Ausgabe 
(12.11.1937) Nr. 311
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Nr. 31Y

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parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien kjanseftadt Dremen

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Nr. ;n / 7. Jalirgang

sreltag, 12. November 1S5?

klnzelprels 15 Npf.

deutscher Weltrekord für tandfluMuge

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In nur 50 Meter Höhe

(Digsvsr Drabtbsrrobt äsr „Lrsmsr 2sitvvZ") rä. Berlin, 12. November.

In den Nachmittagsstunden des Donnerstag ge­lang es dem Chefpiloten der Bayrischen Flug­zeugwerke in Augsburg, vor einer internatio-

ms ein Fieber

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Hoffmann, „reichen He auf ein Blatt fs Mgt."

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Unser lagvsspiegel

Im Fernost-Konslikt fordert Japan die Neu­tralität der internationalen Niederlassung. In einer japanischen Kupsergrube wurden 50V Bergleute infolge Erdrutsch getötet.

Die Vereinigten Staaten haben einen Han­delsagenten für Natronal-Spanien eingesetzt. Ein deutsches Landflugzeug flog 610 Stun­denkilometer.

Aus dem internationalen Hockeyturnier in Paris ging Deutschland als Sieger hervor. Kreisleiter Blanke verpflichtete den HI.- Jahrgang ISIS aus die Partei.

Der NSDStB, in Bremen gedachte der Helden von Langenmrck.

Der Reg. Bürgermeister führte Oberstleut­nant Pohlmeyer in sein Amt ein.

Die jungen Rekruten der Nebelabteilung II leisteten den Eid aus den Führer.

Aus einer DRL.-Veranstaltrmg in Bremen sprach Reichssachamtslciter Carl Steding.

Die aus den Vierjahresplan gesetzten Erwar­tungen sind bisher übertrossen worden.

Der Einzelhandel hat ein gutes Weihnachts­geschäft zu erwarten.

Die „Nordsee« nimmt sür 1SS6/37 eine Divi­dendenerhöhung vor.

Das Reich hat zwei Prioatbahnen in seinen Besitz übernommen.

nale» Prüfungskommission der VV.7. (VeSöration ^eronautiguo Internationale) aus einer Messer- schmitt-Maschine mit einer Durchschnittsgeschwin­digkeit von 810,21 Stdkm., einen neuen Welt­rekord sür Landflugzeuge auszustellen. Mit dieser hervorragenden Flugleistung kommt Deutschland zum ersten Male in den Besitz des Eeschwindig- keitsrekordes aus diesem Gebiet, den bisher nach­einander die Franzosen, die Italiener und zuletzt die Amerikaner innehatten.

Der Weltrokordflug wurde auf einer amtlichen Prüfungsstrecke, die längs eines Eisenbahn­schienenweges führte, gestern um 15 Uhr abge­stützt. Für den Flug wurden intensive Vorberei­tungen getroffen, die sich über fünf Wochen er­streckten. Der Chefpilot Dr. Wurster konnte die geflogene Höchstgeschwindigkeit vor kurzem bereits einmal erreichen. Die Leistung kannte jedoch lei­der nicht amtlich anerkannt werden, da einige der Meßinstrumente versagten.

Die geflogene Messerschmitt ist keine Rekord­maschine. denn sie besitzt die normale Land- und Startgeschwindigkeit wie die übrigen Verkehrs- Maschinen. Dr. Wurster zählt zu den erfolg­reichsten Einfliegern Deutschlands und war früher bei den Arbeits- und Erprobungsstellen für Flug­maschinen in Warnemünde beschäftigt.

Der Flug mutzte auf Grund der amtlichen Prü­fungsordnung in einer Höhe von 50 Meter durch­geführt werden. Es darf ohne weiteres angenom­men werden, daß die Maschine bei einem Flug in einer größeren Höhe den aufgestellten Rekord noch erheblich hätte überbieten können. Den bis­herigen Weltrekord für Landflugzeuge hielt der Amerikaner Hughes auf einer Hughes-Spezial- maschine mit 567,115 Stdkm.

Die Rekordleistung ist um so bemerkenswerter, als die deutsche Luftfahrt, geknebelt durch die Be­stimmungen von Versailles, die den Bau schwerer Flugzeugmotore überhaupt verboten, in der Nach­kriegszeit an der weiteren Ausbildung der Flug- zcugmotore nicht mitarbeiten konnte und dadurch notwendigerweise dem Ausland gegenüber absolut ins Hintertreffen kam. Deutscher Forschungsgeist

und das große Können unserer Ingenieure und Arbeiter haben es jedoch vermocht, in kurzer Zeit den großen Vorsprung der ausländischen Flugzeug­industrien nicht nur einzuholen, sondern jetzt sogar zu übertrumpfen. Es ist dies eine Tat, aus die mit Recht das ganze deutsche Volk stolz sein kann.

Die Leistung war nur möglich durch die aus­gezeichnete Zusammenarbeit zwischen den Baye­rischen Flugzeugwerken der Firma Daimler-Benz, die den Motor — DB 600 — lieferte, und der Heddernheimcr Kupferwerke in Franksurt/Mcnn, die die Verstell-Luftschraubs geliefert hat. Die Kommission hat den Rekord bereits der FAI. ge­meldet.

Der absolute Weltrekord wird von dem Italiener A ge ll o mit einem Wasserflug­zeug gehalten, und zwar mit einer durchschnitt­lichen Stundengeschwindigkeit von 708 Kilometer.

Der stolze Erfolg der deutschen Luftfahrt hat den Reichsminister der Luftfahrt, Generaloberst Göring, veranlaßt, an die Bayerischen Flug­zeugwerke in Augsburg und an die Firma Daim­ler-Benz in Untertürkheim folgendes Telegramm zu richten:

„Zu dem hervorragenden Erfolg, den Sie Ihrer zielbewußten gemeinsamen Entwicklungs­arbeit verdanken, beglückwünsche ich Sie herz­lichst und bitte Sie, meine besondere Anerken­nung Ihrer Gefolgschaft zu übermitteln. Es er­füllt mich mit stolzer Freude, daß die deutsche Luftfahrt in den wenigen Jahren des Wieder­aufbaues eine so hervorragende Spitzenleistung erringen konnte. Ich bin überzeugt, daß Ihnen dieser Erfolg ein weiterer Ansporn sür die Zu­kunft sein wird."

Weiter hat der Reichsluftfahrtminister dem Chefpiloten Dr. Wurster in einem Telegramm Anerkennung und Glückwünsche zu der hervor­ragenden fliegerischen Bestleistung, die unein­geschränkten Einsatz und hohes Können ver­langte, ausgesprochen.

stuwrltSre Staatsform in vrafilien

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Sie neue Verfassung verkündet — Schlag gegen parkeiwirtschast und Kommunismus

- Rio d« Janeiro, 12. Nov.

Der brastlianische Staatsanzeiger veröffentlicht -I die neue Verfassung. Einleitend heißt es: Brasi­lien ist eine Republik in Form von Bundesstaa­ten. Die Legislative liegt bei dem National- parlament in Zusammenarbeit mit dem Natio­nalen Wirtschaftsrat und dem Vuwdespräsiden­teil. Das NationalParlament besteht aus zwei Häusern, der Abgeordnetenkammer und dem Bun­desrat. Die Kammerabgeordneten werden indirekt gewählt. Der Bundesrat besteht aus den Ver­tretern der Staaten und zehn vom Bundespräsi­denten bestimmten Persönlichkeiten. 'Der Natio­nale Wirtschaftsrat unter der Leitung des Staats­ministers soll vor allem die Nationalwirtschaft korporativ organisieren.

Der Bundespriisident leitet die Innen- und Außenpolitik und ist in letzter Instanz entschei­dend für die Gesetzgebung und Verwaltung. Ihm steht das Recht der Auflösung des Parlaments und der Intervention in den Bundesstaaten zu. Seine Amtszeit beträgt sechs Jahre. Er wird dnrch ein Wahlkollegium, bestehen- aus Beauf­

tragten der Gemeinden, des Nationalen Wirt­schaftsrates und des Parlaments, gewählt.

Die Verfassung sieht weiter den beschleunigten organisatorischen Aufbau der Wirt­schaft vor, wobei Konzessionen für die Ausbeu­tung der einheimischen Bodenreichtümer nur Brasilianern erteilt werden sollen. Die Verfassung, die sofort in Kraft tritt, wird einem Volksentscheid unterbreitet werden. Die Parlamentswahlen werden nach dem Volksent­scheid vom BuNdesprafidenten ausgeschrieben. Das Mandat des jetzigen Bundespräsidenten bleibt bis zum Volksentscheid bestehen.

Vundesprästdent Vargas erklärte zu der neuen Verfassung: Die Parteiwirtschaft, die revo­lutionären Strömungen und der Klassenkampi hätten das Land an den Rand des Bürgerkrieges gebracht. Deshalb sei auch der Ausnahmezustand vor einiger Zeit verhängt worden. Jetzt aber sei die Schaffung eines starken Regimes notwen­dig geworden, das Frieden, Gerechtigkeit und Ar­beit verbürge. ,

Die neue Verfassung halte die demokratische

Form zwar aufrecht, stütze sich aber auf die Be­wegungen »bündiger anßenparteilicher Kräste, wie Volk, Heer und Marine. Der Präsident zeigte weiter die Richtlinien für die Aufbauarbeit ans und kündigte eine neue Kaffeepolitik und vor allem die Einstellung des auswärtigen Schulden- dienstes bis zur Besserung der Wirtschafts- und Währungslage an.

Der Kampf, den die brasilianische Regierung dem Kommunismus angesagt hat, wird plan­mäßig weitergeführt. Bisher sind 870 Personen verhaftet worden, die direkt oder indirekt mit Moskau in Verbindung standen. Die jetzt ver­kündete Verfassung führt die Todesstrase für be­stimmte Verbrechen, wie Umsturz, Landesverrat und Mord wieder ein.

Sämtliche brasilianischen Gouverneure haben sich mit dem Vundespräsidenten solidarisch erklärt, ausgenommen die von Bcchia und Pernambuco, wo sogenannte Jnterventoren vom Bundespräsi­denten eingesetzt worden find. Auch im Staate Rio de Janeiro ist eine solche „Intervention" vorgenommen worden.

Me Noten sprechen von Waffenstillstand

Sowietspanische wanderregierung mutlos - veginn der Zersetzung des bolschewistischen Negimes

Paris, 12. November.

Der „2our" veröffentlicht in großer Aufmachung Meldungen über schwere Mißstimmigkeiten unter den Botschewistenhäuptlingen in Barcelona. Die roten Rädelsführer dächten daran, zurückzutreten, der „Landesverteidigungsminister« Prieto wolle in Salamanca einen Schritt sür den Abschluß eines Waffenstillstandes unternehmen. Seit der Uebersiedlung nach Barcelona sei der Wille zum Durchhalten bei den roten Oberbonzen schwer er­schüttert. Vor mehreren Tagen schon habe man aus verschiedenen Quellen erfahren, daß ein Rück­tritt der „Regierung" Negrin möglich sei. Schon hätten auch italienische Zeitungen gemeldet, daß die Bolschewistenhäuptliuge England gebeten hät­ten, in Salamanca für einen Waffenstillstand einzutreten. Eine Sache sei sicher, nämlich, daß die letzten nationalen Erfolge Azana und Com­panys völlig mutlos gemacht hätten. Der innere Zerfall des bolschewistischen Eewaltregimes scheine nahe bevorzustehen.

Der Berichterstatter des „Jour" in Vayonne meldet, daß die Bolschewistenhäuptlinge in Bar­celona lange Beratungen gepflogen hätten, über die an die Presse nur eine ganz kurze Mitteilung gegeben wurde. Auf hartnäckige Fragen der kata­lanischen Journalisten sei erklärt worden, daß der „Ministerrat" sich hauptsächlich mit außen­politischen Fragen und besonders mit der eng­lischen Note über die Entsendung einer Kom­mission zur Prüfung der Freiwilligenzurückziehung

beschäftigt habe. Die Mienen der Bolschewisten- anführer und der Ton ihrer Erklärungen besagte aber deutlich genug, daß die Angelegenheiten des roten Bonzenausschusses, der von Madrid nach Valencia und von dort nun nach Barce­lona übergesiedelt sei, nicht gerade zum besten stehen.

knglische flgenten mit sranco ausgetauscht

London, 12. November Wie das englische Außenamt am Donnerstag­abend bekanntgab, ist ein Uebercinkommen dar­über erzielt worden, daß ein Vertreter der bri­tischen Regierung in Salamanca oder auch an einem anderen Ort im nationalen Spanien er­nannt werden soll, um die britischen Staatsange­hörigen zu schützen und die britischen Handcls- interessen zu wahren. Die britische Rcgicrung wird in Erwiderung dessen einen Vertreter Fran- cos für London erhalten, dem die gleiche Aus­gabe zufällt.

In der amtlichen Mitteilung des englischen Außenamtes heißt es, daß außer diesen Agenten Unteragenten in beschränkter Anzahl auch an anderen Orten ernannt werden. Die Aufnahme eines Agenten in London stelle in keiner Weise

eine Anerkennung der Behörden des Gebietes unter der Kontrolle von General Franco durch die britische Regierung dar, und keine Partei werde Liplomatffchen Status gewähren.

Amerika folgt kngianös öeifpiel

S t. I e a n d e L u z, 12. November.

Die in St. Jean de Luz ansässige diplomatische Vertretung der Vereinigten Staaten für Spanien teilte gestern mit, die Vereinigten Staaten hätten dem Beispiel Englands folgend als „Agenten" bei der nationalspanischen Regierung den früheren nordamerilanischen Konsul in Bilbao, W. E. Chapman ernannt. Lhapman ist Verussdiplomat und gleichzeitig zweiter Botschaftssekretär der amerikanischen Botschaft für Spanien.

stbkommen von Ngon in Kraft

London, 12. November

Wie in London mitgeteilt wird, ist das Ab­kommen von Nyon nunmehr in Kraft gesetzt wor­den. Die in dem Abkommen vorgesehenen Pa- trouillendienste werden wie vorgesehen aufge­nommen.

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Der Ksioksorsanisationslsitsr übsr k'rcrysn äsr Nsucrryariisation äsr karts!

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat in einer Unterredung mit dem Berliner Gaupresseamtsleiter Pg. NiebrzydowM zu den neuen Aufgaben der Block- und Zellenleiter Stellung genommen. Wir geben wegen der grundsätzlichen Bedeutung der angeschnittenen Fragen im folgenden einen

Teil der Unterredung wieder:

Frage: Seit dem 1. Mai 1S3K ist nunmehr die von Ihnen verfügte Neu­organisation der Partei in Kraft. Welche Gedankengänge veranlatzten Sie im be­sonderen zu der Neuorganisation, wie hat sich diese inzwischen ausgewirkt? Be­stehen noch irgendwelche Schwierigkeiten?

Antwort: Die Organisation der NSDAP. bediente sich eines Organisationssystems, das in­folge seines Ausbaues in der Lage war, den Aus­gaben der Partei entsprechend, bis zur letzten Gemeinde zu wirken. Die kleinsten Einheiten waren die Blocks und Zellen der NSDAP. Der Block bestand aus 10—15 Parteigenossen, die Zelle aus mehreren Blocks. Die Zusammenfassung einer bestimmten Anzahl von Parteigenossen war zweckmäßig, da nur durch diese mit einer aktiven Arbeit gerechnet werden konnte. Die Aufgaben bestanden ausschließlich in Propaganda.

Die in der Kampfzeit der Partei gestellten Auf­gaben der Gewinnung des Volkes für die natio­nalsozialistische Weltanschauung sind nach der Machtübernahme durch umfassendere Aufgaben­gebiete ergänzt worden. Anläßlich des Appells der Politischen Leiter auf dem Reichsparteitag der Freiheit 1935 sprach der Führer wie folgt: „So geht der Kampf weiter, und wir kommen in die Periode der zweiten großen Aufgabe, der fortgesetzten Erziehung unseres Volkes und der Ueberwachung unseres Volkes. Der Erziehung mit dem Zweck, uns alle und unser Volk immer mehr in die Welt der nationalsozialistischen Idee hineinzuführen, und der Ueberwachung, daß nir­gendwo ein Rückschritt oder gar ein Verfall statt­findet.«

Erfahrung lehrt unwiderleglich, daß fortge- setzte Erziehung und Ueberwachung eines Volkes und Sorge um die Volksgenossen und -genosfinnen aus Büro und Schreibstuben, öder allein mittels Erlaß von Gesetzen, Anord­nungen und Verfügungen, so notwendig diese auch sind, oder durch den dauernden Einsatz eines Polizeiapparates, und mag dieser noch so ein­wandfrei funktionieren, nicht möglich ist. Die Nichtbeachtung dieser geschichtlichen Lehre führte zum 9. November 1918 Der Führer hat die Na­tionalsozialistische Deutsch« Arbeiterpartei geschaf­fen, diesen Tag der Schande aus der Geschichte des deutschen Volkes auszulöschen, und er hat sie geformt und entwickelt, um eine wahre Volks- führung aufzubauen.

Erziehung und Ueberwachung können in dem Begriff der Betreuung zusammengefaßt werden. Wenn es Ausgabe der Partei ist. das gesamt« Volk dauernd zu betreuen, sann mutz die Organi­sation der Volksbetreuung so beschaffen sein, baß sie in allen Stäoten und Dörfern Deutschlands auch wirklich den letzten Volksgenossen ersaßt. Die unterste Organisation der Partei ist demnach das wesentlichste Moment der Erhaltung für alle Zukunft. Ein völlig geordnetes übersichtliches und alle Volksgenossen umfassendes System der Blocks

und Zellen der NSDAP. schafft die Voraus­setzung für die Erfüllung unsere.r Aufgaben.

Es war daher meine Aufgabe als verantwort­licher Reichsorgamisationsleiter der NSDAP., das wichtigste, organisatorische Instrument der Partei, das Block- und Zellensystem, auf die neuen Aufgaben umzustellen bzw. neu zu ordnen. Die Block- und Zellenleiter dienen nicht Sonder­ausgaben der NSDAP., sondern sie dienen allein dem gesamten Volke. Diese Volks- üetrsuung setzt voraus, daß der Blockierter der NSDAP. unmittelbar an den Volksgenossen her­ankommt. Dies wird dadurch erreicht, daß ihm nicht, wie früher, nur eine Anzahl Parteigenossen zur Betreuung untersteht, sondern er nunmehr für alle Volksgenossen und Volksgenossinnen eines bestimmten Wohnbereiches zuständig ist. 10 bis 60 Haushaltungen sind das Arbeitsgebiet eines Blockleiters, 4 bis 8 Blocks ergeben eine Zelle, mehrere Zellen ergeben eine Ortsgruppe der NSDAP.

Durch diese geschaffene Neuordnung haben die Blockierter der Partei die Möglichkeit, sich mit der Zeit in ihr verantwortungsreiches Aufgaben­gebiet der Betreuung und Ilmsorgung der ihnen anvertrauten Volksgenossen und Volksgenossinnen einzuarbeiten. So soldatisch der Politische Leiter seitens der Partei ausgerichtet wird, so wenig ist es jedoch seitens der Vlockleiter möglich, durch Kommando, durch Befehle allein zu wirken Der Vlockleiter wird immer bestrebt sein, die Volksgenossen von der Notwendigkeit und Rich­tigkeit des Wollens der Partei, des Staates und damit des Führers zu überzeugen.

Das Ziel der Partei ist, durch eine intensive Schulung und Ausbildung der Block- und Zellen­leiter, die selbstverständlich Jahre dauern wird, zu erreichen, daß das Korps der Block- und Zellen­leiter der Partei die Sicherheit gibt, alle Volks­genossen und Volksgenossinnen in nationalsozia­listischem Gemeinschaftsgeist betreut und umsorgt zu wissen.

, Die Auswirkung des neuen Block- und Zellen- systems ist vielseitig. Einesteils kommt der ver­antwortliche Politische Leiter heute an jeden Volksgenossen heran. Weiterhin bekommt die Par­tei durch die neue Block- und Zellenbetreuung die Möglichkeit, bis zum letzten Haus und zur letzten Haushaltung sich ein Bild vom Leben der Volks­genossen aller Berufsstände und Schichten zu machen. Sie kann dadurch erkennen, wie und in welchem Maße die Einrichtungen ihrer Verbände (NSV., DAF.. NS.-Frauenschaft usw.) auszu­bauen sind. Darüber hinaus ist es nunmehr mög­lich, festzustellen, wie weit die seelische und mate­rielle Betreuung des Volkes im einzelnen und im gesamten werden muß. Von den Volksgenossen ans gesehen, kann heute schon gesagt werden, daß sich das Vertrauen zur Partei durch die Tatsache der unmittelbaren Betreuung und Sorge, die sich