Ausgabe 
(7.4.1937) Nr. 94
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parteiamtliche ^geszeitung

BachrichtenblaN der Deutschen flrbeitsfwnt Bremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Freien fjanseftadt Bremen

Erscheint "mal wöchentlich. Monatsbezug: RM. 2.30 einschl. Zustellgebühr: durch die Post RM. 2,30 einschl.ö2,84Ps.t1berweisung8gebühr,ausschl.Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Lamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch aufErstattung oderErsatz. RT.-Gauvcrlag Wescr-Ems G. m. b. H.. Bremen, Teeren 6/8 / Fernsprecher: 841 21 und 51118.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 94 / 7. Zalzrgang

Mittwoch, 7. Npril 1957

kmzelpreis 15 Npf.

das zweite Dankopser der Nation

die Ssl. eröffnet wieder ihre khrenlisien

Unser lagesspisgel

Mit Massenoerhastungen in der GPU. er­reicht der Machtkampf in der Sowjetunion seinen Höhepunkt.

Oberst de la Rocque sieht in der llnter- driickungspolitik der Volksfrontregierung die beste Propaganda.

Der englische Politiker Philipp Gibbs wirbt für deutsch-englische Freundschaft.

Dr. Ley wird einer Einladung Mussolinis zu einer Jtalienreise nachkommen.

Reichsminister Rüst ist mit seiner Begleitung in Griechenland eingetroffen.

Die SA. erössnet wieder die Ehrenlisten für das Dankopser der Nation.

Die NS.-Frauenschaft, Kreis Bremen, brachte in bewundernswerter Eigenarbeit eine um­fangreiche Kleiderspende zum Führergeburts­tag aus.

Die bremische Schulbehörde plant die Errich­tung von beweglichen Schulen in den Stadt­randgebieten.

Aus dem Neuenlander Feld wurde der Neu­bau des Verwaltungsgebäudes der Bremer Flughasenbetriebsgesellschast feierlich ge­richtet.

Die NS.-Eemeinschaft „Kraft durch Freude" erhebt für die Vereine des DRL. den Sport­groschen.

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Um das Wochenende im kinzellzandel

Berlin, 6. April.

Um das Problem der Gewährung eines Wochenendes auch für die zwei Millionen im Einzelhandel schaffenden Volksgenossen, inbeson- dere um den Sonnabendladenschluß um 18 Uhr, hat sich eine lebhafte Debatte in der Öffentlich­keit entwickelt. Der Pressedienst des Einzel­handels betont, daß alle Erörterungen mannig­fache neu auftauchende Fragen zeigen, die vor einer endgültigen Regelung der Ladenschluß- zeiten noch zu lösen seien. Die bisher vorliegen­den Aeußerungen zeigten, daß die Presse den Vorschlag der RBE. Handel (16-Uhr-Schluß am Sonnabend) im allgemeinen recht positiv auf­genommen habe. Allerdings gingen die Meinungen darüber erheblich auseinander, welche Voraussetzungen für die Einführung des Sonn- abend-Frühschlusses zunächst erfüllt werden müßten, das heißt, ob und wie etwaige Nach­teile für denVerbraucher und Schäden für den Einzelhandel entstehen und aus­geglichen werden könnten. Offensichtlich sei auch die Meinungsbildung im Einzelhandel nicht ein­heitlich, sondern man beurteile die Frage oft genug unter dem Blickwinkel des eigenen Ge­schäftes und seiner Lage. Interessant sei hier u. a. der Hinweis, daß es in manchen Einzelhandels­zweigen für die Angestellten vorteilhafter wäre, am Montag etwa um 13 Uhr erst im Ge­schäft zu erscheinen. Denn, da. in der Großstadt der Angestellte doch erst frühestens um 17 Uhr aus der Stadt heraus sei, sei es für den Sport und Landaufenthalt günstiger, den gangen Sonntag mit dem halben Montag­vormittag zu verbinden. Auch dieser Gedanke lasse sich aber natürlich nicht schematich verall­gemeinern.

knge sülzlung mit der 6).

Ernennungen in der Reichsstudentenführung München, 6. April

Der Reichsstudentenführer ernannte im Ein­vernehmen mit dem Reichsjugendführer den Unterbannführer Kurt Dickerhof zum Ver­bindungsmann der Reichsstudentenführung mit der H2. Auf Vorschlag des Reichsstudenten­führers ernannte der Leiter des Deutschen Aka­demischen Austauschdienstes den Pg. Rettich zum Verbindungsmann des Deutschen Akade­mischen Austauschdienstes mit der Reichs- studeutensührung.

Sie Vurchsülirung der tangemarck-seiern

München, 6. April.

Auf Wunsch des Führers werden die Lange- marck-Feiern im Reich in Zukunft von der Reichsstudentenführung und den örtlichen Studentenführern veran­staltet. Die jährlich stattfindenden Langemarck- Feierir in Berlin werden nach Vereinbarung des Reichsjugendführers mit dem Reichsstudenten- Mrer von der Reichsjugendführung durchgeführt. Der durch die Langemarck-Spende ausgebaute Friedhof Langemarck steht im Rahmen der Toten­ehrung der Reichsstudentenführung unter der Oberhoheit der deutschen Studen­tenschaft.

fluslösung des öaverischen Nechnungstioses

München, 6. April.

Mit Wirkung vom 1. April dieses Jahres ist eine Außenabteilung des Rechnungshofes des Deutschen Reiches in München errichtet worden, die oic Geschäfte des bisherigen Bayerischen Obersten Rechnungshofes übernimmt.

für den öeburtslag des sichrers

Berlin, 6. April.

Die Oberste SA.-FLHrung teilt mit: In den

nächsten Tagen werden die Stürme der SA wieder wie im Vorjahre die Einzeichnungslisten für das Dankopser der Nation auflegen, das als ein Ge­burtstagsgeschenk des ganzen Voltes an den Füh­rer erneut dem Gefühl -es Dankes gegenüber seiner fruchtbaren Staatsführung Ausdruck geben wird. Der Führer selbst hat dieser Tat eines echten Sozialismus Richtung und Ziel gegeben und ihren Ertrag dazu bestimmt, dem deutschen Arbeiter Leben und Schassen schöner zu gestalten.

So wurde das erste Dankopfer bereits zur Dank- opfer-Siedlung, von der SA. getragen und durch sie als ein Geschenk der Nation an den Führer vermittelt.

Auf Grund des umfassenden Einsatzes zieht sich dieses Opferwerk lückenlos über die ganze Nation hin und überall auch im Reich, sei es im Alpen- land oder in Ostpreußen, in Oberfchlesien oder an der Nordsee, werden aus den großen und kleinen Beiträgen der Volksgenossen Heimstätten für die Schaffenden erstehen, würdige und schöne Bauten, die den Arbeiter wieder in die Land­schaft hinausführen und ihm die Heimaterde näherbringen. Aus der Erkenntnis heraus, daß bisher alle Wünsche nach Siedlungsmöglichkeit

am Mangel eines notwendigen Eigenkapitals scheiterten, wurde das Dankopfer dazu bestimmt, die erforderlichen Erstehungskosten für neue Siedlerftellen zu decken, die an die Würdigsten unter den Werktätigen des Volkes,, an Kriegs­opfer, Kinderreiche und verdiente Vorkämpfer der Bewegung abgegeben werden.

Wenn daher die SA. ihre Ehrenlisten für das Dankopser auslegt, die jedem Volksgenossen Ge­legenheit geben, an diesem Aufbauwerk teilzu­haben, dann wird er wissen, welcher höheren Auf­gabe sein Opfer dient, mit dem er Zeugnis ab­legt vom Gefühl der im ganzen Volte lebendigen Dankbarkeit gegenüber dem Führer und seinem Werk.

einsatzbereit und selbstlos

Wer sich in der Weltgeschichte auskennt, der weiß. daß große und volkbewegende Taten ein­zelner Männer und Führer, wenn sie selbstlos und edel waren, nie einen persönlichen Gewinn mit sich brachten, nie um des eigenen Vorteils willen getan werden konnten, sondern immer nur harte Entbehrungen und ein Höchstmaß gei­stiger Anspannung nach sich zögen. Der Lohn für die Aufbauarbeit an einer Nation läßt sich nicht in alltäglicher Münze ausdrücken, er kann nur im Bereich der Seele liegen und sich nur durch Haltung und Gesin­nung darstellen. Das seelische Mitgehen und der gesinnungsmäßige Rückhalt im ganzen Volk bilden die höchste Genugtuung, die einem Staatsmann für seine Arbeit zuteil werden kann. Denn beides schafft die Grundlage von Ver­trauen und Sicherheit, auf der er seinen Zielen näherkommt und Kraft für die Zukunft gewinnt, ein Grund, warum ein Parteienstaat nie Raum für eine Führerpersönlichkeit haben kann.

Die Berufung zum Fllhrertum ist stets mit Verzicht und Opfer verbunden und ist es in einem Maße, das in seiner Größe erst das wahre Führertum kennzeichnet und in der Ge­samtheit voransteht. Deshalb ist es auch mit den Maßstäben unseres Alltags nicht zu messen und entzieht sich jeder Abschätzung und Bewer­tung, die nicht im Ideellen Ausgang und Sinn­gebung sucht. Das Vertrauen eines Volkes be­wegt sich in der Ebene des stillen Ein­satzes und der Gesinnung, nicht auf dem gewohnten Boden von Leistung und Lohn.

In welch besonderem Maße trifft eine solche Feststellung und Wahrheit nicht aus das neue Deutschland zu! Die Nation hat ihren Führer gefunden und den Segen eines Führertums ver­spürt, dem kaum eine allzu persönliche Beurtei­lung gerecht werden kann. Im Gegenteil: zu oft nur lenken die Forderungen des Alltags ab von der Einzigartigkeit der großen Sache — Wert­schätzung und Dank lassen sich ja auch kaum un­mittelbar darstellen. Unter den Möglichkeiten aber, im sozialen und politischen Einsatz mittel­bar dem Führer zu dienen und d u r ch eigen en Einsatz Dank zu sagen, nimmt das „Dank­opfer der Nation" seit einem Jahr eine ganz be­sondere Stellung ein.

Auch wenn es bei dieser Aktion um die Be­schaffung von Geldmitteln geht, so liegt ihre tiefere Bedeutung doch wieder in der Gesinnung, die sich als Dank an den Führer in den Opfer- beiträgen ausdrückt. Nicht die Summe ist es, son­dern der Sinn, der die Dankbarkeit kundtut, und wenn die Summe dazu dient, zahlreichen deutschen Volksgenossen materiell Erleichterung zu schaffen, so soll der Sinn darin liegen, dieses so­ziale Hilfswerk zu einer Tat der Dankbar­keit gegenüber dem Führer werden zu lassen und damit Anerkennung und Teilnahme auszudrücken. Er selbst hat dieser Tat die Rich­tung gegeben und sie ganz im Sinne seines natio­nalen Sozialismus dazu bestimmt, dem deutschen Arbeiter Leben und Schaffen schöner zu gestalten. So wird das Dankopfer von der SA. getragen und durch sie als ein Eeschenkder Nation an den Führer vermittelt.

Auf Grund des Einsatzes der gesamten SA. im vorigen Jahre zieht sich dieses Werk lückenlos über die ganze Nation hin und überall auch im Reich, sei es im Alpenland oder in Ostpreußen, sei es in Oberfchlesien oder an der Nordsee, wer­den aus den großen und kleinen Beiträgen der Volksgenossen Heimstätten für die Schaffenden erstehen. Würdige und schöne Bauten, die den Arbeiter wieder in die Land­schaft hinausführen, die ihm die Heimaterde naherbringen und ihm den Sinn für ländliche Arbeit wiedergeben. Gibt es in den Wohnvierteln der Großstädte noch Werktätige, die nicht schon einmal voller Entsagung an die Möglichkeit eige­ner Siedlung und eigener Heimstätte gedacht hätten? Wieviel stille Wünsche sind hier schon am Mangel von Mitteln und Wegen gescheitert. Vor allem war es stets das nötige Eigenkapital^ das eine tausendfache Tatkraft bei allem groß­artigen Unternehmungsgeist lahmlegte, weil es nicht zu beschaffen war. Aus der Erkenntnis dieser Notlage heraus wurde das Dankopfer hier ein­gesetzt und dazu bestimmt, die erforderlichen E r - stehungskosten zudecken. Die ersten dieser in jeder Hinsicht neuartigen Siedlungen wurden vor Wochen bereits in Angriff genommen und weitere werden folgen, darunter eine große Mustersiedlung in Oberfchlesien, für die der erste Spatenstich am Geburtstag des Führers getan wird. Sie wird in ausgeprägtester Form alle Merkmale der SA.-Siedlüngen in sich vereinen: schöne und zweckmäßige Wohnbauten, die ohne jedes Schema auf dazugehörigem Garten­land errichtet werden, schließen sich mit sportlichen uni^ gärtnerischen Anlagen zu einer Wohngemein­schaft zusammen, die jedem Volksgenossen im neuen Lebensraum ein hohes Maß von Taseins- freude vermitteln wird.

Kann es für den am Schicksal der Nation anteilnehmenden Deutschen eine größere Genug­tuung geben, als die, diese Daseinsfrende an die

Polnischer Veswervand fordert deutsche 6ebiete

politischer Skandal in Srauden; — was sagt die warschauer Negierung dazu?

Graudenz, K. April.

Der polnische Westverband veranstaltete in Graudenz im Rahmen seiner Pommerellen-Woche eine Großkundgebung, an der eine Reihe von offiziellen polnischen Organisationen teilnahmen. In den Umzügen wurden, ohne daß die polnische Polizei einschritt, Transparente mit Ausschriften getragen wie: „Graudenz soll die künftige Haupt­stadt der nicht befreiten Gebiete werden." Auf einem anderen Transparent las man: „Das

Schlochauer Land muß in den Schoß der Mutter zurückkehren." Weitere Schilder verlangte» die Einverleibung Masurens, des Ermlandes und des Weichsellandes in den polnischen Staat. Am Marktplatz war eine große Landkarte im Schau­fenster einer Buchhandlung ausgestellt, in der die nach Ansicht des polnischen Westverbandes noch zu befreienden Gebiete, die bisher zu Deutschland gehören, in roter Farbe eingezeichnet waren.

Auf der Kundgeb ung sprachen der Vizestadtpräsi­dent von Graudenz Michalowski, der Sejm­abgeordneter und Präses des Westverbandes ist, und einige andere Einwohner von Graudenz. Die Kundgebung endete mit einem Hoch auf die Repu­blik Polen, den Staatspräsidenten und auf den obersten Führer Marschall Rydz-Smigly. In einer Resolution wird n. a. folgendes erklärt: Die Be­wohner der Stadt Graudenz werden wie bisher, so auch weiter, die Wacht an der Weichsel halten und die Interessen von Nation und Staat auf der pommerellischen Erde schützen. Aufrechterhal­ten bleibt in seinem ganzen Umfange das nicht realisierte Recht Polens auf die nicht befreiten Gebiete. Wie nicht den Verlauf der Weichsel, so könne man auch nicht die Forderungen und Bestrebungen der polnischen Nation zür Vereinigung aller polnischen, bisher unbefreiten Länder in den Grenzen des Staates aufhalten.

„Den Landsleuten daselbst und besonders im Ermland und Masuren senden wir Worte der Begrüßung und der Zuversicht und ermuntern sie

zu dem Aushalten bis zu dem Augenblick, wo mit Gottes Hilfe für sie das Morgenrot der Freiheit leuchtet." Es werden dann noch Kampfforderun- . gen gegen die deutsch« Minderheit im Pomme- rellen ausgesprochen.

Dazu schreibt der Deutsche Dienst u. a.: Man darf gespannt sein, was die amtlichen polnischen Stellen zu dieser geradezu skandalösen Re­solution und zu dieser Kundgebung sagen werden. Wenn in Deutschland in dieser Form in einer öffentlichen Kundgebung eines großen Ver­bandes unter den Augen der Regierung durch den Bürgermeister einer Stadt in dieser Form Forderungen auf große polnische Gebiete ange­meldet würden und ferner entsprechende Land­karten ausgestellt und Transparente angebracht würden wie „Wir fordern Pommerellen und ganz Posen zurück", „Wir verlangen die Rückgabe Ost­oberschlesiens" oder „Wir grüßen die Millionen unerlöster deutscher Bruder in Posen und Pommerellen" dann würden mit Recht die pol­nischen Stellen dagegen Protest erheben und das

Athen» 6. April.

Reichsminister Rüst traf Dienstag morgen mit dem Dampser „Milwaukee" in Neu-Phaliron bei Athen ein. In der Begleitung des Ministers be­finden sich seine Gattin, die Ministerialräte Gras zu Rantzau und Frey, sowie der Leiter der Presse­stelle des Ministeriums, Rechtsanwalt Glauning. Der Minister wurde an Bord vom griechischen Kultusminister Eeorgakopoulos willkommen ge­heißen. Zur Begrüßung hatten sich auch der deutsche Gesandte Prinz Erbach Schönberg, der Landeskreisleiter der NSDAP. Dr. Wredc, Mit­glied der deutschen Gesandtschaft und Ortsgrup­penleiter Dr. Crome eingefunden.

als einen sehr unfreundlichen Akt und eine Ein­mischung in die inneren Verhält­nisse Polens betrachten. Das gleiche Echo muß natürlich eine derartige Kundgebung in Deutsch­land haben und alle jene Kreise in Polen, die guten Willens sind, werden zweifellos der deut­schen Bevölkerung die Berechtigung ihrer außer­ordentlichen Empörung nicht abstreiten. Man darf nur hoffen, daß sie , stark genug sind, auch die entsprechenden Maßnahmen gegen der­artige Hetzer und Schreier zu veranlassen und solche Elemente wie den Vizebürgermeister von Graudenz ein für allemal aus der Politik zu entfernen, zumal sie dem polnischen Staat mit ihrer chauvinistischen Kundgebung keinen Dienst geleistet haben. Man darf das um so mehr hoffen, als schon die Bezeichnung „unerlöster Gebiete" in einer kleinen Zeitschrift oder die an­deutungsweise Anführung der ehemaligen deut­schen Reichsgrenzen auf einer alten Landkarte polnische Stellen bereits zu energischen Protesten in Deutschland zu veranlassen pflegen.

In Abwesenheit des auf einer Peloponnes- Retse weilenden Königs Georg II. empfing der griechische Kronprinz Paul Dienstag mittag Reichsminister Ruft in Audienz. Dabei entwickelte sich eine sehr herzliche Unterhaltung. Zur gleichen Zeit weilte die Gattin des Ministers in Begleitung der Gräfin Rantzau bei der Prin­zessin Irene von Griechenland. Später stattete Reichserziehungsminister Ruft dem griechischen Kultusminister Eeorgakopoulos sowie dem Minister Kotzt as Besuche ab. Minister Kotzias gedachte besonders seiner im vergangenen Jahre durchgeführten Deutschlandreise. Im Laufe des Vormittags hatte Minister Ruft auch dem Staats­sekretär des Auswärtigen Mavroudis und dem Staatssekretär für die Presseangelegenheiten Nikoludis Besuche abgestattet.

Reichsminister Ruft wird am 18. April die durch die Spende des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler ermöglichte Wiederaufnahme der Ausgrabungen tn Olympia durch den ersten Spatenstich feierlich einleiten. Auf. einer Festsitzung anläßlich der Jahrhundertfeier der Athener Universität wird Reichsminister Ruft eine deutsche Bücherspende überreichen, sowie an der Feier des 18jährigen Bestehens der deutschen Schule in Athen teilnehmen.

Vr. tez, besucht Italien

Berlin, 6. April.

Aus Einladung der italienischen Regierung und in Erwiderung des Besuchs des italienischen Arbeiterführers Präsident Tullio Eianetti tritt Reichsleiter Dr. Ley am Donnerstag eine zehn­tägige Jtalienreise an. Der Abflug erfolgt in München, die Ankunft ist für Donnerstag. 15 Uhr, in Venedig festgesetzt. Hier wird der Reichs­organisationsleiter der NSDAP. durch die offiziellen Vertreter der faschistischen Partei und des italienischen Staates empfangen.

Ein außerordentlich umfangreiches und viel­seitiges Programm wird Dr. Ley Gelegenheit geben, nicht nur alle Einrichtungen der faschisti­schen Partei und der Konfederation erneut per­sönlich kennenzulernen, sondern darüber hinaus sind auch mehrere Betriebsbesuche, und damit eine entsprechende Fühlungnahme mit der italienischen Arbeiterschaft und mit italienischen Betriebssichrer» vorgesehen. Die Reise führt von Venedig über Mailand. Turin und Genua nach Rom, wo der Duce den Reichsorganisations­leiter persönlich empfangen wird. Am gleichen Tage findet ein großer Regierungsemp- sang im Tapitol statt.

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Herzlicher kmpfang beim Kronprinzen Paul