Z- — ^.5 ? 8 2 §
parteiamtliche ^geszeitung
Nachrichlenblatt der Deutschen flrbeitsstont Vremen
7^---
der National
Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Bremen
Erscheint7malwöchsntl. Monatsbezug: 2,38 erlischt. Zustellgeb.;Postbezugspreis monatl. 2,38
(einschl. 48.88 ^ Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar.
Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersah. RS.-Gauvcrlag Weser-Eins 8. m. b. H.. Bremen. G-er-n 6-8 / Fernsprecher: 541 21 und 511 15.
Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 die 78-wm-Zeile im Textteil 75
Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. ».< sowie sonstig« ^^"üungen Preisliste 8 (Nachlatzstafsel 0). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluh 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schriftleitung DienStog und Freitag 12)4.13)4 Uhr.
Nr. 146 / 7. Jahrgang
Montag, 51. Mai 1957
klnzelpreis 15 Npf.
.-8Z
^k^?zzt
T 2 gLk s » r
^:İ
.sZi-t-l'
" 7.^
Z 2.z!«§.S?Z
'A§--Sx '
7-,. L'
7-? c'«vL
ss r-.
-z D;
. L ^
2^§2
^
Ssk 2?^ ?
? SS
§<?
s? Zs-'^
Er
2 ^ 'T-V.Z "
--- "7-f? Zzc°"
ZF -i----
sr>^-
2 S^Ss."
: u
S
X
^W-
-M?
Aote V-mben gegen Gmropas Frieden
Bolschewistische slugzeuge stürzen stch aus Panzerschiff „Beutschland" / die Vpfer des verbrecherischen stnschlags: 25 lote und S) verletzte / Neichsregierung kündigt scharse Maßnalzmen an
änb. Berlin, 3V. Mai.
Ein unerhörter und kaum verstellbarer Fall: Spanische bolschewistische Flugzeuge bombardierten ohne jeden Grund ein deutsches Kriegsschiff, das an der spanischen Küste in Ruhe liegt. 23 tapfere deutsche Matrosen fanden dabei den Heldentod. Die deutsche Regierung wird auf die unerhörte Provokation der spanischen Verbrecher eine entsprechende Antwort zu geben wissen. Die deutsche Neichsregierung gibt zu dem Dorfall folgende Erklärung ab:
„Nachdem vor wenigen Tagen rote Flugzeuge die im Hafen von Mallorea liegenden englischen, deutschen und italienischen Schiffe mit Bomben angegriffen hatten und dabei auf einem italienischen Schiff sechs Offiziere töteten, wurde den deutschen Schiffen der weitere Aufenthalt in diesem Hafen untersagt. Am Sonnabend, dem 2S. Mai, lag das Panzerschiff „Deutschland" auf der Reede von Jbiza. Das Schiff gehört zu den für die internationale See- Kontrolle bestimmten Streitkräften. Trotzdem wurde zwischen 6 und 7 Llhr abends das Panzerschiff plötzlich von
Um die toten trauern wir!
Zum sützrer stellen wir, komme, was will
4- Bremen, 31. Mai
Spanische Bolschewisten wagten das Panzerschiff „Deutschland" zu bombardieren. Es rst dies eine schier unfaßbare Tatsache; und um so unfaßbarer mußte sie gerade uns erscheinen, da die Kunde mitten in den so herrlichen Verlauf unseres Gautages fiel, so daß sie bei allen, welche damit bekannt wurden, die bis dahin herrschende Festesstimmung in tiefe Trauer umschlagen ließ.
Bolschewistische Flugzeuge der spanischen Machthaber haben sich unterstanden, das für die internationale Seekontrolle mit bestimmte Panzerschiff „Deutschland" mit Bomben zu beweisen, und zwar mit dem traurigen Erfolge, daß diese Bomben 23 Tote und 83 Verletzte zur Folge hatten. Es gibt kein Wort hart genug,,um diesen verbrecherischen Völkerrechtsbruch mitten im Frieden zu brandmarken.
Offensichtlich hat es die rote Meute in Spanien daraus abgesehen, die autoritär geführten Staaten Europas herauszufordern. Denn nur einen Tag nach dem Bombenwurf auf italienische Kriegsschiffe erfolgten die Bombenwürfe aus das deutsche Kriegsschiff; und es besteht kein Zweifel darüber, daß dieses Verbrechen nicht ohne Vorwissen Moskaus, ja sehr wahrscheinlich im Auftrage Moskaus geschehen ist. Hält Moskau, das immer nur ein Ziel hatte, nämlich Europa in Brand zu stecken, am Ende heute seine Stunde für gekommen?
Neben der tiefen Trauer um die Toten, neben der innigen Anteilnahme für deren Hinterbliebenen und für die 83 verwundeten Opfer des bolschewistischen Mörderstreiches erfüllt mit uns das ganze deutsche Volk ein ungeheurer Grimm gegen die Schurken, die gewissenlos Schiffe frie- densliebender Nationen mitten im Frieden angreifen und zu versenken suchen.
Es ist klar, daß Deutschland auf diese unerhörte Herausforderung, die mit vollem
zwei im Gleitflug niedergehenden Flugzeugen der roten Valeneia-Negierung mit Bomben beworfen. Da das Schiff in Ruhe lag, befand sich die Mannschaft in dem im Vorderschiff befindlichen Mannschaftsraum. Eine der roten Bomben schlug ähnlich, wie neulich bei dem italienischen Schiff in die Sffiziersmefse, dieses Mal mitten in die Mannschaftsmesse. 23 Tote und 83 Verletzte sind die Folge dieses verbrecherischen Anschlags. Eine zweite Bombe traf das Seitendeck, richtete dort aber nur geringere Beschädigungen an. Das Schiff, das vollkommen gefechts- und fahr- klar ist, fuhr nach Gibraltar, um dort die Verwundeten auszuladen. Das Schiff hatte auf die Flugzeuge keinen Schutz abgegeben.
Nachdem die rote Valeneia-Negierung vom Nichtein- mischnngsansschutz und von der deutschen Regierung zweimal gewarnt wurde, weitere Angriffe auf die im Dienste der internationalen Kontrolle stehenden Schiffe auszuführen, zwingt dieser neue verbrecherische Anschlag auf ein deutsches Schiff die deutsche Neichsregierung zu Maßnahmen, die sie unverzüglich dem Nichteinmischungsausschuß mitteilen wird."
für das Vaterland gefallen
Sie Namen der loten aul Panzerschiff „Beutschland"
Bewußtsein dessen, was sie zur Folge haben kann, von den Valencia-Machthabern unternommen worden ist, die richtige Antwort finden wird.
Alle Welt weiß, daß Deutschland die den Frieden am meisten schätzende Nation der Welt ist. Kein Staatsmann in aller Welt — ob er es öffentlich zugibt oder nicht — verkennt die Friedensliebe Deutschlands, das mit seinen eigenen Angelegenheiten beim Ausbau des Dritten Reiches so sehr in Anspruch genommen ist, daß ihm alles andere eher als kriegerische Verwicklungen willkommen sein könnten.
Und dennoch ist der Charakter dieses feindlichen Aktes der spanischen roten Machthaber derart, daß nach allen Erfahrungen der Weltgeschichte der Friede auf des Messers Spitze steht. Kein Mensch in Deutschland zweifelt daran, daß der Führer, der sich sofort im Flugzeug nach Berlin begab, alles tun wird, um das Letzte zu verhüten. Und wenn ein Mann in Europa lebt, der unter den heute bestehenden Umständen den aufs schwerste gefährdeten Frieden noch zu retten vermag, so ist es der Führer, und nur der Führer.
Die an den Nichteinmischungsausschuß sofort ergangene Mitteilung über den verbrecherischen Anschlag der roten Schurken in Spanien auf unsere „Deutschland" wird nun wohl diesen Nichteinmifchungsausschutz aus die Beine bringen. Dieser Ausschuß trägt nun eine ganz ungeheure Verantwortung für den Frieden Europas, und wie immer die Dinge sich zwischen Deutschland und den bolschewistischen Machthabern in Valencia gestalten mögen, für die Rückwirkungen dieser Entwicklung auf die übrigen dem Ausschuß angehörenden Staaten hat der Nichteinmischungsausschuß vor der Geschichte die Verantwortung zu tragen.
Mit leerer Rederei und mit endlosen Beratungen des Nichteinmischungsausschusses
1. Stabsmatrose Lobitz
2. Stabsmatrose Mariens
3. Stabsmatrose Martin
4. Stabsmatrose Schmiß
5. Stabsmatrose Zimmerman 8. Obermatrose Denn»
7. Oberheizer Bismarck
8. Obermatrose Gerhardt S. Obermatrose Maenning
1V. Obermatrose Ohllrich
11. Obermatrose Faltin
12. Obermatrose Bochem
13. Obermatrose Schubert
14. Obermatrose Mies >
15. Matrose Fischer
16. Oberheizer Manja
17. Oberheizer Roebers
18. Heizer Schoellkopf
19. Oberhoboistengast Wollen,^
20. Obermatrose Jnglen
21. Stabsmatrose Busche
22. Stabsmatrose Sehm
23. Obermatrose Dallus
(Weitere Meldungen im Innern des Blattes)
ist es diesmal nicht getan. Auch Italien ist durch den tags vorher in ähnlicher Weise erfolgten unqualifizierbaren Anschlag auf feine Schiffe nicht nur tödlich in seiner nationalen Ehre beleidigt, sondern ebenso wie Deutschland durch den Tod seiner tapferen Söhne aufs schwerste betroffen.
Mit bloßen Entschuldigungen — so hat bereits der italienische Vertreter beim Nichteinmischungsausschuß, Graf Grandi erklärt — lassen sich solche Zwischenfälle nicht aus der Welt schaffen. Mit Recht hat Graf Grandi betont, daß die Angriffe gegen Schiffe, die eine ihnen vom Nichteinmischungsausschuß übertragene Pflicht ausüben, Angriffe gegen den Nichteinmischungsausschuß selber sind, gegen seine Autorität, gegen sein Ansehen, d. h. also gegen das Ansehen von 27 europäischen Nationen, die dem Aus- schuß angehören.
Wenn man zu diesem Nichteinmischungsausschuß volles Vertrauen hegen könnte, wäre leicht vorauszusagen, was er beschließen und was geschehen wird. Schade, wenn dieser Ausschuh auf nicht viel festeren Beinen als der Völkerbund stünde und wenn er somit
nicht auf die ungeheure Herausforderung der spanischen Bolschewisten, wie es sich gehörte, sofort mit den schärfsten Gegenmaßnahmen einzuschreiten bereit sein sollte.
Uns würde es recht sein, ja. das ganze deutsche Volk würde es von Herzen begrüßen, wenn sich bei diesem den Frieden Europas aufs stärkste gefährdenden Fall der Nichteinmischungsausschutz besser als sein Ruf erwiese, wenn er rasch und nach strengstem Recht die Maßregelung der ruchlosen bolschewistischen Friedensbrecher in Spanien nicht nur beschließen, sondern auch durchführen wollte.
Auf alle Fälle aber richtet das deutsche Volk seine Blicke in unerschütterlicher Zuversicht und in niemals wankendem Glauben auf den Führer und ist sich dessen bewußt, daß, wie und was der Führer entscheiden wird, für die Ehre und das Heil Deutschlands das einzig Richtige ist.
Um die Toten trauern wir, für die Hinterbliebenen fühlen wir, zum Führer stehen wir, komme immer, was will.
I. k. v.
^ - -3 2«-.