parteiamtliche ^geszeitung ^der Tlationa
NachrichtenblaN der Deutschen Arbeitsfront Vremen flmtsdlatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen
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Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
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Nr. 121 / ?. latirgang
Mittwoch, 5. Mai 1S5?
kmzelpreis 15 Npf.
fluflegung einer M-Milliomn-Neichsanleilie
Unser logesspiegsl
Der Terror in Sowjet-Katalonien schreit zum Himmel.
Rothermere macht erneut Vorschläge zur Lösung der deutschen Kolonialfrage.
Die belgische Kammer beschäftigte sich mit dem Sexualverbrechen des Mönches in Manage.
Das Reich legt eine K99-Millionen-RM.- Anleihe auf.
Namhafte Künstler wurden in den Aufsichtsrat der llsa berufen.
Wegen der Vorbereitungen für das Festspiel „De Stedinge" sind besondere Zeiten bei Besichtigung und Besuchen des Vootholzberges zu beachten!
399 Bremer Jungen und Mädel beziehen am Himmelfahrtstage das große Führerlager des Öbergaues Nordsee in Niederhaverbeck bei Wilsede.
Ei» schwimmendes Walfisch-Museum besucht Bremen.
Sieger um den Großen Preis von Nieder- sachsen der Verufsringer wurde Fritz Kley- Verlin.
Auf der Schulungswoche für Reichsbankbeamte wurden wichtige Außenhandelsfragen behandelt.
Als erste deutsche Reederei legt die Atlas Levante-Linie A.-E., Bremen, ihren Abschluß für 1939 vorl
Mcri dankt dem führet
Berlin, 4. Mai.
Der italienische Jugendführer Unterstaatssekretär Ricci hat beim Abflug aus München an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet: „Beim Verlassen des Gebietes des großen nationalsozialistischen Deutschlands erlaube ich mir, Ew. Exellenz meine lebhafteste Dankbarkeit für die außerordentlich herzliche und auszeichnende Gastfreundschaft zum Ausdruck zu bringen, die mir und den Offizieren des Balilla- Jugendwerkes gewährt worden ist. Wir werden immer dankbaren Herzens dieser Reise gedenken, bei der wir die Gefühle tiefer Zuneigung des deutschen Volkes für das faschistische Italien so gut feststellen konnten. In Ehrerbietung Renata Ricci."
Dr. Schacht wird das Deutsche Haus eröffnen
Berlin, 4. Mai
Im Auftrage des Führers und Reichskanzlers wird sich der Reichswirtschaftsminister, Reichs- Lankpräsident Dr. Hjalmar Schacht, zur Eröffnung des Deutschen Hauses auf der Internationalen Ausstellung Paris 1937 nach der französischen Hauptstadt begeben. Die Eröffnung erfolgt am 26. Mai.
Ständige fühlung mit dem Volk
Dr. Goebbels vor höheren Beamten seines Ministeriums
Berlin, 4. Mai
Die höheren Beamten des Reichsministeriums für Volksausklärung und Propaganda, die bekanntlich in den nächsten Tagen auf acht Wochen als Hilfsarbeiter in die Fabriken und landwirtschaftlichen Betriebe gehen, wurden Dienstag von Reichsminister Dr. Goebbels verabschiedet. Der Minister legte in einer längeren Ansprache den Sinn dieser Aktion dar, die nur im nationalsozialistischen Staat möglich sei. Im Propagandaministerium seien nicht nur Verwaltungsbeamte, sondern Männer aus dem Volke tätig, und es sei notwendig, daß sie in ihrer Arbeit ständigen Kontakt und enge Tuchfühlung mit dem Volke behielten. Dr. Goebbels betonte, daß sich in den Lungen seiner Mitarbeiter niemals der Akten- staub der Verwaltungsarbeit festsetzen dürfe. Darum solle der führende Propagandist immer wieder zum Volke zurückkehren und ebenso wie der Offizier des Generalstabes ständige Fühlung mit der Front behalten. Wer fetzt als Arbeiter hinausgehe, der solle auch als einfacher Arbeiter tätig sein und als solcher leben. Er solle das Vertrauen seiner Arbeitskameraden gewinnen und als werktätiger Mensch das Volk wieder erleben.
flusnahme von der Mitgliedslperre der NS.-srauenschast
Berlin, 4. Mai.
Nach den Ausführungsbestimmungen zur Sperre der NS.-Frauenschaft werden die Voll- schwestern der NS.-Schwesternschaft mit dem Tage ihrer Vereidigung Mitglied der NS.-Frauenschaft. Die Meldung erfolgt im Anschluß an die Vereidigung. 2m Nachtrag werden nun auch die bereits vereidigten NS.-Schwestern, soweit sie noch nicht Mitglieder der NS.-Frauenschaft sind, durch die Dauvertrauensschwestern den zuständigen Eau- frauenschaftsleiterinnen gemeldet.
Der Lst-siatischc Verein Hamburg-Bremen veranstaltete zu Ehren des nach Tokio zurückkehrenden japanischen Handelsattaches Dr. A. Nagai einen Abschieds- empfang.
fottführungverwfrtschaftspMisllieiislusgaben
Neichsschatzanweisungen
Berlin, 4. Mai.
Zur Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich 899 Mill. RM. 4>/-prozentige auslosbare Reichsschatzanweisungen von 1937, zweite Folge. Die Schatzanweisungen werden spätestens in 18 Jahren fällig. Zum 1. Mai der Jahre 1917 bis 1952 wird je ein Sechstel des gesamten Betrages der Schatzanweisungen nach vorangegangener Verlosung zum Nennwert zurückgezahlt werde«, so daß die durchschnittliche Laufzeit sich auf 12 Jahre berechnet. Das Reich behält sich jedoch die Kündigung aller Schatzanweisungen dieser Folge nach Ablauf von fünf Jahren vor. Der Zinslauf beginnt am 1. Mai d. I. Von dem Gesamtbetrag dieser Emission sind bereits 199 Mill. RM. seit gezeichnet worden. Die verbleibenden 599 Mill. Reichsmark werden durch das unter Führung der Reichsbank stehende Anleihekonsortium zum Kurse von 98)4 Prozent zur öffentlichen Zeichnung in der Zeit vom 13. Mai bis 29. Mai aufgelegt. Die Einzahlungen durch die Zeichner aus die zugeteilten Schatzanweisungen verteilen sich auf die Zeit vom 3. Juni d. I. bis zum 29. Juli d. I., und zwar sind 49 Prozent am 3. Juli und je 29 Prozent am 21. Juni, 19. Juli und 29. Juli zu zeichnen. Frühere Zahlungen sind zulässig. Die
neuen Reichsschatzanweisungen sind mündelsicher; ihre Stücke sind bei der Reichsbank lombardfähig. Die Schatzanweisungen können auf Antrag in das Reichsschuldbuch eingetragen werden; ein dahingehender Antrag kann sofort bei der Zeichnung gestellt werden.
Hierzu drahtet unsere Berliner Schriftleitung: Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident Dr. Schacht hatte bekanntlich vor längerer Zeit erklärt, daß das Deutsche Reich bei Bewältigung seiner bedeutenden wirtschaftspolitischen Aufgaben die bisherige Methode der Konsolidierung der aus der Avbeitsschlacht entstandenen finanziellen Belastung beibehalten würde. Die Anwendung dieser Methode, dargestellt in der Auflegung einer Reihe von Anleihen des Reiches, hat sich, wenn man die Anleiheerfolge zugrunde legt, bisher bestens bewährt, und es besteht keinerlei Grund zu der Annahme, daß sie sich für die weitere Zukunft nicht bewähren würde. Auch in diesen Fragen spricht der Gemeinschaftssinn des deutschen Volkes ausschlaggebend mit. Wenn man zudem die Anleiheergebnisse als ein Barometer zur Ermittlung der Stärke des wiederkehrenden Vertrauens zur deutschen Währungsund Wirtschaftspolitik wertet, so kann man mit aller Deutlichkeit sehen, daß dieses Vertrauen, das sich seit 1933 in ersichtlichem Maße anzubahnen begann, ständig an Stärke gewonnen hat.
Gerade die letzten Wochen haben dies wieder einmal bewiesen, und zwar insofern, als an den Börsenmärkten der festverzinslichen Wertpapiere das Anleihebodllrfnis deutscher Interessenten außerordentlich lebhaft zutage trat.
Wenn das Reich in Fortsetzung seiner planmäßigen Konsolidierungspolitik jetzt mit einer neuen Anleihe auf den Plan tritt, so konnte es sich nach dem vorher Gesagten keinen günstigeren Zeitpunkt auswählen. Daß auch diese neue Emission des Reiches zu einem Erfolg führen wird, steht außer Zweifel, beruht doch die zunehmende Stärkung des allgemeinen Vertrauens auf der politischen Führung des Reiches. Der Führer hat erst gelegentlich des Nationalen Feiertages dargelegt, wie bequem sich ein Teil der anderen Länder die wirtschaftliche Führung macht, indem es zu den alten, uns sattsam bekannten Methoden der Inflation sowie einer Lohn- und Preispolitik zurückkehrt, die zwar billig ist, aber im Ergebnis von katastrophaler Wirkung sein muß. Der von Deutschland eingeschlagene Weg ist zwar der schwierigere, aber gesündere und in der bisherigen Form nur dadurch zu beschreiten gewesen, daß das Reich unbeeinflußt und unbehelligt von den Maßnahmen ausländischer Mächte jegliches Währungsexperiment unterlassen hat. Daß die deutsche Währungspolitik in unveränderter Form beibehalten wird, ist selbstverständlich.
Neuorganisation der deutschen fllmwlrtschaft
künstlerische Kräfte in den stusstchtsrat der Usa und der lobis berufen
Berlin, 4. Mai
Dienstag fand eine Generalversammlung der Universum-Film-Aktiengesellschaft statt, die zum Zwecke der Umbildung des Aufsichtsrates infolge Majoritätswechsels einberufen war und.von dem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Staatsrat Dr. von Stauß, geleitet wurde. Generaldirektor Ludwig Klitzsch führte aus, daß die bereits im letzten Geschäftsbericht festgestellte befriedigende Entwicklung bis heute, angehalten habe. Die vergleichbaren Umsätze sämtlicher Betriebe konnten um etwa 17 Millionen Mark gesteigert werden. Die Besuchersteigerung in den Ufa-Theatern betrug 18 v. H. Auch im Auslandsgeschäft sind Vesse- rungsansätze unverkennbar.
Die Filmwirtschaft sieht sich schwierigen Problemen gegenüber, u. a. denen des Farbfilms. Zum Zwecke der Entwicklung eines künstlerisch wettbewerbsfähigen Verfahrens wird in Neubabelsberg ein eigenes Laboratorium mit besonderen technischen Einrichtungen gebaut, das in den nächsten Wochen in Betrieb genommen werden soll. Auch andere Erfindungen, wie die Film - Fernübertragung (Television) müssen weiter verfolgt werden. Die Positionen im Auslande und Uebersee müssen gefördert werden. Die Verwaltung steht daher auf dem Standpunkt, daß alle verfügbaren Mittel des laufenden Geschäftsjahres in erster Linie für solche Aufgaben dienstbar gemacht werden müssen, so daß eine Dividende für dieses Jahr voraussichtlich nicht in Frage kommen wird.
Der Vorsitzende teilte alsdann mit, daß in Auswirkung des Besitzwechsels eine Reihe von Herren ihre Aufsichtsratsämter bzw. ihre Mandate niedergelegt haben, unter ihnen Reichsminister a. D. Geheimrat Dr. Alfred Hugenberg. Es verbleiben im Aufsichtsrat Staatsrat Dr. von Stauß, Direktor Johannes Kiehl (Deutsche Bank und Discontogeselkschaft), Geheimer Regie
rungsrat Dr. Alexander Kreuter, Direktor Karl Pfeiffer (Deutsche Länderbank) und Direktor Dr. Joseph Schilling (Commerz- und Privatbank).
Es wurden alsdann folgende Persönlichkeiten neu in den Aufsichtsrat gewählt: Professor Carl Frölich, stellvertretender Vorsitzender, Staatsschauspieler Paul Hartmann; Generalintendant Eugen Klopfer, Dr. Hans Pil - der, Direktor der Dresdner Bank, Filmregisseur Karl Ritter; Vizepräsident der Reichsfilmkammer Hanns Weidemann und Staatsschauspieler Matthias Wiemann.
Den Vorsitz im Aufsichtsrat der Ufa übernimmt Staatsrat Dr. Emil Georg von Stauß. Die künstlerische Führung des Unternehmens liegt in den Händen eines Kunstausschusses, der sich aus folgenden Aussichtsratsmitgliedern zusammensetzt: Professor Carl Frölich als Vorsitzender; Generalintendant Eugen Klöpfer. stellvertretender Vorsitzender; Staatsschauspieler Paul Hartmann; Filmregisseur Karl Ritter, Vizepräsident Hanns Weidemann; Staatsschauspieler Matthias Wiemann und Generaldirektor Ludwig Klitzsch. Außerdem werden zu den Sitzungen des Kunstausschusses hinzugezogen das Vorstandsmitglied, dem die Produktionsleitung obliegt, und der jeweils zuständige Regisseur.
Gleichzeitig mit diesen organisatorischen Veränderungen bei der Ufa sind entsprechende Maßnahmen bei der Tobis (Tonbild-Syndikat AG.) getroffen worden. Auch bei der Tobis wird der Kunstausschuß die künstlerische Führung des Unternehmens haben, dem folgende Persönlichkeiten angehören:
1. Staatsschauspieler Emil Janning.s als Vorsitzender, der gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates ist; 2. Willy Forst; 3. Veit Harlan; 4. Oberregierungsrat a. D. Ar
nold Raether; S. Regisseur Hans Zerlett; 6. Der Generaldirektor der Tobis sowie das mit der Produktion beauftragte Verstandsmitglied und der jeweils zuständige Regisseur.
In einer demnächst einzuberufenden Generalversammlung der Tobis werden Hans Zerlett, Veit Harlan und Arnold Raether zur Zumahl in den Aufstchtsrat vorgeschlagen werden. Dem Wirtschaftsausschuß der Tobis unter Vorsitz von Dr. Ferdinand Vausback wird Staats- Schauspieler Emil Janni.ngs ebenfalls als Mitglied angehören.
Zwischen der Ufa und der Tobis sind Vereinbarungen über eine weitgehende Zusammenarbeit in wirtschaftlicher und künstlerischer Hinsicht getroffen worden.
Mit den vorstehend dargelegten Beschlüssen der Ufa und der Tobis ist nunmehr den Forderungen des Reichsministers Dr. Goebbels Rechnung getragen, die er anläßlich der Jahrestagung der Reichsfilmkammern am S. März aufstellte utid in denen er zum Ausdruck brachte, daß künstlerische Kräfte in den Werdeprozeß des Films eingebaut werden müssen. Diese Grundsätze, die jetzt bei den führenden deutschen Filmunternehmen durchgeführt worden sind, werden in der nächsten Zeit für das gesamte deutsche Filmschaffen Geltung erhalten. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ufa und Tobis, die nunmehr gewährleistet ist, wird in naher Zukunft auch auf die heute noch außenstehenden Filmgesellschaften ausgedehnt werden. Wirtschaftsunternehmer und Kunstschaffende werden sich nicht mehr als Gegner oder auch nur als Parteien gegenüberstehen. Die Einheit des Filmschaffens wird in Zukunft gewährleistet sein. Durch die Errichtung der Kunstausschüsse soll der künstlerische Wettbewerb zwischen den einzelnen Unternehmungen die höchstmögliche Steigerung erfahren. Bei der Wahl der Stoffe, der Heranziehung der Schriftsteller, der Vergebung der Spielleitung und der Besetzung der Rollen wird künftig künstlerischer Wille maßgebend mitwirken und keinen Augenblick zu vernachlässigen sein.
Neuer Präsident der Neichsrundfunkkammer
Berlin, 4. Mai.
Infolge der Beauftragung des bisherigen Präsidenten der Reichsrundfunkkammer Ministerial- rat Pg. Horst Dreßler-Andreß mit der Leitung einer besonderen Abteilung für volkskulturslle Arbeit im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda ist der bisherige Intendant des Reichssenders Breslau, Pg. Hans Kriegler von dem Präsidenten der Reichskulturkammer' Reichsminister Dr, Goebbels, zum Präsidenten der Reichsrundfunkkammer ernannt worden.
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Der Reichsintendant des deutschen Rundfunks Dr, Glasmeier. hatte die Rundfunkintendanten nach Berlin berufen, um mit ihnen die Linie der künftigen Programmarbeit im Sinne der von Reichsminister Dr. Goebbels gegebenen Anordnungen zu besprechen Danach ist oberer Leitsatz sur das Schaffen in den Funkhäusern, Kraft durch jtreude zu spenden. Besonderer Bedacht ist aus Entspannung und Unterhaltung zu legen. Die weitaus überwiegende Mehrzahl aller Rundfunkteilnehmer wird vom Leben hart und unerbittlich angepackt, steht in einem nerven- und kräftezerreibenden Tageskampf und hat deshalb einen Anspruch darauf, in den wenigen Ruhe- und Mußestunden wirkliche Erholung zu finden.
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Verewigung des kämpferischen Sfl.-6eistes
Von
Viktor I/utrio, stabsedek Sey 8^.
Zu der Verfügung des Führers dom 18. März 1937 über die Wiedcrholungsübungen zum SA.» Sportabzeichen bat der Stabschef der SA. die Ausfiihrungsbestimmungen erlassen, die den zuständigen Stillen zugehen und mit Wirkung dom
Im Jahre 1933 stiftete der Führer das SA.- Sportabzeichen als Grundlage für die körperliche Ertüchtigung innerhalb der SA. Am 18. Februar 1935 erneuerte und erweiterte der Führer diese Stiftung, indem er den Erwerb des SA.» Sportabzeichens auch allen Nichtangehörigen der Bewegung möglich macht, „um der Pflege wehrhaften Geistes in allen Teilen des, deutschen Volkes bewußten Ausdruck zu verleihen."
Mit der Verfügung vom 18. März 1937 ist nunmehr der letzte Schritt getan: Durch die vorgeschriebenen Wiederholungsübungen wird über die Forderung bestimmter einmaliger Leistungen, die zum Erwerb des SA.-, Spoxtabzeichens führen, hinausgegangen und dadurch erreicht, daß die Wehrtüchtigkeit und körperliche Widerstandsfähigkeit in ernem möglichst langen Lebensabschnitt jedes einsatzbereiten deut- fchen Mannes gesteigert und erhalten wird. Eine solche Pflege des wehrhaften Geistes soll auf breitester Grundlage erfolgen.
Wie sehr der Führer gerade das SA.-Sportabzeichen als das Mittel zur Erhaltung und dauernden Bewährung der deutschen Wehrtüchtigkeit betrachtet, geht aus der Tatsache hervor, daß das Leistungsbuch des SA.-Sportabzeichens von ihm zu einer offiziellen Urkunde erhoben wurde. Die Urkunde verbindet erstmalig in der geschichtlichen Entwicklung der körperlichen Ertüchtigung die Leistungsfähigkeit des einzelnen mit seiner cha- rakterlich-weltanschaulichen Haltung. Hierin liegt die größte Bedeutung der Verfügung des Führers.
Während bisher körperliche Leistungsfähigkeit und charakterlich-weltanschauliche Haltung meist unabhängig voneinander, das sportliche Können also ohne Rücksicht auf Opferwillen und Hingabe an die nationalsozialistische Idee, gewertet wurden, wird zukünftig beim Erwerb des SA.- Sportabzeichens neben der Erfüllung der körperlichen Anforderungen ganz besonders auch die politische Haltung und sittliche Führung des einzelnen ausschlaggebend in Betracht gezogen. Damit ist das'SA.-Sportabzeichen durch die Bestimmungen der Stiftungsurkunde zum zweckdienlichen Mittel geworden, um Körper, Charakter und Geist in jene Bindung zueinander zu bringen, die das Volk zur höchsten Leistung befähigt.
Dieser grundsätzlichen nationalsozialistischen Forderung tragen die von mir erlassenen neuen Ausfiihrungsbestimmungen Rechnung. Durch sie wird u. a. bestimmt, daß nur derjenige zum Erwerb des SA.-Sportabzeichens zugelassen wird, der deutschblütig ist, d. h. der den rassischen Anforderungen der Partei entspricht und dessen weltanschauliche Haltung dem nationalsozialistischen Staat gegenüber einwandfrei ist.
Volksgenossen, die nicht der SA., SS., dem NSKK. oder dem Neichsarbeitsdienst angehören, erwerben das SA.-Sportabzeichen künftig in S A.- Tportabzeichengemeinschaften, die ausschließlich im Zusammenhang mit den Einheiten der SA. gebildet und von SA.-Führern geleitet werden. In unermüdlicher Arbeit ist in den letzten zwei Jahren das Führerkorps der SA. auf diese große Aufgabe vorbereitet worden, so daß eine sachgemäße und zielsichere Ausbildung gewährleistet ist.
Während bisher der Erwerb und die Berechtigung zum Tragen des SA.-Sportabzeichens von der einmaligen Erfüllung der Leistungsprüfung abhängig war, kommen ab 1. Januar 1938 Wiederholungsübungen hinzu. Diese sind nicht identisch mit den Leistungsprüfungen, sondern erstrecken sich nur auf bestimmte, von Jahr zu Jahr bekanntzumachende Uebungen.
Neu sind ferner die Voraussetzungen für die Ausgabe des SA.-Sportabzeichens in Bronze, Silber und Gold. Das Bronzene SA.-Sportabzeichen erhält, wer die vorgeschriebenen Lei- stungsprllfungen mit Erfolg abgelegt hat. Die Berechtigung zum Weitertragen ergibt sich durch die jährlichen Wiederholungen. Nach fünf Jahren wird das Silberne, nach weiteren sechs Jahren das Goldene SA.-Sportabzeichen verliehen.
Der dauernde Besitz des SA.-Sportabzeichens ist von der Teilnahme an den Wieder- holungsübungen zunächst bis zum 40. Lebensjahre abhängig. Die Inhaber des SA.-Sportabzeichens können selbstverständlich über diese Altersgrenze hinaus an weiteren Uebungen teilnehmen, wodurch der Forderung, die Leistungsfähigkeit und Wehrkraft bis ins hohe Alter zu erbaten. Rechnung getragen wird.
Nach dem Willen des Führers gibt die Besitz- urkunde Aufschluß über die körperliche Leistungsfähigkeit und charakterlich-weltanschauliche Haltung des Inhabers des SA.-Sportabzeichens. Die außerordentlich weittragende Bedeutung, die der Urkunde zukommt, erhellt daraus, daß unehrenhaftes Verhalten und Verstöße gegen die nationalsozialistischen Erunsätze sowie Versäumnis der Wiederholungsübungen die Entziehung des