Ausgabe 
(28.8.1934) Nr. 237
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Erscheinen RM. 2.3» einschließlich 3» Rps Austcllung-mebühr- durch d>- ovs! PoftschAk'Sambnro^,^ Postbcstellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu entrich.

NS.-Gauverlag Weser-EmsE. m. b. H..'Zw°i^i7d7°I°Ung E-«en G8°"' F«n1»f: Voland 6Z^

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Nr. 23? / z. Vierteljahr

Dienstag, 28. August

Einzelpreis 1Z Mpf.

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K.»IÜ. Die Saar-Treuekundgebung aus dem Ehrenbreitstein hat den wuchtigen Verlauf genommen, den die Vorbereitungen des machtvollen Bekenntnisses der Westmark zum Mutterland erwarten ließen. Auch alle einsichtigen und ehrlichen Franzosen werden im stillen mit dem imposanten Ergebnis des unvergeßlichen Tages von Koblenz gerechnet haben. Auf das Bestreben, den sieghaften Vormarsch der Wahrheit in das Gelände der Lüge wenigstens scheinbar aufzuhalten, ist offenbar der von Marxisten inszenierte Ver­such einer Gegenkundgebung rn Sulzbach zurückzuführen. Doch jenes Bestreben ist ebenso wie die unter Ausschluß der Öffent­lichkeit stattgefundene Sulzbacher Kund­gebung selbst kläglich gescheitert, was auch der „Petit Parisien" durch die bevorzugte Aufmachung des „Aufmarsches" der Marxi­sten nicht zu verwischen vermag- Woher hätten denn auch die Massen für das Un­ternehmen der Emigranten genommen wer­den sollen, da doch die Saardeutschen zu Hunderttausenden nach Koblenz über die „Grenze" gefahren waren? Etwas besser dagegen hat sich das „Echo de Paris" infor­miert, das mit Bezug auf die Koblenzer Kundgebung von einer „richtigen Mobil­machung" spricht. Da das Blatt aber den Ton aus „richtigen" legt und, hart die Grenze des Lächerlichen streifend, den für die Kund­gebung notwendig gewordenen Ausbau der Koblenzer Bahnsteige als Vorarbeit für den Fall einer wirklichen (militärischen) Mobil­machung hinstellt, können die sodann erneut vorgebrachten Zweifel an d^c Verständi­gungsbereitschaft Adolf Hitlers nicht weiter überraschen.

Am übrigen liebt das „Echo de Paris" in semLr Ausdrucksweise das Gegensätzliche: „Sklaven feiern die Freiheit". In der Hitze des Gefechts unterläuft aber dem Blatt ein Irrtum: die Freiheit ist zwar gefeiert worden, jedoch hat die volksfremde Saar- regierung unter der Leitung des Herrn Knox die ihr anvertrauten freien Teutschen auch mit wahrhaft drakonischen Maßnahmen nicht in Sklaven verwandeln können.

Und wie steht es mit dem Widerhall der Aeußerung des Führers, nach der Lösung der Saarfrage bestehe kein sichtbarer ver­nünftiger Grund, daß zwei große Nationen sich ewig und in alle Zukunft weiter be­kämpfen? „Le jour" meint, man würde gern von dieser Erklärung Kenntnis nehmen, falls sie für die Zukunft bindend sein würde. Welchen Wert hätten aber Worte, so fragt das Blatt aus den bekannten Angstkom­plexen heraus, wenn bereits unterzeichnete Verträge Papierfetzen seien? Nun, zwischen dem Versailler Schandvertrag und der Frie­denserklärung Adolf Hitlers besteht denn doch ein grundlegender Unterschied! Das eine stellt das Ergebnis einer auf Lüge und Unvernunft basierenden Erpressung dar, das andere ein freiwilliges Bekenntnis des Staatsoberhauptes einer geeinten Nation; das eine atmet den Geist des Unfriedens und der Unmoral, das andere ist getragen von dem Willen zur ehrlichen Zusammen­arbeit zweier ruhmreicher Völker. Diese Er­kenntnis setzt allerdings ein tieferes Ein­dringen in die Welt des Nationalsozialismus voraus.

Zuchthaus

für „Noten Stoßtrupp"

Berlin, 27. August.

Unter der Anklage der Vorbereitung zum Hoch­verrat hatten sich am Montag vor dem Zweiten Senat des Volksgerichtshofes sieben Angeklagte zu verantworten, die die illegale marxistische Zellen- zeitung „Der rote Stoßtrupp" verbreitet hatten. Die Angeklagten hatten ferner geheime Beziehun­gen zu der nach Prag geflohenen SPD-Leitung unterhalten und von dort rund 1090 Mark zur Finanzierung ihrer hochverräterischen Umtriebe bekommen.

Das Urteil gegen den Hauptangeklagten Rudolf Küstermeyer wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Verbrechens gegen die Verordnung zur Ab­wehr heimtückischer Angriffe gegen die Regierung der nationalen Erhebung vom 21. 3. 1933 lau­tete antragsgemäß aus zehn Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. Die beiden weit««» Mit­glieder des „Roten Stabes"", wie sich der Führer- kopf der illegalen Organisation selbst bezeichnete, Karl Zinn und Willi Strinz, erhielten je sieben Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, wäh­rend der 32jährige Willi Schwarz mit 3 Jahren Zuchthaus davonkam. Die Strafen der übrigen drei Angeklagten bewegten sich zwischen 1)4 und drei Jahren Gefängnis.

Vor dem Ausstand von 800 000 amerikanischen Wollarbeitern. Aus Washington wird gemeldet: Der Streikausschutz des Textilarbeiter-Verbandes sandte geheime Anweisungen an die Führer der einzelnen Verbände für den allgemeinen Ausstand in der Textilindustrie. Wie Associated Preß er­fährt, soll zunächst eine halbe Million Baumwoll- arbeiter am 4. September in den Ausstand treten. Möglicherweise werden sich etwa 300 000 Seiden-, Kunstseiden- und» Wollarbeiter ihnen anschließen.

Zur Organisation des ^Parteitages

Die Luiipoldarena vor der Vollendung

Steingewordene Tradition nationalfoziaiiftischer Kampfzeit

Wenn die Stadt Nürnberg besonders in bau­licher Beziehung ein wahrer Schatzkasten unter den deutschen Städten ist, wenn sich hier widerspiegelt traditionsreiche deutsche Vergangenheit in Meister- wevken echt deutscher Baukunst, so darf sie sich nun glücklich schätzen, diesen Zeugen verflossener Zeit ein Baudenkmal aus lebendigster Gegenwart zu­zählen zu können.

Wir meinen hier jenen geradezu gigantischen Ansmarschplatz, der dratzen im Luitpoldhain nun­mehr seiner Vollendung entgegengeht.

Es ist Abend geworden,' und wir sind eben dabei, die Arbeit für heute zu beenden. Da erscheint im letzten Augenblick in der Pressestelle der Organisationsleitung des Reichsparteitagcs in der Frauentorschule Pg. Albert Speer, der Architekt des Reichsparteitages, und mutz nun, ob er will oder nicht, uns eine Stunde seiner kost­baren Zeit opfern. Wir wollen mit ihm hinaus in die Luitpoldarena, um von ihm selbst dort an der Stelle, wo er in enger Zusammenarbeit init dem Hochbauamt der Stadt Nürnberg nach dem Gedankengut des Führers den würdigen Nahmen für die gewaltigsten Aufmärsche, die die Welt je gesehen, schuf, einiges über diesen Bau zu hören.

Schnell hat uns der Wagen hinausgebiacht. Unterwegs begegnen uns Lastwagenkolonnen, besetzt mit Männern des Arbeitsdienstes. Sie schaffen draußen zusammen mit den Arbeits­kameraden aus dem Erwerbslosenheer der Stadt Nürnberg, aus dem viele Hunderte aui langeZeitdurchdieses Bauvorhaben Brot und Lohn gefunden haben.

Aber nun-. Da hat sich vieles draußen

verändert, seit wir diesen Platz zum letzten Male sahen. Unendlich dehnt sich die Fläche des grünen Rasens vor uns. Wuchtig die Anordnung der Tribünen, ragend in Kirchturmhöhe die schweren Eisenmasten für die Fahnen, die hinter der Tri­büne für die Ehrengäste den Abschluß des Platzes bilden, während die gegenüberliegende Seite vom Ehrenmal eingenommen wird. Die letzten Hand­werker verlassen ihre Arbeitsstätte. Feierabend für heute.

Und wir verleben dann hier draußen eine Weihestunde. Sage niemand, das sei übertrieben, von Weihestunde zu sprechen bei der Besichtigung eines, seiner Vollendung entgegengehenden Bau­vorhabens, und sei es auch noch so gewaltig. Sage das niemand, bevor er nicht selbst gesehen. Und wenn er im Gedankengut des Nationalsozialismus aufgewachsen, wenn er die kämpferische Tradition unserer Bewegung kennt, vielleicht miterworben hat, dann wird er, wie wir, Weihevolles empfin­den, dann wird auch er erkennen, was Pg. Speer mit diesen Worten so knapp und klar umriß:

„Diese Anlage ist steingewordene Tradition aus nationalsozialistischer Kampfzeit!"

Kampfzeit-. Im dämmernden Abend

sitzen wir auf den Stufen einer Treppe. Weit, unendlich weit scheint sich der breite, platten- belegte Mittelweg hinzuziehen. Der Weg, den der Führer schreitet zum Ehrenmal, der Toten zu gedenken, wenn die Hunderttausende am Sonn­tagmorgen angetreten sein werden. Der Führer wird schreiten, so wie er oft schritt durch die Tankende in jenen großen Hallen, in denen er

dem deutschen Volk den Tag der Freiheit kündete und den heiligen Willen zum Sieg ins Herz pflanzte. So wie er ging den weiten Weg zum Volk um des Landes willen.

Und dort drüben, die riesigen ragenden Masten, sie werden die Fahne tragen, und sie wird weit und gewaltig leuchten ins Land, über den Häuptern der Hunderttausende. So wie einst sie stand über uns in den Schlachten, die in Ver­sammlungen tobten, wie sie Licht und Kraft aus­gast in unsere Herzen, als wir allein standen und nichts hatten als diese Fahne und unsere heiße Liebe zum Volk.

Und dieses Volk, es wird dort auf den über­dimensionalen Tribünen Zeuge sein des gewaltigen Ausmarsches. zum Zeichen, daß es nun ganz bei uns ist.

Diese Gedanken bewegen uns in dieser Stunde, und als dann Pg. Speer uns erzählt, wie der Führer an diesem Werk interessiert ist, wie er sich freut über sein Gelingen,, da fühlen wir wieder

Gegen ausländische Gampottzel

„Die Schweiz will nicht die Schergen stellen!"

Gens, 27. August.

Daß es in der Schweiz genügend besonnene Leute gibt, die der Anregung eines französischen Blattes, eine Schw izer Polizeitruppe für das Saargebiet zu stellen, scharf ablehnend gegenüber­stehen, zeigt ein Artikel in der „Neuen Basier Zeitung", die bürgerlich-vaterländische Kreise ver­tritt. Das Blatt bezweifelt zunächst, ob die Schweizer Wehrmänner für diesen Polizeidienst geeignet seien, da ihnen die richtige Ausbildung fehle. Der Kampf um die Saar sei eine Aus­einandersetzung zwischen Deutschland und Frankreich. Die anderen Staaten seien da­ran nur so weit interessiert, als sie wünschen müß­ten, daß dieser Zankapfel möglichst bald ver­schwinde. Unverständlich sei die Forderung, daß die Soldaten fließend deutsch und franzsisch spre­chen müßten, angesichts der Tatsache, daß die Be­völkerung ausschließlich deutsch spreche. Für die Bevölkerung des Saargebietes würde die Entsendung einer fremden Polizeitruppe schon an und für sich einen gewaltigen Schlag ins Gesicht bedeuten. Man müsse unter diesen Umständen bedenken, wie stark und einseitig sich die Schweiz mit einer solchen Polizeitruppe engagieren würde.

Vor 600 Jahren hätten die alten Eidgenossen die fremden Vögte vertrieben, heute aber solle die Schweiz einer Regierung, die von der Bevölke­rung als Fremdherrschaft nur mit Widerwillen ertragen werde, noch die Schergen stellen. Das dürfe nie und nimmer geschehen. Diejenigen Mächte, die 1919 das unheilvolle Saarproblem geschaffen hätten, sollten heute auch allein die Suppe ausessen. Wenn die Schweiz wie bisher neutral sein solle, so dürfe kein einziger Schweizer Polizist ins Saargebiet. Deshalb werde der Völkerbund gut daran tun, das Begehren des Herrn Knox strikt abzuweisen.

einmal das Glück, daß er uns geschenkt wurde. Denn das hier, was wir hier vor uns sehen, das ist er, unser Führer. Ist er und die Bewegung. Groß, gewaltig, und dabei von einer Harmonie, wie sie eben nur etwas ganz Deutsches, ent­sprungen aus deutschem Gedankengut, aus deut­schem Herzenswillen, haben kann.

Wir sehen eine Vision: Kopf an Kopf stehen die Männer der SA. und SS. Dort oben ragen die Fahnen und Standarten. Ueber ihnen die mächtigen Adler auf den Tribllnensockeln, mit ihren acht Metern Flügelspannweite. Gewaltig, wundervoll, unbeschreiblich schon voriges Jahr dieses Bild. Und nun erst, in diesem Jahre, in diesem Rahmen, wie wird es da erst sein! Und dort oben, über uns allen, steht der Führer. Allein, denn er ist der Hohe und doch nicht ein­sam, denn unsere Liebe umgibt ihn, und von seinem Herzen zu unseren geht ein ewiger Strom; verbunden sind wir aus immerdar in Treue.

So ist diese Stunde, so empfinden wir und so begreifen wir das Wollen, das diesen Platz schuf. Thingplatz der Treue! Zeuge der Kraft! Denkmal des Kampfes in der Vergangenheit!

Schnell, allzuschnell vergeht die Abendstunde. Fast schon im Dunkeln treten wir unseren Weg zurück an. Hier noch etwas Interessantes: Gewal­tige Trommeln liegen zu Füßen der eisernen Fahnenmasten. Sie werden zwischen den einzelnen Trägern in Fiihrungskanälen laufen und zwischen ihnen spannt sich das Tuch des heiligen Banners. Ein elektrisches Hebewerk besorgt die Fortbewe­gung der Fahnentrommeln, und. damit kein Zer­reißen des Fahnentuches eintritt, bei starkem Wind usw., ist die gesamte Anlage elastisch gehal­ten, so daß bei starker Spannung die Stahltrossen, die die Trommeln halten, automatisch Spielraum gewähren.

Pg. Speer erklärt uns, daß es sich bei dieser Konstruktion vorläufig um einen gewissen Ab­schluß der technischen Entwicklung in dieser Rich­tung handele, und es ist interessant, von ihm, der zu den großen Staatsfeiertagen stets die Auf­marschplätze gestaltete, zu erfahren, wie von Fall zu Fall aus den Erfahrungen des Vergangenen immer wieder diese Dinge verbessert wurden, so daß, während die Anlage an sich die verschiedenen Elemente aus der Kampf- und Massenversamm­lungszeit vereinigt, auch der Aufbau als solcher immer vollkommener wurde.

Das jedoch begreifen wir, daß solches Bauen nur jemand kann, der den Kampf erlebt und der Bewegung ganz verhaftet ist, weil niemals allein der nüchterne Verstand und fachliches Können hinreichen, um etwas zu schaffen, das in leben­diger Beziehung steht zu dem Streben, Kämpfen und Leben des Nationalsozialismus, so wie wir es hier finden.

Und Nun sind wir wieder daheim. Gefangen noch in Erinnerung an das Gigantische, das wir geschaut. Steingewordene Tradition aus natio­nalsozialistischer Kampfzeit, so sagte Pg. Speer, der Architekt des Reichsparteitages, und wir freuen uns dessen, weil wir wollen, daß gerade diese Zeit unvergessen bleibt. l>. L Rings.

IOOOOO schlesische Arbeiter marschieren

Dr. Ley auf einer Riesenkundgebung in Breslau

Breslau, 27. August.

Schon in den Morgenstunden des Sonntags herrschte auf den Breslauer Bahnhöfen ein Riesen­betrieb. Von 2 Uhr morgens bis in den Mittag hinein trafen über 300 Sonderzllge der Reichs­bahn aus ganz Schlesien in rascher Folge ein. Die Kolonnen marschierten mit Musik und entrollten Fahnen nach dem großen Aufmarschgelände, dem Truppenübungsplatz Breslau-Rosental, wo sieben- hunderttausend schlesische Avbeitskameraden die Rede des Führers der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley. hören wollten.

Um 17 Uhr stieg eine Rakete hoch. Der Führer der Deutschen Arbeitsfront und Stabsleiter der PO., Dr. Ley, ist in Begleitung des Gauleiters, Helmut Brückner, und des Landesobmannes Adolf Kulisch aus dem Aufmarschgelände eingetroffen Der Landesobmann Ost, Pg. Kulisch, begrüßte Dr. Ley. Für den Führer der Arbeitsfront in Schlesien bedeute dieser Aufmarsch eine neue Ver­pflichtung. Nach dem Kommando „Fahnen auf!" meldete er dem Führer der Deutschen Arbeits­

front 980 Fahnen der Bewegung, 8068 Betriebs- sllhrer, 829 288 Betriebsgefolgschaftsmitglieder und 102 624 Einzelmitglieder der Deutschen Ar­beitsfront.

Musikalische und Sprechchorvorträge leiteten zur Anspräche des Führers der Teutschen Arbeits­front, Dr. Ley, über, der einleitend darauf hin­wies, daß am gleichen Tage am Rhein ein« halbe Million deutscher Menschen zusammengekommen sei, um zu hören, was der Führer an neuem Glauben und neuer Hoffnung den Saardeutschen zu geben vermöge, daß ferner in Tannenberg und in Niedersachsen gewaltige Volkskundgebungen am gleichen Tage stattfänden. Der heutige Tag habe aber auch weiter erwiesen, daß das Herz eines Volkes an den Grenzen liege. Wir haben erkennen müssen, so führte Dr. Ley weiter aus, daß die Macht eine Volkes und seine Bedeutung abhängt von dem Willen zur Einheit. Diese machtvolle Kundgebung, so fuhr Dr. Ley fort, solle als ein Wunder erscheinen, daß so etwas überhaupt möglich ist. Man müsse sich einmal vorstellen, man hätte vor zwei Jahren X Mill.

Saarländer!

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letzter lermin M Meldung

Menschen vereinigen können, man stelle sich ein­mal die Folgen vor!

Der Führer der Teutschen Arbeitsfront kam dann in seinen weiteren Ausführungen auf den Sinn der Volksgemeinschaft zu sprechen und aus dieser sich entwickelnden Kameradschaft und Treue und schließlich aus dem Glauben, der sich aus dieser blutmäßigen Erkenntnis der Gemeinschaft ergebe. Ein Volk müsse, wenn es bestehen soll in der Welt, zum Opfern erzogen werden. Der Glaube bringe das Volk über alles hinweg, der Glaube an das Recht, der Glaube an die Ge­setzmäßigkeit des Wollens, an die Richtigkeit der Weltanschauung, an die Erhabenheit des Lebens und der Glaube an den Führer Adolf Hitler, der die Idee und den Nationalsozialismus in sich verkörpere.

Sodann weihte der Führer der Deutschen Ar­beitsfront zum ersten Male im Gau Schlesien zahlreiche Fahnen der Deutschen Arbeitsfront. Nach dem Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, gab Gauleiter und Oberpräsident Helmut Brückner bekannt, daß von Breslau nach Koblenz an den Führer folgendes Telegramm abgesandt

sei:

„700 000 deutsche schaffende Männer und Frauen Schlesiens, die zu einer Treuekundgebung der Teutschen Arbeitsfront für Führer und Volk zu­sammengekommen sind, grüßen die Bruder an der Saar. Es lebe der Führer, Treue um Treue. Dr. Robert Ley, Helmut Brückner."

Die Wektceictsckcrft Arie

L. Bremen, 28. August 1934.

Die ausländische Presse vom Montag hat versucht, einen Gegensatz zwischen dem Füh­rer und Dr. Schacht in der Frage der Be­handlung des deutschen Außenhandels her- auszukonstruieren. So schreibt eine Lon­doner Zeitung: „In einem Augenblick, wo sich der Führer in beredten Worten bemühe, das Mißtrauen des Auslandes zu entwaffnen, habe Dr. Schacht eine Rede gehalten, die es eher verursachen könne. Die Tür, die Herr Hitler der Saarbevölkerung öffne, werde von seinem Minister der Welt gegenüber ins Schloß geworfen." Wer die Rede des Führers in Koblenz mit derjenigen Dr. Schachts aus der Leipziger Messe aber kritisch vergleicht, wird zur Ueberzeugung kommen, daß Dr. Schacht die Rede des Führers vom Stand­punkt der deutschen Wirtschaft aus nur er­härtet, aber nicht abgeschwächt hat. Der Füh­rer hat ausdrücklich unter Hinweis auf die Boykottbestrebungen des Auslandes erklärt:

Zeder kauft die Gaarplakette!

Zur Saar-Treuekundgebung in Koblenz hatte der Führer eine Saar-Plakette gewählt, die in ihrer künstlerischen Formgebung viel­faches Symbol der Verbundenheit des Reiches mit der deutschen Saar darstellt. Zwei Hände einigen sich in festem Druck — das Reich und das Saargebist. Beide sind treu vereint in dem Schwur des Reiches und vor allem der Saardeutschen:

Deutsch ist die Saar!

Und auf einem Ehrenmal, das dort gleich­sam für die vielen in Treue gefallenen Kämpfer an der Saar errichtet ist, steht der Wahlspruch dieser Helden: Des Deut­schen Ehre ist die Treue. Der toten und der lebenden Kämpfer an der deutschen Saar gedenkt so das neue Reich, dessen Sym­bol über allen schwebt. In diesem Sinne in­nerer Verbundenheit werden alle Deutschen bis zum Abstimmungstag die Saar­plaketten tragen. Wer sie trägt, trägt sie für die deutschen Brüder an der Saar, denen das Tragen im Saarland verboten wurde.

„Wenn man uns zwingt, dann werden wir uns wirtschaftlich so sehr auf eigene Füße stellen, daß man die Wirkungslosigkeit sol­cher Versuche bald erkennen wird." Und Dr. Schacht sagt in gleichem Zusammenhang in seiner Leipziger Rede: „Wer der Ansicht ist, daß die deutsche Volkswirtschaft aus dem internationalen Handel ausscheiden werde oder ausgeschieden werden könnte, der soll um Gottes Willen die Finger von Deutsch­land lassen. Für alle Kreise, die anderer An­sicht sind, werden sich die Handelsbeziehungen ohne Zwang aufrecht erhalten lassen.

Wo in aller Welt soll da ein Gegensatz liegen?! Was gesagt worden ist, läßt sich in einem Satz zusammenfassen: Wir laufen weder in der Politik, noch in der Wirtschaft jemanden in Welt nach, um dessen Gnade und Barmherzigkeit zu erbetteln. Gewiß, mögen diese Gedanken für gewisse Kreise des Aus- landes — und wir geben auch zu, des In­landes — sehr kühn und vermessen erschei­nen, aber der Nationalsozialismus ist eben kompromißlos in der Politik und in seiner Wirtschaftsauffassung. Die deutsche Wirt­schaft in ihren Beziehungen zum Ausland, deren Schwierigkeiten niemand besser beur­teilt, als der Führer selbst, ist sich bewußt, ohne überheblich dabei zu fein, daß soviel Kraft und Energie in ihr aufgespeichert ist, um sich in absehbarer Zeit selbst wieder Welt­geltung und Ellenbogenfreiheit zu ver­schaffen. Man kann verstehen, wenn die Welthochfinanz sich bemüht, wie es nach der Revolution von 1918 der Fall gewesen war, mit uferlosen Krediten sich wirtschaftlichen Einfluß und damit eine Kontrolle in Deutsch­land zu verschaffen, mit dem stillen Hinter­gedanken, diese Kontrolle auch politischen Zwecken dienstbar zu machen. So schlecht stehen wir gar nicht in der Welt da, daß man uns Kredite verweigern würde, wenn wir überhaupt darum bäten. Denn gerade die inneren stabilen Verhältnisse, die Deutsch­land heute unter nationalsozialistischer Füh­rung vor allen anderen Ländern auszeichnen, bilden einen Anreiz, uns den wohlgefüllten Geldbeutel der Welthochfinanz vor die Nase zu halten. Aber wir sehen uns unsere Geld­geber etwas genauer an. Nach dem alten kaufmännischen Grundsatz, daß eine Hand die andere wäscht, werden Kreditgeschäfte, die für gewöhnlich immer für den Geldgeber lukrativ sind, nur mit jenen Staaten abge­schlossen, die auch mit uns Handel treiben. Wir wollen also nicht die Kuh sein. die man nur melken will.

Die Grundsätze, nach denen Deutschland init dem Ausland Handel treibt, sind uns durch die Verhältnisse diktiert worden, nur mit dem Unterschied, daß wir selbst das Dik­tat aufgesetzt haben. Wir sind federführend