Ausgabe 
(3.5.1937) Nr. 119
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Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsstont vremen

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr.NS /?. Jahrgang

Montag, Z. Mai SSZ?

kinzelpreis 15 Npf.

jüdische pöbeleim gegen Neichsdeutsche in Wien

Husschreitunoen im Schutze Ver üunkeltzeit

Unser Isgesspiegel

Die Maifeiern des Auslandes standen im Zeichen der Parteizerkliiftung und des Massenhaftes.

Der Reichsaußenminister von Neurath ist zu einem Besuch nach Rom abgereist.

Die italienischen Journalisten wurden in Nürnberg vom Reichspressechef der NSDAP. herzlich begrüßt.

Der bulgarische Gesandte Dr. Karadjofs traf zu einem privaten Besuch in Bremen ein. Deutschlands Fugball-Nationalelf errang in Zürich einen verdienten 1:0-Sieg.

Deutscher Rugby-Meister wurde wiederum der hannoversche RC. 1878 Linden.

Zu einem grasten Erfolg gestalteten sich in Bremen die Eröffnungsradrennen der Bahn- saison.

Bremes Kegler konnten in einem Städte- kampf mit 88 Holz Borsprung Hannover besiegen.

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Ver Haß gegen das Hakenkreuz

Wien, 2. Mai.

Die in Wien lebenden Reichsdeutschen hatten anlästlich des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes, den sie in schöner Geschlossenheit begingen, allenthalben von ihrem Recht Gebrauch gemacht, die Hakenkreuzfahne zu zeigen. Geschlossen war es überall von ihnen eingehalten worden, daneben die österreichische Fahne zu hissen. Die in Wien lebenden Juden, bekanntlich über ein Viertel der Gesamteinwohnerschaft, versuchten verschiedentlich,

gegen das Hissen der Hakenkreuzfahne zu demon­strieren. Sie hatten aber sehr wenig Erfolg, da die deutsch empfindende Bevölkerung die Fremd­stämmigen, über deren Anmahung ihr immer mehr die Augen aufgehen, sehr energisch in ihre Schranken verwies.

Zu einem bedauerlichen Zwischenfall kam es jedoch in dem bekannten Weinort Erinzing, einem Vorort Wiens. Drei jüdische Studierende und ein jüdischer Arzt versuchten sehr „mutig" im Schutze der Nacht, durch die Wohnung des Pförtners in die Räume des Wiener Vertreters des Scherl-

Verlages einzubrechen, um die Hakenkreuzfahne zu entfernen. Da es ihnen nicht gelang, in die Wohnung einzudringen, warfen sie mit faust- grosten Steinen die nach der Straste zu gelegenen Fenster ein. In echt jüdischer Frechheit ergingen sie sich dabei in wüsten Beschimpfungen gegen das nationalsozialistische Deutschland.

Die Täter konnten sofort festgenommen wer­den, wurden aber nach Feststellung ihrer Perso­nalien sogleich wieder entlassen. Die deutsche Ge­sandtschaft, der dieser empörende Vorfall sofort mitgeteilt wurde, wird selbstverständlich die not­wendigen Schritte unternehmen, damit derartige jüdische Strolche mehr im Zaum gehalten werden.

Sie feiern der lieichsdeutschen im stusiand

M lournallsten in Nürnberg

Herzliche Begrüßung durch den Neichspressechef der NSNNP.

Zeugnisse tiefer Verbundenheit mit sichrer und Neich

Berlin, 2. Mai.

Ueberall in der weiten Welt wo deutsche Volks­genossen leben, fanden sie sich am Nationalfeiertag des deutschen Volkes bzw. am Vorabend zusam­men, um Zeugnis abzulegen von ihrer Verbun­denheit mit Führer nnd Reich.

In London waren annähernd 1500 Volksge­nossen einer Einladung des Botschafters von Rib- bentrop zu einer Feierstunde gefolgt. Der Bot­schafter wies auf den Sinn des Feiertages hin und umriß die gewaltigen Leistungen des Na­tionalsozialismus unter der Führung Adolf Hitlers. In Paris versammelten sich am Abend des 1. Mai die deutsche Kolonie und die deutschen Arbeiter vom Ausstellungspavillon, die Mitglie­der der deutschen Handelsabordnungen und der deutschen Botschaft in Anwesenheit des deutschen Botschafters, Graf Welczek, des Landesgrup­penleiters Frankreich der NSDAP. Pg. Schleier und des Reichskommissars für die Internationale Ausstellung in Paris 1837, Mini­sterialdirektor Dr. Nuppel, zur gemeinsamen Feier im Deutschen Haus. Als Redner aus der Heimat sprach SA.-Eruppenführer Ober- nitz über die SA. Botschafter Graf Welczek hob in seiner Ansprache den Stolz der Reichs­deutschen im Auslande über das Aufbauwerk in der Heimat hervor. Der Nationalfeiertag des deutschen Volkes ist diesmal, wie aus Rom ge­meldet wird, von den Jtaliendeutschen mit besän-

Zusammenstöße

bei den Maifeiern der anderen

Im Zeichen der parleizerklüftung und des klassenhasses

Berlin, 2. Mai.

Während das nationalsozialistische Deutschland am 1. Mai den Nationalfeiertag des deutschen Volkes im Geiste der Volksgemeinschaft und in Dankbarkeit gegenüber dem Führer allenthalben festlich beging, standen die Maifeiern im Ausland zum Teil noch im Zeichen der Parteizerklüstung und des Klassenhasses.

In Frankreich wurde allgemein Arbeits­ruhe beobachtet, teils freiwillig, teils durch Streiks. In Paris stellten die Verkehrsmittel am Abend ihren Dienst ein; in anderen Städten ruhte der Verkehr schon vom Vormittag an oder wurde während einiger Stunden unterbrochen.

NeueLeistungsabzeichen dervflf.

Berlin, 2. Mai.

Sonntag fand in der Berliner KdF.-Volks- oper aus Anlaß der vierten Wiederkehr des Tages der Uebernahme der Gewerkschaften eine qroge Kundgebung statt, auf der Reichsleiter Dr. Robert Ley vor den Amtsleitern, Reichsbetriebs­gemeinschaftsleitern, Gauobmännern und Mit­arbeitern aus den Betrieben aller deutschen Gaue eine Rede hielt. Er wies auf die Bedeutung des 2. Mai 1933 hin, an dem 169 Gewerkschaften über­nommen wurden. Was damals geschah, wurde unter dem Gesichtspunkt durchgeführt, daß alles geschehen müßte, um für die deutschen Arbeits­kameraden zu retten, was noch zu retten war. Die Deutsche Arbeitsfront wurde nicht zu einer Dach­gesellschaft unzähliger Verbände gemacht, sondern systematisch auf alle Betriebsgemein­schaften aufgebaut.

Der Reichsorganisationsleiter kündigte dann noch an, daß zum Verufswettkampf noch ein Kampf der Gesellen und Meister, später auch der Betriebsführer hinzukommen werde. Dann teilte Dr. Ley weiter mit, daß die DAF. drei neue Leistungsabzeichen geschaffen habe, und zwar für vorbildliche Arbeit auf dem Gebiet der Volks­gesundheit, der Siedlung und des Werkes „Kraft durch Freude", so daß mit dem schon bestehenden Leistungsabzeichen für vorbildliche Veruss- erziehungsarüeit nunmehr vier Leistungsabzeichen der DAF. vorhanden sind. Künftig könnten auch nur die Betriebe zu Musterbetrieben erklärt werden, die zunächst diese vier Leistungsabzeichen errungen haben.

von Neuralh nach Nom abgereist

Berlin, 2. Mai.

Der Reichsminister des Aeutzeren Freiherr von Neurath hat Sonntag vormittag mit dem fahr­planmäßigen Zug von München seine Reise nach Rom angetreten. In seiner Begleitung befinden sich der Botschaftsrat von Bismarck, die Vor­tragenden Legationsräte vonKotze und Heim­burg sowie der Legationssekretär von March - thaler. Der Königlich-Italienische Botschafter in Berlin, Atollico, begleitet den Außen­minister auf seiner Reise. Zur Verabschiedung hatten sich Staatssekretär von Mackensen und einige Mitglieder des Auswärtigen Amtes sowie der italienische Geschäftsträger Botschaftsrat Graf Magistrati mit dem Personal der Botschaft auf dem Bahnsteig eingefunden. Der deutschen Dele­gation gehören ferner die Gesandten Stiewe und Aschmann an.

Berlin, 2. Mai.

Nach zweieinhalbtägigem Aufenthalt in der Reichshauptstadt schlug für die italienischen Jour­nalisten am Sonntag die Abschiedsstunde. Der stell­vertretende Pressechef der Reichsregierung, Mi- nisterialrat Berndt, verabschiedete im Auftrage von Reichsminister Dr. Goebbels die italienischen Journalisten und wünschte ihnen für die letzten zwei Tage ihres Deutschland-Besuches, an denen sieGästederPartei sein werden, alles Gute. Ministerialdirektor Dr. Casini faßte all das, was die italienischen Journalisten in diesen Ta­gen bewegt hat, in außerordentlich herzlichen Worten zusammen und erklärte, daß die Erleb­nisse in der Reichshauptstadt ihnen allen ein un­vergeßlicher und unauslöschlicher Eindruck für ihr ganzes Leben bleiben würde. Beim Abflug von Berlin sandte Ministerialdirektor Dr. Easini an Reicheminister Dr. Goebbels ein Danktelegramm.

Nürnberg, 2. Mai.

Der Nürnberger Flugplatz lag am ersten Maiensonntag im Glanz der strahlenden Sonne, als sich kurz nach 14 Uhr die beiden großen drei- motorigen Junkersflugzeuge mit den 20 italieni­schen Journalisten näherten. Auf dem Rollfeld hatten bereits tausend Mann der zur Begrüßung abgeordneten Ehren stürme Aufstellung ge­nommen. Um 14 Uhr erschien der Reichs- prefsechef d»r NSDAP., SS.-Grup,

penführer Dr. Dietrich, mit Gauleiter Julius Streicher und Oberbürgermeister Liebel. Nach der Landung begrüßten die Klänge der italienischen Nationalhymne die Gäste der NSDAP. Mit herzlichen Worten entbot ihnen Dr. Dietrich namens der NSDAP. den Will- kommensgruß auf Nürnberger Boden. Im „Deut­schen Hof" vereinigten sich später Gäste und Gast­geber zu einem einfachen Mittagessen, in dessen Verlauf Dr. Dietrich das Wort zu einer herz­lichen Begrüßungsansprache nahm.

„In den Zinnen und Türmen dieser alten deutschen Stadt", so führte er u. a. aus, „spiegelt sich ein Stück des alten deutschen Reiches und seines Glanzes und vereinigt sich mit der Aus­druckskraft des neuen Deutschlands. Nürnberg ist die Stadt Julius Streichers, von dem man weist, daß er eine schärft Klinge zu schlagen versteht, von dem wir aber auch wissen, daß er ein Mann der Lebensfreude und besonderer Herzlichkeit ist. Daher glaube ich, daß ich nichts Besseres tun kann, als ihm Ihre Führung durch diese Stadt anzuvertrauen."

In seiner Erwiderung übermittelte Ministerial­direktor Easini den Dank für den Empfang. Er wisse die Auszeichnung zu schätzen, an der Seite eines der ältesten Kampfer der NSDAP., des Gauleiters Julius Streicher, zu sitzen. 2m Laufe des Nachmittags besichtigten die italienischen Gäste die Bauten auf dem Reichsparteitag­gelände und die Nürnberger Burg.

derer Freude begangen worden. Die Auslands­organisation der NSDAP. hatte zur Feier des Tages eine Reihe namhafter Vertreter der Be­wegung als Festredner entsandt.

Auch die Moskauer deutsche Kolonie fand sich am 1. Mai zu einer Feier zusammen. Der deutsche Botschafter Graf von der Schulen- burg hielt eine Ansprache, in der er die Arbeit des Führers um das Wohl des deutschen Volkes kennzeichnete. In Salamanca empfing der deutsche Botschafter General Faupel sämtliche Mitglieder der deutschen Kolonie in seinem Land­haus zu kameradschaftlichem Beisammensein. Die deutsche Kolonie in Lissabon feierte gemein­sam mit der Besatzung des im Hafen liegenden Vermessungsschiffes „Meteor" in den Räumen des Deutschen Pereins. Die Festrede hielt der Reichsbeamtenführer N e e f. Die Angehörigen der reichsdeutschen Kolonie in Wien waren von der deutschen Gesandtschaft in den großen Saal des Wiener Konzerthauses geladen worden. Die Fest­rede hielt der Leiter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Dr. Walter Groß. Das Schluß­wort sprach Botschafter von Papen, der außer­dem über 1000 Volksgenossen in den Räumen der Gesandtschaft empfing. Im festlich geschmückten Kursaal inVern versammelten sich die deutschen Volksgenossen aus Bern, Thuiz, Jnterlaken, Frei- burg, Viel usw. Pg. Dreher aus Ulm über­brachte die Grüße der Heimat. In Genf sprachen

der Hauptschriftleiter des „Schwarzen Korps", SS.-Standartenführer Gunter d'Alquen, der Ortsgruppenleiter der NSDAP. Karl Hugo Schmidt und Generalkonsul Dr. Krauel. Im Haag konnte der deutsche Gesandte zahlreiche Volksgenossen begrüßen, die sich zur Feier des 1. Mai im größten Saale der Stadt versammelt hatten. Auch in anderen Städten Hollands fanden Feiern der deutschen Kolonien statt.

Vor der deutschen Kolonie in Briissel sprach SS.-Obergruppenführer Heißmeier. Im Mit­telpunkt der Feier in Kopenhagen stand eine Ansprache des Chefs der Reichskanzlei, Staatssekretär Dr. Lammers. Während in Oslo die Marxisten und Bolfchewisten am 1. Mai mit ihren roten Fetzen durch die Straßen zogen und das Volk zur internationalen Ver­hetzung aufriefen, feierten die Deutschen im Gedenken an ihren Führer und ihre Heimat. Die Reichsdeutschen in Reval versammelten sich zu einer Feier in dem historischen Schwarzhäupter­haus. Nach Begrüßungsworten des Reichsver­treters und des Landesvertrauensmannes sprach der Reichsredner Gaustudentenführer Pg. Dr. Doerr aus Heidelberg über den Sieg der deutschen Revolution. — Aus allen Teilen der Welt liegen bei uns weitere Meldungen über die Feiern unserer deutschen Volksgenossen vor, über die an dieser Stelle im einzelnen zu berichten zu weit führen würde.

Nachmittags sammelten sich die Angehörigen der marxistischen Gewerkschaften zu zwei Zügen, die sich später auf dem Place de la Nation trafen und sich gemeinsam nach Vincennes bewegten. Dort hielten die Gewerkschaftsführer Iouhaux und Raynaud Ansprachen, die über die staat­lichen Sender verbreitet wurden. In Oran (Algerien) kam es in einem Cafshaus zu einer Schlägerei und in Conde-sur-Gscaut (bei Lille) schlugen Volksfrontgenossen aufeinander los, wobei ein Stadtrat übel zugerichtet wurde.

In London fand im Hydepark eine Massen­versammlung statt, die von den englischen Links­parteien einschließlich der Kommunisten sowie den marxistischen Gewerkschaftlern veranstaltet wor­den war. Wie zu erwarten, nahmen Hunderte von streikenden Londoner Autobusführern und -schaffnern an der Kundgebung teil. Die Kund- geöer führten zahlreiche rote Fahnen mit sich, san­gen die Internationale und begrüßten die Zuschauer mit erhobener Faust.

In Warschau demonstrierten die Organi­sationen der marxistischen polnischen und jüdischen Parteien in der üblichen Art durch Umzüge in den Straßen, jede Partei gesondert, so daß im ganzen sieben Umzüge stattfanden. Im jüdischen Stadtteil kam es vereinzelt zu Zusammenstößen mit kommunistischen Gruppen. Beim Umzug der

kossgwoods sümindustrie bedroht

Hollywood, 2. Mai.

Hollywoods Filmindustrie ist von einem Streik von über 3000 Atelierange- stellten bedroht. In den Ausstand getreten sind dje Angehörigen von vier Gewerkschaften, die diesen Streik inszeniert haben, um Anerkennung ihrer Gewerkschaften zu erreichen. Die Fertig­stellung verschiedener Filme wird sich zumindest sehr verzögern, da die Arbeiten in den Ateliers nicht durchgeführt werden können.

Hand in Hand

Zusammenarbeit von Katholiken und Kommunisten in Polen

Warschau, 2. Mai.

Das polnische Bezirksgericht in Radom ver­urteilte den Vorsitzenden des dortigen Verbandes der katholischen Jugend wegen Zugehörigkeit zur illegalen kommunistischen Partei wegen um.

jüdischen Partei „Bund" ereignete sich ein im einzelnen noch nicht geklärter blutiger Zwischen­fall. Aus der Menge oder auch aus einem Fenster fielen in einer der Straßen des jüdischen Stadt­teils plötzlich einige Revolverschllsse. Fünf Per­sonen sind dabei verwundet worden. Ein ver­wundetes Mädchen ist seinen Verletzungen erlegen. Außerdem wurde noch eine Reihe Personen durch Bomben verletzt, die von unbekannter Seite zur Explosion gebracht worden waren. In den größe­ren Städten Polens kam es zu kleinen Zusammen­stößen zwischen den Socialisten und Kommunisten bzw. zwischen nationalistischen und jüdisch-marxisti­schen Verbänden. Auch in der tschechoslowakischen Republik wurde der 1. Mai mit Umzügen. Kund­gebungen und Volksversammlungen begangen, auf denen Vertreter der verschiedenen politischen Par­teien Reden hielten.

In Buenos Aires bewarsen im Verlaufe der roten Umzüge marxistische Strolche ein deutsches Geschäft, das zur Feier des Nationalfeiertages des deutschen Volkes die Hakenkreuzflagge gehißt hatte, mit Steinen.

In Mexiko mußten die Umzüge der ver­schiedenen marxistischen Eewerkschaftsverbände sorgfältig getrennt gehalten werden, um Zwische-n- fälle zu vermeiden.

stürzlerischerTätigkeitundderVer- breitung kommunistischer Schriften zu zwei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Bekanntlich hat sich vor einiger Zeit ein sowjetischer Jugendführer für die Verstärkung der kommunistischen Propaganda unter den katholischen Juqendverbänden aus­gesprochen.

Britischer Vamp er gesunken

Schiffszusammenstoß in der Nordsee

London, 2. Mai.

Sonntag morgen stieß in dichtem Nebel der jugoslawische Dampfer „Plaonik" mit dem briti­schen Dampfer „Alecto" aus Bristol im Bereich des Leuchtschiffes Noorderuder in der Nähe der belgischen Küste zusammen. Eh« Hilft kam, sank der Dampfer „Alecto". Zehn Mann der Besatzung sind ums Leben gekommen, vier wurden von der „Plavnik" gerettet.

Me wett überzeuge sich

Paris, 2. Mai.

Die ungeheure Lügenpropaganda wegen der angeblichen Bombardierung der spanischen Stadt Guernica durch deutsche Flugzeuge wird nun endlich in der französischen wie auch in der Welt­öffentlichkeit durch die wahren Geschehnisse wider­legt.

So berichtet beispielsweise auf Grund einer Be­sichtigung von Guernica und Durango durch aus­ländische Pressevertreter ein Sondervertreter der Agentur Havas, daß Offiziere des Esneralstabes des Generals Mola die ausländischen Journalisten nach Guernica geführt und ihnen in allen Einzel­heiten die Besichtigung der Trümmer erlaubt ha­ben, damit sie dort aus eigener Anschauung fest­stellen könnten, daß die von bolschewistischer Quelle verbreitete Nachricht, wonach die Zerstörung der Stadt ein Werk der Nationalisten gewesen sei, eine Lüge darstelle. Der Vertreter erklärt: Die ausländischen Journalisten haben die Stadt nach allen Richtungen hin durchstreift und konnten sich auch in aller Freiheit bei den wenigen zurück­gebliebenen Einwohnern erkundigen.

Sie haben feststellen können, daß sämtliche Mauerreste keine Spuren von Bombensplittern tragen, daß dagegen aber die Fenster von Rauch und Feuer geschwärzt sind.

Die Journalisten hätten überhaupt nirgends Bombeneinschläge feststellen können, wo­durch bewiesen wird, daß das Feuer der Stadt nur auf Brandstiftung zurückgeführt wer­den könne.

Bas Neuterdüro stellt richtig

London, 2. Mai.

Die Londoner Nachrichtenagentur Reuter ver­öffentlicht das Dementi der deutschen Presse zu der Behauptung, daß 1800 Deutsche in Sän Se­bastian gelandet seien. Reuter fügt hinzu, daß der Bericht aus amtlichen baskischen Quellen stamme und von keiner Seite unterstützt worden sei. Man habe die Loyalität Deutschlands in der Einhal­tung seiner? Verpflichtung, die weitere Entsen­dung von Freiwilligen zu unterbinden, niemals in irgendwelchen verantwortlichen Kreisen außer­halb Spaniens in Frage gestellt.

Das Reuterbllro stellt damit loyal richtig, was es ohne Prüfung aus ein-r sehr dunklen Quelle berichtet hat, die schon mehrfach zu erheblichen Be­anstandungen Anlaß gab.

krsolge an der Vistaga-sront

Salamanca, 2. Mai

Der nationale Heeresbericht meldet: Front von Aragon: Die vorgeschobenen Linien im Abschnitt Teruel wurden begradigt, wobei bei ge­ringem Widerstand der Bolfchewisten Gelände ge­wonnen werden konnte. Front von Bis- caya: Die nationalen Truppen haben Bermeo, Mundaca, Pedernales, Alta Mira, Vista Alegre besetzt. Der Feind floh unter Zurücklassung von zahlreichem Material, insbesondere von Minen- werfern. Ein bolschewistischer Gegenangriff bei Bermeo wurde zurückgewiesen.

Frankreich Spielzeug der Komintern

Paris, 2. Mai.

Der „Matin" bringt eine bemerkenswerte Ent­hüllung über die Pläne der Komintern in Frank­reich. Er berichtet, daß ein Ee Heimkongreß aller kommunistischen Parteien in allernächster Zeit in Paris stattfinden werde. Das Ziel des Kongresses sei, die Welt glauben zu machen, daß Frankreich bereits vollkommen unter die Abhängigkeit der Komintern gefallen sei. Der erste Teil dieses Geheimkongresses, dessen Aufgabe darin bestanden habe, die vorberei­tenden Arbeiten für den Hauptkon- tzreß zusammenzustellen, sei bereits am 25. April in Paris abgehalten worden. Diese vorbereitende Tagung sei nach außen hin als „Hilfskongreß für das rote Spanien" getarnt worden. Sie habe auch einen dementsprechenden Aufruf an alle kom­munistischen Parteien der Welt er­lassen. Bezeichnenderweise fehle unter diesen Unterschriften eine kommunistische Partei, näm­lich diejenige Sowjetrußlands.

Japan wühlte seinen Neichstag

Absolute Mehrheit der Minstzjto- und Seiyukai- Partei

Tokio, 2. Mai.

Das vorläufige Gesamtergebnis der japanischen Reichstagswahl zeigt die absolute Mehrheit der Minsaito- und Seiyukai-Partei, die 178 bzw. 175 Sitze einnimmt. Der Showakei-Partei brachte die Wahl 18 Sitze, der Shakaitaishuto-Partei 38, wäh­rend die Kokumindomei-Partei 11, die Tohokai- Partei 12, die Unabhängige Partei 25 und Split­tergruppen 8 Sitze erhielten.

Auf Einladung des Reichssührers SS. und Chefs der deutschen Polizei Himmler besuchte der italienische Jugenbfllhrer Unterstaatssekretär Ricci mit 22 Balilla-Offizieren die Leibstandarte SS. Adolf Hitler in Berlin-Lichterfelde.

Das Berliner Philharmonische Orchester unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler, das gegenwärtig in der englischen Hauptstadt weilt, gab während des Wochenendes zwei Konzerte in der Londoner Queenshall.

Der polnische Handelsminister eröffnete die 16. Internationale Posener Messe, auf der die deutsche Abteilung starke Beachtung findet.