Ausgabe 
(11.4.1937) Nr. 98
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Nr. 97

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parteiamtliche Tageszeitung

NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitssront Lremen

der Nationalsozialisten Vremens

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Nr. 98 / 7. lalirgang

Sonntag, N. flpril lSZ7

kinzelpreis 15 Npf.

der kaplan plante „Studienreise" nach Moskau

Unser logesspiegel

Der Hochverratsprozeß gegen katholische Geist­liche belastet Kaplan Rossaint erneut.

Die Belebung des Arbeitseinsatzes hat wieder 3KV VVÜ Erwerbslose in den Wirtschaftsprozetz eingereiht.

Gauleiter-Stellvertreter Joel eröffnete in Oldenburg die NSV.-Schau unseres Gaues. Auf einer Arbeitsaauführertagung wprde der Einsatz des Arbeitsdienstes zur Erntehilfe geregelt.

Die Festfolge für den 1. Mai in Bremen liegt in den wesentlichen Zügen fest.

Gestern begann die Eemeinschaststagung der Kreisamtsleitungen Propaganda, Schulung und Organisation des Kreises Bremen der NSDAP.

In sämtlichen Dienststellen der Bremer SA. liegen Listen zur Einzeichnung für das zweite Dankopfcr der Nation aus.

Zweihundert Arbeiter bremischer Firmen arbeiten gegenwärtig an der Inneneinrich­tung des Pariser „Deutschen Hauses".

Der Anteil der deutschen Flagge im Finn­landverkehr ist zurückgegangen.

Für die westdeutschen Kanäle wurde ein Frachtenausschuh eingesetzt.

Konsul Ohlendors-Vremen wurde in den Auf­sichtsrat der Hamburg-Bremer Feuerversiche- rungs-Eesellschaft gewählt.

Vankopfer der Nation eröffnet

Erste Einzeichnung durch Stabschef Lutze Berlin, 1V. April.

Auch in diesem Jähr hat das deutsche Volk Ge­legenheit, durch eine Spende für das „Dankopfer der Nation" dem Führer zum Geburtstag ein Geschenk überreichen zu lassen und damit durch den Einsatz und Opferwillen den Dank an den Erneuerer des deutschen Volles und Reiches in einem würdigen Geschenk zum Ausdruck zu bringen.

Als einer der ersten zeichnete sich der Stabs­chef der SA., die auch in diesem Jahr die Träge­rin und Vermittlerin dieses Dankgeschenkes der Nation ist, im zuständigen SA.-Lokal seines Wohnbezirks in Zehlendorf-Mitte ein.

Dabei brachte Stabschef Lutze zum Ausdruck, daß das deutsche Volk durch dieses Dankopfer der Nation Gelegenheit habe, nicht nur ein Lippen­bekenntnis für den Führer abzulegen, sondern durch ein sichtbares und fühlbares Opfer dem Führer Gelegenheit zu geben, den ärmsten verdeutschen Volksgenossen würdige Wohnstätten zu schaffen. Denn das sei die Bestimmung der großen Spende. Im Anschluß hieran zeichnete der Stabschef ebenfalls als erster in der Liste, die im Standartensaal der Adjutantur des Stabschefs im Gebäude der Reichskanzlei ausgelegt ist. Vor dem Eingang Voß-Straße zur Reichskanzlei, in deren Gebäude die Dienststelle der Obersten SA.-Fllhrung in Berlin sich befindet, hatte ein Sturm der Wach- standarte Feldherrnhalle mit Spielmanns- und Mustkzug Aufstellung genommen. Zahlreiche zu­schauende Volksgenossen säumten den Rand des Wilhelmplatzes, als Stabschef Lutze eintraf, die SA.-Männer begrüßte und dann die Front der Ehrenformationen unter den Klängen eines Marsches abschritt. Hierauf begab sich der Stabs­chef in den Standartensaal, wo er als erster sich in die. aufgelegte Liste eintrug. Ihm schlössen sich sofort der Reichskriegsopferführer SA.-Eruppen- fllhrer Oberlindober, die Reichswerkschar­führungen und SA.-FLHrer aus den verschiedenen Ministerien an. Man sah u. a. den SA.-Brigade- führer Reichskulturwalter Moraller, SA.- Vrigadeführer Staatssekretär Kleinmann und Oberführer Aumüller von der NSKOV. Eine halbe Stunde nach Eröffnung des Dank­opfers erschien Staatsschauspieler Heinrich Ge­orge, um ebenfalls einen Beitrag zu leisten. Nach seiner Einzeichnung konnte eine erste vor­läufige Zahlung des Ergebnisses dieser ersten halben Stunde an einer einzigen Stelle des Rei­ches vorgenommen werden. Es betrug genau 5 335,5» RM.

lagung der 6ruppenör;te der Ski.

r. Berlin, 10. April.

Am Montag und Dienstag findet im Haus der Obersten SA.-Fllhrung in München eine Zu­sammenkunft sämtlicher Eruppenärzte der SA. statt. Auf dieser Tagung, die von Sanitäts-Erup- pensührer Dr. Brauneck. dem Ehef des Sani- tätsamtes der OSAF., geleitet wird, werden ge­sundheitliche und soziale Maßnahmen innerhalb der SA. zur Aussprache kommen. An der Tagung nimmt auch der Reichsärzteführer Dr. Wagner teil.

Nationalfeiertag wird vorbereitet

Berlin, 1g. April.

Sonnabend vormittag sand im Propaganda­ministerium die erste Sitzung des Organisations­ausschusses für den Nationalfeiertag am 1. Mai statt. Die Vertreter sämtlicher Parteigliederun­gen und Staatsstellen, die an der Gestaltung des 1. Mai beteiligt sind, wurden über ihre Auf­gaben unterrichtet und nehmen nunmehr ihre Ar­beit auf. Der Leiter der Sitzung, Oberregierungs­rat Eutterer, forderte die Beteiligten auf, alles daranzusetzen, um den Nationalfeiertag des deut­schen Volkes zu einem würdigen und seiner Be­deutung entsprechenden Ereignis zu gestalten.

Nossaint bestellte zersetzende stetzfttzristen

Verführung Jugendlicher

Berlin, 10. April.

Das zwiespältige und verlogene Spiel, bei dem der Hauptangeklagte Kaplan Rossaint immer tiefer in die Machenschaften staatsfeindlicher kommunistischer Elemente geriet, enthüllte sich in seiner ganzen Gefährlichkeit besonders in der Sonnabend-Verhandlung des Hochverratsprozesses gegen katholische Geistliche. Mit dem Umgang mit kommunistischen Erwerbslosen fing es an. Dann trat als erster Agitator der mehrfach er­mähnte Max Schäfer auf. Er lenkte die Auf­merksamkeit ehemaliger Häuptlinge des kommu­nistischen Jugendverbandes auf den Geistlichen, der sich den kommunistischen Ideen aufgeschlossen zeigte. Im Rheinland war damals ein besonders aktiver Drahtzieher namens Kaiser, der vor

dem KPD.-Verbot in die höchste Parteistelle des Zentralkomitees des ehemaligen kommunistischen Jugendverbandes berufen wurde. Kaiser war der Drahtzieher, der im verborgenen arbeitete und immer neue Gesinnungsgenossen auf Rossaint ansetzte, um in den Kreisen der Jungkatholiken immer fester Fuß zu fassen. Der Nachfolger Schäfers, der Jude Franz S p a n i e r, der unter dem Decknamen „Hans Eumbert" auftrat, er­wies sich als Fehlgriff. Als er flüchtete, hielt man die Verbindung mit dem bekannten Führer der katholischen Jugend für wichtig genug, um die Wahrnehmung dieser staatsfeindlichen Inter­essen in die Hände der bewährten und „geschick­ten Agentin Verta Karg", gen. „Friedest", zu legen. Ihr gelang es, ausgerechnet am Aller­heiligentag des Jahres 1933 im Hause Rossaints vor einem größeren Kreis von Führern der west­deutschen „Eturmschar" zu sprechen und ihre zer­

setzenden und staatsfeindlichen Ideen zu ent­wickeln. Trotz der belastenden Enthüllungen, die bereits die ersten Verhandlungstage gebracht haben, bleibt Rossaint immer noch dabei, daß er die Verbindung nur aufgenommen habe, um die Kommunisten zu bekehren (!) und für den katholischen Glauben zu gewinnen. Der Vorsitzende hat darauf immer wieder die er­staunte Frage an ihn gerichtet: „Muten Sie uns zu, Ihnen das zu glauben?" Verta Karg hat Rossaint und den „Reichsführer" der „Sturm­scharen", Steber, nach ihren eigenen Bekundungen in der Voruntersuchung Vorschläge zur Durchführung der „Einheitsfront" gemacht. Zu diesem Zweck hat sie die Einrichtung von „Zirkelabenden" empfohlen.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Unser Volk muß von Vrund aus gesund sein

Sauletter-Stettoertreter Ministerpräsident loel eröffnete die NSV.-Schau des Saues weser-kms

(Lixsnsr vrsüthoistoüt dsr Lrsinsr 2sitanZ) a. Oldenburg, 10. April.

Sonnabend mittag wurde in Anwesenheit einer großen Zahl von Gästen die NSV.-Schau des Gaues Weser-Ems, die sich in den Sälen des Zivil-Kasinos befindet, eröffnet. Die Feier wurde eingeleitet durch ein Konzert des Gaumusik­zuges I des Reichsarbeitsdienstes, Arbeitsgau 19. Anschließend ergriff der Gauamtsleiter des Am­tes für Volkswohlfahrt im Gau Weser-Ems, Pg. Denker, das Wort zu feiner Eröffnungs­ansprache, in der er zunächst den stellvertretenden Gauleiter Ministerpräsident Joel und die an­wesenden Vertreter der Partei, des Staates, der Wehrmacht, der Stadt und der übrigen Behörden begrüßte. Pg. Denker ging dann auf die Winter- Hilfswerk-Arbeit der NSV. im Gau Weser-Ems ein und betonte, daß, wie im ganzen deutschen Reich, auch im Gau Woser-Ems die Bevölkerung im diesjährigen Winterhilfswerk eine Opfer­bereitschaft gezeigt habe, die die der Vorjahre weit übersteige. Niemals habe ein Volk der Welt sich derartig zum Tatsozialismus bekannt- wie das deutsche.

Der Redner gab dann eine eingehende Dar­stellung der Aufgaben der NSV. und ihrer Ar­beitsgebiete. Im Zusammenhang mit dem Hilfs- werk „Mutter und Kind" erwähnte er, daß der Gau Weser-Ems an eigenen Heimen jetzt 8 Müt- tererholungsheime, 9 Kindererholungsheime, 52 Kindertagesstätten und 19 Kindergärten besitze. Pg. Denker ging dann auf die Hitler-Frei- Platzspende ein und betonte, daß es der Volkswohlfahrt im Gau Weser-Ems nunmehr ge­

lungen sei, für diesen Zweck ein besonderes Heim zu schaffen. Es ist das an der Lesum gelegene Landhaus „Stromeck". Zur Tuberkulose­bekämpfung hob der Redner hervor, daß die NSV. im Kreise Aschendorf-Hiiinmling nahM hundert Tuberkulosefälle bearbeite. Nachdem Pg. Denker den ehrenamtlichen Helfern der NSV. und im be­sonderen den NS.-Schwestern für ihre Tätigkeit gedankt hatte, leitete er über auf das durch den Pierjahresplan geschaffene Ernährungs­werk des deutschen Volkes. Hierbei gab er be­kannt, daß im Gau Weser-Ems allein bisher 1090 Schweine von Küchenabfällen gemästet werden, daß aber bei Ausnutzung sämtlicher anfallender Küchenabfälle ohne Schwie­rigkeiten etwa 5090 Schweine fettgemacht werden konnten. Zum Schluß sprach der Redner über die Mitgliederbewegung in der NSV. unseres Gaues und erklärte, daß die Mitgliederzahl von 10 961 im Jahre 1933 bis zum Dezember vorigen Jahres auf 136991 gestiegen sei.

Anschließend nahm Gauleiter-Stellvertreter Ministerpräsident Pg. Joel das Wort und er­öffnete im Namen und im Austrage des Gau­leiters die NSV.-Schau des Gaues Weser-Ems.

In seinen Darlegungen führte er u. a. aus: Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes und die Arbeit der NSV. sind zwei Dinge, die im Rahmen des Grundsätzlichen der nationalsozialisti­schen Weltanschauung liegen. Wir haben wäh­rend unseres Kampfes gesagt, Laß jeder deutsche Mensch das Recht auf Arbeit hat. Gibt man nun aber dem deutschen Menschen das Recht auf Arbeit, dann besteht auch für die Gesamtheit des Volkes die Verpflichtung, in denjenigen Fällen,

wo durch irgendeinen unglücklichen Zufall oder durch die Schuld der Vergangenheit ein deutscher Mensch aus seiner Arbeit herausgerissen wird, so für ihn zu sorgen, als ob er in Arbeit und Brot wäre. Das ist der Sinn des Winterhilfs- werks des deutschen Volkes,

Unsere nationalsozialistische Weltanschauung verlangt, auf die Dauer gesehen, ein Volk —das in sich hart und geschlossen — bereit ist, den Weg seines ewigen Lebens zu gehen. Wollen wir aber ein derartiges Volk, so ist es unumgänglich not­wendig, daß die deutschen Menschen von Grund auf gesund sind, denn man kann nur dann von einem Volk Höchstleistungen verlangen und es zu Hochzielen führen, wenn es dazu geistig und körperlich jede Voraussetzung erfüllt. Hier bietet nun die Arbeit der NS.-Volkswohlfahrt die besten Möglichkeiten, und zwar auf dem Wege der vor - beugenden Fürsorge für alle gesunden Menschen. Die NSV, will die Menschen schaf- fensfreudig und schaffenskräftig machen, will sie zu Menschen machen, die in der Lage sind, auf ihre Kinder gesunde Erban­lage n zu übertragen. Das ist eine Aufgabe, die nicht den einzelnen Menschen angeht, sondern das Volk in seiner Gesamtheit. Die nationalsozialistische Volkswohlfahrt ist eine Organisation, in der das ganze deutsche Volk sich zusammenschließt zu dieser Aufgabe.

So eröffne ich denn die Ausstellung mit dem Wunsche, daß möglichst alle Volksgenossen im Gau Weser-Ems Gelegenheit nehmen, sich mit der Arbeit der NS.-Volkswohlfahrt vertraut zu machen, um dadurch den Weg zur tätigen Mit­arbeit in der NSV. zu finden. Ich eröffne die Ausstellung mit einem Gruß an unseren Führer."

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vor dem Kölner Vom

„ko ist nicht alles gut, was ein Priester sagt"

* Bremen, 11. April.

Es ist ein überaus aufschlußreicher Pro­zeß, der zurzeit vor dem Volksgerichtshof des Dritten Reiches gegen den katholischen Geistlichen Rossaint und seine Mitangeklag­ten geführt werden muß.

Aufschlußreich nicht allein wegen der Auf­deckung übelster staatsfeindlicher Machen­schaften Moskauer Agenten, sondern noch viel mehr wegen des erschütternden Ein­blicks, den dieser Prozeß den deutschen Volksgenossen in die unglaubliche Sturheit und Verbohrtheit des politischen Katholizis­mus' gewährt, eines Katholizismus', der es fertigbringt, politisch unerfahrene katho­lische Menschen lieber dem Kommunismus in die Arme zu treiben, als,— der Wahrheit die Ehre gebend und der Stimme deutschen Blutes sein Recht lassend —, diese jungen katholischen Menschen der nationalsozialisti­schen Weltanschauung zuzuführen.

Nur Sturheit, Verbohrtheit, ja Verbockt- heit konnten den Kaplan Rossaint getrieben haben — ausgerechnet am Platze vor dem Kölner Dom —, sich mit einem Spitzen- vertreter der Gottlosenbewegung zusammen­zufinden. Nur Sturheit, Verbohrtheit und Verstocktheit konnten dem politischen Katho­lizismus ein Bündnis mit dem Antichrist besser erscheinen lassen als eine loyale staatsbejahende Einstellung zur national­sozialistischen Staatsführung.

Nichts hat Kaplan Rossaint, nichts hat der politische Katholizismus gelernt aus dem Bündnis, das dereinst — schon vor dem Kriege — der politische Katholizismus in Bayern in der Chrypta des Doms zu Speyer mit den Marxistenführern in Bayern ab­schloß; nichts gelernt aus den Folgen des Einsatzes hoher spanischer Geistlicher bei den entscheidenden spanischen Gemeindewahlen für den Maxismus in Spanien.

Selbst die wiederholte Verurteilung der kommunistischen Lehre durch Päpste vermag scheinbar den politischen Katholizismus nicht davon abzuhalten, gemeinsame Sache mit den Führern dieser verheerenden Seuche zu machen, wenn es darum geht, verlorene Machtpositionen wiederzugewinnen oder neue sich zu schaffen. Welch ein Widersinn, zu glauben, daß unter bolschewistischem Re­gime der politische Katholizismus je Ge­legenheit zur Machtentfaltung erhielte, welch unerhörte Gewissenlosigkeit solch törichter, ja verbrecherischer Hoffnungen wegen Hoch­verrat am laufenden Bande zu üben und gleichzeitig zahlreiche, im Vertrauen zum geistlichen Gewände abwegigen politischen Einflüssen folgende deutsche Menschen zu verführen.

Ein schöner Erzieher der Jugend, dieser Kaplan Rossaint, der seine Schutzbefohlenen dem Bolschewismus in die Arme führt; ein feiner Geistlicher, der den Teufel zum Bun­desgenossen erwählt,, nur weil er damit glaubt den politischen Machthunger der Leute seiner Art in dem Lande, dessen Schutz und Frieden er genießt, stillen zu können. Man müßte bedauern, daß es zur Studien­reise des Kaplans nach Sowjetrußland nicht gekommen ist, wüßte man nicht, daß er dort doch nur alles andere eher, als das wahre Gesicht Sowjetrußlands zu sehen bekommen hätte.

Es wäre übrigens nicht verkehrt, die da und dort im nationalsozialistischen Deutsch­land noch zu findenden Ueberreste des poli­tischen Katholizismus samt und sonders nach Sowjetrußland abzuschieben; sie wären dann nicht mehr imstande, in Deutschland Schaden anzurichten und würden vielleicht doch in Sowjetrußland der verdienten Aufklärung und den Folgen ihrer Torheit entgegen­gehen. So oder so: unschädlich müssen diese Elemente gemacht werden; nicht des natio­nalsozialistischen Staates wegen — der steht fest gesichert und getragen auf den Quadern unerhörter geschichtlicher Erfolge — sondern um der Gerechtigkeit willen und vor allem um der vielen noch arglos allem was Priesterkleid trägt vertrauenden Volksge­nossen wegen, um der im Unterscheidungs- .vermögen zwischen politischem Katholizis­mus und katholischem Glauben Zurück­gebliebenen, die leider allzuoft noch Einflüssen unterliegen, von denen sie nicht wissen, wie ebenso staatsfeindlich als reli- gionsfeindlich sie sind.

Um solcher Volksgenossen wegen vor allem erachten wir es als ein Glück, daß Kaplan Rossaints und seiner Genossen hoch­verräterisches Treiben aufgedeckt werden konnte und nun im hellen, klaren Lichte einer deutschen Gerichtsverhandlung all denen zur Kenntnis gelangt, die immer noch