Ausgabe 
(12.5.1937) Nr. 128
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der Nationalsozialisten oremens

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt vremen

parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Bremen

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(einschl. 18,86 3A1 Postzeitungsgebühr) zuzügl, 12 3^1 Bestellgeld, Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz, RS.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen. Geeren 6-8 / Fernsprecher: 81121 und 51115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 128 / 7. Zalirgang

Mittwoch, 12. Mai 1SZ?

Einzelpreis 15 Npf.

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Der Sowjetbonze Tnchatschewski wurde kalt­gestellt.

Zur Krönung König Georgs sandte der Füh­rer ein Glückwunschtelegramm.

Der Führer empfing den neu ernannten briti­schen Votschaster.

Die Arbeitslosen-Ziffer hat erneut die Millio­nengrenze unterschritte».

Das Reichskabinett hat ein Gesetz über das Patz- und Meldewesen angenommen.

Kapitän Prnß befindet sich außer Lebens- gefahr.

Bei der Verbrennung des LZ. „Hindenburg" ist auch die gesamte Postladung zugrunde ge­gangen.

Wiederum hatten sich katholische Geistliche vor Gericht wegen Unzucht zu verantworten.

Tausend Hitlerjungen des Gebietes Mittel­elbe lehrten von einer Nordlandfahrt Aber Bremen in ihre Heimat zurück.

Die NSKK.-Männer des Berkehrserziehungs- dieustes belehrten allein im April in Bremen fast 9999 Verkehrssünder.

Aus dem Bookholzberg fand anläßlich einer Arbeitstagung des Kreises Delmenhorit und Oldenburg-Land der NSDAP. eine Feier­stunde statt.

Die NSV., Gau Weser-Ems, übernahm oom Roten Kreuz die Kindertagesstätten in Vege- sack.

Aus dem Pariser Reitturnier gewann Deutsch­land den Preis der Nationen.

Bremsn

Sitzung -es Neichskabinetts

Annahme eines Gesetzes über das Patz- und Meldewesen

Berlin, 11. Mai.

Das Reichskabinett setzte in seiner Diens­tag-Sitzung die Beratungen über den Ent­wurf eines neuen Strafgesetzbuches fort. Angenommen wurde ferner ein Gesetz über das Patz-, das Ausländerpolizei- und das Meldewesen sowie über das Ausweiswesen. Durch dieses Gesetz soll eine klare und ein­wandfreie Rechtsgrundlage geschaffen wer­den für Neuregelungen, die den Gedanken der Einheit des Reiches Rechnung tragen und alle Belange berücksichtigen, die sich vom Standpunkt der inneren und nutzeren Sicherheit des Reiches ergeben.

tetirreiche Segenüberstellung

London, 11. Mai.

Die Annahme, daß es sich bei der Pressehetze wegen eines angeblichen Bombardements von Euernica durch deutsche Flugzeuge um ein schänd­liches Manöver handelt, dem auch englische Pro­pagandastellen nicht fernstehen, ist jetzt durch eine nachträgliche Untersuchung der Zusammenhänge der einzelnen Presseveröffentlichungen und ihrer persönlichen Hintergründe in vollstem Umfange bestätigt worden.

Für die Skrupellofigkeit, mit der diese und ähnliche Ereuelgeschichten in die Welt gesetzt wer­den, ist die Berichterstattung über den Untergang des nationalspanischen Schlachtschiffes „Espana ein weiteres aufschlußreiches Schulbeispiels In den Berichten der in Bilbao ansässigen englischen Korrespondenten über den Untergang des Schlachtschiffes wurden u. a. folgende Behaup­tungen aufgestellt: n) Die „Espana" sei von Flug­zeugen der Madrider Armee angegriffen und ver­senkt worden, b) Sie sei unerhört rasch, inner­halb 2V Minuten, gesunken, o) Der Zerstörer „Velasco" hätte nur die Offiziere gerettet, wäh­rend die große Mehrzahl der Matrosen ertrunken wäre. Alle diese Behauptungen wurden in den Telegrammen der englischen Presse mit allen Ein­zelheiten wiedergegeben.

Inzwischen aber hat die britische Admiralität an Ort und Stelle genaue Erkundigungen eingezogen und der Öffentlichkeit durch den maritimen Korrespondenten der „Times" folgende Tatsachen über den Untergang der „Espana" mitgeteilt: n) Die „Espana" ist untergegangen, weil sie auf eine Mine gelaufen war; Flugzeuge waren hier­bei überhaupt nicht anwesend; 6) im Augenblick ihres Unterganges zeigten sich in der Umgebung drei Flugzeuge, aber sie flogen in großer Höhe, hoch über den Wolken, nicht eine einzige Bombe ist von ihnen abgeworfen worden; e) das Sinken der „Espang" dauerte eine volle Stunde; S) die gesamte Besatzung ist vom Zerstörer „Velasco" übernommen worden. Düse Tatsachen werden u. a. bezeugt von der Besatzung des britischen Frachtschiffes „Knistley".

Aus dieser Gegenüberstellung kann man sich einen ungefähren Begriff davon machen, welch einen Wert die Berichte über die Zerstörung Euernicas verdienen, ein Ereignis, bei dem kein einziger englischer Journalist überhaupt zugegen gewesen ist.

flrbeltslostnMr wieder unter einer Million

See Einsatz im flpril

(Ors-btbsricbt. äussrer. Lsrlivsr, LokriktlsituvA)

rä. Berlin, 11. Mai.

Wie aus dem neuesten Monatsbericht der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbeitslosenvermittlung hervorgeht, waren Ende April 1937 nur noch 981V00 Arbeitslose in Deutschland gemel­det. Eine trockene statistische Angabe und doch vermag diese Zahl ungeheuer viel über den gewaltigen wirtschaftlichen Auf­stieg, den Deutschland unter nationalsoziali­stischer Staatsführung erlebte, auszusagen.

Amtlich wird im einzelnen berichtet: Die

Größe und Nachhaltigkeit der diesjährigen Frühjahrsbelebung kommt u. a. darin zum Aus­druck, daß die Zahl der Arbeitslosen in den ersten drei Monaten nach dem winterlichen Höchststand um insgesamt 893 999 zurückging gegenüber 749 999 bzw. 758 999 in den beiden Vorjahren. Dabei lag der winterliche Höchststand

in diesem Jahr nur noch bei 1,85 Millionen gegenüber 2,5 Millionen im Jahre 1938 und 3 Millionen im Jahre 1935. Die starke Ver­minderung der Arbeitslosigkeit im April ist um so bemerkenswerter, als in diesem Monat auch die Eingliederung des neuen Jahrganges Schulentlassener fiel. Trotz dieser Entwicklung konnte der günstigste Stand des Vorjahres, der im September mit 1 935 999 Arbeitslosen er­reicht wurde, schon jetzt überholt werden. Im April 1937 sind bereits 71 999 weniger Arbeits­lose vorhanden als im vorigen Herbst. Bayern, Mitteldeutschland und die drei ostdeutschen Landesarbeitsamtsbezirke Ostpreußen, Pommern und Schlesien liegen zwar noch etwas über dem günstigsten Vorjahrsstand, alle übrigen aber be­reits darunter. Besonders bemerkenswert er­scheint, daß die drei hochindustriellen Bezirke Rheinlang (minus 35 999), Westfalen (minus 21 999) und Sachsen (minus 21999) den weite­sten Vorsprung vor dem bisher erreichten gün­stigsten Stand gewonnen haben.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit seit dem Herbst vorigen Jahres war rein saisonmäßig. Ende März waren in den Saisonaußsnberufen noch 178 099 Arbeitslose mehr vorhanden als im Herbst 1936. Diese lleberlagerung ist im April

auf 11900 zusammengeschmolzen; die winter­liche Arbeitslosigkeit kann damit also praktisch als überwunden bezeichnet werden. Der seit dem Herbst vorigen Jahres erzielte Fort­schritt in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, der sich in der Verminderung um 71990 Arbeitslose ausdrückt, entfällt in erster Linie auf die Berufsgruppen Bergbau (minus 21090), Bekleidungs- und Spinnstoffwerke (ins­gesamt minus 22 090) und Metallgewerbe (minus 8000).

Im April war in allen Berufs grup- pen eine weitere Abnahme der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Ein starker Entlastungsimpuls ging dabei weiterhin von den Arbeitsmöglich­keiten in den Außenberufen aus; Arbeits­lose, die in ihrem Beruf noch keine Beschäftigung gefunden haben, konnten dadurch in großem Um­fange in Arbeit und Brot gebracht werden. Die Zahl der von der Reichsanstalt Unter­stützten nahm im April um 231000, die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen um 29 000 ab. Die Zahl der von der Reichsanstalt Unterstützten betrug damit Ende April noch 519 000, die der anerkannten Wohlfahrts­erwerbslosen 110 000.

London feiert heute seinen großen lag

1400 Urden und k-ren;eichen wurden von König Seorg am Vortage seiner Krönung verliehen

(MZsnsr Vradtbsriebt)

rä. London, 11. Mai.

Der Pulsschlag der 8-Millionenstadt London, in der noch 2 Millionen Besucher aus aller Welt zusammengeströmt sind, schwingt nur noch im Rhythmus des gewaltigen Erlebnisses der Kö­nigskrönung. Noch während der Nacht wurden die letzten Dekorationen vollendet, kostbare Tep­piche ausgebreitet und eine Ueberfülle von Blu­men gestreut. Die U-Bahnen und die Trams, die Tag und Nacht in Betrieb gehalten wurden, konnten schon bisher den Zustrom nicht mehr be­wältigen. Wie soll das heute erst werden, wenn von ihnen rund 12 Millionen Menschen befördert werden müssen?

Aus Anlaß seiner Krönung hat König Georg am Dienstag zahlreiche Persönlichkeiten in den

Wdelsstand erhoben und nicht weniger als 1100 Orden und Ehrenzeichen verliehen. So wurden u. a. Lord Strathmo re, der Va­ter der Königin, zum Earl, der konservative Ab­geordnete Sir Robert Hörne und der einstige Führer der Liberalen, Sir Herbert Samuel, zum Discount ernannt. Gleichzeitig wurden 12 Politiker und Wirtschaftsführer ins Oberhaus und ebenso viele in den Kronrat berufen. Der höchste englische Orden, der Hosenbandorden, wurde an den für die Krönungsfeievlichkeiten ver­antwortlichen Hofmavschall, den Herzog von Norfolk,' den schon genannten Earl of Strathmore, den Marquis of Exeter und den Herzog von Beaufort verliehen. Auf der Auszeichnungsliste befinden sich auch 150 Frauen.

Der große Tag ist nun da! Hunderte und aber Hunderte von Zuschauern, die fürchteten, keinen guten Platz mehr zu erhalten, haben schon in der

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Nacht von Montag auf Dienstag in den Fest­straßen „Posten bezogen". In Regenmantel ge­hüllt, standen sie frierend in den naßkalten Stra­ßen. Aber was bedeuten schon die Strapazen dieses 36stündigen Wartens, wenn man dadurch die Gewähr erhält, in vorderster Front des Spaliers die Krönungsprozession verfolgen zu können!

Morgens um 7 Uhr übernehmen schon die Truppen nach einem genau festgelegten Plan das Spalier längs der Fest st raßen. Jedes britische Regiment hat eine eigene Abordnung nach London entsandt. Hydepark, Regentpark und Ksnsington Garden sind schon seit Tagen in ein buntes Zeltlager verwandelt. 15 800 Mann aller Waffengattungen sind hier untergebracht. Dazu kommen 3600 Matrosen, die Eardebataillone und die Kontingente der Dominien. Insgesamt wer­den für das Spalier 33 000 Mann aufgebo­ten.

Hinter diesem Spalier der Truppen in ihren vielfältigen und malerischen Uniformen werden sich unvorstellbare Menschsnmauern stauen. Man rechnet damit, daß sich etwa 2 Millionen in der eigentlichen Feststraße Westminster zusammen­drängen werden. Auf der Tribüne finden 379 999 Zuschauer Platz. Sie alle sind gezwungen, rund 12 Stunden aus ihrem einmal eroberten Platz auszuharren. Auch den Auserwählten, die der Krönung in der Westminster-Abtei selbst beiwoh­nen. geht es nicht besser. Sie müssen 7 Stunden vorher schon zur Stelle sein.

In einem Prunkzuge sondergleichen wird das Köniqspaar durch die lOVe Kilometer lange Triumphstraße nach der Westminster-Abtei fahren. Unter den Jubelrufen der Millionen, dem Elocken- läuten von St Paul's und Westminster rollt die goldene Staatskarosse langsam der gothischen Kathedrale zu. An ihrer Westpforte stehen der Erzbischof von Canterbury und der Dekan von Westminster, um den König und die Königin in die mit kostbaren Teppichen ausgelegte Kirche zu geleiten. Hier wird der Erzbischof den König nach allen vier Himmelsrichtungen vorstellen und den Untertanen die Frage vorlegen, ob sie ihn als den rechtmäßi­gen König anerkennen wollen. Viermal bezeugen diese ihre Bereitschaft mit dem „Sock savs Ling Georgs!" Vor dem Altar kniend wird daraufhin der König feierlich den Krönungseid leisten und dabei zum ersten Male auch das Ver­sprechen abgeben, die Völker des britischen Reiches nach ihren eigenen Gesetzen und Gebräuchen zu regieren. Die festliche Handlung findet ihren Höhepunkt mit der Salbung und Krönung des Königs und der Königin.

Dann wird das neue Königspaar im Triumph­zuge nach dem königlichen Schloß zurückgeleitet.

Stunden fährt die Staatskutsche von West­minster nach dem Buckingham-Palast, und 15 Minuten wird es dauern, bis der ganze Zug von den Führer» und Herolden bis zur letzten Truppenabordnung an dem einzelnen Zuschauer vorüber ist,

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Berlin, 11. Mai.

Der Führer und Reichskanzler hat König Georg VI. von Großbritannien zur Krönung folgendes Glückwunschtelegramm gesandt: „Eure Majestät bitte ich, meine und der deutschen Reichs­regierung herzliche Glückwünsche zur Krönung, verbunden mit den besten Wünschen für Eure Majestät und des königlichen Hauses ferneres Wohlergehen, entgegenzunehmen. Möge Eurer Majestät eine lange und glückliche Rcgierungs- zcit beschieden sein zum Wähle Großbritanniens, Irlands, der überseeischen britischen Lande und der Dominien sowie im Interesse der Erhaltung des Friedens der Welt.

Work gemolken

Des sührers Mumph in der flrbeltsschlocht

k. blü. Anfang 1933: Rund 7 Millionen deutsche Arbeiter waren gezwungen zu fei­ern und zu hungern; Mai 1937: Die Reichs- anstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittlung meldet das Absinken der Erwerbslosenziffer aus 961000. Das gigantische Werk naiionalsozialistischer Tat­kraft spricht aus dieser knappen statistischen Angabe! Der durchschlagende Erfolg der Arbeitsbeschaffungsmatznahmen Adolf Hit­lers und seiner unermüdlichen Mitarbeiter dokumentiert sich in der Wiedereinreihung der Millionen einstmals erwerbsloser Volksgenossen in das Wirtschaftsleben! Vier Jahre zielbewutzter Staatsführung lassen die Arbeitsschlacht mit einem Siege enden, der aus der einen Seite die früheren „Propheten" des „Unmöglich!" endgültig zum Verstummen bringt und andererseits die kühnsten Erwartungen noch über­trifft. Der unbeugsame Wille des Führers triumphiert!

Um die ungeheure sozial- und wirt- schaftspolitische Leistung, die mit der Wie­derherstellung der Aufnahmefähigkeit des Arbsitsraumes vollbracht w

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nen, ist es nötig, einmal die Crwerbsver- hältnisse vor 1914 zum Vergleich mit unse­rer heutigen arbeitspolitischen Lage heran­zuziehen. Nicht jeder weitz es, datz sogar im reichen Deutschland der Vorkriegszeit rund 1 Million Arbeitslose gezählt wurden; schon 1895 waren allein 555 000 Arbeitsuchende listenmätzig nachweisbar. Von der späteren „Hochkonjunktur" des Jahres 1928 mit ihren 1 156 000 Arbeitslosen ganz abge­sehen, können wir also mit Genugtuung feststellen, daß der Beschäftigungsgrad im Deutschen Reich in den letzten vier Jahr­zehnten nie so günstig war, wie er es jetzt nach vierjähriger Aufbauarbeit trotz der vorangegangenen katastropha- len Systemzeit im Deutschland Adolf Hitlers ist.

Wir wollen uns heute auch erneut daran erinnern, datz in den letzten Jahren vor der nationalsozialistischen Machtergreifung nicht weniger als ein Drittel (!) aller unserer Arbeitsberechtigten von beruflicher Tätig­keit ausgeschlossen war und damit lange Zeit neben dem wirtschaftlichen Elend auch einer seelischen Not ausgesetzt wurde, die sich nach und nach bis zur Unerträglichkeit steigerte. In zähem Ringen wurden alle die Verzweifelten dem Leben und der Freude zurückgewonnen. Jetzt beträgt der Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtbevölke- rung des Reiches 1,2 v. H., während er sich in Frankreich auf 3 v. H., also auf mehr als das Doppelte beziffert. In England sind von je 200 Staatsangehörigen 7 zur Arbeits­losigkeit verurteilt, in der Tschechoslowakei „feiern" 4 v. H. der Bevölkerung, in den Niederlanden 5,3 und in Oesterreich sogar 6,1 v. H. Wenn man bei diesem Querschnitt noch berücksichtigt, datz in den genannten Ländern ein grotzer Teil der Erwerbslosen statistisch gar nicht erfaßt wird, so leuchtet es ohne weiteres ein, datz Deutschland heute arbeitsmäßig weitaus an der Spitze der Staaten marschiert.

Aber da gibt es im Ausland noch einige von jüdischer Dialektik heimgesuchte Besser­wisser, die den ungeheuren Erfolg der deut­schen Arbeitsbeschaffungsaktion allzu gern auf ein anderes Konto als das der national­sozialistischen Wirtschaftsführung buchen möchten. Obschon sie sich dem Fluch der Lächerlichkeit preisgeben, so behaupten sie doch immer wieder, auch die Weltarbeits­losigkeit sei seit Jahren im Sinken be­griffen und die deutsche Wirtschaft profi­tiere lediglich von der angeblichen Gesun­dung der Weltwirtschaft. Mögen denn auch hier beweiskräftige Zahlen den skiz­zierten Unsinn widerlegen: Anfang 1933 zählte man in der Welt (ohne Deutschland) 22 Millio­nen Arbeitslose, im Herbst 1936 noch immer 17 Millionen; der Rückgang der Welt- erwerbslosigkeit betrug in jenem Zeitraum also knapp 23 v. H. Deutschland ver­mochte bis Ende 1936 seine Ar­bei t s l o s e n z i f f e r dagegen um mehr als 85 v. H. zu senken! Oder fassen wir unmittelbar den Anteil Deutschlands am Arbeitslosenheer der Welt ins Auge: Anfang 1933 betrug er 21,4 v. H., im Herbst des vorigen Jahres nur noch 5 v. H. Spricht das nicht Bände sowohl für die Selbständigkeit der deutschen Lei­tung wie für die einzigartige Schwung­kraft der nationalsozialistischen Aktion?

Schon vor einiger Zeit hatten wir an die­ser Stelle darauf hingewiesen, daß zwischen wirklichen und unechten Arbeitslosen zu unterscheiden sei, d. h. datz nach den Er­hebungen der Reichsanstalt für Arbeits-