Ausgabe 
(15.4.1937) Nr. 102
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parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

mlistm vremens

der Nationa

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt vremen

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Vas amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 102 / ?. Zalzrgang

Vonnerstag, 15. flpril 1SZ7

kinzelpreis 15 Npf.

New llorker Kirche Schauplatz jüdischer Ketze

Vorsülirunli eines deutsch feindlichen tügenfllms

Seltsamer Sottesdienst

New york, 14. April

Der Satz „Es ist schon alles dagewesen" hat sich wieder einmal nicht bewahrheitet. Die neuen Methoden der jüdischen Propaganda in Amerika stellen nach dem letzten Beispiel alles bisher Ve-

Unser lagesspisgel

Die antideutsche jüdische Hetze in USA. be­dient sich nunmehr in heuchlerischer Form auch der Kirche.

Deutschland hat einen Schritt beim Vatikan unternommen.

Der englische Einfuhrbedarf ist stark ge­stiegen.

Ministerpräsident Eöring, Reichspressechef Dr. Dietrich und SA.-Gruppensührer Vöhmcker erlassen Aufrufe zum „Dankopser der Nation". Geistliche beider Konfessionen des Gaues Saarpsalz bekennen sich znr Gemeinschafts­schule.

t Für den weiteren Aufbau von Schafherden ^ im Reiche wurden die Ankanfskredite ver- I längert.

p JE. Farben stärken ihre Reserven erheblich. Die Uuterweser Reederei wird zwei neue Schiffe in Dienst stellen.

Unser O. U.-Mitarbeiter begleitete den ersten diesjährigen NSB.-Kindertransport ins Sauerland.

Zum großen Tressen der HJ. des Gebietes Nordsee (7) in Bremen «erden vor dem Reichsjugendführer 100 000 Mann ausmar­schieren.

kannte in den Schatten. In der baptistischen Riverfide-Kirche zu Newyork fand vor 1580 Zu­schauern die Vorführung eines „Werbefilms" statt, der sich, begleitet von aufpeitschenden, rührseligen Hetzreden gegen Deutschland, mit dem Schicksal aus Deutschland ausgewiesener Emigranten be­schäftigt. Der Film, der den bezeichnenden Titel trägt „Moderne christliche deutsche Märtyrer", soll womöglich in jeder Kirche der Vereinigten Staaten unentgeltlich vorgeführt werden. Der Erlös dieses frommen Unternehmens, bei dem Kollekten veranstaltet werden, ist für die Emi­granten aus Deutschland bestimmt.

Der Film enthüllt mit erschreckender Deutlich­keit die in ein christliches Gewand gekleideten un- christlichen Methoden, mit denen offenbar ein neuer großangelegter antideutscher Propagandafeldzug durch alle Kir­chen der Vereinigten Staaten eingelei­tet werden soll. Eine kleine Clique bemüht sich unte' dem Einfluß landfremder Elemente, die Frö ngkeit amerikanischer Kreise für ihre Zwe e auszunutzen. Die wahren politischen Ab­sichten werden durch fromme Aeußerungen christ­licher Nächstenliebe verschleiert, und es wird der Versuch gemacht, den wertvollsten bodenständigen Teil der Bevölkerung der Vereinigten Staaten durch einen Appell an ihre religiösen Gefühle zu erfassen.

Der inhaltlich äußerst dürftige Film besteht im wesentlichen aus einem Aufruf des ehemaligen Völkerbundskommissars für die Emigranten aus Deutschland, MacDonald, und des Pastors der Riverfide-Kirche, Fast ick. Auch Erika Mann, die sattsam bekannte Tochter ihres noch „rühmlicher" bekannten Vaters Thomas Mann, ist gleichfalls ebenso wie andere deutsche Emi­granten, an der Darstellung beteiligt. Die natio­nalsozialistische Regierung wird von den Rednern als Feind jeder christlichen Kultur hingestellt. Aeußerungen von Alfred Rosenberg, Baldur von

Schirach und aus dem Buch des Führers „Mein Kampf" werden angeführt und der Absicht ent­sprechend gefälscht. Der Film, der charakteristischer Weise mit dem Absingen des Luther-Chorals beginnt, ist somit eine Mischung kirchlicher Liöoer und Gebete mit hetzerischen Gemeinheiten, Er -st ein hoffentlich zum Mißerfolg bestimmter Versuch, eine freche jüdische Hetze in die einfluß­reichen Kirchen der Vereinigten Staaten hinein­zutragen.

So empörend und hinterhältig die neue jüdische Hetzaktion auch ist, und so nachhal­tig das deutsche Volk gegen diese infame Vergiftung der Beziehungen zwischen fried­liebenden Staaten auch protestiert, so sind wir doch überzeugt davon, daß die große amerikanische Nation sich mit jener kleinen Clique übelster Dunkelmänner unter keinen Umständen zu identifizieren wünscht. Im­merhin dürfte es angesichts der schmutzigen Methoden der antideutschen Giftmischer nicht zwecklos sein, das amerikanische Volk an die Tatsache zu erinnern, daß es Deut- s ch e waren, die ihm seine Freiheit entschei­dend miterkämpft und sein Staatswesen mit aufgebaut haben, daß es dem Deutschstäm­migen Steuben und dem Deutschstämmigen Carl Schurz somit Unendliches zu verdanken hat. Wir können also von dieser historischen Plattform wie auch vorn Gesichtspunkt der Völkerverständigung aus erwarten, daß die von Juden betrogene und ausgenutzte Mehr­heit der Bevölkerung Amerikas mit Ent­schiedenheit von jenen internationalen Brandstiftern abrückt und eine Verun­glimpfung des deutschen Volkes energisch unterbinden wird.

silmltt Sem führn durch die lat!

flufruf -es Sfl-flruppenfü-rers vötzmcker zum „Vankopfer -er Nation"

Ver sichrer der Sfl.-Sruppe Nordsee, 6ruppensichrer vöhmcker, erlSßt zum „Vankopfer der Nation" folgenden flufruf:

„Vurch Vpfer und restlose Hingabe des einzelnen hat der Nationalsozialismus Veutschland er­obert. Nicht Worte, sondern säten haben uns Sie innere und Süßere sreiheit wiedergegeben. Unter der sichrung Ndolf Hitlers stürmt das junge Veutschland weiter vorwärts. Zum zweitenmal rufen die Sturmabteilungen der Vewegung das deutsche Volk auf, den Vank an den sichrer durch die rat zu beweisen. Vas „Vankopfer der Nation" ist lebendiger Nusdruck der wahren Volksgemeinschaft, wer sich jn die Listen der SN. eintragt, dient dem sührer, weil er für sein Volk gibt. ks gilt, Mittel zu be­schaffen, um auch den ärmsten Volksgenossen mit der Heimaterde zu verwurzeln. Vas gewaltige Siedlungswerk der Sfl. will den deutschen Menschen bodenständig machen. Vas ist der Sinn dieser großen Spende.

Sfl.- MSnner! Parteigenossen! Volksgenossen! Zeichnet kuch ein in die khrenliste der Sst.! gebt mehr! ks soll ein Vpfer sein! sretet an zum „Vankopfer der Nation": siir unseren sührer und für ein ewiges Veutschland!"

Vremen, den l 5. flpril 1SZ?. gez. Vöhmcke r, Sfl.-Sruppensührer

folgt dem Nufe der Sfl.l

Berlin. 14. April

Ministerpräsident Göring erläßt zum Dankopfer der Nation folgenden Aufruf: „Das Dankopfer der Nation, von den Sturmabteilungen des Führers ins Leben gerufen und getragen, ist eine sozialistische Tat, die dem Führer auch in diesem Jahr wieder als Geburtstagsgeschenk von der ganzen Nation gebracht wird. Für den Führer, der nichts anderes kennt als die Sorge um das deutsche Volk und dessen Leben, ist dieses Geschenk wohl eines der schönsten, das ihm dargebracht werden kann; denn durch dieses Dankopfer kann der Führer wieder Tausenden seiner alten, bra­ven SA.-Miinner helfen. Zudem kommt im Dankopfer der Nation die Liebe und die Dankbarkeit des ganzen Volkes zum Aus­druck, die Liebe und Verehrung für den Mann, der dem deutschen Leben wieder Sinn und Inhalt gegeben hat. Ich appelliere da­her an alle deutschen Volksgenossen, dem Hufe der SA„ sich in die Listen des Dank­

opfers der Nation einzutragen, freudig Folge zu leisten, gilt es doch, einen Bruchteil von alledem abzustatten, was jeder einzelne dem Führer an Dank schuldet. ( gez.) Hermann Göring.

eine rat -er Ireue

Berlin, 14. April.

Der Reichspresseches der NSDAP., Reichs­leiter Dr. Dietrich, hat anläßlich des Dank- opsers der Nation folgenden Aufruf erlassen: „Der 2V. April rückt die Jahre des Kampfes mit ihren Opfern an Gut, Blut und Leben wieder in das Blickfeld unserer Tage. In den Jahren zielbewußter Aufbauarbeit ge­denken wir der heroischen Taten der Ver­gangenheit und aller derer, die in den Reihen der SA. Deutschland mit zum Siege führten. Am Geburtstag des Führers wer­den diese Hundertausende von Männern, die heute wie damals in den ersten Jahren der Bewegung in blinder Treue hinter den Fah­nen marschieren, das Dankopser der Nation als ein Geschenk des Volkes zum Führer tragen. Aus den Mitteln dieses Dankopfers will der Führer den deutschen Arbeitern neue Heime schaffen und damit zugleich sei- u«r tiefen Verbundenheit mit dem deutschen

Arbeiter Ausdruck geben. Als Sache des Volkes ist das Dankopser der Nation ein Werk der Gemeinschaft und eine Tat der Treue. Aus der Treue wuchs zu allen Zeiten die Kraft unserer Bewegung. Deshalb rich­tet sich unser Ausruf an alle, mitzuhelfen: dem Führer zum Dank, dem deutschen Ar­beiter zum Wohls.

NSK. spendet Ivovo Mark

r. Berlin. 14. April

Mittwoch vormittag trug sich in der Reichs- bauptstadt die gesamte Vunoesleitung des Reichs­bundes der Kinderreichen in die Listen des Dank- opfers der Nation ein. Pg. Wilhelm Stüwe übergab SA.-Obergruppenführer Kühme im An­wesenheit mehrerer höherer SA.-Führer den Be­trag von 10 000 RM. als Beitrag der Kinder­reichen zum Dankopfer der Nation.

Scharfe verwalzrung beim Vatikan

lleberreichung einer Note durch den deutschen Botschafter

Berlin, 14. April

Der deutsche Botschafter beim Vatikan hat im Auftrage der Reichsregierung in einer dem Kar­dinalstaatssekretär übermittelten Note gegen die Ausführungen der päpstlichen Enzyklika vom 14. März schärfste Verwahrung eingelegt.

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Als mir im Jahre 1833 mit Einverständnis des Führers von dem damaligen Reichswehrmini­ster die Führung des Reichsbundes der Zivil­dienstberechtigten übertragen wurde, stellte ich mir als erste Aufgabe die der einheitlichen Zu­sammenfassung aller Soldatenorganisationen der 100 OOO-Mann-Wehrmacht. Der Reichsbund der Zivildienstberechtigten war die aus dem Bunde Deutscher Militäranwärter hervorgegangen,: Or­ganisation ehemaliger Unteroffiziere, die seit 1821 auch die übrigen ehemaligen Berufssoldaten (Mannschaften) der 100 OOO-Mann-Wehrmacht or­ganisatorisch erfaßte, ihnen eine Kameraden­heimat gab und sie in allen Fragen des Ueber- tritts in einen bürgerlichen Beruf (Zivilversor­gung) betreute. Einige Jahre vor der Macht­übernahme hatten sich neben dem Reichsbund der Zivildienstberechtigten noch besondere kamerad­schaftliche Vereinigungen der ehemaligen Ange­hörigen bestimmter Truppenteile der Reichswehr (Regimenter, Bataillone usw.) gebildet; sie nannten sich Treubünde. Im Oktober 1333 entstand im Einvernehmen mit dem Reichswehr­ministerium durch Zusammenfassung des Reichs­bundes der Zivildienstberechtigten und der Treu­bünde der Wehrmacht der „Reich streubund ehemaliger Berufssoldaten", dessen Führung mir übertragen wurde.

Wie schon der Name sagt, bestand der Reichs­treubund ehemaliger Berufssoldaten entsprechend dem Aufbau der 100 OOO-Mann-Wehrmacht aus ehemaligen Berufssoldaten, ohne Unterschied des Wehrmachtsteiles (Heer, Marine), des Dienstgra­des (Offizier, Unteroffizier, Mannschaften) und der Länge der Dienstzeit. So wie sich nach der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht im März 1335 der Aufbau und die Organisation der Wehrmacht änderten, so wurde es notwendig, die Soldatenorganisationen der neuen deutschen Volkswehrmacht neu zu ordnen. Da der ur­sprüngliche Plan einer Zusammenfassung aller Soldatenbünde des Dritten Reiches sich aus den verschiedensten Gründen als nicht durchführbar erwies, ordnete der Führer im Spätherbst 1835 die Schaffung der dem Aufbau der neuen Wehr­macht entsprechenden neuen Soldatenorganisatio­nen an.

So entstand am 1. Januar 1336 der „Sol­datenbund", als Soldatenorganisation des Wehrmachtsteiles: Heer. In ihm fanden zunächst die dem Heer entstammenden Mitglieder des Neichstreubundes Aufnahme. Im Laufe des Jah­res 1336 kamen die übrigen ehemaligen Angehöri­gen des Heeres (Offiziere und Mannschaften) hin­zu. Zurzeit zählt der Soldatenbund rund 230 000 Mitglieder, die in 3000 Kameradschaften zusam­mengefaßt sind. Es gibt „Soldatenkamerad­

schaften", denen ehemalige Soldaten des Heeres ohne Rücksicht auf die ehemalige Waffengattung angehören, sodann „Waffenkameradschaften", in denen sich die ehemaligen Soldaten bestimmter Waffengattungen zusammenfinden (Infanterie, Kavallerie, Artillerie usw.), und schließlich Trup­penteilkameradschaften, die sich nur aus den An­gehörigen bestimmter Truppenteile (Regimenter, Bataillone usw.) zusammensetzen. Die Kamerad­schaften sind in rund 100 Verbänden und diese in 16 Bundesgruppen zusammengefaßt. Mit der Führung des Bundes wurde der General der In­fanterie a. D. Frhr. Seutter von Lötzen beauftragt. Stellvertretender Vundesführer ist der Verfasser dieses Aufsatzes. Die Geschäftsführung befindet sich in Berlin W. 9, Linkstraße 26.

Bei dem Wehrmachtteil „Marine" wurde der Auftrag des Führers in der Form durchgeführt, daß der schon damals bestehende Deutsche Marine­bund zum „Nationalsozialistischen Deutschen Marinebund" umgeformt wurde. In ihm sind alle ehemaligen Angehörigen der alten und neuen Marine zusammengefaßt. Führer dieses Bundes ist Fregattenkapitän a. D. Hintz mann. Der Bund ist in 17 Gaus mit rund 950 Kameradschaften gegliedert und umfaßt zurzeit etwa 60 000 Mitglieder. Die Geschäftsfüh­rung des Bundes befindet sich in Vremen. Philosophenweg 20. Die entsprechende Organi-

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Eröffnung der Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit" am 3«. April Berlin, 14. April

Die Eröffnung der Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit" findet in Anwesenheit des Führers und der Reichsregierung am 3V. April, 11 Uhr vormittags, statt. Die Ausstelluagserösfnnng bil­det den Auftakt zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes.

L>em u-yarakter der Ausstellung wrrd auch da­durch Rechnung getragen werden, daß der Aus­stellungsbesucher die Beweise für alles das, wa­rn den vergangenen vier Jahren im Dritten Reich geschaffen und geleistet worden ist, schwarz aus werg nach Hause tragen und nach dem auf­rüttelnden Erlebnis der eigentlichen Ausstellung in aller Muße nachprüfen kann. Zu diesem Zweck erscheint während der ganzen Dauer der Schau zweimal wöchentlich die Ausstellungszeitschrift Schwarz auf Weiß», die kostenlos andre Besucher verteilt wird.