Ausgabe 
(9.5.1937) Nr. 125
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I

parteiamtliche Lageszeitung

NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitsfront Bremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zielen kjansestadt Bremen

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Das amtliche VerkunLungsblatt des Deichsstattlialters in Mdenburg und Dremen

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Nr. 125 /?. laffrgang

Sonntag, S. Mai 1957

kinzelpreis 15 Npf.

fünfunddreißig SonderMe nach Oldenburg

Umfassende Vorbereitung des Sautages weser-kmr

rs. und ;o. Mai

(Loväsrbsrioiik <tsrLrsrnsr Leitung")

Lest. Oldenburg, 8. Mai. Nachdem wir vor einigen Tagen schon in großen Zügen das Programm des Eautages Weser-Ems am 29. und 3V. Mai und Ein­zelheiten über die Einweihung der Nieder­deutschen GedenkstätteStedingsehre" auf dem Vookholzberg veröffentlichten, hatten wir nun Ge­legenheit, mit Ganorganisationsleiter Pg. Wal -

Unser lagesspisgel

In Barcelona richteten die Volschewisten ein furchtbares Blutbad an.

Hermann Eöring eröffnete die Reichsaus­stellungSchaffendes Volk".

Der Reichsarbeitsminister hat die 17. Durch­führungsverordnung zum Arbeitsordnungs­gesetz erlassen.

Für die nicht organisierten Mädel der Jahr­gänge 1916 bis 1929 ist Spörtpslicht mit frei­williger Vereinswahl angeordnet. Reichsjugendführer Valdur von Schirach be­geht heute seinen 39. Geburtstag.

In dem Prozeß gegen den Sittlichkeitsver­brecher Pfarrer Bauer wurde der Bischof von Trier vernommen.

Zum Eantag Weser-Ems fahren 35 Sonder- züge nach Oldenburg.

Gauleiter Röver sprach zn den Jungen und Mädeln im 2. Nordsee-Führerlager.

Bremer Handwerker erzählen von ihren Er­lebnissen beim Van des deutschen Hauses in Paris.

ArtillerieschulschifsDelphin" und Fischerei- schutzbooiWeser" machten im Hasen I fest. WalfangmutterschiffJan Welkem" kehrt heute zurück.

Die Weserschiffahrt leidet unter Verkehrs­verlusten nach dem Mittellandkanal.

kenhorst, dem die Gesamtleitung untersteht, über die organisatorischen Einzelheiten zum Eau- tag zu sprechen. Während dieser Unterredung er­gab sich ein Bild von den Aufgaben die das Eau- organisationsamt zu erfüllen hat. Die Eesamt- tätigkeit ist in einzelne Sachgebiete aufgeteilt und für jedes dieser Sachgebiete trägt der jeweils eingesetzte Leiter die Verantwortung. Schon jetzt sind mehrere hundert Männer mit den Vorberei­tungsarbeiten, die bis zum letzten Tag eine an­gestrengte Tätigkeit erforderlich machen, beschäf­tigt.

kine Broschürezum öaulag

Um ein lebendiges Bild von den Vorbereitungs- arbeiten zu bekommen, stellten wir an den Gau- organisationsleiter eine Reihe von Fragen, die von Pg. Walkenhorst beantwortet wurden.

Frage: Geben Sie, Pg. Walkenhorst, zum Eautag Weser-Ems ein gedrucktes Programm her­aus, aus dem die Veranstaltungsfolgs zu ersehen ist?

Antwort: Eine derartige Broschüre ist vor wenigen Tagen bereits in Druck gegeben. Sie wird neben Bildern des Führers, des Stellver­treters des Führers, des Reichsleiters Rosenberg und des Reichsministers Dr. Frick zunächst ein Geleitwort des Gauleiters mit Bild enthalten. Eine Reihe interessanter Artikel würdigen die Aufbauarbeiten innerhalb des seit 5 Jahren nationalsozialistisch regierten Staates Oldenburg, geben einen Ueberblick über die Tätigkeit in der Gauschule Pewsum, schildern das Blockhaus Ahlhorn und berichten vom Gau Weser-Ems im allgemeinen. In der Mitte der Broschüre wird das gesamte Programm des Eautages abge­druckt. Hinzu kommt eine Stadtkarte von Olden­burg mit Einzeichnungen des Veranstaltungs­geländes, der Durchmärschstragen, des Vorbei­marschplatzes usw. Außerdem werden die Abfahrt­zeiten sämtlicher Sonderzüge angegeben. Ein all­gemeiner Fahrplan schließt die Broschüre ab.

Frage: Bei welchen Stellen ist diese Bro­schüre erhältlich?

Antwort: Die Festbro'chllren werden zum Preise von 59 Rpf. in Oldenburg verkauft und dienen gleichzeitig als Ausweis zum kostenlosen Zutritt zu sämtlichen Veranstaltungen des Tages außer den Sondertagungen und der Aufführung auf dem Bookholzberg. Das etwa 10 Seiten starke Heft wird auch bei sämtlichen Kreisleitungen des Gaues zu haben sein, ebenso wie die Plakette mit dem Wikinger­schiff.

Frage: Wo finden die Tagungen statt?

Antwort: Es wird auf den Dobbenwiesen ein riesiges. 5090 bis 600 Menschen fassendes Zelt errichtet, in dem die Führertagung durchgeführt wird. Außerdem dient das Zelt dem allgemeinen Ausschank und der Verpflegung und steht für den Kameradschaftsabend zur Verfügung.

Frage: Wird in dem Zelt auch geschlafen?

Antwort: Nein. Wir haben die Quar« tierfrage günstiger gelöst. Die Teilnehmer werden in Privatunterkllnften, in kleineren Mas» senquartieren oder in Hotels untergebracht. Es ist dabei natürlich notwendig, daß mindestens jeder Oldenburger Haushalt ein Quartier zur Verfügung stellt. Das wichtigste ist der Raum. Es läßt sich für eine Nacht ebenso gut auf einem Sofa

schlafen wie in einem Bett. Uebrigens müssen die Quartierscheine von den Beteiligten vorher be- stellt sein! Die Staats- und Parteistellen haben die Regelung der Unterbringungsfrage bereits in die Hand genommen. Es wird dafür gesorgt, daß sämtliche Teilnehmer, soweit notwendig, restlos in Oldenburg unterkommen.

fluskunftsomt am valznlzof

Frage: Es besteht aber doch die Möglichkeit, daß zu Beginn des Eautages jemand noch keinen Quartierschein hat. Kann er ihn noch am An­kunftstage in Oldenburg erhalten?

Antwort: Wir werden direkt im Bahnhof ein Quartier- und Auskunftsamt einrichten, das unter der Leitung des Gauhauptstellenleiters Pg. Schwans steht. Ihm sind eine Reihe von Poli­tischen Leitern und Stadtkundigen beigegeben, die nicht nur über alle Quartierfragen Bescheid wissen, sondern auch sämtlichen sonstigen Wün­schen nach Möglichkeit Rechnung tragen und über Ortsfragen Auskunft geben. Dadurch hat jeder Teilnehmer die Gewähr, daß er auch wirklich über alle Dinge zuverlässige Auskunft erhält.

flotelkommandanten

Frage: Wie wir bereits in unserer Presse veröffentlichten, werden zum Gautag eine Reihe führender Persönlichkeiten der Partei und des

vas -llEieben /um OlautaK 11 osei-Iüms

Staates in Oldenburg erwartet. Ist für die Be­treuung dieser Gäste besondere Vorsorge getroffen?

Antwort: Die Ehrengäste werden in Hotels der Stadt Oldenburg untergebracht. Jedes dieser

Hotels erhält einen sogenannten Hotelkoinman- danten, der die Gäste betreuen soll und gleich­zeitig Verbindungsmann zur Eauleitung ist.

0er ganze flau flaggt

Frage : Haben Sie auch ein eigenes Sachge­biet, das sich mit der Ausschmückung der Säle, Straßen und Plätze befaßt?

Antwort: Jawohl. Es wird dafür gesorgt, daß sämtliche Säle, in denen Veranstaltungen stattfinden, mit Fahnen und Bildern reich ge­schmückt werden. Der Bahnhof selbst soll grüne Girlanden erhalten und überall da, wo es mög­lich ist, weiden die Häuserfronten und Straßen ge­schmückt sein. Darüber hinaus ist es/selbstverstän- lich, daß im ganzen Gau Weser-Ems während der großen Festtage Flaggen gezeigt werden.

Frage: Eine besondere Schwierigkeit ist stets mit der Heranschaffung der Massen verbunden. Haben Sie schon in dieser Richtung irgendwelche Vorsorge getroffen?

ZS Sonderzüge rotten an

Antwort: Wir sind im Augenblick noch da­bei, zusammen mit der Reichsbahn die An- und Abfahrtszeiten der zahlreichen Sonderzüge zu be­sprechen. Bis jetzt werden allein 35 Sonderzüge aus dem Gaugebiet erwartet,, die die Teilnehmer nach hier bringen. (Fortsetzung auf Seite 2)

Stolzes vokument deutscher tebenskroft

IMnisterpriMent ööring eröffnete die große Neichsausstellung ..Schaffendes Volk " in Vüffeldorf

Düsseldorf, 8. Mai

Die große NeichsausstellungSchassendes Volk", die in einem Querschnitt das Leben und Wirken des schassenden deutschen Volkes in seinen viel­gestaltigen Formen und Ausstrahlungen auf die verschiedenen Gebiete der Kultur, Technik und Wirtschaft anschaulich darstellt, und deren beson­derer Anziehungspunkt die umfassende Schau neuer deutscher Werkstoffe bildet, wurde Sonn­abend vormittag von ihrem Schirmherrn Minister­präsidenten Generaloberst Göring feierlich erössnet.

Vor dem Haupteingang des Ausstellungs­geländes hatte die Forstschule Spangen­berg Aufstellung genommen, die den Minister­präsidenten mit Hörnerklang empfing, wonach er sich in den Hauptfestsaal der Ausstellung begab. Nach der Egmont-Ouvertllre begrüßte der kom­missarische Oberbürgermeister der Stadt Düssel­dorf, Lied erleg, den Schirmherrn der Aus­stellung und die Ehrengäste. Bereits zu Beginn der über zweijährigen Vorbereitungszeit der AusstellungSchaffendes Volk", so sagte er, sei der Hauptbestandteil des Programms gewesen, die neuen Werkstoffe herauszustellen, die uns durch Großtaten deutscher Chemiker und Er­finder in den letzten Jahren geschenkt wurden. Anschließend sprach der Vorsitzende der Reichs­ausstellung. Generaldirektor Dr. h. c. Ernst Poensgen.

Dann ergriff der Schirmherr der Aus­stellung Ministerpräsident Generaloberst Her­mann Eöring, das Wort. Der Redner ge­dachte zunächst des schweren Schicksalschlages, der

das ganze deutsche Volk betroffen hat und führte dann aus:Die Düsseldorfer Ausstellung ist eine sinnfällige Ergänzung der Berliner Ausstellung. Ich begrüße es dabei besonders, daß sie im Zu­sammenhang mit Werken der Technik auch die schöne und edle Kunst zeigt. Wir wollen nicht nur in der Fron dahinleben, sondern jedem einzelnen Volksgenossen das Schöne und Herrliche zugänglich machen, damit der letzte Deutsche dessen wunderbare Ge­staltung erkennt. Der Sinn dieser Ausstellung ist weniger, eine imponierende Darstellung gestal­teter Materie zu geben, sondern wir zeigen das, was hinter dieser Materie steht, den schaffenden deutschen Menschen. Diese Ausstellung steht im Dienste des Vierjahresplanes. Die Welt um uns beschäftigt sich merkwürdig eifrig mit dem deut­schen Vierjahresplan. Als er verkündet wurde, hat man ihn belächelt und als die Phantastereien von Nichtwirtschaftlern hingestellt. Allmählich wird aber auch in diesen Kreisen bekannt, daß das nationalsozialistische Deutschland sich von keinen Schwierigkeiten beeinflus­sen läßt und daß die Kraft der nationalsoziali­stischen Bewegung das Unmögliche möglich machen wird. Wenn im Auslande gesagt wird, daß die Maßnahmen des Vierjahresplanes nicht notwendig seien, so können wir nur sagen, daß er uns durch die Verhältnisse aufgezwungen ist. Alle anderen Staaten haben Rohstoffe in großer Menge, nur das deutsche Volk hat nichts.

Der Vierjahresplan ist nichts anderes als das Streben unseres Volkes aus einem zu engen

Raum zu größerer Schasfensmöglichkeit. Er ist nicht nur von wirtschaftspolitischer Bedeutung, er bringt uns eine Umwälzung im Denken. Ich möchte säst sagen, daß der Vierjahresplan der Beginn eines neuen technischen Zeitalters sein wird. Er bricht mit allen überholten Vor­stellungen. Große Gedanken werden niemals aus dem Üebersluß heraus gewonnen, sondern nur aus einem Zustand der Not und des Druckes er­wächst höchste Schaffenskraft.

Die neuen Werkstoffe besitzen Eigenschaften, die wir früher nicht gekannt haben. Der deutsche Chemiker hat es in der Hand, fast wie auf einer Klaviatur zu spielen und die Werkstoffeigenschaf- ten zu erzielen, die er gerade wünscht. Zu'm ersten Male in der Geschichte der-Menschheit tritt dem Metall ein klassischer Werkstoff ebenbürtig zur Seite und die-Rohstoffbasis ist für uns unbe­grenzt, denn erstens ist es unsere Kohle und zweitens unser Verstand. Ich hoffe, daß wir beides in unbeschränktem Maße haben. Was be­reits erreicht ist und was noch erreicht werden kann, das zeigt die Halle der deutschen Kunststoff- Industrie. So wird die Düsseldorfer Ausstellung zum ersten Male zeigen, daß der, Vierjahresplan, der zur Sicherung der Ehre und des deutschen Lebens verkündet wurde, sich zu einem Fort­schritt allergrößten Stils für Deutsch­land und für die ganze Welt auswirken wird.

Die Einheit des schaffenden Volkes ist Wahr­heit geworden. Im Sinne dieser Arbeit, im Sinne dieser neuen Kraft, in der Hoffnung auf eine strahlende und glückliche Zukunft Deutschlands er­öffne ich die AusstellungDas schaffende Volk".

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Italien» flntwort an en,lischtMiirchen- fabriken"

* Bremen, 9. Mai

Die Abberufung der Korrespondenten der italienischen Presse aus London, zusammen mit dem Verbot großer englischer Zeitungen in Italien, ist eine Maßnahme, die in England kaum ihren Eindruck ver­fehlen dürfte. Denn es ist ein ungewöhn­licher Schritt, den hier Italien unternimmt und an dem englischen Volke ist es, nun­mehr sein Augenmerk auf die Ursachen zu lenken, die zu solchem Schritte führten.

Das englische Volk, in seinem innersten Wesen fair, hat das empörende Treiben eines Teiles seiner Presse in der letzten Zeit vielleicht doch etwas zu leicht genommen, hat am Ende sogar gedankenlos manches ge­glaubt, was an infamer Lüge und an im­pertinenter Greuelhetze englische Blätter aus anscheinend grenzenlosem Haß gegen autori­täre Staatsformen sich aus den Fingern sogen und als giftige Saat in die Welt ver­streuten. Der englische Leser dieser Blätter hat nicht bedacht, wie tief beleidigend und kränkend sür Völker von Ehre die, in eng­lischen Blättern gemachten niederträchtigen Anwürfe wirken müssen.

Märchenfabriken" nenntMor­ning Post" die bolschewistische Greuel­propaganda im spanischen Kriege und macht dem englischen PolKe sowohl als auch eng­lischen Ministern den Vorwurf, jede von der bolschewistischen Propaganda erfundene Ge­schichte als wahr hinzunehmen. Die von Morning Post" beschwörend erhobene War­nung,,es möchte die englische Regierung auf solche Weise zwei Großmächte» mit welchen die Aufrechterhaltung guter Beziehungen notwendig sei, sich nicht zu Feinden machen, ist Ausdruck einer anständigen Gesinnung und Ausfluß klaren politischen Denkens zu­gleich. Zum Nutzen Englands möchten wir wünschen, daß derMorning Post" wohl­meinendes Wort einen guten Boden findet.

Nicht nur inItalien» das nun die Ant­wort auf den Hetzfeldzug des Großteils der englischen Presse gab, auch in Deutsch­land versteht man längst nicht mehr, daß es große englische Blätter Tag für Tag unternehmen dürfen, zugunsten des Bolsche­wismus Lüge um Lüge gegen Italien und Deutschland zu verbreiten, Lügen, die zum Himmel schreien, ganz abgesehen davon, daß sie soviel politisches Porzellan zerschla­gen, wie in der heutigen Zeit gar nicht zu verantworten ist. Was soll der Fall Guernica? Selbst wenn es zuträfe, so wie es nicht wahr ist daß die Stadt mit Bomben der Nationalisten belegt wor­den wäre, bliebe die Frage, ob etwa nicht oft genug schon im spanischen Kriege offene Städte mit Bomben derRoten belegt wor­den sind? Entrüstung darüber in der eng­lischen Presse aber hat man danach vergeb­lich gesucht.

Warum stellt sich ein Teil des offiziel­len Englands auf die Seite des spanischen Bolschewismus, wo jeder Vertreter der eng­lischen Regierung doch unbedingt wissen muß, daß der Kommunismus der, Todfeind des englischen Weltreiches ist. Glauben die­jenigen in England, die da meinen aus Ab­neigung gegen autoritäre Staatsformen den Kommunismus unterstützen zu sollen, etwa damit der eigenen, der sogenannten demo­kratischen Staatsform zu dienen? Wissen sie nicht, daß der Kommunismus in seinem unbeirrbaren Streben nach Weltrevolution nicht Stumpf noch Stiel von Demokratie - übrigläßt, wo er einmal Fuß gefaßt hat?

In Europa ist dem Bolschewismus durch die Achse BerlinRom ein unübersteigbarer Wall geworden. In Asien aber hofft er, dereinst an einem der empfindlichsten Punkte des englischen Weltreiches England zu tref­fen, wenn es ihm nicht auf dem näheren Wege von Spanien über Frankreich und den Kanal schon eher gelingt, England zu bol- schewisieren. Wir Deutsche befürchten, daß einmal eine Stunde kommen könnte, wo alle vom Kommunismus berannten Natio­nen sich zusammentun müssen, um gemein­sam dem Weltfeinde zu begegnen. Darf es da Raum für Zwist und Mißtrauen geben zwischen den gegen den Kommunismus ste­henden Völkern?

Zwist und Mißtrauen wird aber künst­lich gesät durch die Haltung einer Presse, die teils in Verkennung der bolschewistischen Gefahr, teils leider auch in gefühlsmäßig be­dingter Zuneigung zum Kommunismus fort­während in Ehrabschneidereien und Ver­leumdungen gegen solche Nationen sich er­geht, die in den Augen unentwegter Demo­kraten desVergehens", sich autoritär ver­treten und regieren zu lassen, schuldig sind. Man muß wohl annehmen, daß Kräfte hinter