parteiamtliche Tageszeitung
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der Nationalsozialisten oremens
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Nr. 66 / ?. Jahrgang
Montag, 8. Mär; 1SZ?
kinzelpreis 15 Npf.
Moskau brachte
große fluslanbsabschliUe
Ver fülirer noch einmal auf der Ausstellung
Unser Ingesspiegel
Die nationalspanische Flotte versenkte zwei bolschewistische. Kriegsschiffe.
Das Rheinland beging den Gedenktag des Einmarsches deutscher Truppen mit eindrucksvollen Kundgebungen.
Die Berliner Autoschau zeitigte zahlreiche Auslandsaufträge.
Die K. Neichsstrahensammlung gestaltete sich auch in Bremen zu einem vollen Erfolg.
In Bremen fand eine Führertagung des SS.-Abschnittes XIV. statt.
Am Filmvolkstag besuchten in Bremen 20 Üvll Volksgenossen die Lichtspieltheater.
Einen entscheidenden 4:3-Sieg um die Nie- dersachsenmeisterschast errang Werder-Bremen über Vorussia-Harburg.
Unter der Leitung von Dr. Metzner führt das Fachamt Boxen eine bedeutsame Tagung in Bremen durch.
Ihre Eaumeisterschaften wickelten im Wil- Helm-Decker-Haus die niedersächsischen Schwerathleten ab.
Tnra-Eröpelingen errang in Hannover über 1887 einen glatten 7:2-Sieg.
Erstmalig gelangte in Bremen ein Wettschwimmen der Höheren Knabenschulen zur Durchführung.
Mesenerfolg!
Dreiviertel Millionen Vesucher
Eigener OrsiitbericKt der „kremer Zeitung")
Berlin, 7. März.
Am Montag hat die Internationale Automobil- und Motorradausstellung in Berlin ihre Pforten wieder geschlossen. Mehr als X Millionen Besucher haben in den 15 Tagen die Drehkreuze der Ausstellungstore passiert.
Am Borabend des Schlußtages überzeugte sich der Führer noch einmal in aller Ruhe an Ort und Stelle von den zahlreichen technischen Verbesserungen, die deutsche Konstrukteure, deutsche Chemiker und deutsche Arbeiter im letzten Jahre geschaffen und an den ausgestellten Fahr
zeugen zur Schau gebracht haben. Der Führer war begleitet von Direktor Merlin und Oberingenieur Schirz, die ihm auch von dem auher- ordentlichen Erfolg der Ausstellung Bericht erstatten konnten.
Zufrieden haben die Aussteller die Rückfahrt angetreten. Die Auftragsbücher sind voll und die Lagerhallen leer. Die Fabrikbestände sind restlos an die Händler gegangen. Damit ist auf lange Zeit die Produktionskapazität aller deutschen Firmen bis zur Grenze ausgenutzt. Jede Möglichkeit der Fabrikation muß ausgenutzt werden, um die zahllosen Aufträge erfüllen zu können.
Besonders erfreulich gestaltete sich das Auslandsgeschäft. Die Augenhandelsstelle teilte mit, daß sie Tausende von ausländischen Vertretern, Industrie- und Handelssachleute aus zehn
überseeischen Ländern und 28 europäischen Nationen betreut habe. Einige Fabriken konnten mit ausländischen Händlern Abschlüsse tätigen, die das Doppelte des letztjährigen Absatzes erreichen. Bemerkenswert ist ferner die Tatsache, daß gut eingeführte ausländische Händler nach Berlin gekommen waren, um sich eine deutsche Vertretung zu suchen. So sind von dieser günstigen Entwicklung auch Firmen erfaßt worden, die dem Export bisher weniger Beachtung geschenkt haben.
So war diese Ausstellung in jeder Beziehung ein ungeheurer Erfolg, denn diese Schau der deutschen Kraftfahrzeug-Industrie hat nicht nur ihre Leistungsfähigkeit in hervorragender Weise gezeigt und auf lange Zeit hinaus große Auftragsbestände gesichert, sondern auch den Gedanken der Motorisierung weiter vorgetragen.
Sieg Ver nattonalspanischtn flotte
Zwei bolschewistische Kriegsschiffe versenkt - kin guter sang
Mchtsest des deutschen kauses in Paris
Paris, 7. März.
Am Sonntagnachmittag wurde das Richtfest des Deutschen Hauses auf der Weltausstellung Paris 1937 begangen. Der Feier wohnten neben den deutschen Arbeitern auch die Pariser Arbeiter bei, die an den Eründungsarbeiten beteiligt gewesen waren. Unter allgemeinem Beifall wurde der große bebänderte Richtkranz 54 Meter hoch gewunden. Nach einem dreifachen Umtrunk dankte Reichskommissar Ministerialdirektor Dr. Nuppel im Namen des Bauherrn, d. h. der Reichsregierüng, allen, die an dem Bau des Deutschen Hauses mitgewirkt hatten; u. a. galt seine Anerkennung auch dem Bremer Architekten Vrinkmann, dessen Entwürfe für die innere Gestaltung des Hauses des Beifalls der Kenner sicher sein dürfen.
Filmball 1937. Nach Tagen ernster Beratung und zielstrebiger Arbert schloß die Reichsfilmkammer ihren ersten Jahrestag am Sonnabend in allen Räumen des Zoo mit einem festlichen Ereignis ab, dem Filmball 1937. Auch diesem glanzvollen Schlußakkord, wohnte der Schirmherr des deutschen Films, Rerchsminister Dr. Goebbels
London, 7. März.
Der Sonderkorrespondent der „Times" in Brüssel schreibt, die belgische Regierung habe die Regierungen Englands und Frankreichs von ihrem Wunsch unterrichtet, daß die Vorbereitungen für eine neue Westpaktkonferenz mit allen Mitteln betrieben würden. Gleichzeitig seien beide Regierungen informatorisch daran erinnert worden, daß Belgien die gegenwärtige Regelung nicht als für die Dauer ansehen könne. Was Belgien wünsche, sei in erster Linie die Stellung eines „nicht verbündeten Staates" einzunehmen auf der gleichen Grundlage wie die Niederlande und die skandinavischen Länder.
Belgien wünsche nicht, mit dem französischen Bündnissystem in Zusammenhang gebracht zu werden. Es sei entschlossen eine Außenpolitik unabhängig von den bestehenden ideologischen Mächtegruppierungen zu treiben.
Die Gefahr seiner gegenwärtigen Verpflichtungen liege belgischer Ansicht nach darin, daß es die französische territoriale Unversehrtheit garantieren müsse, wodurch Belgien bei einem deutsch-französischen Krieg, besten Ursprung in Mittel- oder Osteuropa liegen könnte, wieder zum Schlachtfeld würde.
Während Belgien alle Vorteile der Zugehörigkeit zur neutralen Gruppe wünsche, wolle es zur gleichen Zeit Garantien von England, Frankreich und Deutschland. Zweifellos habe Adolf Hitlers Earantieangebot für eine belgische und holländische territoriale Unversehrtheit einen tiefen Eindruck aus die belgische Oesfcnt- lichkeit gemacht. Die belgische Auffassung scheine dahin zu gehen, daß das deutsche Angebot geprüft werden müsse, um festzustellen, ob Deutschland seine Haltung zum Westpakt so weit geformt habe, daß es bereit sei, einen neuen Vertrag innerhalb des Rahmens der Bölkerbunds- bestimmungen zu schließen.
Man glaube in Belgien, daß eine deutsche, englische und französische Garantie es unabhängig und fein«; neutrale Stellung unantastbar
Paris, 7. März.
Nach in Paris vorliegenden Meldungen kam es am Sonnabend an der Küste der Gascogne zu einem großen Seegefecht zwischen dem nationalspanischen Kreuzer „Canaria" und dem nationalen Torpedoboot „Velasco" einerseits und den drei bolschewistischen Kriegsschiffen „Jose Luis Diez", „Tremontana" und „Navarra" auf der anderen Seite. Zwei der bolschewistischen Einheiten wurden völlig zusammengeschossen und gingen unter; das Torpedoboot „Jose Luis Diez" wurde schwer beschädigt und mußte sich in die französischen Gewässer flüchten. Der nationale Kreuzer „Canaria" konnte im Anschluß an das siegreiche Gefecht noch den bolschewistischen Handelsdampfer „Ealdames" aus Bilbao abfangen, den er in einen nationalen Hafen einbrachte.
Ergänzend wird noch gemeldet, daß sich an Bord des aufgebrachten Dampfers „Ealdames" 178 Fahrgäste befanden, darunter der katalanische Gesandte Carrasch Formiguera, der als Vertreter der Bolschewisten Barcelonas bei den baskischen Separatisten in Bilbao weilte,
machen würde. Einige Belgier — und diese gehörten nicht zu den am wenigsten einflußreichen — gingen in ihrer Furcht vor dem französischen Bündnissystem so weit, daß sie es vorziehen würden, auf die französische Garantie zu verzichten und sich mit der britischen zu begnügen, falls eine deutsche nicht erreichbar erscheine.
Und nun, kerr kden!
Earvin gegen die Fahrlässigkeiten der englischen Politik
London, 7. März
Im „Obseroer" weist der englische Politiker Earvin erneut darauf hin, welche verhängnisvolle Bedeutung die Sowjetpakte für die Zukunft Europas haben können. Solle England sich allmählich in eine Lage verwickeln lasten, die es verpflichte, das britische Weltreich für die Unversehrtheit Sowjetrußlands und der Tschechoslowakei aufs Spiel zu setzen? Solle es unwiderruflich versuchen, das deutsche Volk ringsum zu blockieren und diesem keine andere Wahl lasten, als daß es sich einen Ausweg durch eine höchste Anstrengung erkämpfe?
Der Osten des Kontinents sei noch weit davon entfernt, politisch oder wirtschaftlich seine wahre Gestalt erreicht zu haben. Wenn man das britische Weltreich aufs Spiel setze, um unter allen Umständen dort den 8tstus guo aufrechtzuerhalten, so würde dies eine Art von Verrücktheit sein, die eigentlich undenkbar sein sollte. Edens Warnungen in bezug auf Osteuropa würden bezeichnenderweise von einer zugespitzten Gegnerschaft gegen die deutsche Politik begleitet. Großbritannien würde die Schuld für einen anderen Weltkrieg und I Schlimmeres auf sich laden, falls es nicht falschen Hoffnungen ein Ende mache und jede Verantwortung für irgendeine Politik ablehne, die auf der Teilnehmerschaft an den Sowjetpakten ruhe.
Die große Mehrheit des britischen Volkes wolle nichts mit den Sowjetpakten zu tun haben. Sie wolle sich nicht an der Einkreisung des Deutschen Reiches mit diplomatischem Stacheldraht beteiligen. Als ein gesundes Volk wünsche es nicht, einen Frieden mit Deutschland unmöglich zu machen.
sowie mehrere marxistische Stadträte von Jrun, die sich vor Einnahme der Stadt durch die Nationalen nach Bilbao geflüchtet hatten.
Von den Besatzungen der beiden versenkten bolschewistischen Kriegsschiffe konnten 160 Mann an Bord der „Canaria" genommen werden. Bei dem Gefecht kam ein Offizier des nationalen Torpedobootes „Velasco" ums Leben; eine Granate hatte, ihm beide Beine abgerissen. Vier Besatzungsmitglieder des „Ealdames" wurden bei der Beschießung getötet.
Salamanca, 7. März.
Der Heeresbericht des Obersten Befehlshabers in Salamanca vom Sonnabend meldet, daß die nationalen Truppen an der Teruel-Front ihre Stellungen bei Vivel del Ria verbessert haben. Bei Pernarroya im Kohlengebiet der Provinz Cordoba konnten die Nationalen ihre Stellungen 10 Kilometer weit vorschieben.
Kontrollbeginn: IZ.Miirz
(bllgsnsr Oradtbariebt äsr „Lrswsr Leitung")
r. Berlin, 7. März.
Der Kontrollplan für Spanien ist nach den aus London vorliegenden Meldungen am Sonnabend endgültig fertiggestellt worden und soll nunmehr vom Hauptausschuß verabschiedet werden. Als Termin für das Inkrafttreten der Kontrolle ist der 13. März vorgesehen. Noch bis zur letzten Stunde hat der sowjetrusstsche Vertreter alle erdenklichen Versuche unternommen, um die Kontrolle noch weiter hinauszuschieben. Die im Unterausschuß vertretenen Mächte haben sich darauf geeinigt, daß die Kanarischen Inseln vorläufig aus dem Kontrollplan Herausbleiben und Aenderungen erst vorgenommen werden, wenn sie sich wider Erwarten durch die Praxis als notwendig herausstellen sollten. Was die Einzelheiten der Durchführung des Kontrollplanes anbelangt, so ist die Zahl der Kontrollbeamten, die die einzelnen Schiffe zu überprüfen haben, auf zwei bis drei festgesetzt worden.
Die einzelnen Zonen sind endgültig folgendermaßen festgelegt worden: Die englische Flotte kontrolliert die Nordküste von der französischen Grenze bis Kap de Busto und die Südküste von der portugiesischen Grenze bis Kap de Eata. Frankreich kontrolliert zwischen Kap de Busto und Portugal sowie die Küste von Spanisch- Marokko.
Die deutsche Flotte übt die Kontrolle an der Südostküste Spaniens von Kap de Eata bis Kap Oropesa, also einschließlich Alicante und Valencia, aus. Die italienische Kontrollzone schließt sich an die deutsche an und erstreckt sich bis zur französischen Grenze.
«Ver Nichteinmischungsschwindel"
Paris, 7. März.
Die „Action Francaise" meldet unter der Ueberschrift „Die Komödie der Neutralität", daß der sowietspanische Frachtdampfer „Cala Pi" in der Nacht zum Sonntag um 1 Uhr früh den Hafen von Marseille verlassen habe. An Bord befinde sich eine Munitionsladung von 21363 Kilogramm. Das Schiff fahre unter der Flagge der spanischen Bolschewisten und habe angeblich als Bestimmungsort den Hafen Basra. Das Blatt schreibt hierzu, man sei um so neugieriger zu wissen, welche die nächste Anlage- stelle dieses Dampfers sein werde, zumal er von vier bolschewistischen spanischen Frachtdampfern begleitet werde. Wie man sehe, gehe der Schwindel mit der Nichteinmischung weiter . . .
Vombe explodiert
Paris, 7. März.
In einem Wagen des Schnellzuges Marseille —Port Bon explodierte kurz nach dem Ein
her;
Muffel wlll nichts von Paris wissen
furcht vor dem franMschen viindnisMem - Starker kindruck des Sarantieangebotes des fichrers
treffen im Bahnhof Corberes eine Vombe. Glücklicherweise hatten sämtliche Reisenden den Zug verlassen, um sich der Paß- und Gepäckkontrolle zu unterwerfen. Der Eisenbahnwagen stand im Nu in hellen Flammen. Die Feuerwehr konnte gerade noch ein llebergreisen auf die anderen Wagen verhindern. Die Polizei vermutet einen politischen Anschlag im Zusammenhang mit den Ereignissen in Spanien. Sie verhaftete am Sonntag einen anarchistischen Franzosen, der sich schon seit einigen Tagen in der Erenzgegend verdächtig gemacht hatte. Später fand man im Garten des spanischen Konsulats in Perpignan eine Höllenmaschine und am Ufer des Flusses, der die Stadt durchstießt, einen zu einer Höllenmaschine umgebauten Venzinbehälter.
verjudete Sowjet-Mplomatie
Berlin, 7. März.
Der „Nachrichtendienst der Anti-Komintern" setzt seine Veröffentlichungen über die Verju- dung der sowjetischen Politik mit folgender Liste der jüdischen diplomatischen Auslandsvertreter der UdSSR fort: England: Botschafter Maiski (Steinmann); Italien: Botschafter Stein; USA.: Botschafter Trojanowski, wahrscheinlich Jude, mit einer Jüdin verheiratet; Japan: Botschafter Jureneff (Eanfmann); Spanien (Valencia): Botschafter Eaikis, Lew Jakowlewitsch; Rumänien: Gesandter Ostrowski; Tschechoslowakei: Gesandter Alexandrowski, Russe, mit einer Jüdin verheiratet; Griechenland: Gesandter Kobetzki; Lettland: Gesandter Vrodowski; Litauen: Ge
sandter Karski; Schweden: Eesandtin Kollontai, Halbjüdin; Norwegen: Gesandter Jakubowitsch; Belgien: Gesandter Rubinin; Afghanistan: Botschafter Skwirski.
Unter den 28 diplomatischen Auslandsvertretungen der Sowjetunion gibt es nur 4, in denen nicht Juden an leitender Stelle stehen. Das ist das Gesicht der „russischen" Diplomatie!
Vor 20 ArLcen slaeA HcaL Llolr
klaute -Und ru-armix llalire vai-gnriMn seit dorn Dag--, da da,' iiiu-iwstdiialu! pianiar des Uukt- : !'billg! danken.-!, Oiak Ferdinand von Zeppelin, kür iwwsr die ^UZSU sebioü. .(Leitbild),
das Nheinland beging den Jahrestag seiner Befreiung
Köln, 7. März.
Das durch den machtvollen Entschluß des Führers von der letzten Fessel des Versailler Vertrages befreite Rheinland beging den ersten Jahrestag seiner Befreiung, den 7. März, in der lebendigen Erinnerung an die freudige Begeisterung, mit der es vor einem Jahre den Einmarsch der jungen deutschen Wehrmacht begrüßt hatte. Der Gauleiter des Gaues Köln-Aachen, Staatsrat Grohv, gab diesem Dank des Rheinlandes i« einem Telegramm an den Führer und Reichskanzler Ausdruck.
Die Wehrmacht des Standortes Köln leitete den denkwürdigen Tag mit feierlichen Flaggenparaden ein. Anschließend vereinigten sich Formationen und Fahnenabordnungen der Partei und ihrer Gliederungen, Vertreter des alten Heeres und Abteilungen der neuen Wehrmacht zu einer großen Feierstunde am Ehrenmal der deutschen Feldartillerie. Oberstleutnant a. D. Werner hielt die Gedenkrede, in der er die historische Bedeutung des 7. März 1936 würdigte. Durch die Tatkraft Adolf Hitlers sei die volle Souveränität Deutschlands wiederhergestellt.
In Koblenz gedachte die Bevölkerung der alten Earnisonstadt des Jahrestages zu Füßen des Denkmals am Deutschen Eck. Ein Musikkorps der Wehrmacht hatte gemeinsam mit dem Arbeitsdienst und HJ.-Eruppen am Denkmal Aufstellung genommen. Unter dem Motto „Am freien Rhein" wechselten schneidige Fanfaren- signale und Märsche mit Musikvorträgen und dem Gesang der Arbeitsmänner und des Jungvolkes ab. Auch in Aachen begingen Garnison und Bevölkerung den 7. März als einen besonderen FreudentagI Am Elifenbrunnen fand unter stärkster Anteilnahme der Bevölkerung in Gegenwart des Standortältesten, zahlreicher Vertreter der Wehrmacht, der Behörden und der Bewegung ein Vorbeimarsch der Truppen statt.
Ver kardinalpunki
Reichsleiter Rosenberg vor 96 000 Amtsträgern Düsseldorf, 7. März.
Am Sonntag sprach Reichsleiter Rosenberg in der Stadthalle von Düsseldorf über die weltanschaulichen Verpflichtungen unserer Zeit. Diese nur vor Amtsträgern der Bewegung gehaltene Rede wurde in zahlreiche Säle Düsseldorfs und in mehrere Städte des Gaues übertragen, wo sich aus allen Orten die Amtsträger der Parket, ihrer Gliederungen und der angeschlossenen Verbände zu einem Eemeinschaftsempfang zusammengefunden hatten, so daß Reichsleiter Rosenberg vor rund 90 000 Amtsträgern der Bewegung sprach. Er führte n. a. aus:
. „Große Umwälzungen brauchen zur Darstellung ihres gesamten Gehaltes lange Spannen Zeit, und wir leben nunmehr in einer zweiten Epoche, wo nach dem unmittelbaren Kampf der innere Ausbau unseres Denkens und die Gestaltung unseres Staates begonnen hat." Reichsleiter Rosenberg betonte nachdrücklich, daß die Erziehung der Jugend nur durch die durchgeführt werden dürfe, die Deutschland vor dem Untergang retteten. Es sei dabei unmöglich, einen Führer, ein Reich und ein einiges Volk zu fordern, wenn die Erziehung von gegenseitig sich ausschließenden Kräften durchgeführt würde. Wenn die Hauptstadt der Bewegung sich kürzlich mit 96 v. H. für die deutsche Gemeinschaftsschule erklärt'habe, so sei das ein Zeichen eines tiefgehenden Erwachens des deutschen Volkes.
Reichsleiter Rosenberg nannte eine Anzahl von Aeußerungen im Kampf gegen die deutsche Gemeinschaftsschule und erklärte abschließend: „Wir können den Klassenkampf nicht überwinden, wenn nicht auch der Streit der Konzessionen verschwindet." In seinen weiteren Ausführungen führte Reichsleiter Rosenberg noch andere Stimmen an, die gegen das neue Eemeinschafts- bewußtsein des deutschen Volkes kämpften, und erklärte nachdrücklich, daß man von diesem Kardinalpunkt der Erziehung der NSDAP. niemals weichen würde.
Der Reichsleiter distanzierte sich eindeutig von allen Versuchen der Schwärmerei und Bilderstürmer« und erklärte, daß niemand aus irgendeiner weltanschaulichen Gruppe das Recht besäße, sich auf den Nationalsozialismus zu berufen als nur der Nationalsozialist selber. In der Vertretung der nationalen Ehre und in der gemeinsamen Kameradschaft sei die NSDAP. groß geworden, und diesem Wirken wolle sie dienen, und der Dienst an diesem Wirken sei der Maßstab für Gehalt und Größe der Tätigkeit eines jeden einzelnen Nationalsozialisten.
samilientrogödie in Hamburg
Mord und Selbstmord nach der Ehescheidung Hamburg. 7. März
Ein furchtbares Familiendrama hat sich am Sonnabendabend im Stadtteil Rothenbaum abgespielt. Eine junge Frau wurde in ihrer Wohnung in der Schlüterstraße von ihrem früheren Mann von dem sie erst in den letzten Tagen rechtskräftig geschieden worden war, mit einem Revolver angefallen. Ein Bekannter der Frau wurde von dem geschiedenen Mann erschossen. Ihr Vater, der zu Hilfe eilte, mußte angeschossen einem Krankenhaus zugeführt werden. Als es der Frau gelang, durch das zu ebener Erde gelegene Fenster zu entkommen, richtete der Mörder die Waffe gegen sich selbst und tötete sich.