Nachrichtenblatt der Deutschen prdeilsfront Vremen
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Nr. 547 / 7. Jahrgang
Montag, 15. Vezenrber 1957
kinzelprels 15 Npf.
Mussolinis sät findet starken Widerhall
knie amtliche deutsche Mitteilung: Nüchkelir Veutschlands In den Völkerbund kommt nie mekr in fraget
der flustritt Italiens aus dem Völkerbund und die vegründung dieses Schrittes durch den Vuce Kai In aller Welt ungeheures flussehen erregt. Mussolinis kntschluß hat aber auch starken Widerhall erfahren» flllgemein wird darauf hingewiesen, daß Italien schon seit zwei Jahren an den Senser flrbeiten nicht mehr teilnahm. Nichtsdestoweniger ist man sich darüber im klaren, daß mit dem end
gültigen stusscheiden der italienischen vroßmacht aus dem Völkerbund diesem ein tödlicher Schlag verseht wurde. Mussolinis kntschluß wird in einem keil der Welt
presse kritisiert? ein anderer keil sieht darin einen Hoffnungsschimmer für eine wirklich friedliche Zusammenarbeit der Völker.
Völkerbund erhielt verdiente tzuittung
Von amtlicher deutscher Seite wird uns zu der Erklärung Mussolinis folgendes mitgeteilt: „Der Entschluß der faschistischen Regierung, den Austritt Italiens aus dem Völkerbund zu erklären, und die hochbedeutsamen Ausführungen, in denen der Duce diesen Entschluß begründet hat, finden in Deutschland volles Verständnis und wärmste Sympathie. Ueber die grundsätzliche Einstellung der italienischen Politik gegenüber dem Völkerbund konnte schon längst nirgends mehr ein Zweifel obwalten. Die Worte von den falschen Göttern Genfs, die Mussolini Ende September in Berlin auf dem Maifelde sprach, klingen noch in unser aller Ohren. Es ist aber von größter Wichtigkeit, -daß die italienische Regierung durch den gestern verkündeten Beschluß nun eine endgültige Klärung der Lage herbeigeführt hat.
„Der Völkerbund erhält damit die verdiente Quittung auf seine politischen Leistungen. Er hat sich in keiner Periode seines Bestehens als fähig erwiesen, zur Behandlung der jeweils aktuellen f Probleme der Weltpolitik einen nützlichen Vei- - trag zu leisten. Im Gegenteil hat er auf die ge- Ziamte politische Entwicklung der Nachkriegszeit Z stets nur einen schädlichen, vielfach sogar einen ge- s jährlichen Einfluß ausgeübt. Unter dem Schutz "vorgegebener Ideale wurde er immer mehr zu einem Zweckverband einzelner Nutznießer der Versailler Regelung. Anstatt die internationale Politik durch einen vernünftigen Ausgleich der «natürlichen Kräfte und Bedürfnisse der Völker auf den Weg einer fruchtbaren Entwicklung zu führen, hat man sich in Genf in erster Linie mit der Ausbildung und Anwendung von Methoden
befaßt, um einer solchen Entwicklung entgegenzuarbeiten.
„Das völlige Versagen des Völkerbundes ist heute eine Tatsache, die keines Beweises und keiner Erörterung mehr bedarf. Die Hoffnungen, die vor allem manche kleinere Staaten in den Völkerbund gesetzt haben, sind immer mehr dahingeschwunden vor der Einsicht, daß die Genfer Politik der kollektiven Sicherheit in Wahrheit zu einer kollektiven Unsicherheit geführt hat. Nur aus Moskau kann man heute noch ein uneingeschränktes Bekenntnis zu den Genfer Idealen hören.
Wenn sonst hier und da noch versucht wird, das Scheitern der Institution aus ihre mangelnde Universalität zurückzuführen, so ist das ganz offensichtlich eine Verwechslung von Ursache und Wirkung. Die Gründe, die zuerst Japan, dann Deutschland und nun auch Italien gezwungen haben, den Völkerbund zu verlassen, beweisen zur Evidenz, wo die radikalen Fehler seiner Konstruktion und der ihn beherrschenden politischen Tendenzen liegen. Es ist ein hoffnungsloses Bemühen, diesen radikalen Fehlern durch Teilreformen abhelfen zu wollen.
Ob die in Gens verbleibenden Großmächte auch jetzt noch deq Willen haben werden, den Völkerbund als ernsthaften Faktor in ihre Politik einzustellen, ist ihre Sache. Sie haben aber nicht mehr das Recht, den Völkerbund als berufenen Repräsentanten der Staatenwelt und als höchstes Organ der internationalen Zusammenarbeit hinzustellen. Die Reichsregierung wird sich jedenfalls, in voller Uebereinstimmung mit der italienischen Regierung, durch nichts in der Ueberzeugung beirren lassen, daß das politische System von Genf nicht nur verfehlt, sondern verderblich ist. Eine Rückkehr Deutschlands in den Völkerbund wird deshalb niemals mehr in Betracht kommen."
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kam:
Volksabstimmung gegen Senf
fLigsvsr Oraktbsricbt äsr „Bremer Leitung")
Die schwerwiegende Entscheidung des'Duce beherrscht völlig das öffentliche Leben Italiens, sie steht im, Mittelpunkt aller Erörterungen und Kundgebungen. 2m „Voce de Jtalia" dem Sonntagsblatt des „Eiornale d'Jtalia", betpnt dessen Direktor Gaydadie Tatsache, daß Italien diesen entscheidenden Schritt im Bewußtsein seiner europäischen Verantwortung vollzogen habe. Schon zweimal, und zwar 1932 und 1933, habe sich .der faschistische Eroßrat grundsätzlich mit der Genfer Institution beschäftigt und Vorschläge zu seiner Reform als dienliches Instrument des Friedens ausgearbeitet. Die führenden Genfer Mächte hätten aber stets die italienischen Anregungen unbeachtet gelassen. Niemand habe daher ein Recht, sich zu wundern, wenn das faschistische Italien mit dieser Institution nichts mehr zu tun haben wolle. „Popolo d'Italia", das Blatt Mussolinis, erklärt, der Zusammenbruch des Völkerbundes sei die Schuld derjenigen, die die schändliche Gemeinschaft mit dem Bolschewismus seiner Freundschaft vorgezogen hätten. Die Kundgebungen in Rom und im. ganzen Lande am Sonnabend seien eine gewaltige Volksabstimmung gegen Genf gewesen.
tobesstoß für die völkerliga
Die Kommentare der meisten Londoner Blätter zu dem italienischen Schritt sind sich darüber im klaren, daß dieser' Schritt Italiens einen Todesstoß gegen die Genfer Liga bedeutet. „Observer" erinnert in einem längeren Artikel an das Versehen Genfs in der abefsinischen Angelegenheit. Nachdem Deutschland, Japan und Italien die Liga verlassen hätten und Amerika ihr nie angehört habe, sei sie nur noch dem Namen nach ein Völkerbunds die nur Schaden anrichten könne, „Sunday Expreß" ist der Meinung, daß in der tatsächlichen Lage, keine, Aenderung eingetreten sei, denn der Völkerbund habe schon längst seine Bedeutung verloren.
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kin lchMerer Schlag
Die Pariser Blätter sind sich darüber klar, daß mit dem endgültigen Ausscheiden einer neuen Großmacht aus dem Genfer Gremium der Völkerbund einen neuen schweren Schlag erhalten hat, Wladimir d'Ormesson stellt im „Figaro" fest, die internationale Politik werde nicht mehr in Genf gemacht, oder mit anderen Worten gesagt: gerade weil die internationale Politik, die noch in Genf gemacht werde, mehr Nachteile als Vorteile biete, sei es wenigstens für den Augenblick sebr gut, daß die Genfer Einrichtung in den Hintergrund trete,
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Katerstimmung
Der stellvertretende Generalsekretär der Italiener, Pilotti, der zur Zeit in Rom weilt, hat sämtliche italienischen Beamten des Völkerbundes aufgefordert, ihr Amt niederzulegen. Die Unklarheit, ob Italien auch aus dem Internationalen Arbeitsamt austritt, wurde gestern abend durch die Bekanntgabe-beseitigt, daß auch die ihm angehörenden italienischen Beamten ihren Rücktritt erklärt haben.
Genf befindet sich in ausgesprochener Katerstimmung, vor allem die bolschewistenfreundlichen Kreise befinden sich in erheblicher Aufregung, da es nicht an Stimmen fehlt, die ihnen ihre zahllosen Sünden vorhalten. Vor allem befürchtet man, daß dem italienischen Beispiel folgend, eine Reiht kleinerer Staaten ebenfalls ihren Austritt erklären könnten. Das vernichtende Urteil Mupolinis über den verderblichen Genfer Geist hat bereits eine Bestätigung erfahren, denn in marxistischen Ligakreisen wird schon Propaganda dafür getrieben, den Völkerbund zu einem „Bollwerk" gegen die faschistischen Staaten auszubauen.
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Svbnlsvbikk „SvblosiviA-Ilolstein" in Donerilla. Das slwwaligs I-inisnscbikk „geblostvig-Kolstoin" ist als Lobnlsodikk MgsnvärtiA suk sinsr grollsn tluslarulsrslss bsgrikksn unä lisk Kür-Iieb äsn Ilaksn von Dsnsrikkg, auk äsn Kanarisebsn Inssln an. vis äortigs Lsvöllcsrnng bsgrükts bs- gsistsrt äas stolers Scliikk nnä äis äsntscbsn 8sslsuts. (IVsltbilä)
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js. L. v. Bremen, 13. Dezember.
Der Austritt Italiens aus dem Völkerbund ist, wie Mussolini das in der für Italien bedeutsamen Stunde vom 11. Dezember betont hat, tatsächlich ein Ereignis von großer geschichtlicher Tragweite. Bedeutet doch der Entschluß Mussolinis, dem Völkerbund den Rücken zu kehren, tatsächlich den Todesstoß für diese Institution, den Verfall einer „Weltdemokratie", die in Gens unter Vorspiegelung ganz falscher Tatsachen den größten Teil der zivilisierten Nationen in ihre Netze zu bringen vermochte. '
Ein Instrument zur Bewahrung des Friedens und zur Pflege dauernder Freundschaft der Völker unter sich sollte der Völkerbund sein — ein Instrument einseitiger Macht- politik der sogenannten Sieger von Versailles zur Niederhaltung der Besiegten ist er von Anfang an gewesen. Deutschland vor der Machtübernahme hat wohl die bittersten Erfahrungen mit dem Völkerbund gemacht; denn so oft es sich von den westlichen Großmächten bedrängt, übervorteilt, gedemlltigt und vergewaltigt, mit einem Hilferuf an den Völkerbund wandte, hat dieser regelmäßig schmählich versagt: er hat in vielen Fällen sich sogar, entgegen der klarsten internationalen Rechtslage, statt s ü r Deutschland gegen Deutschland entschieden. So hat denn auch das deutsche Bolk, soweit es nicht verführt war von den Agenten des Weltjuden- unb Freimaurertums'— also jener dunklen Mächte, von denen Mussolini bei seiner Ver- kündung des Austritts Italiens aus ^dem Völkerbund sprach — sich sehr bald auch die richtige Meinung über die Genfer Institution gebildet. Und als unter dem Einfluß des Juden- und Freimaurertums Deutschland dieser Institution beitrat, gab es keinen wahrhaft politisch empfindenden deutschen Menschen, der in diesem Akt mehr als nur eine weitere Fessel für Deutschland gesehen hat. Wie ein Jubel ging es dann auch durch das ganze deutsche Volk, als am 14. Oktober 1933 der Führer den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund erklärte — im März dieses Jahres war Japan bereits ausgetreten und Brasilien schon im Jahre 1928 —, und nicht die geringste Verwunderung konnte man nach den gemachten Erfahrungen mit dem Völkerbund in Deutschland empfinden, als dafür Sowjetrußland in Genf seine Aufnahme fand.
Mit der Aufnahme Sowjetrußlands in den Völkerbund war in diesen so recht das zersetzende Element gekommen, das alle gutgemeinten Vorschläge und Versuche zur Reform des Völkerbundes zum Scheitern brachte und den Verfall der Genfer Institution in beschleunigtem Tempo einleitete. Blind für die politischen Gegebenheiten und mit wüstem Haß gegen alles, was autoritär regiert wurde, wandte sich der Völkerbund beim abessinische.n Konslikt gegen Italien. Unter dem Einfluß Sowjetrußlands und Englands erklärte er Italien am 9. Oktober 1935 zum Angreifer und beschloß einen wirt
schaftlichen und finanziellen Sanktionskrieg. Der völlige Fehlschlag dieser Maßnahme, die durch die tatkräftige Gegenwehr Italiens und durch die umfassende Sammlung aller wirtschaftlichen und politischen Kräfte des faschistischen Staates zum Schlag ins Wasser wurde, hinterließ nicht nur eine unüberbrückbare Kluft zwischen -Rom und Genf, sondern nahm dem Völkerbund auch noch den letzten Rest seines Ansehens, das ihm als sogenanntes Friedensinstrument in der Welt noch verblieben wdr.
Die kleineren Staaten, die anfangs wirkliches Vertrauen zu der Genfer Institution gefaßt hatten/ waren allmählich sehend geworden, und Italien, Las in Genf grundsätzlich nur noch beobachtend sich verhielt, hat — zumal ihm der Völkerbund hartnäckig die Anerkennung des Imperiums verweigerte — nunmehr die Schlußfolgerung aus dem Bankerott des Genfer Kollektivismus gezogen. Die innerlich längst bestandene Trennung ist nun auch äußerlich vollzogen. Da sie nach wohlerwogener Ueberlegung und in großer Feierlichkeit geschah, besteht kein Zweifel darüber, daß sich Italien über die Tragweite seines Entschlusses für die Genfer Institution völlig im klaren befindet. Nach dem Austritt Italiens aus dem Völkerbund sind darin als Großmächte nur noch England, Frankreich und das böse Prinzip Europas, nämlich Sowjetrutzland, vertreten. Ein armseliger Rumpf der Institution, die einmal ein weltumfassendes Völkergremium fein wollte, die sich die Befugnis, zu richten über Krieg und Frieden, in der Welt angemaßt hatte, die sich aber zum willenlosen Werkzeug des jüdischen und freimaurerischen An-
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Unser lagesszsisgel
In der Provinz Schansi in Nordchina ist eine autonome Regierung gebildet worden.
Der Austritt Italiens aus dem Völkerbund findet in der europäischen Presse einen starken Widerhall.
Zum Abschluß seiner Kreisbesuchc sprach Gauleiter Rover in einer gewaltigen Massenkundgebung in Oldenburg.
Von Goslar aus gab der Reichsbauernführer dem deutschen Landvolk durch deß Rundfunk die Parole für die Erzeugungsschlacht 1937/38. Der Silberne und Eintopfsonntag in Vremen .st"* Zeichen großer Eebefreudiqkeit und Kauflust.
Mit der Entlassung des SO. Lehrganges blickt die Eebietsfuhrerschule der HJ. in Aumühle au, einen arbeitsreichen Abschnitt zurück.
Der Niedersachsenmeister Werder-Bremen ichlug in der Bremer Kampfbahn 1911 Alqer- Niipen überlegen mit K:1 s2:1).
Tura-Grövelingen wurde durch ein 8:8 gegen den Eaumeister IN. 73 Hannover Herbst- meister im Handball Nicdersachsens. Timm-Br. Sportfreunde stellte seine Form im Burgerpark-Waldlaus erneut unter Beweis. Im Ringer-Leichtgewichtsturnier in Vremen wurde Vauer-Rotenburg Turniersieger.