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der Nationalsozialisten Vremens
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Nr. Z4S / 7. Jahrgang
Sonntag, 19. Vezember 1957
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tondoner vlatt sieht Propaganda-Sespenster
Verfrühtes britisches Weihnachtsmärchen
und nüchterne deutsche Feststellungen
Vr. Soebbels" angeblicher ro-Millioneir-psund-Krieg / Peinliches Segenstüch englischer stuslandspropaganda / wieder eine Zeitungsente abgeschossen
Berlin, 19. Dezember.
txrne neue englische Presselüge hat soeben das Licht der Welt erblickt: Die Londoner.Zeitung „Daily Herold" behauptet. das Berliner Propagandaministerium habe für die deutsche Auslandspropaganda einen Betrag von 20 Millionen Pfund eingesetzt und gedenke besonders gegen England einen heftigen Propagandakrieg zu führen.
Diese Meldung des „Daily Herald" ist eine echt britische Phantasiegeburt. Deutschland denkt gar nicht
Es scheint, daß der „Daily Herald" ohne weiteres die eigenartigen britischen Propagandamethoden auch für deutsche Verhältnisse als gegeben ansieht. Jedenfalls unterschiebt das Blatt Deutschland die gleichen Werbemethoden, die allzu verräterisch aus dem Ausschutzbericht des britischen Auswärtigen Amtes über „Die Engländer im Ausland, 1920" an Lord Curzon sprechen.
Nach diesem Bericht sind in dem genannten Ausschutz seinerzeit Matznahmen erwogen worden, wie man am besten „britische Ideale den ausländischen Nationen näherbringen kann", wobei die Frage aufgeworfen wurde, ob man die englischen Zeitungen
daran, Summen für höchst zweifelhafte Propagandaunternehmungen auszugeben. Es kann den Siegeszug der Wcchrheit über den Nationalsozialismus in Ruhe abwarten. Uebrigens verfügt Deutschland für Propagandazwecke gar nicht über derart hohe Summen.
Wenn es sie nach dem Vorbild englischer Praxis, aus die wir noch zu sprechen kommen, wirklich locker hätte, so würde die Reichsregierung den Betrag bestimmt für die Beschaffung lebenswichtiger Rohstoffe anlegen.
der Brennpunkt britischer Interessen sei; dort könne das Konsulat untergebracht werden, ein Ausstellungsraum, eine Bücherei, die Handelskammer und die Klubräume einer oder mehrerer englischer Gesellschaften. — Dies sind nur einige Proben der dokumentarisch niedergelegten offiziellen englischen Propagandaaussassung. Es ist nicht schwer, die Kostspieligkeit dieser britischen Propaganda zu erkennen. Statt sich an die eigene Nase zu fassen, erfindet man in London aber Lügen, mit denen man Deutschland das anzudichten versucht, was die Urheber der Unwahrheit in ihrem eigenen Lande in Reinkultur besitzen. Doch Lügen haben auch in diesem Falle kurze Beine.
im Auslande unterstützen soll und mit welchen sonstigen Mitteln die Handels- und politische Propaganda gefördert werden könne. Auch die Eröffnung und Unterstützung englischer Schulen im Auslande wurde vorgeschlagen. Ausdrücklich ist in jener Darstellung des Regierungsausschusses im Zusammenhang mit der Eröffnung englischer Schulen von der „Verbreitung der englischen Sprache, von dem Verständnis der Ausländer für englische Ideale sowie den Mitteln, diese Ideale fremden Völkern vertraut zu machen" die Rede. Es wäre wünschenswert, so heitzt es weiter, ein Zentral- gebäude in einigen Ländern zu errichten, das
Stivchinesen flüchten nach"
kngland wM Sie britischen Kolonien mir allen Mitteln verteidigen
London, 19. Dezember
Die bereits gemeldeten Sicherüngsmatznahmen, die von britischer Seite in Hongkong in Erwartung einer japanischen Aktion gegen Südchina getroffen werden, sollen nach Aeußerungen britischer Militärs vor allem dazu dienen, das Eindringen von Flüchtlingen oder von bewaffneten Streitkräften aus der Kampfzone in das Gebiet der Kronkolonie zu verhindern. Nach einer Reuteimeldung strömen jetzt schon Hunderte von Chinesen aus der Provinz Kwantung auf Hongkong zu, um dort sichere Zuflucht zu finden.
Die Vorgänge in Südchina finden in der englischen Presse stärkste Beachtung. „Daily Telegraph" schreibt, in Hongkong sei man der Anficht, daß die dortigen britischen Truppen für alle Fälle ausreichend seien. „Daily Herald" meint, die Japaner würden vielleicht das ganze chinesische Hinterland erobern, aber Hongkong unberührt lassen. „Daily Expreß" sagt, Hongkong werde als britische Kronkolonie notfalls mit den
Vor seiner Abreise aus Prag erklärte der französische Außenminister Delbos gegenüber Pressevertretern, daß er über das Ergebnis seiner Reuse »völlig befriedigt" sei, denn sie sei rm Interesse des französischen Friedens nützlich genasen. Man wird dieser Auffassung kaum beipflichten können wenn man die Stellungnahmen der französischen Presse hierzu liest. Das am Freitagabend ausgegebene Kommuniquö wird zwar von einem Teil der Pariser Blätter nur wmiig beachtet, während andere es um so mehr verfolgen. Die „völlige Befriedigung" des Herrn Delbos scheint offensichtlich daraus zu resultiere, daß es ihm in Prag gelungen ist. die tschechische Regierung erneut auf die französische Auslegung der „kollektiven Sicherheit" festzulegen und sie zu einem Treuebekenntnis zum franzd- ttsch-sowjetrussischen Pakt zu bewegen.
Was die in der französischen Presse viel erörterte Fraße der zukünftigen tschechischen Hal- suug gegenüber den Minderheiten anlangt, so ist deren Darstellung wenig aussichtsreich. M«l beachtet wird z. V. in Frankreich ein von Benesch im „Oeuvre" veröffentlichter Artikel, m dem er von den nationalen Minderheiten eine »Anerkennung der demokratischen Ideale" als .Vorbedingung jedes Zugeständnisses" fordert. dMyse Gerücht« scheinen dem „Jour" auf die
gesamten Kräften des britischen Weltreiches verteidigt werden. Die „Times" veröffentlichen einen Bericht, in dem die Stimmung in Amerika beschrieben wird. Sie lasse sich in einem Satz zusammenfassen, nämlich, daß Amerika nicht gewillt sei, die Wiederholung eines Zwischensalles wie die Versenkung der „Panay" zuzulassen.
Sowjet-slugjeuge in thina
London, 18. Dezember Wie die englische Zeitung „Daily Telegraph" aus Hongkong meldet, ist dort ein Amerikaner eingetroffen, der mitteilte, daß auf seiten der Chinesen eine internationale Ftiegerformation kämpfe. Er selbst sei Mitglied dieser Formation. Sie seien 2V Mann, meist Amerikaner. Vor kurzem seien dazu 88 sowjetrussische Flugzeuge mit ihren Piloten in China eingetroffen. Er, der Amerikaner nehme an, daß sie von den Sowjets ihr Gehalt bezögen. Man erwarte, daß Sowjet- rußland noch weitere Flugzeuge schicken werde.
Nerven zu gehen, denn er ereifert sich über die Möglichkeit einer Verständigung der Tschechoslowakei mit ihren Nachbarstaaten, wobei es das Blatt für zweckmäßig hält, in drohenden Worten die Tschechen' vor ihrem „gefährlichen Nachbarn" zu warnen. Soweit also die Besprechungen des französischen Außenministers mit den tschechischen Staatsmännern europäisches Interesse beanspruchen können, haben sie durchaus den schon vorher erwarteten Verlauf genommen. Es bleibt alles beim alten.
Sudelendeursäie be! Velbos
Prag, 19. Dezember
Bei einem von Außenminister Dr. Krofta veranstalteten Empfang wurden auch die Vertreter der Sudetendeutschen Partei, Abgeordneter Kundt uick Senator Pirogner, dem französischen Außenminister Delbos vorgestellt. In einer allgemeinen Unterredung wurden u. a. auch die Härten des Staatsverreidigungsaesetzes erwähnt, die vor allem die Interessen der Erenzbevölkerung berühren. Delbos bemerkte, es sei natürlich, daß er als Minister eines verbündeten und befreundeten Staates wünsche, daß sich die Einheit des tschechoslowakischen Staates immer mehr stärke. Beide Vertreter der Sudetendeutschen Partei erklärten, daß ihre Partei die Einheit des Staates nicht antasten wolle.
15 Volkskommissare «ausgeschieden"
Stalins Vlutherrschaft geht weiter
Moskau, 19. Dezember.
Die Moskauer „Prawda" richtet im Zusammenhang mit dem katastrophalen Rückgang der Papierindustrie scharfe Angriffe gegen das Volkskommissariat für Holzindustrie der Sowjetunion. Dabei erwähnt das Blatt beiläufig als gegenwärtigen geschäftsführenden Volkskommissar einen gewissen Gantmauu. Damit liegt die erste offizielle Bestätigung vor über die Beseitigung des bisherigen Volkskommissars für Holzindustrie, Iwanow. Mit Iwanow erhöht sich die Zahl der „ausgeschiedenen" Volkskommissare der Sowjetunion auf 18 von insgesamt 23.
Irak-ölleitung brennt
Paris, 18. Dezember.
Nach einer Havasmeldung aus Haifa ist die irakische Oelleitung in der Nacht zum Sonnabend unterbrochen und in Brand gesteckt worden. Die Drähte der parallel kaufenden Telefonleitung wurden durchgeschnitten.
Vewußtlos geprügelt
Sowjet an Bord eines französischen Handelsschiffes Paris, 19. Dezember.
Zu den von uns gemeldeten Zwischenfällen, die den französischen Passagierdampfer „Le Eomte de Lille" an der Abfahrt nach Madagaskar hinderten, meldet der „Jour" verschiedene Einzelheiten. An Bord des Schisses hatte sich ein wahrer Sowjet, bestehend aus der Minderheit der Besatzung, gebildet, der jeder Anordnung zuwiderhandelte. Schon kürzlich sei es zu schweren Zwischenfällen an Bord des Schiffes gekommen. Die Marseiller Abendzeitung „Marseille Soir" schreibt, die streikenden Heizer seien in die Speisesäle 1, Klasse eingedrungen und hätten dieKellnerbedroht, weil sie sich der Streikbewegung nicht angeschlossen hätten. Auf Verweis eines Schiffsoffiziers Hütten die Heizer sich gegen den Offizier gewandt und gefordert, er solle sofort das Schiff verlassen, „sonst gibt es einen Toten und einen Eefängnishäftling". Kurz darauf fielen die Streikenden über einen Kellner her und verprügelten ihn bis zur Bewußtlosigkeit.
Zwei neue USfl.-Schlachtschiffe
Washington. 19. Dezember
Dem USA.-Kongreß ging der neue Marinehaushaltsplan für das nächste Rechnungsjahr zu, der Gesamtausgaben in Höhe von 568 Millionen Dollar vorsieht. Das sind 47 Millionen Dollar mehr als im Jahre l937. Präsident Roosevelt bewilligte diese Summe, um den Bau von zwei weite Schlachtschiffen zu ermöglichen.
Velbos ist „völlig befriedigt"
Abschluß des Präger Aufenthalts - ks bleibt alles beim alten
Digsnsr Oralitbsriobi unssrssb's.rissi'.Vsiirstsrs) krv. Paris, 19. Dezember.
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Volt Alcrete
kneksobritts statt bdrtsvliritte — Verpakkte lvenorrverks — Herr Delbos nnck ckis ^.ebss Nnropas — 8praeb« aas item lernen Osten — Lis Lvw bitteren Ducke? — Hongkong — ZVor sieb in Ookakr begibt... — LrossskstM in 178^.. — Lvrvjet- russisebo Vinnnsvbnvgsgvlüsto — Irrrvegs — Europas katsgoriseder Imperativ
s. L. v. Bremen. 19. Dezember.
Wenn es richtig ist, den Fortschritt einer Entwicklung nach ihrem Ziele hin dem Abstand gemäß zu beurteilen, um welchen die Spanne zum Ziele in gewissen Zeitabschnitten sich verringert, so mutz man in Anwendung dieses Maßstabes auf die Bestrebungen europäischer Großmächte zu einem allgemein gültigen, allgemein befriedigenden und darum dauernden europäischen Friedens- zustand zu gelangen, zur Stunde feststellen, daß in letzter Zeit nicht nur keine Fortschritte, sondern leider wesentliche Rück-' schritte zu verzeichnen sind. Fragt man nach der Ursache dieser tiefbedauerlichen Erscheinung, so mag man vorerst ratlos vor der Tatsache stehen, daß so viel gutes Wollen bei den oft mühsam genug angelegten bedeutsamen Aktionen verpuffte, so daß, wie nach einem aufsehenerregenden Brillant- feuerwerk, regelmäßig hinterher nichts weiter übrigblieb als verrußte Gerüste und dunkle Nacht.
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Zweierlei kann die Ursache bitterer Erfahrungen der um den Frieden Europas besorgten Staatsmänner sein: entweder es mangelt zunächst bei der einen oder anderen der Mächte an der Ehrlichkeit des Willens, den Weg nach dem Ziele über alle Hindernisse hinweg zu beschreiten; oder aber die Fehlschlüge der Bemühungen um den europäischen Frieden sind bedingt durch Irrwege, die nie uno nimmer zum Ziele führen können. Wo der Friede nicht gewollt wird, erscheint als Folge, nicht weiter verwunderlich, der unvermeidbare Unfriede und in letzter Konsequenz der Krieg. Wer diesen will, dem wäre vergebens zugeredet, wollte man ihn mit Worten von der Verwerflichkeit seines Treibens überzeugen. Oder glaubt jemand, daß Engelzungen imstande wären, Sowjetrußland von seinem Brandstifterplan gegen Europa abzubringen? Im Zusammenhang mit den europäischen Bestrebungen zur Herbeiführung eines dauernden Friedens sich mit Sowjetrußland zu besassen, ist verlorene Mühe. Diese Macht kann ausgeschaltet bleibet besijeder ernstlichen Betrachtung, die dem Frieden Europas gilt. Aber seitens anderer Mächte waren in den letzten Tagen Aktionen in die Wege geleitet, die, wenn sie richtig in Angriff und durchgeführt worden wären, sehr wohl Europa dem großen Ziele hätten näherbringen können.
in Bukarest und Belgrad besprochen wurde, hat gleichfalls seinen Niederschlag in den herkömmlichen amtlichen Kommuniques' erfahren, wie'natürlich auch der Aufenthalt-in Prag, ohne daß man daraus besondere Abmachungen zwischen. Herrn Delbos und den Regierungen der besuchten Staaten erkennen könnte. Sind solche überhaupt getros- -ftn worden? Es hat nicht den Anschein. Sollten solche getroffen werden? Um das festzustellen, müßte man Herrn Delbos ins Herz sehen können. Er ist mit einem Hände- Üruck dös deutschen Außenministers'von-Berlin aus nach Warschau gefahren, hat dort die Klagen der durch die Tschechoslowakei bedrückten polnischen Volksgenossen im tschechischen Staatsverbande anhören müssen, hat daraufhin in Bukarest einen Sonderempfang für die rumänische Opposition veranstaltet und in Belgrad vernommen, daß die gute Freundschaft Jugoslawiens zu Frankreich keinesfalls eine freundliche Einstellung Belgrads gegenüber Italien ausschließe. Herr Delbos schloß seine Besuchsreise in Prag ab, wo ihm dann endlich die erwarteten Empfindungen eines auf Gedeih und Verderb mit Sowjetvußland und dem Volksfront-Frankreich verbundenen Staates dargebracht wurden.
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Hatte es zum Anfang der Reise Delbos den Anschein, als ob er manches Gute bei
Unser Togssspiegel
Sudchinesen flüchten nach Hongkong. Roosevelt erlitt eine Niederlage im Parlament. »Daily Harald" setzte eine neue Hetzlllge in
Reichsautobahnarbeiter besuchten Potsdam.
Am 23. Dezember finden Volksweihnachts- ferern im ganzen Reich statt.
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Die Sonnenwendfcier der Bremer SA. am 21. Dezember wird eine erhebende Kundgebung.
A'h Kolonial- und lleverseemuseum sind Kuba-Leguane zu sehen.
Fockc-Museum hat am Seefelde eine fruhsachniche Siedlung freigelegt.
Die landwirtschaftlichen Berussgenossenschaf- ten von Vremen und Oldcnburq werden zusammengelegt. "
Es ging gestern die Rundreise des französischen Außenministers Delbos in Prag zu Ende, die Herrn Delbos nicht nur im Auftrage seiner Regierung, sondern auch im Einverständnis, ja sogar auch im Auftrage Englands nach Warschau, Bukarest, Belgrad und Prag führte. Was Herr Delbos in Warschau zu hören bekam, ist bekannt. Was
Stapel'^^"" ^ NDL. lief gestern oom
2n der bremischen Schiffahrt erfolgte die Gründung einer neuen Reederei-Firma.
Die Produktion uon Zellwolle wird jetzt vom «taat qualitätsmäßig überwacht.
Für den deutsch-italienischen Handelsverkehr wurden Erleichterungen beschlossen.