parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront vremen
mlisten Vremens
slmtsblan des Senats der Freien Hansestadt vremen
Eischeint7mal Wochen«. Monatsbezug: ^-«2,30 einschl.Zustellgeb.; Postbezugspreis mvna«. 2,38^-« (einschl. 47,80 Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar.
Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattuna oder Ersatz RS.-Gauberlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen, Teeren 8-8 / Fernsprecher: 84121 und 81118.
Vas amtliche Verkimdungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Anzeigen-Trundpreise: Ti« 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 M/, dl« 78-mm-ZeiIs lm Textteil 78 Rps. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 8 lNachlaßstafsel 6). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: B-rlag werktäglich 12-1» Uhr; Lchristleitung Dienstag und Freitag 12«/»—13»/, Uhr.
Nr. ZtM / 7. Jahrgang
Montag, 1. November 1SZ7
kinrelpreis 1S Npf.
weilte des Musierdelmbaues der Nordsee-ftl.
der Neichsjugendsülirer übergab in slnweseicheit unseres Sauleitero das Hermann-Vöring-Heim in Meile seiner vestimmung
flusüruck seiner Landschaft
(Lorivbt nusvrss naob kelle outsaucktou Dsvb.-Fvdriktlsitoi's)
Melle, 1. November.
W^hl noch zu keiner Zeit wird das kleine Stäbchen Melle am Südrand unseres HJ.-Ge- bietes Nordsee einen so festlich stimmenden Schmuck seines Strahenbildes gesehen haben wie am gestrigen Sonntag, als es sich im Mittelpunkt einer Feierstunde von weit mehr als nur örtlicher Bedeutung sah. In immer mehr sich verdichtender Lebhaftigkeit hatte sich schon Wochen
Unser lagssspiegvl
Reichsminister Dr. Goebbels eröffnete in Weimar die Woche des Deutschen Buches. 1837.
Der Reichsjugendsührer Baldur von Schirach weihte in Melle das „Hermann-Göring-Heim" der Hitlerjugend.
Der italienische Botschafter in Paris ist nach Rom zurückgerufen worden.
Kreisleiter Blanke eröffnete die Woche des Deutschen Buches 1937 in Vremen.
In einer erhebenden Feierstunde wurden in Burg 18 Kinder in die Gemeinschaft des Volkes aufgenommen.
Der Ortsgruppensührer der Technischen Not- hilfe, Seichter, verabschiedete sich von seinen Kameraden,
Bei den Europa-Meisterschaften der Freistilringer in München schnitt Deutschland als beste Nation ab.
In den Tschammer - Pokalspielen schlug Schalke Eintracht-Braunschweig nach Verlängerung 1:v durch Elfmeter.
Schlauch-Gera schwamm' in Berlin einen neuen Europa-Rekord.
Einen hohen 34:6-Sieg errang Deutschlands Rugby-Fünfzehn über Belgien.
MMMMMMMMMMMMWMMWMMMMjMMWMMDM
und erst recht Tage vorher das große Ereignis angekündigt. Der Jugendführer des Deutschen Reiches kam zu Ehren und in Anerkennung einer Tat, deren Geist anspornend und befruchtend sich weiterpflanzen wird von Land zu Stadt und Stadt zu Land, denn die kleine Stadt Melle kann mit Stolz auf einen der schönsten Heimbaue der HJ. in ganz Deutschland blicken. Darüber hinaus aber hatte der Umstand noch eine besondere Bedeutung, daß der Reich'sjugendführer — soeben heimkehrend von Paris — in Melle Gelegenheit nahm, große zukünftige Besuche ausländischer Jugendgruppen in Deutschland anzukündigen.
Der festliche Tag, an dem die gesamte Melker Bevölkerung sichtbarlich freudigsten Anteil nahm, fand in einem
sührerapell der Nordsee-HJ.
seinen Auftakt. In der Stadthalle umriß Obergebietsführer Lühr Hogrefe in kurzen klaren Zügen die Richtlinien und Erfordernisse der Winterarbeit der HJ., in deren Vordergrund die Schulung zur Heranbildung einer hervorragenden Führerschaft stehen wird. Der Stabsführer des Gebietes Nordsee, Oberbannfllhrer Kaufe sprach als nächster Redner über Organisationsfragen, während sich Dr. Hai ding, der Referent für Volkstumsfragen im Kulturamt der Reichsjugendführung, über Aufgaben und Zielsetzung der Volkstumsarbeit in, der HJ. verbreitete.
Inzwischen war der Aufmarsch des Bannes Osnabrück auf dem Erönenberg beendet. Schnurgerade ausgerichtet stand der Block angetreten, um sich von dem bisherigen Führer des Bannes, Bannführer Reinhold Wedewen zu verabschieden, der in die Kanzlei des Reichsjugendführers berufen worden ist. Obergebietsführer Lühr Hogrefe sprach dem scheidenden Bannführer Dank und Anerkennung für die vorbildliche Führung des Bannes Osnabrück aus und übergab dann den Bann Osnabrück dem früheren Führer des Deutschen Jungvolks im Gebiet Nordsee, Ober- Lannführer Walter Eismann.
Währenddessen sammelten sich auf dem besonders festlich hergerichteten Melier Marktplatz vor dem Rathaus die Vertreter der Partei, ihrer Gliederungen und der Behörden, um den Reichsjugendführer und unseren Gauleiter Carl Röver zu empfangen, die unter dem stürmischen Jubel der dort wartenden Menschenmenge kurz nach 10.30 Uhr eintrafen. Nach dem Willkomm durch den Kreisleiter und den Bürgermeister von Melle begaben sich der Rcichs- jugendführer mit seiner Begleitung, unter der man auch den Stabsführer Hartmann Lauter- bach er, Obergebietsführer Karl Cerff und unter weiteren auch den Gebietsführer des Gebietes Westfalen Langan ke bemerkte, der bekanntlich vor kurzem die Abordnungen der Hitlerjugend nach Italien geführt hat, und unser Gauleiter durch das Spalier der Melier Bevölkerung nach der Weihestätte des Hauses der deutschen Jugend
Ein farbenfreudiges Bild bot die von hohen Fahnenmasten umsäumte Weihestätte, auf der die Formationen aller Gliederungen der Bewegung Aufstellung genommen hatten. Zahlreich«- namhafte Männer aus Partei, Staat und Wehrmacht des ganzen Gaues Weser-Ems waren erschienen.
M
vor koicbsjiiAonilküIii'vr boxibt sieb naoli seiner kecke in kvKloitunA ües Llanleiters nnck ckes OberAvbiotskülirvrs mir kesivlitiAiinK in ckas Zlustor- beim. Von reekts naeb links: keivlisjuxenckkübrer kalckur von Kebiraeb, Kauloitvr köver nnck OberKvbietskiikror Ickibr llopn'vke. Line Vnsiebt
ckes Kssamtvn Keimes voriikkenliivbten wir bereits in unserer Vns^akv vom loteten Donnerstag.
So sah man an ihrer Spitze den Stellvertretenden Gauleiter, Ministerpräsidenten Joel, von der SA.-Eruppe Nordsee deren Stabsführer Vri- gadeführer Dr>« Brugger, ferner den Eauob- mann der DAF. Pg. Dieckelmann und den Landesbauernführer Eroeneveld. Auch aus den benachbarten Gauen waren viele führende Persönlichkeiten gekommen, um der Einweihung des sich stolz erhebenden Musterheimbaues beizuwohnen.
Unbeschreiblicher Jubel brandete auf, als der Reichsjugendsührer in Begleitung des Gauleiters und des Obergebietsführers Lühr Hogrefe die Weihestätte betrat. Nach dem gemeinsamen Lied „Junges Volk steht auf" schilderten Kreisleiter Seidel und Bürgermeister Dr. Lindemann die Geschichte der Entstehung dieser neuen Gesinnungsburg der H2., die aus dem Opfersinn der Bevölkerung einer kleinen Stadt entstanden sei, ohne daß sich Melle einen Pfennig Schulden aufzuerlegen brauchte. Als der Architekt dieses Baues, der Chefarchitekt der RJF., Dipl.-Jng. Dustmann, die Fertigstellung des Hauies gemeldet hatte, bestieg
der keichsjugendführer
noch einmal mit stürmischen Heilrufen begrüßt, das Rednerpult. Er führte u. a. aus:
„Es ist nur wenige Tage her, da hatte ich das Glück, vom Annaberg aus fast 60 neue Herbergen der HJ. einweihen zu können. Heute stehen wir nun hier in Melle vereint, um ein neues Bauwerk einzuweihen, das sich würdig anreiht all den anderen Gebäuden, die in diesem Jahre, dem Baujahr der H2„ errichtet wurden.
Dieses Haus der Stadt Melle ist ein würdiges Symbol der nationalsozialistischen Jugenderziehung. Ich glaube, es gehört zu den schönsten Bauten, die das Dritte Reich überhaupt errichtet hat. Der Führer selbst hat die Pläne dieses Hauses und später das Modell gesehen und begutachtet. Dieses Gebäude ist ein Ausdruck seiner Landschaft, es spricht von der Treue der Menschen, die dieses Haus erstehen ließen. Noch nach Jahrhunderten wird man diesen Bau anschauen und den sozialistischen Gedanken unserer Zeit verstehen.
Dieier Bau ist Ausdruck des Gemeinsinns der Menschen dieser Stadt, zugleich aber auch ein Zeichen der Tatkraft jener Männer, die hier die Geschichte dieser Stadt und die politische Bewegung leiten. Der Reichsjugendsührer >prach dann dem Bürgermeister, dem Krcisleiter und der Bevölkerung aus Stadt und Land seinen aufrichtigsten Dank im Namen der deutschen Jugend aus für das errichtete Werk. Mit dem Heim haben sich alle, die an ihm mitgewirkt haben, ein Denkmal gesetzt, das die Zeit überdauern wir-. Es erfüll: uns' mit Stolz, zu sehen was geleistet werden kann, wenn man nur mit Leidenschaft und Hingab« und mit einem unbändigen Glauben an das Werk ! herangeht So wird auch dieses neue stolze Ge- l bäude' der deutschen Jugend in aller Zukunft ein Ansporn sein, im gleichen Geiste und in gleicher Opferwilligkeit und Opferbereit- ichait zu handeln
Ein schöneres, kraftvolleres und überzeugenderes Heim konnte sich die Stadt Melle nicht bauen. Deswegen bin ich hierhergekommen, weil ich die
Leistung und die Tat dieser Stadt vor dem ganzen deutschen Volk bekennen will."
Diese Heime gehören allein der Jugend Deutschlands. Hier steht nicht der Pfarrer irgendeiner Konfession oder irgendein Vertreter einer egoistischen Gruppe, sondern in dem Bau werden immer ein Führer oder eine Führerin der Jugend und damit Menschen stehen, die den Staat und die Bewegung in sich verkörpern, und die die Jugend dazu erziehen sollen, daß über alle Stände und Konfessionen hinweg es einen größeren Glauben gibt, der Deutschland heißt.
Der Reichsjugendsührer wandte sich dann an die aufmarschierte Jugend, der er zurief: Ihr müßt die große Aufgabe begreifen, die diesem Jahrhundert gestellt ist. Es wird eine Zeit kommen, in der man euch dafür danken wird, daß ihr kompromißlos und klar die euch in dieser Zeit gestellten Aufgaben erkannt habt.
Ich habe in diesen Tagen in Paris die Einladung an tausend junge Franzosen Uberbracht, im nächsten Jahr nach Deutschland zu kommen. Ich habe dort soviel freudige Zustimmung zu dieser Einladung gefunden, daß ich voll Freude nun an die Vorbereitung für die Durchführung dieses Besuches französischer Jugend in Deutsch-
p.ukn.: Tisobsr
land herangehe. Es ist bei allen denen, die die Begegnung der Jugend unserer beiden Böller in den bereits durchgeführten Lagern beobachten konnten, die Hoffnung entstanden, daß diese Begegnung zu einem Verständnis der beiden Völker beitragen könnte. Ich sehe in dieser Annäherung der deutschen und französischen Jugend ein großes Glück für Europa, und ich möchte, daß ihr auch dieses Haus, das wir hier errichteten, als ein Haus anseht, das in diesem Sinne ein Zeichen der friedlichen Haltung der jungen deutschen Generation sei.
Ich wünsche — und es wird dies der Fall sein — daß im Laufe der kommenden Jahre recht viele Jugendgruppen des Auslandes hierher kommen und von diesem Haus aus die schöne uns umgebende Landschaft und damit zugleich deutsche Art und deutsches Wesen erleben. Aus diesem Sichkennenlernen bildet sich dann später ein wirkliches Verständnis, aus dem Verständnis die Achtung und aus der Achtung, das hoffen wir, eine Freundschaft.
Baldur von Schirach übergab dann das Haus seiner Vestimmung mit den Worten: Ich gebe ihm einen Namen, der uns allen teuer ist, den Namen eines der ersten Mitarbeiter des Führers,
der das schwerst« Werk dieser Zeit aus seine breiten Schultern genommen -.
Haus in der Periode Namen des Mannes den gäbe übertrug, die Frage wirtschaftlicher Befreiung Deutschlands zu lösen. Ich gebe diesem Haus in Melle den Namen: „Hermann-Görina- Heim der Hitlerjugend". Ich glaube an die Macht des Vorbildes, ich glaube an die erzieherische Gewalt der Persönlichkeit und des Raumes. Möge dieser edle Zweiklang, der in dem Wort beschlossen liegt, „Hermann-Göring-Heim", eine Verpflichtung ruhen für alle zukünftigen Generationen, des Raumes würdig zu sein, der seinen Namen trägt und des Mannes würdig zu werden, der in diesem Haus seine Verkörperung gesunden hat, der hier in diesem Hause immer gegenwärtig sein soll, als eine Forderung an die deutsche Nation, im gleichen Geist und in der gleichen Haltung und Entschlossenheit, wie er treu, tapfer und unbeirrbar seine Pflicht zu erfüllen."
Nach der feierlichen Flaggenhissung und dem Gruß an den Führer besichtigte der Reichsjugendführer dann den stolzen Bau und seine musterhaften Einrichtungen, die die „Bremer Zeitung" bereits vor mehreren Tagen schildern konnte und dessen Glanzstück wohl der in einzigartiger Form angelegte Feierraum ist.
Durch ein Spalier der Hitlerjugend begab sich der Reichsjugendsührer mit dem Gauleiter, dem Obergebietsfuhrer und den übrigen Ehrengästen zu der festlichen Ratsherrensitzung im Meiler Rathaus, wo dem preußischen Ministerpräsidenten, Generaloberst Eöring, dem Reichsjugendsührer Baldur von Schirach und dem Gauleiter Carl - Rödrr vonr Bürgermeister das Ehrenbür- gerrecht mit Worten des Dankes für die um die Stadt erworbenen Verdienste verliehen wurde. Baldur von Schirach überreichte dem Kreisleiter und dem Bürgermeister sodann die neugeschaffene Heimbau-Plakette der Hitlerjugend. Nach einem Vorbeimarsch der Formationen an den Reichsjugendsührer vor dem Melier Rathaus nahm Baldur von- Schirach Abschied, um seine Weiterfahrt nach der HJ.-Führer- schule in Hadeln anzutreten.
Heimbautagung des Vebietes Nordsee
Am Nachmittag fand in der Stadthalle in Melle die Heimbautagung des Gebietes Nordsee statt, in der ein Ueberblick über das erste Heimbaujahr der Hitlerjugend im Jahre 1037 gegeben wurde. Die Tagung wurde von Obergebretsfüh- rer Hogrefe eröffnet, der des verstorbenen Regierungspräsidenten Eggers, Osnabrück, als eines eifrigen Förderers des Heimbaues gedachte. Dann überreichte Obergebietsführer Hogrefe im Austrage des Reichsjugendführers die HJ.-Heim- bau-Plakette an Land'rat Mahler vom Landkreis Wesermünde und an SA.-Brigadeführer Hasse, Landrat vom Landkreis HadelN.
Dann nahm der Gauleiter Pg. Carl Rover das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er hervorhob, daß die Hitlerjugend an ihrem alten Gauleiter in Weser-Ems ihren besten Kameraden habe, auch auf dem Gebiet der Förderung des Heimbaues, weil es notwendig sei, daß die Hitlerjugend würdige Heime erhalte für ihre bedeutsame Zukunftsarbeit.
Den Bericht über die Heimbeschaffung im Gebiet Nordsee selbst erstattete Bannführer Frort ch, der Leiter des Bauausschusses beim Gebiet Nordsee. Nach dem von ihm gegebenen Ueberblick sind im Haushaltsjahr 1937 insgesamt 101 Bauten mit einer Bausumme von rund 2 Millionen Reichsmark genau 1973OO0 RM.. im Entstehen. Davon entfallen auf den Regierungsbezirk Stade 24, Lüneburg 11, Äurich 11, Osnabrück 16, auf das Land Oldenburg 37 und auf-Bremen und Bremerhaven 2.
vas Such in die Hand des yanien Volkes!
Neichsminister 0r. Soebbels eröffnete die Woche des deutschen vuches 1SZ?
Weimar. 1. November (bÜZonor Oraktbsrickt ckor „Lrsmsr Tlsituvg")
Als Auftakt zum Haupttag der deutschen Buchwoche 1937 legte Dr. Goebbels an den Gräbern Schillers und Goethes zwei Kränze nieder. Anschließend an diese kurze Gedenkstunde erfolgte die Eröffnung der Woche des deutschen Buches für das ganze Reich. Wie überall am Sonnabend und Sonntagmorgen wurde der Reichsminister auch aus dem Wege zur Weimarer Halle herzlich begrüßt.
Unmittelbar nach der Ankunft Dr. Goebbels begann die Feierstunde mit dem.Vorspiel vom Akt der Oper Lohengrin, gespielt von der Weimarer Staatskapelle. Amchließend sprach Reichsstatthalter und Gauleiter S a u ck e l. Er hieß die führenden und gestaltenden Persönlichkeiten des deutschen Schrifttums und insbesondere Minister Dr. Goebbels als Treuhänder des Führers aui dem Kebiei des Kulturschaffens in der Hauptstadt des Trutzgaues Thüringen herzlich willkommen. Seine weiteren Begrüßungsworte galten Reichsleiter Bouhler unk: dem Präsidenten der Neichsschrifttumskammer Johst. sowie den Vertretern des Reiches, der Partei, des Landes Thüringen und der Wehrmacht. Weimar und Thüringen seien dankbar dafür so mgte der Redner, daß die klassische Stadt für i m m r r als Platz für die Eröffnung der Buchwoche bestimmt sei. Dadurch erfahre jene internationale deutschfeindliche Welt eure Abfuhr, die, belogen von
nichtswürdigen Emigranten, das klassische Weimar im Gegensatz zum nationalsozialistischen Deutschland bringen möchte, und Weimar empfange eine Genutuung dafür, daß es einst art- und ehrvergessene Gesellen wagten, das geistige Erbe dieser Stadt durch die „Schaffung" einer fragwürdigen Demokratie und durch die Annahme des Schandvertrages von Versailles zu schänden. Sodann sprach der
Präsident der Neichsschrifttumskammer Hans lohst
Die deutsche Nation hat die Sendung des Wortes immer am revolutionärsten erlebt. Nicht umsonst wurde sie die Eeburtsstätte, das Vaterland des Vuches! Das Dritte Reich hat diese geistige Erlebniskraft des deutschen Volkes zur allgemeinen Buchpflicht vertieft, denn die „Woche des Buches" heißt nichts anderes als der Anschlag von sieben Tagesthesen an üas Tor der neuen und jungen Zeit. Von dem Präsidenten der Reichskulturkammer, Dr. E o e b b e l s, wurde die Schrifttumskammer an die Spitze seiner sieben Einzelkammern gestellt. Die Verpflichtung, die uns, die wir für den Geist im Raum dieser Kammer geradestehen, aus dieser Ehre erwächst, ist ernst, fordert gründlichste Gewissenhaftigkeit und Rechtfertigung
Der Werdegang Adolf Hitlers ist nur nach dem Schwergewicht und der Sprachkrast seines Wortes abzumessen. Adolf Hitler ist das Beispiel der ge
schichtlichen Persönlichkeit, dessen Lebenswerk und Lebenswirkung aus Wort und Antwort, aus Rede und Gegenrede allein zu verstehen ist. Er hat das Wort von der Oberfläche der parlamentarischen Geschwätzigkeit befreit. Sein Wort war die erste nationalsozialistische Tat! Seine Rede schuf Tatsachen!
fluo seiner Sprachgewalt wuchs das »eich!
Er sprach immer zum Volke. Denn er glaubte nicht an Schriftgelehrte oder Fachwissenschaftler, an Geistige oder Wirtschaststheoretiker, an Arbeiter oder Spezialistin; sein ganzer glühender Glaube glaubte an das deutsche Volk! Aus diesem fanatischen Glauben aber gebar sich sein Wort, klar, lebendig, überzeugend, überwältigend und schöpferisch!
Dem Schrifttum unserer Zeit erwuchs eine avgerordentlicho Aufgabe. Für den Schrift- steller ist es vorbei mit einem bildungsübsr- dunkelten. guten Stuben-Individualismus.'Er gebort seinem Volke oder seine Dachstubenherrlichkeit gehört entrümpelt. Zeder Verleger und >eüer am Buch Tätige noch muß dieses Wissen um den Urkern der Kulturpolitik haben und mit dem Willen, dem eisernen Willen, dieser geschlossenen Kulturpolitik, dem Nationalsozialismus dienen!
Hier sei das Wort unseres Reichsnnnisiers Dr. Goebbels in das Gedächtnis zurückgerufen: Das Buch muß von Zahr zu Zahr billiger werden! Die Bücherstuben müssen allen Deutschen gemeinsam