Ausgabe 
(12.3.1937) Nr. 70
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parteiamtliche ^geszeitung

Nachrichtenblau der veutschen flrbeitsstont Bremen

der Nalionalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zielen kjansestadt Bremen

Erscheint 7mal wöchentlich, Monatsbezug: NM. SM einschl. Zustellgebühr: durch die Post RM. L,M einschl.52,8tPf.Überweisungsgsbühr,ausschl.Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17L72. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aufErstattung oderErsatz. RS.-Gauderlag Weser-Ems G. m. b. H Bremen, Geeren 6/8 / Fernsprecher: ölt 21 und 51115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. / ?. Jahrgang

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kinzelpreis 15 Npf.

Nuklolf ließ spricht;u den amerikanischen fronen

ks gilt für den frieden zu kämpfen"

tonfilm-flnsprache

Chicago, 11. März.

Auf dem in Chicago tagenden vierten Frauen- kongreh, der unter Teilnahme von 1800 Füh- rerinnen als Delegierte der Frauenorganisation aus allen Teilen der Vereinigten Staaten statt­findet, sprach Reichsminister Rudolf Hetz am Nachmittag des ersten Tages vor überfüllte« Haus durch den Tonfilm. Die Rede des Stell­vertreters des Führers der NSDAP., die über­aus eindrucksvoll wiedergegeben war, wurde mit

Unser lagesspiegvl

Englands Marineminister stellteloyale Durchführung des Flottenpaktes Berlin-Lon­don« fest.

Im Brüsseler Senat kam es zu schweren Schlägereien.

Der Führer empfing gestern zahlreiche Diplomaten; am Abend weilte die Partei­führerschaft in der Reichskanzlei.

Rudolf Hetz richtete eine Tonfilmansprache an die amerikanischen Frauen. Reichsinnenminister Dr. Frick feiert heute feinen 60. Geburtstag.

Eine Verordnung Hermann Görings regelt die Finanzierung des Landarbe,ter-Woh- nungsbaues.

Aus einer Erotzkundgebung des Deutschen Frauenwerks sprach die Eaufrauenschafts- leiterin Friede! Klausing.

Noch für dieses Fahr ist die Verbreiterung des Walls zwischen Polizeihaus und Staats­theater geplant.

Zwei K.-o.-Siege gab es bei den Deutschen Boxmeisterschaften in den Bremer Central- hallen.

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größter Aufmerksamkeit verfolgt und löste starken Beifall aus.

Rudolf Hetz betonte, datz er der Einladung, auf diesem Kongretz durch den Tonfilm zu sprechen, gern gefolgt sei, weil er glaube, datz es der Ver­ständigung zwischen den Völkern diene, wenn diese Gelegenheit haben, führende Persönlichkeiten fremder Staaten zu sehen und sprechen zu hören, sei es auch nur im Tonfilm. Der Kongretz habe sich schwerwiegende Probleme zur Behandlung ge­stellt; so laute ein Thema:Amerika steht einer sich ändernden Welt gegenüber". Als Angehöriger dieser Welt müsse er sagen, daß umgekehrt auch die Welt einem sich ändernden Amerika gegen­überstehe. Kein Mensch vermöge zu hindern, datz die Welt sich ändere, denn diese Aenderungen seien die natürlichen Folgen jener schweren Er­schütterungen, denen die Welt seit Beginn dos großen Krieges ausgesetzt war.

Aber kluge und tatkräftige Führer der Völker in verschiedenen Ländern«, so fuhr »Rudolf Hetz fort,betrachten es als ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, datz die Aenderungen nicht zum Chaos führen wie es in manchen Gebieten der Erde der Fall ist. Sie betrachten es als ihre Aufgabe, die Aenderungen in vernünftige Bahnen zu lei­ten, damit diese sich zum Segen der Menschen aus­wirken. In einige» Ländern kann man diese Ver­suche heute bereits als gelungen betrachten. In anderen Ländern darf man im Interesse der Völ­ker aus den Erfolg hoffen.«

Leider feien durch die große Unordnung, die in die Welt kam, die Beziehungen der Völker untereinander gestört, und der Rückgang des in­ternationalen Warenhandels haben die wirtschaft­lichen Krisen überall erhöht. Deutschland, das durch die Weltwirtschaftskrise und den Verlust seiner Absatzmärkte gezwungen wurde, sich wirt­schaftlich immer mehr auf sich selbst zu stellen, begrüße es, wenn Wege gefunden werden, die Wirtschaftsbeziehungen wieder zu stärken, und sei bereit, alle Bestrebungen zu fördern, die diesem Ziele dienen. Um so mehr sei es dazu bereit,

als es der Ueberzeugung ist, datz zugleich mit dem Austausch von Waren die kulturellen Beziehun­gen zwischen den Völkern zunehmen und das Ver­ständnis wachse.Je mehr dieses Verständnis aber wächst", so sagte Reichsminister Hetz weiter, um so größer ist die Hoffnung, datz -ine Welt­katastrophe wie der letzte große Krieg sich künftig vermeiden läßt. Und es ist mein s-hnlichster Wunsch, datz die Frage, die gleichfalls hier auf diesem Kongretz aufgeworfen ist, nämlich, welche Stellung Amerika im Falle eines weiteren Welt­krieges einnimmt, umsonst behandelt wird."

In vielen Staaten Europas seien ehemalige Frontkämpfer in der Regierung. Die Führung Deutschlands bestehe in ihrer übergroßen Mehr­heit aus Frontkämpfern, wie anch der Führer Adolf Hitler alter Frontkämpfer sei und zu« Beispiel auch er selbst vier Jahre an der Front gestanden habe. Die Frontkämpfer hätten die ganze» Leiden des Krieges aus eigenem Erleben kennengelernt; die Frontkämpfer wollten keinen neuen Krieg:Nein! Wir Frontkämpfer haben nur einen Wunsch, die Menschheit vor solch einem Unglück künftig zu bewahren. Wir deutschen Frontkämpfer wollen nicht zuletzt die Frauen und Mütter unseres Volkes bewahren vor all dem schweren Leid, vor der Not und der Entbehrung, die während des letzten Krieges aus ihnen lastete. Die Frauen Deutschlands sind gute Kameradinnen der Männer und stehen besonders eng zu ihnen, denn es gilt für den Frieden zu kämpfen.« Er glaube, die amerikanischen Frauen richtig einzu­schätzen, wenn er die Ueberzeugung habe, datz auch sie ihren Einfluh geltend machten, um einen neuen Krieg den gequälte» Menschen der Erde zu er­spare». Besonders in diesem Sinne übersende er die Grütze des deutschen Volkes und wünsche dem Kongretz Erfolg.

Neben Reichsminister Rudolf Hetz sind als Redner der anderen Nationen der italienische Senator Marconi, Sir Josiah Stamp von der Bank von England und Jsabell Mac Donald ein­geladen.

Unsere fronen am Werk

Im neuen Heim der Neiktisfrauenfütirung völkische pflichten werden erfüllt

Nachdem wir in der journalistischen Sonderaktion der ParteipresseDie Partei im Kamps für Deutschland" das Aufgabengebiet und die Tätigkeit verschiedener Glie­derungen der Bewegung gewürdigt haben, veröffentlichen wir heute einen Aufsatz über die Reichsfrauenführung; in ihm zeigen wir, wie auch dasDeutsche Frauen- werk" bemüht ist, zu feinem Teil dazu beizutragen, nationalsozialistisches Denken und Wollen an alle Volksgenossen heranzubringen.

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Inmitten der Groß­stadt, dort, wo das werktätige Leben pul­siert, wo Tausende von Händen und Hirnen schaffen, steht in der Derfflingerstratze 21 in Berlin, zwischen alten sterbenden grauen Ge­bäuden, einhellesHaus gleich einer Festung. Tiefe Fronten, klare Linienführung, ein­drucksvolle Schönheit. Ein Schild am Eingang des Hauses gibt Aufklärung: N S D Ä P R e i ch s l e i t u n g, R e ich s f r a u e nfü h- r u ng. Das also ist das Haus, ist die äußerlich sichtbare Form, das Dokumswt klarer Zusammen­fassung nationalsozialistischer deutscher Frauen­arbeit.

Die Gedanken gehen zurück. Es war auf dem Parteitag 1928 in Weimar, wo der Führer in einer kurzen öffentlichen Rede dem national­sozialistischen deutschen Frauenorden-seine Aner­kennung aussprach. Die Zeit ging weiter. Am 1. Oktober 1931 erfolgte die Gründung der N 2. - F r a u en s ch a f t als der einzigen partei­amtlichen Frauenorganiiatton, und schließlich wurde nach der Machtübernahme der NS.-Frauen- ichait der Aufbau der Frauenarbeit im Dritten Veich und die Erzieh u.ngder Gesamtheit verdeutschen Frauen zum nationalsozia­listischem Denken übertragen. Unter der Führung der von Frau Scholz-Klinck geleiteten Frauenichast gründete man 1934 dasDeutsche Arauenwer k", in dem nun sämtliche Frauen- verbände, Bünde und Organisationen aufge­gangen sind.

Die Arbeit wuchs an, es mangelte an Platz. War man einst mit einem Zimmer, später mit einem Stockwerk und schließlich mit einem kleinen Teil eines Gebäudes ausgekommen, so war doch letzten Endes für die notwendige Zentralisierung der einzelnen Dienststellen ein großes, eigenes Haus notwendig.

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Wahrhaftig, kein Palast ist dieses Gebäude in der Derfflingerstratze. es ist auch kein riesiges Bürogebäude, sondern ein Haus mit einer ganz eigenen Note, mit Helligkeit, Luft und sonne. Sauberkeit, Ordnung und Geschmack - ein Zusammenspiel fraulicher Lebensäutzerungen.

Nicht einen Augenblick hat man den Eindruck, ein Büro zu betreten.

So schlicht und anspruchslos wie das Arbeits­zimmer der Reichsfrauenführerin sind auch all die anderen Räume. Klare Aufteilung, übersichtliche Ordnung, wenige stilvolle Möbel, einige Bilder an den Wänden und Blumen auf den Tischen.

Es dauert Stunden, ehe man durch all die Zimmer und Abteilungen gegangen ist. Fast ein ganzes Stockwerk des in mehrere Gebäudeteile gegliederten Hauses nimmt der Reichsmüt- terdienst ein. Kinderbilder hängen hier an den Wänden, alles weist auf die besonderen Auf­gaben hin. Die Heranbildung von körperlich und seelisch tüchtigen Müttern, die überzeugt sind von den hohen Pflichten der Mutterschaft, die er­fahren sind in der Pflege und Erziehung ihrer Kinder und ihren hanswirtschaftlichen Aufgaben gewachsen, ist die Hauptaufgabe im Äeichsmlltter- dienst.

Ueber weite Flure, in die durch große Fenster eine Fülle von Licht fällt, gelangen wir zur Arbeits-Hauptabteilung Volkswirtschaft- Hauswirtschaft, Im Mittelpunkt dieser Ar­beit steht die hauswirtschaftliche Ertüchtigung und

kin flbend der Kameradschaft

Die Führerschaft der Partei in der Reichskanzlei

Berlin, 11, März,

Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet: Der Führer hatte am Donnerstagabend die Führerschaft der Partei mit ihren Damen zu einem geselligen Beisammensein in die Reichs­kanzlei geladen. Der Geist herzlicher Kamerad­schaft gab diesem Abend der Partei beim Führer ein besonders eindrucksvolles Gepräge.

die volkswirtschaftliche Ausrichtung der deutschen Frauen. Der Sinn volkswirtschaftlich-: Schulung der Frau ist. sie über ihre volkswirtschaftliche Bedeutung aufzuklären, sie über die wirtschaft­lichen und politischen Auswirkungen ihres wirt­schaftlichen Verhaltens zu unterrichten und sie zum Bewußtsein, ihrer volklichen Verantwortung zu erziehen.

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Eben jene Frauen und Mädchen im Beruf, von denen die Rede war, werden vom Frauen-

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amt der Deutschen Arbeitsfront be­sonders betreut, das als Dienststelle der DAF. seinen Sitz ebenfalls im Haus der Reichsfrauen- führung hat, um in allen Fragen eine enge Zu­sammenarbeit mit dem Deutschen Frauenwerk zu gewährleisten.

Große Weltkarten und zahlreiche Statistiken hängen an den Wänden der Grenz- und Auslands-Abteilung, die in der Haupt­sache Ausländer betreut. Viele Persönlichkeiten des Auslandes und Führerinnen von Frauen- Organisationen jenseits der Grenzen erhielten hier die gewünschte Aufklärung über die tatsäch­liche Lage der deutschen Frau. Ebenso gehören zu diesem Arbeitsbereich die Erenzlandarbeit- und die Betreuung des Deutschen Volkstums im Aus- land. Einen kurzen Blick werfen wir in die Abteilung Hilfswerk, zu der die Pflegerinnen und Schwestern gehören, besuchen auch die Abtei­lung Kultur. Erziehung, Schulung und Hören von den besonderen' Aufgaben der Abteilung R a s s e n p o l i t i k.

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Eine ganz ausgezeichnete gedrängte Ausstel­lung gibt abschließend noch einmal einen Ge­samtüberblick über die gewaltige Arbeit. Je nach Bedarf kann man auf einer Reliefkarte Deutschlands verschiedenfarbige Lam­pen aufleuchten lassen, um unter anderen die Gau- und Kreisleitung, sowie die Lage der ein­zelnen Schulen erkennen zu lassen. Besonders für die Ausländer ist diese einzigartige Darstellung anschaulich. An einem Kopfende der drei ineinan- derübergehenden Zimmer hängt in prächtiger gotischer Schrift ausgeführt der Spruch des Füh­rers:In meinem Staate ist die Mut­ter die wichtigste Staatsbürgerin."

Die im Hause der Reichsfrauenführung, von dem Frau Scholtz-Klinck einmal sagte, daß sie immer das Gefühl habe, in ein« Burg einzutre­ten, in der man sich sicher und geborgen fühle, tätigen Mitarbeiterinnen wollen Stunde um Stunde und Tag um Tag den deutschen Frauen ins Gedächtnis rufen, datz sie nicht nur private, sondern auch völkische Pflichten haben. Sie ar­beiten gemäß den Worten der Reichsfrauen­führerin:Es ist unsere Aufgabe, in der deut­schen Frau wieder das Göttliche zu wecken und die Berufung zum Muttertum zu der Grundlage werden zu lasten, von der aus die deutsche Frau ihre Berufung als Mutter der Nation erkennt. Nicht ichbezogen wird sie dann ihr Leben gestal­ten, sondern volksverpflichte t."

Nicht nur die leiblichen Mütter werden zu be­rufenen Müttern der Nation werden, sondern jede deutsche Frau und jedes deutsche Mädchen wird aus seinem Posten eine Helferin des Führers werden; sei es im Arbeitsdienst, sei es in der Fabrik oder auf der Hochschule, am Krankenbett oder im Haushalt. Wir haben die Kette der helfenden Hände gebildet, und sie wird immer stärker werden, weil' unsere Liebe zu un­serem Volk es so will," Q. Z.

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kam es, datz er den Anschauungsunterricht, den die Vorsehung ihm erteilte, überaus rasch begriff und die praktischen Folgerungen daraus zog.

Ein volles Jahrzehnt (1907 bis 1917) war Frick als Verwaltungsbeamter im Stadt- und Landbezirk Pirmasens tätig, einem Bezirk, in dem sich große Massen von Industriearbeitern zusammendrängten. Hier hatte Frick Gelegenheit, die Seele des deutschen Arbeiters zu studieren, und hier wird er das üble Schlagwort von den vaterlandslosen Gesellen" bereits'in seiner gan­zen Hohlheit erkannt haben. Die herzensmä'tzige Verbindung des Beamten Frick mit der Arbeiter­schaft des Bezirks erreichte ihre Krönung in den schweren Kriegswintern, in denen Frick als Leiter des Bezirksamts für die Ernährung der Bevölke­rung verantwortlich war und in engstem Zusam­menwirken mit der ihm anvertrauten Arbeiter- bevölkerung der übergroßen Schwierigkeiten sieg­haft Herr wurde.

In dieser Pirmasenser Zeit ist Frick sich gewiß auch darüber bereits klargeworden, datz der Ver­führer des deutschen Arbeiters niemand an­ders als der Jude war. Vollends mutzte ihm der, eigenartigeSozialismus" des Juden­tums auffallen, als er in das Kriegswucheramt nach München berufen wurde und erst recht, als nach dem Zusammenbrach der Jude Eisner als bayrischer Ministerpräsident" Landesverrat trieb und endlich im April 1919 in dem grauenhaften Zwischenspiel der Münchener Räterepublik das Judentum Blutorgien feiert.

So vorbereitet, traf Wilhelm Frick auf Adolf Hitler. Auf den Mann, der einen deutschen Sozialismus verkündete. Der predigte, datz So­zialismus niemals in der Isolierung eia-r Klasse bestehen kenn, sondern nur im gemeinsamen. Kampf, gemeinsamer Arbeit und gemeinsamen Opfern aller Klassen und Stände eines Volkes, nicht im Gegeneinander, sondern im Miteinan- der unb füreinander aller Volksgenossen, kurz in der fanatischen Bejahung kier eige­nen Nation. Alsbald erkannte Frick in dem Prediger dieser Lehre den künftigen Führer der Deutschen und den Mann der berufen war, ge­rade den deutschen Arbeiter für die Natron zurückzugewinnen. Und sofort begann er nach dieser Erkenntnis zu handeln und zu leben. Ob einer wirklich in tiefster Seele von einer .«ee gepackt ist, erweist sich immer erst, wenn er zu wählen hat zwischen persönlichem Vorleil und Opfer, für die Idee, Nur wer die Probe der Opsersahigkeit wieder und wieder bestanden hat

Wie einen Sprengkörper hatte der 2nde Karl Marx das WortSozialismus" unter die Völker geworfen. Vor allem-die Seele des deut­schen Volkes sollte nach dem Plan der jüdischen Volks,Zerstörer durch den BegriffSozialismus" in Stücke gerissen werden. Dieser Plan hatte Jahrzehnte vor dem Krieg schon die bedenklichsten Fortschritte gemacht. Dem deutschen Hand­arbeiter war das WortSozialismus" zum Symbol geworden für den nur zu begründeten Schrei nach sozialer Gerechtigkeit. Aber jüdische Heimtücke und bürgerliche ' Verständnislosigkeit brachten es dahin, datzSozialismus" gleichbedeu­tend wurde mit Abkehr von der eigenen Nation, datz der Arbeiter der Wahnidee ver­fiel, der Weg zu sozialer Gerechtigkeit führe über die internationale klassenmäßige Verbrüderung allerProletarier" zwecks Niederzwingung aller bessergestellten Klassen, Für den Bürger, den Bauern, den Beamten wurde so der Sozialismus zu einem anrüchigen Begriff. DieBesitzenden" und'Gebildeten" empfanden dieses Wort als eine unheimliche Drohung, die geboren war aus dem Haß und Neid derbesitzlosen" Massen, als eine Angelegenheit, an die dasstaatserhal- tende Bürgertum" nur mit Abscheu denken durfte. Krieg, Umsturz, Schmach und Not waren die Folgen der Zerreißung des deutschen Volkes durch dieseninternet!-nmlen Sozialismus", Es war die erste große geschichtliche Taf Adolf Hitlers, datz er diese Art vonSozialismus" als jüdi­schen Schwi-ndel entlarvte und dem so schnöde mißbrauchten Worten einen neuen Sinn, einen deutschen Sinn gab.

Unter den Deutschen, die als erste diese neue Sinngebung begriffen und sich durch sie zu Opfer und Tat begeistern ließen, war Wilhelm Frick, Als höherer Verwaltungsbeamter war er vor dem Krieg in einen Gesellschaftskreis hin­eingestellt, der überSozialismus",Arbeiter­schaft",Proletariat" usw, schwerlich anders dachte als dies damals eben allgemein im Bür­gertum und in der Beamtenschaft üblich war. Aber der bayerische Oberamtmann Dr. Frick unterschied sich von dem Durchschnitt seiner Stan- desgenossen Ihm batte Mutter Natur ein be­sonderes Matz von -üchternem Scharf­blick und zugleich - - öerz von besonders lei­denschaftlichem:- utschen Empfinden mitgegeben. Er gehö^ zu den gar nicht so häufigen Menschen, dic -bständig zu denken ver­stehen und zu den noch F-lteueren, die ihre Dcnk- ergebnisse auch in die Tat umzusetzen wagen. So