Ausgabe 
(22.5.1937) Nr. 137
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parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Dremen

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

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Das amtliche Verkiindungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 157 / 7. Jahrgang

Sonnabend, 22. Mai 19)7

kinzelpreis 15 Npf.

Staatsakt;u kliren der „Hindenburg"-Ioten

ljeimketzr der dpfer der luftschiff-katasttoplie

ftalbmasl in turhaven

(Leriebt unseres »nnl> Ouxbaven entsnnälsn Dseb.-8okriktleitors)

Cuxhaven, 21. Mai.

Ueber Cuxhaven leuchtete die sommerwärmste Sonne, lebensverheißend wie sie nur scheinen konnte, um einen Tag so tiefer Volkstrauer auf­zuhellen. Haus bei Haus wehten die Fahnen halbmast zu Ehren der Toten des Luftschiffes „Hindenburg", deren sterbliche Hüllen nun über den Atlantik heimkehrten.

Lange bevor Dampfer „Hamburg" in der Ferne sichtbar wurde, hatte sich auf dem Steubenhööst

..........!!!!!

Unser lagssspisgel

Die auf französischem Boden gelandeten spanisch-bolschewistischen Flugzeuge wurden beschlagnahmt.

In Koblenz hatten sich Klosterbruder wegen einer seltsamen Fastnachtsfeier zu verant­worten.

Vor den HJ.-Führern sprach der Präsident der Reichstheaterkammer Dr. Schlösser.

Jp Bad Pyrmont findet ein Gruppenführer- Appell der SA. statt.

I« Nordenham wurde das erste Reichswerk- schar-Ferienlager feierlich eingeweiht.

Der Vierjahresplan erfordert einen starken Äusbau der Eisenhüttenwerke.

Der Außenhandelsumsatz ist im April weiter gestiegen.

Beim Bremer Vulkan betrug der Auslands­absatz 87,S°/» der Gesamtablieferungen.

Toten in die große Trauerhalle, dem Ort des Staatsaktes, geleitet.

Inzwischen waren Ehrenabordnungen der ört­lichen SA., Marine-SA., der PL. und HJ. zum Flugplatz hinausmarschiert, wo gegen 14.30 Uhr das Sonderflugzeug der Deutschen Lufthansa mit dem Sarge Kapitän Leh- manns, von Frau Lehmann begleitet, eintraf. Es war von Plymouth, wo Schnelldampfer „Europa" den toten Führer des „Hindenburg" gelandet hatte, aufgestiegen, um noch rechtzeitig zum Staatsakt heimzukehren. Von ihrem Sohn und den Kameraden ihres Mannes empfangen, entstieg die vom Schicksal so schwer geprüfte Gattin des deutschen Luftpioniers in Begleitung des Leiters des Frankfurter Zweiges des Zep­pelinreederei H. M. Wronski der In. 52, in der ein schwarzausgeschlagener Raum den blu- menüberschütteten Sarg des Kapitäns barg. Unter den Erußbezeugungen der im offenen Winkel um das Flugzeug angetretenen Forma­tionen und der Vertreter der Luftwaffe wurde er von der Ehreneskorte der Vesatzungsangehörigen vom „Grafen Zeppelin" und vom „Hin- tz e n b u r g", zu der auch Knud Eckener, der Sohn Dr. Eckeners, gehörte, in die Stadt geleitet. Dem Leichenzug voran trug die Jugend die vielen Vlumengebinde, die auslandsdeutsche und ameri­kanische Freunde dem Toten als herzliche Zeichen ihrer Treue und Liebe mit auf den Weg in die Heimat gegeben hatten.

Mit schwarzem Tuch waren die Wände, Gänge und Säulen der Trauerhalle bekleidet, in deren Mitte — von zahllosen der herrlichsten Kranzspenden überdeckt — die Toten aufgebahrt standen. Ihnen zu Häupten breiteten sich die mit Trauerflor versehenen Hakenkreuzfahnen, die Reichskriegsflaggen und die Fahnen der Deut­schen Zeppelinresderei über die Stirnwand. Aus acht. Flammen s cha l en leuchtete Fackellicht, von hohen Pylonen herab auf den schlichten

I Erllnschmuck, der dem matten Weiß prächtigster Flieder- und Rosensträuße wirkungsvoller Hin­tergrund war. Eine ehrfurchtheischende, ein- keh'rgebietende Stimmung erfüllte den feierlichen I Raum.

Ein Sonderwagen aus Berlin hatte zu den Kränzen, die der Reichsluftfahrtminister, der Rhein-Main-Flug- und Luftschiffhafen, die Deutsche Lufthansa sowie der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt a. M. jedem der Toten ge­widmet hatten, nahezu 100 weitere Kränze ge­bracht. Der Kranz des Führers, ein großes Lorbeergebinde mit reichem Nelken- und Kalla- schmuck beherrschte das Bild, zu dem sich die Kranzspenden des Stellvertreters des Führers, des Reichsjugendfllhrers, des Kommandos der österreichischen Luftstreitkräfte und der öster­reichischen Gesandtschaft in Berlin, der in der Reichshauptstadt akkreditierten Luftattachos der ausländischen Mächte, der italienischen und tür­kischen Luftfahrt, des französischen und britischen Luftfahrtministeriums, der königl. schwedischen Gesandtschaft in Berlin, des königl. ungarischen Luftamtes, der amerikanischen Armee und der amerikanischen Luftstreitkräfte und viele an­dere fügten. Ein Sonderzugaus Ham­burg brachte die Gäste der Trauerfeier der Reichsregierung, unter denen sich auch die Attaches der ausländischen Mächte, unser Gau­leiter Carl Röver und Senator Bernhard befanden, nach Cuxhaven.

Als Staatssekretär Lammers, der Beauf­tragte des Führers, und Staatssekretär im Reichs­luftfahrtministerium. General der Flieger M il^ch, der mit dem Flugzeugstützpunkt „Friesen- land" von einer Vesichtigungsreise eintraf, die Halle betraten, galt ihr schweigender Gruß den verblichenen Kameraden und deren Angehörigen, die in den ersten Reihen Platz genommen hatten.

-Nachdem die- feierlichen Klänge der Trauer-- musik verhallt waren, richtete

Heute und morgen findet in Bremen eine Führertagung des SS.-Abschnitts XIV statt. Korpsführer Hühnlein schloß in Italien ein Abkommen über deutsch-italienische Sport- zusammenarbeit ab.

r der Hapaghalle eine nach Tausenden zählende Menschenmenge eingefunden, die in ehrfürchtigem chweigen die Ankunft des Schiffes erwartete. !it Blumen in den Händen, um Verwandte er Freunde zu empfangen oder in schwarzer leidung, einen schmerzlichen Gruß denen zu mi­eten, die mit so viel frohem und aufrechtem tolz hinausfuhren und den Heldentod rutschen Pioniertums starben.

Auf dem. Pier war eine Ehrenkompanie r Fliegerersatzabteilung Stade unter Haupt- ann Frohne angetreten. Wie oft mag an eser Stelle der laute freudige Willkommens- ,f zu einem heimkehrenden Ileberseer hiniiber- klungen haben. Schweigend reckten sich heute iben und drüben die Arme zum Gruße, als h das Schiff zum Festmachen anschickte und w Musikkorps der Flieger nach dumpfem rommelwirbel den Choral intonierte. Vier iasserflugzeuge umkreisten die „Hamburg", ährend die Raketen vom Pier aus über die eling schössen. Halbmast im Großtopp stand Gen der Flagge Deutschlands und dem Ster- mbanner — denn auch das amerikanische Volk ! durch das schwere Unglück mit betroffen wor- n — steif im Winde die Flagge der Deutschen eppelinreederei. Unter den Erschienenen sah an als Vertreter des Reichsministers der Luft- chrt Generalleutnant von Witzendorff ,m Reichsluftfahrtministerium, Mimsterral- rigent Müh li g-Hofmann Chef der uftverkehrsalsteilung des Reichsluftfahrtmnn- -riums, Oberstleutnant Püschel, Leiter des :s Luftamtes Hamburg, als Vertreter der riegsmarine den Festungskommandanten von uxhaven, Kapitän z. S. von Heimburg, :ele Angehörige der Opfer selbst, eine Abord- ang vom Zeppelinbau Friedrichshafen Mit aer Vetriebszellenfahne, Mitglieder der Devi­sen Zeppelinreederei und die Besatzungsange- örigen des „Graf Zeppelin" Kapitan von .chiller und I. Offizier Errtzinger an irer Spitze, sowie Besatzungsangehorige unseres Hindenburg", die an der Unglucksfahrt nicht stlnahmen.

Sie kinstolung der sterblichen kiMe Kapitän Lestmanns

Stunden dauerte es, bis der letzte Fahrgast den lampfer verlassen hatte. Auf dem Pier zurück lieben nur die Angehörigen der Zeppelinreederer nd der Luftwaffe, um ihren toten Kameraden en letzten Ehrendienst zu erwei,en. »arg um iarg flaggenumkleidet und blumengeschmuckt, -tzte behutsam auf den Boden der deutschen Hei­rat auf Auf den Schultern derer, die Seite an ' ite mit ihnen — als Vesatzungsmitglied oder u — dem Werk des deutschen Zep- htnisses dienten, wurden die 2o

Staatssekretär Senerat der flieget Milch

das Wort an die Versammelten. Er führte aus:

,Jn tiefer Trauer empfängt heute das deutsche Volk die Opfer der Katastrophe von Lakehurst auf heimatlichem Boden. Zu ihren Ehren hat der Führer diese staatliche Trauerfeier veran­staltet und durch seinen besonderen Vertreter, Staatssekretär der Reichskanzlei Dr. Lam­mers, einen Kranz an den Särgen niederlegen lassen, um auch seinerseits Abschied zu nehmen von diesen pflichttreuen deutschen Menschen, die für unser Vaterland den Tod gefunden haben. Mit Stolz und Anerkennung haben Führer und Volk in all den letzten Jahren auf die großen Leistungen unserer Zeppelin-Luft- ichiffe geschaut, die in regelmäßigen Fahrten dem deutschen Namen, der deutschen Mannesleistung und der deutschen Technik in der ganzen Welt Ehre machten.

Neben den Besatzungen, den Ingenieuren und Arbeitern in Friedrichshafen und Frankfurt am Main muß dabei auch der Fahrgäste gedacht werden, die durch ihren Vertrauensbeweis tat­kräftig zur Entwicklung der Luftschiffahrt bei­trugen. Wir trauern nicht nur um - diese 26 Toten, die heute heimkehrten, sondern auch um vier weitere Deutsche in Amerika, um fünf amerikanische Staatsbürger, einen Schweden und nicht zuletzt um den tapferen amerikanischen Fliegevsoldaten, der bei den Rettungsarbeiten in vorbildlicher Kameradschaft sein Leben ließ.

Schön und zugleich schwer war der Aufstieg der Luftschiffe, der nach jahrtausendealten Träumen der Menschheit unserem Jahrhundert vorbehalten blieb. Wir alle kennen die Schwierigkeiten und Rückschläge des' alten Grafen Zeppelin. Wir alle erinnern uns an Echterdingen und manch anderen Schicksalsschlag, der unsere Luftschiffahrt traf. Aber immer wieder wurden die Lücken ge­schlossen, die der Tod riß, und neue Männer setzten das Werk fort. Je größer die Widerstände waren, um so größer waren Wagemut und Wille zur Tat. Nach jahrelanger sorgfältiger Entwick­lung glaubten wir, den Luftschiffverkehr meistern zu können, und das neue Deutschland stellte in großzügiger Weise die Grundlagen für euren Weltverkehr sicher.

Viele Hunderte von Fahrten mit vielen Tau­senden von Fahrgästen zeugten für den Glauben an die Sicherheit des Luftschiffverkehrs. Da traf uns Deutsche — und ich darf aus Grund der un­zähligen Trauerbeweise dankerfüllt sagen: die

ganze Welt — der furchtbare Schlag vom 7. Mai, der alle menschlichen Erfahrungen erschütterte. Noch weiß man nicht die Gründe, noch arbeitet eine deutsche Sachverständigen-Kommission ge­meinsam mit den hilfsbereiten Fachleuten der Vereinigten Staaten von Nordamerika fieberhaft an der Aufklärung des Unglücks, und schon liegen so viele Vertrauensbeweise vor, daß man ein Ge­fühl tiefer Rührung nicht unterdrücken kann. So haben die engeren Kameraden unserer Toten, die Mannschaft vom „Gras Zeppelin", ausnahmslos

gebeten, die Fahrten fortzusetzen, und so haben zahlreiche Fahrgäste aus der ganzen Welt den gleichen Wunsch geäußert. Schöner kann niemand das Vermächtnis unserer treuen Toten auffassen. Durch Pflichterfüllung und Einsatzbereitschaft «olgt dem Tode die Auferstehung.

Aus dem gleichen Geist heraus gab unser Reichsluftfahrtminister Generaloberst Göring noch in der Unglücksnacht die Parole heraus, daß wir tatkräftig im Sinne der Toten und im Vermächtnis des Grafen Zeppelin weiterarbeiten werden, nachdem jedoch vorher alle Maßnahmen ergriffen seien, die., ».ins Wiederholung eines solchen Unglücks nach mensch­lichem Ermessen ausschließen. Das Heldenlied vom Leben und Sterben dieser Männer der Luft und die tiefe Mittraucr des ganzen deutschen Volkes und des Auslandes wird den Hinterbliebenen ein Trost in ihrem großen Leid'sein. An sie alle denken wir in dieser Stunde, in erster Linie auch der Führer, der Luftfahrtminister und die ganze 'Nation!

In stolzer Trauer wollen wir gemeinsam an das Ewige, Unvergängliche denken, indem wir unseren Gefallenen zurufen: Hiermit danken wir Euch allen, die Ihr Euer Leben ließet in treuer Pflichterfüllung und Kameradschaft, Kapitän, Be­satzung und Passagiere: Wir wollen unser Werk fortsetzen, so gut es in unseren Kräften steht! Euch aber wird die deutsche Luftfahrt und das ganze deutsche Volk niemals vergessen!"

Her Seist der Wikinger der Lüfte lebt stärker denn je!

Während das Musikkorps der Fliegerersatz- -abteilung Stade das Lied vom Guten Kamera­den intonierte, senkten sich die Fahnen der Be­triebszellen Luftschiffbau Friedrichshafen und der Zeppelinreederei Frankfurt und die Fahne der Kameradschaft der ehem. Luftschiffer, Hamburg, die vor dem Rednerpult Aufstellung genommen hatten, und die Arme reckten sich zum Gruß an die Toten und zum Schwur, über Gräber vorwärts zu schreiten und den Sieg der deutschen Luftschiffahrt mit zäher Energie zu festigen. Wie ein „Und dennoch!" erklang das Deutschland-Lied und wie ein aufrüttelnder Marschbefehl das Lied Horst Wessels. Der Zeppelingeist, der Geist der Wikinger der Lüste, lebt stärker denn je!

Staatssekretär Lammers übermittelte dann den Hinterbliebenen der Opfer das Beileid des Führers und Reichskanzlers. Damit klang tue Staatstrauerfeier aus, die Zeugnis ablegte für die Liebe und das tiefe Mitempfinden eines gan­zen Volkes, die darüber hinaus aber trotz aller Trauer und allen Schmerzes das ewige Bcrmächt- nis der Toten in dem Gelöbnis ehrte, in ihrem Sinne und nach ihrem Willen weiterzuschaffen und das große Werk des Grafen Zeppelin und seiner mutigen Mitkämpfer und Nachfolger weirerzu- tragen in alle. Zeiten.

Ilio Toto» von Dakoliuist kvlnten bell». 25 8iii'gv kamen mit l>amgker „Hamburg" in 6nx- Iiaven an, ivälii-ond die Merbliebe Hülle cke-, Kapitäne I.ebman» auk dem 1.aktivere van Illviiinutlr noeb reelltxeitiA mim 8taatsakt eintrat. (IVsiters Lildsr im Innern des LIattss!) Knkn.: 8oltmidt

WW

<ies Aaru/wecks

Wiscistkslslpung oltsi H>cmc1wskl<liclist Kunstssktigicsitsn

Wäre der Meisterwettkampf, den das Deutsche Handwerk in der Deutschen Arbeitsfront in diesen Wochen vor dem Reichshandwerkertag in Frank­furt am Main durchführt, lediglich ein Wett­streit, der das technische Können unserer deutschen Meister unter Beweis stellen soll, so würden wir kaum ein Wort darüber verlieren. 2n den Jah­ren vor der Machtübernahme ist zuviel über das rein technische Getriebe der deutschen Arbeit ge­sagt worden als daß wir es notwendig hätten! uns auch heute Noch mit diesen Fragen ausein­anderzusetzen, die nur einen Teil dessen um­schließen, was das Deutsche Handwerk in der DAF. im Ziele anstrebt. Das soll nicht heißen, daß der technische Leistungsgrundsatz nicht auch heute noch gültig sei. Aber für den National­sozialismus lautet die Frage nicht allein w i e der deutsche Handwerker seine Arbeit erfüllt, sondern wie er sie in unserer Zeit erfüllt. Eine technisch saubere Arbeit hat auch die liberale Zeit verlangt, um so mehr, als das Handwerk Teil eines Systems war, das einer kleinen Schicht von Menschen finanziellen Nutzen brachte. Das Handwerk aber in die Mitte unseres völkischen Schaffens zu stellen, es als schöpferischen Ausgangspunkt für das Eesamt- gebiet unserer Arbeit zu erkennen und ihm vor allem die führende Rolle — neben dem Bauern­tum — innerhalb des tätigen Volkstums zuzu­weisen, blieb dem Nationalsozialismus vorbe­halten.

Der Aufstieg des deutschen Handwerks seit der Machtübernahme war nur deshalb möglich, weil seine nationalsozialistische Führung früh genug erkannte, daß es aus seiner wirtschaftlichen Isoliertheit herausgeholt werden mußte. Dies wiederum war nur deshalb möglich, weil dem deutschen Volk klargemacht worden war, daß es das Handwerk stützen mußte, wenn anders es nicht auf eine Voraussetzung der Kultur ver­zichten wollte, die immer ihren Ursprung im Handwerk hat. Das Handwerk wurde in unsere

Zeit gestellt! Der diesjährige erstmalige Meisterwettkampf des deutschen Handwerks liefert den vielfachen Beweis für diese Tatsache. Es ist typisch, daß die Aufgabenstellungen an unsere Handwerksmeister nicht allgemein sind, derart etwa, daß man von den Meistern verlangt, ihre Arbeiten sollten den Notwendigkeiten des Vierjahresplanes Rechnung tragen usw. Die allgemeinen Voraussetzungen sind dem Handwerk bereits Selbstverständlichkeit geworden und wer sie heute noch nicht begriffen hat, wird naturgemäß von vornherein aus dem Leistungskampf ausgeschlossen.

Nicht also im allgemeinen suchen wir den Be­weis für die Zeitnähe des deutschen Handwerks, sondern in der besonderen Aufgabenstellung, die den Verantwortlichen ohne Zweifel ein Höchst­maß-an Mühen gebracht-hat.-Innerhalb der Weltkampfgruppe Bauhandwerk — Berufsgruppe Glaser — wird beispielsweise die Einrahmung eines farbigen Bildes als Aufgabe gestellt. Die Einrahmung des Bildes, die gewählte Randver­teilung und Verarbeitung, die Abstimmung des Rahmens zum Bild im Farbklang wie in der Profilierung soll die Meisterleistung erfüllen. Dabei ist keineswegs bedeutungslos, welches Bild (Druck) gerahmt wird. Die Auswahl desselben soll das Verständnis für die erziehe­rischen Aufgaben erkennen lassen, die im Verkauf von Bildwerken zu erfüllen sind.

Hier zeigt es sich also mit aller Deutlichkeit, daß es heute für den Handwerker nicht mehr darauf ankommt, daß er „recht und schlecht" seine handwerkliche Arbeit leistet. Es wird vielmehr erwiesen, daß jeder Handwerker auf seinem hano- werklichcn Teilgebiet auch eine erzieherische Auf­gabe am Volksganzen hat, die der eigentliche tiefere Sinn seines handwerklichen Schaffens ist. Die bisherige Entwicklung des Glaser-Handwerks hat gezeigt, daß seit der Machtübernahme ein unverkennbarer Aufstieg zu verzeichnen ist. Daß man das Handwerk als gestal-

stlle rüsten;um stautag westr-kms amrg.u.ro.Mj inMenbura