Ausgabe 
(22.12.1937) Nr. 351
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der- Deutschen Arbeitsfront Vremen

Amtsblatt des Senats der Freien Hansestadt vremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstatchalters in lMenburg und Dremen

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Nr. 551 / 7 . Jahrgang

Mittwoch, 22 . Ve;ember 1 S 5 ?

kinzelpreis 15 Npf.

6PU-Jubiläum ein Schlachchausfest!

vluchund Stalin, van London gesehen

ks dämmert an der tliemse / warum werden sie erschossen! / „Va

Land auch nur einen Bruchteil der von Stalin durchgeführten Hinrichtungen begangen hätten, so würden unsere Roten und Rosaroten die Al- berthalle mit einem Geheul der Entrüstung er­füllen, und zwar nicht nur einmal, sondern Woche um Woche. So aber hört man nicht einmal ein Geflüster, wo Stalin sein Schlächterwerk voll­führt."

wendet sich der Säst mit krausen" / wenn Deutschland oder Italien...

vremen, 22. Vezember Noch vor Monaten gab es in kngland liie­rende Politiker im antimarrWschen Lager, die gegenüber der Seißelung des Moskauer Mord- regims beschwichtigend wirken zu müssen glaubten. Sie meinten allen krnstes - woker sie ikre weiskeit nakmen, wußten sie allerdings selber nicht - daß es doch wokl so schlimm im Neich des volschewismus nicht lzergeken Kanne, wie leine Segner es »darstellen". Inzwischen

Koben nun aber Vertreter bedeutender englischer Mütter die mörderischen Umtriebe des bluttrie­fenden Stalin aus nächster Nütze beobachtet. Nie Malzrnekmungen und Schlußfolgerungen der Journalisten, deren berichten wir nichts lzinzu- zufügen Koben, sind um so wertvoller, als sie eben von - britischer Seite stammen. Sie sollten besonders in Paris aufmerksam gelesen werden! Lasten wir nun die Londoner Mütter selbst zu Worte kommen:

Liquidieren! Liquidieren!

London, 22. Dezember.

Die Feiern, die in Sowjetrutzland aus An­laß des 2»jährigen Bestehens der berüchtig­ten GPU. veranstaltet werden, geben der Zeitung „Daily Mail" Anlast, in süprfer Weise mit Stalin und den Sowjets abzurech­nen. Während der sogenannten „Wahl", so schreibt das Blatt, habe die Mörders, in Sowjetrutzland Ferien gehabt. Sie seien je­doch bitter kurz gewesen. Stalin habe nun mit verdoppelter Wut seine „Reinigungs­aktion" wieder aufgenommen. Wenn jemand die Sowjetreoolte mitgemacht habe, so sei er heute gebrandmarkt. Wenn jemand aber ein persönlicher Freund Stalins gewesen sei, so bringe das Vernichtung mit sich. Die meisten Angehörigen der sogenannten alten „bolsche­wistischen Garde" seien nun „liquidiert",

Das russische Volk habe jetzt die „Helden­taten" seiner- eigenen Zerstörer feiern müssen. Die GPU., jene finstere geheime Macht von Inquisitoren und amtlichen Mördern^sei jetzt 2ü Jahre alt; den Geburts­tag dieser TerrorisienLande zu feiern, Habs man die russische Nation gewaltsam ausgr- zwungen. Stalin habe grimmig-scherzend eine Gala-Vorstellung der GPU. im Lubl- janka-Gefängnis in Moskau gegeben, jenem schrecklichen Gebäude, das mit den Geistern derjenigen angefüllt sei, die er in den Tod geschickt habe.

Mördercharakter der roten Häuptlinge und die empörende Natur ihres Regimes ein­sehen.

Die jüngste SSuberungsaktion Stalins, deren Opfer alte Volschewisten wie Karachan, Penukidje usw sind, hat die „Evening News" zu einer außer­ordentlich scharfen Kritik an dem Vorgehen Sta­lins und am bolschewistischen System überhaupt veranlaßt. Sie schreibt, daß Männer wie Kara­chan, Denukidje,' Shevaldajev, Larin, Orachelsch- wili jetzt den Weg' gingen, den anscheinend alle alten Kommunisten gehen müßten. Wenn Stalin ein Zarist wäre, der im geheimen und sehr ge-

München, 22. Dezember.

In stiller Feierlichkeit wurden Dienstag vor­mittag die sterblichen Ueberreste General Luden- dorfss in -den Fahnensaal des Generalkommandos des VII. Armeekorps in der Münchener Schön- feldstraßc übergeführt.

Am Storbezimmer in dem unmittelbar gegen­überliegenden Josefinum holten der Chef des Generalstabes des VIi. Armeekorps, Oberst Brennecke, und ein Ehrengeleit von sieben Offizieren den nur mit Helm und Degen des Verblichenen bedeckten Sarg ab. Durch ein Ehren- spalier der Wehrmacht würde der Sarg bis zur Einfahrt des Generalkommandos getragen wo der Kommandierende General des VII. Armee-

schickt an seinen roten Freunden Rache nehme, so könnte er nicht mehr leitende Kommunisten dem Lxekutivkommando überantworten, als er es bis­her getan habe. „Es ist nicht unsere Angelegen­heit", so schreibt „Evening News" weiter, „sich über die Unzulänglichkeit des Bolschewismus gegenüber Volschewisten aufzuregen. Was aber denken unsere britischen Kommunisten und ihre marxistischen Verbündeten darüber. Denken sie, daß Stalins endlose Reinigung den Kommunis­mus tatsächlich säubert oder aber ihn noch mehr besudelt.

Einer Tatsache kann man sicher sein, wenn Deutschland oder Italien oder irgendein anderes

lorps und Befehlshaber im Wehrkreis 7, General der Artillerie von Reichenau, ihn empfing und in den Fahnensal begleitete. Hinter dem Sarg schritten die beiden Söhne des Feldherrn.

Der Fahnensaal ist mit schivarzen Tüchern ausgeschlagen und mit-den Fahnen und Stan­darten der Truppenteile des Standortes Mün­chen geschmückt. Nur wenige Kerzen erhellen den Raum und werfen ihr Licht auf den von der Neichslriegsflagge bedeckten Sarg, zu dessen Sei­ten zwei Stabsoffiziere des Heeres und de> Lust waffe die Ehrenwache halten Zu Füßen des Sar­ges sind vier Kissen mit den Orden und Kriegs­auszeichnungen des.Feldherrn ausgebreitet.

Die Hauptstadt der Bewegung bereitet sich aus

Die „Times" bestätigen heute aus Riga den Bericht, daß wiederum acht Menschenleben den sowjetrusstschen Henkern zum Opfer gefallen sind. Die Meldung schließt mit der Enthüllung, daß ein Vergleich zwischen der vollen amtlichen Liste der Mitglieder des Sowjetparlaments und der amt­lichen Liste der Kandidaten ergebe, daß 37 Wechsel in letzter Minute vorgenommen worden seien. Die Zurückgesetzten gehörten jetzt jener langen inoffi­ziellen Liste derjenigen Leute an, die verhaftet oder als „Volksfeinde" erschossen worden seien.

Unter dem sallbeil

Moskau, 22. Dezember.

Die sowjetrussische Provinzpresse bringt Berichte von neuen politischen Prozessen und Erschießun­gen. In Jwamrowo Wurden vom Militärgerichts­hof fünf Angestellte einer Bäckerei als Trotzkisten und Terroristen zum Tode verurteilt, die angeb­lich vergiftete Konditorware (!) in Umlauf ge­bracht hatten. In Samara standen vier Bauern vor dem Militärgericht, die wegen antisowjetischer Umtriebe bereits erschossen wurden. 2n Tiflis sind wiederum sieben hohe Funktionäre der Land­wirtschaftsverwaltung Georgien des Trotzkismus und der Sabotage angeklagt, während gleichzeitig die bereits vollzogene Hinrichtung irer sieben Opfer des letzten Tifliser Hochverratsprozesses be­kanntgegeben wird

Die Moskauer Zeitung „Trud" erwähnt bei­läufig, daß der Metropolit Feofan von NiHnij- Nowgorod mit zahlreichen anderen Priestern und Gläubigen verhaftet wurde. Der Metropolit habe an dxr Spitze einer „verbrecherischen Organisation von Kirchenanhängern" gestanden, die angeblich Sabotageakte verübt hätten.

die' große Trauerfeier für General Ludendorff vor. Pros. Georg Büchner, der'durch seine Lei­stungen in der Ausschmückung der Straßen Mün­chens bei vielen großen Gelegenheiten der letzten Jahre bekannt geworden ist, hat den Auftrag er­halten, die von dem Trauerzug berührten Stra­ßen würdig auszugestalten. Das Innere der Feldherrnhalle wird in Schwarz und Sil­ber ausgeschlagen, zu beiden Seiten der Ludwig­straße worden schwarzverkleidete Pylonen mit Opferschalen stehen, und überall wird Trauer- schmuck die Anteilnahme der Hauptstadt der Be­wegung an dem Heimgang des großen Feldtzerrn zum Andruck bringen.

(Siehe auch Seite 2)

See lote selöherr feierlich aufgebahrt

Überführung der steck ichen Hülle öeneral Ludendorffs m den salznenfaal des VII. Armeekorps

Die ganze Schlachthausfeier werde aber die Welt nicht täuschen über die wahre Natur jener „Freiheit", für die die Sowjets „pflicht­bewußt gewählt" hätten. Die einzige Frei­heit, deren sich der Sowjetrusse heutzutage erfreue, sei die, in aller Stille ohne War­nung hinterrücks erschossen zu werden. Selbst die gutgläubigen Linksgerichteten in anderen Ländern, die Moskau systematisch zu bewundern vorgäben, müßten jetzt den

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Auch in diesem Jahre haben wir uns ent­schlossen, unsere Weihnachtsnunmer unsern Lesern bereits am Freitag, 24. d. M., nachmittags, zustellen zu lassen. Ausnahms­weise kommt dafür die Freitag-Nummer in Fortfall. Damit ermöglichen wir es unseren Betriebsangehörigen, den Weihnachtsabend inmitten ihrer Familie ungestört verbringen zu können. Weiter ersparen wir es unseren Trägerinnen und Trägern, am Weihnachts- Morgen treppauf, treppab durch die Straßen lausen zu müssen. Als Nationalsozialisten halten wir uns zu dieser Maßnahme ver­pflichtet. Wir glauben uns darin mit unserer Leserschaft einig und hoffen, für diese Rege­lung wieder vollstes Verständnis zu finden.

Unsere Inserenten bitten wir, ihre Anzei­gn schon heute oder morgen auszugeben. — Den Annahme-Schluß für Anzeigen der Bleihnachtsnummer haben wir auf Freitag vormittag 10 Uhr festgesetzt.

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K. blii. Die Pariser Mordaffäve des Emi­granten Weidmann hat die französische Re­gierung, wie berichtet, veranlaßt, einschnei­dende Maßnahmen zur Ueberwachung der Ausländer in Frankreich zu treffen. Diese Kursänderung in der Behandlung seßhafter Ausländer an der Seine verdient nicht zuletzt vom rassenpolitischen Gesichtspunkt aus be­sondere Beachtung, ist doch mit der Entwick­lung, die zum Schritt der Pariser Regierung führte, eine Lebensfrage der französischen Nation verknüpft. Es lohnt sich, dem Aus- länderproblem unseres großen Nachbarstaa­tes einmal auf den Grund zu gehen — allein schon, um im Anblick historischer Wahrheiten erneut die Richtigkeit unseres rass en­gebundenen Denkens bestätigt zu finden.

In Frankreich lebten 1931, wie das Pari­ser Statistische Büro feststellte, bei einer Ge- samtbeoölkerung von rund 40 Millionen 2,7 Millionen Ausländer. Im Rahmen einer ra-ssenpolitischen Bestandsaufnahme sind wei­tere 1,5 Millionen Fremde zu berücksichtigen, die im letzten halben Jahrhundert die fran­zösische Staatsangehörigkeit erwarben. Die­ser Menschen st ro.mnachdemWe st en ist und war keineswegs der Ausdruck eines gewohnheitsmäßigen Wandertriebes, sondern das (nicht nur angesichts des Geburten- schwundes in Frankreich) gewallte Ergebnis der Kultur- und Wirtschastspropaganda des „Gallischen Genius". Die Tendenz jener Propaganda war jahrhundertelang bewußt universal: man begrüßte die Einwande­rung der mit dem französischen Wesen sym­pathisierenden Angehörigen fremder Staaten und war stolz darauf, daß die in Paris zentralisierte westliche Zivilisation zu ge­wissen Zeiten auf gewisse ausländische Per- sonengruppen wie ein Magnet wirkte.

Die Ausweitung der französischen Natio­nal- und Zivilrsationsidee hat nämlich in ihrer letzten Konsequenz zu dem bis in un­sere Tage geltenden Grundsatz geführt, daß bereits das Bekenntnis Fremd-stämmi­ger zum gallischen Wesen ausreichte, sie nach ihrer Zuwanderung dem französischen Volks­körper als angeblich ebenbürtige Elemente einzuverleiben. Diese Auffassung muhte sich um so bedenklicher auswirken, als sie beson­ders in amtlichen Kreisen maßgebend war. So rühmt Dr. Rens Martini, der Referent für Einwanderungsfragen am hygienischen Institut der Pariser Universität, die „Fähig­keit Frankreichs, in den einzelnen Abschnit­ten seiner Geschichte Fremidstämm-ige aus Grund eines günstigen biochemischen Blut­index ohne jede Gefahr in seinen Volkskör­per aufzunehmen". Das Verhängnisvollste aber: Frankreich hat die anpassungsfreudigsn Auch-Franzosen (wie man sie nennen könnte) nicht im Zustande des Abwartens an sich her­antreten lassen, sondern sich schon frühzeitig einem , ungewöhnlich aktiven Missions- gedank-en verschrieben: der Traum von der besonderen Sendung der französischen Kul­tur kannte Jahrhunderte hindurch grund­sätzlich kein« Staatsgrenzen. „Im Dienste der Zivilisation" der Nation den Platz „an der Spitze deL Menschheit" zu „verschaffen"

ChamLcrlain sprach im Unterhaus zur bri­tischen Außenpolitik.

Englische Blätter beschäftigen sich mit Sta­lins Mordaktion.

Bei dem Brand eines Schulgcbiiudes in Japan kamen 8» Personen um's Leben.

In der Königin-Luise-Grube ereignete sich abermals ein schweres Einsturzungliick.

Der Rundfunk überträgt heute den Münche­ner Staat-akt anläßlich des Begräbnisses Ludendorffs. General Ludendorffs Lciche wurde in den Fahnensaal des VII. Armee­korps übergeführt.

Aus dem Reichssportseld fand eine bedeutende Arbeitstagung des DRL. statt.

Der Reichskriegsopfersührer verlieh d-m Eau- amtslciter Alois Kroger das Goldene Ehren­zeichen der NSKOV.

An dem internationalen Fernslug von Hoq- gar w,rd sich auch Deutschland beteiligen. ' Kreisleiter Alante sprach nach einer Besichti­gung der Laboratorien der Technischen Staats- lchranstalten zu den Studenten der Anstalt. Eine packende Sonnenwendfeier vereinte un,cre Bremer SA. mit ihren Paten und der Bevölkerung Bremens.

Am Wintersonnenwendfeuer im Rickmers- Park fand die feierliche Vereidigung neuer Kameraden vom SD statt.

Bürgermeister Passe wurde von der Heme- nnger Industrie eine besondere Ehrung zuteil.