Ausgabe 
(29.5.1937) Nr. 144
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Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Dremen

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Nr. 144 / ?. Jahrgang

Sonnabend, 2S. Mai 1SZ7

kin;elpreis 15 Npf.

flus der Zeit deutscher Schicksalswende

* Breme», 29. Mai 1937.

Zum fünften Male jährt sich heute der Tag, wo ein glorreicher nationalsozia­listischer Wahlsieg dem Lande Oldenburg, als dem ersten unter allen deutschen Län­dern, die absolute nationalsozialistische Mehrheit verschaffte. Fünf Jahre sind ver­gangen, seitdem die Oldenburger National­sozialisten durch diesen Sieg nach hart und zielbewußt geführtem Wahlkampfe Bresche schlugen in die von den Gegnern der Vor­kämpfer für das Dritte Reich krampfhaft aufrechterhaltene Fiktion, es könne der Na­tionalsozialismus niemals eine absolute Mehrheit in Deutschland erringen.

Als dumpfer Alpdruck lastete damals die Regierung Brüning auf dem deutschen Volke, schaltete willkürlich mit ungezählten Notverordnungen in Deutschland, diktierte auf der einen Seite neue Steuern, auf der anderen Seite Gehaltsabzüge, traf Maß- nahmen, die der Behebung der Erwerbs­losennot dienen sollten, und mußte ratlos zusehen, wie gerade auf Grund solcher Maß­nahmen die Zahl der Erwerbslosen sich Woche um Woche noch vermehrte. In in­niger Weggemeinschaft mit dem Marxis­mus ließ diese Regierung den Kommunis­mus groß werden und unterdrückte durch ungerechte Verbote und skandalöse Gerichts­urteile die Deutschlands Rettung in sich tragende Bewegung.

In allen Städten des Reiches wütete Rotmord, schoß und stach tollwütig auf alles, was Braunhemd trug, terrorisierte nationalsozialistische Versammlungen und schüchterte ein feiges Spießertum ein, alles unter der stillschweigenden Duldung der Reichsregierung und gemäß der vom deut­schen Reichspolizeiminister selber ausgege­benen Losung: Schlagt den Nationalsozia­lismus, wo ihr ihn trefft.

Mit tiefer Besorgnis sah man zwar im Reichspräsidentenpalais dieser Entwicklung zu; aber auch dort stand man dem Natio­nalsozialismus mit Zurückhaltung und Zwei­feln gegenüber. Wohl hatte man erkannt, daß es so im Reiche nicht weitergehen konnte, tmg indes stärkste Bedenken, dem Nationalsozialismus die Führung im Reiche zu überlassen, obwohl Verfassung und parlamentarischer Brauch dem bestimmt nicht entgegengestanden hätten.

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Unser Vaulsitsr

Da kam der Wahlsieg von Oldenburg. And als leuchtende Er­kenntnis mag es plötzlich dem ehrwürdigen Reichspräsidenten vor Augen gestanden sein, daß es mit Brüning nicht mehr weiter­gehen konnte. Wenige Stunden nach Be­kanntwerden des Oldenburger Wahlsieges mußte Brüning seine Koffer packen, und wenngleich die Regierung Papen, die an die Stelle der Regierung Brüning trat, gewiß nicht die richtige Lösung war, der richtigen Lösung entgegen ging der Entschluß des Reichspräsidenten, die von Brüning verbotene SA. wieder zuzu­lassen uud in neuen Reichstagswahlen den Willen des gesamten deutschen Volkes festzustellen. Derrichtigen Lösung ent­gegen führte der 31. Juli, dieser denkwürdige Reichstagswahltag, der den Nationalsozialisten 230 Sitze im Reiche, und wenngleich noch nicht das absolute vebergewicht, so doch immerhin eine vor­her vv« den Parteien in solcher Stärke erreichte einfache Mehrheit

Man muß sich heute nach fünf Jahren des großen Oldenburger Wahlsieges wie­der ins Gedächtnis zurückrufen, welchen un­ermeßlichen Jubel dieser Sieg draußen im Reiche bei allen nationalsozialistischen Kämpfern und Anhängern der national­sozialistischen Bewegung auslöste, und muß begreifen, daß das festliche Gedenken an diesen großen Sieg in Oldenburg nicht bloß Sache des Oldenburger Landes, sondern auch Sache des Reiches und im höchsten Maße auch Sache des gesamten Gaues Weser-Ems ist.

Achtundvierzig Sitze hatte vor dem 29. Mai 1932 der Oldenburgische Land- tag und 19 davon waren in Händen der Nationalsozialisten. Da kam das Ergebnis der neuen Wahl und brachte 24 Sitze den Nationalsozialisten bei einer Mandatsziffer von 46. Da man im Reiche anfangs auch in Oldenburg bei privaten Zählungen irrtümlich auch diesmal 48 Sitze

für den Oldenburger Landtag errechnet hatte, war bis zum Bekanntwerden des amtlichen Ergebnisses allenthalben die Ent­täuschung groß. Aber desto ungeheurer wurde die Freude und desto unermeßlicher der Jubel allerorts, als feststand, daß die absolute Mehrheit der NSDAP. mit 24 Sitzen zweifellos erreicht war.

Wie sich diese Tatsache dann ermutigend, anspornend, ja geradezu mit fortreißend aus die Stimmung in den übrigen deutschen Ländern auswirkte, zeigte bereits deutlich der 7 Tage später gewonnene national­sozialistische Wahlsieg in Mecklenburg und mit diesem fortwirkend der Wahlausfall am 19. Juni in Hessen, dem dann das gan- grandiose Wahlergebnis des schon erwähn ten 31. Juli 1932 im Reiche folgte.

Es ist selbstverständlich, daß der gewaltig Erfolg der Wahlschlacht in Oldenburg un denkbar gewesen wäre ohne den persönlichen Einsatz des Führers.In der Zeit deut­

scher Schicksalswende", hat er sich bei seiner Anwesenheit am 27. Mai 1932 in Olden­burg in das Gästebuch des Pg. von Hede­mann eingetragen, und man steht auch hier wieder einmal bewundernd vor der das We­sen des Augenblickes und der Zukunft er­fassenden Hellsicht Adolf Hitlers.

Es war die Zeit deutscher Schicksals­wende, und wenn wir heute im Gau die Männer begrüßen dürfen, die, dem Führer am nächsten stehend, während der Kampfzeit für das Dritte Reich auch in unserem Gau sich immer wieder eingesetzt haben, wenn >vir dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, wenn wir Reichsminister Frick, Alfred Rosenberg und allen, allen lten Kämpfern, die an diesem Gautag in Oldenburg teilnehmen, zum Willkommen nn mannhaftes Heil entgegenrufen, so wollen wir gleichzeitig und vor allem auch in inniger Dankbarkeit dessen gedenken, der

den Sieg der nationalsozialistischen Welt­anschauung überhaupt erst ermöglicht und das Dritte Reich herausgeführt hat. Dazu gedenken wir in Trauer auch der Toten des Gaues, die in heroischer Entschlossen- heil das Sterben auf sich nahmen, damit Deutschland leben konnte.

Aber wenn wir bei unserer Rückschau auf die Tage des Kampfes um die große Sachs Deutschlands uns des Opfers der ermorde­ten Kämpfer erinnern, dürfen wir nicht ver­gessen dessen, was die lebenden Kämpfer seit dem oldenburgischen Wahlsieg geleistet haben. And da kann man wohl sagen, daß die Nationalsozialisten Oldenburgs heute mit berechtigtem Stolze auf ein Aufban­werk sehen können, das sie, durch den Wahl- sieg vom 29. Mai 1932 an die Macht ge­langt, in den fünf Jahren in aufopfernder und gediegener Arbeit verrichtet haben.

In den vorliegenden Blättern dieser un­serer Festausgabe haben wir versucht, mit einer Reihe von Beiträgen aus der Feder Berufener des Gaues Weser-Ems und der Oldenburger Staatsregierung einen aufschlußreichen Querschnitt zu geben von den großen Leistungen und der bewunderns- wert zielbewußten Arbeit der Partei und des Staates im Lande und im Gau.

And wir glauben damit den Beweis da­für erbracht zu haben, wie unendlich segens­reich jene Wahlschlacht mit der ihr nach acht Monaten folgenden Machtübernahme im Reiche sich für alle erwiesen hat, die zum Gau Weser-Ems gehören. Denn es ist eine eindrucksvolle Schau, die sich hier vor den Augen des Lesers entrollt und es ist eine schöne Krönung der Arbeit aller derjenigen, die seit fünf Jahren un­ablässig im Lande Oldenburg und darüber hinaus in unserem Gau am Werke sind, im Auftrag und im Sinne des Führers walten und mit der Anbeirrbarkeit national­sozialistischen Willenseinsatzes all das, was ihnen zu betreuen und zu bearbeiten zu­kommt, nationalsozialistisch gestalten.

Ihnen allen, vor allem aber unserem Gauleiter, Neichsstatthalter Carl Röver, dankbar zu sein für seine Für­sorge und für sein Mühen um den Gau, werden alle, die sich in die vorstehende Schau vertiefen, in diesen Tagen der Erinnerung und der weiteren Zielsetzung des Gauparteitages sich gedrungen fühlen.

Wir verraten kein Geheimnis, wenn wir darauf hinweisen, daß jeder einzelne Volks­genosse im Gau Weser-Ems seinen schul­digen Dank am besten abzutragen vermag mit dem Entschlüsse, an dem großen welt­anschaulichen Werk unseres Gauleiters, an dem Bau der in ihrer historischen Bedeu­tung weit über die Gaugrenzen hinaus­ragenden Gedenkstätte Stedingsehre mitzubauen.

Gilt es doch jetzt in Ansammlung recht zahlreicher Bausteine den Gauleiter zu befähigen, Stedingsehre in immer noch größerer und würdigerer Form auszubauen, auf daß es dereinst in monumentaler Wucht aller Welt vor Augen steht als das grandiose Mahnmal Niederdeutschlands, als die Stätte der Erbauung und der in­neren Erhebung aller deutschen Besucher, zum ewigen Gedenken deutschen Kämpfens und Sterbens für die Freiheit und zuletzt doch des deutschen Sieges über die Feinde deutschen Blutes, deutscher Art und deut­schen Wesens.

lob. 8. Aistriob«