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parteiamtliche Drgeszeitung
vachrichtenblatt der Deutschen flrdeitsfront Bremen
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der National
pmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Bremen
^ ^O einschl-Sustellgeb.; Postbezugspreis monatl. 2.30 ^ zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. BArcebsst ngen h^unden keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz.
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Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
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Nr. 545 / ?. Jahrgang
Menstag, 14. Vezember 19)?
kinzelpreis 15 Npf.
VU-ung einerzweltenNeglerung in tlzina
Um unseren Lesern die rechtzeitige Zustellung der Zeitung zur gewohnten Stunde zu gewährleisten, wird die „VZ" den Bericht über den Schwer, gewichtsboxkamps zwischen dem deutschen Meister aller Klassen Max Schme- ling und Harry Thomas-USA. in einem Sonderblatt veröffentlichen. Diese Ausgabe wird in den frühen Morgenstunden des heutigen Dienstags in den Hauptstraßen verteilt und ist auch an den Kiosken unentgeltlich zu haben.
Der flrbettseinsah im November
Berlin, 14. Dezember.
Wie die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mitteilt, hat sich die im Herbst und Winter alljährlich übliche Zunahme der Arbeitslosigkeit im November in engen Grenzen gehalten. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um rund 71000. Zu dieser angesichts der Witterungsverhältnisse als erfreulich zu bezeichnende Entwicklung hat u. a. die Fortdauer der allgemein .lebhaften Wirtschaftstätigkeit wesentlich beigetragen.
Ende November wurden rund 573 000 Arbeitslose im Deutschen Reich gezählt gegenüber rund 1 187 000 am 30. November 1936. Voll einsatz- fähig und auch zwischenbezirklich ausgleichsfähig waren Ende November 1937 rund 117 000 Arbeitslose gegenüber rund 87 000 Ende Oktober. Eine besonders erfreuliche weitere stark« Abnahme der Arbsitslosenzahl ergab sich bei den Angestellten (minus rund 7300), teils unter der Auswirkung der Fünften Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplans, teils durch verstärkte Anforderung von Aushilfskräften für das Weihnachtsgeschäft.
Die Gesamtzahl der Unterstützungsempfänger der Reichsänstalt betrug Ende November 1987 rund 300 000 und lag damit um rund 43 000 höher als Ende Oktober. Der Umfang der Notstands- arbeiten blieb mit 52 250 gegenüber 52 500 Ende Oktober ziemlich unverändert.
Mw.-Konzert brachte 15200 NM.
Berlin, 14. Dezember.
Das große deutsch-italienische Eemeinschafts- konzert für das Winterhilfswerk in der Scala, bei dem in Anwesenheit des Führers und einer Anzahl von Gästen aus Diplomatie, Regierung, Partei, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft der Erste Bariton der Mailänder Scala, Luigi Montesanto, der weltberühmte Koloratursopran Toti dal Monte sowie das Berliner Philharmonische Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Carl Schuricht mitwirkten, hat einen Ertrag von 13 200 RM. erbracht. Das Konzert stand unter dem Protektorat von Reichsminister Dr. Goebbels und des italienischen Botschafters Attnlico. Reichsminister Dr. Goebbels stellte bekanntlich am Schluß des Konzerts die Hälfte des Ertrages dem italienischen. Botschafter für die Berliner italienische Kolonie zur Verfügung.
Her führer an König öeorg
Berlin, 14. Dezember.
Der Führer und Reichskanzler hat dem König Georg VI. von Großbritannien zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.
fiandin bei Vr. Soebbels
Berlin, 14. Dezember.
Der ehemalige französische. Ministerpräsident Pierre-Etienne Flandin stattete am Montag dem Reichsminister für Volksaüfklärung und Propaganda Dr. Goebbels einen Besuch ab und hatte mit ihm eine zweistündige Unterredung.
lßej der polnischen Polbei in verlin
Berlin, 14. Dezember.
Der Chef der polnischen Luftwaffe, General Rayski, der auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generaloberst Eöring, in Berlin weilt, machte Besuche beim Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Eeneralfeld- marschall von Blomberg, beim Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Generaloberst Göring, beim Staatssekretär der Luftfahrt, General der Flieger Milch, und beim Chef des Eeneralstabs der Luftwaffe, Generalleutnant Stumpfs. Gestern mittag ehrte der polnische General im Beisein vom Vertreter des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, General der Flieger von Witzendorff, die Gefallenen des Weltkriegs durch Niederlegung eines Kranzes im Ehrenmal Unter den Linden.
öaldur von öchirach in Vubapest
> Budapest, 14. Dezember.
Mit dem Flugzeug von Bukarest kommend, traf der Reichsjugendführer Baldur von Schi räch gestern in Budapest ein. Auf dem Flughafen erwarteten der deutsche Gesandte v. Erd - Mannsdorf und Vertreter der ungarischen Behörden den Reichsjugendfiihrer, der am Nachmittag vom Reichsverweser v. Horty empfangen wurde. Am Abend fand ein Empfang in der. deutschen Gesandtschaft statt.
völlige flbtrennung Nordchinas von
der bisherigen Zentrale Nanking
^igsnsr vrsjitbsriekt cter „Nremsr Leitung
London, 14. dezember
Nach Meldungen englischer Mütter wurde in Laguan in der Provinz Schaust eine autonome Negierung ausgerufen, dieilzreLütigkeitinengem kinoernelzmen mit Japan aufnehmen will. fluch in Peking soll in den nächsten Lagen eine neue Negierungproklamiertweeden,derenZusammen sehung allerdings noch nicht bekannt ist. flus der
in ganz Nord-thina im Sänge befindlichen flu- tonomiebewegung folgert die englische Presse eine bevorstehendeLostrennung der entsprechenden Sebiete von Nanking, fluch in den Provinzen Südhopei und Nordschantung hat sich bereits ein Komilee zur krstrebung der flutonomie gebildet. In Lientstn soll eine von Japan finanzierte Nord- chinestsche Sank gegründet werden.
Aus Tokio wird gemeldet, daß nach dem Fall von Nanking (siehe unsere Meldungen im Innern des Blattes) Peking eine
„vorläufige Regierung der Republik China" gebildet werden soll. Tschiangkaischek hat sein Hauptquartier nach der Hauptstadt der Provinz Kiangsi, Nantschang, verlegt. Die neue Regierung, der die früheren chinesischen Bundespräsidenten Tsaokun und Hsuschih- tschang sowie eine Anzahl ehemaliger chinesi
scher Minister angehören sollen, wird von dem jetzt 65jährigen Wangkomin geleitet werden, der Präsident der Chinesischen Zentralbank und im Jahre 1917 Finanzminister war.
Schon jetzt wird versichert, die neue Regierung werde erklären, daß die Erneuerung Chinas unter Beseitigung der Willkürherrschaft der bisherigen Regierung und der Kuomintang durchgeführt werden solle. Das
Hauptziel der neuen Regierung sei die Ausrottung des Bolschewismus. Mitglieder der Kuomintang, die an der Erneuerung mitarbeiten wollten, seien willkommen. Alle bisherigen Verträge mit Ländern, die mit China aufrichtig befreundet seien, würden geachtet werden, während neue Verträge von der künftigen Einstellung der Länder zu China und zu der Pekinger Regierung abhängig gemacht würden.
Schwere IleuttalMssorgen der Schwel;
Folgerungen aus Italiens Vorgehen gegen Sie genfer kntente
Bern, 14. Dezember
Die Erklärung Mussolinis über den Austritt Italiens aus der Genfer Entente hat für die Schweiz eine ganz besondere Bedeutung, weil mit Italien nun schon die zweite Großmacht unter ihren Nachbarn Gens endgültig den Rücken gekehrt hat. Es wird, wie die Schweizerische Depeschen- Agentnr betont, in diesem Zusammenhang daran erinnert, daß in letzter Zeit die Bestrebungen vcr- - mehrt in den Vordergrund getreten sind, die daraus hinauslaufen, die volle Neutralität der Schweiz wiederherzustellen, die 1920 anläßlich des Entschlusses der Schweiz an den Völkerbund durch die Lonooner Erklärung zu einer disfcrentiellen Neutralität geworden war.
Die „Neue Zürcher Zeitung" schreibt hierzu u. a., die Erfahrungen mit dem Sanktions-Artikel und die Genfer Verhandlungen über die Reform des Völkerbundspaktes hätten der Schweiz im Verlaufe von- zwei Jahren immer deutlicher die Ueberzeugung von der Priorität des Neutralitätsgrundsatzes aufgedrängt. Die Schweiz habe keinen Artikel in der Hand, um die in einer Erklärung des Bundesrates als wünschenswert bezeichnete Universalität der Genfer Entente zu fördern. Um so mehr sei sie gehalten, ihre besondere Lage für den Fall einer noch mehr als bisher beeinträchtigten Universalität zu betonen. Das fei u. a. auch durch die Anbringung von Vorbehalten gegenüber der künftigen Anwendung des Artikels 16 geschehen und durch die Erklärung, daß die Schweiz nicht zu Sanktionen angehalten werden könne, die ihre Neutralität einer Gefahr aussetzen könnten. Wenn nun der bisher provisorische, Rückzug Italiens aus der Genfer Entente zu einem definitiven Austritt umgewandelt worden ist, so betreffe das Aufhören der Mit
gliedschaft und die Beeinträchtigung der Universalität neuerdings einen Nachbarstaat. Die Schweiz werde, wenn der Austritt Italiens nach der zweijährigen Frist endgültig geworden ist, an zwei Mitglicdstaaten und an zwei Nichtmitgliedstaaten grenzen. .In dieser Situation sei es doppelt wichtig, daß kein Schatten eines Zweifels aus den Neutralitätswillen fällt.
Im Schweizer Bundesrat hat Bundespriisident Motta inzwischen einen Bericht über die Abkehr Italiens von Gens erstattet. Er wird für die nächste Woche einen schriftlichen Bericht über die Lage vorbereiten, in die die Schweiz gekommen ist. Dabei ist, wie erklärt wird, an einen Austritt aus der Genfer Entente allerdings nickt gedacht.
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! Mick zum Vrient
I Ein Beispiel für die friedensstörende Arbeit
I der Genfer Entente
k. -lü. Die tückische Regierung hat t>or einigen Tagen den Freundschafts- und Nicht- einmischungspcrkt mit Syrien gekündigt, nachdem sich das syrische Parlament außerordentlich ' scharf gegen das neue, in Genf beschlossene Sandschak-Statut ausgesprochen hatte. Damit wird im vorderen Orient wieder einmal ein lehrreicher Anschauungsunterricht über die sriedens störende Auswirkung der vom Versailler Interessen b und gefundenen „Lösung" zwischenstaatlicher Streitfragen geliefert. Da der Konflikt nur aus der Entwicklung der syrisch-französischen und der syrisch-türkischen Beziehungen verständlich ist, sei er hier einer näheren geschichtlichen Betrachtung unterzogen.
Welche Bewandtnis hat es überhaupt mit dem Sands chak und dem Sand- schak-Statut? Es handelt sich hinsichtlich des politischen Raumes um die Nordwestecke Syriens mit den Städten Alexan- drette und Antiochien. Neben Armeniern, Kurden und Arabern leben auf diesem Küstenstreifen des Mittelmeers unter insgesamt 220 000 Einwohnern 85D00 Türken. Die Regierung in Ankara hat zwar seinerzeit unter dem Druck der „Siegerstaaten" im Vertrag von Lausanne die Vereinigung des Scmdschak mit dem von Frankreich verwalteten. syrischen Mandatsgebiet bestätigen müssen, doch wurde später zwischen der Türkei und Frankreich die Gewährung politischer und kultureller Sonderrechte' an die tückische Minderheit des Scmdschak vereinbart. Inzwischen wurde 1936, nach wiederholten Aufständen der Araber in Syrien, seitens Frankreich die Entlassung Syriens aus dem Manda tsverh ält- nis grundsätzlich zugestanden, und zwar soll nach Ablauf einer dreijährigen Uebergangs- zeit Syrien als selbständiger, mit Frankreich verbündeter Staat nach dem Vorbild des Irak dem Genfer Bund der Störenfriede angeschlossen werden. Die augenblickliche Situation ist allerdings dadurch gekennzeich- c net, daß Frankreichs Truppen syrisches Ge- st biet noch nicht verlassen haben. Der Unab- > hänglgkeitsvertrag rollte die Scmdschak- A Frage erneut in ihrer ganzen Schwierigkeit V auf: Ankara gab nach Veröffentlichung des '' Vertrages sofort lebhaft seinen Befürchtungen Ausdruck, daß die Araber des befreiten Syriens gemeinsam mit den Armeniern zur gegebenen Zeit an der tückischen Minderheit des Scmdschak ihren Haß kühlen werden.
Da die Erregung in der türkischen Hauptstadt zu Beginn des Jahres das Gerücht über ein militärisches Vorgehen der Türkei im Scmdschak aufkommen ließ, nahm Frankreich wieder einmal zur Genfer Entente Zuflucht. Im Schoß dieser Institution zur Konservierung des Versailler Schandvertrages glaubte man dann sehr schnell die Patentlösung gefunden zu haben: Der auch in diesem Fall schlecht beratene Genfer Rat beschloß die Einführung eines Sonderstatuts für das umstrittene Gebiet. Auf Grund dieser Vereinbarung soll zwar der Scmdschak formell dem syrischen Staatsgebiet einverleibt bleiben, aber in den Genuß einer weitgehenden Verwaltungs-Autono- ..
Unser lagesspivgsl
Die Japaner haben sich nunmehr im Stadtkern Nankings festgesetzt.
In Peking soll heute eine neue chinesische Regierung ausgerufen werden.
Auf dem Fangtse kam es infolge von Verwechslungen zu Kampfhandlungen japanischer Flugzeuge gegen englische und amerikanische Kriegsschiffe.
Italiens Austritt aus der Genfer Entente führte zu einer Neutralitätskrise der Schweiz. Die Erklärung der Reichsregierung zum Vorgehen Roms gegen Genf würde in ganz Italien mit lebhafter Begeisterung aufgenommen.
Ein Millionenprojekt sieht in Bauern großzügige Dammbauten vor.
Der Reichskommissar für die Preisbildung hat zwei Verordnungen über die Preisgestaltung für Citrusfrüchte und Spinnstoffe erlassen.
Hrrma »vernommen.
In ganz Bremen wurden gestern Betrieb appelle für den Verusswettkamps aller scho sende» Deutschen durchgeführt.
Das EHW. Bremen lieferte wieder 3! Schweine zum Schlachthos.
Bremens junger Fechtsport kam in Hambu in einem Freundschaftskamps zu einem schöni Erfolg.