Ausgabe 
(1.11.1937) Nr. 300
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront vremen

mlisten Vremens

slmtsblan des Senats der Freien Hansestadt vremen

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Nr. ZtM / 7. Jahrgang

Montag, 1. November 1SZ7

kinrelpreis 1S Npf.

weilte des Musierdelmbaues der Nordsee-ftl.

der Neichsjugendsülirer übergab in slnweseicheit unseres Sauleitero das Hermann-Vöring-Heim in Meile seiner vestimmung

flusüruck seiner Landschaft

(Lorivbt nusvrss naob kelle outsaucktou Dsvb.-Fvdriktlsitoi's)

Melle, 1. November.

W^hl noch zu keiner Zeit wird das kleine Stäbchen Melle am Südrand unseres HJ.-Ge- bietes Nordsee einen so festlich stimmenden Schmuck seines Strahenbildes gesehen haben wie am gestrigen Sonntag, als es sich im Mittel­punkt einer Feierstunde von weit mehr als nur örtlicher Bedeutung sah. In immer mehr sich ver­dichtender Lebhaftigkeit hatte sich schon Wochen

Unser lagssspiegvl

Reichsminister Dr. Goebbels eröffnete in Weimar die Woche des Deutschen Buches. 1837.

Der Reichsjugendsührer Baldur von Schirach weihte in Melle das „Hermann-Göring-Heim" der Hitlerjugend.

Der italienische Botschafter in Paris ist nach Rom zurückgerufen worden.

Kreisleiter Blanke eröffnete die Woche des Deutschen Buches 1937 in Vremen.

In einer erhebenden Feierstunde wurden in Burg 18 Kinder in die Gemeinschaft des Vol­kes aufgenommen.

Der Ortsgruppensührer der Technischen Not- hilfe, Seichter, verabschiedete sich von seinen Kameraden,

Bei den Europa-Meisterschaften der Freistil­ringer in München schnitt Deutschland als beste Nation ab.

In den Tschammer - Pokalspielen schlug Schalke Eintracht-Braunschweig nach Verlän­gerung 1:v durch Elfmeter.

Schlauch-Gera schwamm' in Berlin einen neuen Europa-Rekord.

Einen hohen 34:6-Sieg errang Deutschlands Rugby-Fünfzehn über Belgien.

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und erst recht Tage vorher das große Ereignis angekündigt. Der Jugendführer des Deutschen Reiches kam zu Ehren und in Anerkennung einer Tat, deren Geist anspornend und befruchtend sich weiterpflanzen wird von Land zu Stadt und Stadt zu Land, denn die kleine Stadt Melle kann mit Stolz auf einen der schönsten Heimbaue der HJ. in ganz Deutsch­land blicken. Darüber hinaus aber hatte der Um­stand noch eine besondere Bedeutung, daß der Reich'sjugendführer — soeben heimkehrend von Paris — in Melle Gelegenheit nahm, große zu­künftige Besuche ausländischer Jugendgrup­pen in Deutschland anzukündigen.

Der festliche Tag, an dem die gesamte Melker Bevölkerung sichtbarlich freudigsten Anteil nahm, fand in einem

sührerapell der Nordsee-HJ.

seinen Auftakt. In der Stadthalle umriß Ober­gebietsführer Lühr Hogrefe in kurzen klaren Zügen die Richtlinien und Erfordernisse der Win­terarbeit der HJ., in deren Vordergrund die Schulung zur Heranbildung einer hervorragenden Führerschaft stehen wird. Der Stabsführer des Gebietes Nordsee, Oberbannfllhrer Kaufe sprach als nächster Redner über Organisationsfragen, während sich Dr. Hai ding, der Referent für Volkstumsfragen im Kulturamt der Reichs­jugendführung, über Aufgaben und Zielsetzung der Volkstumsarbeit in, der HJ. verbreitete.

Inzwischen war der Aufmarsch des Bannes Osnabrück auf dem Erönenberg beendet. Schnur­gerade ausgerichtet stand der Block angetreten, um sich von dem bisherigen Führer des Bannes, Bannführer Reinhold Wedewen zu verabschie­den, der in die Kanzlei des Reichsjugendführers berufen worden ist. Obergebietsführer Lühr Ho­grefe sprach dem scheidenden Bannführer Dank und Anerkennung für die vorbildliche Führung des Bannes Osnabrück aus und übergab dann den Bann Osnabrück dem früheren Führer des Deutschen Jungvolks im Gebiet Nordsee, Ober- Lannführer Walter Eismann.

Währenddessen sammelten sich auf dem beson­ders festlich hergerichteten Melier Marktplatz vor dem Rathaus die Vertreter der Partei, ihrer Gliederungen und der Behörden, um den Reichsjugendführer und unseren Gaulei­ter Carl Röver zu empfangen, die unter dem stürmischen Jubel der dort wartenden Menschen­menge kurz nach 10.30 Uhr eintrafen. Nach dem Willkomm durch den Kreisleiter und den Bür­germeister von Melle begaben sich der Rcichs- jugendführer mit seiner Begleitung, unter der man auch den Stabsführer Hartmann Lauter- bach er, Obergebietsführer Karl Cerff und un­ter weiteren auch den Gebietsführer des Gebie­tes Westfalen Langan ke bemerkte, der be­kanntlich vor kurzem die Abordnungen der Hit­lerjugend nach Italien geführt hat, und unser Gauleiter durch das Spalier der Melier Bevöl­kerung nach der Weihestätte des Hauses der deut­schen Jugend

Ein farbenfreudiges Bild bot die von hohen Fahnenmasten umsäumte Weihestätte, auf der die Formationen aller Gliederungen der Bewegung Aufstellung genommen hatten. Zahlreich«- nam­hafte Männer aus Partei, Staat und Wehrmacht des ganzen Gaues Weser-Ems waren erschienen.

M

vor koicbsjiiAonilküIii'vr boxibt sieb naoli seiner kecke in kvKloitunA ües Llanleiters nnck ckes OberAvbiotskülirvrs mir kesivlitiAiinK in ckas Zlustor- beim. Von reekts naeb links: keivlisjuxenckkübrer kalckur von Kebiraeb, Kauloitvr köver nnck OberKvbietskiikror Ickibr llopn'vke. Line Vnsiebt

ckes Kssamtvn Keimes voriikkenliivbten wir bereits in unserer Vns^akv vom loteten Donnerstag.

So sah man an ihrer Spitze den Stellvertreten­den Gauleiter, Ministerpräsidenten Joel, von der SA.-Eruppe Nordsee deren Stabsführer Vri- gadeführer Dr>« Brugger, ferner den Eauob- mann der DAF. Pg. Dieckelmann und den Lan­desbauernführer Eroeneveld. Auch aus den benachbarten Gauen waren viele führende Per­sönlichkeiten gekommen, um der Einweihung des sich stolz erhebenden Musterheimbaues beizuwohnen.

Unbeschreiblicher Jubel brandete auf, als der Reichsjugendsührer in Begleitung des Gauleiters und des Obergebietsführers Lühr Hogrefe die Weihestätte betrat. Nach dem gemeinsamen Lied „Junges Volk steht auf" schilderten Kreisleiter Seidel und Bürgermeister Dr. Lindemann die Geschichte der Entstehung dieser neuen Gesin­nungsburg der H2., die aus dem Opfersinn der Bevölkerung einer kleinen Stadt entstanden sei, ohne daß sich Melle einen Pfennig Schulden auf­zuerlegen brauchte. Als der Architekt dieses Baues, der Chefarchitekt der RJF., Dipl.-Jng. Dustmann, die Fertigstellung des Hauies ge­meldet hatte, bestieg

der keichsjugendführer

noch einmal mit stürmischen Heilrufen begrüßt, das Rednerpult. Er führte u. a. aus:

„Es ist nur wenige Tage her, da hatte ich das Glück, vom Annaberg aus fast 60 neue Herbergen der HJ. einweihen zu können. Heute stehen wir nun hier in Melle vereint, um ein neues Bauwerk einzuweihen, das sich würdig anreiht all den an­deren Gebäuden, die in diesem Jahre, dem Bau­jahr der H2„ errichtet wurden.

Dieses Haus der Stadt Melle ist ein würdiges Symbol der nationalsozialistischen Jugend­erziehung. Ich glaube, es gehört zu den schönsten Bauten, die das Dritte Reich überhaupt errichtet hat. Der Führer selbst hat die Pläne dieses Hauses und später das Modell gesehen und begutachtet. Dieses Gebäude ist ein Ausdruck seiner Landschaft, es spricht von der Treue der Menschen, die dieses Haus erstehen ließen. Noch nach Jahrhunderten wird man diesen Bau anschauen und den sozialisti­schen Gedanken unserer Zeit verstehen.

Dieier Bau ist Ausdruck des Gemeinsinns der Menschen dieser Stadt, zugleich aber auch ein Zei­chen der Tatkraft jener Männer, die hier die Ge­schichte dieser Stadt und die politische Bewegung leiten. Der Reichsjugendsührer >prach dann dem Bürgermeister, dem Krcisleiter und der Be­völkerung aus Stadt und Land seinen aufrichtig­sten Dank im Namen der deutschen Jugend aus für das errichtete Werk. Mit dem Heim haben sich alle, die an ihm mitgewirkt haben, ein Denkmal gesetzt, das die Zeit überdauern wir-. Es erfüll: uns' mit Stolz, zu sehen was geleistet werden kann, wenn man nur mit Leidenschaft und Hingab« und mit einem unbändigen Glauben an das Werk ! herangeht So wird auch dieses neue stolze Ge- l bäude' der deutschen Jugend in aller Zukunft ein Ansporn sein, im gleichen Geiste und in gleicher Opferwilligkeit und Opferbereit- ichait zu handeln

Ein schöneres, kraftvolleres und überzeugenderes Heim konnte sich die Stadt Melle nicht bauen. Deswegen bin ich hierhergekommen, weil ich die

Leistung und die Tat dieser Stadt vor dem ganzen deutschen Volk bekennen will."

Diese Heime gehören allein der Jugend Deutsch­lands. Hier steht nicht der Pfarrer irgendeiner Konfession oder irgendein Vertreter einer egoisti­schen Gruppe, sondern in dem Bau werden immer ein Führer oder eine Führerin der Jugend und damit Menschen stehen, die den Staat und die Bewegung in sich verkörpern, und die die Jugend dazu erziehen sollen, daß über alle Stände und Konfessionen hinweg es einen größeren Glauben gibt, der Deutschland heißt.

Der Reichsjugendsührer wandte sich dann an die aufmarschierte Jugend, der er zurief: Ihr müßt die große Aufgabe begreifen, die diesem Jahrhundert gestellt ist. Es wird eine Zeit kom­men, in der man euch dafür danken wird, daß ihr kompromißlos und klar die euch in die­ser Zeit gestellten Aufgaben erkannt habt.

Ich habe in diesen Tagen in Paris die Ein­ladung an tausend junge Franzosen Uberbracht, im nächsten Jahr nach Deutschland zu kommen. Ich habe dort soviel freudige Zustimmung zu dieser Einladung gefunden, daß ich voll Freude nun an die Vorbereitung für die Durchführung dieses Besuches französischer Jugend in Deutsch-

p.ukn.: Tisobsr

land herangehe. Es ist bei allen denen, die die Begegnung der Jugend unserer beiden Böller in den bereits durchgeführten Lagern beobachten konnten, die Hoffnung entstanden, daß diese Be­gegnung zu einem Verständnis der beiden Völ­ker beitragen könnte. Ich sehe in dieser Annähe­rung der deutschen und französischen Jugend ein großes Glück für Europa, und ich möchte, daß ihr auch dieses Haus, das wir hier errichteten, als ein Haus anseht, das in diesem Sinne ein Zei­chen der friedlichen Haltung der jungen deutschen Generation sei.

Ich wünsche — und es wird dies der Fall sein — daß im Laufe der kommenden Jahre recht viele Jugendgruppen des Auslandes hierher kom­men und von diesem Haus aus die schöne uns um­gebende Landschaft und damit zugleich deutsche Art und deutsches Wesen erleben. Aus diesem Sichkennenlernen bildet sich dann später ein wirk­liches Verständnis, aus dem Verständnis die Ach­tung und aus der Achtung, das hoffen wir, eine Freundschaft.

Baldur von Schirach übergab dann das Haus seiner Vestimmung mit den Worten: Ich gebe ihm einen Namen, der uns allen teuer ist, den Namen eines der ersten Mitarbeiter des Führers,

der das schwerst« Werk dieser Zeit aus seine brei­ten Schultern genommen -.

Haus in der Periode Namen des Mannes den gäbe übertrug, die Frage wirtschaftlicher Be­freiung Deutschlands zu lösen. Ich gebe diesem Haus in Melle den Namen: „Hermann-Görina- Heim der Hitlerjugend". Ich glaube an die Macht des Vorbildes, ich glaube an die erzieherische Gewalt der Persönlichkeit und des Raumes. Möge dieser edle Zweiklang, der in dem Wort beschlossen liegt, „Hermann-Göring-Heim", eine Verpflichtung ruhen für alle zukünftigen Gene­rationen, des Raumes würdig zu sein, der seinen Namen trägt und des Mannes würdig zu werden, der in diesem Haus seine Verkörperung gesunden hat, der hier in diesem Hause immer gegenwär­tig sein soll, als eine Forderung an die deutsche Nation, im gleichen Geist und in der gleichen Haltung und Entschlossenheit, wie er treu, tapfer und unbeirrbar seine Pflicht zu erfüllen."

Nach der feierlichen Flaggenhissung und dem Gruß an den Führer besichtigte der Reichsjugend­führer dann den stolzen Bau und seine musterhaf­ten Einrichtungen, die die „Bremer Zeitung" bereits vor mehreren Tagen schildern konnte und dessen Glanzstück wohl der in einzigartiger Form angelegte Feierraum ist.

Durch ein Spalier der Hitlerjugend begab sich der Reichsjugendsührer mit dem Gauleiter, dem Obergebietsfuhrer und den übrigen Ehrengästen zu der festlichen Ratsherrensitzung im Meiler Rat­haus, wo dem preußischen Ministerpräsidenten, Generaloberst Eöring, dem Reichsjugendsührer Baldur von Schirach und dem Gauleiter Carl - Rödrr vonr Bürgermeister das Ehrenbür- gerrecht mit Worten des Dankes für die um die Stadt erworbenen Verdienste verliehen wurde. Baldur von Schirach überreichte dem Kreisleiter und dem Bürgermeister sodann die neugeschaffene Heimbau-Plakette der Hitlerjugend. Nach einem Vorbeimarsch der Formationen an den Reichsjugendsührer vor dem Melier Rathaus nahm Baldur von- Schirach Ab­schied, um seine Weiterfahrt nach der HJ.-Führer- schule in Hadeln anzutreten.

Heimbautagung des Vebietes Nordsee

Am Nachmittag fand in der Stadthalle in Melle die Heimbautagung des Gebietes Nordsee statt, in der ein Ueberblick über das erste Heim­baujahr der Hitlerjugend im Jahre 1037 gegeben wurde. Die Tagung wurde von Obergebretsfüh- rer Hogrefe eröffnet, der des verstorbenen Re­gierungspräsidenten Eggers, Osnabrück, als eines eifrigen Förderers des Heimbaues gedachte. Dann überreichte Obergebietsführer Hogrefe im Austrage des Reichsjugendführers die HJ.-Heim- bau-Plakette an Land'rat Mahler vom Land­kreis Wesermünde und an SA.-Brigadeführer Hasse, Landrat vom Landkreis HadelN.

Dann nahm der Gauleiter Pg. Carl Rover das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er hervorhob, daß die Hitlerjugend an ihrem alten Gauleiter in Weser-Ems ihren besten Kame­raden habe, auch auf dem Gebiet der Förde­rung des Heimbaues, weil es notwendig sei, daß die Hitlerjugend würdige Heime erhalte für ihre bedeutsame Zukunftsarbeit.

Den Bericht über die Heimbeschaffung im Ge­biet Nordsee selbst erstattete Bannführer Fro­rt ch, der Leiter des Bauausschusses beim Gebiet Nordsee. Nach dem von ihm gegebenen Ueberblick sind im Haushaltsjahr 1937 insgesamt 101 Bau­ten mit einer Bausumme von rund 2 Millionen Reichsmark genau 1973OO0 RM.. im Entstehen. Davon entfallen auf den Regierungsbezirk Stade 24, Lüneburg 11, Äurich 11, Osnabrück 16, auf das Land Oldenburg 37 und auf-Bremen und Bremerhaven 2.

vas Such in die Hand des yanien Volkes!

Neichsminister 0r. Soebbels eröffnete die Woche des deutschen vuches 1SZ?

Weimar. 1. November (bÜZonor Oraktbsrickt ckor „Lrsmsr Tlsituvg")

Als Auftakt zum Haupttag der deutschen Buch­woche 1937 legte Dr. Goebbels an den Gräbern Schillers und Goethes zwei Kränze nieder. An­schließend an diese kurze Gedenkstunde erfolgte die Eröffnung der Woche des deutschen Buches für das ganze Reich. Wie überall am Sonnabend und Sonntagmorgen wurde der Reichsminister auch aus dem Wege zur Weimarer Halle herzlich be­grüßt.

Unmittelbar nach der Ankunft Dr. Goebbels begann die Feierstunde mit dem.Vorspiel vom Akt der Oper Lohengrin, gespielt von der Weimarer Staatskapelle. Amchließend sprach Reichsstatthalter und Gauleiter S a u ck e l. Er hieß die führenden und gestaltenden Persönlich­keiten des deutschen Schrifttums und insbesondere Minister Dr. Goebbels als Treuhänder des Füh­rers aui dem Kebiei des Kulturschaffens in der Hauptstadt des Trutzgaues Thüringen herzlich willkommen. Seine weiteren Begrüßungsworte galten Reichsleiter Bouhler unk: dem Präsi­denten der Neichsschrifttumskammer Johst. so­wie den Vertretern des Reiches, der Partei, des Landes Thüringen und der Wehrmacht. Weimar und Thüringen seien dankbar dafür so mgte der Redner, daß die klassische Stadt für i m m r r als Platz für die Eröffnung der Buchwoche bestimmt sei. Dadurch erfahre jene internationale deutsch­feindliche Welt eure Abfuhr, die, belogen von

nichtswürdigen Emigranten, das klassische Wei­mar im Gegensatz zum nationalsozialistischen Deutschland bringen möchte, und Weimar emp­fange eine Genutuung dafür, daß es einst art- und ehrvergessene Gesellen wagten, das geistige Erbe dieser Stadt durch die „Schaffung" einer fragwürdigen Demokratie und durch die Annahme des Schandvertrages von Versailles zu schänden. Sodann sprach der

Präsident der Neichsschrifttumskammer Hans lohst

Die deutsche Nation hat die Sendung des Wortes immer am revolutionärsten erlebt. Nicht umsonst wurde sie die Eeburtsstätte, das Vater­land des Vuches! Das Dritte Reich hat diese gei­stige Erlebniskraft des deutschen Volkes zur all­gemeinen Buchpflicht vertieft, denn die „Woche des Buches" heißt nichts anderes als der Anschlag von sieben Tagesthesen an üas Tor der neuen und jungen Zeit. Von dem Präsidenten der Reichskulturkammer, Dr. E o e b b e l s, wurde die Schrifttumskammer an die Spitze seiner sieben Einzelkammern gestellt. Die Verpflichtung, die uns, die wir für den Geist im Raum dieser Kammer geradestehen, aus dieser Ehre erwächst, ist ernst, fordert gründlichste Gewissenhaftigkeit und Rechtfertigung

Der Werdegang Adolf Hitlers ist nur nach dem Schwergewicht und der Sprachkrast seines Wortes abzumessen. Adolf Hitler ist das Beispiel der ge­

schichtlichen Persönlichkeit, dessen Lebenswerk und Lebenswirkung aus Wort und Antwort, aus Rede und Gegenrede allein zu verstehen ist. Er hat das Wort von der Oberfläche der parlamentarischen Geschwätzigkeit befreit. Sein Wort war die erste nationalsozialistische Tat! Seine Rede schuf Tat­sachen!

fluo seiner Sprachgewalt wuchs das »eich!

Er sprach immer zum Volke. Denn er glaubte nicht an Schriftgelehrte oder Fachwissenschaftler, an Geistige oder Wirtschaststheoretiker, an Ar­beiter oder Spezialistin; sein ganzer glühender Glaube glaubte an das deutsche Volk! Aus diesem fanatischen Glauben aber gebar sich sein Wort, klar, lebendig, überzeugend, überwältigend und schöpferisch!

Dem Schrifttum unserer Zeit erwuchs eine avgerordentlicho Aufgabe. Für den Schrift- steller ist es vorbei mit einem bildungsübsr- dunkelten. guten Stuben-Individualismus.'Er ge­bort seinem Volke oder seine Dachstubenherrlich­keit gehört entrümpelt. Zeder Verleger und >eüer am Buch Tätige noch muß dieses Wissen um den Urkern der Kulturpolitik haben und mit dem Willen, dem eisernen Willen, dieser geschlossenen Kulturpolitik, dem Nationalsozialismus dienen!

Hier sei das Wort unseres Reichsnnnisiers Dr. Goebbels in das Gedächtnis zurückgerufen: Das Buch muß von Zahr zu Zahr billiger werden! Die Bücherstuben müssen allen Deutschen gemeinsam