parteiamtliche Lageszeitung
Nachrichtenblatt der Veutschen Arbeitsfront vremen
der Nationalsozialisten Vremens
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Nr. 145 / 7.1at?rgang
Sonntag, 50. Mal 1S57
kinzelpreis 15 Npf.
öroßappell unseres Saues Weser-kms
Neichsminister Vr. frick in lttdenburg: „Sroßes ist vollbracht, Srößeres ist noch zu vollbringen / Bedeutende Spenden für die vom Sauleiter geschaffene Sedenkstiitte „Stedingsestre
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IVsit über 5080 VolksZenossen bören bei äer PädrertaxunA im 2sltdau aui äsr vobben- visss in OläsnburA leiicütenäen ^uxss äio rülläsnäen lVorto äer alten Mitstreiter äes k'übrers. — Im ktunä: 6aulsitsr köver unä Keiebsinnenministsr I>r. b'riek. — Unten: Mnistsrprüsiüsnt ?K. äovl Aibt seinen keebenscbaktslierielit über äis künkjübriKe i^nk- bnnnrbsit im Danäe OiäsnbnrA ^nkv.: Letimiät (3)
Vldenburgs festtags
(SiZensi vraktdsriekt äer „krsmer Zeitung")
Oldenburg, 38. Mai
Fünf Jahre nationalsozialistisches Oldenburg — fünf Jahre staatlich gefestigter Nationalsozialismus im Gau Wcser-Ems, Ein stolzer Strom der Freude beherrscht die Einwohnerschaft der Gau- stadt und Landeshauptstadt Oldenburg, wo die Kämpfer des Führers gestern zum ersten Eroß- appell der Bewegung ini Gau Wefcr-Ems zusammenströmten und des großartigen nationalsozialistischen Landtagswahlsieges vor fünf Jahren gedenken
In Anwesenheit des Stellvertreters des Führers Pg. Rudolf Heg, des Rcichsinnenministers
Dr. Frick. der Reichsleiter Alfred Rosen- berg und Major Buch sowie zahlreicher führender Männer der Partei, des Staates und der Wehrmacht aus dem ganzen Reich legt die Bevölkerung erneut ein Treuegelöbnis für den Führer ab. Strahlender Sonnenschein eines herrlichen Frühlingstages liegt über dem Lände Oldenburg, über dem Gau Wefer-Ems. Die Feststimmung kündet sich in dem überreichen Schmuck der Fahnen und Girlanden, in die Oldenburg getaucht ist. Es gibt kein Haus in der Stadt, das nicht die Fahne des Dritten Reiches zeigt, keine Straße, die nicht m't Flaggen mit den Symbolen des neuen Deutschlands oder mit Siimsprllchen auf breiten Spruchbändern die einmütige Geschlossen
heit. einer treuen Gefolgschaft zum Ausdruck bringt.
Auf dem Hauptbahnhof in Oldenburg, wo ununterbrochen aus allen Richtungen die Teilnehmer des Eautages im braunen Ehrenkleid oder auch „Schlachtenbummler" eintrafen, spürte man wohl am stärksten den einigenden Pulsschlag dieser beiden Tage, an denen die Hunderttausende des Gaues Weser/Ems der Gedanke an die fünfjährige Wiederkehr der nationalsozialistischen Machtübernahme im Lande Oldenburg, an den Eroßappell der NSDAP., an die Einweihung der einzigartigen, von unserem Gauleiter geschaffenen Niederdeutschen Gedenkstätte „Stedingsehre" und an das Erlebnis des mitreißenden Volksschauspiels „De Stedinge" bewegt.
Bit große Mrertagung Ves Sauer
Am Nachmittag kamen die Politischen Leiter und die Führer der Partei und der Gliederungen im Zeltbau auf der Dobbenwiese zusammen, um an der großen Führertagung des Gaues teilzunehmen. Der größte Zeltbau, der wohl jemals in Oldenburg und in unserem Gau überhaupt errichtet wurde, füllte sich in erstaunlich kurzer Zeit, der Ordnungsdienst der 24. SS.-Standarte, die die Verkehrsregelung an den Zufahrtsstraßen und den Haupteingängen übernommen hatte, klappte tadellos. Auf der Tribüne hatten die Ehrengäste Platz genommen: Reichsleiter Major Buch, der Oberste Richter der Partei. Gauleiter Jordan, Ss.-Obergruppenführer Heyß meier, der Chef des SS.-Hauptamtes, SA.- Gruppensührer Böhmcker. der Führer der SA.- Eruppe Nordsee, mit seinem Stabsführer Dr. Brugger, ferner der Stabsführer der NSKK.» Obergruppe Nord, Schädler, Oberstarbeits- führe'r zur Loye, Reichsamtsleiter Hoff- mann vom Stäbe des Stellvertreters des Führers, der Eaustab, Männer der Alten Garde, Blutordenträger. Staatsminister Pauly. die bremischen Senatoren von Hoff. Bernhard, Haltermann, mehrere Regierungspräsidenten, Oberbürgermeister, Amtshaüptleiter, Polizeioberst Dr. L a n k e n a u-Vremen. Kommandierender Admiral S ch u l tz e, Generalmajor von Schauroth und Konteradmiral von Schröder.
Unter den Klängen des Musikzuges der SA.- Standarte 91 marschierten um 16 Uhr die Feldzeichen der SS.-Standarten Oldenburg unv Ostfriesland ein. Kurz darauf erhob sich die Menge der Tagungsgäste erneut,' um de" Neichsminister
des Innern. Dr. Frick, der in Begleitung unseres Gauleiters, des Admirals Schultze und des oldenburgischen Staatsministeriums das Zelt betrat, mit begeistertem Gruß und Zuruf zu empfangen. Nachdem der Vadenweiler Marsch verklungen war. betrat
Bauleiter Növer
das Rednerpult und begrüßte in kurzer Ansprache die Gäste und Ehrengäste — unter ihnen namentlich den Reichsinnenminister: „Wir Oldenburger sind stolz daraus, daß zu unserem ersten Gautag nach der langen Kampfzeit und Aufbauarbeit die engsten Mitarbeit» des Führers unter uns weilen, die Männer, die die Ehre haben, in der Reichsleitung höchste Aemter zu bekleiden. Mit Stolz und Freude begrüßen wir in diesen Tagen den Obersten Parteirichter Major Buch, Reichsleiter Alfred Rosenberg und ganz besonders den Vertreter unseres geliebten Führers. Rudolf Heß." Dann nahm
Ministerpräsident Pg. Josl
das Wort, um mit seinem Vortrag „Fünf Jahre nationalsozialistische Regierung in Oldenburg" in großen Zügen einen Rechenschaftsbericht über die im Lande Oldenburg jeit l932 geleistete, alle Gebiete umfassende Aufbauarbeit zu geben. „Nach einem Wahlkampf, wie ihn die Oldenburger Wahlgeschichte vorher nie erlebte, errangen wir am 29. Mai 1832 die Mehrheit der Landtags- jitze, das waren 24 von den 46 zur Verfügung stehenden Mandaten. Wir übernahmen damit die Aufgabe, unter dem noch immer im Deutschen Reich tätigen und maßgebenden Novembersystem
die Regierung in unserem Sinne zu führen. Wir sahen uns vor eine darniederliegende Landwirtschaft, vor zusammengebrochene Gemeinden, vor Arbeitslosigkeit und allgemeine Verschuldung gestellt — es gehörte schon Mut dazu, die Geschicke dieses Landes in die Hand zu nehmen in einer Zeit, da der Führer noch nicht das Ryder der Staatsfllhrung ergriffen hatte.
Aber mit dem gleichen Mut, mit gleicher Entschlossenheit und Energie, mit denen unser Carl Rover den Kampf bis hierher geführt hatte, setzte er ihn weiter fort. Wir suchten und fanden Wege, um schon damals mit einer Aufbauarbeit zu beginnen, die den Keim der späteren Weiterentwicklung in sich trug. Das im April 1933 erlassene oldenburgische Vereinfachungsgesetz ermöglichte eine intensive und beschleunigte Durchführung der Verwaltungsrcsorm, die noch im gleichen Jahre beendet wurde. Durch sie wurde das gesamte oldenburgische Berwaltungswesen gründlich überholt, aber vorher war mit der Inangriffnahme der Arbcitslosenbeseitigung ein noch wichtigeres Problem angepackt worden, und damit auch die finanzielle Durchführung der Verwal- tungsresorm erleichtert.
Mit dieser Reform haben wir damals schon einen Weg beschriften, der später für das ganze Deutsche Reich von maßgebender Bedeutung wurde. Im Zuge dieser Reform wurde u. a. die Umschuldung kurzfristiger Schulden in langfristige vorgenommen, wurden die Steuern auf ein erträgliches Maß gesenkt,, die Wohlfahrtscrwerbsloson bereits im Jahre 1933 fast vollzählig wieder in den Arbeitsprozeß eingereiht und der Landwirtschaft tatkräftige Hilfe ge-