Ausgabe 
(15.12.1937) Nr. 344
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parteiamtliche Lageszeitung

NachrichtenblaN der Deutschen flrdeitsstont vremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt vremen

Erscheint kmalwöchentl. Monatsbezug: ^ 2,30 einschl. Zustellgeb.; Postbczugspreis mvnatl. 3.30 ^ F'-?" ^ dostzelklngsgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck. Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz. Rs.-Sauverlag Dftser-Ems G. m. b. H., Bremen, Teeren S-8 / Fernsprecher: 84121 und 81115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Mdenburg und Vremen

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Nr. Z44 / 7. Jahrgang

Mittwoch, 15. dezember 1957

kinzelprels 15 Npf.

vremens ftafen wirbt in vudapest

erfolgreiche Leistungsschau der Hansestadt im wirtschaftszentrum Ungarns

erfreuliche Wechselbeziehungen der beiden Handelsstädte im Zeichen der deutsch- ungarischen Freundschaft - Senator Sernhard und Mrektar Nöoekamp sprachen in der Vonau-Metropole - ^olgt ein ungarischer tag in vremens

„Schlüssel;ur Welt"

(Digsner DroLUbsriekt rlsi- „Drsmsr 2sikmng")

2 Budapest. 1S. Dezember

Gestern abend gab es in Budapest etwas Un­gewöhnliches: einen Bremer-Hafen-Abend. Auf Einladung der Budapester Freihafen­gesellschaft weilten Vertreter des Bremer Rhedervereins, der Bremer Lagerhausgefell- schaft, der Bremer Baumwollbörse Und der Bremer Industrie in der ungarischen Haupt­stadt, um hier einmal durch Besprechungen mit den interessierten Wirtschaftsfaktoren Ungarns, dann aber auch durch Filmvorfüh­rungen für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Bremen, dem Schlüssel zur Welt, zu werben.

llm das Wesentlichste gleich vorwegzunehmen: dieser Bremer-Hafen-Abend in Budapest darf als ein voller Erfolg angesprochen werden, wie er'schöner und größer gar nicht zu denken ist. Schon die Zuhörerschaft zeigte, daß es sich um eine gesellschaftliche Veranstaltung großen Stils handelte, sah man- doch unter den Gästen den Erzherzog Feldmarschall Josef und seine Ge­mahlin, oen ungarischen Jndustrieminister Vorne- mischa, zahlreiche hohe Offiziere, Wirtschaftsver­treter. Vertreter der Kaufmannschaft und des Verkehrsgewerbes. Von deutscher Seite wohnten der Veranstaltung der Hoheitsträger der NS- DAP., der Vertreter der Deutschen Reichsbahn sowie mehrere Pressevertreter bei.

Der Vortragssaal war mit den Flaggen der Stadt Bremen und der verschiedenen Bremer

Reedereien geschmückt. Die Reih« der Vortrage wurde eröffnet durch eine

flnsprache des Senators Sernhard

Der Senator für die Wirtschaft wies auf die im Weltkrieg durch Blut besiegelte deutsch-ungarische Freundschaft hin, die durch das Deutschland Adolf Hitlers nur noch mehr gestärkt und vertieft wurde. Diese Freundschaft zwischen den beiden Ländern wirke sich aber auch in steigendem Maße auf wirtschaftlichem Gebiete aus. Die engen Wechselbeziehungen Budapest—Vremen kennzeich­nen den engen Wirtschaftskontakt zwischen Ungarn und Deutschland. Aber Deutschland sei nicht nur Käufer ungarischer Erzeugnisse, sondern auch Durchgangsland für die Produkte ungarischen Fleißes. So sei besonders im letzten Jahre der Durchgangsverkehr von Ungarn über Bremen nach llebersee in erfreulichem Maße gestiegen. Senator Bernhard schloß seine Ausführungen mit dem Wunsche, daß dem Bremer Tag in Budapest bald ein ungarischer Tag in Vremen folgen möge. Be­sonders die im nächsten Jahre in Bremen statt­findende Ausstellung „Bremen — Schlüssel zur Welt" werde gewiß auch durch ungarische Gäste viele neue Freunde für die stolze Hansestadt wer­ben können. Sodann sprach

Direktor Nöoekamp

von der Bremer Lagerhausgesellschaft einleitende Worte zu den Filmen, die Bremen, seine Schön­heiten und sein emsiges Arbeiten zeigten. Die von Heimatliebe erfüllten und von echtem Haa- seatengeist getragenen Ausführungen sowie diö prachtvollen Aufnahmen zogen die vielen Hun­

derte von Zuschauern und Zuhörern ganz in ihren Bann. Zuerst rollte ein Film: „Vremen — Schlüssel zur Welt, Schlüssel zum Reiche" ab, der den Budapester» eine Vor­stellung von der seltenen Schönheit der alten Hansestadt vermittelte. Auch die weiteren Filme, die das Leben und Treiben im Bremer Hafen und seinen Betrieben zeigten, machten auf die Zuschauer einen tiefen Eindruck. Der werbenden Kraft dieser Bilder deutscher Leistung und Gel­tung, bremischen Fleißes und hanseatischer Tüchtigkeit konnte sich niemand entziehen.

Den Höhepunkt des Abends aber bildete der Farüensilm, der Bilder aus dem Bremer Hasen­gebiet zeigte. Die schönen Ausnahmen fanden den lebhaften Beifall aller Anwesenden, besonders die Bilder, die das Ausladen und Verfrachten ungarischer Waren aus ungarischen Güterwagen zeigten. Den Abschluß brachte ein Film über eine Mittelmeerreise mit dem „General Steuben".

Ein Vertreter der Budapester Ungarischen Nationalen Freihafengesellschast dankte sodann den Bremer Gästen für ihre eindrucksvollen Vor­trage und Vorführungen und schloß mit dem Wunsche, daß sich die Zusammenarbeit zwischen Vudapest und Bremen aus allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens immer mehr vertiefen und verstärken möge.

An den Vortragsabend schloß sich ein Fest­bankett an, an dem zahlreiche führende.Persön­lichkeiten des ungarischen Wirtschaftslebens teil­nahmen. Die Bremer Gäste dürfen mit dem Er­folg, den sie in Ungarn für ihre Heimat erringen konnten, vollauf zufrieden sein,' sie haben durch diese großartige Leistungsschau Bremer Arbeit in weiten Kreisen ungarischer Interessenten neue Freunde für Bremen gewonnen.

Das Wetirwirlschasts-sührer-korps

Berlin, 15. Dezember.

Der Führer und Reichskanzler hat im Jahre 1936 die Bildung eines Wehrwirtschafts-Führer- Korps angeordnet. Der Reichskriegsminister und die Oberbefehlshaber der drei . Wehrmachtsteile können deutsche Staatsbürger, die sich um den materiellen Aufbau der Wehrmacht besondere Verdienste erworben haben oder erwerben, zu Wehrwirtschastsfllhrern ernennen.' In dieser Er­nennung kommt gleichzeitig die freiwillige Mit­arbeit der Wirtschaft an allen Ausgaben der Lan­desverteidigung zum Ausdruck entsprungen aus der wehrwirtschaftlichen Gesinnung und aus der Verpflichtung jedes einzelnen an die Wehrmacht.

Mit der Ernennung zum Wehrwirtschaftsfllhrer verpflichten sich diese Persönlichkeiten in be­sonderem Matze zu einem Treueverhältnis zum

Über den Schwergewichisborkampf war Schmeiing - Harrt» tliomas

im Madison Square Garden zu Newyork berichtete die „Bremer Zeitung" bereits gestern ausführlich in einer Extraausgabe. Im Sportteil der vorliegenden Ausgabe kommen wir noch einmal für unsere Gesamt- leserschaft mit einem eingehenden Bericht auf den grasten Kampf zurück.

Staat und zur Wehrmacht. Auch im Ausland sind teilweise derartige Bindungen zwischen Wehr und Wirtschaft üblich geworden In erster Linie ist diese Ehrung und Verpflichtung für Führer der deutschen Wirtschaft vorgesehen, die durch hervor­ragende Leistungen die materielle Bereitschaft der Wehrmacht fördern.

Im Jahre 1937 sind durch den Reichskriegs­minister und durch den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine bereits eine Anzahl von Wirt- schafts-Führern zum Wehrwirtschasts-Fllhrer er­nannt worden. Der Rcichsminister der Luftfahri und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat für seinen Bereich am 16. Dezember die ersten Ernennungen seierlich ausgesprochen In Kürze wird der Ober­befehlshaber des Heeres ebenfalls eine größer Anzahl von Vetriebsführern als Wehrwirtschasts- Führer verpflichten.

Dj>- Di-enIietunboLivnbi'iiekv vor ilirer DiiivveikuiiA. Im Kabinen einer Keic-Imvoranstsltung

rvj,si „ IcoiuweuÜLN Dreit-ag ciis grüble Diseulutoubogeiibriloks Oeutsedlanäs, äio bei Lorms- ilvi-k in Iliiriflngeu über. das le.ulslstal kirbr.t, ibr.sr. Bestimmung übergeben. (Meltbiiä.)

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Tatsächlich, es handelt sich nur um eine halbe Stunde. Ueber diese halbe Stunde aber sollte man doch einmal wenigstens eine halbe Stunde nachdenken. Es lohnt sich viel­leicht.

Die erste Hälfte des Bremer Konzert­winters neigt sich ihrem Ende zu. Nach der Hochflut der kulturellen Veranstaltungen, die uns besonders der November gebracht, schenkt uns das Weihnachtsfest die er­wünschte Pause, in der wir Atem schöpfen dürfen für den kommenden zweiten Teil. Vielleicht können wir auch diese Pause zum Nachdenken nutzen.

Das nationalsozialistische Deutschland hat keinen Zweifel gelassen, daß es ihm ernst ist, die deutsche Kunst dem Volk zurückzugewin­nen. Die 'kürzlichen Iahrestagungen der Reichskulturkammer und der NSG. „Kraft durch Freude" haben erneut gezeigt, wie ernsthaft man darum ringt, dem schaffenden deutschen Menschen den Kunst- und Kultur­besitz zu erschließen. Kunst und Kultur sollest keine gesellschaftliche Angelegenheit einer dünnen Oberschicht bleiben, sondern in allen Volksschichten lebendigen anteilnehmenden Widerhall finden. Nur die tätige Teilnahme des schaffenden Menschen kann auf die Dauer verhindern, daß Kunst sich wieder wie ehemals zur ästhetischen Formspielerei ver­dünnt.

Das Deutschland des Vierjahresplans ringt unermüdlich um seine Selbstbehaup­tung. Jeder ist Arbeiter an diesem Werk und von jedem wird erwartet, daß er seine Pflicht tut. Diese Pflicht entläßt die Arbeits­menschen aller Schichten meist erst um 19 Uhr und danach aus Laden. Kontor und Werk­statt, von der besonders angespannten Weih- nnchtssaison ganz zu schweigen. Die Mehr­zahl der kulturellen Veranstaltungen be­ginnt jedoch unentwegt um 20 Uhr! Wäre' es nicht endlich an der Zeit, daß die Ver­anstalter, ganz gleich, ob es sich um national­sozialistische Organisationen, Vereine oder Konzertdirektionen handelt, ihrerseits an der Schaffung einer wirklichen Volkskultur mitarbeiten, indem sie mit den Tatsachen

rechnen. Indem sie das zweifellos Gute, was sie wollen und auch bieten, eben eine halbe Stunde später bieten. So manchem wertvollen Vortrug, so mancher gediegenen künstlerischen Darbietung der letzten Zeit hätte man einen weit besseren Besuch gewünscht, aber die Veranstalter scheinen es nicht zu merken, daß sie durch ihren unzeitgemäß frühen Beginn viele arbeitende Volksgenossen einfach davon aus­schließen. Auch der arbeitende Mensch möchte nicht von der Arbeitsstätte in wilder Hast dorthin stürzen, möchte den Arbeitskittel auch erst mit einem anderen Gewand oer-

Onser ZagSSLpsSgel

Die Chinesen habe» Nanking aufgegeben.

In Peking wurde eine neue Regierung ge-

Flandin nahm in Berlin mit führenden Männern Fühlung.

In Polen wurde eine Anordnung auf Un­schädlichmachung rückfälliger Verbrecher er­lassen.

Deutsche Meister aller Klassen Max Schmelina über Harry Thomas, USA. ^

Das Verfahren für die Uebernahme von Rerchsburgschaftcn im Wohnungsbau ist ver. enifacht worden.

Die nn Rhein-Seeverkehr während des dritte« Vierteljahres beförderte Ladung ist gegenüber 1838 zurückgegangen.

legenheiten zu persönlicher Fühlungnah, zwischen englischen und deutschen Kaufleute ^» Budapest fand ein erfolgreicher Breme Hafen-Abend statt.

Reichsschnlungsleiter Schmidt trifft heute Bremen e,n.

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legte ernept die eigennützigen Mot hamburglschen Reeders dar.

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