ist sie übergeflossen, häl sie sich hinausergossen auf die preußische Ebene, bis hinauf an die Ostsee und die Nordsee. Oesterreich liefert den unwiderleglichen Beweis, daß alle Begründungen des Antisemitismus, die man aus „jüdischen" Eigenschaften oder aus der Art der Vetätigung der Juden holt, grundfalsch sind. Am heftigsten ist die Judenfeindschaft nämlich dort, wo die christliche Bevölkerung Juden nie zu Gesicht bekommt, in Tirol und Vorarlberg. Die Untersuchung, woher dies Phänomen kommt, wäre ein Thema für sich. Hier soll nur die Tatsache festgestellt sein, daß der Antisemitismus an Intensität mit der Seehöhe zunimmt."
Wir wissen nicht, was die Juden in Palästina zu dieser Bereicherung der Wissenschaft durch die Entdeckung eines neuen Naturgesetzes sagen werden. Denn logischerweise müßte ja mit her Seehöhe auch der Antisemitismus abnehmen und daher bei den knapp über dem Meeresspiegel lebenden Arabern zu wahren Exzessen der Judenfreundschaft ausgeartet sein. Das scheint sich der Verfasser nicht überlegt zu haben. Es gelingt ihm. nicht einmal das eigentliche Thema seines Aufsatzes, die Lage der Juden in Oesterreich, mit seiner Entdeckung in Verbindung zu bringen. Denn von den 196 000 Elaubensjuden in Oesterreich leben 171000 in Wien, und nicht in den Alpen. Da Wien über eine Einwohnerzahl von 1874130 verfügt und man erfahrungsgemäß zu den Elaubensjuden SO Prozent ihrer Zahl an Judenstämmlingen hinzufügen muß, um die wirkliche jüdische Bcvölkerungsziffer zu ermitteln, kann man für Wien etwa 260 000 Rassejuden an- nekmen, d. h. nahezu ein Siebentel der Bevölkerung. Das bedeutet eine für mitteleuropäische Verhältnisse ganz ungewöhnliche Ueberfremdung und muß eine antisemitische Eegenbewegung von erheblicher Stärke auslchen, die bei solchen Zahlen keiner weiteren Erklärung bedarf Nur der pfiffige Entdecker der Seehöhentheorie kann das natürlich nicht zugeben, weil er damit seinen
Behauptungen selbst den Boden entziehen würde. So hilft er sich mit einer Schlußfolgerung, die ihren Mangel an Logik durch polemischen Gehalt zu verbergen sucht, indem er die Behauptung aufstellt, „das sich der in den Alpen aufgestaute Antisemitismus in Wien praktisch am ausgiebigsten betätigt."
An derartige Versuche, sich um eine Erklärung des Antisemitismus aus dem Wesen der Juden selbst herumzudrücken, soll hier kein Wort weiter verschwendet werden. Aber die jüdische Ueberfremdung der österreichischen Hauptstadt ist von so nachhaltigen Folgen für das ganze öffentliche Leben dieses Landes begleitet, daß keine Gelegenheit unbenutzt bleiben darf, auf diese Dinge hinzuweisen. Das Eindringen der Juden in den sozialen Organismus ihrer Gast Völker ist überall in Europa im zweiten Stadium angelangt. Gegenüber dem ersten Stadium, dem Eindringen in die Wirtschaft (meist vom Textil-, Metall- und Produktenhandel her) unterscheidet, sich das zweite durch die Ausbreitung des jüdischen Einflusses auf das geistige Leben. Der Gang der Entwicklung ist überall der gleiche. Die reich gewordenen Händler haben ihre Söhne studieren lassen, und deren Interesse lenkte sich fast ausschließlich auf das juristische und das medizinische Studium. Auch die Literaturwissenschaft stellt eins der Haupt- einfallstore.
Wie das Recht unter den Händen des jüdischen Juristen ein« Anwendung und eine Auslegung erfährt, die als „Vertrauenskrise der Justiz" zur Auflösung der staatlichen Ordnung beiträgt, so wandelt,der jüdische Einfluß auf die Heilkunde die seelisch-sittliche Haltung vor allem der großstädtischen Massen, indem sie sie lockert und auflöst. Die fast rein jüdische Disziplin der Sexual- pathologie mit ihrer Entfesselung des Trieblebens und der Minderung des Verantwortungsbewußtseins gegnüber dem Volk führt regelmäßig eine Zunahme der Abtreibung, also eine Bevölkerungsminderung herbei. Die bekannte Zusammenarbeit von jüdischen Strafverteidigern, medizinischen Sachverständigen und Presse fördert die Lockerung der Geschlechtsmoral. Die jüdischen Verwalter der Kunst mit ihrem Monopol im Theater-, Kino- und Vergniigungsbetrieb leisten hierbei planmäßige Unterstützungsarbeit — ihrerseits wieder unterstützt durch die Freunde in der Presse.
Man kann dieses System und seine Wirkung auf den Volkskörper kaum übertreiben. Der , moderne" Frauenarzt, der „verständnisvolle" Rechtsanwalt und medizinische Gerichtssachverständige und der „aufgeklärte" Feuilletonift in oer Zeitung — sie arbeiten Hand in Hand. Kommt hierzu noch der „liberale" Richter und der „tolerante" Minister, der es als „Europäer" ablehnt, „einem engstirnigen Nationalismus zu huldigen", dann hat man die Gesellschaft und ihre Parolen bei- lammen, die wir als europäische Dekadenz bezeichnen und die in absehbarer Zeit zwangsläufig mit dem Volk den Staat zum Untergang bringen, wenn nicht eine völkische Reaktion rechtzeitig ihrem Wirken ein Ende setzt.
Wie weit gelten diese Feststellungen nun für Wien? Wir sagen ausdrücklich Wien, und nicht etwa Oesterreich. Denn von den 191 481 Elau- oensjuden in ganz Oesterreich entfallen ja auf die Provinz nur 18-! 7. Wichtiger als diese Zahl ist aber ihre Verteilung auf die einzelnen Berufe. Spricht es nicht Bände, daß nur die Berufsgruppen der Dachdecker, Straßenkehrer und Kanalreiniger völlig juhenrein sind? Auch die Berufe, in denen der frische Anteil dem Ee<.
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