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parteiamtliche ^geszeitung
Nachrichlenblatt der Deutschen flrbeitssront Bremen
der Nationlch^ialisten Bremens
flmtsblatt des Senats der Freien lzansestadt Bremen
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Erscheint7malwöchenttMonatsbszug:-rS^S.30einschl.ZustelIgeb.: Pvstbezugsprsismvnatl.L.Zg^ (einscht 47,60 ehe Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 eH/ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz. N-.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H.. Bremen, Geeren 6-8 / Fernsprecher: 641 21 und 81115.
Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Anzeigen-Grundpreise: Tie 22-mm-Ieile im Anzeigenteil 12 eT/, die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Rpf. Ermäßigte Grundpreise liür kleine Jamilien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingiingen Preisliste 6 (Nachlaßstassel 0). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schrlstleitung Dienstag und Freitag 12-/-—13-/, Uhr.
Nr. ro? / ?. Iaiirgang
Montag, 8. November 1SZ?
kinzelpreis 15 Npf.
Starkes Mltecho -es fintikominternpaktes
..das deutsch-italienisch-japanische Abkommen geht alle Nationen an, die nicht untergehen wollen! "
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(Drsidtbsi-iolit uvssrer Lsvliusr 8odriktlsituvg) rä. Berlin, 8. November. Die Presse der Länder steht nnter dem außerordentlich nachhaltigen Eindruck des Veitritts Italiens zum deutsch-japanischen Antikomintern- abkommen. Man vermerkt die weittragende politische Bedeutung dieses Schrittes der italienischen Regierung. Ueoerall kommt in der Presse der verschiedensten Nationen zum Ausdruck, daß die
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Unssr lagesspisge!
Der Veitritt Italiens zum Antikomintern- pakt findet in der Weltpresse stärkste Beachtung.
Rudolf Heg ist mit der Abordnung der NS- DAP. nach seiner Jtalienreise wieder in München eingetroffen.
SA.-Oversührer Hans Zöberlein las vor der SA. in Bremen.
Die Deutsche Arbeitsfront führte in Bremen erstmalig eine eindrucksvolle handwerkliche Feierstunde durch.
Zu Ehren der gefallenen Kolonialkrieger fand am Bremer Rerchskolonialehrenmal eine Gedenkstunde statt.
In der Niedersachfen-Ganliga kamen Ein- toacht-Vraunfchweig, Hannover S8 »nd Werder zu weiteren Siege».
Mit einer machtvollen Kundgebung in den Centralhallen schloß die Leistungsschau des DRL-Kreises Bremen.
Deutschlands Handball- und Hockey-Sport standen im Zeichen des Winterhilfswerkes. Auf dem Pariser Hockey-Turnier besiegte Deutschland die Schweiz 3:0.
An der Fifa-Tagung in Paris nahm erstmals wieder ein Vertreter des nationalen Spaniens teil.
Front gegen den Bolschewismus um ein weiteres starkes Glied vermehrt worden ist.
Die StellungnahmenDeutschlands, Italiens und Japans, die klar zum Ausdruck bringen daß es sich lediglich um «in defensives Abkommen handelt, berichtigen eindeutig die seit längerer Zeit in vielen Hauptstädten verbreiteten Gerüchte, daß die Anwesenheit des deutschen Botschafters in Rom Anlaß zu einem deutsch- italrenisch-japanifchen Militärabkommen oder zu sonstigen offensiven Maßnahmen gegen Dritte sein solle.
kom: „front der 200 Millionen"
Die italienische Presse ist selbstverständlich b e - herrscht von dem großen Ereignis, bedeutet doch die Unterzeichnung des Antikominternpaktes auch auf diplomatischem Gebiet die Unterstreichung der konsequenten antibolschewistischen Haltung Italiens. Die italienischen Blätter legen besonderen Wert darauf, darzulegen welche Kraft die drei Unterzeichnerstaaten des Antikomintern- abkommens zusammen ausmachen. „Giornale d'Jtalia" hat seinen Kommentar ganz auf diesen Gesichtspunkt abgestimmt, indem es schreibt, „Millionenkraft der drei Mächte gibt der politischen Bedeutung dieses Schrittes noch einen ganz
besonderen Nachdruck". Das Blatt stellt fest, daß sich in dem Antikominternpakt die drei jüngsten, mutigsten und verantwortungsbewußten Nationen zusammengefunden haben, insgesamt eine geschlossene Front von 200 Millionen Menschen.
Der „Mailänder „Popolo d'Jtalia" schreibt, die plutokratischen Demokratien, die sich „im Namen der Freiheit" auf die Seite der wilden mos- kowitischen Tyrannei stellten, führten im Namen des Friedens einen Feldzug des Hasses gegen Deutschland, der Europa erniedrige. Wenn das deutsche Volk im Herzen Europas keine Schranken errichtet hätte, dann wäre die bolschewistische Flut bis zum Rhein vorgedrungen, und keine Besesti- gungslinien hätten sie aufzuhalten vermocht. Japan stelle im Fernen Osten die Macht der Ord- . nung dar. Die Ereignisse hätten gezeigt, daß die japanische Macht die einzige sei, die den bolschewistischen Druck in jenem fernen Gebiet eindämmen könne. Das Abkommen gehe alle Nationen, die nicht untergehen wollen, an. Es gelte, die lebenstüchtigen Energien, die unter dem Ansturm der Kräfte der Unordnung nicht zusammenbrechen wollen, zusammenzufassen.
Für den „Carriere della Sera" stellt die Unterzeichnung des Abkommens eine neue großartige Kundgebung der imperialen Politik des Faschismus dar. Es sei zu hoffen, daß sich dem Dreier- Abkommen von Rom nach und nach neue Mitglieder anschließen werden. Der Frieden der Welt sei gesichert durch den mächtigen Aufmarsch der Kräfte, der sich aus der freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland, dem faschistischen Italien uns dem Kaiserreich der aufgehenden Sonne ergebe; er sei dadurch besser gesichert als durch diplomatische Wendigkeit und das Geschwätz von Konferenzen.
Paris: „eruppenbildung gegen Moskau"
Die Pariser Presse spiegelt in ihren Kommentaren deutlich wider, welchen Wert man in Frankreich dem Beitritt Italiens zum deutschjapanischen Pakt beimißt. Während die marxistischen Blätter eine deutliche Berstimmung zei
gen und dem Dreierabkommen einen friedenzer- störenden, offensiven Charakter beilegen wollen, zeigt sich die Rechtspresse weit mehr der wahren Sachlage bewußt. Der „Temps" stellt verbittert fest, daß die Ausdehnung des deutsch-japanischen Paktes gegen den Bolschewismus auf Italien nicht überraschen könne, da sie im logischen Zuge der Entwicklung der deutsch-italienischen Beziehungen liege. Der „Jntransigeant" glaubt, das Abkommen verdächtigen zu können, indem er schreibt, daß die Möglichkeiten für eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Tschechoslowakei durch den Veitritt Italiens ver- schävft seien. Den Beweis für diese Behauptung bleibt das Blatt allerdings schuldig. Ein französisches Abendblatt stellt den Dreierpakt der Brüsseler Fernostkonferenz gegenüber und schreibt: „Die Welt weiß von jetzt ab, daß die Initiative der internationalen Politik in Rom, Berlin und Tokio liegt."
London: „vemskratte nicht bedroht"
In der englischen Öffentlichkeit wird der Antikominternpakt mit einem z. T. außerordentlichen Verständnis aufgenommen. „Evening Standard" erklärt in einem Leitartikel, wenn die drei dynamischen Mächte Deutschland, Italien und Japan einen Pakt abschließen, werde die übrige Welt gern nervös. Nach außen hin bedeute der Pakt natürlich nur «ine Episode in dem ideologischen Kampf gegen den Kommunismus und als solche bedeute er keine unmittelbare Bedrohung der westlichen Demokratien, die, so behauptet das
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selbst imstande seien, sich den Kommunis- om Leibe zu halten. (? Schrift!, der B.Z.)
Zweifellos hätten die drei Mächte dieses diplomatische Instrument nicht nur seiner moralischen Wirkung gegen eine bestimmte Weltanschauung wegen geschaffen, sondern es sei geeignet, einem der Unterzeichneten die diplomatische Unterstützung der anderen Leiden zu verschaffen.
pmsterdam: „Politik auf weite Sicht"
Auch in den Niederlanden findet das Ereignis stärkste Beachtung. Man weist darauf hin, daß es sich hier um die Weiterentwicklung einer Politik handele, die planmäßig und auf weite Sicht daran arbeite, alle Kräfte des Aufbaues in den Dienst der Bekämpfung des Völkermordenden Bolschewismus zu stellen. Die Blätter veröffentlichen den Text des Antikominternabkommens ausnahmslos an erster Stelle.
Prag HSlt sich zurück
Die tschechische Presse hat bisher nur von der Tatsache der Erweiterung des Äntikominternab- kommens Kenntnis genommen. Die Leitartikel- spalten jedoch sind nicht diesem politischen Ereignis gewidmet, da man in der Tschechoslowakei dem „20. Jahrestag der sowjetrussischen Republik" den Vorrang gibts!) und ihn in längeren Artikeln bespricht, wobei unverkennbar sie Sympathie zur Sowjetunion zum Ausdruck kommt. Den Beitritt Italiens zum Antikominternpakt hält die „Bobemia" als Bestätigung einer deutsch-fernöstlichen Linie bemerkenswert.
Men: „Schatten über Moskau"
Die amtliche „Wiener Zeitung" erklärt in einem Leitartikel mit Bezug auf "t,as Antikomi-ntern-
Abkommen. daß am 20. Jahrestag ihrer Gründung die Sowjetunion isoliert dastehe, und die Weltrevolution gründlich diskreditiert sei. Gigantische Schatten fielen auf das „Jubelfest".
kokio: „wichtige flusblicke"
Die gesamt« japanische Presse gibt ihrer einmütigen Freude darüber Ausdruck, daß Italien dem Äntikominternabkommen beigetreten ist. Sie feiert dieses Ereignis in Wort und Bild und hebt besonders die Worte des deutschen Botschafters hervor, der auf die schon lange bestehenden freundschaftlichen Beziehungen Deutschlands mit Japan und Italien hinwies.
„Tokyo Nichi Nichi" betont, daß Japan gerade zur Zeit des Zustandekommens des Abkommens für die Befreiung Lstasiens von der Komintern schwere Opfer bringe. Es fei unnötig, auf chie Mission Deutschlands und Italiens in Europa hinzuweisen, wo die Komintern Spanien verwüste.
„Tokyo Asahi Schimbun" ficht in der Tatsache des Dreierabkommens .wichtige politische Ausblicke. Die ausdrückliche Bezugnahme in der Präambel auf die Gefährdung der Zivilisation im Orient und Okzident sei deutlich auf Spanien und China gerichtet. „Pomiuri Schimbun" ergänzt die Kommentare der übrigen Blätter dahin, daß das deutsch-japanische Abkommen keinerlei Geheimklaussl enthalte. Alle japanischen Zeitungen warnen England und Frankreich und die anderen „Demokratien" wegen ihrer Haltung gegenüber Deutschland und Italien.
Vegeisterung in der japanischen Hauptstadt
festlich geschmückte Stavt / Spmpalstie-KunSgebung vor der deutschen und italienischen Volschast
Tokio, 8. November.
Am Sonntag war ganz Tokio aus Anlaß des Veitritts Italiens zum Anti-Komintern-Abkom- men festlich mit Flaggen, Transparenten und den Emblemen der drei Länder geschmückt. An vielen Gebäuden der großen Zeitungen, Geschäfte, Gaststätten und Kinos waren Bilder vom Führer, Ministerpräsident Konoe und dem Dnce angebracht. Um die Mittagsstunde zogen 30 Kapellen mit insgesamt 700 Musikern zum Kaiserpalast und zu den beiden Botschaften, wo sie die Natio- nallieder der drei Länder spielten. Am Abend war die ganze Stadt illuminiert. Lichterketten säumten die Umrisse der öffentlichen Gebäude, die zum Teil auch mit Scheinwerfern angestrahlt waren. Besonders eindrucksvoll war das Bild auf der Hauptstraße Ginza und allen größere» Be- zirkshanptstrahen.
Im Hibiya-Park fand eine Versammlung statt, an der viele Zehntausende teilnahmen. Rund 15 000 Lqmpionträger waren beteiligt, die Flaggen der drei Länder trugen und kleine und große Lampions mit den Emblemen Hakenkreuz, Sonne und Fascio. Ein riesiger Demonstrationszug marschierte im Anschluß daran zum Kaiserpalast und den beiden Botschaften, zu den Verwaltungsgebäuden von Heer und Marine sowie zum Auswärtigen Amt, die festlich geschmückt und illuminiert waren. Am Haupteingang des Auswärtigen Amtes waren gewaltige Flaggen der drei Länder und riesige Lampions mit den drei Emblemen angebracht.
An der Deutschen Botschaft ließ Botschafter von Dircksen mit allen Herren der Botschaft den fast endlosen Zug an sich vorüberziehen. Immer wieder grüßte und dankte er für die Heilrufe der begeisterten Menge.
Mussolini an densichrer
Berlin, 8. November.
Der italienische Regierungschef Mussolini hat an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet: Ew. Exzellenz danke ich für die Botschaft, die Sie an mich gerichtet haben und die mich sehr erfreute. Mit dem heute abgeschlossenen antikommunistischen Pakt errichten das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland ein neues Band der Gemeinschaft und des Einverständnisses untereinander und mit Japan zur gemeinsamen Verteidigung der Zivilisation und des Friedens der Welt. Ich bitte Sie, meine Glückwünsche hierzu und meine freundschaftlichen persönlichen Grüße entgegenzunehmen.
Mussolini.
Her sichrer an ür. Leu und Liane«!
Berlin, 8. November
Auf ein Telegramm des Reichsleiters Dr. Ley und des Präsidenten des Faschistischen Industrie- verbandes, Cianetti, aus Neapel, hat der Führer und Reichskanzler wie folgt geantwortet: „Den deutschen und italienischen Arbeitern danke ich für die mir anläßlich der Ankunft deutscher KdF.-Schiffe in Neapel und der Unterzeichnung des deutsch-italienisch-japanischen Abkommens telegraphisch übersandten Grüße, die ich herzlichst erwidere. Adolf Hitler."
fürst konoe beglückwünscht fldolf stiller
Berlin, 8. November
Der japanische Ministerpräsident, Fürst Kanoe, >at an den Führer und Reichskanzler folgendes Lelegramm gerichtet: „In der Ueberzeugung, daß das heute von den Vertretern Deutschlands. 2ta-
liens und Japans unterzeichnete Protokoll über den Veitritt Italiens zum Antikominternpakt einen Markstein in der Geschichte des Abwehrkampfes unserer Völker gegen die internationale Gefahr des Kommunismus bildet, spreche ich Ew. Exzellenz herzlichste Glückwünsche aus und verbinde damit aufrichtige Wünsche für die Zukunft des befreundeten deutschen Volkes."
sestbankett im Pala;;o Venezia
Der Stellvertreter des Führers unter den Gäste» Rom, 8. November.
Aus Anlaß der Unterzeichnung des deutsch- italienisch-japanischen Protokolls hat der italienische Regierungschef Benito Mussolini am Sonnabendabend im Palazzo Venezia für die Unterzeichner des Protokolls, Botschafter von Ribbentrop und Botschafter Hotta, ein Essen gegeben. Zu diesem Essen hatte der Dnce auch Reichsminister Rudolf Heß und die Parteiabordnung eingeladen. — Vorher hatte der Dnce Botschafter von Ribbentrop empfangen; die Unterredung hat im Beisein von Gras Ciano etwa zwei Stunden gedauert.
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Botschafter von Ribbentrop hat noch am Sonntagnachmittag Rom verlassen und sich nach Deutschland zurückbegeben.
Sübeleasteln Molotows
Moskau, 8. November.
Aus Anlaß des 20. Jahrestages der bolschewistischen Oktoberrevolution erklärte der Vorsitzende des Volkskommissariats, Molotow, die Sache der spanischen Volschewisten stehe der Sowjetunion besonders nahe und verdiene ihre volle Unterstützung. Auch hinsichtlich Chinas sparte Molotow nicht mit Sympathieerklärungen. Sodann erklärte er, daß die Sowjetregierung für die Erhöhung der Kriegsbereitschaft der Roten Armee unentwegt weiter Sorge tragen werde. An der Truppenparade nahmen alle Waffengattungen teil.
See moskaustörige venesch
Ein bezeichnendes Glückwunschtelegramm Prag, 8. November
Der tschechische Staatspräsident Dr. Benesch sandte dem Oberbolschewist Kalinin folgendes „Glückwunschtelegramm": „Ich beehre mich, Sie aus Anlaß des 20. Jahrestages der Oktober- Revolution zu beglückwünschen. Die tschechoslowakische Republik begrüßt aufs herzlichste die erreichten Erfolge des Sowsetverbandes und wünscht dem Verband und seinen Nationen weitere Erfolge und Entfaltung. Eduard Benesch."
Kern krbanlprmi, stusgebürgerter
rö Berlin, 8. November.
In einem Reichsgesetz, das soeben von der Reichsregierung erlassen wurde, werden die Erb- ansprüche Ausgebürgerter geregelt. Danach können Personen, die der deutschen Staatsangehörigkeit verlustig gingen, keinen Erbanspruch auf die Nachlässe von deutschen Staatsangehörigen im Todesfall erheben. Im gleichen Gesetz werden Schenkungen deulscker >staatsangeböriger an ausgebürgerte Person.n verboten. Ferner wird bestimmt, daß ein Erblasser deutscher Staatsangehörigkeit und deutschen oder artverwandten
Blutes seinen Kindern oder anderen Verwandten den Pflichtteil entziehen kann, wenn diese entgegen dem gesetzlichen Verbot eine Ehe mit Juden eingegangen sind.
Kammer und Such
Essen, 8. November.
Im Städtischen Saalbau fand anläßlich des Abschlusses der deutschen Vuchwoche 1037 eine groß« Kundgebung statt. Nach einem Muftkvor- trag sprach der Landesstellenleiter der Reichskammer der Bildenden Künste, Kultursenator Kelter, über die Jdeenverbindung von Weimar und Essen anläßlich der Woche des deutschen Buches. Anschließend ergriff der Leiter der Abteilung Schrifttum des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und stellvertretende Vorsitzende der parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des NS.-Schrift- tums, Hauptamtsleiter Hederich, das Wort. Seine große kulturpolitische Rede stand unter dem Leitgedanken der Idee und Sendung des deutschen Buches. Dann hielt Staatsrat Hanns I o h st die Schlußansprache.
Ne Neichs-Kubertusfeier
Vraunschweig, 8. November.
Auf dem sagenumwobenen Hainberg beging am Sonntag die deutsche Jägerschaft die Reichs- Hubertusfeier in Gegenwart des Reichsjäger- meist-ers Generaloberst Eöring und zahlreicher ausländischer Ehrengäste.
Reichsjäaermeister Generaloberst Eöring hielt die Festansprache. Er gab der deutschen Jäger- chaft die folgende Parole: Die von mir festge- etzten Abschußpläne sind rückhaltlos durchzuführen, um einen übermäßigen Wildschaden unter allen Umständen entgegenzutreten und die Ausartung unseres Wildes weiter zu fördern.
Sie alten geblieben
In der grauen Windjacke
In diesem Jahre werden die alten Kampfe geführten des Führers am 9. November zum ersten Male wieder tn der grauen Windjacke zur Feldherrnhalle marschieren. Der Führer selbst hat durch eine Verfügung hierzu seine Genehmigung erteilt und mit dieser Maßnahme den alten Kämpfern ein Ehrenkleid wieder verliehen, das die Hitlersoldaten der Anfangszeit der Bewegung bis zum 9. November 1923 auszeichnete.
Die Windjacke war aus dem Feld und der Kriegszeit her übernommen, und wo sie in den Jahren der Revolte geschlossen und mit Koppel getragen wurde, da bedeutete sie Ordnung und Disziplin gegenüber dem Aufruhr, der in Stadt und Land rings um die Streiter der damaligen nationalen Kampfoerbände brandete. Nicht allein das „Regiment München" der Nationalsozialisten, das damals unter Vrückner stand und mit den anderen auswärtigen Regimentern und Verbänden zur Hermann Göring unterstellten SA. gehörte, trug die Windjacke. Auch der Bund „Oberland" und die „Reichskriegsflagge" hatten sie als einheitliches Bekleidungsstück über der Tracht bzw. Uniform eingeführt.
Als die alten Kämpfer am 9. November des. Jahres 1933 sich zum ersten Male wieder im Vürgerbräu sammelten, um gemeinsam den Er« innerüngsmarsch zur Feldherrnhalle anzutreten^ da trugen sie auf Befehl des Führers das einfache Braunhemd. Dieses Braunhemd ohne Abzeichen und Kopfbedeckung ist bis heute das Kennzeichen der „Alten" bei den Novemberfeiern und bei sonstigen Gelegenheiten, zuletzt Leim Mussolinibesuch gewesen. Es wurde getragen, solange der Führer noch keine eigens Uniformis- rung für die alten Kämpfek angeordnet hatts.
2m einfachen Braunhemd haben die alten Kämpfer zwei Jahre später am 9. November 1935 die Särge ihrer gefallenen Kameraden in ihre Mitte genommen und sie zu den von der Partei erbauten Ehrentempeln der Bewegung geleitet. Dort halten die teuren Toten seitdem Ewige Wache, und beim letzten Appell, bei dem die Namen der Toten gerufen wurden, riefen die alten Kämpfer gemeinsam mit der Hitlerjugend: Hier!
Klar und stolz werden die alten Kämpfer auch an diesem 9. November den Erinnerungsmarsch antreten, nunmehr zum ersten Male wieder in ihren historischen grauen Windjacken; und wenn wieder wie damals hinter der Vlutfahne an ihrer Spitze der Führer marschieren wird, wissen sie: wir sind der graue Block, der einst in Ordnuiig und Disziplin aus der Dämmerung des Kriegsendes und der Revolte heraufkam, wir sind der Block, der einst den Marschtritt angegeben hat, und hinter uns marschieren im gleichen Marschtritt die braunen Blöcke der Bewegung im selben Braunhemd, das wir heute nnter der grauen Windjacke als unser kostbarstes Gut aus der Kampfzeit der Partei nach dem 9. November 1923 tragen.
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Berlin, 8. November.
Dem Gedächtnis der Helden von Langemarck war eine weihevolle Gedenkfeier im Sportpalast gewidmet. Mit den Frontsoldaten vereinigte sich die Hitler-Jugend im Gedenken an die Gefallenen. Baldur von Schirach sprach über den tieferen Sinn dieses Tages. Generalleunant a. D. von Metzsch hielt die Festrede. Generalmajor Freiherr Grote gedachte in der Schlußansprache des Führers.
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Mir der flbordnung der NSVflp. in München eingetroffen
München, 8. November.
Die von Rudolf Hetz geführte Abordnung der NSDAP. kehrte am Sonntagmittag von dem Besuch in Italien nach Deutschland zurück. Die um 9.30 Uhr in Rom gestartete Maschine der Deutschen Lufthansa kam gegen 12.30 Uhr in Sicht des Flughafens München-Oberwiesenfeld und setzte nach einer Ehrenrunde fünf Minuten später auf dem Rollfeld auf.
Der Stellvertreter des Führers, Heß, sandte von unterwegs an Benito Mussolini folgendes Telegramm: „Beim Verlassen des faschistischen
Italiens gedenke ich dankbar der unvergeßlichen Tage, die ich mit der deutschen Abordnung in diesem herrlichen Lande inmitten Ihres jugend- frischen und zukunftssicheren Volkes verbracht habe. Die einzigartige Feier des 15. Jahrestages des Marsches auf Rom. an der ich als Vertreter des Führers auf Ihre Einladung teilgenommen habe, hat die Verbundenheit des Fa- ichismus und des Nationalsozialismus vor aller Welt offenbart Zugleich sind wir bei der Ein- weibung von Aprilin Zeugen der friedlichen Eroberungen geworden, die das neue Italien »mei Ihrer genialen Führung täglich vollbringt so wie wir andererseits durch unsere Fahrt nach
Libyen einen starken Eindruck von der italienischen Kulturarbeit im afrikanischen Imperium Italiens empfingen. Heil Italien und seinem Duce! (gez.j: Rudolf Heß."
Reichsleiter Dr. Ley hat mit seiner Begleitung am Sonntag Neapel im Flugzeug verlassen und ist in München gelandet.
Gauleiter Carl Rover unternahm am Sonnabend in Begleitung des Ministerpräsidenten ^oel sowie anderer führender Männer der Partei und ihrer Gliederungen eine Besichtigungsfahrt durch den Kreis Berjenbrück. Abends sprach der Gauleiter in einer großen Kundgebung in Qua- kenbrück.
V. Schirach Mitglied des Reichsbauernratcs. Der Reichsbauernfllhrer Reichsminister Darre hat anläßlich des 9. November den Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, als ordentliches Mitglied in den deutschen Reichsbauernrat berufen.
Gauleiter Förster. Danzig, sprach aus einer Großkundgebung in Düsseldorf. „Obwohl uns in Danzig". so erklärte er u. a., „von euch eine schranke trennt, so ist für unsere Herzen Danzig aber nicht von euch getrennt."