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parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichtendlatt der Deutschen flrdeitsstont vremen
der Nationalsozialisten Vremens
Amtsblatt des Senats der Freien kjansestadt Vremen
Erscheintlmal wöchentl. Monatsbezug: eT^kL.Zg einschl. ZusteNgeb.; Postbezugspreis monatl. 2,30 (einschl. 47,8« ^ Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz. NS.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H„ Bremen, Teeren 8-8 / Fernsprecher: S41 21 und 51115.
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Nr. ros / 7. Jalzrgang
Sonnabend, 6. November 1SZ7
kinzelpreis 15 Npf.
Neutsch-polnisches Wnderbeiten-flbkommen
Her fülirer gib» ein neues veispiel für die unmittelbare friedliche Zusammenarbeit zweier Staaten
pakt-vewSliruirg
orden Berlin, K. November.
Die deutsche Regierung und die polnische da in ErwartungRegierung haben Anlaß genommen, die r Ohr lauschte gcha-', Lage der deutschen Minderheit in Polen und h. Der Hund heulte« der polnischen Minderheit in Deutschland ff'net"die Tür ÜÄd Gegenstand einer freundschaftlichen
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srtsetzung solgÜ
Onser lagvsspiegel
Deutschland und Polen haben ein freundschaftliches Minherheiten-Abkommen geschlossen.
Die Brüsseler Fernost-Konferenz steht im Zeichen der Uneinigkeit.
Rudolf Heg kehrte nach einem Flug über Libyen nach Tripolis zurück.
Botschafter von Ribbentrop ist in Rom eingetroffen.
In Budapest wurden jüdisch-kommunistische Agitatoren verhaftet.
Widerliche Werbemethoden riefen einen Fu'g- Lallskandal in Paris hervor.
Professor Piccard widmet sich künftig der Tiefseeforschung.
Der deutsche Botschafter in Brasilien hielt sich zu wirtschaftlichen Besprechungen in Bremen aus.
SA., ss und NSKK. treten heute und morsen zum Großeinsatz sür die 2. Reichsstraßen- sammlung an.
Kreisobmann Schwenk eröfsnete den Leistungskamps der Betriebe in Bremen.
Zu den Opsertagen des deutschen Sports veröffentlicht der Reichssportführer einen Ausruf.
Der Jugendsührer des Deutschen Reiches ordnete die Einführung eines Reichsschwimm- scheines an.
Ein großer Ersola wurde die diesjährige Hubertusjagd in Werden.
Max Schmeling verließ Deutschland, um sich Harry Thomas zu stellen.
Aussprache zu machen. Sie sind übereinstimmend der Ueberzeugung, daß die Behandlung dieser Minderheiten für die weitere Entwicklung der freundnachbarlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen von großer Bedeutung ist und daß in jedem der beiden Länder das Wohlergehen der Minderheit um so sicherer gewährleistet werden kann, wenn die Gewißheit besteht, daß in dem anderen Land nach den gleichen Grundsätzen verfahren wird. Zu ihrer Genugtuung haben die beiden Regierungen deshalb feststellen können, daß jeder der beiden Staaten im Rahmen seiner Souveränität sür die Behandlung der genannten Minderheiten nachstehende Grundsätze als maßgebend ansteht:
1. Die gegenseitige Achtung deutschen und polnischen Volkstumes verbietet von selbst jeden Versuch, die Minderheit zwangsweise zu assimilieren, die Zugehörigkeit zur Minderheit in Frage zu stellen oder das Bekenntnis der Zugehörigkeit zur Minderheit zu behindern. Insbesondere wird auf die jugendlichen Angehörigen der Minderheit keinerlei Druck ausgeübt werden, um sie ihrer Zugehörigkeit zur Minderheit zu entfremden.
2. Die Angehörigen der Minderheit haben das Recht auf freien Gebrauch ihrer Sprache in Wort und Schrift sowohl in ihren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen wie in der Presse und in öffentlichen Versammlungen. Den Angehörigen der Minderheit werden aus der Pflege chrer Muttersprache und der Bräuche ihres Volkstumes sowohl im öffentlichen wie im privaten Leben keine Nachteile erwachsen.
3. Das Recht der Angehörigen der Minderheit, sich zu Vereinigungen, auch zu solchen kultureller, und wirtschaftlicher Art, zusammenzuschließen, wird gewährleistet.
4. ,Die Minderheit darf Schulen in ihrer Muttersprache erhalten und errichten. Auf kirchlichem Gebiet wird den Angehörigen der Minderheit die Pflege ihres religiösen Lebens in ihrer Muttersprache und die kirchliche Organisierung gewährt. In die bestehenden Beziehungen auf dem Gebiet des Bekenntnisses und der charitativen Betätigung wird nicht eingegriffen werden.
5. Die Angehörigen der Minderheit dürfen wegen ihrer Zugehörigkeit zur Minderheit in der Wahl oder bei der Ausübung eines Berufes oder einer wirtschaftlichen Tätigkeit nicht behindert oder benachteiligt werden. Sie genießen auf wirtschaftlichem Gebiet die gleichen Rechte wie die Angehörigen des Staatsvolkes, insbesondere hinsichtlich des Besitzes oder Erwerbs von Grundstücken.
Die vorstehenden Grundsätze sollen in keiner Weise die Pflicht der Angehörigen der Minderheit zur uneingeschränkten Loyalität gegenüber dem Staat, dem sie angehören, berühren. Sie sind in dem Bestre-bey festgesetzt worden, der Minder
heit gerechte Daseinsverhältnisse und ein harmonisches Zusammenleben mit dem Staatsvolk zu gewährleisten, was zur fortschreitenden Festigung des freundnachbarlichen Verhältnisses zwischen Deutschland und Polen beitragen wird.
Line krkliirung fldolf Hitlers
Aus Anlaß der veröffentlichten Erklärung der deutschen Regierung über die Behandlung der polnischen Minderheit in Deutschland empfing der Führer uiÄ Reichskanzler die Herren Dr. Jan Kaczmarek, Stefan Szczepaniak und Dr. Brunon von Openkowfki als Vertreter des Bundes der Polen in Deutschland. Der Führer und Reichskanzler machte hierbei folgende Ausführungen:
„Die übereinstimmende deutsch-polnische Erklärung über den Schutz der beiderseitigen Volksgruppen, die heute von beiden Ländern veröfsent- licht wird, soll die sreundschastlichen Beziehungen zwischen den beiden Völkern verbessern und festigen. Die praktische Ausführung der in dieser Erklärung enthaltenen Richtlinien kann wesentlich zur Erreichung dieses Zieles beitrage».
Das Bestreben der Reichsregierung geht dahin, das Zusammenleben der polnischen Volksgruppe mit dem deutschen Staatsvolk harmonisch und innerlich friedlich zu gestalten. Ich stelle sest, daß der Wille der Reichsregiernng, jedem Reichsbür- ger Brot und Arbeit zu verschaffen, auch gegenüber den Angehörigen der polnischen Volksgruppe besteht und durchgeführt ist. In der Zeit großer Arbeitslosigkeit und großer Entbehrungen, denen Angehörige der deutschen Volksgruppen in Europa noch vielsach ausgesetzt sind, nimmt die polnische Volksgruppe an dem wirtschaftlichen Wiederaufstieg des Reiches in vollem Umfange teil. Gleiche Fortschritte sind in der kulturellen Betätigung der polnischen Volksgruppe gemacht worden, wie ihre vielseitige» organisatorischen Einrichtungen und neuerdings die Errichtung einer weiteren höheren polnischen Schule in Deutschland beweisen. Die Polen in Deutichland müssen aber stets dessen eingedenk sein, daß der
Gewährung von Schutzrechten die loyale Erfüllung der dem Staate zu leistenden Pflichten und der Gehorsam gegen die Gesetze gleichwertig gegen- iibertreten.
Der Schutz der deutschen Volksgruppe in Polen, vor allem in ihrem Recht aus Arbeit und Verbleib aus ihrer angestammten Scholle, wird auch zur Sicherung der polnischen Volksgruppe in Deutschland beitragen. Das hohe Ziel des Paktes, den ich seinerzeit mit dem großen polnischen Staatsches Marschall Pilsudski geschlossen habe, wird durch diese gemeinsame deutsch-polnische Erklärung zur Minderheitenfrage seiner Verwirklichung nähergerückt."
Der Hauptgeschäftsfiihrer des „Bundes der Polen in Deutschland", Dr. Kaczmarek, gab namens der in Deutschland lebenden Polen deren Dank und Freude über den Empfang und die Worte des Führers Ausdruck und versicherte den Führer und Reichskanzler der vollsten Loyalität der polnischen Volksgruppe gegenüber dem Reich und seinem großen Führer.
2m Laufe der sich hieran anschließenden Unterhaltung machte der Führer davon Mitteilung, daß er die Freilassung einer Anzahl von in Haft befindlichen Angehörigen der polnischen Volksgruppe in Deutschland, die in ihrer politischen Betätigung mit den deutschen Gesetzen im Widerspruch geraten sind, angeordnet habe.
Polens volfchafier beim sichrer
Der Führer und Reichskanzler empfing am Freitag den polnischen Botschafter in Berlin, Herrn Lipski. In der Unterhaltung mit dem Botschafter gab der Führer und Reichskanzler seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß es gelungen sei, nunmehr auf dem für die deutschpolnischen Beziehungen besonders bedeutungsvollen Gebiet der Minderheiten eine Einigung zu erzielen, wodurch der Beweis erbracht sei, daß die deutsch-polnische Erklärung vom Januar 1934 und der darin vorgesehene Weg der unmittelbaren Verständigung sich nach wie vor bewähre.
Bei der Unterhaltung wurde zugleich festgestellt, daß die deutsch-polnischen Beziehungen durch die Danziger Fragen nicht gestört werden sollen.
Vertreter der deutschen Minderßeit beim polnischen Staalspriisidenten
Warschau, 6. November.
Aus Anlaß-der Erklärung der polnischen Regierung über die Behandlung der deutschen Minderheit in Polen empfing der polnische Staatspräsident gestern als Vertreter der deutschen Minderheit die Senatoren Hasbach und Wiesner und Herrn' Kohnert. Der Staatspräsident hat seine Befriedigung über die in beiden Ländern veröffentlichten Erklärungen, die im Sinne der deutsch-polnischen Verständigung vom 26. Januar 1934 abgefaßt sind, ausgedrückt und hat versichert, daß die deutsche Minderheit in Polen bei einer loyalen Einstellung zum polnischen Staate und dessen Verfassung auch weiter auf eine freundliche Beachtung ihrer Interessen seitens der polnischen Regierung rechnen kann.
Senator Wiesner dankte dem polnischen Staatspräsidenten sür die soeben verkündete deutsch- polnische Erklärung. „Damit wird", so betonte er „von uns die stärke Spannung genommen, die an? uns allen in den letzten Monaten lastete. Wir hoffen, daß der Geist der Verständigung und der Wertschätzung beiderseitigen Volkstumes alle durchdringen und daß diese von so großem Willen getragene Erklärung auch überall in die praktische Tat umgesetzt werden wird. Wir Deutschen bringen diesen Willen mit und wollen weiter in treuer Pflichterfüllung zum Staat und zu unserem Volks- tum stehen. Nehmen Sie bitte. Herr Staatspräsident, in dieser Stunde von historischer Vermutung aus unserem Munde die feierliche Erklärung entgegen, daß wir Deutschen uns voll und ganz als aufrichtige Bürger der Republik und mit ihrem Schicksal verbunden fühlen,"
Der oolnisckie Staatspräsident empfing anschließend den deutschen Botschafter in Warschau, Herrn von Moltke,
«Wir W die politischen Seelsorger des Volkes"
Vr. Soebbels gab im verliner Sportpalast einen überblick über die großen politischen Linien der Staarsjübrung
Berlin, 6. November
Der Verliner Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels eröffnete gestern abend mit einer gewaltigen Massenkundgebung im überfüllten Sportpalast die Winterarbeit seines Gaues. Unter Hinweis auf übereifrige und vorzeitige Mutmaßungen einer gewissen Auslandspresse über den Inhalt seiner Rede betonte Dr. Goebbels, daß er nicht auf dieser Kundgebung spreche, um mit Sensationen aufzuwarten, sondern weil er das Bedürfnis habe, sich in bestimmten Zeitabschnitten erneut über alle dringenden Probleme mit dem Volk auseinanderzusetzen, das ja in Wirklichkeit der Auftraggeber der Regierung sei und daher ein Anrecht darauf habe, über die Beweggründe der gefällten und der zu fällenden Entscheidungen unterrichtet zu werden.
Unter dem lebhaften Beifall seiner Zuhörer stellte Dr. Goebbels dann fest, daß die Absichten der nationalsozialistischen Regierung ganz klar seien und daß die Welt durch ihre Handlungen nur deshalb überrascht werde, weil sie den Nationalsozialismus nicht kenne.
„Die Ziele des Nationalsozialismus werden verwirklicht. — Zug um Zug und Stück um Stück, allerdings auch mit der dazugehörige» Ruhe, denn alles Große wächst mit der Zeit!"
Immer wieder von Beifall und stürmischer Heiterkeit unterbrochen, widerlegte Dr. Goebbels mit schlagkräftigen Argumenten den Vorwurf, die Führer des Nationalsozialismus redeten zu viel und meist immer wieder dasselbe. „Unsere Grund
sätze," betonte Dr. Goebbels, „sind die gleichen wie vor 15 Jahren, und selbstverständlich müssen wir heute in derselben Art darüber reden wie damals. Das ist ja unser Lob und unsere Ehre, daß wir uns nicht geändert haben."
In seinen weiteren Ausführungen umriß Dr. Goebbels Sinn und Zweck dieser Kundgebung, in der all die Probleme und Sorgen des Alltags einmal besprochen und geklärt werden sollen, über die das Volk eine Aufklärung wünscht. „Wir sind ja nun einmal die politischen Seelsorger des Volkes", stellte der Minister unter minutenlangem Beifall seiner Zuhörer fest. „Sie alle sind gläubigen Herzens und voll starken Vertrauens zu uns gekommen, um von den Sorgen, die das Leben nun einmal mit sich bringt, irgendwie befreit zu werden. (Fortsetzung auf Seite 2)
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kine europäische 7a»
Von
Wilhelm Jung
rä. Berlin, 6. November
Der Empfang polnischer Minderheitenführer durch Adolf Hitler und der deutschen Minderheitenführer durch den polnischen Staatspräsidenten in Warschau ist der Anlaß einer gemein-, samen deutsch-polnischen Erklärung gewesen, die als ein weiterer hocherfreulicher Fortschritt indenBeziehungen derbeiden Staaten zueinander und als eine llntermauerung des Abkommens vom Januar 1934 zu werten ist. Es wäre irrig, die beiderseitigen feierlichen Zu- sicherungen nur von der juristischen Seite zu betrachten. Allerdings schaffen sie nach der Kündigung der Kontrollrechte des Völkerbundes auf Grund des Minderheitenschutzgesetzes durch Polen am 29. September 1934 und nach dem Ablauf der Schutzbestimmungen der Genfer Konvention für Ostoberschlesien am 18. 2uli 1937 eine neue, für beide Staaten verpflichtende Grundlage, auf der selbst Streitfragen in Zukunft geklärt werden können. Der vom Führer in seiner Reichstagsrede vom 21. März 1935 bereits eindeutig zum Ausdruck gebrachte Wille des deutschen Volkes, grundsätzlich keine Minderheiten entnationa- lisieren zu wollen, findet durch die deutsche Erklärung eine in die Einzelheiten gehende Bestätigung.
Die jetzt eingegangenen Minderheitenschutzverpflichtungen beseitigen nicht nur die einzige, allerdings nicht zu unterschätzende Gefahrenstelle in den deutsch-polnischen Beziehungen, wie sie sich nach dem Nichtangriffsabkommen entwickelt haben; sie befestigen auch den Ausgangspunkt für sicher begründete friedliche Beziehungen der beiden Völker zueinander. Es ist nunmehr zu erwarten, daß keine Minderheiten- konflikte mehr den Weg für eine friedliche Zusammenarbeit erschweren.
Da wir von ganzem Herzen hoffen, daß die beiderseitigen Erklärungen einen Schlußstrich auch unter die jüngste Vergangenheit setzen, wollen wir einen Rückblick aus das Schicksal der deutschen Minderheiten in Polen unterlassen. Wir hegen die starke Zuversicht, daß nunmehr für die Deutschen in Polen eine neue Zeit freier völkischer Entfaltung als loyale Bürger des polnischen Staates beginnen wird.
Die polnische Regierung hat sich gegenüber der deutschen Minderheit und dem ganzen deutschen Volke verpflichtet, den Deutschen volle kulturelle, soziale und wirtschaftliche Freiheit zu gewähren. Die deutsche Regierung hat ebenfalls die der polnischen Minderheit schon seit langem gewährten Rechte erneut bestätigt. Polen hat mit der deutschen Minderheitenschutzerklärung das Lebensrecht der deutschen Sprache in Schulen und Kirchen feierlich zugestanden. Es ist zu hoffen, daß das deutsche Volkstum in Polen nunmehr keine Klagen zu erheben braucht über Benachteiligung des Deutschtums in der Erteilung von Schulkonzssstonen. Die Bereinssreiheit wird wiederhergestellt werden. Gerade dieser Punkt der Erklärung ist von besonderer Wichtigkeit. Als besonders wesentlich zu werten ist die in den Erklärungen enthaltene Zusicherring, daß in Zukunft kein Druck auf die Jugendlichen ausgeübt werden soll. Ein Fehlurteil, wie es in diesem Jahr erfolgte und zur Bestrafung deutscher Jungen führte, die auf einem Bauernhof einen Freiwilligen Arbeitsdienst ausgezogen hatten, würde nicht mit den neuen Minderheitenschutzversicherungen vereinbar sein.
Wenn beide Regierungen feierlich darauf Verzicht leisten, Angehörige der Minderheiten zwangsweise zu assimilieren, dann ist darunter auch zweifellos zu verstehen, daß jeder wirtschaftliche Druck vermieden wird. Die Klagen, die z. B. aus Ostoberschlesien über Benachteiligung deutscher Minderheitenangehöriger bei Entlassungen und bei Neueinstellungen gekommen sind, die auch verschiedentlich zu Eingaben und Appellen deutscher Senatoren geführt haben, werden, so dürfen wir annehmen, bald nur noch eine Erinnerung an die traurige Zeit eines nunmehr beendeten Mißverständnisses sein. Der Angehörige der Minderheit soll nicht ein eben noch geduldetes und soweit wie irgend zulässig entrechtetes Wesen sein, das man nicht ganz ausrotten kann, vielmehr verpflichten sich die beiden Staaten, in den Angehörigen der Minderheit eine keineswegs benachteiligte Volksgruppe zu sehen. Der Minderheitenangehörige kann Bo- denerwerben, auf dem er wohnt. Er ist nicht nur geduldeter Gast, sondern bodenver- wurzelt und gleichberechtigt.
Die beiden Regierungen haben mit dielen Er- '!:-:r-n„>'n eine .-»ropälsche ^ot vollb.->-.;1". haben im Geiste der europlii,ü,-.'n >au .e.-u lichkeit einen Weg vorgezeichnet, der in den aus- gefahrenen Gleisen der Kleingcistigkeit niemals hätte gesunden werden können.