Ausgabe 
(5.5.1937) Nr. 121
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

parteiamtliche ^geszeitung ^der Tlationa

NachrichtenblaN der Deutschen Arbeitsfront Vremen flmtsdlatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

Erscheint7malwöchsntl. Monatsbezug: e8^r2,ZVeinschl.Zustellgeb.; Postbezugspreis monatl. 2,36 (einschl. 18,86 Postzeitungsgebühr) zuzügl. 12 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar.

Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz. NS.-Gauverlag Wcser-Ems G. m. b. H.. Bremen, Teeren 6-8 / Fernsprecher: 511 21 und 51115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 lH/, die 70-mm-Zeile im Textteil 7a Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeiaen u. a ) sowie sonstige Bedmgungen Pr°,s- lists 6 (Nachlaßstaffel 6,. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr.

Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristlertnng Dienstag und Freitag 12)4 -13)4 Uhr.

Nr. 121 / ?. latirgang

Mittwoch, 5. Mai 1S5?

kmzelpreis 15 Npf.

fluflegung einer M-Milliomn-Neichsanleilie

Unser logesspiegsl

Der Terror in Sowjet-Katalonien schreit zum Himmel.

Rothermere macht erneut Vorschläge zur Lösung der deutschen Kolonialfrage.

Die belgische Kammer beschäftigte sich mit dem Sexualverbrechen des Mönches in Manage.

Das Reich legt eine K99-Millionen-RM.- Anleihe auf.

Namhafte Künstler wurden in den Aufsichts­rat der llsa berufen.

Wegen der Vorbereitungen für das Festspiel „De Stedinge" sind besondere Zeiten bei Besichtigung und Besuchen des Vootholzberges zu beachten!

399 Bremer Jungen und Mädel beziehen am Himmelfahrtstage das große Führerlager des Öbergaues Nordsee in Niederhaverbeck bei Wilsede.

Ei» schwimmendes Walfisch-Museum besucht Bremen.

Sieger um den Großen Preis von Nieder- sachsen der Verufsringer wurde Fritz Kley- Verlin.

Auf der Schulungswoche für Reichsbank­beamte wurden wichtige Außenhandelsfragen behandelt.

Als erste deutsche Reederei legt die Atlas Levante-Linie A.-E., Bremen, ihren Abschluß für 1939 vorl

Mcri dankt dem führet

Berlin, 4. Mai.

Der italienische Jugendführer Unterstaatssekre­tär Ricci hat beim Abflug aus München an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet: „Beim Verlassen des Gebietes des gro­ßen nationalsozialistischen Deutschlands erlaube ich mir, Ew. Exellenz meine lebhafteste Dank­barkeit für die außerordentlich herzliche und aus­zeichnende Gastfreundschaft zum Ausdruck zu brin­gen, die mir und den Offizieren des Balilla- Jugendwerkes gewährt worden ist. Wir werden immer dankbaren Herzens dieser Reise gedenken, bei der wir die Gefühle tiefer Zuneigung des deutschen Volkes für das faschistische Italien so gut feststellen konnten. In Ehrerbietung Renata Ricci."

Dr. Schacht wird das Deutsche Haus eröffnen

Berlin, 4. Mai

Im Auftrage des Führers und Reichskanzlers wird sich der Reichswirtschaftsminister, Reichs- Lankpräsident Dr. Hjalmar Schacht, zur Eröff­nung des Deutschen Hauses auf der Internatio­nalen Ausstellung Paris 1937 nach der französi­schen Hauptstadt begeben. Die Eröffnung erfolgt am 26. Mai.

Ständige fühlung mit dem Volk

Dr. Goebbels vor höheren Beamten seines Ministeriums

Berlin, 4. Mai

Die höheren Beamten des Reichsministeriums für Volksausklärung und Propaganda, die be­kanntlich in den nächsten Tagen auf acht Wochen als Hilfsarbeiter in die Fabriken und landwirt­schaftlichen Betriebe gehen, wurden Dienstag von Reichsminister Dr. Goebbels verabschiedet. Der Minister legte in einer längeren Ansprache den Sinn dieser Aktion dar, die nur im national­sozialistischen Staat möglich sei. Im Propaganda­ministerium seien nicht nur Verwaltungsbeamte, sondern Männer aus dem Volke tätig, und es sei notwendig, daß sie in ihrer Arbeit ständigen Kontakt und enge Tuchfühlung mit dem Volke behielten. Dr. Goebbels betonte, daß sich in den Lungen seiner Mitarbeiter niemals der Akten- staub der Verwaltungsarbeit festsetzen dürfe. Darum solle der führende Propagandist immer wieder zum Volke zurückkehren und ebenso wie der Offizier des Generalstabes stän­dige Fühlung mit der Front behalten. Wer fetzt als Arbeiter hinausgehe, der solle auch als einfacher Arbeiter tätig sein und als solcher leben. Er solle das Vertrauen seiner Arbeits­kameraden gewinnen und als werktätiger Mensch das Volk wieder erleben.

flusnahme von der Mitgliedslperre der NS.-srauenschast

Berlin, 4. Mai.

Nach den Ausführungsbestimmungen zur Sperre der NS.-Frauenschaft werden die Voll- schwestern der NS.-Schwesternschaft mit dem Tage ihrer Vereidigung Mitglied der NS.-Frauenschaft. Die Meldung erfolgt im Anschluß an die Verei­digung. 2m Nachtrag werden nun auch die be­reits vereidigten NS.-Schwestern, soweit sie noch nicht Mitglieder der NS.-Frauenschaft sind, durch die Dauvertrauensschwestern den zuständigen Eau- frauenschaftsleiterinnen gemeldet.

Der Lst-siatischc Verein Hamburg-Bremen veranstal­tete zu Ehren des nach Tokio zurückkehrenden japani­schen Handelsattaches Dr. A. Nagai einen Abschieds- empfang.

fottführungverwfrtschaftspMisllieiislusgaben

Neichsschatzanweisungen

Berlin, 4. Mai.

Zur Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich 899 Mill. RM. 4>/-prozentige auslosbare Reichsschatzanweisungen von 1937, zweite Folge. Die Schatzanweisungen werden spätestens in 18 Jahren fällig. Zum 1. Mai der Jahre 1917 bis 1952 wird je ein Sechstel des gesamten Betrages der Schatzanweisungen nach vorangegangener Verlosung zum Nennwert zurückgezahlt werde«, so daß die durchschnittliche Laufzeit sich auf 12 Jahre berechnet. Das Reich behält sich jedoch die Kün­digung aller Schatzanweisungen dieser Folge nach Ablauf von fünf Jahren vor. Der Zinslauf be­ginnt am 1. Mai d. I. Von dem Gesamtbetrag dieser Emission sind bereits 199 Mill. RM. seit gezeichnet worden. Die verbleibenden 599 Mill. Reichsmark werden durch das unter Führung der Reichsbank stehende Anleihekonsortium zum Kurse von 98)4 Prozent zur öffentlichen Zeichnung in der Zeit vom 13. Mai bis 29. Mai aufgelegt. Die Einzahlungen durch die Zeichner aus die zu­geteilten Schatzanweisungen verteilen sich auf die Zeit vom 3. Juni d. I. bis zum 29. Juli d. I., und zwar sind 49 Prozent am 3. Juli und je 29 Prozent am 21. Juni, 19. Juli und 29. Juli zu zeichnen. Frühere Zahlungen sind zulässig. Die

neuen Reichsschatzanweisungen sind mündelsicher; ihre Stücke sind bei der Reichsbank lombardfähig. Die Schatzanweisungen können auf Antrag in das Reichsschuldbuch eingetragen werden; ein dahin­gehender Antrag kann sofort bei der Zeichnung gestellt werden.

Hierzu drahtet unsere Berliner Schriftleitung: Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident Dr. Schacht hatte bekanntlich vor längerer Zeit erklärt, daß das Deutsche Reich bei Bewältigung seiner bedeutenden wirtschaftspolitischen Aufga­ben die bisherige Methode der Konsolidierung der aus der Avbeitsschlacht entstandenen finan­ziellen Belastung beibehalten würde. Die An­wendung dieser Methode, dargestellt in der Auf­legung einer Reihe von Anleihen des Reiches, hat sich, wenn man die Anleiheerfolge zugrunde legt, bisher bestens bewährt, und es besteht kei­nerlei Grund zu der Annahme, daß sie sich für die weitere Zukunft nicht bewähren würde. Auch in diesen Fragen spricht der Gemeinschaftssinn des deutschen Volkes ausschlaggebend mit. Wenn man zudem die Anleiheergebnisse als ein Baro­meter zur Ermittlung der Stärke des wieder­kehrenden Vertrauens zur deutschen Währungs­und Wirtschaftspolitik wertet, so kann man mit aller Deutlichkeit sehen, daß dieses Vertrauen, das sich seit 1933 in ersichtlichem Maße anzubah­nen begann, ständig an Stärke gewonnen hat.

Gerade die letzten Wochen haben dies wieder einmal bewiesen, und zwar insofern, als an den Börsenmärkten der festverzinslichen Wertpapiere das Anleihebodllrfnis deutscher Interessenten außerordentlich lebhaft zutage trat.

Wenn das Reich in Fortsetzung seiner plan­mäßigen Konsolidierungspolitik jetzt mit einer neuen Anleihe auf den Plan tritt, so konnte es sich nach dem vorher Gesagten keinen günstigeren Zeitpunkt auswählen. Daß auch diese neue Emis­sion des Reiches zu einem Erfolg führen wird, steht außer Zweifel, beruht doch die zunehmende Stärkung des allgemeinen Vertrauens auf der politischen Führung des Reiches. Der Führer hat erst gelegentlich des Nationalen Feiertages dar­gelegt, wie bequem sich ein Teil der anderen Län­der die wirtschaftliche Führung macht, indem es zu den alten, uns sattsam bekannten Methoden der Inflation sowie einer Lohn- und Preispoli­tik zurückkehrt, die zwar billig ist, aber im Er­gebnis von katastrophaler Wirkung sein muß. Der von Deutschland eingeschlagene Weg ist zwar der schwierigere, aber gesündere und in der bis­herigen Form nur dadurch zu beschreiten gewesen, daß das Reich unbeeinflußt und unbehelligt von den Maßnahmen ausländischer Mächte jegliches Währungsexperiment unterlassen hat. Daß die deutsche Währungspolitik in unveränderter Form beibehalten wird, ist selbstverständlich.

Neuorganisation der deutschen fllmwlrtschaft

künstlerische Kräfte in den stusstchtsrat der Usa und der lobis berufen

Berlin, 4. Mai

Dienstag fand eine Generalversammlung der Universum-Film-Aktiengesellschaft statt, die zum Zwecke der Umbildung des Aufsichtsrates infolge Majoritätswechsels einberufen war und.von dem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Staatsrat Dr. von Stauß, geleitet wurde. Generaldirektor Ludwig Klitzsch führte aus, daß die bereits im letzten Geschäftsbericht festgestellte befriedigende Entwicklung bis heute, angehalten habe. Die vergleichbaren Umsätze sämtlicher Betriebe konnten um etwa 17 Mil­lionen Mark gesteigert werden. Die Besuchersteigerung in den Ufa-Theatern betrug 18 v. H. Auch im Auslandsgeschäft sind Vesse- rungsansätze unverkennbar.

Die Filmwirtschaft sieht sich schwierigen Pro­blemen gegenüber, u. a. denen des Farb­films. Zum Zwecke der Entwicklung eines künst­lerisch wettbewerbsfähigen Verfahrens wird in Neubabelsberg ein eigenes Laboratorium mit be­sonderen technischen Einrichtungen gebaut, das in den nächsten Wochen in Betrieb genommen werden soll. Auch andere Erfindungen, wie die Film - Fernübertragung (Television) müssen weiter verfolgt werden. Die Positionen im Auslande und Uebersee müssen gefördert wer­den. Die Verwaltung steht daher auf dem Stand­punkt, daß alle verfügbaren Mittel des laufen­den Geschäftsjahres in erster Linie für solche Aufgaben dienstbar gemacht werden müssen, so daß eine Dividende für dieses Jahr voraussicht­lich nicht in Frage kommen wird.

Der Vorsitzende teilte alsdann mit, daß in Auswirkung des Besitzwechsels eine Reihe von Herren ihre Aufsichtsratsämter bzw. ihre Man­date niedergelegt haben, unter ihnen Reichsmini­ster a. D. Geheimrat Dr. Alfred Hugenberg. Es verbleiben im Aufsichtsrat Staatsrat Dr. von Stauß, Direktor Johannes Kiehl (Deutsche Bank und Discontogeselkschaft), Geheimer Regie­

rungsrat Dr. Alexander Kreuter, Direktor Karl Pfeiffer (Deutsche Länderbank) und Direktor Dr. Joseph Schilling (Commerz- und Privatbank).

Es wurden alsdann folgende Persönlichkeiten neu in den Aufsichtsrat gewählt: Professor Carl Frölich, stellvertretender Vorsitzender, Staatsschauspieler Paul Hartmann; General­intendant Eugen Klopfer, Dr. Hans Pil - der, Direktor der Dresdner Bank, Filmregisseur Karl Ritter; Vizepräsident der Reichsfilmkam­mer Hanns Weidemann und Staatsschauspie­ler Matthias Wiemann.

Den Vorsitz im Aufsichtsrat der Ufa übernimmt Staatsrat Dr. Emil Georg von Stauß. Die künstlerische Führung des Unternehmens liegt in den Händen eines Kunstausschusses, der sich aus folgenden Aussichtsratsmitgliedern zusammen­setzt: Professor Carl Frölich als Vorsitzender; Generalintendant Eugen Klöpfer. stellvertre­tender Vorsitzender; Staatsschauspieler Paul Hartmann; Filmregisseur Karl Ritter, Vizepräsident Hanns Weidemann; Staats­schauspieler Matthias Wiemann und General­direktor Ludwig Klitzsch. Außerdem werden zu den Sitzungen des Kunstausschusses hinzugezogen das Vorstandsmitglied, dem die Produktionslei­tung obliegt, und der jeweils zuständige Regisseur.

Gleichzeitig mit diesen organisatorischen Ver­änderungen bei der Ufa sind entsprechende Maß­nahmen bei der Tobis (Tonbild-Syndikat AG.) getroffen worden. Auch bei der Tobis wird der Kunstausschuß die künstlerische Führung des Unternehmens haben, dem folgende Persönlich­keiten angehören:

1. Staatsschauspieler Emil Janning.s als Vorsitzender, der gleichzeitig stellvertretender Vor­sitzender des Aufsichtsrates ist; 2. Willy Forst; 3. Veit Harlan; 4. Oberregierungsrat a. D. Ar­

nold Raether; S. Regisseur Hans Zerlett; 6. Der Generaldirektor der Tobis sowie das mit der Produktion beauftragte Verstandsmitglied und der jeweils zuständige Regisseur.

In einer demnächst einzuberufenden General­versammlung der Tobis werden Hans Zerlett, Veit Harlan und Arnold Raether zur Zu­mahl in den Aufstchtsrat vorgeschlagen werden. Dem Wirtschaftsausschuß der Tobis unter Vorsitz von Dr. Ferdinand Vausback wird Staats- Schauspieler Emil Janni.ngs ebenfalls als Mitglied angehören.

Zwischen der Ufa und der Tobis sind Verein­barungen über eine weitgehende Zusammenarbeit in wirtschaftlicher und künstlerischer Hinsicht ge­troffen worden.

Mit den vorstehend dargelegten Beschlüssen der Ufa und der Tobis ist nunmehr den Forderungen des Reichsministers Dr. Goebbels Rechnung ge­tragen, die er anläßlich der Jahrestagung der Reichsfilmkammern am S. März aufstellte utid in denen er zum Ausdruck brachte, daß künstlerische Kräfte in den Werdeprozeß des Films ein­gebaut werden müssen. Diese Grundsätze, die jetzt bei den führenden deutschen Filmunternehmen durchgeführt worden sind, werden in der nächsten Zeit für das gesamte deutsche Film­schaffen Geltung erhalten. Die enge Zu­sammenarbeit zwischen Ufa und Tobis, die nun­mehr gewährleistet ist, wird in naher Zukunft auch auf die heute noch außenstehenden Film­gesellschaften ausgedehnt werden. Wirtschafts­unternehmer und Kunstschaffende werden sich nicht mehr als Gegner oder auch nur als Parteien gegenüberstehen. Die Einheit des Film­schaffens wird in Zukunft gewährleistet sein. Durch die Errichtung der Kunstausschüsse soll der künstlerische Wettbewerb zwischen den einzelnen Unternehmungen die höchstmögliche Steigerung erfahren. Bei der Wahl der Stoffe, der Heran­ziehung der Schriftsteller, der Vergebung der Spielleitung und der Besetzung der Rollen wird künftig künstlerischer Wille maßge­bend mitwirken und keinen Augenblick zu vernachlässigen sein.

Neuer Präsident der Neichsrundfunkkammer

Berlin, 4. Mai.

Infolge der Beauftragung des bisherigen Prä­sidenten der Reichsrundfunkkammer Ministerial- rat Pg. Horst Dreßler-Andreß mit der Leitung einer besonderen Abteilung für volkskulturslle Arbeit im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda ist der bisherige Intendant des Reichssenders Breslau, Pg. Hans Kriegler von dem Präsidenten der Reichskulturkammer' Reichsminister Dr, Goebbels, zum Präsidenten der Reichsrundfunkkammer ernannt worden.

-!-

Der Reichsintendant des deutschen Rundfunks Dr, Glasmeier. hatte die Rundfunkintendan­ten nach Berlin berufen, um mit ihnen die Linie der künftigen Programmarbeit im Sinne der von Reichsminister Dr. Goebbels gegebenen Anord­nungen zu besprechen Danach ist oberer Leitsatz sur das Schaffen in den Funkhäusern, Kraft durch jtreude zu spenden. Besonderer Be­dacht ist aus Entspannung und Unter­haltung zu legen. Die weitaus überwiegende Mehrzahl aller Rundfunkteilnehmer wird vom Leben hart und unerbittlich angepackt, steht in einem nerven- und kräftezerreibenden Tages­kampf und hat deshalb einen Anspruch darauf, in den wenigen Ruhe- und Mußestunden wirk­liche Erholung zu finden.

.Xngesielit- ck<< .4»><>k>n- sliu-ikv« in ,1er enali^clien llsuptstuckt ist man nur sellu-tliilks ge abritten unck Ulkt in cken llauptvei keki «strallen I'rivataiito» verkebron. 8ie kaliren ckie gleiebe strecke nie ckie Omnibusse unck können kostenlos benutzt nerüen. Kutn.i .IVsltbilck

IkIPRt NVVV1M VoilM/M,

5 '

'El/M

Verewigung des kämpferischen Sfl.-6eistes

Von

Viktor I/utrio, stabsedek Sey 8^.

Zu der Verfügung des Führers dom 18. März 1937 über die Wiedcrholungsübungen zum SA.» Sportabzeichen bat der Stabschef der SA. die Ausfiihrungsbestimmungen erlassen, die den zu­ständigen Stillen zugehen und mit Wirkung dom

Im Jahre 1933 stiftete der Führer das SA.- Sportabzeichen als Grundlage für die körperliche Ertüchtigung innerhalb der SA. Am 18. Fe­bruar 1935 erneuerte und erweiterte der Führer diese Stiftung, indem er den Erwerb des SA.» Sportabzeichens auch allen Nichtangehörigen der Bewegung möglich macht, „um der Pflege wehrhaften Geistes in allen Teilen des, deutschen Volkes bewußten Ausdruck zu ver­leihen."

Mit der Verfügung vom 18. März 1937 ist nunmehr der letzte Schritt getan: Durch die vorgeschriebenen Wiederholungsübun­gen wird über die Forderung bestimmter ein­maliger Leistungen, die zum Erwerb des SA.-, Spoxtabzeichens führen, hinausgegangen und da­durch erreicht, daß die Wehrtüchtigkeit und kör­perliche Widerstandsfähigkeit in ernem möglichst langen Lebensabschnitt jedes einsatzbereiten deut- fchen Mannes gesteigert und erhalten wird. Eine solche Pflege des wehrhaften Geistes soll auf brei­tester Grundlage erfolgen.

Wie sehr der Führer gerade das SA.-Sport­abzeichen als das Mittel zur Erhaltung und dauernden Bewährung der deutschen Wehrtüchtigkeit betrachtet, geht aus der Tatsache hervor, daß das Leistungs­buch des SA.-Sportabzeichens von ihm zu einer offiziellen Urkunde erhoben wurde. Die Ur­kunde verbindet erstmalig in der geschichtlichen Entwicklung der körperlichen Ertüchtigung die Leistungsfähigkeit des einzelnen mit seiner cha- rakterlich-weltanschaulichen Haltung. Hierin liegt die größte Bedeutung der Verfügung des Füh­rers.

Während bisher körperliche Leistungsfähigkeit und charakterlich-weltanschauliche Haltung meist unabhängig voneinander, das sportliche Können also ohne Rücksicht auf Opferwillen und Hingabe an die nationalsozialistische Idee, gewertet wur­den, wird zukünftig beim Erwerb des SA.- Sportabzeichens neben der Erfüllung der körper­lichen Anforderungen ganz besonders auch die politische Haltung und sittliche Füh­rung des einzelnen ausschlaggebend in Betracht gezogen. Damit ist das'SA.-Sportabzeichen durch die Bestimmungen der Stiftungsurkunde zum zweckdienlichen Mittel geworden, um Körper, Charakter und Geist in jene Bindung zueinander zu bringen, die das Volk zur höchsten Leistung befähigt.

Dieser grundsätzlichen nationalsozialistischen Forderung tragen die von mir erlassenen neuen Ausfiihrungsbestimmungen Rechnung. Durch sie wird u. a. bestimmt, daß nur derjenige zum Erwerb des SA.-Sportabzeichens zugelassen wird, der deutschblütig ist, d. h. der den rassischen Anforderungen der Partei entspricht und dessen weltanschauliche Haltung dem na­tionalsozialistischen Staat gegenüber einwand­frei ist.

Volksgenossen, die nicht der SA., SS., dem NSKK. oder dem Neichsarbeitsdienst angehören, erwerben das SA.-Sportabzeichen künftig in S A.- Tportabzeichengemeinschaften, die ausschließlich im Zusammenhang mit den Ein­heiten der SA. gebildet und von SA.-Führern ge­leitet werden. In unermüdlicher Arbeit ist in den letzten zwei Jahren das Führerkorps der SA. auf diese große Aufgabe vorbereitet worden, so daß eine sachgemäße und zielsichere Ausbildung ge­währleistet ist.

Während bisher der Erwerb und die Berech­tigung zum Tragen des SA.-Sportabzeichens von der einmaligen Erfüllung der Leistungsprüfung abhängig war, kommen ab 1. Januar 1938 Wie­derholungsübungen hinzu. Diese sind nicht identisch mit den Leistungsprüfungen, sondern er­strecken sich nur auf bestimmte, von Jahr zu Jahr bekanntzumachende Uebungen.

Neu sind ferner die Voraussetzungen für die Ausgabe des SA.-Sportabzeichens in Bronze, Silber und Gold. Das Bronzene SA.-Sportab­zeichen erhält, wer die vorgeschriebenen Lei- stungsprllfungen mit Erfolg abgelegt hat. Die Berechtigung zum Weitertragen ergibt sich durch die jährlichen Wiederholungen. Nach fünf Jahren wird das Silberne, nach weiteren sechs Jahren das Goldene SA.-Sportabzeichen verliehen.

Der dauernde Besitz des SA.-Sportab­zeichens ist von der Teilnahme an den Wieder- holungsübungen zunächst bis zum 40. Lebens­jahre abhängig. Die Inhaber des SA.-Sport­abzeichens können selbstverständlich über diese Al­tersgrenze hinaus an weiteren Uebungen teil­nehmen, wodurch der Forderung, die Leistungs­fähigkeit und Wehrkraft bis ins hohe Alter zu er­baten. Rechnung getragen wird.

Nach dem Willen des Führers gibt die Besitz- urkunde Aufschluß über die körperliche Leistungs­fähigkeit und charakterlich-weltanschauliche Hal­tung des Inhabers des SA.-Sportabzeichens. Die außerordentlich weittragende Bedeutung, die der Urkunde zukommt, erhellt daraus, daß unehren­haftes Verhalten und Verstöße gegen die na­tionalsozialistischen Erunsätze sowie Versäumnis der Wiederholungsübungen die Entziehung des