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parteiamtliche ^geszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmtsblan des Senats der Zreien fjansestadt vremen
Monatsbezug: 3?^« 2,30 eittschl, Zustellgeb,; Postbezugspreis nwnatl, 2,30 AasUeck^ ^ Bestellgeld, Bezugspreis ist im voraus zahlbar,
begründen keinenAnspruch ausErstattung oderErsay, N«,-Gauvcrlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen, Gecrcn 8-8 / Fernsprecher: 511 21 und 51115.
Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen
Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zcile im Anzeigenteil 12 3?/, die 70-mm-Zeile im Textteil 75 eAk. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u, a.> sowie sonstige Bedingungen Preis- liste 6 (Nachlaßstassel «ch. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlub Ik Uhr Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag l2-1311 Uhr.
Nr. 1Z2 / 7. Zastrgang
Pfingsten 1SZ?
kinzelpreis 15 Npf.
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Kok. Bremen, 15. Mai.
Nur noch vierzehn Tage sind es bis zum Gau- tag Weser-Eins in Oldenburg, der in seinem Ausmaß und seiner umfassenden Organisation alles das in den Schatten stellen wird, was unser Gau bisher in dieser Beziehung erlebte.
Nachdem zunächst nur geplant war, in Verbindung mit der Einweihung der Anlagen aus dem Vookholzberg und aus Anlag der fünfjährigen
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Unser Vagesspiegel
Der Reichskriegsminister wurde vorn englischen König empfangen.
Die Stadt der Reichspartcitage wird auf der Pariser Weltausstellung vertreten sein.
Auf der Jahresversammlung der italienischen Korporationen hielt Mussolini eine bedeutsame Rede.
Die Forschungsabteklung Judenfrage des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands hielt ihre zweite Jahrestagung ab.
Das bischöfliche Knabenseminar in Heiligen- stadt/Eichsfeld ist wegen himmelschreiender unsittlicher Zustände geschlossen worden.
Die umfangreichen Vorbereitungen für den Gautag Weser-Ems werden intensiv fortgeführt.
Auch in diesem Sommer führt die HJ. und das Jungvolk zahlreiche Zeltlager und Fahrten durch.
Die VZ. besuchte das Wrack des D. „Hermes" beim Hoheweg-Leuchtturm.
Das Wigmodi-Haus in Burg wird zum „Bürger Hcimathaus" umgestaltet.
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Wiederkehr der Machtübernahme in Oldenburg ein einfaches Gautresfen durchzuführen, hat sich die Veranstaltung durch die Teilnahme des Stellvertreters des Führers, der Reichsleiter Alfred Roscnberg, Reichsschatzmeister Schwarz, Major Buch und des Reichsministers Dr. Frick, sowie durch das außerordentliche Interesse, das ihr in allen Kreisen entgegengebracht wird, so erweitert, daß eine Kundgebung ganz großen Stiles zu erwarten ist.
Bis ins kleinste gehen die Vorbereitungen der einzelnen Sachbearbeiter, die vollkommen selbständig, aber doch in organischer Verbindung miteinander die technischen Einzelheiten des Gautages regeln. Es ist die erste Veranstaltung dieser Art, die im Gau Weser-Ems durchgeführt wird. Unbestritten ist die Tatsache, daß die NSDAP, in der Organisation von Veranstaltungen schlechthin nicht zu übertreffen ist. So wird auch dieser Eautag für^alle Teilnehmer, ein wirkliches, inneres Erlebnis sein, das neue Kraft und Stärke für die Arbeit des Alltags schenkt.
Im Mittelpunkt des Gautages wird die Aufführung des Festspiels „D e Stedinge" von August Hinrichs stehen. Es besteht eine ernste Beziehung zwischen jener Zeit vor 700 Jahren und der Systemzeit in Deutschland. Wie die Stedinger Bauern als Opfer einer angeblich für geistige Ideale kämpfenden, in Wirklichkeit aber ihren Machthunger nach Land und Beute befriedigenden Clique unterlagen, so wäre auch dem deutschen Volke im Jahre 1932 durch eine marxistisch-frei- maurerisch durchseuchte Jnteressenpolitik das gleiche Schicksal geworden, wenn ihm nicht der Retter im Führer erstanden wäre.
flls vrünings Stur; näßte
Als die NSDAP. im Freistaat Oldenburg vor fünf Jahren den Sieg über die Systemparteien errang und damit die Veranlassung für den Sturz Vrünings gab, da wurde die Basis geschaffen, von der aus dem Führer für seinen Endsieg wesentliche Hilfe geleistet werden konnte. Das November-System war erschüttert. Unser Gau hat demnach alle Veranlassung, diesen Eautag besonders festlich zu begehen.
Obgleich die Zeit für die Vorbereitung des Eautages verhältnismäßig kurz ist, so steht doch die Organisation heute schon genau fest. Wie der Gesamtpresse des Gaues in einer kürzlich in Oldenburg abgehaltenen Besprechung mitgeteilt wurde, müssen natürlich Einzelheiten immer neu disponiert werden, da das Ausmaß des Eautages alle Erwartungen übertrifft. Es war zunächst die gewiß nicht geringe Zahl von 35 Son- derzllgen eingesetzt worden. Infolge der großen Zahl der Anmeldungen müssen jetzt aber noch drei weitere Sonderzüge bestimmt werden, so daß die Teilnehmer nun mit 38 Sonderzüge n in Oldenburg eintreffen werden. Um die reibungslos« Folge zu gewährleisten, ist es nötig, daß jeder Sonderzug in zwei Minuten geleert ist und innerhalb von fünf Minuten den Bahnhof wieder verlassen hat. Das geht selbstverständlich nur, wenn jeder Teilnehmer unbedingte Disziplin wahrt und sich den Anordnungen der Leitung schnell und ohne Umstände fügt. Mehrere Sonderzüge bringen je über tausend Personen nach Oldenburg.
Musterhafte Ms;iplin eines jeden einzelnen
ist überhaupt die Voraussetzung für das Gelingen der ganzen Veranstaltung. Wenn so gewaltige Menschenmengen auf einem verhältnismäßig kleinen Raum zusammenkommen, müssen die Be
sucher selbst dafür Sorge tragen, daß überall größte Pünktlichkeit und bedingungslose Einordnung beobachtet wird. Die einzelnen Anordnungen, Absperrungen, der An- und Abtransport der, Gäste, Unterkünfte, Verpflegung, alles ist bis ins letzte durchdacht und muß klappen, wenn sich jeder nach den Anordnungen der Leitung richtet.
Der 29. Mai beginnt mit einem Marsch des Jungvolk-Fanfarenzuges durch die Hauptstraßen der Stadt 2V Sondertagun- gen der einzelnen Eauämter ersassen dann eine bestimmte Zahl von führenden Parteigenossen, Von diesen Sondertagungen aus werden neue Eindrücke und Erkenntnisse weitergetragen in die breitesten.Schichten der Bevölkerung, denn jeder der Teilnehmer ist sich feiner Aufgabe den anderen Volksgenossen gegenüber durchaus bewußt. Am, Sonnabendnachmittag wird das riesige Zelt auf den Dobbenwiesen, das 5099 Personen faßt, von einer aufnahmebereiten Menge erfüllt sein. In einer großen Führertagung des Gaues, an der außer den Ehrengästen auch die Alte Garde, die früheren Landtagsabgeordneten nud Redner, die Politischen Leiter vom Ortsgruppenleiter aufwärts dre Führer der Gliederungen vom Führer eines Sturmes an, die Vertreter der Kommunal- und Staatsbehörden vom Beigeordneten und Bürgermeister ab einschließlich aller Regierungsräte bis zu den Regierungschefs teilnehmen, sprechen Ministerpräsident Joel und Reichsminister Dr. Frick. Die Leitung der Tagung liegt in den Händen unseres Gauleiters Carl Röver, der auch das Schlußwort spricht.
Den ersten Tag beendet eine Festaufführung im Landestheater von Goethes „Egmon t" vor einem kleineren Kreis, Gleichzeitig aber gibt ein Kameradschaftsabend im Zeltbau auf den Dobbenwiesen jedem Besucher Gelegenheit, den ersten Tag mit einem frohen Eemeinschaftsfest ausklingen zu lassen. Auf diesem Kameradschaftsabend wird u, a, Eauprssseamtsleiter Pg. Aß- ling aus der Kampfzeit erzählen.
Der 30, Mai wird mit einem großen Wecken eingeleitet. Umfassend waren bereits die Vorbereitungen, die für den dann folgenden
Veneralappell der NSVstp.
auf den Dobbenwiesen getroffen wurden. Eine Tribüne von 108 Meter Breite, die 1500 Personen faßt, dient mit dazu, den Gästen ein wirkliches Miterleben der großen Feierstunde zu ermöglichen, Der Platz trägt ein prächtiges, festliches Kleid und alles wird dazu angetan sein, jedem Teilnehmer diese Stunden zu einer bleibenden Erinnerung werden zu lassen, Gauleiter Röver hat die Leitung dieses Appells übernommen, aui dem der Stellvertreter des Führers Pg. Rudolf Heß sprechen wird. Dann marschieren die Alte Garde und die Formationen an dem Stellvertreter des Führers auf dem Schloßplatz vorbei, Standartenführer Lüdecke zeichnet für den gesamten Aufmarsch verantwortlich, die Absperrung der Straßen wird von der 21, SS,- Standarte unter Leitung von SS-Standartenführer Schöne durchgeführt, 32 090 Uniformierte werden an diesem Tag in Oldenburg sein und an dem Stellvertreter des Führers vorbeimarschieren, dazu 580 Fabnen, unter ihnen die älteste Fahne des Gaues aus Norden in Ostfriesland Im Mittelpunkt der ganzen Tagung stehen natürlich die
kreignisse auf dem vookßolzberg
Nicht alle Teilnehmer am Eautag können auch die Einweihungsfeierlichkeiten der neuen Weihestätte miterleben, der Platz würde dazu nicht ausreichen 11 von den 38 Sonderzügen aber fahren zum Bookholzberg und von dort nach den Feier direkt in die Heimat zurück. Außerdem werden zwei Sonderzüge mit den Ehrengästen, der Alten Garde, der Absperrung und den Fahnen von Oldenburg zum Bookholzberg abgelassen, In einem Ausmaß von drei Kilometern stehen die Bevölkerung und die Schulen zum Empfang des Stellvertreters des Führers Spalier, Parkplätze sind genügend vorhanden.
Bei der Feier auf dem Bookholzberg sind 215 Arbeiter, die an den Aufbauarbeiten an der Gedenkstätte mitgeholfen haben, Gäste des Gauleiters, Während aus dem Bookholzberg das Weihefestspiel „D e Stedinge" aufgeführt wird das den Zuschauern in der einzigartigen Umgebung sicherlich zu einem ganz ungewöhnlichen Erlebnis wird, zumal Reichsleiter Alfred Rosenberg hier spricht, ist auch in Oldenburg die Veranstaltungsfolge noch nicht zu Ende, Im Zeltbau auf den Dobbenwiesen veranstaltet die NS- Eemeinschaft „Kraft durch Freude" ein Fest, das durch Sportvorfllhrungen, eine Trachtenschau und Schauveranstaltungen der Wehrmacht eine besondere Note erhält.
Das gewaltige Programm, das unter der Ee- samtleitung von Gauamtsleiter, Walken hör st steht, erfordert naturgemäß eine Unmenge, sorgfältigster Kleinarbeit, Schon heute aber ist ein wirkiich ordnungsgemäßer Verlauf des Eautages voll gewährleistet. Auf großen Sammelplätzen werden sich die Ankommenden , und Abfahrenden vereinen. Lotsen werden die Verbindung mit den Aufmarschplätzen aufrechterhalten und ein Aus- kunfts- und Ouartieramt ist, wie wir bereits mitteilten, am Bahnhof für alle Teilnehmer erreichbar. Der Kraftfahrverkehr ist in Oldenburg an diesen Tagen nur dann gestattet, wenn der Führer des Wagens im Besitze einer Durchfahrtsbescheinigung ist. Die Motorstandarte 03 hat die verkehrstechnische Regelung übernommen, und 300 NSKK,-Männer sollen eingesetzt werden. Großzügig bewachte Parkplätze für Autos und Fahrräder sind in ausreichender Menge geschaffen worden, Die Absperrung wird durch 1200 SS-Männer durchgeführt.
Bei allen Veranstaltungen dieses Gautages ist dafür gesorgt, daß auch die Zivilbevölkerung in weitestem Maße Zeuge der Vorgänge wird. Diese Veranstaltung der NSDAP. soll nicht nur die Stärke und Geschlossenheit der Bewegung, sondern auch ihre enge Verbundenheit mit der Ge- samtbevölkerung zum Ausdruck bringen.
krkenntnis tut Iloi!
kin Wort an katholische kltern
* Bremen, 16. Mai.
Eine ganz besonders düstere Reihe von Gerichtsverhandlungen läuft nun schon am laufenden Bande seit Wochen gegen Sitt- lichkeitsverbrecher im Priestergewande. Am liebsten möchte man diese widerlichen, und unerquicklichen Bilder an sich vorbeiziehen lassen, ohne dazu ein Wort zu sagen. Da es aber darum geht, bis in das letzte deutsche Haus die Erkenntnis von der ungeheuren Gefahr zu tragen, die deutsche Jugend im blütenzarten Alter, deutsche Jugend beiderlei Geschlechtes hinter Klostermauern, in gewissen Pfarrhäusern, Sakristeien und Beichtstühlen droht, so können die Prozesse nicht Übergängen, dürfen die ihnen zugrunde liegenden Tatsachen nicht totgeschwiegen werden.
Der Einwand von bedauerlichen Einzelerscheinungen kann leider nicht mehr verfangen angesichts der Massenfälle, womit sich in so vielen Teilen des Reiches deutsche Gerichte befassen müssen. Noch weniger verfangen kann der Einwand, „es sei nicht so schlimm", wie es aus den Zeitungsberichten scheine: denn zuverlässige, vertrauenswürdige, charakterlich einwandfreie Persönlichkeiten, die Gelegenheit hatten und noch haben, den Verhandlungen beizuwohnen, versichern, daß das sich dabei ergebende Bild menschlicher Verworfenheit und priesterlicher Heuchelei das Schlimmste übertrifft, was man sich aus der Ferne vorzustellen vermag.
Auch die dreiste Behauptung, daß die Presseberichte entstellt seien, ist nach der Zeugenvernehmung des Bischofs von Trier in sich zusammengefallen, nachdem die Aussagen des Bischofs ohne weiteres dessen Rat- und Tatlosigkeit gegenüber dem moralischen Sumpfe in Pfarrhäusern seines Sprengels erwiesen und die Richtigkeit der den staatsanwaltlichen Anklagen zugrunde liegenden Verbrechen dargetan haben. Dennoch wird in Gegenden, wo die deutsche Bevölkerung keine Gelegenheit hat, den öffentlich stattfindenden Gerichtsverhandlungen beizuwohnen, von konfessionellen Interessenten mit pharisäischem Hochmut und bewußt lügenhaft ausgestreut, daß die Gerichtsverhandlungen gegen die Sitten- verderbnis klösterlicher und weltlicher Priester lediglich der Wut der Feinde der katholischen Kirche entsprängen.
„Oh, heilige katholische Kirche, du makellose königliche Braut des eingeborenen Sohnes des allmächtigen Vaters, meine arme geschmähte verlästerte und verleumdete Mutter, wie liebe ich dich. Um so mehr liebe ich dich, je mehr du von unwissenden oder böswilligen Menschen mit Schmutz beworfen, verunreinigt und verunstaltet wirst." So schrieb uns dieser Tage ein katholischer Volksgenosse, und wir sind dessen sicher, daß diese seine Ausführungen der Teil eines Gebetes sind, das im Hinblick auf die zwangsläufig sich heute häufenden Gerichtsverhandlungen gegen Sitten- verbrecher im Priestergewandt da und dort in katholischen Kirchen gebetet wird, um die Gläubigen der Katholiken Kirche dahin zu beeinflussen, als ob die Verfahren deutscher Gerichte gegen verbrecherische Priester zu Unrecht liefen, als ob am Ende gar die verurteilten Priester Märtyrer ihres Glaubens, als ob das Zugreifen des Staates bei himmelschreienden Zuständen innerhalb der katholischen Kirche feindliche Akte gegen die Kirche selber wären.
Die auf solche Weise beeinflußten und getäuschten Menschen katholischen Glaubens aufzuklären, sei folgendes gesagt: Wohl ist es richtig — und es wäre ja geradezu trostlos —, daß noch lange nicht alle Priester katholischer Konfession Jugendverführer, Notzuchtverbrecher oder Päderasten sind. Das zu behaupten ist niemand eingefallen. Aber daß es ein Bruchteil davon ist, läßt sich nicht leugnen, und das ist wahrlich Grund genug, daß nicht allein der Staat, sondern auch die Eltern deutschen Blutes die entsprechenden Folgerungen ziehen. Der Staat insofern, als er rücksichtslos den Sumpf ausbrennt, der aus Klostermauern, Sakristeien und Beichtstühlen her deutsches Blut verpestet und unerbittlich die tiefsten Ursachen klerikaler Sittenverderbnis in.'Deutschland beseitigt: die Eltern insofern, als sie unter keinen Umständen mehr ihre Kinder der Erziehung und Pflege von Menschen anvertrauen, die, konfessionell gebunden an ein der Natur widerstrebendes Gelübde, ehelos bleiben müssen, ohne die moralische Kraft
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Zweite Zalirestagung versorschungsabteilungZuveniroge des Neichsinstituts für beschichte des neuen deutschlands
München, 15. Mai
Vom Mittwoch bis Freitag wurde in der Münchener Universität die zweite Jahrestagung der Forschungsabteilung Judenfrage des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands abgehalten, die eine große Reihe wertvoller Fach- vorträge bekannter deutscher Forscher und Wissenschaftler brachte und durch ihr Arbeitsergebnis die Aufgaben, die sich die Forschungsabteilung stellt, ganz wesentlich gefördert hat. An der Spitze der Tagung stand ein eingehender Tätigkeitsbericht des' geschäftssührenden Leiters der Forschungsabteilung Dr, Wilhelm Grau, der vor allem für die Schaffung archivalischer Unterlagen für die Erforschung der Juden- irage sprach und auf die Notwendigkeit hinwies, die Weltöffentlichkeit mit der deutschen Sehweise des jüdischen Problems vertraut zu machen.
Den Höhepunkt der Tagung bildeten Vortrüge oes ehemaligen Chefs des Nachrichtendienstes der Obersten Heeresleitung, Oberst a, D, Walter NicoIai, und des Gauleiters Julius Streicher, Reichsstatthalter M u t s ch m a n n , der der ! Tagung beiwohnte, sagte der wissenschaftlichen Arbeit der Forichungsäbteilung für Judenfrage ieine tatkräftige Unterstützung zu. Zum Schluß ! machte der Präsident des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands, Professor Walter Frank noch wichtige Ausijihrungen über das Verhältnis der wissenschaftlichen Forschung zum
politischen Kampf, Nach der Verlesung eines Telegramms, worin dem Führer und Reichskanzler namens des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands Treue und Gefolgschaft im Kampf für sein großes Werk der rassischen Wiedergeburt gelobt wurde, schloß der Präsident die Tagung mit einem Gruß an den Führe-
seiger jüdischer Mordversuch
Warschau, 15, Mai,
In Brest am Bug wurde Sonnabend der von jüdischer Mörderhand niedergestreckte Polizeibeamte beigesetzt Zum Zeichen des Protestes gegen die Untat und die weiteren frechen Herausforderungen der Juden blieben sämtliche polnischen Geschäfte geschlossen.
Wie jetzt bekannt wird, hat sich Freitag in dem Marktflecken Erabow in Mittelpolen ein ganz ähnlicher Fall wie in Brest ereignet. Im Verkauf einer Auseinandersetzung zwischen zwei ,üdi- ichen und einem polnischen Händler stach einer der Juden seinen Gegner nieder. Der Pole mußte chwer verletzt ins Krankenhaus, gebracht werden. Die Kunde von dieser feigen Bluttat löste überall starke Erregung aus, Die in der Stadt weilenden Bauern machten ihrer Empörung Luft, indem sie gegen die jüdische Händlerclique vorgingen. In über 200 Geschäften und Wohnungen würden die Scheiben zertrümmert.