Ausgabe 
(19.5.1937) Nr. 134
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

NkkL«

rM

'.'ÄM

'IPÄ -M ^

U r

-> . -Mich,

^urpiuh^tiih Welkn i»^

emlothgaui

' Budde ödeten

l?-/

va», wurde

»°» k

>-.Se>l«,,- >amijch) !ü wurde dem H scheu. Tinju -einiSe M iennig behM DameuMiz sppeltem K»» erhielt in « lud nutzte tzm aus.

istertnulir b EämiWnln > Rodatz-ZMq

indesnieljttt Runde mit k iandesmißetz'M nach eine Ml rzüglich, Mhmtl g. Kuipjiisi den MitzmmI bruch der WI Umschlag ftck >juhn die Pw t h Mg L ski mied As

rmdesmeist« in mshaven, s. P., S. Stt«^ n s, Br.

>, WO . ic.ieZ.P..^.

S. Mi

der alte M zu einem lW in die Mus»

-eid-nM' keustadt je? ?- rkel-Herm. r-.

ir E. ll. Atz l Tages'

N.

ko/?err.

Ügerweistt" I Würd«

sie sl<h ^

> Einweicht s leichter""'

S««H

Schmuti"^ >aschen »"E

parteiamtliche ^geszeitung

liachrichlenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der liationa

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Lremen

Monatsbezug: ^ 2 . 3 geinschl.Zustellgeb.;Postbezugspreis monatl.2.3V ^ doitzeltungsgebuhrl zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg >7272. Betriebsstörungen begründen keincnAnfpruch ausErftattung oder Ersatz NZ.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen. Gceren S-8 / Fernsprecher: 54121 und 511 15 .

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzeigen-Grundpreisc: Die 22-nno-Zeile im Anzeigenteil 12 H/. die 70-wm-Zeile im Texttell 75^. Ermäßigte Grundpreise liür kleine Familien-Anzeigen u. a-).I°w>° sonstige Bedingungen Preis-

liste 6 (Nachlatzstassel 0,. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. AnnahmeschlußlS Uhx.

Sprechzeit: Verlag werktäglich 12- >3 Uhr: Schristleltiinq Dienstag und Freitag 12^ -13^ Uhr.

Nr.1Z4 / 7. Jahrgang

Mittwoch, 19. Mai 19Z7

kinzelpreis 15 Npf.

stuf 6raf tiano war ein Mental geplant

Unssr lagesspivgsl

Ja Rom fanden Besprechungen zur Beilegung der italienisch-englische» Krise statt.

Der bolschewistische Putsch in Albanien konnte endgültig niedergeschlagen werden.

Italien wird in Kürze 30 Kriegsschiffe in Dienst stellen.

Die spanischen Volschewisten haben wiederum eine Stadt in Brand gesteckt.

Bei den Trauerfeierlichkeiten in Cuxhaven wird Dr. Lammers den Führer vertreten.

Trunkenheit am Steuer wird in Zukunft als kriminelles Verbrechen bestraft.

Die GedenkstätteStedingsehre" auf dem Vookholzberg wies an den Pfingsttagen Re­kordbesuch aus.

Mit der RegattaRund um Helgoland" er­reichte die Nordseewoche 1837 Ihren Höhe­punkt.

Trotz schlechter Witterung wurde das Lilien- thaler Pfingstrennen ein voller Erfolg.

- Erst jetzt werden Einzelheiten der helden- . haften Rettungsversuche aus dem sinkende» Hermes" bekannt.

Irunkenheit am Steuer

Kriminelles Verbrechen

Berlin, 18. Mai. Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler erlägt im Hinblick auf die mit dem verstärkten Ausflugsverkehr in der letzten Woche wieder angestiegene Verkehrsunfall- kurvs folgende ernste Warnung an alle Verkehrs­teilnehmer: Der Pfingstverkehr hat wieder eine' erhebliche Anzahl von Toten und Verletzten durch Verkehrsunfälle gebracht, die einwandfrei auf einen- übermäßigen Alkoholgenuß von Kraftfah­rern, Fahrern und Fuggängern zurückzuführen sind.

I» Zukunft werde« alle Schuldigen an Ver- kehrsunfällen, bei denen übermäßiger Alkohol- genuß durch die polizeiliche Vlutuntersuchung fest­gestellt wird, sofort verhaftet und bleiben bis zur gerichtlichen Verhandlung in Haft. Da es nicht zu verantworten ist, daß weiterhin durch die Zügel- lofigkeit und den Leichtsinn einzelner Leben und Gesundheit der Allgemeinheit gefährdet wird, wird Trunkenheit am Steuer und im Straßenverkehr künftig als kriminelles Verbrechen angesehen und behandelt.

Vr. Lammers vertritt den sichrer bei der Irauerfeier in lurliaven

Berlin, 18. Mai.

" Der Führer und Reichskanzler hat mit seiner Vertretung bei der am 21. Mai in Cuxhaven stattfindenden Trauerfeier für. die ums Leben ge­kommenen Mitglieder der Besatzung und Fahr- gäste des LuftschiffesHindenburg" den Staats­sekretär und Chef der Reichskanzlei Dr. Lammers beauftragt.

Sämtlich mit bestem erfolg bestanden

Die Einberufenen aus dem Gau Weser-Ems für die Ordensburg Vogelsang

u. Bremen, 18. Mai. Wie wir vor einigen Tagen berichteten, fand in Berlin die Auslese unter den Anwärtern für die Ordensburg Vogelsang statt. Unsere Kame­raden aus dem Gau Weser-Ems haben sämtlich mit bestem Erfolge die Aufnahmeprüfung be­standen.

Für den einjährigen Ausbildungslehr­gang sind einberufen: Kreis-Organisationsleiter Bertus Gerd es, Oldenburg: SA.-Sturmführer Artur Meine rs, Lingen; Kreis-Geschäfts­führer (Amt für Beamte) Willi Mülder, Bremen; SS.-Mann Gerhard-Hans Müller, Aurich: SA.-Oberscharführer Otto St am ann, Bremen: Gwu-Stellenleiter Herm. Sturtze-

becher, Oldenburg; Süll-Obersturmführer Ernst Tönjes, GaNderkesee; Ortsgruppenleiter Erich Finck, AscheNdorf; Ortsgruppen-Propa- gandaleiter Max Jacobs, Wiesmoor; SA.- Sturmführer Jöh. Dirks, Narp.

Zum 1. Oktober d. I. erhalten ferner ihre Einberufung für einen vierjährigen L,ehr- gang. Jungbannführer Jan Haverkamp, Papenbura: SA.-OSertruppführer Fritz Hln-

richs, Esterwegen: SA.-Oberscharfühver Hemr. Rothe rt, Wellingen: Heinz Schäfer. Bre­men; SA.-Oberscharführer Willi Wulkow, Bremen: SS.-Unterscharführer Karl-Heinz von Stemm Brsinen unb SS.-Mann Hans villech'ner, Oldenburg.

knick zwischen lirana und Moskau

stlsten Sprungbrett der Volschewisten t

(Ligsirs Vrnbtmslckuvg äsrLrsmsr Leitung")

r. Rom, 18. Mai.

Der von den Sowjets inszenierte Umsturzver­such in Albanien hat in Rom starke Erregung ausgelöst. Nicht allein, daß sich Italien durch Verträge mit Albanien besonders verbunden fühlt, es wird auch bekannt, daß während des Aufenthaltes des Grafen Ciano in Tirana ein Attentat auf diesen geplant war.

Die albanischen Behörden hätten angeblich, wie erst jetzt bekannt wird, schon damals bolsche­wistische Kuriere beobachtet. Der auf den italie­nischen Außenminister geplante Anschlag sei nur deshalb unterblieben, weil er wegen des ausge­zeichneten Sicherheitsdienstes der Polizei un­durchführbar gewesen sei.

Ferner berichten italienische Blätter aus Tirana, daß die hinter der Revolte des von König Achmod Zogou vor 8 Monaten entlassenen Innenministers Toto stehenden Agenten Mos­kaus vor allem damit die Bevölkerung aufzu­putschen versucht hätten, daß sie dieser vorlogen, die in Albanien bestehenden italienischen Wirt­schaftsunternehmen seien eine unerträgliche Schä­digung der albanischen Interessen. So sollten u. a. die bei Valona liegenden Petroleumquellen von den verhetzten Arbeitern besetzt werden. Aber weder diese Lügen, noch Beltechungsversuche, noch andere Täuschungsmanöver hätten, so stellt die römische Presse mit Befriedigung fest, die Treue und Loyalität der Bevölkerung erschüttern kön­nen. Das den Regierungstruppen in die Hände gefallene Beweismateriak einer kommunisti­schen Anzettelung und materiellen Hilfe Mos­kaus wird gegenwärtig in Tirana geprüft. König Achmed Zogou soll bereits Befehl gegeben haben, sofort die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion abzubrechen, wenn sich bestätigen sollte, daß auch deren diplomatische Vertreter die

Hand im Spiel gehabt haben. Der für Albanien ztzständige' sowjetrussische Gesandte hat seinen ständigen Sitz in Athen. Die erwähnten Kuriere, die vor dem Besuch des Grafen Ejano.pnd danach bis zur Revolte Totos namentlich -in Süd­albanien beobachtet werden konnten, kamen fast ausnahmslos von Athen, so daß her begründete Verdacht besteht, daß der sowjetrussische Gesandte in Athen geheimer Leiter dieses Putschvorhabens war.

völlig niedergeschlagen

Das Ende des Aufstandes in Albanien Tirana, 18. Mai.

Die albanische Ortschaft Delvina. die für kurze Zeit ein Herd der bolschewistischen Revolte war, wurde von Regierungstruppen ohne Widerstand besetzt. Der Aufruhr ist völlig niederge­schlagen.

flmorebieta In krank gesteckt

kin neues Verbrechen der spanischen volschewisten

Durango, 18. Mai.

Der Frontsender von Durango berichtet, daß Amorebteta in Flammen stehe. Das Feuer sei von den Bolschewisten gelegt worden, die ins­besondere das Kloster de la Karmeliter in Brand gesteckt hätten.

Der nationale Heeresbericht meldet von der Viscaya-Front größere Kampfhandlungen. In dem Bericht heißt es:Der Angriff unserer Trup­pen an der Viscaya-Front wurde weiter vorge­tragen. Wir konnten den Ort Chano besetzen, ebenso wie die Einsiedelei von Sän Miguel und die Orte Epalza, Enacha, Arrinda und Zadagoitia. Der Feind wurde zurückge­worfen und verlor viele Tote. Außerdem gerieten öv Gefangene in unsere Hände sowie 80 Miliz- soldaten, die mit den Waffen freiwillig zu uns überliefen. Schließlich konnten wir eine große Menge Kriegsmaterialerbeuten.

London, 18. Mai

DieMorningpost" veröffentlicht Augenzeugen­berichte über die tatsächliche Lage im nationalen Spanien. In einem Artikel von Earl St. Ald-

wyn und K. Valfour heißt es u. a.: Der nachhaltigste Eindruck im nationalen Spanien sei die Atmosphäre der Friedlichkeit, die überall herrsche. Das' Leben in den Städten und Dörfern sei völlig normal, ohne daß von der spanischen Nationalregierung irgendwelche Zwangsmaß­nahmen ergriffen würden. Ueberraschend sei die Gründlichkeit,, mit der jedes verfügbare Stück Land kultiviert werde. Das sei die Ursache warum es im nationalen Spanien keinen Nah­rungsmangel gebe. Aus dem Bericht geht ferner hervor, daß die Unterstützung der spanischen Bolschewisten durch Waffen und Menschenmaterial außerordentlich stark ist.

Neue von;en

Negrin an Stelle Caballeros, Girat an Stelle del Vayos

London, 18. Mai.

Wie aus Valencia gemeldet wird. hat der Marxist Juan Negrin einen neuen Ausschuß der bolschewistischen Machthaber gebildet, der sichRegierung" nennen läßt. Diesem Ausschuß

gehören der Volschewistenhäuptling Largo Ca­ballero und sein sogenannterAußenminister" del Vayo nicht mehr an. Auch besteht der neue Ausschuß nur aus neun und nicht wie bis­her aus 1S Mitgliedern. Die Kommunisten be­halten aber trotzdem ihre frühere Stärke von zwei Vertretern bei. An die Stelle del Vayos ist der frühere Linksrepublikaner Girat ge­treten, während die Aussicht über die bolsche­wistischen Heerhaufen der Marxist Prieto innehat.

Kuntee' -Märchen endgültig widerlegt

London, 18. Mai.

An amtlicher englischer Stelle wird nochmals bestätigt, es liege nicht der geringste Beweis da­für vor, daß der englische ZerstörerHunter" torpediert worden sei. Wenn auch die Unter­suchung noch nicht abgeschlossen ist, sind die amt­lichen Stellen nach wie vor der Ansicht, daß das Schiff aus eine Mine gelaufen ist.

(Siehe auch Seite 2)

4

' f-

krir k t t ! r ! r t t r

-MMGUW»«

loiliiioilv» ckc-i- Kouxi'vÜIinIIo nuk «lern lkoielispoi-teitil/rgelüittle in Xiii'iidei-x. vis Vorarbeiten kür ,Ien 8an äsr ironZrellballe in dlürnbsrg, clie naeb klonen äes verstorbenen tzrebltsktsn Troost entstellen -viril, sekrsiten rüstig vsitsr. llm äis ^Virünng cksr ^rellltslctur am original­getreuen Lloäsll 2 n übsrxrüken, vuräs äissss DoilmoäsII gsscllakksn. (I-Vsltbillll)

klmorganische Lösung"

polen und das ludenprobiem

Den vom Institut zum Studium der Juden- srage herausgegebenenMitteilungen über die Judenfrage" entnehmen wir nachstehenden Aus­satz Georg Halters über das Judenproblem in Polen-

Seit den judenfeindlichen Unruhen auf den polnischen Universitäten und den Kundgebungen der Warschauer Regierung hat sich die Juden­frage in Polen merklich zugespitzt. Trotzdem haben die letzten Maßnahmen der Regierung und die Aeußerungen des Obersten Koc und seines Stabs­chefs Oberst Kowalewski nicht nur in Polen über­rascht. Während nämlich die von der polnischen Regierung im vergangenen Jahre angestrebte Lösung der Judenfrage durch Isolierung 'der Juden rein sozialpolitisch begründet wurde, geht aus den Worten, mit denen Oberst Koc am 21. Fe­bruar d. I. über den Rundfunk die Gründung desLagers der nationalen Eini­gung" verkündete, und vor allem mit denen sein Stabschef, Oberst Kowalewski, sie kommen­tierte, klar der Wille hervor, die nationalen Pro­bleme in Polen nicht nur an der Oberfläche, son­dern an der Wurzel anzupacken.

Kowalewski, der bisherige MilitärattachS Po­lens in Bukarest, hat als Stabschef des neuen Lagers in einer Pressebesprechung die allgemein gehaltene Rundfunkrede seines Vorgesetzten aus- führlich kommentiert und die Judenfrage hierbei als eines derGrundprobleme" in dem Programm des neuen Regierungs­lagers bezeichnet. Seine Ausführungen wichsn inhaltlich nicht von der von der Regierung bisher verfolgten Linie ab. Allein durch die Auswan­derung der Juden, meinte er, könne das Juden- problem in Polen gelöst werden. Doch vor der völligen Herbeiführung einer solchen Lösung müsse man danach streben, der polnischen Bevölkerung in Handel, Industrie und Handwerk Arbeit zu geben. Diese Sätze spiegeln deutlich die große Sorge, die das Ueb.erwuchern des jüdischen Ele­ments über das polnische in der Wirtschaft der Regierung macht. Die jüdische Presse schließt daher auf eine kommende Wirtschaftspolitik,die die bisherigen, mehr unbewußten Tendenzen der Re­gierung durch systematische Maßnahmen zu ersetzen bestrebt ist."

In den Ausführungen des Obersten Kowalewski tritt uns aber zum erstenmal die Gegenüber­stellung derpolnischen Bevölkerung im Gegen­satz zur j ü d i s ch e n entgegen, eine Redewendung, die im polnischen Sprachgebrauch zweifellos ein Novum darstellt. Der Oberst ließ auch keinen Zweifel darüber, wie er diese Redewendung auf­gefaßt wissen wollte. Als sich nämlich nach der Gründung desLagers der nationalen Einigung" mit echt jüdischer Geschäftigkeit sofort einige Gruppen zur Bildung einesjüdischen Sek­tors" innerhalb des Lagers zusammengefunden hatten, erklärte Kowalewski in einem Interview mit derPolnischen Telegraphenagentur", daß seine Ausführungen anläßlich der ersten Presse- besprechung wohl mißverstanden worden seien, und daß Juden in dem Lager nicht aufgenom­men werden könnten, auch wenn sie sich als Polen" bekennen. Denn ein Bekenntnis genüge nicht. Es gäbe zwar Juden, die für Polen ge­arbeitet und für seine Unabhängigkeit gekämpft Kälten, aber auch das reiche nicht aus.

Weiterhin ist seine Aeußerung sehr bezeichnend für den Fortschritt in der Auffassung der Pro­bleme vom völkischen Standpunkt aus, daß von einem Rabbiner, einem langbärtigen frommen Jude» oder 'einem Chaluz kein Schaden zu er­warten sei, daß man sich dagegen.vor den Juden in acht nehmen müsse, die glauben machen woll­ten, sie seien Polen.

Diesesnationale V e k e n n tn i s p r i n- z i p" ist das völlig Neue. Und das Schlagwort, mit dem Kowalewski ihm Ausdruck gab, ist in der polnischen Politik ebenfalls etwas Neues, es beißtorganische Lösung". Es läßt uns erkennen, mit welchem Ernst die polnische Re­gierung und die von ihm beauftragte Führung des neuen Regierungslagers an die nationalen Probleme herangeht, und mit welch tiefgreifender Entwicklung im völkischen Leben des 'polnischen Staates wir es zu tun haben.

Diese Tatsache mußte zunächst überraschen. Sie wird jedoch verständlicher, wenn wir sie im Rah­men der polnischen Politik seit Pilsudskis Staats­führung betrachten. Auch heute noch wird Polen von dem militärischen Genie und der staats- männisch überragenden Persönlichkeit Pilsudskis überschattet. Jenes Mannes, der zum ersten Male den Versuch machte, einem bis zum Extrem in­dividualistisch eingestellten Volk, das gerne und leidenschaftlich gegen alles rebelliert, was ihm seine Sondereigenheiten einschränken könnte, die Autorität vor den harten Tatsachen politischer Notwendigkeiten beizubringen. Die jahrelange Beschränkung des Parlaments oder das durch ihn hergestellte freundnachbarliche Verhältnis zu Deutschland sind Beispiele, dafür. Jeder Pole weiß heute, daß eine Verordnung, die von der Regierung als notwendig für die Sicherung und Stärkung des jungen polnischen Staates erachtet wird, trotz allem parlamentarischen Geschwätz am

Kommt jlim kautagweser-kms in Menburg am rs.undro.Mai