parteiamtliche Tageszeitung
Ilachnchienblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt vremen
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Das amtliche Verkimdungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
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Nr. 14Z / 7. Jahrgang
freitag, 2S. Mai 1SZ?
kinzelpreis l5 Npf.
luden vergiften die denen fünfjähriger Kinder
Unser lagssspiegel
Auf der Reede von Palma de Mallorca wurde ein deutsches Torpedoboot durch Bombenwürfe bolschewistischer Flieger gefährdet.
Der Bürgermeister von Sän Franzisko hat sein Bedauern über den Flaggenzwischensall ausgesprochen.
In Vuenos Aires wurden sieben Schulen wegen unglaublicher jüdisch-kommunistischer Hetze geschlossen.
Arbeiter der amerikanischen Fordwerke verprügelten Hetz-Agenten des Gewerkschafts- bonzen Lcwis.
Dr. Schacht sprach vor der Deutschen Handelskammer in Paris.
In Gegenwart des Führers fand im Reichs- luftsahrtministerium eine Trauerseier für Hauptmann Mantius und Oberwachtmeister Henning statt.
Vor den HI.-FLHrern in Weimar sprach Stabschef Lutze.
Morgen wird die erste Schnellbootsslottille der Kriegsmarine Bremen anlaufen.
Der Negierende Bürgermeister, SA.-Gruppen- sührer Böhmcker, sprach zur Bremer Schutzpolizei.
Der Kreis Vremen der NSDAP. erlägt nochmals wichtige Anordnungen für die Teilnehmer am Eautag Wcser-Ems.
Die „Neptun" schlicht 1938 wieder mit einem Reingewinn ab.
Die Mineral-Oel-Naffinierie vorm. Aug.Korff berichtet über ihr 89. Geschäftsjahr.
Me Partei im Nechl
Sammlung der Vorschriften auf allen Rechtsgebieten
Berlin. 27. Mai.
In den letzten Wochen erschien im Zentralver- lag der NSDAP., Franz Eher Nachflg.-München, die Vorschriftensammlung „Das Recht der NSDAP." von Dr. Carl Haiden und Dr. L. Fischer im Reichsrechtsamt mit einem Vorwort von Reichsleiter Reichsminister Dr. Frank.
Eine Sammlung dieser Art hat bisher gefehlt. Die Dienststellen der Partei, ihrer Gliederungen, und angeschlossenen Verbände, die Behörden und^ jeder politisch Tätige, werden deshalb die Herausgabe dieses Buches begrüßen.
Belgien lobt Veutschlands Luftfahrt
Brüssel, 27. Mai.
In Brüssel fand die Eröffnung der Jnternatio- nalen Luftsahrtausstellung statt, auf der die deutsche Beteiligung im Vordergründe des Interesses aller Besucher steht. Anläßlich eines Banketts nach der Eröffnung, wurde der deutschen Luftfahrt und ihren Vertretern in verschiedenen Ansprachen höchste Anerkennung zuteil. Der belgische Verkehrsminister sprach den Vertretern der deutschen Luftfahrtindustrie Dank und Anerkennung aus für. die auf der Ausstellung zu bewundernden hervorragenden deutschen Leistungen. In der belgischen Presse wird ebenfalls eindeutig festgestellt, daß die deutsche Beteiligung an erster Stelle stehe.
Der slaggen;wifthenfoll beigelegt
Washington, 27. Mai.
Der Flaggenzwischensall von Sän Franzisko wurde durch den Bürgermeister Rossi rasch und in befriedigender Weise beigelegt. Der Bürgermeister suchte den deutschen Konsul aus und drückte ihm sein Bedauern über den Zwischen- sall aus. Er ordnete ferner an, datz die aufs neue gehißte Hakenkreuzslagge von Polizeiposten gegen die eventuelle Wiederholung von Rowdie- angriffen geschützt werde.
erfolg der Negierung tolijn
Amsterdam, 27. Mai
In Holland fanden die Wahlen zur zweiten Kammer statt. Wie aus den Ergebn,ssen hervorgeht wurden sie zu einem Erfolg der Regierung Colijn Da sich leine wesentlichen Aenderungen vollzogen haben, wird die bisherige Regierung weiter im Amt bleiben. Die Mu>sert-Be- wegung, die zum ersten Male eine Aste ur die Wahlen zur zweiten Kammer aufgestellt hatte, erhielt 4 Sitze. Nach den bisher vorliegenden Wahlergebnissen wird sich die Kammer hinfort wie folgt zusammensetzen: ^ -
Römisch-Katholische Staatsparter 31 (28 aus Grund der Wahlen im Jahre 193^. SoMdemo- kraten 23 (22), Antirevolutionäre Partei (Collin) 17 (14), Christlich-Historische Union 8 LA- rate 4 (7) Freisinnige 6 (6), Kommunisten 3 (4), Reformierte Partei 2 (3). Christlich-Demokratische Union 2 (1). NSB (Mussert-Bewegung
He» Haag, 27. Mai.
Donnerstag traten die Provinzialstaaten (Provinziallandtage) Hollands 3"^s"Eri'<UA die Erste Kammer zu wählen. Bei der Wahl haben die Mussert-Bewegung zwei Sitze die Sozialdemokretische Partei Hollands und die Antirevolutionäre Partei je einen S,tz gewonnen. Dagegen verloren die Liberalen zwei Sitze, die Christlich-Historische Union und die Freisinnigen je einen Sitz.
Seltsame „kelirmetlioden" in vuenos stires
Sieben Schulen geschloffen
Die gesamte „telirerschast " vergastet
Vuenos Aires, 27. Mai.
In einem amtlichen Bericht des Polizeipräsidenten von Buenos Aires wird davon Mitteilung gemacht, datz die Polizei der argentinischen Bundeshauptstadt Lei der Kontrolle des Schulwesens haarsträubenden Machenschaften kommunistischer Hetzer aus die Spur gekommen ist. Sieben Schulen, die durchweg unter jüdischer „Leitung" standen, sind bereits durch regierungsseitige Verfügung geschlossen worden.
2n dem Bericht wird hervorgehoben, datz die
Ermittlungsarbeiten durch raffinierte Tarnungsmethoden, die sofort in Anwendung gebracht wurden, wenn die kommunistischen Drahtzieher Wind von der behördlichen Ueber- wachungsabsicht bekamen, außerordentlich erschwert worden seien. AIs „Hauptlehrbuch" dieser Schulen diente eine von, „Verein jüdischer Volksschulen" herausgegebene illustrierte Kinderzeitschrift, die eindeutig kommunistische Zer- letzungspropagandg betrieb.
Bei der Durchsuchung der Räume der bisher geschlossene» Schulen wurden große Stapel kommunistischer Hetzplakate, Wandbilder und Zeichnungen mit widerlichen pornographischen Darstellungen und zahlreiche kommunistische Bücher in jiddischer Sprache gefunden. Neben diesem „Lehr
material" für Kinder beiderlei Geschlechts im Alter von fünf bis dreizehn Jahren (!) wurde auch zahlreiches Material beschlagnahmt, aus dem einwandfrei hervorgeht, datz „unter Beihilfe der Sowjetrepubliken rein kommunistische Zellen zu gründen" seien.
An mehreren dieser Schulen bestanden zwar finanziell reich unterstützte jüdische Jugendklubs und Bibliotheken mit allen Schmiermärchen der jüdisch-kommunistischen Weltzersetzung, aber keinerlei sanitäre Einrichtungen! Die gesamte „Lehrerschaft" dieser Schulen, alles Juden, wurde verhaftet. Auch in der Provinz Buenos Aires wurde das Schulwesen kontrolliert, wobei der Polizei ebenfalls zahlreiches kommunistisches Agitationsmaterial in die Hände fiel.
Ständiges fest der deutschen lugend
ftufrufe des sichrere, des Neichsjugendfichrers und des Neichssportiichrers zum Neichssporiwettkampf der 61.
Berlin, 27. Mai
Der Führer hat zum Reichssportwettkampf der Hitler-Jugend folgenden Aufruf erlassen: „Es ist mein Wille, datz sich die gesamte deutsche Jugend einmal im Jahre einer großen sportlichen Leistungsprüfung unterzieht und mit dieser vor ger ganzen Nation Zeugnis ablegt von der Kraft und Ünbesiegbarkeit des Volkstums.
Ich rufe daher jeden deutschen Jungen und jedes deutsche Mädel zur Teilnahme am diesjährigen Reichssportwettkampf der Hitler-Jugend aus, den ich damit zu einem ständig sich jährlich wiederholenden Fest der deutschen Jugend erkläre. Die Durchführung dieses alljährlichen Reichs- sportwettkampes der Hitler-Jugend übertrage ich dem Jugendführer des Deutschen Reiches.
Adolf Hitler."
Der Reichsfugendfllhrer erläßt folgenden Aufruf: „Der Führer und Reichskanzler hat die gesamte deutsche Jugend zum Reichssportwettkampf der Hitler-Jugend aufgerufen. Nach seinem Willen sollen alle deutschen Jung du und Mädel an diesem größten Sportfest der Welt teilnehmen. Gibt es ein schöneres und stolzeres Bild von der erwachten Lebenskraft unseres Volkes als die geschlossene und geeinte Jugend, stark und einsatzfroh im harten sportlichen Wettkampf.
Ihr alle, Jungen und Mädel, nehmt innerhalb einer sportlichen Kampfmannschaft an diesem Wettkamps teil; jeder Einsatz und jede Leistung erfolgt für eine Gemeinschaft. Lernt im sportlichen Wettkampf erkennen, daß alles, was wir tun, für eine größere Gemeinschaft — unser Volk — getan wird. Zieht mit freudigem Herzen und stolzem Mut hinaus auf den grünen Rasen und auf den Sportplatz und erfüllt die Forderung des Führers.
In diesem Wettkampf sollt ihr zeigen, was ihr könnt und was ihr gelernt habt. Ihr sollt aber auch eure Schwächen erkennen, um mit erhöhter Anstrengung und noch größerem Eifer diese Schwächen auszumerzen. Eine große und umfassende Leistungssteigerung sei das Ziel. Aus erhöhter Leistung aber erwächst Stolz und Freude. Der Tag der sportlichen Leistung soll für euch zugleich ein Tag der Freude werden, aus dieser Freude aber soll euch allen neue Kraft und noch größere Bereitschaft erwachsen zum Dienst an Deutschland.
Der Jugendsührer des Deutschen Reiches Valdur von Schirach.
Der Reichssportführer schreibt: „Der Führer und der Reichsjugendführer haben die gesamte deutsche Jugend zum Reichssportwettkampf der Hitler-Jugend aufgerufen. Wir Nationalsoziali
sten haben uns auf dem Gebiete der Leibesübungen zwei große Aufgaben gestellt: Einmal eine wahrhaft umfassende Leibeserziehung aller Deutschen zu verwirklichen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß jeder deutsche Junge und jedes deutsche Mädel, jede deutsche Frau und jeder deutsche Mann an dieser Leibeserziehung teilnehmen, auf daß wir durch Leibesübungen zu einem tüchtigen und frohen Volk werden. Die andere große Aufgabe ist die Schulung derjenigen Jugendlichen und Erwachsenen, die auf- sportlichem Gebiet berufen sind, Hervorragendes zu leisten und Deutschlands Weltgeltung im Sport zu vertreten.
Der Reichsberufswettkampf der Hitler-Jugend dient diesen beiden großen Aufgaben. Ich rufe euch alle auf, ihr Jungen und Mädel, zum Kampf auf dem grünen Rasen, zum Kampf miteinander um die sportliche Leistung. Höher springen, schneller laufen, weiter werfen, das sei euer Ziel. In dem Bewußtsein eurer eigenen Leistung und eurer Kraft sollt ihr aber zugleich erkennen, daß mit dieser eurer Leistung die Kraft und Stärke des Deutschen Reiches von morgen wachsen wird.
Der Beauftragte für die Leibeserziehung der deutschen Jugend von Tschammer und Osten, Obergebietsfllhrer.
Werfest geschloffen hinter dem sichrer
Stabschef Lutze sprach vor den kl.-sührern über die krftehungsaufgaben der nationalfopalistischen Bewegung
Weimar, 27. Mai
Donnerstag mittag sprach der Chef des Stabes der SA.. Viktor Lutze, aus dem Rerchsführerlager in Weimar zum Führerkorps der HZ. Neichs- jugendführer von Schirach hieß den Stabschef mit herzlichen Worte» willkommen und dankte ihm für sein Erscheinen vor der versammelten Führerschaft der HZ.
In den Mittelpunkt seiner einstündigen Rede stellte Stabschef Lutze die große weltanschauliche Ausgabe der nationalsozialistischen Partei und der SA. auch den letzten deutschen Volksgenossen im Glauben an die nationalsozialistische Idee und an die Ewigkeit des deutschen Volkes zu erziehen. Stabschef Lutze erklärte mit Nachdruck, er spreche hierüber nicht als SA.-Führer, sondern als Nationalsozialist, weil auch diese Erziehungsaufgabe eine Aufgabe der gesamten nationalsozialistischen Bewegung in all ihren Gliederungen sei! Daher sehe die SA. ihr Betätigungsfeld in der Hauptsache nicht in konkreten Sonderaufträgen, sondern in erster Linie in der vom Führer gestellten Aufgabe, die nationalsozialistische Idee in jedes deutsche Herz zu tragen und sie so fest im deutschen Volke zu verankern, daß die ganze deutsche Nation zu
Danzig, 27. Mai.
Auf der Reichsarbeitstagung des Hauptamtes für Kommunalpolitik im Rechtsstädtischen Rathaus betonte Reichsamtsleiter Schön-München, der Kreis der Gemeinschaft, den die Kommunalpolitiker der Partei durch ihre gemeinsame Arbeit bilden, müsse immer fester und inniger gestaltet werden. Reichsleiter Oberbürgermeister Fiehler - München gedachte in warmen Worten der Eaststadt Danzig, deren Bevölkerung hier auf schwerstem Vorposten stehe. Reichsamtsleiter Oberbürgermeister Dr. Weidemann- Halle hielt einen umfassenden Vortrag über die derzeitige kommunalpolitische Lage und den Stand der
jeder Zeit geschlossen hinter dem Führer stehe. Der Stabschef bezeichnete es als das Ziel seiner Fllh- rungstätigkeit, die gesamte SA. vom Führerkorps bis zum letzten SA-Mann als einen einzigen weltanschaulichen Kämpfer im Glauben an die Idee des Führers und an die ewige Sendung des deutschen Volkes zu erziehen.
Stabschef Lutze ging dann auf die der SA. vom Führer gestellte Ausgabe der NS.-Kampf- spiel e ein. Genau wie der Nationalsozialismus in der Kampfzeit immer die Synthese der Arbeit der Stirn und der Faust verkündet habe, so solle in den Kampfspielen auf dem Reichsparteitag die Synthese von Weltanschauung und Körper zum Ausdruck kommen. In Zukunft bildeten die Reichsparteitage nicht nur wie bisher im politischen, weltanschaulichen und kulturellen Leben der deutschen Nation die alljährlichen Höhepunkte, sondern auch aus dem Gebiet der körperlichen Ertüchtigung des deutschen Volkes. Die von der SA durchgeführten NS.-Kampfspiele stellten damit auch zugleich die umfassende Leistungsschau über das sportliche Können des deutschen Volkes dar. Stabschef Lutze schloß mit einem eindrucksvollen Bekenntnis zu der aus der Kamvfzeit gewachsenen Kameradschaft von SA und HZ
Gesetzgebung, wobei er nicht nur die wesentlichen gesetzlichen Bestimmungen seit der letzten Tagung berücksichtigte, sondern auch einen Ueberblick über die gesetzgeberischen Angelegenheiten gab, die in Vorbereitung sind. Ferner beschäftigte er sich mit der Finanzlage der Gemeinden sowie mit dem kommenden Finanz- und Lastenausgleich, und er wies auf die sinanziellen Auswirkungen der den Gemeinden übertragenen vielfache» Aufgaben hin Auch die Fragen der Arbeitsbschafsuugsmaßnah- men, des Schulwesens, Motorisierung usw. wurden eingehend behandelt.
Reichsleiter Oberbürgermeister FiehIer - München nahm dann zu verschiedenen Fragen Stellung und gab unter starkem Beifall der Ta
gungsteilnehmer ein Bild von den großen Aufgaben der Zukunft. Mittags versammelten sich die Tagungsteilnehmer im Zoppoter Kurhaus. Oberbürgermeister Temp - Zoppot hieß die Gäste, insbesondere den Vorkämpfer nationalsozialistischer Eemeindepölitik, Reichsleiter Fiehler, herzlich willkommen un4> gab einen Ueberblick über die Entwicklung der Stadt Zoppot. Oberbürgermeister Dr. Weidemann-Halle hielt dann einen Vortragt über die Neugestaltung des Gemeinde- verwaltungs- und Sparkassenschulwescns, an den sich eine Aussprache anschloß. Am späten Nachmittag erfolgte die Abreise nach Königsberg, wo die Tagung fortgesetzt wurde.
Me Betreuung der Landjugend
Abkommen
zwischen Reichsbauern- und Reichsjugendführer
Berlin, 27. Mai
Um zu einer einheitlichen Betreuung der Landjugend zu gelangen, ist zwischen dem Reichsjugend- und dem Reichsbauernfllhrer eine Vereinbarung getroffen worden. Danach erfolgen alle grundsätzlichen Maßnahmen zur Betreuung der Landjugend im Einvernehmen mit dem Reichsjugendsllhrer. Die Erziehung der Landjugend wie überhaupt der Jugend für die Aufgaben des Bauerntums wird als gemeinsame Pflicht von Hitler-Jug'end und Reichsnährstand bezeichnet. Mit der Wahrnehmung dieser gemeinsamen Aufgabe ist allein die Abteilung Landjugend beim Reichsnährstand betraut. Sie wird an allen die Jugend berührenden Fragen des Reichsnährstandes beteiligt. Die besonderen Arbeitsgebiete der Abl-ilung Landjugend sind die agrarpolitische Schulung der Landjugend, die Förderung ihrer körperlichen Ertüchtigung, - die innerdeutsche und der zwischcn- völkische Landjugendaustausch, die Berufsförderung der Landjugend und der Reichsberufswettkampf, die Feier- und Freizeitgestaltung und schließlich die Werbung der Jugend für besondere Aufgaben des Bauerntümer. Die Leiter der Abteilung Landjugend und die Jugendwarte werden im Einvernehmen mit der Hitlerjugend berufen. Zur Wahrnehmung der gemeinsamen Aufgaben sind die Leiter der Abteilung Landjugend gleichzeitig Hauptreferenten für Bauerntum .in der Reichsjugendfllhrung und ihren Gebieten.
Immer fester und inniger
Neichsarbeilstagung des Hauptamtes für Kommunalpolitik in Vanzig
Frankreich
und der Nassengedanke
Eine politische Diskussion über das Problem Frankreich—Deutschland wird heute immer auf einen Endpunkt hinauslaufen, nämlich auf die Frage, wie die beiden Nationen sich zum Rassengedanken in Theorie und praktischen Anwendungsformen stellen. Es ist oft zu bedauern, daß die Auseinandersetzungen sich nicht schon gleich zu Anfang mit Versuchen zu ihrer Klärung befassen. Denn eine beiderseitige Aussprache wird nur dann fruchtbar und aussichtsreich sein können, wenn sie bemüht ist, sich in den Geist und in die politischen Notwendigkeiten des Partners zu versetzen. Uns Deutschen wird dies immer leichter fallen. Nicht nur deshalb, weil wir etwa einen besseren Willen dazu hätten, sondern weil uns das Schicksal vor allen anderen Kulturvölkern ein besonderes Einfühlungsvermögen und eins oft leider zu ausgeprägte besondere Aufnahmebereitschaft für fremde Ideen auf unseren Lebensweg mitgegeben hat. Ferner tritt als schwerwiegender Punkt hinzu, daß sich in unserem Volke eine Rasse mit dem sie kennzeichnenden Werten und Eigenschaften noch verhältnismäßig zahlreich am Leben erhalten hatte. Denn sonst wäre es unerklärlich, warum es gerade dem deutschen Volke in seinen besten Teilen, die schon immer mit dem Charakterzug der Weltoffenheit ausgestattet waren, gelungen ist, den Rassengedanken zum politischen Bekenntnis und zu seinem nationalen Schicksal zu erheben.
Frankreich dagegen hat jede rassische Betrachtungsweise aus seinem nationalen Denken, das politische Ziele verfolgt, verbannt. Seine Rassengeschichte hat die Germanen nicht entscheidend und offiziell siegen sehen, trotzdem im Mittelalter dieses Land neben Deutschland in seiner Kultur und im allgemeinen öffentlichen Leben mindestens als eine gleichstarke „germanische" Großmacht stand. In selbstmörderischen Kriegen, in Bewegungen, die alle auf Unterdrückung und Vernichtung der germanischen Wesenszüge gerichtet waren, sollte die Hosfnung auf die Bezwingung der rassenchaotischen Zustünde durch eine natürliche und harmonische Konzentration der Rassenkräfte untergehen. Ein „ethnisches Drama", wie es in ähnlichen Formen und äußeren Umständen sich kaum nochmals in der Geschichte der Rassen und Völker ereignet hat, spielt sich vor unserem Auge ab. Die mit glänzenden Gaben ausgestatteten Kelten nordischer Rassenherkunft gehen in der Masse der alteingesessenen Rassen der Ligurer, Iberer, orienta- liden und alpinen Gruppen auf. Während anfangs trotzdem das Uebergewicht nordischen Blutes festzustehen scheint, entschwindet in den Tumulten des Hundertjährigen Krieges die letzte Aussicht hierfür. Die Grundlagen zu einem Staat von vorwiegend germanischer Bestimmung und Prägung werden durch die Volksmassen der vorksltischen Ureinwohner unter der Heiligen Johanna zerstört. Die „Miliz der Sonnenkönige" hat gesiegt.
So wird uns klar, daß eine auf solchen Grundlagen aufgebaute Nation ihre aktiven Grundsätze kaum von den rassischen Gegebenheiten und Traditionen herleiten kann, sondern sie von den allgemeinen Ideen einer abstrakten Zivilisation borgen muß, die für alle Teile der Nation verbindlich sein können. Zivilisation in diesem Sinns ist dann aber nicht nur Angelegenheit Frankreichs, sondern der ganzen Menschheit. Frankreich aber hat zum Bau der eigenen Nation zuerst ihre Grundsätze verwandt. Daher ist es verständlich, daß diese Nation sich die alleinige Autorität zumißt, zu bestimmen, was zu den Gütern der Zivilisation zu rechnen sei und was ihnen feindlich sei. Die größte geistige Gegenkraft dieser totalen Zivilisation französischer Prägung ist zweifellos jenes Denken, das die Rasse in das Zentrum der Forschungen und Lebens- äutzerungen stellt. Die von dem Franzosen gepflegte ständige Eleichsetzung des Zivilisationsbegriffes msit der nationalen Existenz Frankreichs ist die innere Ursache zahlreicher deutschfranzösischer Mißverständnisse, weil man in Frankreich die der Zivilisationstheorie entgegenstehende Rassenlehre völlig zu Unrecht aus diesem Gesichtswinkel heraus geradezu als eine nationale Bedrohung Frankreichs auffaßt.
Das Wesen der Zivilisation ist das deutliche und fast ausschließliche Vorwiegen von Vernunft, Verstand und Intelligenz. Diese Eigenschaften können jedoch nicht — wie natürliche Ueberlieferungen und Gewohnheiten — dem Charakter einer Nation für alle Zukunft Dauer verleihen. Immer neue abstrakte Ideen und Pläne müssen daher konstruiert werden. Und >,dieser Zustand muß notgedrungen zu einer Quelle der Beunruhigung und des Mißerfolges werden, für den Einzelmenschen wie für die gesamte Nation" und so können wir guten Gewissens hinzufügen, nicht zuletzt auch für die europäische Völkergemeinschaft, über die letztere ihre leitende und weisende Hand hält, „selbstlos" und eigennützig zugleich. „Selbstlos", weil sie allzusehr in ihrem europäischen Sendungsbewußtsein