Ausgabe 
(6.12.1937) Nr. 335
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Nachrichtenblatl der Deutschen flrbeitsstont Bremen

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Bremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. ;Z5/?. Jahrgang

Montag, 6. Dezember 1SZ7

Einzelpreis 15 Npf.

kinzigartige soziale Volksabstimmung!

Unser lagesspiegel

Der jugoslawische Ministerpräsident wurde in Rom von Mussolini herzlich begrüßt.

Das Ergebnis des Tages der Nationale« Solidarität stellt ein überwältigendes Be­kenntnis des Volkes zu seiner Führung dar.

Die Besserung im Befinden Ludendorfsv hält an.

Für das Tschammer-Pokal-Endspiel setzten sich Schalke 94 und Fortuna-Düsseldorf durch.

Einen hervorragenden Sieg errangen Deutsch­lands Kunsttnrner in Budapest über Ungarn.

Ei» mageres 1:1-Ergeb»is hatte der Hockey« Länderkamps Deutschland gegen Belgien in Düsseldorf.

Durch einen S:1»Sieg über Eintracht-Brann- schweig errang Hannover SS die Führung in der Gauliga Niedersachsens.

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Vr. l-oebbels Sankt

Berlin, 6. Dezember

Reichsintnister Dr. Goebbels veröffentlicht folgende Erklärung: Der diesjährige ,Sag der nationalen Solidarität" hat seinem Namen Ehr« gemacht. In einer einzigartigen sozialen Volksab- stimmuna hat sich die deutsche Nation wiederum zum Führer und zu seinem Werk bekannt. Ihr moralisches und finanzielles Ergebnis stellt alle daran geknüpften Erwartungen weit in den Schatten. Die gesammelten Summen werden mit dazu beitragen, ungezählten Armen unseres Volkes, vor allem Kindern, Müttern und Alten, eine besondere Weihnacktssreude zu bereiten.

Es ist mir «in aufrichtiges Bedürfnis, allen, die an diesem stolzen Ergebnis mitgewirkt haben, den bekannten und unbekannten Sammlern, den Or­ganisatoren und Propagandisten und den Milli­onen gebesrendigen Spendern herzlichst zu danken. Sie haben einen Nachmittag im Dienste eines nationalen Sozialismus gestanden, der sich nicht in hohlen und leeren Programmen, sondern in Taten der Opferbereitschaft und Nächstenliebe dokumentiert. Sie haben dabei mitgeholfen, die Einigkeit und Gemeinschaft unseres Volkes zu stärken und zu erhärten.

Besonderer Dank aber gebührt bei dieser Ge­legenheit den ungezählten namenlosen Sammlern und Helfern des WHW. und der NSV., die nicht nur einen Nachmittag, sondern ein ganzes Jahr im schweren und entsagungsvollen Dienst unseres deutschen Sozialismus stehen. Uns Sammler» vom .Sage der nationalen Solidarität" war es Be­dürfnis, uns an diesem Nachmittag einmal sicht­bar und demonstrativ an ihre Seite zu stellen, um damit vor aller Welt unsere innere Verbun­denheit mit ihnen und unsere Bewunderung für ihr Werk zum Ausdruck zu bringen. "

Wir alle aber sind stolz und glücklich, einem Volke anzugehören, das amTage der natio­nalen Solidarität" wieder einmal, wie so oft Ge­legenheit hatte und nahm, seine besten und ergrei­fendsten Tugenden sich selbst und der Well zu zeigen: '

Gemeinschaftssinn, Disziplin, Opferbcreitschast, Ausdauer und Humor, eine offene Hand und ein grobes, gütiges Herz.

Heil unserem Führer!

Der Reichsmimster für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels.

Vas vefinden tudendorffs

München, 8. Dezember.

Die subjektive Besserung im Befinden General Ludendorffs hat nach Ansicht von Pros. Kiel- leuthner wie des Internisten Dr. Forell, der von Anfang an dem Kranken seine ärztliche Hilfe widmet, auch am Sonntag angehalten. Trotzdem bleibt der Zustand nach wie vor für die nächste Zeit ernst.

»kiii vebot der Vernunft"

Amsterdam, 6. Dezember

,Set Vaderlanb" beschäftigt sich in einem Leit­artikel mit der Frage der wirtschaftspolitischen Bedeutung einer Rückgabe des deutschen Kolonial­besitzes. Nach einer grundsätzlichen Würdigung der Möglichkeit kolonialer Rohstoffbeschattung wird erläutert, das; der Besitz von Kolonien zwei­fellos von erheblicher Bedeutung auf die Position eines Landes in der Weltwirtschaft sei. Daß für Deutschland die Rückgabe der Kolonien mit beträchtlichen wirtschaftlichen Vorteilen verbunden sein werde, sei als Tatsache zu betrachten.

Das Blatt stellt u. a. die Frage, ob es nicht ein Gebot der Vernunft sein müsse, einem energischen und arbeitswilligen Volk Gelegenheit zu geben, mitzuarbeiten an der Erschließung und Ausbeu­tung der natürlichen Eigentümer der Welt.

7 655 4?6 1ZM. das krgebms -es Inges der Nationalen SolWarttM / ZS,2 v. K. mehr als 1SZ6

Berlin, 6. Dezember.

Das Reichsministerium für Volksausklärung und Propa­ganda gibt bekannt: Das vorläufige Ergebnis der diesjährigen Sammlung am ..Tage der Nationalen Solidarität" im ganzen Reiche beträgt 7 635 476,49 RM. Am Vergleich dazu betrug das Ergebnis des Jahres 1936 5 662 279,19 RM. Gegenüber dem Ergebnis des Jahres 1936 bedeutet das des »Tages der Natio­nalen Solidarität" 1937 also eine Steigerung von 1993197,3«

Reichsmark oder um 85,2 Prozent. Das Ergebnis dieses Jahres wird sich noch weiter erhöhen, da einige Teilergebnisse zur Stunde nicht endgültig vorliegen. Das Ergebnis des Jahres 1935 betrug 4 «84 813,49 RM., das des Jahres 1934 4V21VV« Reichsmark.

Die Ergebnisse in den einzelnen Gauen Deutschlands, ver­glichen mit denen der Jahre 1934, 1935 und 1936 zeigen fol­genden Stand:

1S34

1935

1936

1837

Weser-Ems

78 WO

106010.80

136 966.35

183 888.88

Baden

148 000

140 929.95

204 295.16

383 818.48

Bayerische Ostmark

118 090

104 918.16

139 923.56

213 510.31

Berlin

300 000

324 324.66

545 258.25

833 288.16

Düsseldorf

104 000

119 633.33

179 375.59

285 377.27

Eff-n

46 000

50195.64

71 811.80

108 601.28

Franken

50 000

88172.19

149 743.75

218 486.83

Halle-Merseburg

80 000

73 387.51

94 398.15

118 285.54

Hamburg

54 000

193 491.77

199 565.19

400 729.00

Hessen-Nassau

220 000

188 376.29

230109.92

317 942.58

Koblenz-Trier

50 000

46299.45

79194.69

117 388.83

Köln-Aachen

102 000

116 596.66

139 782.18

150 332.67

Kurhessen

77 000

66 951.42

92 379.19

108 381.18

Kurmark

180 000

164 307.66

181816.19

222 524.18

Magdeburq-Anhalt

165 000

168 659.75

195 052.36

218 395.34

Main-Franken

48 000

45 856.12

58 358.39

108 744.48

Mecklenburq-LLbeck

90 000

121401.68

167 915.64

184 488.16

Miinchen-OSerbaqern

123 000

159 339.99

264 317.36

357 802.51

Ost-Hannover

136 000

198 231.07

298 433.83

308 500.08

Ostpreußen

134 000

89378.86

109 666.35

128 208.00

Pommern

144000

116 740.82

129 984.94

202 217.84

Saarpfalz

61000

90 365.40

99 021.63

179 024.52

Sachsen

284 000

293 486.97

388 724.60

547 884:28

Schlesien

232 000

191836.02

248 512.52

311 614.80

Schleswig-Holstein

221 000

203 469.76

305 056.42

353 287.44

Schwaben

85 000

73161.78

121 361.02

228 055.88

Südhannoo.-Braunschw.

107 000

110 603.64

136 473.81

158 838.78

Thüringen

159 009

122 975.91

139 494.79

288 058.89

Westsalen-Nord

127 000

113 464.79

135 422.30

187 395.14

Westfalen-Süd

99 000

102 723.32

117 064.87

138 441.88

Württemberg

200 000

189 713.73

321644,66

388 599.73

4 021 000

4 084 813.49

5 662 279.19

7 655 476.49

*) Hamburg ist durch das Groß-Hamburg-Gesetz um Z Kreise größer geworden.

Der führet spendete

Empfang von Künstlern und Künstlerinnen Berlin, 8. Dezember.

Nach Abschlnh der großen Sammelaktion am Tage der nationalen Solidarität» empfing der Führer am Sonnabendabend in der Reichskanzlei eine größere Zahl von Künstlern und Künstler­innen von Bühne «nd Film. Der Führer sprach ihnen den Dank für ihren Einsatz bei diesem Werk der Selbsthilfe des deutschen Volkes aus und gab jedem einzelne« einen größeren Betrag für seine Sammelbüchse.

Ver Sammelerfolg im Sau Weser-Ems

Bremen, 6. Dezember

Zu dem großartigen Sammelerfolg amTage der Nationalen Solidarität" im Gau Weser-Ems sendet der Leiter des Reichspropagandaamtes Weser-Ems, Pg. Schulze, aus Heidenheim (Brenz)- ein Glückwunschtelegramm, in dem es heißt:Dem Gau Weser-Ems zum großen WHW.- Erfolg ein kräftiges Siegheil!"

Sliickwunsch Mols Hitlers

zur 20-Jahrfeier der Selbständigkeit Finnlands Berlin, 6. Dezember.

Der Führer und Reichskanzler hat dem finni­schen Staatspräsidenten anläßlich der 20-Jahr- Feier der Selbständigkeits-Erkl ärung Finnlands drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.

Line 8-rwmIsrKruppe beim k'übrer. IVgllrsvä üsr 3uwmlvvg kür äas Vivterbilksvsrlc äss äevtsebsv Volkes am äissjäbrigsn Tag äsr Nationalen SolickaritSt emxking äsr llnbrsr ancb äisss rslrsnäs Krupps Sammlerinnen in ikrsr mslsriscbsn Iraekt. (Lrssss-Itokkmann)

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Sprache der rat

überwältigende vertrauenskundgebung ohne Zwischeninstan;

«. K4ü. Die Welt hat sich in den letzten 4)4 Jahren daran gewöhnen müssen, daß sich der Nationalsozialismus von Erfolg zu Er­folg vorwärts kämpft. Dennoch wird da« Ergebnis des diesjährigen Tages der Na­tionalen Solidarität, mit dem das deutsche Volk erneut seine innere Geschlossenheit so­wie sein grenzenloses Vertrauen zum Führer und seinen Mitstreitern eindringlich bekun­dete, im Ausland einen besonders nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Da gibt es keine spitz­findigenUeberlegungen", keine hämi­schen Kombinationen jüdischer Schreiber­linge und keine gehässigenSchlußfolge­rungen" blamierter Marxisten: die vom

deutschen Volk für das WHW. gespendeten 7 655 476. RM. reden die überzeugende Sprache beispielloser Opferbereitschaft und Gefolgschaftstreue einer großen, aus eigener Kraft erstarkten Nation. Obschon bereits das vorjährige Ergebnis des Tages der Na­tionalen Solidarität eine bewundernswerte Opfertat der schaffenden Volksgemeinschaft darstellte, konnte der Erfolg dieser um­fassenden nationalsozialistischen Aktion vor­gestern noch ummehralseinDrittel gesteigert werden. Das übertrifft so­gar die höchsten Erwartungen, die zu Be­ginn der Sammlung an ihren Erfolg ge­knüpft wurden.

Daß die stolze Genugtuung, mit der wir dieses Ergebnis verzeichnen, nicht über­trieben ist, geht aus einem Vergleich des jetzigen Erfolges mit dem Resultat der Zeppelinspende der Vorkriegszeit hervor. Das räumlich größere und auch sonst reichere Deutschland brauchte damals in einer Zeit der Wirtschaftsblüte mehrere Monate, um 6 Millionen Mark auf den Opfertisch zu legen. Das noch heute an den schweren Sünden der Systemzeit tragende Dritte Reich übertrifft dieses Sammel- ergebnis an einem einzigen Tage in weni­gen Stunden um 1)4 Millionen Mark!

Mit vollem Recht kann Reichspropaganda­minister Dr. Goebbels in seiner Danksagung an alle Sammler und Spender von einer einzigartigen sozialen Volksabstim­mung sprechen. Der Reichspropaganda­leiter der NSDAP. hat mit dieser Feststel­lung wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen, denn: kann ein Volk seinen Willen eindeutiger und schlagkräftiger zum Ausdruck bringen als in einem unmittel­baren, freiwilligen und tiefgreifenden Opfer für die Notleidenden und Bedrängten seiner Blutsgemeinschaft? Die Vertreter der maßgebenden ausländischen Blätter haben sich in Berlin und in anderen Städten des Reiches mit eigenen Augen davon über­zeugen können, daß die Millionen unserer Volksgenossen aus freiem Entschluß dem Appell des WHW. Folge leisteten und zum Teil die Unbillen der Witterung nicht scheuten, um mit ihrer Gabe der inneren Verbundenheit mit den Kampfgefährten des Führers sichtbaren Ausdruck zu geben. Auch in anderer Hinsicht trug der Ablauf des Tages der Nationalen Solidarität alle Merk­male einer politischen Wahl. Niemand wurde kontrolliert, jeder konnte die Größe seines persönliches Opfers selbst bestimmen, überall lautete die ParoleVertrauens­kundgebung ohne Zwischeninstanz". So­zial aber muß diese Volksabstimmung, die in der ganzen Welt ihresgleichen vergeblich sucht, genannt werden, weil sich die impo­sante Endsumme von 7 655 476. RM. in der Hauptsache aus 5 und 10 Pfennigen zu­sammensetzt. Diese Tatsache sowie das Er­lebnis der Sammler bestätigen es: gerade die Schaffenden der breiten

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