Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Vremen
der Nationalsozrallsten oremens
Amtsblatt des Senats der Zreien kjonsestadt Bremen
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Nr. 6V / 7. Jahrgang
Dienstag, 2. Mär; 1S5?
kinzelpreis 15 Npf.
Deutschlands Bereitschaft ;um Welthandel
wuchtige Kundgebung der Kommission sür Wirtschaftspolitik der NSststp. aus der Leipziger Messe o. Nibbentrop: „wir beanspruchen das stecht auf Kolonialbesitz / v. Kötzler: „wir kommen im Leiftungswettstreit nicht als Kilssbedürftige"
wir erwarten Kolonial-flusgleich!
Leipzig, 1. März.
Auf der Frühjahrskundgebung der Kommission sür Wirtschaftspolitik der NSDAP. am 1. März 1937 in der Albert-Halle des Kristallpalastes zu Leipzig hielten der Außerordentliche und Bevllmächtigte Botschafter des Deutschen Reiches Joachim von
Unser lagesspiegel
Trotz der Londoner Abmachungen ebbt der Freiwilligenzustrom an der französisch-spanischen Grenze nicht ab.
Neun der aus Sowjetrutzland ausgewiesenen Reichsdeutsche» sind zur Grenze abbsfördert worden.
, Das englische Marxistenblatt „People" überbietet mit einer antideutschen Lügenmeldung alle bisherigen Versuche der Brunnenvergiftung.
Aus der Leipziger Kundgebung der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP. hielten von Nibbentrop und Bernhard Köhler bedeutsame Reden.
Reichsbankpräsident Dr. Schacht rechtfertigt die nationalsozialistische Währungspolitik. Ab heute gastiert die Volksdeutsche Bühne, Berlin, in Bremen mit dem Schauspiel „Schwiegersöhne".
Die für das Ernährungshilfswerk Bremen mit Küchenabfällen gemästeten Läufer- schweinchen haben bereits eine ansehnliche Gewichtszunahme zu verzeichnen.
An der Riviera errangen von Cramm-Henkel den bedeutsamen Buttler-Pokal.
Nibbentrop sowie der Leiter der Kommission sür Wirtschaftspolitik der NSDAP., Bernhard Köhler, bedeutsame Ansrachen.
Ganz außergewöhnlich war das Interesse, das die Kundgebung im In- und Ausland fand. Seit Tagen schon war die 2S00 Personen fastende Alöerthalle bis auf den letzten Stehplatz ausverkauft. Neben den führenden Männern der Wirtschaft aus dem ganzen Reich waren auch namhafte Vertreter der ausländischen Wirtschaft, namentlich aus England, sowie das Diplomatische und Konsularkorps in großer Zahl erschienen. Der Wichtigkeit der Kundgebung entsprechend war auch die Beteiligung von Männern des Staates und der Partei sowie ihrer Gliederungen außerordentlich stark.
Als erster Redner sprach der Eauwirtschafts- berater des Gaues Sachsen, Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Lenk, der die Ehrengäste und die Teilnehmer an der Kundgebung inmitten der gewaltigsten Leistungsschau deutscher und ausländischer Erzeugnisse begrüßte. Unter Hinweis auf die nationalsozialistische Wirtschaftsordnung wies er nach, inwiefern auch Deutschland von dem Willen zum Welthandel beseelt ist.
o. Nibbentrop führte in seiner Rede nach einem kurzen Ueberblick über die Entwicklungsgeschichte der Leipziger Messe u. a. aus:
Die gewaltigste Wirtschaftsumwälzung unserer Zeit brachte der Weltkrieg und Versailles. Kein Land ist imstande gewesen, sich den Folgen dieser ungeheuren Umwälzung zu entziehen. Deutschland hatte nicht nur unter den allgemeinen Folgen dieser weltwirtschaftlichen Verschiebungen wie die anderen zu leiden, sondern es wurde unendlich stärker betroffen, denn erstens stellt Deutschland nur einen verhältnismäßig kleinen und übervölkerten Wirtschaftsraum dar, und zweitens trat es in den neuen wirtschaftlichen Kampf mit den ungeheuren Mehrbelastungen von Versailles ein. So war die Lage Deutschlands nach dem Kriege, und es kann nicht verwundern, wenn Deutschland gewaltige Anstrengungen machen mußte, um wieder auf die Beine zu kommen.
Es ist das unsterbliche Verdienst unseres Führers und der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, auch aus dem Gebiete der Wirtschaft in Deutschland einen radikalen Umschwung herbeigeführt zu haben. Der Grundsatz des Führers, „das Kapital hat der Wirtschaft zu dienen und die Wirtschaft dem Volke und nicht umgekehrt", wird mit der Machtergreifung oberster Leitsatz für die neue deutsche Wirtschaftsgestaltung. Ich glaube, daß man heute nach den Erfahrungen, die wir in den letzten vier Jahren gemacht haben, ruhig sagen kann, daß es ein unlösbares Wirtschastsproblem für ein einiges Deutschland auf die Dauer nicht gibt, das heißt also, daß die deutsche Wirtschaft selbständig in der Lage ist, das deutsche Volk zu erhalten.
Unser zu einer Einheit zusammengeschweißter Volkskörper hat in den letzten vier Jahren bereits eine große Anzahl in früheren Zeiten für unantastbar gehaltener wirtschaftlicher Dogmen sä sb- suräum geführt und manches Problein gemeistert,
das unserer früheren liberalistischen Wirtschaft unlösbar schien. Unser Führer ist aber seit der Machtergreifung stets bestrebt gewesen, neben der wirtschaftlichen Sicherung der nackten Existenz des deutschen Volkes eine
krtzötzung des allgemeinen Lebensstandards
in Deutschland herbeizuführen und damit erweiterte Möglichkeiten des kulturellen Schaffens und des kulturellen Austausches für sein Volk sicherzustellen. Zu diesem Zwecke hat die deutsche Wirtschaftsführung in den letzten Jahren gewaltige Anstrengungen unternommen, um das' deutsche Handelsvolumen mit dem Auslande auf dem Wege des normalen Güteraustausches zu erhöhen und zu entsprechenden großzügigen Vereinbarungen mit den verschiedenen Ländern der Welt zu kommen. Die Tatsache, daß dies durch die kurzsichtig ablehnende Haltung wirtschaftlich starker Länder nur zum Teil gelang und ferner die Erkenntnis, daß das weitere Umsichgreifen des Bolschewismus in der Welt die Gefahr
einer weiteren Schrumpfung des deutschen Außenhandelsvolumens (siehe Spanien) mit sich bringen könnte, hat den Führer veranlaßt, völlig neue Wege zu Leschreiten.
Nach erneuten sehlgeschlagenen Versuchen, zu passenden internatimralen Handelsabmachungen zu kommen, schritt der Führer im vorigen Sommer wiederum zur Tat. Der Vierjahresplan wurde kurzerhand beschlossen. Dieser Plan ist Deutschland von dem Auslands geradezu aufgezwungen worden. Der Vier- jahr es plan ist daher nur ein« natürliche Selbsthilfe Deutschlands, und alle Kritik des Aus- landes kann uns nur in unserer Auffassung bestärken, daß wir auf dem richtigen Wege sind. Die wirtschaftliche Bedeutung des Vierjahresplanes wird meiner Auffassung nach von der Tragweite seiner politischen Auswirkungen noch übertreffen
Die Einteilung der Welt nach dem Kriege in Sieger und Besiegte brachte auch ihre Einteilung in die Nationen der „Habenden" und der „Habe
nichtse", wie ein britischer Staatsmann dies im vorigen Jahr ausdrückte. Versailles hat Deutschland, einst einer der wohlhabendsten Staaten der Erde, in die Front der Besitzlosen gedrängt. Man hat Deutschland s. Zt. unoernünftigerweise seine gesamten mobilifierbaren Werte genommen und so eine Ungleichheit des Besitz st andes auf allen Gebieten geschaffen, die letzten Endes niemals von Dauer sein kann, und die heute für ein gut Teil der Unruhe in der Welt verantwortlich zu machen ist.
Es liegt aber im Interesse aller Staaten, diese Unruhe in der Welt zu beseitigen und daher einen Ausgleich zwischen den besitzenden und den besitzlosen Nationen zu finden. Nach Lage der Dinge ist dieser Ausgleich nur aus zwei Gebieten zu finden, nämlich: erstens durch «ine Lösung der Frage der Rückgabe des ehemaligen deutschen Kolonialbesitzes, und zweitens durch die eigene Kraft des deutschen Volkes selber. Was
die Lösung der kolonialfrage
angeht, so hat der Führer in seiner Rede vom 3l>. Januar erklärt, daß „die Forderung «ach Kolonien in unserem so dicht besiedelten Lande sich als eine selbstverständliche Frage immer wieder erheben wird", und hat gleichzeitig die Gründe, die sür die Zurückhaltung der ehemaligen deutschen Kolonien von dem Auslande vorgebracht werden, schlagend widerlegt.
Deutschland beansprucht grundsätzlich das Recht auf Kolonialbesitz, wie dies auch jeder anderen, selbst der kleinsten Nation der Welt zusteht und mutz jegliche Argumentation, die ihm dieses Recht streitig machen will, in aller Form zurückweisen.
Deutschland mit seiner auf engstem Raum zusammengedrängten großen Bevölkerung braucht Kolonien mehr als irgend jemand. Ausgerechnet Deutschland aber soll keine Kolonien besitzen? Ebenso abwegig aber wie die Gründe, mit denen Deutschland die Kolonien weggenommen wurden,
ist auch die Begründung, die man dann und wann in der ausländischen Presse liest, wonach Deutschland eine imperialWsche Kolonialpolitik treiben und seine Kolonien zu strategischen Stützpunkten ausbauen würde.
Nun zur wirtschaftlichen Seite: Hier
sind es hauptsächlich
drei Punkte, die unterstrichen werken müssen
1. die Rohstofffraae, d. h. die Notwendigkeit für Deutschland, Gebiete zu besitzen, in denen mit eigener deutscher Währung Rohstoffquellen erschlossen werden können und aus denen ebenfalls mit deutscher Währung Rohstoffe für die Versorgung der deutschen Industrie zu kaufen sind. Heute stehen Deutschland die Rohstoffqellen der Welt zwar offen, aber nur gegen Bezahlung in Devisen, die wir nicht in genügendem Umfange besitzen.
2. Die Kolonien als Absatzmarkt für Jndustrieartikel und als Feld für das deutsche Unternehmertum. Hierbei sind die Aufträge von den kolonialen Verwaltungsbehörden
für öffentliche Arbeiten besonders zu erwähnen, die von großer Bedeutung sind. In fremden Kolonien gehen diese Aufträge fast ausschließlich an die Industrien der Mutterländer, bei denen unter deutscher Souveränität würde unsere Industrie natürlich das Primat haben.
b. Die Entwicklungsmöglichkeiten in den Kolonien. Die Kolonien werden von dem heutigen Deutschland in sehr viel intensiverer Weise entwickelt werden können und es wird eine viel großzügigere und langfristigere Wirtschaftsplanung in ihnen durchgeführt werden können, als dies bei unserer früheren freien Wirtschaftsführung möglich war. Es besteht kein Zweifel, daß auf diese Weise nach einigen Jahren der Entwicklung aus den Kolonien ein erheblich grösser Prozentsatz des gesamten deutschen Roh- stoffbedarfs gedeckt werden kann als vor dem Kriege, und zwar unter ausschließlicher Inanspruchnahme deutschen Kapitals, also deutscher Wahrung.
(Fortsetzung auf Seite 2)
«betrieb der Kegemoart - betrieb ver Zukunft"
Nalionalsonalistische Ausgestaltung des Urlaubsrechts — stöchsturlaube wurden Mindesturlaube
Von
Franz Mende. Leiter des Sozialamts der Deutschen Arbeitsfront
Die bewußt in den Vordergrund unserer sozialpolitischen Erörterungen gestellte Frage des Urlaubs ist durch die aufwärts- schreitende Entwicklung der NSG. „Kraft durch Freude" jedem Volksgenossen sichtbar vor Augen gerückt. Auch wenn der Urlaubsanspruch gesetzgeberisch noch nicht ausdrücklich verankert ist, gibt es keinen Zweifel darüber, daß in Auswirkung der Füvsovgepflicht des Unternehmers jedem Arbeiter und Angestellten ein auskömmlicher Urlaub gewährt werden muß. Unermüdlich sind durch die in den Tarifordnungen und Betriebsordnungen aufgenommenen Bestimmungen die Urlaubsregelungen fortgebildet worden.
Man darf hier ohne Uebertreibung sagen, daß wesentlich mehr getan worden ist, als durch gesetzgeberische Maßnahmen hätte erreicht werden können. In der nationalsozialistischen Sozialord- nung ist es nicht Wohltätigkeit, sondern vielmehr eine auch gesetzlich eindeutig festgelegte Pflicht, daß der Betriebsführer für das Wohl seiner Gefolgschaft sorgt. Eine ausreichende Urlaubsgewährung steht hierbei, im Vordergrund und liegt im ureigensten Interesse des Betriebes. Nur dann kann der Schaffende seine volle Kraft für den Betrieb einsetzen, wenn ihm auch die Möglichkeit gegeben wird, sich alljährlich von den Anstrengungen des Arbeitslebens zu erholen. Nur mit gesunden Menschen können wirtschaftliche Erfolge erzielt werden.
In manchen anderen Ländern, so auch in der neuesten Zeit in Frankreich, besteht ein gesetzlicher Urlaubsanspruch. Ueber die tatsächliche Durchführung des gesetzlichen llrlaubsanspruchs in diesen Ländern ist nicht viel zu entnehmen. Es hat den Anschein, als ob es in einigen dieser Länder nur schwer oder nur teilweise möglich ist, den gesetzlichen llrlaubsanspruch durchzusetzen. Sieht man von Sowjetrußland ab, das wir in solche Rechnungen nicht einbeziehen können, weil dort der Terror herrscht und kein sozialistisch- ehrliches Bemühen, dann gelangt man zu der Feststellung, daß allein die Zahl der deutschen Ar
bester, die einen Urlaubsanspruch besitzen, mehr als doppelt so groß sein muß als die Zahl der Arbeiter in allen übrigen Ländern Europas. Die Durchsetzung des Urlaubsanspruchs bereitet in Deutschland keine Schwierigkeiten. Es ist sür das deutsche Volk zur Selbstverständlichkeit geworden, daß der Arbeiter ein Recht auf Urlaub hat. Außerdem wachen die Deutsche Arbeitsfront und die Treuhänder der Arbeit darüber, daß die Arbeiter ihren Urlaub erhalten. Der Führer des Betriebes, der den Urlaub verweigern würde, liefe Gefahr, in ein Verfahren vor den sozialen Ehrengerichten gezogen zu werden.
Die tiefgreifenden Neuerungen und Fortschritte in den letzten Jahren in der Frage des Urlaubsrechts sind augensällig.
Nach den Feststellungen des Internationalen Arbeitsamtes hat es den Anschein, daß die Land arbeiter in den anderen Ländern keinen gesetzlichen oder vertraglichen Anspruch auf Urlaub haben. In Deutschland haben dagegen die Landarbeiter seit der Machtübernahme ebenfalls einen Anspruch auf Urlaub. Ebensowenig ist aus den internationalen Feststellungen zu ersehen, wie der Urlaub der Lehrlinge und der jugendlichen Arbeiter geregelt ist. In Deutschland haben sich die Bestrebungen, dem Jugendlichen einen längeren Urlaub zu gewähren, vollauf durchgesetzt. Der Urlaubsanspruch der Jugendlichen erstreckt sich durchweg aus eine größere Anzahl von Tagen als der der Erwachsenen. Bei den Jugendlichen sind die Fälle besonders zahlreich, in denen die Führer der Betriebe den Jugendlichen einen wesentlich längeren Urlaub, als er durch Tarifordnung vorgeschrieben ist, gewähren, und so den Bestrebungen der Hitlerjugend und der Deutschen Arbeitsfront entsprechen.
Auch die Saison-Arbeiter, die früher nur selten in den Genuß des Urlaubs kamen, kennen heute den Erholungsurlaub. Hier sind durch Einführung des Urlaubsmarkensystems ganz neue Wege Leschritten worden. Dadurch kämen erneut über 1'/- Millionen schaffende Volksgenossen in den Genuß eines angemessenen Urlaubs. Auch für die in der Heimarbeit Beschäftigten gibt es Urlaubsregelungen. In der Vergangenheit hat niemand daran gedacht, daß auch der Heimarbeiter eine angemessene Erholungszeit braucht. Dem Nationalsozialismus ist es gelungen, in vielen Tarifordnungen für die Heimarbeit eine Urlaubsregelung durchzusetzen, und zwar nicht nur des Urläubsanspruchs der von den Hausgewerbetreibenden beschäftigten Hilfskräfte (Betriebsarbeiter), sondern auch des Urlaubs-
rreivenoen
gegenüber ihren
Schwerkriegsbeschädigten sowie Opfern der Arbeit wird häufig ein erhöhter laub gewährt.
Die Ausgestaltung des Urlaubsrechts zeigt :n den Einzelheiten unverkennbare' Fo schritte. In vielen. Tarifordnungen der I stfje konnte die 1kr/n>^ gesteigert wei
Höchsturlauüe wurden Mindesturlaube. Wäh frühere Urlaubsregelungen nur selten Staffelung des Urlaubs kannten, ist heute sprechend dem Grundsatz der Erholungsbedür reit fast überall die Staffelung des Urle durchgeführt. Maßgebend für die Staffelung die Betriebszugehörigkeit, das Verufsalter das Lebensalter. Voraussetzung für die Wahrung des erstmaligen Urlaubs ist in der R die Zurucklegung einer Wartezeit. Es ist di weg gelungen, die Wartezeiten erheblich zu kurzen. Wartezeiten von zwei Jahren sind h verschwunden und Wartezeiten von einem ^ pnd eine Seltenheit. Unterbrechungen bei Arb' Mangel bei Krankheit, im Falle von Wehr- Arbeitsdienst führen, wenn sie sich in Nori grenzen halten, bei der Berechnung der Urla dauer nicht dazu, daß Nachteile für den schaffei Volksgenossen entstehen.
Die Jahre 1S3ö und lW6 haben dazu gest dag einheitliche Grundsätze für ein allgeme Urlaubsrecht aufgestellt wurden, die bereits praktiicher Anwendung erprobt sind und die wahr für die Richtigkeit bieten. Der Urlaub das Ziel der Erholung. Wenn die Sta fuhrung darauf bedacht ist. daß die Gefolgschc angehörigen einen zur Erholung ausreicher Urlaub erhalten, so ist es andererseits Pflicht Gsfolgschaftsangehörigen, den Urlaub im Inte der Erhaltung der Arbeitskraft wirklich'zur holung zu verwenden. Diese Pflicht der Ees schaftsangehörigen ist die selbstverständliche ganzung seines Rechts auf Urlaub. Der Urla anspruch ist dem einzelnen Volksgenossen , allein in seinem Interesse, sondern vor allem Interesse der Erhaltung seiner Arbeitskraft die Volksgemeinschaft gewährt.
Ein umfassendes Urlaubsrecht hat die natio sozialistische Staatsführung in den Jahren der Machtübernahme geschaffen. Der b?za jährliche Erholungsurlaub ist heute für schaffenden Volksgenossen eine Selb st v st ä nd l i ch k e i t, das rechtzeitige Urlaubg, für den deutschen Betriebssichrer eine sozi Pflicht.
kine selbstverständliche frage
Wann wird Deutschlands Rohstoffnot beseitigt?
* Bremen, 2. März.
Es ist große Unruhe in der Welt. Das läßt sich nicht leugnen; aber nur wenige Nationen sind bereit, das Ihre dazu beizutragen, um diese Unruhe zu beseitigen.
Von Sowjetrußland wollen wir nicht reden. Moskau wird, solange der Bolschewismus dort regiert, stets danach streben, die Welt in Unfrieden zu halten. Dabei helfen ihm nachweisbar destruktive Kräfte im Schoße der anderen Nationen, Hetzer und Lügner, die als Agenten der Komintern dafür bezahlt werden. Sie mattzusetzen und damit die bolschewistische Gefahr in Europa auszumerzen, wäre Sache einer einsichtigen und weitblickenden Staatskunst, die man aber leider, immer noch — und bemerkenswerterweise gerade an den vom Bolschewismus ganz stark gefährdeten Brennpunkten Europas — schmerzlich vermißt.
Deutschland hat dank der genialen Staats- sührung Adolf Hitlers wiederholt seinen Beitrag zur Beruhigung Europas dargeboten-. Der Führer hat Angebot über Angebot gemacht. Zuerst Abrüstungsvorschläge, um den europäischen Völkern die Last schwerer Rüstungen zu ersparen; dann Friedensvorschläge, um Europa die notwendige Ruhe und Sicherheit zu gewährleisten.. Leider h,at man in den Hauptstädten gerade der europäischen Nationen, die am meisten von Unruhen bedroht sind — betrüblich wenig Verständnis für des Führers großherzige Initiative gezeigt.
Im Gegenteil: statt mit dem Führer Hand in Hand bei der Befriedung Europas zu gehen, schritt man nicht allein zu neuen Aufrüstungen in ganz ungewöhnlich starken Ausmaßen, sondern ließ sich da und dort auch noch dazu verleiten, bei den eigenen Völkern Deutschland als den Schuldigen an der übermäßigen Rüstungslast hinzustellen. Dieses dem guten Einvernehmen unter den europäischen Völkern wenig dienliche Gebaren hat der deutsche Botschafter von Nibbentrop in seiner großen Rede auf der Leipziger Messe als Giftmischerei bezeichnet, als Giftmischerei der dunklen Mächte, die nichts als Unruhe und Unheil bei den Völkern stiften wollen.
Nach wie vor stellt Deutschland solcher Giftmischerei sein Bemühen entgegen, alles, was ihm möglich ist, zur Beruhigung Europas zu tun. Obwohl Deutschland, einst eines der wohlhabendsten Völker der Erde, durch den unglückseligen Versailler Vertrag in die Front der Besitzlosen gedrängt worden ist — in die Front der Nichtshabenden im Gegensatz zu den Habenden, die als Sieger aus dem Weltkriege hervorgegangen sind —, denkt Deutschland nicht daran, das ihm an- getane Unrecht an seinen früheren Gegnern irgendwie zu rächen. Nachdem es sich seine Gleichberechtigung wiedergeholt und nachdem es seine nationale Ehre wiederhergestellt hat, ist sein einziges Bestreben, auch noch den letzten Keim der Unruhe aus der Welt zu schaffen, der in der ungeheuren Rohstoffnot Deutschlands liegt.
Mit Recht erinnerte v. Nibbentrop in Leipzig an des Führers Rede vom 30. Januar, wo er die Forderung nach Kolonien in einem so dicht besiedelten Lande wie Deutschland als eine selbstverständliche Frage bezeichnet hat. Einwandfrei ist v. Ribben- trops Beweisführung für den Anspruch Deutschlands auf Kolonialbesitz, ein Anspruch, der selbst der kleinsten'Nation der Welt zusteht und einem Reiche wie Deutschland mit einer auf engstem Raum zusammengedrängten großen Bevölkerung einfach nicht abgesprochen werden kann.
Alle Ausreden, welche die sogenannte Kolonial-Lüge stützen wollen, sind vor der ehrlichen Prüfung redlicher Männer des Auslandes längst in sich zusammengebrochen. Deutschland hat. was ihm ein Mann wie Sven Hedin ausdrücklich bestätigt, ein Uebermaß an Kraft und Kenntnis für koloniale Verwaltungsmöglichkeiten zu vergeben, und selbst im gegnerischen Lager zögern beute Kenner der Kolomalfrage nicht mehr, die deutsche Kolonialarbeit vor dem Weltkriege schlechtweg als vorbildlich anzuerkennen und ibren eigenen Regierungen zu empfeblen Die Behauptung, daß Deutschland von der Kolonisierungsarbeit ausgeschlossen bleiben müsse, wird heute vöm